Logo weiterlesen.de
Kreativitätstechniken

Inhaltsverzeichnis

  1. Hinweis zum Urheberrecht
  2. Impressum
  3. Vorwort
  4. Schlüsselfaktor Kreativität
    1. Routine und Kreativität
      1. Der kreative Sprung
    2. Kleine und große Kreativität
      1. Die große Kreativität – kein Zufallsprodukt
      2. Kleine Kreativität – nützliche Ideen für den Alltag
    3. Divergentes und laterales Denken
      1. Das „wilde Denken“ wird entdeckt
      2. Laterales Denken – Suche nach neuen Möglichkeiten
      3. Die Sache mit den Hirnhälften
      4. Zwei Denkstile
    4. Sieben Eigenschaften, die Sie fördern sollten
      1. Entdecken Sie Ihre kreative Domäne
      2. Kann man Kreativität messen?
    5. Die fünf häufigsten Irrtümer über die Kreativität
      1. Irrtum Nr. 1: „Kreativität entsteht aus Chaos“
      2. Irrtum Nr. 2: „Fachleute sind selten kreativ“
      3. Irrtum Nr. 3: „Junge Menschen sind besonders kreativ, vor allem Kinder“
      4. Irrtum Nr. 4: „Kreative Menschen sind Außenseiter“
      5. Irrtum Nr. 5: „Kreativ bin ich selber – dazu brauche ich keine Technik“
  5. Der kreative Prozess
    1. Erster Schritt: Bestimmen Sie Ihr Ziel!
      1. Wie finden Sie Ihr Ziel?
    2. Zweiter Schritt: Verschaffen Sie sich einen Überblick!
      1. Die erste Orientierung
      2. Die zweite Orientierungsphase: Ausgangsfrage prüfen!
      3. Sammeln Sie noch mehr Informationen!
    3. Dritter Schritt: Machen Sie den „kreativen Sprung“!
      1. Die „kreative Sitzung“
      2. Was tun bei Gedankenblockade?
      3. Und wenn Sie nur unbrauchbare Einfälle produzieren?
      4. Die Inkubationszeit
      5. Der Ideenblitz
      6. Woran erkennen Sie eine kreative Idee?
    4. Vierter Schritt: Bewerten und ausarbeiten!
      1. Weiter ausarbeiten oder verwerfen?
      2. Zweiter Check
    5. Fünfter Schritt: Setzen Sie Ihre kreative Lösung durch!
      1. Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen
      2. Heben Sie den Nutzen hervor!
      3. Suchen Sie sich Verbündete
    6. Die elf Kreativitätskiller
      1. 1.  Sicherheitsdenken
      2. 2.  Konkurrenzdruck
      3. 3.  Erwartungsdenken
      4. 4.  Belohnungen
      5. 5.  Sprunghaftigkeit
      6. 6.  Zeitdruck
      7. 7.  Schlechte Rahmenbedingungen
      8. 8.  Selbstzufriedenheit
      9. 9.  Gleichgültigkeit, Desinteresse
      10. 10.  Ungünstige Unternehmensstruktur
      11. 11.  Mangelndes Selbstbewusstsein
  6. Die Kreativitätstechniken
    1. Brainstorming
      1. Was leistet Brainstorming?
      2. Wie läuft eine Brainstormingsitzung ab?
      3. Die Rolle des Moderators
      4. Die Zusammensetzung der Gruppe
      5. Ist Brainstorming überflüssig?
      6. Varianten
    2. Brainwriting
      1. Was leistet Brainwriting?
      2. Wie läuft das Brainwriting ab?
      3. „Kreativer Stress“ oder Selbstdisziplin?
    3. Mindmapping
      1. Was leistet Mindmapping?
      2. Wie erstellen Sie Ihre erste Mindmap?
      3. Stichwörter für den Geist
      4. Schaffen Sie Ihre eigenen Bilder und Symbole
      5. Wie können Sie Ihre Mindmaps nutzen?
      6. Vorsicht vor Mindmapperitis!
      7. Variante: Ideenkärtchen
    4. Bisoziation
      1. Was leistet Bisoziation?
      2. Wie gehen Sie vor?
      3. Variante: Bionik
    5. Synektik
      1. Was leistet Synektik?
      2. Wie läuft eine Synektik-Sitzung ab?
      3. Tipps für Ihre synektische Sitzung
    6. Denkhüte und Denkstühle
      1. Was leisten diese Imaginationstechniken?
      2. Wie wenden Sie die Imaginationstechniken an?
    7. Osborn-Checkliste
      1. Was leistet die Osborn-Checkliste?
      2. Wie arbeiten Sie mit der Checkliste?
    8. Reizwort-Analyse, Random-Input
      1. Was leistet die Reizwort-Analyse?
      2. Wie läuft eine Reizwort-Analyse ab?
      3. Varianten
    9. Mentale Provokation
      1. Was leistet die mentale Provokation?
      2. Was ist eine mentale Provokation?
      3. Wie erarbeiten Sie eine mentale Provokation?
      4. Wie setzen Sie die mentale Provokation ein?
      5. Variante: Die NIE-Technik
      6. Tipps für Ihre mentale Provokation
    10. Morphologischer Kasten und andere Matrizen
      1. Was leisten diese Techniken?
      2. Was benötigen Sie für die Matrizen?
      3. So gehen Sie beim morphologischen Kasten vor
      4. Wie arbeiten Sie mit der Funktionsanalyse?
    11. Konzeptfächer, Progressive Abstraktion
      1. Was leisten beide Methoden?
      2. Wie arbeiten Sie mit dem Konzeptfächer und der Progressiven Abstraktion?
  7. Das kreative Unternehmen
    1. Kreativität gezielt fördern
    2. Kreative Einzelkämpfer
      1. Kommunikation und schöpferische Reservate
    3. Die kreative Sitzung
      1. Worauf Sie als Moderator achten sollten
      2. So moderieren Sie richtig!
      3. Was Sie als Teilnehmer einer kreativen Sitzung wissen sollten
      4. Gezielter Einsatz von Kreativitätstechniken
    4. Kreativität als Teil der Unternehmenskultur
      1. Innovationsfreude und Fehlertoleranz
  8. Literaturverzeichnis
  9. Der Autor
  10. Weitere Literatur
  11. Stichwortverzeichnis
  12. Arbeitshilfen online

