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Lassiter - Folge 2090

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Das Testament des Gunfighters
  4. Vorschau

Das Testament des Gunfighters

Die ersten Tage nach ihrem Einzug auf die Ranch verbrachte Marjorie Grant damit, das weitläufige Gelände zu erkunden. Dabei wurde sie von Carson begleitet, einem struppigen Bastardhund.

Das Wohnhaus und die Stallungen waren in einem erbärmlichen Zustand. Jahrelang hatten die Gebäude leer gestanden. Der letzte Besitzer war ein Sonderling gewesen, dem man einen Hang zum Übersinnlichen nachsagte. Nachdem der Mann eines Tages spurlos verschwand, fand sich lange kein Interessent für das westlich von Tombstone gelegene Anwesen.

Marjorie Grant gefiel die Ranch. Sie gab ihren Hurenjob auf, packte ihre Sachen und zog mit ihrem vierbeinigen Gefährten um.

An einem Freitag Anfang Mai kratzte Carson unweit der Ranch ein Loch in die hartgebackene Erde – und in der Spalte fand Marjorie ein geheimnisvolles Holzkästchen …

Das Teil war aus Sperrholz und hatte ungefähr die Größe jener Behältnisse, in die Zigarren aus Übersee verpackt werden. Über Kreuz war eine dünne Hanfschnur herumgewickelt, mit einem winzigen Henkerknoten fixiert. An einigen Stellen war das Holz so porös wie ein alter Lumpen.

Als Marjorie es in die Hand nahm, wich der Hund zurück und bellte aufgeregt. Er gebärdete sich, als wäre seine Herrin dabei, eine Todsünde zu begehen.

»He, Carson!« Sie schüttelte den Kopf. »Wieso machst du so einen Krawall? Es ist nur ein Ding aus Holz. Völlig ungefährlich. Guck doch selbst!«

Carson zog die Lefzen hoch und grollte leise.

Marjorie kraulte ihm gutmütig den Nacken, aber es dauerte eine Weile, bis das Tier sich beruhigt hatte.

Bis vor zwei Wochen war Marjorie ein heiß begehrtes Amüsiergirl in Tombstone gewesen. Sie war eine zierliche Frau mit leuchtend blauen Augen und einem sinnlichen Mund. Ihr langes Blondhaar trug sie zum Pferdeschwanz gebunden. Bekleidet war sie mit einer derben Cottonhose und einem Flanellhemd, wie sie die Cowboys auf der Range trugen.

Schon lange hatte sich Marjorie mit dem Gedanken getragen, ihr lockeres Leben im Vergnügungsviertel der Boomstadt aufzugeben. Sie wollte sich mit dem ersparten Geld irgendwo in die Einöde zu verkriechen. Bei einem ausgedehnten Ritt durchs Cochise County hatte sie schließlich die verlassene Ranch entdeckt.

Auf Anhieb hatte sie Gefallen an dem Anwesen gefunden und beschlossen, es zu kaufen. Die Formalitäten waren rasch erledigt. Marshal Hynde hatte sich ziemlich gewundert, dass eine Frau von Mitte zwanzig allein in die Wildnis ziehen wollte. Bei der Übergabe der Dokumente hatte er mit den Schultern gezuckt und »Des Menschen Wille ist sein Himmelreich« gemurmelt.

Jetzt war Marjorie Grant die neue Besitzerin der im Volksmund genannten BB-Ranch.

Sie beendete Carsons Nackenmassage und widmete sich wieder ihrem Fund. Carson legte seinen Kopf auf die Vorderpfoten und beobachtete misstrauisch.

Die dünnen Schnüre, die das Kästchen umschlossen, waren mürbe und zerschlissen. Im Nu waren sie durchtrennt.

Marjorie ließ sie fallen und hob den Deckel.

Ein ölgetränkter Lappen kam zum Vorschein. Er wurde von einer Klammer aus Draht fixiert.

