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La Vida

Ute Herzog

La Vida

Lebenscoaching mit höherer Perspektive

Psychologische Beratung und christliche Werte für Gesundheit, Beruf, Beziehungen

Ute Herzog, Jahrgang 1966, lebt mit ihrem Mann im Norden Deutschlands. Nach vielen Jahren als Angestellte studierte sie nachträglich Psychologie, um aus ihrer Berufung, den Menschen zu helfen, auch einen Beruf voller Leidenschaft zu machen. Außerdem ist sie erfahrene Blog-Schreiberin u.a. auf lavidaeuropa.blogspot.com. Ihre beiden erwachsenen Söhne arbeiten auf unterschiedliche Art und Weise genauso leidenschaftlich mit Menschen zusammen, wie sie selbst.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kapitel 1

„Alles lief nach Plan, aber der Plan war sch…!“

Im Allgemeinen

Veränderungen in meinem Leben und dessen Folgen

Praktische Hilfen und schon mittendrin

Stichwort-Box

Kapitel 2

Gesundheit oder Wie das Leben in dieser Welt krank macht

Bereich: Krankes Leben

Schnelllebigkeit

Zivilisationskrankheit Ernährung

Ängste

Grenzen-Bedürfnisse-Festlegungen

Gefühlschaos

Bereich: Ganzheitliche Gesundheit

Lernen

Ein Blick hinter die Kulissen

Konsequenzen und Gottes Sicht

Paradigmenwechsel

Ganzheitlich

Prävention

Geistliche Gegebenheiten

Stichwort-Box

Kapitel 3

Berufung oder Warum Arbeit alleine nicht reicht

Bereich: Ungeliebte Arbeit

Geld regiert immer noch die Welt

Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst

Aussteigen ist nicht so einfach

Hätte ich das vorher gewusst…

Bereich: Gelebte Berufung

Geld muss mir dienen

Versorgung im Ruhen

Die Postkarte im Bad

Heilige Unzufriedenheit bis zum Reset

Stichwort-Box

Kapitel 4

Erfüllende Beziehungen oder Was innere Einsamkeit bewirkt

Bereich: Innerlich einsam sein

Die prägenden Jahre

Falsche Annahmen

Eigenverantwortung ist unerlässlich

Bereich: Bedingungslos lieben

Loslassen und neu abhängig werden

Ich kann nur geben, was ich habe

Stichwort-Box

Kapitel 5

Im Frieden leben

Akzeptanz – annehmen was ist

Gnade und weiter geht’ s

Befreiung und dem Herzen folgen

Bestimmung – Warum bin ich hier?

Ressourcen auf dem Weg

Finale

Stichwort-Box

Buchempfehlungen / Literaturverzeichnis

Glossar

Danksagung

Vorwort

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Der Wunsch meines Lebens war es, so lange ich denken konnte, in irgendeiner Form bedeutend zu sein! Wichtig und angesehen bei Menschen, das implizierte ich damit, je älter ich wurde.

Entstanden ist dieser „Lebenstraum“ aus dem Erleben, dass ich als Kind keinen Nutzen brachte, also keinen wirklichen Wert hatte.

Ich machte vieles falsch. Wenn ich es denn gezeigt bekam, konnte ich es nicht so umsetzen wie ich sollte, und gehorsam war ich auch nicht.

Ich wurde als vorlaut und rebellisch beschrieben. Als diejenige, die man schon von Weitem hörte, wenn sie sich weh getan hatte, weil ich so laut weinte… insgesamt einfach als ein sehr anstrengendes Kind!

Das war jedenfalls die Meinung meiner Eltern von mir. Und die taten sie auch kund… anderen Menschen und mir gegenüber. Und je älter ich wurde, desto mehr glaubte ich, was sie über mich sagten.

Ich muss dazu sagen, dass sie mich wirklich von Herzen liebten! Aber ich entsprach einfach nicht ihren Vorstellungen.

Und dabei waren diese Vorstellungen auch noch recht unterschiedlich bei beiden Elternteilen.

Ich passte in keine „Schublade“ die meine Eltern von Kindern hatten, nicht in die meines Vaters und nicht in die meiner Mutter.

Beide bemühten sich nach bestem Wissen und Gewissen um die angemessene Erziehung. Aber die unterschiedlichen Richtungen in die sie mich zogen, machten es für sie und mich nicht leichter zu leben.