[1]

Hinweis zum Urheberrecht

Abbildung

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Vorwort

Kreativität boomt. Allerorten werden neue Ideen und unkonventionelle Lösungen gesucht oder wenigstens angemahnt. Nicht nur Werbetexter und Produktentwickler, auch Marketingspezialisten, Kundenberater, Verkaufsleiter, Personalchefs, ja ganze Unternehmen mit ihren Mitarbeitern sollen über eine besondere Kompetenz verfügen, um im Wettbewerb zu bestehen: Kreativität.[2]

Nur: Wie wird man kreativ? Es gibt ein überwältigendes Angebot an Büchern, Kursen, Trainingswochenenden und Übungsprogrammen, deren Erfolgsaussichten allerdings oftmals schwierig einzuschätzen sind.

Unser TaschenGuide hilft Ihnen, einen Überblick zu bekommen, Ihre eigene Kreativität und die Ihrer Mitarbeiter zu fördern und zu entwickeln. Sie lernen die wichtigsten Techniken kennen und erfahren, für welche Zwecke sie sich eignen, wo ihre Grenzen sind und welche Kreativitätswerkzeuge Sie lieber der Konkurrenz überlassen sollten. Denn die wirksamste Methode, kreative Ideen zu verhindern, ist die falsche Kreativitätstechnik.

Matthias Nöllke

Schlüsselfaktor Kreativität

Für die meisten Aufgaben, die Sie erledigen, benötigen Sie keine Kreativität. Was aber, wenn Sie mit einer Routinelösung nicht weiterkommen? Oder wenn Sie eine Aufgabe einmal bewusst anders angehen wollen? Dann brauchen Sie eine kreative Alternative.

Im folgenden Kapitel erfahren Sie,

  • worin sich die kreative Idee von anderen Lösungen unterscheidet,

  • in welcher Bandbreite kreative Lösungen möglich sind,

  • durch welche Art des Denkens neue Ideen entstehen,

  • welche Eigenschaften eine kreative Persönlichkeit ausmachen und

  • welche gängigen Annahmen bezüglich Kreativität falsch sind.

Routine und Kreativität

Die meisten Aufgaben erledigen Sie mit Routine. Sie ist zuverlässig und effizient. Wenn Sie als Kundenberater vor jedem Gespräch nach einer kreativen Lösung suchen müssten, wären Sie sicher innerhalb kürzester Zeit Ihre Stelle los.[3]

Doch Routine allein reicht nicht aus. In Zeiten rasanten Wandels und härteren Wettbewerbs können Sie sich immer weniger auf Standardlösungen verlassen. Was tun Sie, wenn Sie bei einem wichtigen Problem nicht mehr weiterkommen?

  • Ich frage meinen Vorgesetzten/meine Kollegen/meine Freunde, was ich tun soll.

  • Ich probiere etwas ganz Verrücktes aus und warte ab, was passiert.

  • Ich denke angestrengt nach, finde keine passende Antwort und tue nichts.

  • Ich ordne das Problem unter die „unerledigten Fälle“ ein und widme mich einer lösbaren Aufgabe.

  • Ich delegiere das Problem an meine Mitarbeiter und stelle aus ihren Vorschlägen eine neue Lösung zusammen, die mir irgendwie zusagt.

  • Ich nehme Urlaub oder lasse mich krankschreiben.

Oder Sie versuchen, eine neue Lösung zu finden. Eine Lösung, die Sie auf anderem Wege finden als auf dem gewohnten. Eine Lösung, die jedoch den gleichen Anforderungen genügt wie eine „Routinelösung“. Eine solche Lösung nennt man kreativ, die Fähigkeit, sie zu finden, Kreativität und die Methoden, die Ihnen bei der Lösungssuche helfen sollen, Kreativitätstechniken.

Kreative Ideen sind aber nicht nur dann nützlich, wenn Sie mit Ihrer Routine nicht weiterkommen. Bei allen wichtigen Dingen, die Sie tun, ist es sinnvoll, nach einer kreativen Alternative zu suchen. Um beim Beispiel des Kundenberaters zu bleiben: Für ihn wäre es sicher lohnend, auf mögliche Einwände schwieriger Kunden neue, kreative Antworten zu entwickeln. Um sie bei Bedarf parat zu haben.[4]

Fassen wir die wesentlichen Merkmale einer kreativen Idee zusammen:

  • Sie muss jenseits Ihrer gewohnten Denkpfade gefunden werden. Sonst ist sie eben doch „Routine“.

  • Sie muss – im Nachhinein – an das „routinierte Denken“ anschließbar sein. Sie muss „funktionieren“. Eine isolierte Idee mag zwar neu und originell sein, aber sie ist nicht kreativ.

Beispiel: Konventionelle und kreative Lösungen

Das Problem: Einige Weintrinker sind mit der 0,75-Liter-Flasche unzufrieden, weil sie ihnen vorschreibt, wie viel sie trinken müssen. Trinken sie weniger als einen Dreiviertelliter, müssen sie den Rest entweder aufheben oder wegschütten. Wollen sie nur ein Glas mehr trinken, müssen sie gleich eine ganze Flasche öffnen.

Die konventionelle Lösung: Sie schlagen vor, den Wein in Flaschen verschiedener Größe anzubieten.

Die isolierte, originelle Lösung: Sie schlagen vor, den Wein in Pulverform zu verkaufen. Jeder kann dann selbst bestimmen, wie viel er trinken möchte und in welcher Konzentration.

Die kreative Lösung: Sie schlagen vor, den Wein in weichen Kunststoffsäckchen abzupacken. Ein Ventil sorgt dafür, dass keine Luft eindringt und der Inhalt tröpfchengenau gezapft werden kann. Eine stabile Umverpackung gibt dem wenig standfesten Säckchen Halt.

Wenn Sie Weintrinker sind, kommt Ihnen die kreative Lösung vielleicht bekannt vor. Tatsächlich bieten viele größere Winzereibetriebe ihren Wein bereits in diesen sogenannten „Weinschläuchen“ an.[5]

Wichtig

Die kreativen Ideen von heute gehören morgen zur Routine. Wenn die kreativen Ideen wirklich gut waren …

Der kreative Sprung

Edward de Bono ist nicht nur Erfinder unzähliger Kreativitätstechniken, sondern auch der Vater des „lateralen Denkens“: Er hat ein Modell entworfen, um den Zusammenhang von konventionellem und kreativem Denken deutlich zu machen.

