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Lassiter - Folge 2079

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Für Sloane ging sie durchs Feuer
  4. Vorschau

Für Sloane ging sie durchs Feuer

Senator John McDermott spürte, wie eine Faust aus Eisen nach seinem Herzen griff und es erbarmungslos zusammenquetschte. Verzweifelt rang er nach Luft zum Atmen.

Er saß am Schreibtisch in seinem Büro. Obwohl das Fenster geöffnet war, hatte der Politiker das Gefühl, jämmerlich ersticken zu müssen. »Balfour«, keuchte er, den Blick auf die Seitentür geheftet. »Mein Gott, Balfour …«

Sein Herz war aus dem Takt gekommen, wummerte wie eine Brandglocke. Der Druck in der Brust wurde übermächtig.

Ich sterbe! McDermott starrte auf die Tür, hinter der sich das Office seines Sekretärs befand. Er wollte schreien, doch nur ein klägliches Winseln kam ihm über die Lippen. Mit letzter Kraft griff er nach dem Tintenfass. Ließ es zu Boden fallen …

Chip Balfour hörte das Poltern nebenan. Er horchte auf.

Draußen, vor dem Haus, rumpelte gerade eine Droschke vorüber. Ein Peitschenknall zerriss die Luft und die raue Stimme des Fahrers spornte die Zugpferde zu schnellerer Gangart an.

Als das Getöse verebbt war, herrschte Totenstille.

Balfour, ein blasser Mann mit Nickelbrille, widmete sich wieder seinem Schriftkram. Bis Mittag musste er das Für und Wider des Gesetzesentwurfs ausgearbeitet haben, den McDermott dem Senat in Washington vorlegen wollte. Bis dahin waren es nur noch knapp zwei Stunden.

Ich muss mich sputen, dachte der Sekretär und tauchte die Feder in die Tinte.

Unvermittelt hielt er inne. Narrte ihn ein Spuk oder hatte der Senator eben um Hilfe gerufen?

Balfour spitzte die Ohren. Da! Eben hatte er es genau gehört. McDermott rief um Hilfe, und zwar merkwürdig leise. Das war für diesen Mann, der über eine kräftige, eindringliche Stimme verfügte, mehr als ungewöhnlich.

Von jäher Unruhe erfüllt, schoss Balfour in die Höhe. So schnell er konnte, umrundete er den mit Dokumenten übersäten Tisch. Er klopfte an die Zwischentür.

»Balfour …«

Der Sekretär riss die Tür auf und sah, dass sein Chef wie ein schwer angeschlagener Boxer in seinem Sessel hing. McDermott hatte sich den Kragen aufgerissen. Er keuchte, als hätte er einen Strick um den Hals. Seine Rechte krampfte sich in seine linke Hemdbrust. »Mein Herz«, stieß er hervor.

»Gütiger Gott!« Nach der Schrecksekunde stürzte Balfour auf ihn zu. Er wuchtete den Mann, der fast doppelt so schwer war wie er selbst, auf den Perserläufer vor den Schreibtisch, bettete ihn auf den Rücken und schob ihm aus Ermangelung eines Kissens den dicken Weltatlas unter den Kopf.

Der Senator hatte einen Herzanfall. Balfour kannte die Symptome. Er wusste, dass Krämpfe dieser Art nicht selten zum Tode führten. Es war kaum ein Jahr her, dass sein eigener Vater auf diese Weise gestorben war. Er war beim Schärfen des Sensenblatts plötzlich umgefallen, mitten auf der Wiese vor dem Haus. Er hatte nur noch ein lakonisches »So long!« gemurmelt, dann hatte er sich zu seinem Schöpfer aufgemacht.

»Ich hole den Doc«, keuchte Balfour.

»Bleib!« McDermott war schon ganz blass um die Nase herum.

»Sir … Sie brauchen einen Arzt …«

»Zu spät«, sagte der Senator gequält. »Der Sensenmann … er steht schon neben mir.«

Balfour rasselte ein Gebet herunter.