Bis dahin kannte ich nur Zank, Streit, laute Worte, Unbeherrschtheit, Willkür, körperliche und emotionale Gewalt in unserem Familienleben. Die Liste ließe sich beliebig erweitern…

Freudenmomente, an die ich mich erinnern kann, gab es nur sehr wenig.

Als ich gefragt wurde, bei wem ich weiter leben wollte, weil auch eine Trennung meiner Eltern bereits Thema bei ihnen geworden war, da brach für mich auch äußerlich das gut aufgebaute Gerüst der „heilen Familie“ zusammen.

Meine Mutter tat bis dahin für mein Empfinden alles, um nach außen die Form zu wahren und unsere internen Probleme nicht öffentlich sichtbar werden zu lassen.

Und ich tat meines dazu… Ich flüchtete mich z. B. schon in diesen jungen Jahren in eine Fantasiewelt in Büchern. Und wenn ich fernsehen durfte suchte ich immer nette Familiengeschichten aus, die mir ein wenig das Gefühl von Sicherheit und Freude gaben… Eben eine „heile Welt“, die ich nicht hatte!

Ein wesentlicher Teil der Motivation dieses Buch zu schreiben kommt aus meiner eigenen Lebensgeschichte heraus, von der ich noch ein wenig mehr im ersten Kapitel erzähle.

All das, was am Anfang meines Lebens für mich so schlimm war und wie ich im weiteren Leben darauf reagierte, dient heute dazu anderen helfen zu können.

Dies ist im Weitesten meine Lebens-Aufgabe und da heraus ist dieser Ratgeber entstanden.

Kapitel 1

„Alles lief nach Plan, aber der Plan war sch…!“

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Dieser Ratgeber richtet sich an alle Personen, die überhaupt ein Bewusstsein für Probleme haben und die dafür Hilfe wollen!

Anfangs gibt es, wie in diesem gesamten ersten Kapitel, eine Einleitung mit einigen notwendigen Erklärungen dazu und einem Teil meiner Lebensgeschichte, um zu verstehen, wozu dieses Buch dient und warum es entstanden ist. Aber trotz aller Erklärungen sind wir bereits mittendrin…

Die weiteren Kapitel handeln von den drei großen Lebensbereichen, die für jeden Menschen Bedeutung haben, bis es im Schlusskapitel um die alles entscheidende Antwort geht.

Praktische Beispiele aus meinem Arbeitsalltag wechseln sich hierbei immer wieder mit theoretischen Erklärungen, auch aus höherer Perspektive, ab.

Verschiebe nicht auf morgen, was du heute tun kannst. Vielleicht macht‘ s dir heute Spaß, und du kannst es morgen noch mal tun.

-James A. Michener-

Na dann! Beginnen wir einfach uns den Dingen zu stellen die uns beschäftigen…

Im Allgemeinen

Probleme… Viele Menschen bemerken nicht einmal, dass es sie gibt. Sie leben in ihrer eigenen Welt, in der nur das eine Rolle spielt, was für sie relevant ist.

Wer allerdings bemerkt, dass es in menschlichen Beziehungen oder im eigenen Inneren Schwierigkeiten gibt, die sich auf das eigene Handeln und auch auf das Umfeld auswirken, der ist meistens auch offen für Hilfen, um vorhandene Schwierigkeiten und Probleme zu lösen.

Und dabei ist es egal, ob es Hilfe für sich selbst ist, ob man Mitbetroffener eines nahestehenden Menschen ist und ihm helfen will, oder z. B. auch durch Co-Abhängigkeit mitleidet.

Auch wenn man schon lange mit Jesus Christus unterwegs ist und dennoch Rat und Hilfe nötig hat, ist man hier richtig.

Gleichzeitig werden auch Menschen hier Hilfe finden, die ihr Leben erstmals gerade Jesus übergeben haben und es jetzt aus einer neuen Perspektive betrachten und deshalb „aufräumen“ möchten.

Grundsätzlich spielt es allerdings überhaupt keine Rolle, ob der Leser ein bekennender Christ ist oder nicht.

Die Themen von Krankheit und Gesundheit, Beruf und Berufung, Beziehungen und im Frieden leben wollen sind ganz alltägliche Themen, unabhängig dessen, was man glaubt.

