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Lassiter - Folge 2083

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Wiegenlied aus dem Jenseits
  4. Vorschau

Wiegenlied aus dem Jenseits

County Sheriff Dan Reeson lehnte an der Theke von Herbie’s Saloon und spürte, wie er langsam betrunken wurde. Er goss sich gerade einen neuen Whiskey ein, als der Lärm im Lokal auf einen Schlag abbrach. Herbie, der Wirt, sprang auf die Bühne und kündigte die Attraktion des Abends an: Abby Grogan, die gefeierte Sängerin aus dem Variety Theater.

Als die bildhübsche Frau in dem tief ausgeschnittenen Kleid und den dunklen Netzstrümpfen zu dem Salooner trat, brandete Applaus auf. Der Radau legte sich erst, als Abby zu singen begann. Alle Anwesenden waren sichtlich fasziniert von ihrer Erscheinung. Auch Dan Reeson konnte kein Auge von der Frau lassen. Heute passiert’s, dachte er. Heute knöpfe ich sie mir vor, und wenn es das Letzte ist, was ich in meinem Leben tue.

Der Auftritt in Herbie’s Saloon war nicht Abbys Idee gewesen.

Jack Fuller, ihr Impresario, hatte ihr die Stippvisite in dem verrufenen Trinklokal am Rand von Wells Breck aufs Auge gedrückt. Angeblich schuldete er dem Saloonbesitzer einen Gefallen. Fuller hatte solange auf Abby eingeredet, bis sie des lieben Friedens willen nachgegeben hatte.

Von Anfang an, schon als sie den Saloon betrat, hatte Abby ein mulmiges Gefühl gehabt. Die Männer, die den verqualmten Saal bevölkerten, waren aus einem anderen Holz geschnitzt als jene, die im eleganten Variety Theater verkehrten. Fast jeder hatte eine Flasche Schnaps vor sich zu stehen, die schnell an Inhalt verlor. Auch Dan Reeson, der Sheriff, bildete da keine Ausnahme.

Während der Pianist die ersten Takte des letzten Liedes spielte und Abby auf ihren Einsatz wartete, beobachtete sie, wie der Sternträger sein Glas erneut bis zum Rand füllte, es an die Lippen riss und den Kopf in den Nacken warf. Selbst aus der Distanz konnte Abby seine rotgeäderten Augen und den verkniffenen Mund erkennen.

Einen Wimpernschlag lang trafen sich ihre Blicke.

Reeson hob sein Glas und zwinkerte ihr grinsend zu.

Bei seinem abstoßenden Anblick kroch Abby eine Gänsehaut über den Rücken. Sie verpasste ihren Einsatz, und Arthur, der Pianist, wiederholte das Vorspiel.

Abby riss sich zusammen. Sie hoffte inständig, dass der Mann mit dem Sechszack auf der Weste ihr nicht zu nahe auf den Pelz rückte.

Von Belle, einem Chormädchen aus dem Variety, wusste sie, wie ekelig der Sheriff werden konnte, wenn man seine Avancen zurückwies. Nachdem er bei Belle abgeblitzt war, hatten er und sein Deputy Morgan widerwärtige Gerüchte über sie verbreitet. Sobald Belle auf der Straße auftauchte, zeigten die Leute mit Fingern auf sie und steckten tuschelnd die Köpfe zusammen. Das verleumdete Chormädchen hatte daraufhin ihr Engagement gekündigt und das Arizona-Territorium Hals über Kopf verlassen.

Während Abby die erste Strophe von The Girl *** Left Behind Me sang, nahm sie sich vor, gleich nach dem Konzert aus dem Saloon zu verschwinden. Am besten, durch die rückwärtige Tür auf den Hinterhof hinaus, damit sie Reeson nicht in die Arme lief.

Abby sang den letzten Refrain.

Als das Lied zu Ende war, brandete ohrenbetäubender Beifall auf. Die Männer klatschen in die Hände, stampften mit den Füßen, warfen ihre Hüte in die Luft und johlten in einem fort.

Abby zauberte ein Lächeln auf ihre Lippen und verbeugte sich vor ihrem Publikum. Dabei fiel ihr Blick auf ihr großes Dekolleté.

O mein Gott! Erschrocken zog sie den Seidenschal über ihren üppigen Oberbau. Beim Singen hatte sie gar nicht bemerkt, wie der Schal verrutscht war.

»Zugabe!«, brüllte es von allen Seiten. »Zugabe!«

Abby hörte die grölende Stimme des Sternträgers heraus. Ein Frösteln durchfuhr sie. Einen Moment später hörte sie die quäkende Stimme von Jack Fuller hinter sich. Ihr Impresario versuchte, den Krach zu überschreien.

»Danke! Vielen Dank, Gents! Natürlich gibt Abby noch einen Song zum Besten! Welchen wollt ihr hören?!«

Das war nicht abgesprochen! Abby fuhr wütend herum.

Jack Fuller hatte ein breites Grinsen im Gesicht, während er vertraulich einen Arm um ihre Taille legte.

Derweil grölten die Männer die Titel ihrer Lieblingslieder durch den Saal.

Fuller, ein dicker Glatzkopf mit Yankeebart, schob eine Hand hinter sein Ohr, nickte beifällig und wies schließlich auf den Sheriff am Tresen. Reeson hatte Home Sweet Home gebrüllt.

»Home Sweet Home!«, rief Fuller aus. Er wandte sich an Abby. »Hast du gehört, Sweetheart? Sing für Dan Reeson und für uns alle das Lied vom süßen Zuhause!«

Abby widerstand dem Drang, Fuller die Augen auszukratzen. Zähneknirschend fügte sie sich dem Kommando. Fuller gab Arthur ein Zeichen. Der Pianist trank einen Schluck Bier und ließ seine Hände über die Tastatur fliegen.

Kaum war Abby beim ersten Refrain angelangt, löste sich der Sternträger vom Tresen und stellte sich ganz dicht vor die Bühne. Ungeniert gaffte er auf ihren Busen.

Abby kam sich vor wie ein Stück Fleisch auf der Ladentheke des Metzgers. Sie blickte über Reesons Hutkrone hinweg und fixierte die flackernde Öllampe, die am Querbalken über dem Billardtisch baumelte.

Endlich verklang der letzte Klavierakkord. Ein Beifallssturm ohnegleichen ließ die Luft erzittern. Die Männer waren völlig aus dem Häuschen. Sie veranstalteten einen Mordsrabatz.

Nach knapper Verbeugung wollte sich Abby durch die Hintertür verdrücken. Ehe sie sich versah, verstellte ihr der bezechte Sternträger den Weg.

»Dein Singsang klingt gar nicht mal so übel«, sagte er mit schwerer Zunge. »Lass uns an die Theke gehen, ich spendiere dir einen Drink.«

Abby nestelte an ihrem Schal. »Gut gemeint, Sheriff«, erwiderte sie rasch. »Aber ich muss nach Hause. Mein Vater und mein Bruder warten auf mich.«

»Lass sie warten!«, grunzte der Sheriff. »Auf eine Stunde mehr oder weniger kommt es nicht an.«

»Nichts für ungut. Das würde ich aber gern selbst entscheiden.«

Reeson überhörte den Protest. »Ich habe da einen süffigen Kentucky-Whiskey im Anbruch«, sagte er und schob sie zur Bar. »Du wirst dir alle zehn Finger danach lecken.«

Abby kam sich vor wie eine Marionette, die an den Fäden eines Puppenspielers baumelte. Als sie den Stützbalken neben dem Farotisch passierten, hielt sie sich daran fest.

»Besten Dank für die Einladung«, sagte sie so höflich, wie sie konnte. »Ich möchte aber lieber …«

Reeson starrte sie an. Sein Blick war so anmaßend, dass Abby das Wort im Hals steckenblieb. Sie spürte, wie er sie grob am Handgelenk packte.

»Du wirst jetzt mit mir einen trinken gehen«, keuchte er.