Als Marjorie sie aufbog, fiel eine vergilbte Fotografie auf die Erde. Das Bild zeigte einen Mann, der auf einem Pferd ritt. Er hielt seine rechte Hand erhoben, als wolle er auf etwas zeigen, das außerhalb des Bildes lag. Im Hintergrund erhob sich ein zerklüftetes Felsmassiv, das Marjorie an die Tafelberge in der Four Corners-Region von Utah erinnerte. Ganz unten rechts, am Rand der Fotografie, hatte jemand mit schwarzer Tinte die Initialen BB geschrieben.

Die BB-Ranch, überlegte Marjorie, wenn ich mich nicht irre, hieß der letzte Besitzer Bram Boomer. Viele Leute aus Benson, Bisbee und Tombstone hatten den seltsamen Kauz Bram »Mysterious« Boomer genannt. Es hieß, er pflegte von Zeit zu Zeit Kontakt zu Spiritisten und Schamanen. Seine verschrobenen Anschauungen lösten unter seinen Mitmenschen nur herablassendes Kopfschütteln aus. Aber niemand wagte es, ihm zu nahe zu kommen. Boomer war ein Meister exzellenter Schütze und hatte schon so manchen Preis gewonnen.

Marjorie faltete den Lappen auseinander. Außer dem Bildnis fand sich noch ein daumengroßer schwarzer Schmuckstein darin, ein Obsidian. Er hatte die Form eines Herzens, womöglich ein Talisman seines Besitzers.

»Siehst du«, sagte Marjorie zu Carson, »eine Fotografie und ein Stein, und du hast dir fast in die Hosen gemacht vor Angst. Ein toller Hund bist du!«

Sie musste lachen, als Carson seinen Blick hob und so tat, als interessiere er sich mächtig für einen Raubvogel, der in großer Höhe über der wüstenhaften Landschaft kreiste.

Eine Weile überlegte Marjorie, was sie mit ihrem Fund anstellen sollte. Wieder zurücklegen oder mit nach Hause nehmen?

Schließlich steckte sie den Stein in die Hosentasche, das Bild hingegen erregte ihre Aufmerksamkeit.

Sie fragte sich, warum Bram Boomer oder wer auch immer sich die Mühe gemacht hatte, das Kästchen zu vergraben. So weit weg von dem Wohnhaus. Ein Bild und ein Stein. Im Grunde ganz banale Dinge. Solche Gegenstände lagen doch meistens in einer Schublade in der Wohnstube. Seltsam, wieso hatte man sie eine halbe Meile vom Haus entfernt verbuddelt?

Marjorie drehte das Bild um und fand eine kurze Notiz auf der Rückseite.

»Testa-T66.« Sie stutzte. »Hm, was zum Henker soll denn das schon wieder bedeuten?«

Carson begann wieder zu grollen.

»Wenn du was weißt, raus damit«, ermunterte Marjorie ihn. Seit sie auf der Ranch wohnte, hatte sie sich angewöhnt, mit dem Hund zu reden als sei er ein Mensch.

Da sprang Carson auf die Beine und drehte ihr das Hinterteil zu. Den Schwanz eingeklemmt, trottete er davon.

»Carson, ich bin enttäuscht von dir!«, rief sie ihm nach. »Jetzt, wo ich deine Hilfe brauche, machst du dich aus dem Staub. Hast du gar kein schlechtes Gewissen?«

Ohne sich um ihren Ausruf zu kümmern, verschwand der Hund hinter einem Mesquitegestrüpp.

»Testa-T66«, sinnierte Marjorie laut.

Sie grübelte darüber nach, was diese Notiz wohl bedeuten mochte. Der Schreiber musste sich ja irgendwas dabei gedacht haben.

Eine geheime Botschaft?

Marjorie konnte sich keinen Reim darauf machen.

Zum ersten Mal seit ihrer Anwesenheit auf der Ranch vermisste sie die Gesellschaft anderer Menschen. Wäre sie jetzt in Tombstone, würde sie fix mal jemand fragen, was Testa-T66 bedeutete.

Marjorie schob das Bild zu dem Stein in die Hosentasche. Tief in Gedanken folgte sie Carson zum Ranchhaus.