Tiefer gehend findet man in den einzelnen Kapiteln Problembenennungen und Lösungsansätze z. B. in den Bereichen von Erwartung, Co-Abhängigkeit, Rebellion, Grenzen, traumatische Erfahrungen, Gefühle, unsere inneren Stimmen, den Zeitfaktor bei allem…, um nur einige wenige Bereiche vorab zu nennen.

Es geht eben immer um unser Innenleben und da heraus auch unser Außenleben.

Und für alle Sorgen und Probleme des Lebens, für Krankheiten usw. gibt es auch, neben dem was weltlich offensichtlich ist, eine total andere Perspektive dieser ganzen Thematik, nämlich die Göttliche. Beide Seiten werden in diesem Buch beleuchtet.

Ich versuche bewusst komplizierte Sätze und weitestgehend Fachbegriffe zu vermeiden und leicht lesbar zu schreiben, um das Lesen dieses Ratgebers Jedem zu ermöglichen.

In einigen Kapiteln schreibe ich z. B. Personalpronomen, wie vielleicht Er oder Seine, im fortlaufenden Text bewusst manchmal groß. Die Großschreibung soll einen besonderen Schwerpunkt und die Bedeutung der Person bzw. Sache darstellen und ist kein Schreibfehler, obwohl es grammatikalisch vielleicht im dem Moment nicht richtig ist.

Auch habe ich mich entschieden, unbestimmte Zahladjektive wie z. B. Andere, obwohl es in der Regel klein geschrieben wird, an manchen Stellen groß zu schreiben, weil ich das „Substantivische“ besonders betonen möchte. „Substantivisch“ ist eine Wortschöpfung des Duden, die besagt, dass ein unbestimmtes Zahladjektiv formale Merkmale der Substantivierung aufweist. Daher darf man es an solchen Stellen groß schreiben.

Niemals erhebe ich in all dem Beschriebenen dieses Buches einen Anspruch auf Vollständigkeit!

Ich bin selbst weiter auf der Reise, auf dem Weg des Lebens. Vorrangig ist es mir wichtig, dem Leser zu helfen, für alles ein Bewusstsein zu entwickeln und ihn gleichzeitig zum Weiterdenken und Weiterfragen zu animieren. Denn es gibt nie nur eine Möglichkeit, nur eine Lösung.

Wenn wir verstehen, wie alles zusammenhängt, dann können uns auch Gottes Lösungen helfen.

Und mein Wunsch ist es, genau das in diesem Buch zu verdeutlichen!

Wir müssen unsere Entscheidungen aufgrund eines Fundamentes der Wahrheit treffen können und darum müssen wir sie erst einmal kennen lernen.

Durch mein eigenes Leben und das vieler meiner Klienten aus meiner psychologischen Beratung ist es mir möglich, in allen Themenbereichen Problematiken aufzuzeigen, wenn teilweise aus unterschiedlichen Gründen auch nur oberflächlich. Ein Weiterdenken an diesen Stellen ist nicht nur erlaubt, sondern sogar wünschenswert!

Gleichzeitig bin ich als bewusster und hingegebener Jesus Christus-Nachfolger in der Lage, Gottes Wahrheiten aus der Bibel in das alltägliche Leben einzubringen.

Aus diesen beiden verschiedenen Sichtweisen kann sich der Leser dann sein eigenes Bild machen, was ihm bei Entscheidungen seines Lebens maßgeblich Hilfe geben wird.

Die Namen von Personen wurden aus Datenschutzgründen selbstverständlich geändert, so dass Ähnlichkeiten in Fällen mit Namen und Personen rein zufällig sind.

Sämtliche aufgeführten Bibelstellen sind normalerweise, wenn nicht anders angegeben, aus der Neuen Luther Übersetzung von 2009 entnommen. Eine Übersicht aller verwendeten Bibel-Übersetzungen befindet sich am Ende des Buches.

Generell ist die Struktur der drei großen Themenbereiche dieses Buches so gegliedert, dass der erste Teil eines Kapitels u.a. durch Beispiele Problematiken aufzeigt und der zweite Teil Lösungen beinhaltet.

Neben dem herkömmlichen Lesen dieses Buches von vorne bis hinten, ist es gleichzeitig auch leicht möglich, verschiedene Themen noch einmal einzeln zu betrachten und sie speziell nachzulesen.

