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Kosmischer Brandmeister

Gerd Maximovic

Kosmischer Brandmeister

Zwei Science Fiction Stories





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

KOSMISCHER BRANDMEISTER

Zwei Erzählungen

Band 6

von Gerd Maximovic

IN ALTER RECHTSCHREIBUNG

© dieser Digitalausgabe by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.alfredbekker.de

postmaster@alfredbekker.de

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

KOSMISCHER BRANDMEISTER (Inhalt: Der Brandmeister und Margharita und Professor Weinsteins Erfindung)

Zwei Erzählungen (Band 6) by Gerd Maximovič 2014

Cover: Steve Mayer

Der Umfang dieses Ebook entspricht 35 Taschenbuchseiten.

Die Edition Bärenklau bietet in mehreren Bänden die Möglichkeit für den eBook-Leser das breite Schaffen des Autors wiederzuentdecken. In seinen Novellen und Erzählungen spannt sich der Bogen von der ausgebeuteten Erde in den nahen Weltraum, bis in die unendlichen Weltraumtiefen.

Das Ebook beinhaltet folgende Erzählungen:

Der Brandmeister und Margharita

Professor Weinsteins Erfindung

Der Brandmeister und Margharita

Das Fenster war durch die zugezogenen Vorhänge einen Augenblick lang von einem so grellen Lichtschein übergossen, daß es taghell wurde in dem Zimmer. Die Schriftzeichen auf dem Bildschirm des Computers verblaßten, und selbst die Muster auf den Tapeten wirkten momentan wie ausgewaschen.

Dann, während die Farbkontraste auf der Netzhaut des Hauptbrandmeisters tanzten, kam vom Marktplatz drüben ein schmetterndes Donnern und ein Krachen, als ob der Blitz dort selber eingeschlagen hätte. Ein Geruch von Ozon war in dem Zimmer, aber auch ein solcher nach verbranntem Gummi und nach Karamellen. Unten rumpelte es im Keller, sechs Etagen tiefer, und das schmale, hohe Haus ächzte über seinen Fundamenten.

Unter dem furchtbaren Schlag flackerten jetzt die Lichter am Computer, und auch das spärliche Leuchten im Zimmer schien unter den Stromschwankungen zu tanzen. Im Dunkeln, das dann eine Weile in dem Raume herrschte, stand ein gelber Widerschein vor dem Fenster.

Heinrich Theisen, zum Fenster stürzend, hatte den Vorhang aufgerissen. Drüben, nach Südwesten, wo die großen Banken stehen, war ein schwefelgelber Lichtschein - als ob der Himmel selber brennen würde. Aus ihm floß dampfend dichter Nebel, der sich vor den Mond und vor die Wolken legte und der fahl und der gespenstisch wirkte.

Schon im nächsten Augenblick - als unten und weiter drüben zwei, drei Fenster aufgerissen wurden und Stimmen laut über den nächtlichen Vorfall stritten - kam Wind auf erst in kleinen Stößen, dann mit einem Tosen, als ob ein Sommersturm allen Wettervorhersagen des gestrigen Tages spotten würde. Dann fielen Tropfen in die Fenster, erst vereinzelt, bald so heftig, daß sie rasch zu einem Sturzbach schwollen.

Endlich schien der Himmel völlig aufzubrechen. Während Blitze hell und fahl vom Himmel zuckten und der Donner mächtig zwischen den Straßenschluchten rollte, stürzte das Wasser in so dichtem Strome nieder, daß es nicht nur den Geruch nach verbranntem Gummi und den von Ozon mitnahm, sondern auch den der Karamellen. Und es schien, daß so alles fortgewaschen würde, was möglicherweise in den Köpfen an Zweifeln in die natürliche Ordnung der Dinge aufgekommen wäre.

In der Luft war ein schweres Brausen, und man hörte laute Schläge, die aber nicht von dem Gewitter stammen konnten, das immer stärker wurde. Vielmehr war es, als würde jemand oder etwas die Luft in kurzen Abständen mit großer Wucht zusammenpressen, so daß man Wellen produzierte, die das Ohr empfindlich trafen.

Im Regen explodierten dann die ersten Raketen, die die Silvesterleute in die Höhe schossen und die ihre herrlichen Blumen weiß schäumend und in allen Farben über die ganze Stadt ausgossen. Die Glocken des Domes, die unsichtbare Hände vorzeitig bewegen mußten, fingen majestätisch an mit ihrem dumpfen Läuten, und die fernen Glöckchen kleiner Kirchen gaben darauf ihre helle Antwort.

Freilich - es war erst Abend, gegen sieben - die Fenster bebten wieder. Der Hauptbrandmeister hatte auf die Uhr gesehen und machte - als ob er sich im Krieg befinden würde - weit den Mund auf, da erneut eine Druckwelle über die Dächer fegte. Ja, dort hinten brannte rot der Himmel, wo sich Seehausen befinden mußte.

Auf den Straßen war ein Lärmen, auf denen die Menschen mit Geräusch zusammenliefen. Autos hupten, deren Fahrer stehen blieben. Reifen quietschten auf dem Pflaster, auf dem sich der Regen mehr und mehr sammeln mußte. Und Rauch war jetzt zu sehen, der sich drüben, wo die Post war, in die Höhe wälzte. Endlich, während die Luft immer wieder ein wenig schwappte, erklang das Heulen von Sirenen, die sich aus dem nahen Polizeihaus lösten.


Im Hausflur war es ruhig, den Theisen schnell hinuntereilte. Auf der Fahrbahn standen ein paar Autos, die Fahrer gafften in den Himmel. Über diesen lief hinter den Wolken ein greller Lichtschein, der sich weiter drüben in den Fluß hinuntersenken mußte. Von oben kam endlich ein schwaches Rumpeln, als ob ein ferngelenktes Geschoß in eins der alten Häuser eingeschlagen hätte.

Wie andre Leute auch hatte Theisen die Richtung zum Marktplatz eingeschlagen. Über diesem lag ein überaus helles Leuchten und dazu ein blauer Schimmer, der aus dem Ratskeller heraufdrang.

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