Über den Felskuppen am westlichen Horizont ging die Sonne unter. Der brandrote Arizona-Himmel war ein Augenschmaus ohnegleichen. Immer wieder war Marjorie von dem prächtigen Naturschauspiel tief beeindruckt. Mit seinem Aufsehen erregenden Farbenspiel glich der Himmel der Farbpalette eines verrückt gewordenen Malers.

Am Haus angekommen, setzte sich Marjorie auf die wurmstichige Sitzbank neben der Vordertür. Sie holte das Foto aus der Tasche und starrte es minutenlang an.

Testa-T66.

Die rätselhafte Buchstaben-Zahlenkombination ging ihr nicht aus dem Kopf. Nach vergeblichem Grübeln beschloss sie, gleich morgen früh in die Stadt zu reiten. Glenn Peters, der Besitzer des Gemischtwarenladens, wusste bestimmt Rat. Im Übrigen wurde es höchste Zeit, dass sie ihre Lebensmittelvorräte auffrischte.

Apropos Lebensmittel. Prompt knurrte ihr der Magen. Seit Mittag hatte sie nichts mehr gegessen.

Marjorie stemmte sich von der Bank. »Carson! Carson, Abendbrot!«

Sie wartete, aber der Hund kam nicht. »Carson! He, du alter Schwerenöter! Hast du keinen Hunger?«

Der Hund zeigte sich nicht.

Das war ungewöhnlich. Carson war ein Fresssack, wie er im Buche stand. Noch nie hatte er eine Mahlzeit verpasst. Heute jedoch schien er nicht den geringsten Appetit zu verspüren.

»Carson! Carson!« Der Hund blieb weg, und schließlich wurde es Marjorie zu bunt. Die Launen eines Bastardköters waren das Letzte, was sie jetzt brauchte. Sie ging ins Haus und warf die Tür hinter sich zu. »Okay, wer nicht will, der hat schon. Dann esse ich heute eben allein.«

Die Zeit verging. Als es dunkel wurde, war Carson noch immer nicht zu sehen. Allmählich machte sich Marjorie Sorgen. Carson hasste die Dunkelheit. Und heute blieb er freiwillig draußen, mit leerem Magen?

Da stimmte doch was nicht! In Marjories Kopf tanzten die Fragezeichen.

Sie beschloss, nach dem Ausreißer zu suchen. Um ihn anzulocken, nahm sie einen gepökelten Fleischknochen aus dem Speicher. Dann hängte sie sich ihren Revolvergürtel um die Hüften, klemmte sich den Stetson auf den Kopf und verließ das Haus.

Schon nach ein paar Minuten fand Marjorie den Hund an der Stelle, wo er am Nachmittag das Loch in die Erde gescharrt hatte. Er blickte sie mit traurigen Augen an, als sie sich vor ihm niederließ. Sie begann, seinen Nacken zu massieren. Carson legte den Kopf auf die Pfoten und jaulte leise.

»Testa-T66«, murmelte sie in Gedanken.

Plötzlich hob Carson den Kopf und bellte laut.

***

Am nächsten Tag betrat Marjorie Grant den kleinen, in der Second Street gelegenen Gemischtwarenladen von Glenn Peters. Auch als sie noch in Tombstone wohnte, hatte sie ihre Einkäufe meistens hier getätigt.

Peters, mit Halbglatze und großer Hornbrille, stand hinter der Registrierkasse und erzählte einem Kunden im großkarierten Sakko den Witz von dem Coyoten, der sich beim Polizeichef um den Posten des Deputys bewarb.

Marjorie stellte sich vor das große Wandregal, in dem Mehl, Zucker, Mais und eine Menge Konserven einsortiert waren. Während sie überlegte, wie viel sie von allem brauchte, trat der Mann im Sakko neben sie.

»Freut mich, dich zu sehen, Marge«, sagte er. »Du kommst wie gerufen.«

»Ach ja?« Sie runzelte die Stirn. Marge war ihr Spitzname, den die Freier im Bordell benutzten.

Der Mann zwinkerte ihr vertraulich zu. »Ich bin Jim Foster. Sag bloß, du erkennst mich nicht?«

Sie kramte in ihrem Gedächtnis, erinnerte sich aber weder an sein Spitzmausgesicht noch an seinen Namen. In ihrer Zeit als besudeltes Täubchen hatte sie jeden Tag mit anderen Männern zu tun gehabt. Offensichtlich hatte Jim Foster keinen nachhaltigen Eindruck auf sie hinterlassen.