Dazu gibt es am Ende eines jeden Hauptkapitels eine Stichwort-Box, die im laufenden Text bereits kenntlich gemachte Worte beinhaltet.

Wenn ich z. B. in der Stichwort-Box das Wort Ängste lese, so kann ich das zuvor gelesene Kapitel genau zu diesem Wort nochmals „überfliegen“ und finde im laufenden Text genauso das Wort Ängste, auf die gleiche Art hervorgehoben wie in der Stichwort-Box.

Alles darüber Wissenswerte befindet sich im Fließtext um dieses hervorgehobene Wort herum.

Außerdem gibt es am Ende des Buches ein Glossar, das diese Stichworte abermals aufführt und auf die jeweiligen Seiten in den Kapiteln, in denen sie vorkommen, hinweist.

So ist es auf zwei verschiedene Arten möglich, ganz gezielt nach bestimmten Worten zu suchen, um Probleme z. B. in der gerade aktuellen Situation nachzulesen und nach Lösungen dafür zu suchen.

Veränderungen in meinem Leben und dessen Folgen

Nach all dem, was ich, wie im Vorwort schon grob beschrieben, in den ersten neun Jahren meines Lebens zuhause bereits erfahren hatte, war für mich der 27. März 1975 ein Tag wie ein Erdbeben, eine riesige Tsunami-Welle, einfach ein Wunder vom Himmel, als meine Eltern sich entschieden gemeinsam ihr Leben Jesus Christus zu übergeben und Er plötzlich dadurch sozusagen in unsere Familie einzog!

Meine Eltern waren, als letzten Versuch ihre Ehe zu retten, zu einem Pastor gegangen. Ich spielte, während sie redeten, mit den Kindern der Familie. Als Stunden später meine Eltern wieder aus dem Besprechungszimmer kamen, hatten sie das erste Mal in meinem Leben ein zufriedenes Lachen auf ihren Gesichtern. Sie wirkten entspannt und glücklich. So etwas hatte ich noch nie zuvor an ihnen gesehen.

Und damit war für mich klar: alles was ihnen dieses Lachen, diese Freude, diese Zufriedenheit gebracht hatte, wollte ich auch!

So traf die Frage des Pastors mich genau an dem richtigen Punkt, ob ich auch mein Leben Jesus übergeben wollte. Das Ja und das anschließende Gebet waren sozusagen nur noch eine Formsache.

Jetzt waren wir eine heile Familie, so dachte ich.

Während des darauffolgenden Jahres änderte sich wirklich viel im Verhalten meiner Eltern. Mein Traum von Familienidylle und bedingungsloser Liebe schien wahr zu werden.

Aber schon als meine Eltern ein weiteres Jahr darauf sich entschlossen, nun doch noch ihre Ehe mit einer nachträglichen kirchlichen Trauung unter den Segen Gottes zu stellen, war alles schon nicht mehr so rosig, wie bei ihrer Lebensübergabe an Jesus.

Langsam und fast unmerklich waren die alten destruktiven Verhaltensweisen wieder eingezogen und mittlerweile wurden sie mit Bibelwissen noch tiefer in mich eingeprägt.

Meine Eltern kannten nicht den Gott, der, wie ich heute weiß, bedingungslos liebt, dessen Wesen Güte und Liebe, Treue und unendliche Barmherzigkeit und pure Gnade ist. Das war meine Wahrnehmung.

Daher folgerten sie z. B. aus den Bibelstellen über Erziehung das, was viele christliche Eltern mit ihren Kindern machen, sie gebrauchten diese Bibelstellen um mit Härte und Strenge Disziplin und bedingungslosen Gehorsam von ihren Kindern zu fordern. So auch bei mir.

Die verbale und körperliche Gewalt meines Vaters, seine Willkür, alles war wieder da.…nur noch schlimmer als früher. Denn jetzt hatte er als Waffe gegen meinen Ungehorsam das Wort der Bibel.

Meine äußere und innere Rebellion wuchs täglich. Auch der innere Konflikt zwischen meinem Bibelverständnis und dem meines Vaters ließ das alltägliche Leben noch schwerer werden.