»Halt die Klappe, Chip«, raunte der Senator. Er richtete seine trüben Augen auf den angstschlotternden Schreiber. »Es gibt da etwas, was du für mich tun kannst.«

»Ja, natürlich, Sir.«

»Ich habe eine Tochter …«

»Ja, ich weiß. Miss Angela …«

»Halt’s Maul und hör zu!« McDermott verzog das Gesicht. »Ich meine nicht Angela, du Narr! Ich habe eine zweite Tochter …«

Jetzt hat er den Verstand verloren, sagte sich Balfour. Jedermann in Kalifornien wusste, dass der Senator nur eine einzige Tochter hatte: Miss Angela McDermott, die an der Harvard-Universität in Cambridge studierte.

»Soviel ich weiß, wurde sie auf den Namen Martha getauft«, fuhr McDermott unbeirrt fort. »Ihr Nachname ist Coffins, wie der ihrer Mutter. Ich will, dass sie erfährt, wer ihr wirklicher Vater ist – war.«

Balfour riss sich die Brille von der Nase. »Aber …«

McDermott schnitt ihm das Wort ab. »Im Tresor findest du ein paar Papiere, aus denen Näheres hervorgeht. Auch ein Testament ist dabei.« Er richtete sich auf. »Chip, sorge dafür, dass Martha das bekommt, was ihr zusteht! Schwöre es mir!«

Balfour hob drei Finger und murmelte einen Eid. In seinem Schädel ging es zu wie bei einem Blizzard in den Rockies. Der alte Lustmolch hatte eine heimliche Tochter. Wenn seine Frau das erfuhr, würde sie ihn bis in alle Ewigkeit verfluchen.

»Was … was soll ich tun, Sir?«, schnappte er. »Mit den Papieren, meine ich!«

»Nimm das Zeug und bring es zu Rod Starkey in die Kanzlei.« McDermott war kaum noch zu verstehen. Balfour beugte sich ganz nah zu dem Todgeweihten hinunter, damit ihm keine Silbe entging. Immerhin war es der letzte Wunsch eines Sterbenden.

»Wiederhole es, Chip!«

»Ich nehme das Zeug und bringe es zu Rod Starkey in die Kanzlei«, plapperte Balfour, dem es schon davor grauste, gleich in Gesellschaft einer Leiche zu sein.

»Meine Frau und Angela dürfen vorläufig nichts davon erfahren …«

»… dürfen vorläufig nichts davon erfahren.« Balfour ertappte sich dabei, dass er erneut zu beten anfing.

Mit seinen letzten Worten brachte Senator McDermott ihn zum Schweigen.

»Tu’s jetzt, sofort – versprich’s mir ….«

»Ich verspreche es«, japste Balfour. Im nächsten Moment kauerte er vor einem Toten.

***

Duke Sloane leckte sich über die Lippen, als sein Blick auf das herzförmige Dekolleté von Rosita Perez fiel. Im Blusenausschnitt der rassigen Mexikanerin drängte sich ein Paar braungebrannter Leckerbissen vom Feinsten.

»Howdy, Rosita«, sagte er.

Die schwarzgelockte Schönheit lächelte. »Du kommst gerade recht, Duke. Heute Morgen ist Ware gekommen, eine Fuhre aus St. Louis. Du suchst doch immer noch nach einem hübschen Geschenk für Martha, oder hat du inzwischen schon eines bekommen?«

Es war Mittagszeit, und im kleinen Gemischtwarenladen war es stickig wie in einer Getreidemühle. Die junge Frau hinter dem Ladentisch beugte sich etwas vor, und Sloane hatte Mühe, seine Blicke von Rositas zur Schau getragener Weiblichkeit abzuwenden. Unwillkürlich fragte er sich, ob die hübsche Verkäuferin bei dieser Hitze Unterwäsche trug. Von einem Mieder war jedenfalls nichts zu sehen.

»Duke?«

Er hob den Kopf. »Ähm, entschuldige, ich war gerade in Gedanken versunken.«

»Sicher hast du an deine Verlobte gedacht, oder?« Rosita Perez bewegte ihre Schultern.

»Ja, natürlich«, flunkerte Sloane, der spürte, wie zwischen seinen Lenden die Post abging. Er schob seinen Hut höher und fuhr sich mit der Manschette über die Stirn. »Wie hältst du es bloß bei dieser Hitze in diesem Kabuff aus, Rosita? Wäre ich du, wäre ich längst dahingeschmolzen.«

Sie ringelte sich eine Locke um den Finger. »Wir Mädels aus Sonora sind aus einem besonderen Holz geschnitzt.«

Sloane spähte aus dem Ladenfenster, das auf die Main Street ging. Bis auf eine dösende Katze vor der Tür des Metzgers lag die Straße verwaist da. Die gleißende Sonne hatte alle Bewohner von San Carlos in den Schatten ihrer Häuser getrieben.

»Was ist nun?«, fragte Rosita. »Möchtest du den Schmuck sehen? Wie gesagt, es sind einige wundervolle Stücke darunter. Deine Martha werden die Augen übergehen.«

Er nickte. »Okay, lass sehen.«

Sie drehte sich um, hantierte eine Weile in einem Regal voller Schachteln und Kästchen herum, schüttelte dann den Kopf und verschwand hinter einem Jutevorhang in den rückwärtigen Raum. Als sie wieder vorkam, trug sie eine Trittleiter, die sie an das hohe Wandregal stellte.

»Der Chef hat alles ins oberste Fach einsortiert«, erklärte sie, als sie die Sprossen emporkletterte.

Sloane starrte sie hingerissen an. Selbst die Rückfront von Rosita raubte ihm fast den Atem. Wie ein überdimensionales Stundenglas sah sie aus. Die Wespentaille und der wohlgeformte Hintern waren eine Augenweide ohnegleichen. In seiner Fantasie wölbte er bereits die Hände um das rundliche Teil. Eine Welle glühenden Verlangens überrollte ihn. Rosita Perez brachte sein letztes Fünkchen Verstand zum Erlöschen.

Er sandte einen schnellen Blick auf die Straße.

Niemand zu sehen.

Im nächsten Moment hatte Sloane die lange Ladentheke umrundet und stand neben der Leiter. Mein Gott, was tue ich da?, fragte er sich, als er eine Hand auf den hübschen Hintern der Verkäuferin legte.

Rosita sah von oben auf ihn herab. »Por dios, Duke, was ist in dich gefahren?«

»Merkst du das denn nicht?«, fragte er und kniff ihr in eine Pobacke.

Wieselflink stieg Rosita die Leiter herunter. Kaum hatte sie festen Boden unter den Füßen, riss Sloane sie in die Arme und drängte ihr seine Zunge in den Mund.

Wie erhofft war Rositas Widerstand nur halbherzig. Es dauerte nur wenigen Sekunden und ihre Zunge beteiligte sich munter an der Balgerei. Sloane wusste nur zu gut, dass das kesse Mädchen aus Sonora auf ihn flog. Überdies schien es ihr nichts auszumachen, dass er mit Martha Coffins verlobt war.

Genauso wenig wie ihm.

Der Kuss wurde immer inniger. Sloane drängte die Mexikanerin rückwärts zu dem Vorhang aus Sackleinen. Ohne den Kuss zu unterbrechen, passierten sie den Durchgang. In der Kammer angelangt, streifte er Rosita die Träger der Bluse von den Schultern.

Als ihm die beiden Wonnekugeln in seine nach oben gekehrten Hände quollen, öffnete er die Augen und sah, wie seine Gespielin wild entschlossen den Rocksaum hob.

God in heaven! Sloane schob Rosita gegen den wackeligen Abstelltisch, auf dem einige leere Pappkartons standen. Der Stapel fiel klappernd zu Boden.

»Nimm mich, Sloane!«, keuchte die Frau.

Das war Musik in den Ohren des leichtlebigen Tagediebs. In diesem Moment dachte er nur noch an das süße Verlangen, das ihn trieb. Er schob die willige Verkäuferin rücklings auf die Tischkante, löste seinen Gürtel und ließ Luft an seine erblühende Männlichkeit.