Dabei geht er dem Phänomen nach, dass viele kreative Ideen auf unlogische, gewissermaßen regelwidrige Weise gewonnen werden und doch im Nachhinein als naheliegend oder vollkommen logisch erscheinen. Dadurch, so glaubt de Bono, entstehe der Trugschluss, dass die Idee gar nicht kreativ sei, sondern auch durch das gewohnte (= logische) Denken hätte gefunden werden können.

Diese Folgerung aber bestreitet de Bono. Er vergleicht unser Denken mit einem Fluss, der in seinem breiten Flussbett dahinfließt. Um das Flussbett zu verlassen, müssen wir einen „kreativen Sprung“ machen.

Abbildung

Der kreative Sprung verlässt das gewohnte Denken …

Dieser meist völlig unlogische, oft leicht verrückte Denksprung führt uns zunächst ins Ungewisse. Doch von dort müssen wir wie von einem Flussseitenarm wieder in das Hauptstrombett unseres Gedankenflusses zurückfinden. Erst dann haben wir die kreative Denkbewegung ganz vollzogen, wenn wir den Seitenarm für unser gewohntes Denken gewissermaßen schiffbar gemacht haben.

Abbildung

… und führt später wieder zu ihm zurück.

Haben wir den kreativen Sprung einmal gewagt und hat sich dieses ungewohnte Denken als praktikabel erwiesen, wird es allmählich zur Routine. In Zukunft gelangen wir mühelos mit unserem gewohnten Denken an denselben Punkt, den wir erst durch den „kreativen Sprung“ entdeckt haben.[6]

Abbildung

Danach gehört dieser Denkprozess zum gewohnten Denken.

Einer ganzen Reihe von Kreativitätstechniken liegt dieses Modell zu Grunde.

Kleine und große Kreativität

Viele Darstellungen über Kreativität berücksichtigen vor allem kreative Spitzenleistungen, wie etwa die Erfindung eines neuen Produkts, die bahnbrechende Neuerung oder die nobelpreiswürdige Entdeckung. Dies führt zu einer unangemessenen Einengung des Begriffs. Manchmal durchmischen sich auch verschiedene Arten von Kreativität, die zwar viel gemeinsam haben, jedoch nicht identisch sind.

  • die „große Kreativität“, die zu grundlegenden Änderungen führt: wegweisende Erfindungen, Neukonzeptionen, Umwertungen, neue Trends

  • die „kleine Kreativität“, die das Bestehende nicht wesentlich verändert: Verbesserungen am Produkt, Arbeitserleichterungen, modifizierte Verfahren

Die meisten kreativen Ideen dürften sich in einem schwer definierbaren Zwischenbereich befinden, jedoch ist es hilfreich, zwischen „großer“ und „kleiner“ Kreativität zu trennen.

Die große Kreativität – kein Zufallsprodukt

„Große“ kreative Ideen fallen nicht vom Himmel, sie sind das Ergebnis langwieriger, manchmal lebenslanger intensiver Beschäftigung mit der betreffenden Materie. So eine Idee kann ein ganzes Leben ausfüllen und lässt wenig Raum für weitgestreute Aktivitäten. Ein hohes Maß an Konzentration ist Voraussetzung.[7]

Große Ideen erfordern keinesfalls nur den „unverbildeten Kinderblick“, sondern auch die scharfe Expertenbrille. Zwar erwecken manche Darstellungen den Eindruck, es genüge, wenn ein blutiger Laie mal so richtig „querdenke“ oder sein „Unterbewusstsein“ befrage, um geniale Einsichten zu produzieren, doch sind solche Erwartungen reines Wunschdenken.

Kleine Kreativität – nützliche Ideen für den Alltag

Bei den „kleinen“ kreativen Ideen handelt es sich hingegen um die guten Einfälle, die wir alle irgendwann einmal haben, die wir aber leider oft genug ungenutzt lassen oder wieder vergessen.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Kreativitätstechniken" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen