Logo weiterlesen.de
Lassiter - Folge 2089

Im Visier des Killers

Der große Mann hatte das Ende seiner Fährte erreicht. Der Killer, den er verfolgte, hatte es ihm leicht gemacht, ihn aufzuspüren. Das war auch der Grund, weshalb Lassiter zögerte, die felsige Kuppe vor sich zu überqueren. Der Gejagte hatte bereits vier Männer mit seiner Büffelflinte ermordet. Allen seinen Opfern hatte er aus großer Entfernung in den Rücken geschossen. Aber nun war er vor ihm.

Sein Appaloosa, den er in Durango gekauft hatte, scharrte nervös mit den Hufen. Die Ohren waren aufgerichtet und zeigten abwechselnd nach vorn und zur rechten Seite. Der Anflug von Gefahr durchzuckte Lassiter wie der Stich eines Messers. Instinktiv duckte er sich im Sattel und hörte den Schuss im selben Augenblick, als ihm ein heftiger Schlag den Stetson vom Kopf riss …

Er schwang das rechte Bein über den Sattel und stieß einen gellenden Schrei aus, der den Appaloosa einen Satz nach vorn machen ließ. Lassiter hing an seiner linken Seite und trieb ihn mit Schreien über die Felskuppe. Ein zweiter Schuss ließ die Luft erzittern, dann war der Appaloosa jenseits der Kuppe.

Lassiter sah den Mann vor sich. Er war nur etwa fünfzig Yards von ihm entfernt, hatte eine Winchester an der Schulter und zielte auf ihn.

Der Appaloosa stemmte alle vier Hufe in den mit Geröll bedeckten Boden und schlitterte noch ein paar Yards weiter auf den Mann zu. Dann stand er abrupt, sodass Lassiter Mühe hatte, sich zu halten und den linken Fuß aus dem Steigbügel zu nehmen. Er wartete darauf, Mündungsfeuer aus der Winchestermündung aufleuchten zu sehen, doch der Mann drückte nicht ab.

Lassiter blieb in der Deckung des Appaloosas und richtete die Mündung seines Remington auf den Winchester-Mann. Doch der hatte nicht auf ihn geschossen.

Lassiter hatte auf einmal das Gefühl, als würde ihm jemand eine eiskalte Hand in den Nacken legen.

Sie waren zu zweit! Einer lockte den Verfolger in die Falle, wo der Heckenschütze mit seiner Büffelflinte wartete, um ihn aus dem Hinterhalt abzuknallen!

Warum schoss der Winchester-Mann nicht?

Im Schatten des Hutes war sein Gesicht nicht zu erkennen, doch die Beschreibung seiner Gestalt, seiner Kleidung und des Pferdes ließen keinen Zweifel aufkommen, dass er der Mann war, auf den die Brigade Sieben ihn angesetzt hatte.

Der Mann war mit einem geschmeidigen Satz im Sattel des braun gefleckten Pintos, der sofort ansprang. Seine Hufe rissen eine Staubwolke aus dem Boden, die sich wie eine Wand zwischen dem Davonreitenden und Lassiter erhob.

Seine Gedanken gingen zurück zu dem Mann mit der Büffelfinte, dessen Kugel er nur durch Glück entgangen war. Er schaute zur Felskuppe, die ihm Deckung gegen den Heckenschützen gab. Nach einem letzten Blick auf die Staubwolke, die den Reiter verbarg, ließ er die Zügel des Appaloosa fallen, zog die Winchester aus dem Scabbard und rannte geduckt zur Kuppe zurück.

Die beiden kleinen Pulverdampfwolken vor dem hellblauen Nachmittagshimmel, deren Reste bereits fast zerfasert waren, zeigten ihm an, von wo aus der Heckenschütze gefeuert hatte. Lauerte er noch dort? Lassiter glaubte es nicht. Nachdem er dem Winchester-Mann die Flucht ermöglicht hatte, hatte der sich wahrscheinlich zurückgezogen.

Lassiter sah seinen Stetson jenseits der Kuppe im Staub liegen.