Rosita stöhnte leise. Auf ihren sonnengebräunten Wangen erschienen blutrote Tupfer. Während sie die Beine anwinkelte, unterzog Sloane ihre vollen Brüste einer intensiven Massage. Als er die Knetkur fürs Erste beendete, waren Rositas Brustwarzen hart wie Erbsen.

Er saugte eine in den Mund und schmatzte laut.

Die Frau kicherte, aber nur einen kurzen Moment. Dann griff sie zwischen ihren Körpern hindurch und bugsierte seinen erstarrten Stab zwischen ihre entblößten Lenden.

Sloane merkte, wie sein Pint wie ein Messer in eine maßgefertigte Scheide glitt.

Rosita quiekte vor Vergnügen, während sie sich sachkundig seiner Stoßfrequenz anpasste. Der Tisch knirschte, ächzte, quietschte in einem fort. Doch weder Sloane noch seine Geliebte achteten auf die Geräuschkulisse im Hintergrund. All ihre Sinne waren auf das Liebesspiel gerichtet.

Bald darauf lag Rosita ganz auf dem Tisch. Sloane kniete über ihr, beide Hände auf ihren bebenden Twins, und verfiel bald vom Trab in den Galopp.

Was für ein Ritt!

Als er merkte, dass es ihr ankam, drosselte er seinen Hüftschwung. Rosita bäumte sich unter ihm auf, als läge sie auf einem Stachelfell. Dann war auch er soweit, und völlig entkräftet sank er kurz darauf auf sie nieder.

»Caramba!«, keuchte sie. »Deine novia ist wirklich zu beneiden, Duke!«

Sloane war sich da nicht so sicher, ob seine Braut zu beneiden war. Immerhin hatte er gerade einen lupenreinen Seitensprung hingelegt. Falls Martha jemals von diesem Abenteuer erfahren sollte, würde sie ihn mit der Peitsche traktieren, bevor sie ihn über den Jordan jagte.

Er stieg vom Tisch und ordnete seine Kleidung. Jetzt, wo sein körperliches Verlangen gestillt war, schlug ihm kräftig das Gewissen. Er hatte seine Braut gerade nach Strich und Faden betrogen. Dabei wollten sie noch in diesem Jahr vor den Altar treten und sich trauen lassen. Bei dieser Vorstellung entschlüpfte ihm ein langer Seufzer.

Rosita Perez stopfte ihren Busen in die Bluse. »Keine Angst, muchachino«, sagte sie und lächelte besänftigend. »Wir Mädchen aus Sonora können schweigen wie die Dörrfische. – So, Mr. Duke Sloane, und jetzt kommen wir zum Geschäft. Wolltest du dir nicht die neue Schmuckkollektion aus St. Louis anschauen?«

»O yeah«, entfuhr es ihm erleichtert. »Ich hoffe, es ist was Hübsches für Martha dabei.«

»Bestimmt«, sagte Rosita und stieg die Leiter zum zweiten Mal hinauf.

***

Lassiter betrat das elegante Büro der Kanzlei Starkey & Garrison in der Market Street von San Francisco. Der große, sonnendurchflutete Raum war mit sündhaft teuren Mahagoni-Möbeln eingerichtet. Rod Starkey, der Kontaktmann der Brigade Sieben, kam ihm mit ausgestreckter Hand entgegen. Seine Schritte dämpfte ein dicker Orientteppich.

»Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Reise, Mr. Lassiter«, sagte er.

»Ja, danke. Kann nicht klagen.« Lassiter schüttelte die manikürte Advokatenhand.

Mit seiner Größe von sechs Fuß war Starkey fast genauso groß wie der Einzelkämpfer von der Brigade Sieben. Der Anwalt trug einen steingrauen Maßanzug mit rot karierter Weste. An seiner perfekt gebundenen Fliege prangte eine tropfenförmige Perle in Goldeinfassung. Er wies auf zwei klobige Ohrensessel, die einen niedrigen Konferenztisch flankierten. Lassiter setzte sich, und der dandyhafte Anwalt nahm ihm gegenüber Platz.

Starkey legte einen schmalen Aktenhefter mit der Aufschrift MARTHA C. auf den Tisch.

Die Tür ging auf, und eine nett anzuschauende Blondine mit Grübchen in den Wangen balancierte ein Tablett mit Kaffeegeschirr herein.

»Miss Marbury, meine Assistentin«, stellte Starkey vor. »Und das ist Mr. Lassiter, ein Geschäftspartner aus Chicago.«

»Sehr erfreut, Sir.« Die Frau goss lächelnd Kaffee ein.

»Ganz meinerseits.« Lassiter schenkte ihr einen verschmitzten Augenaufschlag.

Die Frau errötete leicht. Als sie zur Tür ging, folgte Lassiter ihr mit einem scheinbar teilnahmslosen Blick. Bevor sie verschwand, drehte sich Miss Marbury noch einmal um.

»Die nächste Stunde bitte keine Störungen«, sagte Starkey.

»Wie Sie wünschen, Sir.«

»Eine sehr vielseitige Mitarbeiterin«, stellte Starkey fest. »Mit dem Sholes & Glidden Typewriter ist sie unschlagbar. Wussten Sie, dass die Schreibmaschinen von derselben Firma hergestellt werden wie der Revolver, den Sie bevorzugt tragen?«

Lassiter nickte. »Remington ist eben eine gute Marke.«

Sie nippten an ihrem Kaffee.

Dann griff Starkey nach dem Hefter, schlug ihn auf und seufzte schwer. »Kommen wir zum eigentlichen Grund Ihres Besuchs, Mr. Lassiter. Ihnen wird nicht entgangen sein, dass Senator McDermott kürzlich verstorben ist. Ganz plötzlich. Herzanfall. Er fiel um und konnte gerade noch einige Worte mit seinem Assistenten wechseln, dann war’s aus.«

»Ja, ich hörte davon. Wirklich sehr tragisch, der Fall. Der Senator hat eine Tochter im Backfischalter, wie mir zu Ohren kam.«

»Mitnichten.« Starkey entfernte spitzfingrig ein Stäubchen von seinem Rockaufschlag. »Bevor der Mann ins Jenseits wechselte, hat er Chip Balfour, das ist sein Vertrauter, in ein Geheimnis eingeweiht. Ein sehr dunkles Geheimnis, wie ich meine.«

»Ich mag dunkle Geheimnisse.«

Starkey blieb ernst. »John McDermott hat noch ein zweites Kind, aus einer nicht ehelichen Beziehung.«

»Ach so?« Das war Lassiter neu. Sofort schrillte seine innere Glocke. McDermott war nicht nur Senator, sondern auch stiller Teilhaber an einigen gigantischen Unternehmen, wie der Southern Pacific und der Comstock Lode-Mine in Virginia City, Nevada. Das Auftauchen einer neuen Erbin würde seiner Witwe und seiner Tochter Angela bestimmt eine Menge schlafloser Nächte bescheren. Lassiter ahnte, woher der Wind wehte.

»Das Mädchen, um das es geht«, fuhr Starkey fort, »heißt Martha Coffins, ist zweiundzwanzig Jahre alt, wohnhaft derzeit in San Carlos, Texas.« Es entstand eine kurze Pause. »Ihre Aufgabe, Mr. Lassiter, besteht darin, McDermotts Tochter aufzusuchen und sie mit ihrer wahren Herkunft vertraut zu machen, natürlich auf möglichst schonende Weise.«

Lassiter leerte seine Tasse, während er aufmerksam zuhörte.

»Die Zentrale der Brigade Sieben erwartet äußerstes Fingerspitzengefühl Ihrerseits«, erklärte Starkey und schenkte Kaffee nach. »Bringen Sie Miss Coffins hierher nach San Francisco. Den Rest erledigt meine Kanzlei, im Sinne des verblichenen Senators.«

Lassiter dachte eine Zeitlang über die Sache nach. Ein Job mit Fingerspitzengefühl, dachte er amüsiert. Okay, mal was anderes als die halsbrecherischen Selbstmordkommandos in den letzten Monaten.

»In welchen Verhältnissen lebt Martha Coffins?«, hakte er nach.

»Meinen Recherchen zufolge arbeitet sie in einem Livery

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