In meiner Bibel las ich etwas von einem Gott der Gnade, aber in meinem Alltag gab es diese Gnade nicht. Wie passte das alles zusammen?

Mein Gottesbild glich dem Erleben mit meinem Vater.

Gott war unter anderem für mich ein harter Gott, der nur ködert, dann aber nicht hält was er verspricht.

Die Freude auf den Gesichtern meiner Eltern bei deren Lebensübergabe an Jesus war für mich so etwas wie dieses Versprechen Gottes gewesen… und nun war alles nur noch schlimmer als je zuvor.

Die Worte der Bibel schienen eine Lüge, denn bedingungslose Liebe, Treue, Gnade, Barmherzigkeit usw. hatte dieser Gott nicht. Das war jedenfalls meine Theorie, weil ich dies an jedem Tag meines Lebens so erlebte.

Heute weiß ich, wie falsch mein Bild von Gott damals war! Gott ist wirklich so, wie die Bibel ihn beschreibt!

Und es gibt jemanden, der unbedingt verhindern will, dass wir Gott so erleben, wie er wirklich ist… und das ist Satan.

Dieser von Gott aus dem Himmel geworfene ehemalige höchste Engel, der die Anbetung Gottes unter den Legionen von Engeln im Himmel leitete, hasst Gott und seine Pläne so sehr, dass seine einzige Waffe um es Gott heimzuzahlen ist, Gottes geliebte Geschöpfe, die Menschen, anzugreifen und vernichten zu wollen.

Die Bibel beschreibt sehr genau, dass jeder von Gott geschaffene Mensch sehr gut und wundervoll und einzigartig gemacht wurde, wie z. B. in Psalm 139 Vers 14:

ImageIch danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele sehr wohl.

Das ist der Wert, den jeder einzelne Mensch hat! Nichts kann diesen von Gott gegebenen Wert zunichte machen oder verändern.

Bei Gott ist jeder Mensch einzigartig und bedeutend!

Diese Bedeutung kannte ich selbstverständlich als Kind noch nicht. Aber es war genau das, wonach ich mich unbewusst sehnte. Nur dachte ich, wie viele andere Menschen auf dieser Welt auch, dass man einzig Bedeutung von Menschen oder seinem eigenen Verhalten und Tun bekommt.

Und bedingt ist das auch richtig, denn als Kind sollte man normalerweise Bedeutung von seinen Eltern erfahren, um gesund aufwachsen zu können. Gleichzeitig sollten Eltern ihre Kinder immer bedingungslos lieben, egal, was sie tun. Liebe darf niemals von gutem oder schlechtem Verhalten abhängig sein.

Und doch hilft es, sich gut zu fühlen, wenn unser Verhalten und unser Handeln auch positiv anerkannt wird.

Den Wert der eigenen Identität darf es allerdings niemals messen.

Bedeutung und Wert eines Menschen kann letztendlich nur Gott allein geben. Und das hat er bereits bei der Zeugung eines jeden Menschen in ihn hineingelegt.

Dieses Wissen darüber ist damit im Geist eines jeden Menschen vorhanden, auch wenn er das natürlich erst viele Jahre später herausfinden kann.

Halten wir also fest, dass jeder Mensch auf dieser Erde Bedeutung haben will, weil der Wunsch danach in ihm liegt. Wie gesagt ist das Wissen darüber ja bereits in unserem menschlichen Geist vorhanden. Und das ist der Antreiber das ganze Leben danach zu streben und zu suchen. Egal, ob wir es bewusst oder unbewusst tun.

Aber erst, wenn wir uns bewusst entscheiden, unser Leben Jesus Christus zu übergeben, dann ziehen er und der Heilige Geist, als unser Helfer, in unseren Geist ein. Dadurch wird dieses Wissen sozusagen in uns lebendig und irgendwie fühlbar und wir fangen damit an, diese Bedeutung und diesen Wert, den wir als Menschen haben, wahrzunehmen.

Zurück zu mir:

Gottes Plan für mein Leben war und ist grundsätzlich gut!

Gott wusste genau, wozu ich auf dieser Erde leben sollte, wie ich sein sollte und was ich tun sollte.

Sein Plan ist einzigartig auf mich zugeschnitten, in Verbindung mit meiner Persönlichkeit und meinen Gaben und Fähigkeiten.