»Tut mir leid, beim besten Willen, ich weiß wirklich nicht, wo ich Sie hinstecken soll, Mister.«

»Mister? Beim letzten Mal hast du mich Jimmy genannt. Es war, als du mir meinen Big Billy auf Hochglanz poliert hast.«

Marjorie stand stocksteif. »Mag sein. Aber mit Big Billys hab ich jetzt nichts mehr am Hut. Bin aus der Branche ausgestiegen, und zwar für immer.«

»Du hast deinen Job an den Nagel gehängt?!« Der Mann, der Foster hieß, blähte seine Backen auf. »Das ist ja jammerschade! Von allen Girlies hast du mir am besten gefallen. Naturtalente wie du wachsen nicht am Straßenrand. »Dein Hüftschwung – der ist wirklich einmalig.« Er kreiste mit dem Becken wie eine Schlangentänzerin. Dann beugte er sich an ihr Ohr. »Und deine Brüste sind wie Pudding …«

»Genug!« Marjorie brachte ihn mit einer unwilligen Geste zum Schweigen.

Eben hatten zwei Kunden das Geschäft betreten. Ein großer Mann mit sandfarbenem Haar und ein Cowboy, der ein aufgerolltes Lasso über der Schulter trug. Marjorie verspürte nicht die geringste Lust, sich vor versammelter Mannschaft in ein Gespräch über ihren Hüftschwung und die Beschaffenheit ihrer Brüste einzulassen.

»Sie entschuldigen mich bitte«, sagte sie und trat zum Storekeeper an die Theke.

Foster stand einen Moment da und grinste vor sich hin. Dann, ganz unvermittelt, grabschte er zu.

Marjorie fühlte seine zugreifende Hand am Hintern.

Verdammt! Wie der Blitz schwang sie herum. Es klatschte laut, als sie ihm eine Ohrfeige gab. »Ich verbitte mir das! Haben Sie mich verstanden?«

Auf Fosters Wange zeichnete sich brandrot der Abdruck ihrer Hand ab.

Vor Wut fing er an zu schielen. »Miststück! Du wagst es, mich zu schlagen?«

»Lassen Sie mich in Ruhe, sonst verpasse ich Ihnen noch eine Schelle!« Marjorie war drauf und dran, dem Pöbler die Augen auszukratzen. Noch nie hatte sie jemand als Miststück betitelt.

Foster trat neben sie an die Kasse. Er atmete schwer, und sein Spitzmausgesicht war zur Grimasse verzogen. Die Äderchen an seiner linken Schläfe traten bläulich hervor.

Ganz plötzlich riss er eine Hand hoch.

Wie durch einen Zauber blieb sie in der Luft hängen.

Der große Mann mit dem sandfarbenen Haar hielt sie gepackt. »Sie sollten jetzt verschwinden, muchacho«, sagte er ruhig. »Gehen Sie nach Hause, und stecken Sie den Kopf in die Regentonne, das kühlt ab!«

Erst jetzt erkannte Foster seinen Nebenmann.

Er grinste schief. »Oh, Mr. Lassiter! Hab Sie gar nicht erkannt. Ähm, meine Nerven sind auch nicht mehr die besten. Verflixt! Die Weiber sind unser aller Verderb.«

Lassiter ließ die Hand los. Foster ging zur Tür. Bevor er verschwand, warf er Marjorie einen bösen Blick zu.

Sie wandte sich an Lassiter. »Danke für Ihren Beistand«, sagte sie und lächelte dünn.

»Immer wieder gern, Miss.« Er trat zurück und wartete, bis sie ihren Einkauf erledigt hatte.

Es dauerte nicht lange, und Glenn Peters hatte die Ware in einem großen Jutesack verstaut. Als er den Preis nannte, lupfte Marjorie ihren Brustbeutel aus der Hemdbluse und zählte das Geld sorgfältig ab. Peters konnte nicht wechseln, und sie langte in die Hosentasche, wo sie noch etwas Kleingeld bei sich trug.

