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Komm in das Labyrinth der Liebe!

Militärische Ränge und andere Bezeichnungen

  • Patarin: Kapitän, Kommandant eines Raumschiffs
  • Darmon: Commander, Stellvertreter des Patarins
  • Prä-Darmon: Offiziersrang unterhalb des Darmons
  • Chiren: Fähnrich
  • Razvaran: Bezeichnung für ein Mitglied der Killerkaste
  • Ul`charan: Ursprungsplanet der Kinder Uls (Ul ist der Sonnengott.)
  • Ul`chen: Zwillingswelt Ul`charans. Wurde erst mit dem Einsetzen der Raumfahrt vom Stamm der Chen besiedelt.
  • Cha und Chen: Zwei konkurrierende Stämme der Ursprungswelt Ul`charan. Die Chen besiedelten mit dem Einsetzen der Raumfahrt den Zwillingsplaneten und nannten ihn Ul`chen.
  • Num`ran Mayal und Kortas Shinas: Königssöhne der verfeindeten Stämme Chen und Cha, die sich bei Friedensverhandlungen ihrer Väter kennenlernten und ineinander verliebten. Nach dem Tod ihrer Väter gründeten sie später gemeinsam das ul`chanische Imperium und eroberten fremde Welten. Ihre Legende wird auch noch nach 10.000 Jahren erzählt. Die beiden Männer werden wie Götter verehrt und stehen für die Männerliebe.
  • Königlicher Lordkanzler: Seit die Herrschaftsgewalt über das von Num`ran und Kortas gegründete Imperium von den beiden Königen der Zwillingsplaneten auf den Konföderationsrat übergegangen ist, dürfen die jeweiligen Regenten von Ul`charan und Ul`chen nicht mehr zum König gekrönt werden. Bei Übernahme der Regierungsgeschäfte erhalten sie den Titel Königlicher Lordkanzler. Zwar haben die königlichen Familien die absolute Macht über das Imperium verloren, sind aber immer noch sehr einflussreich und besetzen mit ihren zahlreichen Abkömmlingen wichtige Schlüsselpositionen. Konsequente Heiratspolitik soll den Frieden zwischen den beiden Herrschaftshäusern garantieren und ihre Macht absichern.

Eins

Mit einem Schwall Blut spuckte Fuodore zwei seiner Schneidezähne aus. Aber sofort sammelte sich neues Blut in seinem Mund. Und die auf ihn einprasselnden Fausthiebe machten ihm das Atmen auch nicht gerade leichter. Er keuchte, hustete und spuckte und versuchte, seine Lungen mit ausreichend Sauerstoff zu füllen.

Sein Folterer Bohm lachte dreckig. "Na, hast du schon genug? Und dabei fängt der Spaß doch gerade erst an." Bohm ließ sich von einem seiner beiden im Hintergrund wartenden Helfer einen Metallbecher mit Wein reichen und nahm einen kräftigen Schluck. Danach gab er das Gefäß an seinen Mann zurück und rammte Fuodore seine Faust in den Magen. Der Schmerz explodierte in Fuos Körper und er stöhnte gequält in seinen Fesseln auf. Er musste würgen. Unter krampfartigen Zuckungen erbrach er Blut und das, was er vor einigen Stunden gegessen hatte.

Bohm höhnte: "Ich hätte dich für widerstandsfähiger gehalten, Fuo. So macht mir die Sache keinen richtigen Spaß." Er wandte sich an einen seiner Männer: "Mach ihn wieder munter!"

Der Angesprochene entfernte sich aus Fuos Gesichtsfeld in irgendeine Ecke der Lagerhalle und kam nach kurzer Zeit mit einem Eimer Wasser zurück.

"Eine Erfrischung gefällig?", fragte Bohm mit beißender Ironie in der Stimme und gab seinem Mann ein Zeichen. Mit der Sorgfalt eines erfahrenen Folterknechtes kippte der das eiskalte Wasser Fuo ins Gesicht und gegen seinen Rumpf. Eine weitere Schmerzattacke schüttelte Fuo. Seine Folterer lachten ihn aus.

"Was ist hier los?", fragte eine Stimme, die Fuo neu vorkam. Er blinzelte durch seine geschwollenen Augenlider, konnte aber keinen Neuankömmling ausfindig machen.

"Wer fragt?", grollte Bohm mit einer Stimme, der der Ärger über die Störung deutlich anzumerken war.

"Ich!", meinte eine selbstbewusste Stimme. Der dazugehörige Mann trat ins Licht und baute sich vor Bohm auf. Das Zeichen der Killerkaste an seinem Ärmel reflektierte für einen Augenblick das Licht von irgendeiner Lampe und es schien Fuo, als würde es ihm sein Schicksal weisen. Ein wenig verwunderte es ihn aber doch, dass extra ein Razvaran beauftragt wurde, um einen kleinen Falschspieler wie ihn zu beseitigen.

"Moyen, der Lieblingsrazvaran von Kel Horzan", kommentierte Bohm den Auftritt ein wenig herablassend, aber auch mit Vorsicht in der Stimme. "Was verschafft mir die Ehre?"

"Ich bin in Kels Auftrag gekommen, den Falschspieler abzuholen", erklärte Moyen.

"Als Casinochef ist es meine Aufgabe, mich um Falschspieler und Betrüger zu kümmern", schnappte Bohm. "Ich mag es nicht, wenn meine Geschäftspartner sich in meine Angelegenheiten einmischen. Ich mische mich schließlich auch nicht in ihre ein."

"Kel will diesen Mann in Augenschein nehmen. Und ich sehe keinen Grund, ihm diesen Gefallen nicht zu erweisen, du etwa … oder deine Männer?", fragte Moyen und zog seine linke Augenbraue leicht ironisch in die Höhe.

Bohm starrte ihn an, als würde er sich fragen, ob er und seine Schläger, sie waren immerhin zu dritt, es gegen Moyen aufnehmen konnten. Anspannung lag in der Luft. Nervöse Finger tasteten nach in der Kleidung versteckten Dolchen. Nur Moyen legte eine entspannte Lässigkeit an den Tag, als sei er gerade in einer Teeplauderstunde.

Bohm schnaubte und gab seinen Männern ein Zeichen, Ruhe zu bewahren. "Kein Problem", wandte er sich an Moyen. Danach blafft er seine beiden Gefolgsmänner an: "Na los! Bindet den Kerl los und schafft ihn zu Moyens Fahrzeug."

Zwei

"Chef! Der Falschspieler ist eingetroffen", rief Kel Horzans Sekretärin ihm durch die offene Tür seines Büros zu. "Bohm und seine Leute haben ihn ganz schön zugerichtet. Moyen hat ihn erst einmal in ein Büro mit Badezimmer gebracht, damit er duschen kann und sein Gesicht behandelt wird.

"In einer halben Stunde in Besprechungsraum zwei", antwortete Kel.

 

Der junge Bauunternehmer Kel konnte es nicht ausstehen, plump betrogen zu werden, andererseits bewunderte er insgeheim Personen, die sich geschickt dabei anstellten. Nur durch einen Zufall war es dem Sicherheitsdienst von Bohms Spielkasino gelungen, einen Falschspieler zu entlarven. Der Mann war in die firmeneigene Kartenherstellung eingebrochen und hatte das Programm manipuliert, das für den Druck der Rückseiten der Spielkarten verantwortlich war. Kleine, unauffällige Zeichen sorgten dafür, dass er mit einem Blick erkennen konnte, um welche Karte es sich handelte. Und weil er auch ein außerordentliches mathematisches Talent besaß, hatte er etwa zehn Millionen Kronen eingestrichen, bevor er geschnappt worden war. Kel wollte diese profitablen Fähigkeiten für sich nutzen und war schon sehr gespannt auf den Mann, der über sie verfügte.

Der Bauunternehmer saß an einem Schreibtisch des Besprechungsraums und Moyen stand hinter ihm, als Fuodore, Sohn des Ketal, von zwei Männern des Sicherheitsdienstes vorgeführt wurde. Fuo wirkte gefasst, konnte aber ein Aufstöhnen nicht unterdrücken, als er ein wenig zu ruppig dazu veranlasst wurde, sich auf einen Stuhl zu setzen. Sein Gesicht wies trotz der Bestrahlung mit einem Wundheiler noch einige Blutergüsse auf, die blutenden Wunden und meisten Schwellungen waren jedoch erfolgreich behandelt worden. So konnte man bereits wieder Fuos außergewöhnliche Schönheit erahnen.

"Du musst den Übereifer von Bohm und seinen Leuten entschuldigen, Fuodore. Bohm mag es gar nicht, bestohlen zu werden."

"Schon gut!", antwortete Fuo mit der erotischsten Stimme, die Kel jemals vernommen hatte. Dass Fuo von den überstandenen Qualen noch ein wenig heiser war, verminderte ihre Wirkung nicht, machte sie vielleicht noch ein wenig interessanter.

"Du weißt, wer ich bin?", fragte Kel.

Fuo neigte bejahend den Kopf. "Du bist Kel Horzan, der Erbe des größten Bauunternehmens des Planeten."

"Kafei?"

"Lieber nicht, ich habe zwei Zähne verloren. Es tut verdammt weh."

"Wie bist du nur auf die Idee gekommen, ausgerechnet mich zu bestehlen, Fuodore?", erkundigte sich Kel.

"Nenn mich Fuo", bat jener mit sanfter Stimme. "Und ich wusste bis eben nicht, dass du an dem Casino beteiligt bist, Bürger Horzan. Ich wollte Bohm wehtun und ihm das Liebste nehmen, was er hat. Und Bohm liebt Geld mehr als alles andere."

"Du behauptest also, deine Aktion sei eine Art Racheakt an Bohm?", fragte Kel. Sein Gesicht drückte Skepsis aus.

"Ich hatte es niemals nötig, als Spieler zu betrügen. Was ich legal erspiele, hat gereicht, mein Studium zu finanzieren und mir ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Aber dann hat Bohm einen Freund von mir ermordet und ich wollte ihn nicht so davonkommen lassen. Also habe ich einen Plan entwickelt, sein Casino auszunehmen."

"Und das soll ich dir glauben?"

Fuo zuckte mit den Schultern.

"Was soll ich mit dir machen, Fuo?"

"An deiner Stelle würde ich mich unauffällig beseitigen lassen."

"Nun, der Gedanke kam mir auch schon, doch das wäre eine Verschwendung deiner Talente. Außerdem bist du zu schön, um einfach zu verschwinden."

"Sir?", fragte Fuo.

"Was hältst du davon, für mich zu arbeiten?"

"Eine ganze Menge", meinte Fuo vorsichtig.

"Geh zum Zahnarzt! Dann meldest du dich in meinem Stadthaus. Die Adresse erhältst du von meiner Sekretärin."

"Es ist nur so, dass ich absolut kein Geld habe, den Zahnarzt zu bezahlen", entgegnete Fuo.

"Hast du mir nicht zehn Millionen Kronen abgeluchst?", fragte Kel.

"Ich bin davon ausgegangen, du möchtest das Geld zurückhaben. Und Bohm wird es auch nicht auf sich sitzen lassen, um so einen hohen Betrag erleichtert worden zu sein."

Mit einer ungeduldigen Handbewegung wischte Kel die Einwände vom Tisch. "Um Bohm kümmere ich mich. Sieh das Geld als Anzahlung."

 

xxx

 

Misstrauisch betrat Fuo die Halle des Bauunternehmers Kel Horzan. Den Tag hatte er wie im Traum verbracht. Noch immer wunderte er sich, am Leben zu sein. Was hatte der junge Unternehmer mit ihm vor? Fuo war daran gewöhnt, den eigenen Status in Geld zu messen. Dennoch hielt er eine Anzahlung von zehn Millionen Kronen entweder für vermessen oder für einen sadistischen Scherz. Sein Kiefer schmerzte. Der Zahnarzt hatte die Zahnimplantate aus repliziertem körpereigenem Gewebe gut hinbekommen, doch langsam ließ die Betäubung nach. Kel saß am Tisch des Hausherrn und gab einem Dienstmädchen irgendwelche Anweisungen. Als er Fuo bemerkte, winkte er ihn zu sich und blickte ihm gespannt entgegen. Trotz der ihn quälenden Schmerzen bemerkte Fuo die ungewöhnliche Augenfarbe Kels. Blaue Augen waren in der Konföderation selten und sie verliehen Kel eine ungewöhnlich starke Anziehungskraft. Sie rührte Fuo seltsam an, auch wenn er die Gesellschaft schöner Männer gewohnt war.

"Fuo! Möchtest du etwas essen?", fragte Kel. Er winkte den halb menschlichen Ul`chen zu sich heran. Fuo setzte sich weisungsgemäß neben den Unternehmer.

"Suppe!", bat er. Höflich händigte er Kel eine Mappe mit den Kopien seiner Zeugnisse aus. Gleichgültig nahm dieser die Papiere entgegen und reichte sie an das Dienstmädchen weiter, welches gerade für Fuo Wasser aus einer Karaffe in ein Glas goss. Sie verschwand mit der Mappe.

Der Razvaran Moyen setzte sich zu Kels anderer Seite. Seine Haltung wirkte nun ganz anders als am Mittag. Seine gefährliche Ausstrahlung war verschwunden, so, als hätte er den Berufskiller wie einen Mantel abgestreift. Er nickte Fuo fast schon ein wenig zu schüchtern zu.

Vorsichtig nippte Fuo an seinem Wasserglas. Er vermittelte Kel, der ihn unauffällig beobachtete, den Eindruck, von seinen Zahnschmerzen völlig eingenommen zu sein. Sorgen um seine Zukunft schien er sich nicht zu machen, obwohl er noch immer davon ausgehen musste, liquidiert zu werden.

Weil Fuo neben Kel saß, bemerkte er, wie dieser besitzergreifend seine Hand auf den Schenkel seines Geliebten gelegt hatte. Trotz seiner Kieferschmerzen blickte er fasziniert dorthin.

"In meinen Diensten wirst du dich daran gewöhnen müssen, dass Moyen mein fester Begleiter ist", erklärte Kel.

Fuo ließ ein erotisches Lachen hören. "Kein Problem, Boss!"

Um seine Worte zu bekräftigen küsste Kel Moyen heftig. Tief stieß er seine Zunge in den Mund seines Geliebten, der erst protestierte, als Kel ihn auf den Tisch presste.

"Ja, das würde vielleicht doch zu weit gehen", meinte Kel rau. Er ließ von Moyen ab und orderte das Essen. Für Fuo, der deprimiert seine Hoffnungen begrub, Kel könne an ihm als Mann interessiert sein, gab es Suppe.

 

xxx

 

Ein Mädchen kümmerte sich in einem Gästezimmer des Horzan-Stadthauses hingebungsvoll um Fuo, badete mit ihm, massierte ihn, doch danach schickte ...

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