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Kein Happy End ohne Ja, ich will

Zu diesem Buch

Auch ein Jahr nach ihrem Happy End ist Drew noch so verliebt in Kate wie am ersten Tag! Sie ist die Frau seiner Träume, mit ihr kann er sich ihre Zukunft vorstellen – auch dass irgendwann einmal ein »Ja, ich will« über seine Lippen kommt. Doch jetzt steht erst einmal eine andere Hochzeit an – und auf der ist das Chaos schon vorprogrammiert …

1

Ich sitze auf einem hochlehnigen Stuhl in der Schlafzimmerecke einer Suite im Plaza Hotel und blättere durch die anzeigengespickten Seiten eines Brautmagazins. Werbung für weibliche Zielgruppen ist einfach nur lächerlich. Egal, welch »makelloses« Ergebnis das Make-up angeblich erzielt – wer nicht schon vorher aussieht wie ein Model für Victoria’s Secret, den wird keine Abdeckcreme der Welt in eins verwandeln.

Was ich auch nicht kapiere: Alle schwärmen so vom Plaza, aber das Zimmer ist von Wand zu Wand mit Blumenmustern überzogen – von der Bettwäsche über die Polstermöbel bis hin zu den gerahmten Bildern. Erinnert mich stark an die Tapete in Großmutters Gästeklo. Ich rutsche ein bisschen hin und her, versuche, es mir gemütlich zu machen, aber offensichtlich wurde die Sitzfläche nur zum Angucken und nicht zum Draufsitzen konstruiert. Ich gebe die Zeitschriftenlektüre auf und warte.

Worauf ich warte, fragen Sie?

Auf Kate natürlich.

Sie befindet sich hinter der geschlossenen Badezimmertür, wahrscheinlich sitzt sie gerade in der Wanne. Und noch weiß sie nicht, dass ich hier bin. Es wird eine Überraschung. Eine Überraschung voller Lust und Begierde – und was sich eben so anstaut, wenn man sich vierundzwanzig Stunden nicht gesehen hat und es kaum erwarten kann, ins Bett zu springen und loszulegen.

Sie haben keine Ahnung, was hier gerade los ist, stimmt’s? Tja, warten Sie’s ab, Sie erfahren es gleich.

Weil jetzt nämlich die Badezimmertür aufgeht und Kate ins Schlafzimmer kommt. Und wie ein Hund, der sein Herrchen den ganzen Tag nicht gesehen hat, hebt mein vereinsamter Schwanz bei ihrem Anblick den Kopf.

In der Hand hält sie ein Sektglas mit einer perlenden, orangefarbenen Flüssigkeit. Ihr Haar ist zu einem hohen Knoten aufgesteckt, und zarte Strähnen ringeln sich an ihrem feuchten Hals herab. Sie trägt einen kurzen roten Seidenmorgenmantel, der kaum etwas der Fantasie überlässt – was genau der Grund dafür ist, warum ich ihn ihr gekauft habe.

Ich lächle, als ihr Blick auf mich fällt.

Ihre betörenden braunen Augen weiten sich. »Drew?« Ihr Blick wandert zur Tür. »Was machst du hier? Du solltest nicht hier sein.«

»Ich weiß. Hab mich reingeschlichen. Ich bin ein Meister des Heranpirschens.«

Sie macht einen Schritt auf mich zu. »Wenn Dee dich sieht, flippt sie aus.«

Meine Miene verfinstert sich beim Gedanken an Kates psychotische beste Freundin, deren höchste Aufgabe im Leben es ist, mir das meine schwer zu machen. »Wen interessiert Dee? Ich wollte dich sehen.«

Die vergangene Nacht war seit Kates Einzug in meine Wohnung die erste, die wir getrennt voneinander verbracht haben. Jetzt denken Sie vielleicht, dass eine einzige Nacht nicht so eine große Sache sein sollte – aber da irren Sie sich. Fragen Sie jeden sauberen Junkie, welche Nacht im Entgiftungsprogramm die schlimmste war. Wann er am verzweifeltsten nach einem Schuss gelechzt hat. Die ersten Stunden des Entzugs sind immer die schwersten.

Kate lächelt nachsichtig, ruft mir aber in Erinnerung: »Die Männer dürfen die Frauen nicht vor dem Empfang zu Gesicht bekommen. Das ist Tradition.«

Ich stehe auf und ziehe Kate eng an mich, denn wenn ich sie sehe, den Vanille-Lavendel-Duft ihrer Haut einatme, kann ich nicht anders, ich muss sie berühren. »Eine völlig bescheuerte Tradition. Und es stimmt nicht mal – eigentlich besagt die Regel, dass der Bräutigam die Braut nicht vor der Zeremonie sehen darf. Delores hat sich das bloß ausgedacht, um mich zu quälen.«

Geht Ihnen langsam ein Licht auf?

Kate kichert. »Weil sich nämlich alles immer nur um dich dreht, stimmt’s?«

»Na ja … eigentlich schon.«

Ich beuge mich zu ihr hinunter, um sie zu küssen, aber sie weicht mir aus. »Du kannst hier nicht bleiben.«

Ich setze ihrem Manöver einen Vorstoß zu ihrem Hals entgegen, küsse die empfindliche Haut über ihrem Schlüsselbein und sauge leicht daran. Köstlich.

»Klar kann ich das«, murmele ich an ihrer Schulter.

Seufzend legt Kate den Kopf auf die Seite und gewährt mir einen besseren Zugang, während sie trotzdem weiterargumentiert: »Und was, wenn Dee rausbekommt, dass du hier bist?«

»Wenn Delores in dieses Zimmer kommt, kriegt sie was Nettes zu sehen.« Ich lache leise. »Vielleicht erblindet sie ja. Oder sie lernt was dazu – Matthew kann sich freuen.«

Kate erliegt der Weisheit meiner Worte. Oder sie ist einfach nur genauso rollig wie ich. Ihr Körper entspannt sich an meinem, sie legt mir die Arme um die Schultern und gibt nach.

Der Sieg ist mein.

Meine Hand gleitet unter ihren Morgenrock und umfasst ihre weiche, wundervolle Brust. Dann flüstere ich: »Sag mir, dass du mich letzte Nacht vermisst hast.«

Sie drückt sich gegen meine Hand, will mehr. »Hab ich.«

Mit flatterzarten Küssen wandere ich über ihre Brust und gehe in die Knie, um mein Ziel besser zu erreichen. Ich reibe das Gesicht am samtigen Fleisch ihrer Brüste und atme leicht auf ihre erigierten Brustwarzen. »Sag mir, dass du an mich gedacht hast, Kate.«

»Mhmm … Ich denke immer an dich.«

Für diese Worte belohne ich sie mit einem Zungenschnalzen. Ich befeuchte ihre wunderschöne Brustspitze, dann sauge ich sie zwischen meine Lippen. Kate hält sich atemlos an meinem Kopf fest. Und gerade, als sich meine Hand ihren Oberschenkel hocharbeitet …

… klopft es laut, und eine Stimme erklingt von der anderen Seite der Schlafzimmertür.

Eine grelle Stimme, wie sie diese Satansanbeter-Kids in den Achtzigern wahrscheinlich zu hören bekamen, als sie ihre Heavy-Metal-Scheiben rückwärts abspielten.

»Kate? Hey, Katie, bist du da drin etwa eingeschlafen?«

Delores hielt es für eine »ganz tolle Idee«, sich mit Kate für diese Nacht die Suite mit den zwei Schlafzimmern zu teilen. Ihre Mütter haben ein paar Türen weiter in einer anderen Zwei-Zimmer-Suite geschlafen.

Kates ganzer Körper spannt sich an, und ich schließe die Augen und bete, dass die Frau draußen verdammt noch mal die Fliege macht.

Aber wenig überraschend bleiben meine Gebete unerhört. Der Türknauf wackelt. »Kate, mach auf!«

Ich nuckele ein letztes Mal an Kates Brustwarze, dann lasse ich sie mit einem Plopp frei. Kate schlägt ihren Morgenmantel zu und schiebt mich in die Ecke hinter der Tür, sodass das Türblatt mich beim Öffnen verdeckt. Dann atmet sie tief durch, streicht sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht und öffnet die Tür gerade weit genug, um Delores’ Blick zu begegnen.

»Hier bin ich«, sagt Kate. »Ich hab gerade gebadet – was gibt’s?«

»Der Fotograf ist unterwegs. Komm in die Hufe – in einer Stunde ist er da.« Delores hält inne. »Geht’s dir gut?«

»Ja, natürlich. Alles bestens.«

Misstrauen schwingt in Dees Stimme mit. »Du bist ganz rot. Warum bist du so rot?«

Kate glänzt bei fast allem, was sie tut. Außer beim Lügen. Auf dem Gebiet ist sie eine echte Niete.

Sie wedelt mit der Hand vor ihrem Gesicht herum. »Ich … ich weiß nicht.«

»Hast du masturbiert?«, stichelt Dee.

Oh, ihr Heiligen – ich wünschte, sie hätte.

Kate dabei zuzusehen, wie sie es sich selbst besorgt – vor meinen Augen –, wär einfach genial. Eine meiner Hauptfantasien. Aber sie zögert, geniert sich. Ich versuche schon länger, ihr die Vorstellung schmackhaft zu machen. Zwei Fliegen mit einer Klappe und so weiter.

Für Männer ist das ein gewaltiger Antörner. Wenn ihr Damen also gern ein bisschen Würze in die Sache bringen wollt – legt mal selbst Hand an. Glauben Sie mir, Ihr Publikum wird um eine Zugabe betteln.

»Nein, Dee«, erwidert Kate verächtlich, »ich habe nicht masturbiert.

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