Aber das passte Satan so gar nicht und er bemühte sich, seitdem ich im Mutterleib heranwuchs, mich kaputt zu machen und Gottes Plan für mein Leben auf keinen Fall durchkommen zu lassen!

Das Wort Tod hatte seit meiner Zeugung bereits eine besondere Bedeutung in meinem Leben gehabt.

Diese geistliche Sicht über Gott und Satan, deren jeweilige Pläne und das Beurteilen dessen, habe ich erst seit einigen Jahren, ohne dass ich es mir selbst zuschreiben könnte.

Es ist ein Geschenk Gottes, also meines Vaters im Himmel, wie ich ihn heute gerne liebevoll nenne.

Obwohl Worte, die diese geistliche Sicht erklären, in der Bibel stehen, so sind mir erst seit einigen Jahren dafür die Augen geöffnet und ich verstehe nun viele Zusammenhänge.

Genauer kann man darüber etwas nachlesen in dem Bibelbuch Epheser. Es steht dort im 1. Kapitel, ab Vers 17. Auch in 1. Korinther 2 Vers 15 und 1. Korinther 12 Vers 7 gibt es Erklärungen dazu.

Und dieses sind nur einige von vielen Bibelstellen, um interessierten Lesern zu helfen, dort selbst weiter zu forschen, falls sie es wünschen.

Also, erst mit dieser geistlichen Sichtweise konnte ich plötzlich erkennen, was eigentlich seit meiner Zeugung so alles passiert war in meinem Leben.

Hätte ich früher die Perspektive aus Gottes Augen gehabt, hätte ich mir viel selbst verursachtes Leid ersparen können. Aber auch das ist schon in Gottes Gnade einkalkuliert. Was Gnade ist und bedeuten kann, das erklärt die Bibel unter anderem in dieser Stelle:

ImageRömer 8,28

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Gottes Plan für mein Leben hat immer noch Gültigkeit und nichts ist daraus verloren gegangen, selbst wenn es so ausgesehen hat im Laufe der Jahre.

Denn auch das wissen wir, weil die Bibel es sagt: Jesus hat Satan bereits besiegt!

Und das bedeutet für jedes einzelne Menschenleben, dass alle Umstände, auch wenn sie uns noch so schlecht oder sinnlos erscheinen mögen, uns helfen, auf unserem individuellen eigenen Lebensweg, den Gott vorgesehen hat, zu gehen.

Es dient eben wirklich alles dazu, uns zu der Person zu machen, die wir sind und sein sollen und noch werden.

Auch wenn das Negative, das Schlimme, das Kranke… nicht von Gott kommt, sondern von Satan!

Man könnte dies alles zusammenfassend weitestgehend als Charakterschule Gottes bezeichnen.

Hinzu kommen nun unsere Talente und Fähigkeiten, die Gott uns gegeben hat.

Mit diesen beiden Komponenten gehen wir also auf unserem Lebensweg immer weiter und üben dabei unsere Persönlichkeit und unsere Fähigkeiten Gott gemäß auszubauen und einzusetzen.

Dies alles ist eben ein Weg, ein Prozess, ein Training… Und das nennt sich Leben! La Vida!

An dieser Stelle will ich unbedingt noch kurz einfließen lassen, dass ich mittlerweile eine Wiederherstellung mit meinen Eltern erfahren habe und somit wirklich im Frieden mit ihnen lebe bzw. lebte, denn mein Vater ist bereits zu Gott gegangen.

Dieses doch noch „heile Familie“ sein und im Frieden leben, ist für mich ein riesiges Geschenk Gottes. Das kenne ich nun nicht mehr nur theoretisch aus Gottes Wort, der Bibel, sondern habe es im eigenen Leben erfahren – DANKE HERR !!!

Image

In allen Hauptbereichen des Lebens geht es letztendlich um ein Reagieren auf die Umstände des Lebens, die uns widerfahren sind, als wir noch kein Bewusstsein dafür hatten und uns deshalb auch nicht schützen oder wehren konnten. Diese Reaktionsmuster beeinflussen nun IMMER unser weiteres Leben.

Alle grundsätzlichen Reaktionen des Menschen entstehen in der vorgeburtlichen Zeit bis in die ersten Kinderjahre hinein.

Wissen wir dies nicht, so verstehen wir zeitlebens unser Handeln nicht und machen im Normalfall andere Menschen oder die Umstände dafür verantwortlich.

