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Lassiter - Folge 2074

Allein gegen die Hölle

Ihr strahlendes Lächeln wärmte sein Herz. Es war erst vier Wochen her, seit er eine heiße Nacht mit Doña Elena Fuentes verbracht hatte. Sie besaß das vornehmste Bordell in der Grenzstadt El Paso, und sie war verrückt nach ihm, seit er sie vor ein paar Jahren von ihrem brutalen Ehemann befreit hatte, der ein Bandit und Mörder gewesen war. Als sie ihn in der großen Empfangshalle ihres Bordells begrüßte, küsste sie ihn hemmungslos und rieb ihren Bauch an seinem harten Schaft, der sich augenblicklich erhoben hatte, als er sie zu Gesicht bekam. Er sah die Augen einiger wartenden Männer auf sich gerichtet, aus denen der blanke Neid sprach. Im nächsten Augenblick zog Elena ihn schon zur Treppe, die hinauf in ihre Privaträume führte.

Sie ließ ihm keine Zeit, seine Überraschung auszudrücken, denn es sah so aus, als ob sie ihn erwartet hätte. Hinter der Tür ihres Boudoirs begann sie sofort, an seinem Revolvergurt zu zerren, der gleich darauf polternd zu Boden fiel. Er sah, dass mitten im Raum ein Badezuber stand, und wollte sie etwas fragen, doch da hatte sie auch schon seinen Gürtel geöffnet und seine Hose heruntergezerrt und wäre nicht mehr in der Lage gewesen, ihm eine Antwort zu geben …

Zusammen nahmen sie ein Bad. Ihre großen weißen Brüste hatten Lassiters Erregung ins Unermessliche gesteigert, und als sie schließlich in ihrem großen Bett gelandet waren, ging ihrer beider Atem schwer.

»Ich hab Chaco noch gar nicht gesehen«, sagte er. »Gibt er nicht mehr auf dich acht?«

Ihr schönes Gesicht wurde ernst. Sie strich sich die langen schwarzen Haar aus dem schweißnassen Gesicht und erwiderte mit trauriger Stimme: »Er ist vor einer Woche hinüber nach Mexiko geritten, um seine Familie zu besuchen, für die er in der Sierra del Hueso einen kleinen Rancho gekauft hat, auf dem sie Ziegen und anderes Kleinvieh züchten. Gestern kam ein Bote, den er geschickt hat. Banditen haben seine ganze Familie massakriert.«

»Das tut mir leid für ihn«, murmelte Lassiter.

»Er ist seitdem hinter den Mördern her und sagte, dass er nicht eher zurückkehren würde, bis er sie alle umgebracht hat.«

»Kennt er die Mörder denn?«

Sie zuckte mit den Schultern. »Mehr konnte mir der Bote nicht sagen.«

Lassiter schwieg. Er hatte andere Sorgen. Der Auftrag, den Vince Bennett, der Mittelsmann der Brigade Sieben in El Paso, für ihn hatte, sollte ein heißes Ding sein. Als er an den Rechtsverdreher dachte, sagte er: »Ich wundere mich, dass Vince Bennett noch nicht aufgetaucht ist. Ich bin vorhin an seinem Office vorbeigeritten. Allerdings war dort alles dunkel.«

Sie lachte leise. »Er war schon vor dir hier. Er weiß ja, dass dich dein erster Weg zu mir führt, wenn du nach El Paso kommst. Ich hab ihm versprochen, dass er für die ganze Nacht mit Baby Sue nichts zu bezahlen braucht, wenn er uns bis zum Morgen in Ruhe lässt.«

»Hat er irgendwas gesagt, was mich erwartet?«

»Nun …« Sie zögerte einen Moment und schien zu überlegen, ob sie ihm die Wahrheit sagen sollte. Doch dann nickte sie. »Er sagte nur, dass du nach Mexiko rüber musst -und dass ich dir ein paar Stunden Ruhe gönnen solle, das würde deine Überlebenschancen erhöhen.«

»Dann lass uns keine Sekunde vergeuden, querida«, murmelte er und vergrub sein Gesicht in ihren großen, weichen, warmen weißen Brüsten, die nach Milch und Honig rochen …

***

»Das kann nicht Ihr Ernst sein, Bennett«, sagte Lassiter grollend und starrte den schmächtigen Rechtsverdreher an, als wollte er ihm gleich den Hals umdrehen.