Als Erstes geriet ihr der Obsidian zwischen die Finger. Sie legte ihn achtlos auf die Theke und daneben einige Centstücke.

»O yeah, jetzt klappt es.« Der Storekeeper strich die Münzen ein und warf sie in die Kassenschublade. »Soll ich Ihnen helfen, den Sack zum Pferd zu bringen?«

»Nein, nicht nötig. Ich schaffe es allein.« Marjorie bedachte Lassiter und den Storekeeper mit einem kurzen Nicken und wollte eben den Sack mit ihrem Einkauf zur Tür wuchten, als ihr einfiel, dass sie nicht nur gekommen war, um Vorräte zu kaufen.

»Eine Frage, Mr. Peters«, sagte sie, »haben Sie schon einmal den Ausdruck Testa-T66 gehört?«

»Wie?« Er nestelte an seiner Brille.

»Testa-T66.«

Peters hob eine Achsel. »Mhm, höre ich zum ersten Mal, Miss. Was soll denn das sein?«

»Keine Ahnung. Ich dachte, das könnten Sie mir sagen.«

»Bedaure. Da bin ich überfragt.« Der Storekeeper wandte sich Lassiter zu. »Und was kann ich für Sie tun, Sir?«

Marjorie schleifte den schweren Sack über die mit Sand bestreuten Dielen zum Ausgang. Der Cowboy sprang hinzu und öffnete die Tür.

Als das Türglöckchen bimmelte, war auf einmal auch Lassiter da.

Er grinste gutmütig. »Lassen Sie mich mal ran!«

Marjorie wollte protestieren, doch ehe sie sich versah, hatte der athletische Mann den vollgestopften Jutesack auf die Plattform vor das Geschäft gewuchtet. Als er dabei war, ihn auf den Rücken ihres Rotbraunen zu hieven, baute sich Marjorie neben ihm auf. Die Hände in die Seiten gestemmt, blinzelte sie ihn an.

»Ich kann mich gar nicht entsinnen, Sie um Hilfe gebeten zu haben, Mr. Lassiter«, sagte sie kühl.

Er schob seinen Hut höher. »Halb so wild, Miss. Wir vergessen alle mal was.«

Marjorie war verblüfft. Der Bursche war nicht auf den Mund gefallen. Sie schaute Lassiter genauer an. Was sie erblickte, gefiel ihr. Sie musste sich eingestehen, dass dieser Adamsjünger genau ihrem Typ entsprach.

Für einen Moment verspürte sie den Anflug süßen Verlangens. Doch sofort kämpfte sie das aufwallende Gefühl nieder. Schluss mit den Männergeschichten! Lange genug hatte sie sich den Kerlen unterworfen. Sie war extra aufs Land gezogen, um ein für allemal einen Strich unter all ihre sündhaften Verfehlungen zu ziehen.

Sie wollte nur noch eines – allein sein, allein mit Carson.

Lassiter befestigte den Sack an den Sattelgurten. »Müsste halten«, sagte er mit Kennerblick. »Ich hoffe, Ihr Weg ist nicht allzu weit. Wenn doch, sollten Sie unterwegs noch einmal die Halterung prüfen. Wie weit müssen Sie denn?«

Sie gab sich bedeckt. »Ich glaube nicht, dass Sie das etwas angeht.«

»Stimmt.« Er nickte beifällig. »War nur so her daher gesagt. Ich wollte Sie nicht aushorchen.«

»Okey dokey.« Sie band das Pferd los. »Dann nochmals besten Dank für Ihre Hilfe. Good bye

Lassiter trat zur Seite, als sie einen Fuß in den Steigbügel schob. »Wollen Sie noch wissen, was Testa-T66 bedeutet?«, fragte er plötzlich.

Sie schaltete ihre Ohren scharf. »Sagen Sie bloß, Sie können damit was anfangen?«

»Nun, ich denke schon«, antwortete er. »Soviel mir bekannt ist, werden die Schließfächer auf der Bahnstation von Benson mit T66 bezeichnet.«

»Sind Sie sicher?«

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