Unsere eigenen „blinden Flecken“ erkennen wir nicht. Und wenn vielleicht doch, wissen wir nicht, wie wir sie beseitigen können.

Meine eigenen Reaktionen auf die Umstände, die sich dann nochmal in meiner Jugendzeit verschlechterten, hatten einen großen Anteil daran, dass mein Leben als Erwachsene viele Jahre sehr schwierig war.

Ich erkannte zwar immer wiederkehrende Muster in Problemen die da waren, aber wusste nicht, dass ich dazu mit meinem Verhalten beitrug.

Mit meinem Auszug aus meinem Elternhaus ließ ich auch meinen Glauben an Gott dort zurück.

Alles was ich wollte, war endlich Frieden, Ruhe, Gelassenheit, Freude, Liebe und eben später eine eigene und heile Familie.

Jetzt sollte das Leben trotz allem nicht langweilig sein, sondern ein Abenteuer… Und so machte ich mich auf in die schillernde Welt der Versprechungen, der Angebote jeder Art, des Vergnügens, der Ablenkungen, des Spaßes und der Betäubungen in allerlei Varianten.

Viele Jahre lebte ich so und obwohl ich mehr oder weniger alles ausprobierte, war ich nach einigen Jahren nur noch leerer, freudloser, kaputter und noch weiter von allen meinen Wünschen und Vorstellungen entfernt.

Heute weiß ich, es lief alles „bestens“ nach Satans Plan, mich zu zerstören und mir alles zu stehlen, was ich überhaupt noch hatte und mir erträumte.

Alles wozu ich geschaffen war, was ich bereits mit 9 Jahren erahnte, alle meine Träume und Visionen, die Gott in mein Herz gelegt hatte, alles war weg oder kaputt.

Mitten in dem Erkennen dieser Wahrheit und der dazu gehörigen totalen Hoffnungslosigkeit passierte dann ein weiteres fürchterliches traumatisches Ereignis in meinem Leben. Erneut, wie schon ernsthaft einige Male zuvor, setzte ich mich mit dem Gedanken auseinander, meinem Leben ein Ende zu setzen.

Aber Satans Plan war, milde ausgedrückt, schlecht, wie schon der Titel dieses Kapitels verraten hat.

Der Wendepunkt, dass Gott wieder in mein Leben eingreifen konnte, weil ich es zuließ, kam durch zwei göttlich inszenierte Begegnungen, woraufhin ich mich entschied, mein Leben nochmal bewusst Jesus zurückzugeben, statt es, wie bereits geplant und durchdacht, zu beenden!

Seit dieser Zeit erlebe ich Gott als den, der Er wirklich ist… immer bemüht mich zu heilen von meinen ganzen, mir zugefügten Verletzungen. Dabei ist es egal, ob ich sie mir selbst zugefügt habe oder andere das taten.

Ich erlebe Gott, der mich befreien will von allem was destruktiv ist, und mich komplett wiederherstellt!

Das ist sein Wesen. Dafür hat er seinen Sohn Jesus ans Kreuz gehen lassen, damit das Recht, was wir dadurch bekommen haben, auch für unser Leben eine Bedeutung hat.

Es ist das Recht auf:

Heilung, Befreiung und Wiederherstellung!

Das ist grundsätzlich Gottes Plan für die Menschheit! Und in diesem Buch geht es genau darum.

Praktische Hilfen und schon mittendrin

Der Schreibstil des Buches beinhaltet bewusst unterschiedliche Perspektiven.

Wenn ich etwas ganz allgemein ausdrücken möchte, ist es die „neutrale“ Perspektive, die im „man“-Stil redet.

Wenn ich von „ich“ rede, heißt es nicht unbedingt, dass es nur meine Sicht ist oder gerade mein Beispiel darstellt, um etwas auszudrücken oder zu verdeutlichen.

Eher wird die „ich“-Perspektive gebraucht, um eine Sache weicher auszudrücken und ein wenig abzumildern.

Das Reden in der „ich“-Perspektive empfindet mein Gegenüber nicht als eine direkte Konfrontation mit seiner eigenen Problematik und kann so, statt sofort mit dem „Appell“-Ohr, mit dem „Ohr des einfachen Zuhörens“ Informationen erst mal neutral aufnehmen und sie unbewertet stehen lassen.

Das „Appell“-Ohr hört meistens sofort etwas als Angriff, als Botschaft etwas tun oder sogar bei sich verändern zu müssen.

Diese Technik der „ich“-Perspektive ist eine für den Zuhörer unbewusste Hilfe, sich nicht gleich angegriffen zu fühlen und die Botschaft der Aussage erst mal zu hören und wirken zu lassen. Dies gilt besonders für Menschen mit einem hohen inneren Verletzungsmaß.

So tastet sich die eigentliche Botschaft langsam an den inneren verletzten Teil der Person heran, die Person gewöhnt sich an die Botschaft und ist danach leichter in der Lage, diese Botschaft auch als für sich selbst gültig zu bewerten und vielleicht sogar anzunehmen.

Damit ist der Weg für eine Selbstreflexion eher offen.

Eine praktische Hilfe und Technik gleicher Art, aber anderer Herangehensweise, ist die sogenannte Transaktions-Analyse.

Vereinfacht dargestellt kann man sagen, der Zuhörer versucht sich in verschiedene Positionen hineinzuversetzen und sein Gegenüber mit diesem Hintergrund zu sehen bzw. die Botschaft zu hören.

Gleichzeitig versucht er, seinen daraus resultierenden Empfindungen in sich selbst nachzuspüren, um Aufschluss über seine Reaktionen zu bekommen.

Ich werde die Technik der Transaktions-Analyse, kurz TA genannt, nun noch deutlicher beschreiben und durch ein Beispiel dazu praktisch machen, weil es meines Erachtens nach eines der wichtigsten Hilfsmittel ist, um zu verstehen, warum wir wie reagieren!

Aus der Sicht des Zuhörers gibt es sein Eltern-Ich. Es steht an erster Stelle. Darunter an zweiter Stelle ist das Erwachsenen-Ich. Wieder darunter, also an dritter Stelle steht das Kind-Ich.

Das Gegenüber hat die gleiche Rangordnung der Ich-Personen. Somit steht also Eltern-Ich dem anderen Eltern-Ich gegenüber. Darunter das Erwachsenen-Ich gegenüber dem anderen Erwachsenen-Ich. Und ganz unten das eigene Kind-Ich dem anderen Kind-Ich.

Wenn sich z. B. während einer meiner Beratungssitzungen herausstellt, dass die inneren Verletzungen des Klienten vielfach von seinen Eltern stammen und er auch immer noch über die Jahre hinweg darauf gleichbleibend reagiert, dann hilft diese Transaktions-Analyse die Sicht des Hörens zu verdeutlichen, z. B. „Wie höre ich einen zu mir gesprochenen Satz?“.

Auch die immer gleichen Gefühle und Reaktionen darauf werden dem Zuhörer klarer.

Hier jetzt das Beispiel, an dessen Ende ich aufzeige, welche Ich-Person gerade die Kontrolle übernommen hat:

Ein Ehemann, die Person die ein Problem hat und Hilfe sucht, hatte einen Streit mit seiner Ehefrau. Es ging anfangs um eine Banalität, aus der ein heftiger Krach entstanden ist…

Spät abends kam der Mann müde und kaputt von der Arbeit nach Hause. Seine Frau wollte einfach nur Anteilnahme zeigen und fragte ihren Mann, weshalb er so abgespannt wäre und ob es etwas besonders Kraftraubendes am heutigen Tag gegeben hätte.

Er hatte diese Art von Fragen seine ganze Kindheit und Jugend über von seiner Mutter gehört. Dahinter steckte allerdings nicht der Versuch von liebevoller Anteilnahme, sondern schlicht und ergreifend der Versuch der Mutter herauszufinden, wie belastbar ihr Sohn für den Rest des Tages noch sei und wie viele Arbeiten in Haus und Hof er dann noch übernehmen könne. Also ein Kontroll- und Manipulationsversuch der Mutter.

Er hatte damals keine Erkenntnis über diese Strategien der Mutter, und fühlte sich über die Jahre nur immer unverstandener und ausgenutzter.

Gleichzeitig spürte er deutlich, dass es seiner Mutter niemals um seine Bedürfnisse ging. Das gab ihm das Gefühl von ausgenutzt sein.

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