Abby nahm all ihren Mut zusammen. »Nein!«

Sie hatte lauter gesprochen als beabsichtigt, und einige der umstehenden Männer drehten die Köpfe. Verwundert blickten sie zwischen ihr und dem Sheriff hin und her.

Roger, der Hufschmied, lästerte: »Na, Dandy! Läuft es nicht so, wie es dein Mr. Big John geplant hat?!«

Die Männer grölten vor Schadenfreude.

Reeson zerquetschte einen Fluch, und Abby wurde rot bis unter die Haarwurzeln. Die Situation war ihr wahnsinnig peinlich. Hastig schob sie den feixenden Schmied zur Seite. Im Nu hatten die anderen Zecher eine Gasse gebildet, durch die sie schnell zur Hintertür huschte.

Bevor sie aus dem Saloon verschwand, warf sie noch einen raschen Blick über die Schulter.

Dan Reeson war wieder zu seinem Platz am Schanktisch zurückgekehrt. Er riss seine Flasche an die Lippen und trank, als sei er am Verdursten. Dann wischte er sich mit der Manschette über den Mund und glotzte sie starräugig an.

Der Blick ging Abby durch Mark und Bein.

Sie wusste, dass sie sich heute einen Feind fürs Leben geschaffen hatte.

***

Lassiter sichtete die Raymond-Brüder am Big Moose Creek, zwanzig Meilen nördlich von Wells Breck.

Die drei Desperados lagerten vor der Böschung und rösteten sich Fleisch über dem Feuer. Der Rauch war über eine Meile weit zu sehen gewesen. Die Burschen schienen sich sehr sicher zu fühlen. Ihre Pferde grasten ein Stück von ihrem Lagerplatz entfernt – auf einer Wiese, die landeinwärts von einem Kakteenfeld begrenzt wurde.

Den Tipp, wo er die steckbrieflich gesuchten Posträuber finden konnte, hatte Lassiter von einem Informanten bekommen, der Old Hidden genannt wurde, der Unsichtbare. Keiner hatte den Spitzel je zu Gesicht bekommen, selbst der Arizona-Kontaktmann der Brigade Sieben hatte keine Ahnung, wer der Mann war.

Old Hidden war ein Phantom. Er meldete sich schriftlich, sobald er etwas zu vermelden hatte. Seine Botschaften unterschrieb er mit den Initialen seines Spitznamens – OH.

Lassiter befand sich ungefähr dreihundert Yards von den Posträubern entfernt. Seinen Rotbraunen hatte er hinter einem Buschwerk unweit des Trails zurückgelassen. Der Erdwall, hinter dem Lassiter abgetaucht war, erhob sich westlich des Creeks und bildete eine vorzügliche Deckung. Die tief stehende Sonne im Rücken, brauchte Lassiter nicht zu befürchten, dass die Gejagten ihn bemerkten.

Allerdings hatte er noch keinen Plan, wie er den Raymonds zu Leibe rücken konnte. Sobald er seinen Sichtschutz verließ, würden sie ihn erkennen. Alle drei waren bis an die Zähne bewaffnet. Neben den Revolvern in ihren Holstern besaß jeder ein Gewehr. Zwei hatten Springfield-Karabiner, der Dritte eine Winchester Rifle.

Dass sie sich nicht scheuten, von den Waffen Gebrauch zu machen, hatten die Raymonds bei dem Überfall auf die Poststation kaltblütig unter Beweis gestellt.

Im Feuergefecht mit den Beamten hatten sie ein Blutbad angerichtet.

Bei der Schießerei war auch Bill Matthews, der Chef der Station, ums Leben gekommen. Die Postgesellschaft hatte sich an den Gouverneur gewandt. Der erste Mann des Territoriums hatte das Problem nach Washington weiterdelegiert, wo die Sache schnell auf dem Schreibtisch der Zentrale der Brigade Sieben landete.

Lassiter, zufällig in Arizona, wurde von seinem Kontaktmann mit dem Fall betraut.

Am Anfang seiner Ermittlungen sah der Fall nicht gerade Erfolg versprechend aus: Es gab nicht einen verwertbaren Hinweis zum Verbleib der Raymond-Brüder. Dan Reeson, der zuständige County Sheriff, hatte den Fall bereits zu den Akten gelegt. Sein Aufgebot, das hinter den Banditen her war, war schon nach ein paar Stunden nach Wells Breck zurückgekehrt. Sie hatten die Fährte der Raymonds verloren.

Bald endeten auch Lassiters Bemühungen in der Sackgasse. Die flüchtigen Räuber schienen sich in Luft aufgelöst zu haben.

Bis eines Morgens, wie vom Himmel gefallen, ein Fetzen gelbes Kanzleipapier in Lassiters Hotelzimmer auftauchte. Eine Nachricht, mit dem Kürzel OH unterzeichnet.

Old Hidden, das Phantom.

Der Reihe nach hatte Lassiter alle Angestellten des Hotels in die Mangel genommen.

Ohne Erfolg. Weder der Portier, noch die Zimmermädchen hatten etwas Verdächtiges bemerkt. Old Hidden schien im Besitz der sagenhaften Tarnkappe zu sein.

Lassiter spähte zur Böschung hinüber. Ganz egal, wer dieser Old Hidden auch war, jetzt saß er, Lassiter, den Desperados im Nacken, und das war die Hauptsache.

Zwei der Raymond-Brüder hatten die Mahlzeit beendet. Sie rollten ihre Schlafsäcke aus, der dritte Mann knabberte seelenruhig das Fleisch von dem großen Knochen.

Die Dämmerung setzte ein. Bald war die Sonne hinter den gezackten Felskuppen abgetaucht. Am Himmel zeigten sich blasse Sterne. Es wurde zunehmend kühler.

Das Lagefeuer auf der Böschung brannte langsam nieder. Der Mann, der als Wachtposten eingeteilt war, legte kein neues Holz nach. Seine beiden Gefährten hatten sich zum Schlafen gelegt.

Jetzt konnte Lassiter seine Gegner nur noch schemenhaft erkennen. Er entschied, noch eine halbe Stunde zu warten, ehe er sich anpirschte. Immerhin waren die Männer zu dritt, und er wusste nicht erst seit gestern, dass die Bewohner des Grenzlandes diesseits des Mississippi einen verdammt leichten Schlaf hatten und ihre Schusswaffen stets griffbereit waren.

Die Zeit schien still zu stehen. Nichts regte sich. Die Nacht brach herein, und die Gestalt des Wachtpostens am Feuer wirkte wie in Stein gehauen.

Lassiter gab sich einen Ruck. Er nahm seinen Stetson ab, presste die Krone zusammen und schob den Hut in den Gürtel. Auf Knien und Ellbogen kroch er über die Kuppe der Bodenwelle hinweg.

Zuerst wollte er den Wachmann kampfunfähig machen, und das ohne ein Geräusch. Zu keiner Sekunde kam ihm der Gedanke, die Männer im Schlaf zu erschießen. Gewiss, es gab Kopfjäger, die diese Art der Jagd bevorzugten. Das Risiko der Gegenwehr war dabei sehr gering. Lassiter verabscheute Männer, die sich für diese leichte Variante entschieden. Für Hinrichtungen waren Henker zuständig.

Die Distanz zwischen ihm und dem Lagerplatz der Outlaws schmolz dahin. Bald war er nur noch schätzungsweise dreißig Yards von der Feuerstelle entfernt.

Jetzt war der Wachtposten wieder besser wahrzunehmen. Im rötlichen Schein der Glut wirkte sein Gesicht wie von der Sonne verbrannt. Der Mann saß im Schneidersitz, auf seinen Knien lag das Repetiergewehr. Er hatte den Kopf gesenkt, als wäre er eingedöst.

Lassiter ließ sich nicht täuschen. Er rechnete damit, dass der Mann trotz seiner schläfrigen Haltung voll im Bilde war. Sobald ihm etwas nicht koscher vorkam, würde er seine Waffe hochreißen und ein tödliches Feuerwerk veranstalten.

Lassiter duckte sich tiefer ins Gras. Es war nicht ratsam, noch näher an die Feuerstelle zu kriechen.

Der keuchende Atem des Wächters drang an sein Ohr. Es klang, als ob der Mann er schlief, aber Lassiter war auf der Hut.

Nach kurzem Zögern entschied er, sich im Bogen um den Lagerplatz zu bewegen, um den Dahindösenden von der anderen Seite der Böschung zu überraschen.

Sogleich setzte Lassiter sein Vorhaben in die Tat um.

Es war schwieriger als angenommen, den Lagerplatz auf dem Bauch kriechend zu umrunden. Der Böschungshang war mit Kieselsteinen und dornigen Bodendeckern übersät. Lassiter musste mit äußerster Vorsicht bewegen, um sich nicht zu verraten.

Er schürfte sich die Hände auf, die bald zu bluten begannen. Oh, wie er seine Handschuhe vermisste, die warm und trocken in seiner Satteltasche lagen!

Weiter! Weiter!

Schließlich erreichte er die Kuppe des Walls. Er reckte den Hals und spähte zu seinen Widersachern hinüber. Die beiden Schläfer lagen still und reglos. Gleich neben dem Kopfende ihrer Schlafsäcke funkelte der kalte Stahl ihrer Revolver im Mondlicht.

Lassiter kam ein Gedanke. Er entschied, seinen Plan zu ändern. Er würde nicht versuchen, als Ersten den Wachtposten zu überrumpeln, sondern sich die beiden Schläfer vorknöpfen. Die Männer waren Brüder, und wenn er zwei von ihnen als Geiseln benutzte, würde der Dritte es wohl kaum auf ein Feuergefecht aus Nahdistanz anlegen.

Lautlos wie eine Katze bewegte er sich auf die Schlafenden zu. Immer wieder spähte er zu dem Wachhabenden an der kalten Feuerstelle. Doch der Mann mit der Winchester schien nichts von der drohenden Gefahr zu bemerken.

Inzwischen hatte sich Lassiter seinem Ziel so weit genähert, dass er nur noch die Hand auszustrecken brauchte, um nach den bereitgelegten Revolvern zu greifen.

Ohne lange zu fackeln, pflückte er die Waffen vom Boden. Eine war ein klassischer Peacemaker, der andere ein Navy Colt mit Elfenbeingriff.

Lassiter war heilfroh, dass sein Plan aufgegangen war. Die Gefahr, dass es zu einer blutigen Auseinandersetzung kam, war damit so gut wie gebannt.

Er richtete sich langsam auf. Mit beiden Daumen zugleich spannte der die Schlaghämmer.

Das jähe metallische Klicken in der Stille der Nacht klang wie eine kleine Explosion. Die beiden Schläfer fuhren in die Höhe, der Wachmann riss Kopf und Gewehr herum.

»Wer Dummheiten macht, stirbt!«, verkündete Lassiter. Er sah den Posten an. »Du zuerst, Sonny!«

Die Brüder glotzten ihn an wie ein Wesen aus der Fabelwelt. Der Mann mit dem Gewehr krampfte eine Hand um den Schaft seiner Winchester. Sein bärtiges Gesicht verwandelte sich eine wutverzerrte Maske.

Lassiter konnte sich lebhaft vorstellen, wie den Halunken gerade zumute sein musste. Bis zu diesem Augenblick hatten sie sich so sicher gefühlt wie in Abrahams Schoß. Jetzt blickten sie in die Mündungen von zwei Revolverläufen.

Doch Lassiters Mitleid hielt sich in Grenzen. »Macht euch reisefertig«, sagte er ruhig. »Zum Frühstück werdet ihr in Wells Breck erwartet, im Grand Hotel des Sheriffs.«

Der Bärtige warf seine Winchester zur Seite. »Wie hast du uns gefunden, stranger?«, raunte er.

»Der Instinkt des Jägers«, erklärte Lassiter.

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