Er richtete sich auf, ging hinüber und hob ihn auf. Die halbe Krone war von der schweren Bleikugel abgerissen worden. Das Ding war kaum noch zu gebrauchen, dennoch setzte er den Hut wieder auf. Eine Weile starrte er noch zu der Erhebung hinüber, über der sich die kleinen Pulverdampfwolken nun völlig aufgelöst hatten, und kehrte dann zu dem Appaloosa zurück. Nur kurz überlegte er, ob er der deutlichen Fährte des Pintos weiter folgen sollte. Dann entschied er sich dagegen. Er verspürte keine Lust, noch einmal ins Visier des Heckenschützen zu geraten. Bevor er seine Jagd auf den Winchester-Mann fortsetzte, musste er erst einmal den Mann mit der Büffelflinte zur Strecke bringen. Und er ahnte schon in diesem Moment, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde.

***

Die Sonne stand als riesiger roter Ball über den Berggraten im Westen, als er die flachen Gebäude der Yucca Valley Ranch vor sich sah. Sie waren auf einer Art kleinem Plateau errichtet, von dem aus man das Yucca Valley in weiter Runde überblicken konnte. Deutlich war der Wagenweg zu erkennen, der in Serpentinen zu der mit einer geweißten Adobemauer umgebenen Ranch auf dem Plateau hinauf führte.

Seine Gedanken gingen zurück nach Durango, wo er von einem Mittelsmann der Brigade Sieben den Auftrag erhalten hatte, die Hinterhaltmorde auf der Yucca Valley Ranch von Big Dave Thornhill aufzuklären. Besonders viele Informationen hatte ihm der Mann nicht geben können, nur dass man hinter dem Killer einen Mann namens Brian Bogart vermutete, dessen Ranch sich Big Dave Thornhill angeeignet hatte und der nun offenbar auf Rachetrail gegangen war.

Doch dieser Brian Bogart, der einen braun gefleckten Pinto reiten sollte, hatte nicht auf ihn geschossen. Er hatte auch keine Büffelflinte bei sich getragen. Es sah so aus, als sei der hinterhältige Killer ein anderer als Brian Bogart.

Aus dem offenen Tor in der Adobemauer jagte ein großer schwarzer Hund quer über den Hang auf ihn zu. Er bellte nicht, als er neben dem Appaloosa war, fletschte aber die Zähne und ließ ein grollendes Knurren vernehmen. Lassiter vermutete, dass es ein Mischling war, denn für einen reinrassigen Mastiff war seine Schnauze zu spitz, außerdem kannte er nur sandfarbene Tiere dieser Rasse.

Der Appaloosa ignorierte den Hund, was Lassiter anzeigte, dass der Schwarze nicht so gefährlich war, wie er aussah.

Ein Pfiff ertönte. Der Hund warf sich sofort herum und jagte den Hang wieder hinauf.

Im Tor war ein großer Mann aufgetaucht. Er hielt ein Gewehr in der herabhängenden Rechten. Sein blonder Haarschopf leuchtete im Licht der untergehenden Sonne rötlich. Der schwarze Mastiff-Mischling setzte sich neben ihn. Zusammen warteten sie auf den Reiter, der die letzten Serpentinen hinter sich brachte und schließlich den Appaloosa-Hengst vor ihnen zügelte und seinen ramponierten Stetson abnahm.

»Mein Name ist Lassiter …«

Der Blonde nickte. »Sie sind angekündigt«, sagte er. »Kommen Sie.« Er drehte sich um und ging in den weitläufigen Hof. Zwei Männer, die Lassiter vorher nicht gesehen hatte, schlossen das Tor und legten einen dicken Balken in die Halterungen.

Er folgte dem Blonden, der das größte Gebäude ansteuerte, vor dem es eine überdachte Bretterveranda gab, zu der eine einzige Stufe hinaufführte. Lassiters Blick blieb für einen Moment auf dem Revolverholster haften, das der Blonde hoch an der rechten Hüfte trug. Ein Revolvermann war er also nicht.

