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Land und Brot

„Brot essen lernt sich leichter als Brot verdienen.“

Deutsches Sprichwort

„Man rollt überall weg, wo das Brot wegrollt.“

Syrisches Sprichwort

Autorenvita

Vor ungefähr sechs Jahren reiste er von Syrien nach Österreich. Er hat einen B.A. in Literatur und französische Sprachwissenschaft, dann ein Diplom in Übersetzung und ein Diplom in Pädagogik. Arbeitete 14 Jahre als Lehrer in Syrien: Französisch, Arabisch und Zeichnen. In Österreich studierte er Bildungswissenschaft für Lehrkräfte am Graduiertenzentrum der Uni Wien. Arbeitete zwei Jahre als Trainer an Integrationsprojekten bei Arbeitsmarktservice (AMS). Seit fast zwei Jahren arbeitet er als Pädagoge in Bildungsdirektion Wien. In Syrien hatte er zwei Bücher über Erfolgsmethoden im Schulunterricht verfasst.

In den letzten Jahren hatte er viele kulturelle Aktivitäten: Ausstellungen, Seminare zur arabischen Musik. Der Wohnort ist in Klosterneuburg, Österreich.

E-Mail: iyadhasan@hotmail.com

Staatsangehörigkeit: Österreich

Facebook: https://www.facebook.com/iyadwien/

Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung

GPS

Die fliegenden Schüsseln

Pferd, Schwert undSchnee kennen mich

Geschenke

Demokratie-1

Demokratie -2

Die Kuh, die dem Kamel den Rücken gebrochen hat!

Amal

Kerosin! … Dieselöl!

Kohle… Oh Junge!

Blumentee

Land und Brot

Leibwächter

Strände

Kurzbeschreibung

Der Titel selbst, "Land und Brot", legt dem Leser nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen der Landschaft, die durch die Abkehr vom städtischen Leben repräsentiert wird, und dem Brot gibt, das Leben und Arbeit zum Überleben darstellt.

Die Geschichten drehen sich um eine Hauptfigur, den Erzähler, der aus der Ich-Perspektive erzählt. Und sekundäre Charaktere, deren Rolle je nach Ereignis zunimmt oder abnimmt. Daher kann gesagt werden, dass alle Geschichten ein einziger Roman mit mehreren Kapiteln sein könnten. Damit der Leser an den Ereignissen teilnehmen kann, wird er mit „Du“ angesprochen.

Die meisten Ereignisse finden in drei Städten statt: Damaskus, Klosterneuburg und Wien. Die Orte spielen aufgrund ihres zeitlichen und räumlichen Einflusses die Hauptrolle.

Das Ereignis beginnt immer mit einem Vorfall oder einer Situation, die dem Erzähler in Österreich begegnen und in ihm Erinnerungen an Begebenheiten in seinem Heimatland Syrien wecken. Hier treten schwierige Paradoxien auf, mit einer Mischung aus Ironie und Widersprüchen, die in den Gedanken eines jeden interagieren, der die beiden Erfahrungen durchlebt hat. Zu diesen Ereignissen gehört beispielsweise die Überraschung von Schneefall und Winter im Allgemeinen, Demokratie, der gesellschaftliche Widerspruch zwischen Land und Stadt. Geschenke und soziale Beziehungen, Frauenrechte, und viele andere zeitgenössische Ereignisse. Die Zeit der Ereignisse reicht von den Jahren 1980 bis zur Zeit des Schreibens der Geschichten von 2016 bis 2018 zurück.

Das Buch bietet dem Leser das Vergnügen, interessante Begebenheiten zu erleben und neue gesellschaftliche Umgebungen sowie Orte und Menschen kennenzulernen, die er in seinem normalen Leben nicht sieht. Daher kann sich der Leser das Ereignis als ein vor ihm liegendes Kinoband vorstellen. Und vielleicht lernt er seine Umgebung wieder besser kennen und entdeckt er Geschichten, die Licht auf Themen werfen, auf die nur diejenigen von außen achten.

Der akademische Forscher der Soziologie kann nach Abschluss der Lektüre umfangreiche gesellschaftliche Details identifizieren, die ihm die Mühe langer Forschung ersparen. Für diejenigen, die die beiden Erfahrungen in unserem Land und im Ausland leben, wird es nostalgisch sein. Die Geschichten bleiben innerhalb des menschlichen sozialen Rahmens und nicht innerhalb eines politischen Rahmens.

Die Geschichten sind parallel geschrieben, auf Arabisch und Deutsch.

Es bleibt zu sagen, dass meine österreichischen und arabischen Freunde die Geschichten liebten und mich ermutigten, sie zu veröffentlichen.

GPS

Ich behaupte, die kleinen Eigentümlichkeiten von Damaskus gut zu kennen, die Steine, die Geister und die Besonderheiten, wie ein Kind, dem das Gesicht der Mutter noch klar vor Augen ist und das sich an ihren Geruch erinnert.

In Damaskus, wo ich aufgewachsen bin, studiert und gearbeitet habe, musste ich Privatunterricht geben, um mein Einkommen und mein Wohlbefinden zu sichern. Das ist in unserem Land für die meisten Lehrpersonen normal.

Die Unterkünfte meiner Schüler reichten von den prestigeträchtigsten Vierteln (Abu Rummaneh, Al-Maki-Al-Muhagerin) bis hin zu den ärmeren Vierteln, in denen die Gebäude wie zufällig durcheinander geworfen scheinen.

Die Kommunikation zwischen mir und meinem SchülerKunden oder seiner Familie erfolgte über das Telefon oder das Handy. Die Telefonnummer des Professors, also meine, wurde folgendermaßen unter den Schülerin verteilt: Da ich an einer Privatschule unterrichtete, wurde eine sogenannte Nota, d.h. ein Skriptum mit dem Markennamen „Erfolg-für-Studierende-Guide“ für mich herausgegeben, wo meine Handynummer auf jeder Seite gedruckt war. Dieses praktische Handbuch verzeichnete signifikante Umsätze.

Du kannst dir wohl vorstellen, von welchem Fieberwahn nach dieser Zusammenfassung die Schüler am Ende des Jahres gepackt wurden, um sich die Mühe zu ersparen, die Lehrbücher selbst zu studieren, was sie während der Schulzeit nicht hatten schaffen können.

Im letzten Monat vor der Prüfung geraten die Schüler bei der Vorstellung möglicher Prüfungsfragen in einen wirbelnden Strudel und verlieren die Übersicht über Fächer und Themen. Der psychische Druck und die Anspannung steigen, ja sogar die Eltern beginnen, sich mit den einzelnen Fächern zu beschäftigen und man bekommt das Gefühl, dass die ganze Familie zusammen die Reifeprüfung schaffen möchte.

Leider habe ich vom Verkauf des Buches nicht finanziell profitiert, aber eben, meine Telefonnummer wurde zumindest unter den Schülern und Lehrern verteilt. Das ist wichtig, da der Ruf des Professors eine entscheidende Rolle spielte, um die Nachfrage nach seinem Unterricht zu steigern und mehr Kunden zu haben.

Diese melden sich bei Interesse bei mir, geben mir die Koordinaten des Wohnortes durch und wir vereinbaren einen Termin. Manchmal fragen sie mich nach dem Preis der Sitzung, bevor sie mir die Koordinaten geben, manchmal frage ich sie, woher sie meine Telefonnummer haben.

Zeitmanagement ist wichtig für mich, und ich habe versucht, alles so gut wie möglich einzuteilen, indem ich für denselben Tag Termine für Schüler, die in demselben Viertel wohnten, vereinbarte. Ich habe immer wieder provokant verwirrende Sätze gehört wie: Der Professor X kommt heute Abend oder im „Meer der Woche“. Und Abend bedeutete von 17 Uhr bis Mitternacht? Das Meer der Woche bedeutete von Sonntag bis Donnerstag?

Das führte durchaus zu widersprüchlichen Terminen und manchmal wurde die Unterrichtsstunde im letzten Moment abgesagt. Der Zugriff auf die Adresse blieb im gesamten Prozess die schwierigste Aufgabe.

Das Transportmittel Kleinbus, der sogenannte Microbus, war für mich und die Schüler das GPS, der Wegweiser, um die Adressen zu finden. Ein Schüler sagte zum Beispiel: „Steigen Sie in den Kleinbus Meze Jebel“ Dann zählte er mir die Namen der Stationen auf bis zur Station in der Nähe seiner Behausung.

Die Namen der Stationen in Damaskus haben eine lange Geschichte, sie werden nicht nur nach Straßennamen benannt, sondern haben spezifische Namen, die den Fahrern und Fahrgästen bekannt sind, je nachdem, wo die Leute stehen und auf den Bus warten: Al Mahata, im Hof, beim Kiosk, Mafraq-an der Kreuzung, beim Tarboush-Restaurant, bei Nora etc. Selbstverständlich sind es keine fixen Stationen und kein Bus ist verpflichtet, stehen zu bleiben und kein Fahrgast, auszusteigen. Man kann allerdings den Fahrer bitten, dorthin zu fahren, wo man aussteigen möchte.

Der hitzige Kampf der Busfahrer mit den Passagieren, die sich noch in den vollgestopften Bus quetschen möchten, ist ein typisches Merkmal der Straßen der Stadt und ihres täglichen Rhythmus‘. Und wenn du einen Platz ergatterst, fühlst du dich wie eine Sardine in der Dose…

Es kam vor, dass ich auf einen Schüler bei der „Stelle der Flagge“ wartete und er dann zu mir sagte: „Sie finden einen Falafel-Verkäufer an der Ecke -kaufen Sie nicht bei ihm, er ist ein Betrüger- aber warten Sie einfach dort auf mich!“

Er begleitete mich dann durch das Labyrinth der Gassen, wo mir selbst die beste Erinnerung nicht helfen konnte, mich zu orientieren. Die Straßen sind überfüllt von Autos, Fußgängern und auf den besetzten Gehwegen kannst du kaum laufen. Tatsächlich änderten sich die Anhaltspunkte jedes Mal: Manchmal tauchte ein neues Gebäude auf, dann wieder plötzlich ein Loch und ...

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Viel Spaß!



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