Vince Bennett zuckte mit den Schultern. »Ich habe meine Anweisungen, Lassiter, die ich an Sie weitergebe. Ich weiß, welche Zumutung es ist, von einem einzelnen Mann zu verlangen, die Kastanien für einen mächtigen Mann aus dem Feuer zu holen, der Mittel genug haben müsste, um die Sache allein durchzuziehen. Er hat sich an den Gouverneur gewandt und mit der Begründung, dass es diplomatische Verwicklungen mit Mexiko geben würde, wenn er auf eigene Faust versucht, seine Tochter zu befreien, verlangt, dass sich die texanischen Behörden darum kümmern müssten, ihm seine Tochter zurückzubringen. Leider ist es für Sie zum Bumerang geworden, dass Sie vor vier Wochen die Phantom-Bande zur Strecke gebracht haben. Der Gouverneur hat ausdrücklich verlangt, dass die Brigade Sieben Sie mit der Sache beauftragt.«

Der große Mann zerquetschte einen Fluch zwischen den Zähnen. Am liebsten hätte er Bennett an diesem frühen Morgen auf dem Weg zu seinem Office stehen lassen und wäre zurück in Elena Fuentes warmes Bett geklettert.

Er drehte den Kopf, denn Vince Bennett war plötzlich stehen geblieben und klopfte gegen eine Tür.

Lassiter las die verschnörkelten Buchstaben auf der Fensterscheibe eines Ladens. Hardware Shop – Peter Wheaton, Gunsmith, stand da.

Die Tür wurde sofort geöffnet. Lassiter sah einen kleinen Mann mit einem langen schmalen Gesicht. Er hatte wallende, lange weiße Haare und trug einen Spitzbart, der ihm das Aussehen eine Ziege verlieh.

»Hi, Vince«, sagte er, »hab euch schon erwartet.«

Ohne dem großen Mann hinter Bennett auch nur einen einzigen Blick zugeworfen zu haben, drehte er sich um und kehrte in seinen Laden zurück. Die Tür ließ er offen.

»Kommen Sie, Lassiter«, sagte Bennett und winkte mit dem Kopf. »Stören Sie sich nicht an Wheatons Benehmen. Er ist meist mit seinen Gedanken ganz woanders.«

»Was wollen Sie von ihm?«

»Ich will Ihre Überlebenschancen erhöhen. Nur mit Ihrem schnellen Colt haben Sie gegen Colemans Bande nicht den Hauch einer Chance.«

Lassiter spürte, wie es ihm kalt über den Rücken rieselte. »Ben Coleman?«, sagte er rau.

Bennett nickte. »Ebendieser«, murmelte er. »Sie kennen ihn?«

»Nein, nicht persönlich.« Der große Mann schüttelte den Kopf. Er hatte von Ben Coleman schon die schlimmsten Dinge gehört. Während des Bürgerkrieges war er mit Quantrells Guerillas geritten. Er sollte schon vor Jahren aufgehört zu haben, die Toten zu zählen, die er auf seinem blutigen Weg zurückgelassen hatte. In Texas wartete der Strick auf ihn, aber das hinderte ihn nicht daran, dann und wann den Rio Grande zu überqueren, um seinen blutigen Verbrechen weitere hinzuzufügen. »Er soll eine Bande von Halsabschneidern aller Couleur um sich versammelt haben, hörte ich.«

Bennett nickte. »Er und seine Leute stehen unter dem Schutz von Gaitano Carrasco.«

»Das ist ein Diaz-Mann, oder?«

»So ist es. Diaz will wieder an die Macht. Carrascos Privatarmee drangsaliert die Anhänger von Präsident González. Viele haben sich schon aus Angst um das Leben ihrer Familien auf seine Seite geschlagen und zahlen Schutzgelder an Carrasco.«

Jetzt war Lassiter alles klar. Sein Auftrag lautete, eine Ladung von zweihundertfünfzig fabrikneuen Winchestergewehren an Ben Coleman auszuliefern und damit die von Coleman entführte Tochter von Gareth P. Channing III. auszulösen. Jeder erwartete, dass Coleman sich die Gewehre schnappen würde, ohne die Vereinbarung, Sherilyn Channing dafür freizulassen, einzuhalten. Also brauchte es einen Mann, der in der Lage war, sich gegen Coleman und seine Bande durchzusetzen.

Im Hintergrund des Ladens polterte etwas. Dann zuckte ein Lichtstrahl durch den mit Kisten, Fässern und Waffenregalen vollgestopften Raum. Wheaton musste eine rückwärtige Tür geöffnet haben.

Vince Bennett bahnte sich einen Weg durch den Laden. Lassiter folgte dem Anwalt und trat nach ihm durch eine schmale Tür hinaus auf den Hof.

Peter Wheaton stand vor einem langen Tisch, der aus zwei breiten Brettern bestand, die auf zwei Sägeböcken lagen. Er nahm eine Waffe auf, die Ähnlichkeit mit einer gekürzten Schrotflinte aufwies. Die Mündungen der beiden abgesägten Läufe hatten die Größe von Zehn-Dollar-Münzen. Auch der Schaft war gekürzt und rund gefeilt.

Jetzt wandte er sich damit Vince Bennett zu, der neben dem großen Mann stehen geblieben war.

»Du wolltest was haben, womit sich ein Mann gegen eine Übermacht durchsetzen kann«, sagte er. »Das ist ein von meinem Bruder Allister umgebauter Wentworth-Schrotschießer. Kaliber.60. Damit kannst du einen Ochsen auf eine Entfernung von zwanzig Yards pulverisieren.«

Der schmächtige Anwalt grinste schmal. »Erklär es Lassiter«, sagte er und wies auf den großen Mann neben sich. »Er muss mit dem Ding zurechtkommen.«

Der Gunsmith streckte den Arm mit der Flinte aus, und Lassiter nahm sie entgegen. Sie war genauso schwer, wie er gedacht hatte. Ein ziemlich langer Gurt war am hinteren Ende des Laufs und am verkürzten Schaft angebracht. Er betrachtete die mächtigen Mündungen und sagte: »Dafür kriege ich nirgends passende Munition.«

»Mein Bruder hatte noch einen Karton mit hundert Patronen«, sagte Wheaton. »Mehr kann ich Ihnen nicht geben. Es würde mich eine Woche kosten, mehr davon herzustellen.« Er holte eine Papppatrone mit Messingboden aus seiner Hosentasche und reichte sie dem großen Mann. »Darin befinden sich zwölf Bleikugeln. Wie ich schon Vince sagte, wenn Sie beide Läufe auf einmal abschießen, zerhacken Sie damit auf zwanzig Yards Entfernung und einer Breite von zehn Yards alles in Stücke. Sie sollten das Ding aber vorher mal ausprobieren. Ich hab es noch nicht getan, kann mir aber vorstellen, dass es dem Schützen den Arm brechen kann, wenn er nicht auf den mächtigen Rückstoß gefasst ist. Ich würde Ihnen die Kanone gern hier vorführen, aber ich hab keine Lust, meinen Schießstand zu demolieren.«

Lassiter nickte. Er wog die Flinte in der Hand und legte dann den Gurt über seine linke Schulter, sodass der Schaft auf dem Rücken hing und die Läufe nach unten zeigten.

Der Gunsmith stieß einen leisen Pfiff aus und nickte dann heftig.

»Sie scheinen was davon zu verstehen«, murmelte er. »Genauso hat es mir mein Bruder beschrieben.«

»Was?«, fragte Lassiter.

»Nun, wie der Vorbesitzer die Flinte gehandhabt hat. Mit einem kurzen Ruck am Riemen hat er die Läufe in die Waagerechte gebracht und innerhalb von Sekundenbruchteilen die Abzüge bedient. Damit soll er all seine Gegner überrascht haben.«

Lassiter nickte. »Ich werde es ausprobieren, Mister Wheaton. Wie viel verlangen Sie für das Mordinstrument?«

Der Gunsmith winkte ab. »Das hat Vince schon erledigt. Seien Sie vorsichtig mit dem Ding. Sie könnten damit leicht Unbeteiligten Schaden zufügen.«

Vince Bennett fasste Lassiter am Arm und zog ihn auf die rückwärtige Tür des Ladens zu. Wheaton folgte ihnen, trat hinter seinen Verkaufstresen, holte einen Karton darunter hervor, den er auf den Tresen stellte, und griff nach einem breiten Gurt, der schon mit den dicken Patronen für die Schrotflinte bestückt war. Er füllte den Rest aus dem Karton in einen Jutesack mit einem Lederverschluss und reichte beides dem großen Mann, der sich mit einem Nicken bedankte.

Dann verließen sie den Laden. Draußen wies Vince Bennett quer über die Border Street und sagte: »Ich hab Ihnen den besten Gaul besorgt, den ich auftreiben konnte.«

Sie gingen hinüber, wo der Stallmann gerade fertig damit war, im Stallgang ein Tier zu satteln, das ihnen mit seinen großen braunen Augen neugierig entgegenzublicken schien. Es war ein ziemlich großer Hengst von unscheinbarer Farbe, die zwischen einem hellen Beige und einem verwaschenen Grau lag. Das Fell war nicht glatt. Fast sah es so aus, als wäre es ungepflegt. Doch dann sah Lassiter, dass der Hengst hervorragend in Schuss war.

Als er seine Hand nach den Nüstern ausstreckte, blies ihm das Tier den warmen Atem in die Hand. Es wich nicht zurück, und Lassiter spürte, dass seine Witterung dem Hengst zusagte.

»Er heißt Warrior und ist ein Palomino, obwohl er nicht so aussieht. Er hat mal ein Langstreckenrennen über fünfhundert Meilen mit großem Abstand gewonnen«, sagte der Anwalt neben ihm. »Ich hab tausend Dollar für ihn berappt. Bringen sie ihn mir nur heil wieder zurück, sonst kriege ich Ärger mit den Pfennigfuchsern der Brigade.«

»Sie hätten sich das Geld von Channing holen sollen«, knurrte Lassiter.

Bennett winkte ab. »Für ein Tier für Sie hätte er keine hundert Dollar ausgegeben«, erwiderte er.

Lassiter sah, dass der Stallmann ein weiteres Tier aus einer Box zog. Er stieß einen Pfiff aus. Es war eine Vollblutstute, der man die Klasse schon auf hundert Yards Entfernung ansah. Sie hatte einen edlen Kopf und ihr Fell begann zu vibrieren, als er neben sie trat und ihren Hals klopfte.

»Das ist Sherilyn Channings Reittier«, sagte der Anwalt. Er grinste breit. »Als Channing das Tier persönlich nach El Paso brachte und mir übergab, schien es mir fast, dass er auf seine unversehrte Rückkehr mehr Wert legen würde als auf die seiner Tochter.«

Lassiter betrachtete den leichten Sattel, den die Stute trug. Nur eine dicke Satteltasche war an ihm befestigt. Er hob sie kurz an. Sie war leicht. Die Stute war offenbar nicht dafür geeignet, viel Ausrüstung zu tragen, aber dafür war wohl auch eher der Palomino gedacht, denn an dessen Sattel waren ein dickes Deckenbündel und zwei prall gefüllte Satteltaschen befestigt, in denen sich Proviant für eine Woche befand, wie Vince Bennett ihm sagte.

Als der Stallmann sie mit den beiden Pferden allein gelassen hatte, sagte Lassiter: »Ich hab meine Sachen und meine Winchester noch bei Doña Elena.«

Bennett nickte. »Grüßen Sie sie von mir.«

»Baby Sue auch?«

Der schmächtige Anwalt lief leicht rot an. »Ich hoffe, Sie sind Gentleman genug, um nicht darüber zu schwatzen, Lassiter.«

»Es kann nicht schaden, wenn man über seine Geschäftspartner etwas weiß, das er geheim halten möchte.«

»Gehen Sie zum Teufel, Mann«, knurrte Bennett und blickte dann dem großen Mann nach, der mit den beiden Pferden an den Zügeln die Border Street überquerte und noch einmal im Hardware Shop Peter Wheatons verschwand. Bennett sah, wie er mit einem in ein graues Tuch gewickelten Bündel wieder hervortrat und es in einer der Satteltaschen verstaute.

Als der große Mann aufsaß und in die Straße einbog, in der Elena Fuentes Bordell lag, wandte sich Vince Bennett ab und kehrte zu seinem Office zurück. Er bedauerte es fast ein wenig, dass er den großen Mann wahrscheinlich nicht lebend wiedersehen würde.

***

Lassiter schaffte es gerade noch, sich auf den Beinen zu halten. Für einen Moment glaubte er taub geworden zu sein von der donnernden Explosion der Schrotflinte, die er zum ersten Mal abgefeuert hatte. Der Kakteenwald vor ihm war in eine Staubwolke von zerfetzten Pflanzenresten gehüllt, die fast fünfzehn Fuß in die Höhe geschleudert wurden.

Der Ruck des Riemens an seiner linken Schulter war so mächtig gewesen, dass er das Gefühl hatte, der Arm wäre ihm aus dem Gelenk gerissen worden.

Er wich zurück, als sich die Wolke auf Kakteenfetzen auf ihn zu senken drohte, und wandte den Kopf, weil er wie durch eine Nebelwand das schrille Wiehern der Vollblutstute vernommen hatte. Zum Glück hatte er die beiden Pferde mit den Zügeln fest an einem verkrüppelten Baum gebunden.

Die Stute spielte verrückt, machte Luftsprünge und schlug mit den Hinterbeinen aus. Sie beruhigte sich erst wieder, als der Palomino-Hengst sie in den Hals biss.

Seine Taubheit verschwand. Er hörte noch das letzte Prasseln der zur Erde fallenden Kakteenreste, dann löste sich auch die Staubwolke auf.

Er stieß einen Pfiff aus, als er sah, was die Bleikugeln aus den beiden dicken Patronen angerichtet hatten. Der dichte Kakteenwald war auf eine Breite von fast zehn Yards und eine Tiefe von fünf Yards niedergemäht worden. Der Gedanke, dass er die beiden Ladungen auf eine Gruppe von Menschen abgefeuert hätte, verursachte ihm Übelkeit. Für einen kurzen Moment überlegte er, die fürchterliche Waffe von sich zu werfen, doch dann dachte er an das, was er über Ben Coleman und seine Bande von Halsabschneidern gehört hatte.

Er schwenkte die abgesägte Schrotflinte am Riemen herum, dass die Läufe wieder nach unten zeigten, und ging zu seinen beiden Pferden zurück. Der Palomino schaute ihm mit großen Augen entgegen. Er hatte bei der Explosion starr wie ein Denkmal gestanden, was den großen Mann sehr beruhigte. Er klopfte den Hals des Hengstes und murmelte: »Uns Krieger macht solch ein Krach nicht verrückt, wie?«

Die Vollblutstute zitterte immer noch und rollte mit den Augen. Er griff nach ihrem Halfter und schaffte es, sie zu beruhigen. Bevor er die Zügel der beiden Tiere vom Baumstamm löste, nahm er die Schrotflinte von der Schulter und klappte die Läufe ab. Qualm quoll aus den Öffnungen. Er entfernte die leeren Patronenhülsen. Kurz überlegte er, ob er neue Patronen aus dem Gut, den er über der rechten Schulter quer über dem Leib trug, in die Läufe schieben sollte, doch dann klappte er sie leer wieder zu. Der Gedanke, dass die an seiner Seite herabhängende Flinte losgehen könnte, während er im Sattel saß, jagte ihm einen Schauer über den Rücken.

Die Stute hatte sich beruhigt. Er löste ihre Langzügel und schlang sie um das Sattelhorn des Palomino, bevor er auch die Zügel des Hengstes aufknotete und mit einem Satz ...

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