Von den Stallungen kam ein Mexikaner herüber, der sich des Appaloosa annahm, nachdem der große Mann vor der Veranda aus dem Sattel gestiegen war. In der offenen Tür des Hauses, in dem bereits Licht brannte, zeigte sich niemand.

Der Blonde wies mit der Linken zur Tür. In der Rechten hielt er immer noch die Winchester.

»Die Familie erwartet Sie, Mister Lassiter.«

Mit dem Stetson in der herabhängenden Linken ging er an dem Mann vorbei und hatte Mühe, seine Überraschung zu verbergen. Der große Raum wurde von Reihen von riesigen Kandelabern an den Wänden fast taghell ausgeleuchtet. Die geweißte Decke, die von mächtigen dunklen Balken unterbrochen wurde, war niedrig, sodass er das Gefühl hatte, den Kopf einziehen zu müssen, als er unter den Balken hindurch tiefer in den Raum hinein ging, den Blick auf den alles beherrschenden riesigen Kamin gerichtet, in dem man einen Ochsen hätte am Spieß braten können.

Ein Mann mit einer wilden Mähne weißen Haares erhob sich aus einem der wuchtigen Sessel, die vor dem Kamin standen, und drehte sich um.

Er war bullig und untersetzt. Die Muskelpakete an seinen Oberarmen schienen die Hemdsärmel sprengen zu wollen. Sein Gesicht war leicht gerötet, als hätte er zu viel Alkohol getrunken, doch dann sah Lassiter, dass es die kleinen Äderchen unter seiner wettergegerbten Haut waren, die seine Wangen röteten.

Helle, kalte graue Augen richteten sich auf den großen Mann, dem der Blonde in riesigen Raum gefolgt war.

Lassiter war stehen geblieben. Er wusste sofort, dass der bullige Mann nur Big Dave Thornhill sein konnte. Er war Männern wie ihm schon öfter begegnet. Der Rancher gehörte zu jener seltenen Sorte, die kein Wort zu sagen brauchten und dennoch alle Aufmerksamkeit in einem Raum auf sich zogen.

Der Rancher sah ihn fest an, und Lassiter spürte, wie sein Instinkt in ihn einzudringen versuchte. Thornhill war ein Mann, der alle Tugenden eines erfolgreichen, unbezwingbaren Mannes ausströmte, nämlich Kraft, Willensstärke, Beharrlichkeit, Mut und Klugheit.

Trotz seines bulligen muskulösen Körpers war Thornhill gut proportioniert. Lassiter schätzte ihn auf etwa sechzig Jahre. Er hat kräftige Hände und breite Handgelenke. Seine Kinnwinkel waren außergewöhnlich stark ausgebildet und gaben dem wie geschnitzt wirkenden Gesicht den Ausdruck eines grimmigen Nussknackers.

Thornhills Blick glitt zur Seite.

»Danke, Jesse«, sagte er, »du kannst uns mit ihm allein lassen.«

Seine Stimme klang wie das Grollen eines Grizzlys, der sich zum Angriff entschlossen hatte.

Erst jetzt sah Lassiter, dass Thornhill nicht allein vor dem Kamin gesessen hatte. Über den hohen Lehnen zweier anderer Sessel, die zum Kamin hin ausgerichtet waren, sah er Haare, die zu Frauen gehören mussten. Feuerrot und pechschwarz.

Er hörte die Schritte des Blonden, die sich entfernten. Sekunden später wurde die Tür zur Veranda mit Schwung in den Rahmen geworfen. Offenbar hatte es dem Blonden nicht gefallen, hinausgeschickt zu werden.

Big Dave Thornhill winkte mit der linken Hand.

»Kommen Sie, Lassiter«, sagte er. »Nehmen Sie einen Drink mit uns.« Sein Blick fiel auf den Stetson in Lassiters linker Hand, dessen Krone zerfetzt war. Ein schmales Grinsen glitt über seine eckigen Züge. »Und dann können Sie uns erzählen, was mit Ihrem Hut geschehen ist.«

***

Brian Bogart war einen großen Bogen nach Norden geritten, nachdem er festgestellt hatte, dass der große Mann auf dem Appaloosa ihm nicht folgte.

Eine innere Erregung hatte ihn gepackt. Es war das erste Mal, dass es dem Killer mit der Sharps nicht gelungen war, seinen Verfolger aus dem Sattel zu schießen. Viermal hatte er bisher gemordet, und Bogart wusste, dass man ihm diese Morde in die Schuhe geschoben hatte.

Die kleine Anhöhe vor ihm war verlassen. Von dort aus musste der Sharps-Schütze auf den Appaloosa-Reiter geschossen haben. Das Verhalten seines Pintos zeigte ihm an, dass er nicht mit einer Überraschung rechnen musste. Der Heckenschütze hatte sich zurückgezogen.

Bogart war sich sicher, dass er von dem Killer nichts zu befürchten hatte. Wurde er von ihm ermordet, würde Big Dave Thornhill wissen, dass nicht er seine Männer erschossen hatte, sondern ein anderer.

Er hatte nicht den leisesten Schimmer, was der Sharps-Schütze damit bezweckte, ihm seine Morde in die Schuhe zu schieben. Was hatte der Killer gegen ihn? Wieso brachte er Big Dave Thornhill gegen ihn auf? Welchen Vorteil versprach er sich von seinen Morden an den Männern, die sich auf seine Fährte gesetzt hatten?

Dass man ihn für den Mörder von Big Daves Männern hielt, war verständlich. Big Dave hatte ihn um seine Ranch gebracht. Er hatte seine Schuldscheine von der Montezuma County Bank in Cortez in seinen Besitz gebracht und das Geld von ihm zurückgefordert. Natürlich hatte er nicht zahlen können, und Big Dave hatte seine kleine BB Ranch, auf der er die besten Pferde im südwestlichen Colorado gezüchtet hatte, in Besitz genommen.

Es war nicht überraschend für ihn gekommen. Ein Mitarbeiter der Bank, mit dem er befreundet war, hatte ihn rechtzeitig gewarnt, sodass er seine Zuchtpferde hinüber nach Utah in ein verborgenes Tal hatte schaffen können, wo Juan, ein Ute-Halbblut, sich um sie kümmerte.

Dass er sich immer noch im Yucca Valley aufhielt, geschah aus dem gleichen Grund, aus dem Big Dave Thornhill ihm die Ranch gestohlen hatte. Dieser Grund hatte einen Namen: Sadie Thornhill.

Sadie und er liebten sich, doch Big Dave Thornhill wollte keinen Hungerleider, wie er Sadie gesagt hatte, zum Schwiegersohn.

Der Gedanke an Sadie ließ Hitze in ihm aufsteigen. Seit der erste Mord an einem Cowboy geschehen war, hatte er Sadie nicht mehr gesehen. Immer wieder war er zu dem geheimen Platz, an dem sie sich immer getroffen hatten, geritten und hatte auf sie gewartet, aber sie war nicht erschienen. Inzwischen nahm er an, dass auch sie ihn für den Mörder von Big Daves Männern hielt.

Ein paar Mal war er dicht davor gewesen, sich dem County Sheriff in Cortez zu stellen, um seine Unschuld in einem Gerichtsverfahren zu beweisen, doch er hatte genau gewusst, dass Big Dave all seine Macht einsetzen würde, um ihn an den Galgen zu bringen.

Der Mann auf dem Appaloosa hatte ihm wieder Hoffnung gegeben. Er war der Erste, der dem mörderischen Anschlag des Sharps-Killers entgangen war. Wenn er Big Dave Thornhill davon berichtete, dass ein anderer als Brian Bogart auf ihn geschossen hatte, musste Sadie wissen, dass er unschuldig war. Dann würde sie wieder zu ihrem heimlichen Treffpunkt kommen und er konnte ihr schwören, dass er mit den Morden nichts zu tun hatte.

Er zügelte seinen Pinto, als er die Anhöhe erreicht hatte, auf der der Killer auf der Lauer gelegen hatte. Er schwang sich aus dem Sattel, nachdem er kurz das Aufblitzen zwischen zwei kleinen Felsbrocken bemerkt hatte, bückte sich und nahm die große Patronenhülse auf, die der Killer übersehen haben musste.

Er schaute sich weiter um und entdeckte ein paar Hufabdrücke, die von einem unbeschlagenen Pferd stammten. Er stieß einen leisen Pfiff aus, denn es war das erste Mal, dass der Killer Spuren zurückgelassen hatte. Vielleicht war er in Panik geraten, weil er diesmal vorbeigeschossen und sein Opfer nicht getroffen hatte.

Brian Bogart suchte noch ein paar Minuten nach weiteren Spuren, fand aber keine. Er schwang sich wieder in den Sattel und folgte den Hufabdrücken bis zu einer Felsplatte, hinter der sich die Hufspuren in Luft aufgelöst zu haben schienen.

Eine Weile ritt er immer größer werdende Kreise, aber er fand keine Spuren mehr. Die Sonne stand schon tief über den Bergen im Westen, und er entschloss sich, die Nacht in der kleinen Schlucht zu verbringen, in der er eine Hütte errichtet hatte. Er würde den morgigen Tag dort verbringen, in der Hoffnung, dass Sadie dorthin kommen würde, wenn sie von dem Appaloosa-Reiter erfahren hatte, dass er, Brian Bogart, nicht der Sharps-Schütze war.

Der Mann musste die Yucca Valley Ranch inzwischen erreicht haben. An den Spuren des Appaloosa hinter der Bergkuppe hatte Bogart erkannt, dass der Reiter darauf verzichtet hatte, sich auf die Fährte des Sharps-Killers zu setzen, und stattdessen in Richtung der Yucca Valley Ranch geritten war.

***

Der Anblick verschlug Lassiter fast den Atem.

Big Dave Thornhill hatte ihn um die schwere Ledergarnitur mit den hohen Lehnen herumgeführt und wies nun auf die beiden Frauen, die keine Anstalten trafen, sich aus ihren Sesseln zu erheben.

Selten hatte er zwei Frauen nebeneinander gesehen, die gleich schön und doch grundverschieden waren.

Aus den Augenwinkeln bemerkte er den leicht spöttischen Blick des Ranchers, dem es Freude zu bereiten schien, wie fasziniert der große Mann die beiden Frauen betrachtete.

Big Daves rechter Arm wies auf die Frau rechts, deren Gesicht einen sehr hellen Teint hatte. Lange, feuerrote Haare fielen ihr bis weit über die Schultern.

»Das ist meine Tochter Sadie«, sagte er.

Sie hatte ein ebenmäßiges Gesicht mit rötlichen Brauen, einer klassischen Nase und vollen Lippen, die in einem Mann sofort Wünsche weckten. In ihren grünlichen Augen las er Ablehnung, die er sich nicht erklären konnte. Sie trug einen braunen geteilten Rehlederrock und eine grüne Hemdbluse, die sich über ihrem Busen spannte.

Sie war mehr als hübsch. Sie gehörte zu jenen Frauen, hinter denen fast jeder Mann hersah. Und er sah ihr an, dass sie das genau wusste.

Er hätte sie noch länger angesehen, doch dann folgte er mit den Augen dem Arm des Ranchers, der auf die Frau links wies.

»Meine Frau Ysabel«, sagte er.

Lassiter wusste nicht, ob er sich täuschte, aber es war keine Freundlichkeit im Tonfall seiner Stimme zu hören gewesen, als er die Worte ausgesprochen hatte.

Er blickte der anderen Frau in die Augen. Sie waren so schwarz wie ihre im Licht der Kandelaberkerzen schimmernden Haare. Auch ihre Züge waren ebenmäßig, die leicht geöffneten blutroten Lippen schimmerten feucht, und in ihrem Blick las er eine Mischung aus Neugier und Sinnlichkeit. Sie war eine Katze, eine Raubkatze, die sich nicht zähmen ließ.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Lassiter - Folge 2089" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen