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Käufliche Liebe 4

Der rosa Engel

 

Elias ist arbeitslos. Um über die Runden zu kommen, gründet er eine Agentur der besonderen Art. Die Lieferung von Kondomen, Sexspielzeug und Handschellen soll seine Kasse wieder auffüllen. Außerdem bietet er seine handwerklichen Fähigkeiten zum Befreien von selbigen und sich selbst als Begleiter an. Als er Bastian von Silberhausen begegnet, ist die Abneigung sofort da. Doch es kommt anders, als Elias sich je erträumt hat.

***

 

Da sitze ich nun und habe mehr Freizeit, als ich mir je hatte vorstellen können. Aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt. Na Klasse! Weil ich weder Familie habe, noch lange genug in der Firma war, hat es mich zusammen mit einigen anderen als erstes getroffen.

Meine Wohnung ist bezahlbar, das Auto günstig und ich pflege keinen großspurigen Lebensstil, weshalb ich vorläufig nicht in Not gerate. Dennoch, irgendetwas muss ich tun, während ich Bewerbungen schreibe und darauf warte, von einem der Mitarbeiter suchenden Unternehmen eingeladen zu werden.

Einen Monat sitze ich nun schon herum und da ich keine nennenswerten Hobbys pflege, fällt mir die Decke auf den Kopf. Hinzu kommt, dass ich plötzlich den Verlust von Jonathan spüre. Dieser hat mich zwar schon vor drei Monaten verlassen, aber ich war durch die Arbeit einfach zu abgelenkt, als dass es mich großartig gestört hatte. Nun aber … irgendwie fehlt etwas. Vielleicht nicht gerade er, sondern einfach … jemand. Ehrlich gesagt war es mit Jonathan nicht besonders harmonisch, aber er war wenigstens da, wenn ich mal ein bisschen Sex brauchte. Da ich nicht die Darkrooms der Stadt plündere, war es eben praktisch … Mann, ich klinge wie ein Arschloch.

 

Für heute hat sich mein Freund Juan angekündigt, um am Nachmittag auf einen Kaffee hereinzuschauen. Er ist Makler und kann sich seine Zeit weitestgehend selbst einteilen. Ich verurteile ihn nicht aufgrund seines Berufes, aber eklig finde ich es schon, Leuten mit fadenscheinigen Begründungen Immobilien aufzuschwatzen. Juan ist ein guter Verkäufer und manchmal glaube ich, er hat kein Gewissen. Irgendwie mag ich ihn trotzdem sehr. Vielleicht gerade deshalb?

 

Wie gewohnt, mit einer halben Stunde Verspätung, trifft mein Freund ein und lümmelt sich im Wohnzimmer auf die Couch, während ich ein Tablett mit Geschirr und Thermoskanne aus der Küche hole.

„Das Nichtstun bekommt dir“, sagt er und fügt hinzu: „Du siehst erholt aus.“

Damit hat er recht. Ich war in den letzten Jahren sehr eingespannt und habe oft Überstunden geschoben.

„Neulich hab ich mit einem Kerl ein nettes Spielchen mit Handschellen getrieben“, erzählt Juan im Plauderton. „Der Idiot meinte allerdings, dass es lustig wäre, den Schlüssel zu schlucken. Ich hatte natürlich nur den einen und es war doch recht peinlich, als die Feuerwehr mich vom Bettgestell befreien musste. Der Typ sollte definitiv weniger Horrorfilme gucken. ‚Saw‘ hat ihn inspiriert, meinte er hinterher und mal echt … spinnt der?! In dem Film werden Bäuche von Leuten aufgeschlitzt, um an Schlüssel zu gelangen. Gliedmaße abgetrennt, damit Handschellen gelöst werden können. Nein! Ich war recht … angepisst.“

„Kann ich mir vorstellen“, murmele ich, während ich Kaffee in Becher gieße und mich zu ihm setze. „Wieso hat der Mann denn nicht selbst einen Bolzenschneider zur Hand genommen?“

„Pah!“, macht Juan, greift nach einem Becher und trinkt. „Natürlich hatte der Idiot zwei linke Hände und … die Handschellen waren aus massivem Stahl. Kein Spielzeug. Ich habe die mal von einem Bullen bekommen, als wir …“

„Lass gut sein!“, unterbreche ich meinen Freund. „Keine Details!“

„Schade“, murmelt er, grinst und fummelt ein Handy aus der Tasche.

 

Während Juan die Mailbox abhört, denke ich über sein Abenteuer nach. Mir ist zwar noch nie ein Malheur mit Handschellen passiert, aber wie oft war kein Gleitgel da, wenn es dringend benötigt wurde. Oder Kondome. Ob das eine Geschäftsidee ist?

„Sag mal … was hältst du von einem Notdienst für Paare, die sich in einer prekären Situation befinden?“, frage ich, nachdem Juan das Handy wieder weggesteckt hat. „Ich könnte Gummis und so liefern. Außerdem bin ich handwerklich gut drauf. Deine Handschellen hätte ich locker geknackt.“

„Hmmm …“, brummt mein Freund und kraust die Stirn. „Meinst du, dass man davon leben kann?“

„Käme auf einen Versuch an“, sage ich, plötzlich von Unternehmungslust gepackt. „Ich könnte zusätzliche Dienstleistungen anbieten. Begleitservice, zum Beispiel.“

„Du?“ Juan mustert mich, dann beginnt er zu lachen. „Du? Ich meine, hässlich bist du nicht, aber auch kein Dressman.“

„Dankeschön“, murre ich verschnupft.

 

Als er eine Stunde später gegangen ist, mache ich eine Bestandsaufnahme vor dem Spiegel. Okay, er hat wohl recht. Ich bin Durchschnitt, aber wenn ich mich in einen schicken Anzug werfe und die Haare style, kann ich mich durchaus sehen lassen. Immerhin ist meine Figur top, wenn auch vielleicht etwas zu schmal. Doch es gibt viele Männer, die genau darauf stehen.

Der nächste Schritt ist, im Internet zu recherchieren, ob es einen ähnlichen Dienst schon gibt. Natürlich suche ich nur nach Anbietern, die hauptsächlich schwule Kundschaft beliefert. Ich finde haufenweise Callboys und Escorts, jedoch keinen Lieferdienst der besonderen Art. Jedenfalls keinen, der zu jeder Tageszeit alles anbietet, inklusive der handwerklichen Seite.

 

Eine Stunde später habe ich einen Text entworfen, den ich in einem Hamburger Stadtmagazin für Homosexuelle inserieren will. Die Preise sind okay und das Kapital für eine erste Ausstattung ist auch vorhanden. Ich werde eben mein Sparkonto anknabbern, um einen tollen Anzug zu besorgen und einen Vorrat an Kondomen und ähnlichem anzulegen.

 

Voller Euphorie lese ich meine Anzeige noch einmal durch: „Du bist in Not? Keine Kondome, kein Spielzeug oder du steckst in einer delikaten Klemme? Der rosa Engel! Ich helfe gern. Komme mit Zange, Gummis und allem, was sonst noch benötigt wird. Wenn Bedarf an niveauvoller Begleitung besteht, stehe ich zur Verfügung. Bin knapp eins achtzig, brünett mit braunen Augen und attraktiv. Keine sexuellen Interessen!“

Es folgt meine Handynummer. Außerdem habe ich meinen Lieferdienst auf die Zeit zwischen sechs Uhr abends und fünf Uhr morgens eingeschränkt. Zufrieden maile ich den Text an die Anzeigenabteilung, Danach begebe ich mich auf Shoppingtour.

 

Bei einem angesehenen Herrenausstatter lass ich mir einen Anzug anpassen. Die Klamotte wird mein Budget mit schlappen tausend Euro belasten, inklusive drei Hemden und Krawatten, die der freundliche Verkäufer für mich aussucht. Da ich gerade in Spendierlaune bin, gönne ich mir farblich abgestimmte Socken. Oha! Nun brauche ich auch noch Schuhe.

Die finde ich wenige Meter weiter und wieder stöhnt mein Sparbuch, als ich es um weitere dreihundert Mäuse entlaste. Aber wer schön sein will muss zahlen. Falls mich jemand für die Oper oder ein Restaurant bucht, will ich vorbereitet sein. Ehrlich gesagt bin ich gerade im Kaufrausch und ob ich das Zeug je benötigen werde, steht in den Sternen. Das ist mir jedoch völlig egal. Ich habe mir noch nie so schöne Sachen gegönnt und schwebe gerade im Glückstaumel.

Anschließend besorge ich einen Berg von Kondomen und Gleitmittel, stocke meinen Werkzeugvorrat auf und kaufe noch einen zünftigen Blaumann. Damit kann ich durchaus als kompetenter Handwerker durchgehen, auch wenn ich eher der Hobbybastler bin. Ich beende den Einkaufstrip und trage meine Beute nach Hause.

 

Es dauert eine Woche, bis die Anzeige erscheinen wird. Ich nutze die Zeit, um mich mit dem Hamburger Stadtplan vertraut zu machen. Schließlich wird es in Zukunft nötig sein, eine Adresse schnell zu erreichen, weshalb ich Kenntnisse wie ein Taxifahrer benötige. Hm? Sollte ich lieber einen Taxischein machen? Falls diese Sache schiefgeht, wäre das eine Option.

 

Dann ist es endlich soweit: Ich halte das Belegexemplar der Anzeige in den Händen und am Abend klingelt tatsächlich das Handy. Ein Mann verlangt nach Kondomen. Erfreut schwinge ich mich in den Wagen, liefere das Gewünschte ab und werde kurz darauf noch zu einer anderen Adresse gerufen. Bevor ich jedoch die zweite Bestellung abliefern kann, fahre ich zu einem Sexshop am Steindamm und besorge das geforderte Spielzeug. Danach ist Ruhe.

Für den ersten Tag nicht schlecht, befinde ich und mache es mir auf der Couch bequem, bis ich in den frühen Morgenstunden einschlafe.

 

Leider scheint der Ansturm jedoch auszubleiben. Ich erledige pro Abend meist nur einen Auftrag und meine Begleitung wünscht auch niemand. Sollte ich den Zusatz mit den ‚sexuellen Interessen‘ streichen? Dann wäre ich allerdings ein Callboy und das wiederum widerstrebt mir dann doch. Ich mag Sex, aber nicht mit wechselnden Partnern.

 

In Woche drei meiner neuen Tätigkeit ruft ein Mann an und bestellt mich mit Werkzeug in die Elbvororte. Erfreut schlüpfe ich in den Blaumann, schnappe mir meine Utensilien und laufe zum Wagen.

 

Ich parke vor einer Villa in Blankenese. Scheinwerfer strahlen die schneeweißen Hauswände an, ein schmiedeeiserner Zaun schirmt das Grundstück zur Straße hin ab. Ich nähere mich der Gartenpforte und entdecke an der Säule daneben eine Klingel. Auf mein Läuten hin knarzt ein Lautsprecher, eine tiefe Stimme ertönt.

„Ja?“

„Ich bin der bestellte Handwerker“, rufe ich und gleich darauf erklingt ein Summen, die Tür öffnet sich vollautomatisch.

Ich betrete den Gartenweg, der aus blitzsauberen Pflastersteinen besteht und in einem eleganten Schwung zur Haustür führt. Mit einem Mal komme ich mir in dem blöden Blaumann noch schäbiger vor. Ich packe den Griff des Werkzeugkastens fester und trotte auf das Haus zu, als die Tür auch schon geöffnet wird.

Ein Mann in Designerjeans und Markenhemd schaut mir ungeduldig mit zusammengezogenen Augenbrauen entgegen.

„Wird auch Zeit“, brummelt der Kerl, lässt mich ein und geht voraus durch einen riesigen Flur.

Ich zähle sechs Türen, bis wir hintereinander in einen halbdunklen Raum einbiegen. Auf dem breiten Doppelbett liegt ein hübscher, nackter Mann, der uns mit aufgerissenen Augen entgegenstarrt.

„Bitte, Bastian, nicht“, flüstert er und angesichts seiner flehenden Miene keimt Mitleid in mir auf.

Mit einer Handschelle ist er an das schmiedeeiserne Bettgestell gefesselt. Was ist das hier?

„Bitte durchtrennen Sie die Stahlfessel“, sagt mein Auftraggeber.

Ich stelle den Werkzeugkasten ab, schnappe mir den Bolzenschneider und trete an das Bett. Mit einer kräftigen Bewegung habe ich die Stahlglieder der Handschelle durchgeschnitten. Der Kerl bewegt sich jedoch nicht, guckt weiterhin den besagten Bastian an und wimmert: „Basti! Ich liebe dich!“

„Raus“, sagt der Angesprochene, bückt sich nach einer Shorts und wirft sie aufs Bett. „SOFORT!“, fügt er hinzu und verschränkt die Arme vor der Brust.

Unter meinem Blick schlüpft der attraktive Kerl in die Wäsche, schiebt sich von der Matratze und steigt in Jeans. Während er sich ein T-Shirt überstreift, hängen seine Augen flehentlich am Hausherrn.

„Basti! Du liebst mich doch auch“, bettelt der Mann. „Bitte! Schmeiß mich nicht raus.“

„Vergiss es“, gibt mein Auftraggeber zurück, schnaubt verächtlich und weist mit ausgestrecktem Arm zur Tür. „Raus! Ich bin fertig mit dir!“

Wie ein geprügelter Hund, mit gesenktem Kopf, trottet der andere an mir vorbei. Ich kann das Tapsen seiner nackten Füße hören, dann raschelt erneut Kleidung und anschließend fällt eine Tür zu. Der Mann neben mir atmet auf.

„Was schulde ich Ihnen?“, fragt er kühl.

Ich überlege kurz. Das hier ist eine eindeutig günstige Gelegenheit, um Geld zu verdienen. Dieser Bastian will sicher keinerlei Aufsehen erregen und ist mehr als erleichtert, dass der andere Mann verschwunden ist.

„Zweihundert“, verlange ich frech.

„Okay“, murmelt der andere, ohne mit der Wimper zu zucken, greift in seine Gesäßtasche und holt ein Bündel Banknoten hervor.

Mit unberührter Miene zählt er vier braune Schein ab, reicht sie mir und steckt den Rest nachlässig zurück in die Tasche. Nach meiner Schätzung hat dieser Kerl locker knapp tausend Euro regelrecht am Hinterteil kleben. Passt aber zu der ganzen Person. Dieser Herr von Silberhausen, wie ich am Klingelschild gelesen habe, stinkt vor Geld und … Arroganz.

„Dann … Auf Wiedersehen“, murmele ich, hebe den Werkzeugkasten hoch und latsche zurück zur Haustür.

Mein Auftraggeber macht sich weder die Mühe, den Gruß zu erwidern, noch mich hinauszubegleiten. Arschloch! Aber egal. Geld stinkt nicht und dieser Auftrag hat sich wirklich gelohnt.

 

Auf der Rückfahrt denke ich über das merkwürdige Paar nach. Wenn dieser von Silberhausen keinen Schlüssel für die Handschelle besitzt und daher meine Dienste benötigte, musste der andere sich selbst angekettet haben. Also ist der Attraktive ein Stalker oder Exfreund des reichen Schnösels. Mir tut er leid, denn er wirkte ehrlich verzweifelt. Wie konnte er sich nur in diesen aalglatten Mistkerlverknallen? Mir würde so etwas nie passieren!

 

Die Woche vergeht, ohne dass nennenswerte Aufträge eingehen. Ich liefere mal hier ein Kondom, mal dort Gleitcreme und Gummi. Einmal muss ich einen Mann aus einer Halterung an der Decke befreien, während sein Master mit verlegener Miene danebensteht. Doch das alles wird niemals reichen, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Dann kommt der Freitag und schon mittags ruft dieser von Silberhausen an und verlangt nach meiner Begleitung.

„Haben Sie einen anständigen Anzug?“, fragt der Arsch.

Ich denke an das sauteure Teil in meinem Schrank, seufze innerlich und bejahe die Frage.

„Dann heute Abend um sieben im Hotel Jarosch an der Elbchaussee. Seien Sie pünktlich“, sagt der Kerl und legt einfach auf.

„Herzloses Trampeltier“, knurre ich in den Hörer.

 

Es bereitet mir dennoch Vergnügen, den teuren Anzug endlich zum Einsatz zu bringen. Während ich mich vor dem Spiegel hin und herdrehe und bewundere fällt mir ein, dass ich Dussel keinen Preis ausgehandelt habe. Was bin ich doch für ein Geschäftsmann! Aber dieser von Silberhausen wird sicher großzügig sein und letztendlich weiß ich ja nicht einmal, was er genau von mir verlangen wird.

Zu dem dunkelgrauen Zweireiher trage ich ein schwarzes Hemd und eine schwarze Krawatte. Unglaublich, wie viele verschiedene Schwarztöne es gibt! Nachdem ich meine Haare mit etwas Gel zurückgekämmt habe, sehe ich doch glatt wie ein attraktiver Mann aus. Finde ich jedenfalls. Ich mag meine braunen Augen und meine Gesichtszüge sind ansprechend symmetrisch. Im Ganzen kann ich mit meiner äußeren Erscheinung zufrieden sein und hoffe doch sehr, dass dieser Silberhausen das auch so empfindet. Wofür er mich wohl braucht?

 

Ich parke meinen lila Corsa auf dem hoteleigenen Parkplatz und steige gerade aus, als eine dunkle Limousine neben meinem Wagen hält. Von Silberhausen schwingt sich mit einer eleganten Bewegung aus der Luxuskarosse und mustert mit einer hochgezogenen Augenbraue mein Vehikel.

„Nett“, murmelt er spöttisch.

„Guten Abend“, erwidere ich höflich.

„Abend“, antwortet von Silberhausen überraschend. „Bevor wir ins Lokal gehen: Du bist heute mein neuer Freund. Wir halten Händchen und sind ganz verliebt. Alles klar?“

Überrascht betrachte ich meinen Kunden. Beim letzten Mal habe ich ihn lediglich als gutaussehenden Schnösel registriert. Heute sieht er aus wie … wie ein fleischgewordener Traum. Die hellbraunen Haare sind zurückgekämmt und ringeln sich leicht im Nacken. Blaue Augen unter dichten, dunklen Wimpern sehen mich offen an. Er ist etwas größer und breiter als ich und steckt in einem ähnlich teuren Zwirn. Seine ganze Erscheinung ist einfach umwerfend. Wenn er dazu noch Charme tragen würde, ich wäre fasziniert.

„Dein Vorname?“, fragt von Silberhausen.

„Elias“, sage ich.

„Bastian“, murmelt er, läuft um meinen Wagen herum und greift nach meinem Ärmel. „Lass uns reingehen.“

 

Während wir auf das Hotel zulaufen, weht ein schwacher Duft meines Freundes für einen Tag zu mir. Maskulin, herb männlich, mit einer frischen Note. Verführerisch.

„Da drinnen findet eine Familienfeier statt. Emanuel wird unter den Gästen sein. Ich will, dass er uns sieht. Wir müssen das perfekte Paar abgeben“, erklärt Bastian knapp.

„Emanuel … ist das der von neulich?“, frage ich.

„Genau der. Mein persönlicher Stalker“, antwortet er, hält mir die Tür auf und wird sogleich von einem Ober begrüßt.

„Herr von Silberhausen!“, freut sich der Livrierte. „Bitte folgen Sie mir!“

Bastian legt eine Handfläche vertraulich zwischen meine Schulterblätter und dirigiert mich so vor sich her, dem Ober nach. Ich bin von dem luxuriösen Ambiente schwer beeindruckt und froh, dass ich in den Anzug investiert habe. Alle Gäste tragen feine Abendkleidung, nirgendwo ist eine Jeans zu entdecken.

Unweit einer Gesellschaft mit ungefähr zwanzig Gästen bittet der Livrierte uns an einen Tisch. Bastian rückt für mich formvollendet den Stuhl zurecht und erdreistet sich sogar, mir einen Kuss auf den Nacken zu hauchen, bevor er gegenüber Platz nimmt. Er lächelt mich an und im Kerzenlicht funkeln seine blauen Augen. Meine Haut beginnt zu kribbeln.

„Soll ich für dich wählen, Liebster?“, fragt Bastian und nimmt dem Ober eine Karte ab.

„Bitte“, sage ich, lass mir aber auch eine Speisekarte reichen und schaue neugierig hinein.

Wow! Der Preis für ein Menü ist enorm. Schnell kalkuliere ich, was der Abend Bastian kosten wird, dazu noch mein Entgelt. Sollte ich ihm einen Rabatt gewähren? Immerhin werde ich verköstigt und …

„Denk nicht so viel mit deinem hübschen Köpfchen“, murmelt Bastian und fixiert mich amüsiert über den Rand der Karte hinweg. „Zwei Mal Menü Nummer eins und dazu einen frischen Chablis, bitte“, sagt er an den Ober gewandt und reicht ihm die Karte.

„Sehr wohl“, sagt dieser mit einer angedeuteten Verbeugung und scharwenzelt davon.

„Das Restaurant gehört mir“, sagt Bastian lehnt sich vor und langt nach meiner Hand. „Mach dir also keine Sorgen.“

Er streichelt sachte mit dem Daumen über meine Haut und schenkt mir einen innig verliebten Blick, als plötzlich ein Mann an unseren Tisch tritt. Ich erkenne sofort den Kerl von neulich, trotz der eleganten Kleidung.

„Bastian“, sagt der Mann und sein Tonfall ist kühl. „Wer ist das?“

Er weist abfällig mit dem Kinn zu mir und verschränkt die Arme vor der Brust. Automatisch will ich meine Hand wegziehen, aber Bastian packt fester zu. Er fixiert den Kerl eiskalt und antwortet: „Mein neuer Freund. Mach hier bloß keine Szene, sonst lass ich dich an die Luft setzen.“

„Dein neuer … was?“, zischt der Mann und misst mich einmal von Kopf bis Fuß. „Als wenn der dir genügen würde.“

Das ist nun wirklich nicht nett, auch wenn er der attraktivere von uns beiden ist. Ich runzle empört die Stirn.

„Bleib ruhig, Elias“, flötet Bastian, bevor er erneut seinen Stalker mit einem tödlichen Blick bedenkt. „Emanuel? Verpiss dich, bevor ich sauer werde!“

Der Kerl zuckt leicht zusammen, dreht sich um und trottet zurück zu der großen Abendgesellschaft am Tisch nebenan. Ich kann den brennenden Blick seiner Augen förmlich spüren. Es prickelt unangenehm in meinem Rücken.

„Ist er gefährlich?“, frage ich flüsternd.

„Nein. Hoffe ich jedenfalls. Er ist nur stur und will nicht akzeptieren, dass es zwischen uns aus ist“, antwortet Bastian, nimmt die Finger von meinen und richtet sich gerade auf.

Der Ober serviert den Wein und wir schweigen, bis er wieder fort ist.

„Und neulich? Ist er bei dir eingebrochen und hat sich selbst ans Bett gekettet?“, frage ich.

„Ts-ts. Du bist neugierig, lieber Elias“, murmelt Bastian und ein feines Lächeln umspielt seinen hübschen Mund. „Er hatte noch einen Schlüssel. Das war dumm von mir und wird sicher nie wieder vorkommen.“

„Ah so“, sage ich und beäuge misstrauisch den Teller, den ein Kellner gerade vor mir abstellt.

 

Während der fünf Gänge reden wir nur wenig. Bastian fragt mich nach meinem Leben aus und lauscht mit offensichtlichem Interesse. Das erstaunt mich und das Bild des oberflächlichen Schnösels gerät immer mehr ins Wanken.

Er selbst ist Inhaber mehrerer Restaurants und Hotels. Angefangen hat er mit einer Kneipe und sich dann durch geschicktes Taktieren immer weiter hochgearbeitet. Für seine gerade mal dreißig Jahre ist das beachtlich und ich zolle ihm dafür Respekt. In seiner Position darf man gern mal ein wenig überheblich sein, es gehört sogar irgendwie dazu. Im Moment ist er allerdings nur menschlich und mimt seine Rolle als Liebhaber ausgezeichnet. Seine funkelnden Blicke sind verheerend und der Weißwein trägt auch dazu bei, dass ich dauererregt bin.

„Ich gehe jetzt auf die Toilette“, kündigt Bastian nach dem letzten Gang an. „Warte eine Minute, dann komm hinterher.“

Er steht auf und als er an mir vorbeikommt, schnappe ich mir sein Handgelenk und schaue zu ihm hoch.

„Kein Sex“, zische ich warnend.

Er schüttelt fast unmerklich den Kopf und zwinkert mir zu.

„Schon klar“, erwidert er leise. „Darum geht es auch nicht.“

Erleichtert lass ich ihn gehen, warte wie befohlen und mache mich dann auf den Weg. Eigentlich bin ich mehr als bereit, mich auf ein kleines Intermezzo einzulassen. Bastian erregt meine Sinne und mein Schwanz drückt halbsteif gegen die Pants. Dennoch … ich muss meinem Vorsatz treu bleiben und vielleicht habe ich ja sogar Glück, und er bucht mich noch einmal.

 

Ich stoße die Tür zum Herrenklo auf. Auch hier erschlägt mich der Luxus in Form von goldenen Wasserhähnen und edlem Interieur. Bastian steht an einem Pissoir, schließt seine Hose und tritt ans Waschbecken, während ich einen Schritt in den Raum hinein mache.

„Was nun?“, frage ich.

Er wäscht sich die Hände, trocknet sie seelenruhig ab und dreht sich zu mir. Überraschend greift er nach meiner Krawatte, zieht mich heran und … küsst mich! Für einen Moment bin ich wie gelähmt, dann überwältigt mich die zarte Berührung. Ich dränge mich an seinen Körper und erwidere den Kuss, lege zaghaft eine Hand an seine Hüfte und …

„So ist das also!“, erklingt hinter mir die Stimme dieses Emanuel.

Bastian lässt sich nicht beirren und küsst mich weiter. Ohne Zunge, einfach nur liebevoll und zärtlich. Erst nach einer Weile hebt er den Kopf, guckt über meine Schulter und sagt freundlich: „Würdest du uns bitte allein lassen?“

Der andere schnaubt und verschwindet in einer der Kabinen. Mit einem tiefen Seufzer hebt Bastian die Achseln, schlingt einen Arm um meine Schultern und führt mich so aus der Keramikabteilung.

„Sorry für den Kuss“, murmelt er auf dem Weg zu unserem Tisch.

Ich kann darauf nichts erwidern. Mein Inneres hat sich in nebliges Durcheinander aufgelöst. Bastians Zärtlichkeit hat tiefen Eindruck bei mir hinterlassen und es wäre unklug, ihn darüber aufzuklären. Ich sollte mich lieber darauf konzentrieren, ihm einen Preis für den Abend zu nennen. Leider funktioniert mein Hirn gerade gar nicht.

„Möchtest du auch einen Espresso?“, fragt Bastian zuvorkommend, als wir uns wieder gegenüber sitzen.

Ich nicke, während ich mit meinen Gefühlen kämpfe.

„Zwei Espresso und ein Wasser“, bestellt Bastian bei dem wartenden Ober, wendet sich wieder zu mir und lächelt. „Du siehst aus, als wärst du auf einem entfernten Planeten.“

Womit er recht hat. Ich bin gerade auf dem rosa Planeten Kuschel, auf dem nur geknutscht wird und anschließend furchtbar heiß Liebe gemacht. Seufzend steige ich in eine Raumkapsel und reise zurück.

„Wir haben noch gar nicht über das Geld geredet“, sage ich leise, fummle dabei an meiner Krawatte und wage nicht, zu ihm rüber zu sehen.

„Vierhundert“, erwidert Bastian cool. „Falls du dich belästigt gefühlt hast, durch die Einlage eben, erhöhe ich auf fünfhundert.“

Mein Kopf ruckt hoch, meine Augen weiten sich ungläubig. Was für ein … Ach, auch wenn er ein Prahler ist, mir soll’s doch egal sein. Das Geld kann ich gut gebrauchen und der Anzug ist dadurch halb bezahlt.

„Okay“, murmelte ich, während der Ober den Espresso serviert.

Wir trinken schweigend, danach lässt Bastian die Rechnung kommen und geleitet mich anschließend aus dem Lokal. Die Luft ist kühl und lässt mich frösteln. Leider habe ich keinen Mantel, der zu dem Anzug gepasst hätte. Es ist dunkel und riecht ein wenig nach Hafen. Die Containerbrücken und Schornsteine sind am anderen Ufer der Elbe durch ihre Lichter auszumachen. Eigentlich ganz romantisch …

„Dein Geld“, sagt Bastian, stoppt vor meinem Wagen und langt in seine Jacketttasche.

Okay, damit bin ich gleich wieder auf dem Boden. Ich nehme die Scheine entgegen und stopfe sie schon aus Trotz genauso achtlos in die Hosentasche, wie Bastian es tut.

„Danke für den netten Abend“, sage ich und weiß, dass es ein wenig zickig klingt.

„Ja, es war wirklich nett“, antwortet Bastian erstaunlich sanft, lächelt mir zu und läuft zu seinem Wagen. „Schlaf gut“, sagt er noch, dann steigt er ein und fährt davon.

Ich bleibe eine Weile stehen, schaue auf die Elbe und lass den Abend Revue passieren. Bastian hat sich als netter Kerl entpuppt, oder aber er kann sich gut verstellen. Sein Kuss … ich sollte nichts hineininterpretieren. Wir hatten einen Handel und nichts sonst, auch wenn es sich anders angefühlt hat. Emanuels Beispiel sollte mir Warnung genug sein, um keinerlei zarte Gefühle für den reichen Schnösel Bastian zu entwickeln.

Mit dieser Erkenntnis steige ich in meine lila Knutschkugel und fahre nach Hause.

 

Das Geld von Bastian hilft, um die kommende Woche zu überstehen. Die Aufträge bleiben spärlich und ich muss langsam einsehen, dass meine Geschäftsidee nicht der Brüller ist. Zum Glück sind meine Einkünfte – aber das verrate ich wirklich nur hier – Schwarzgeld, sodass ich keinerlei Einbußen bei der Arbeitsagentur habe. Sonst müsste ich die Sache sofort aufgeben.

Bewerbungen verschicke ich weiterhin und habe sogar gelegentlich ein Vorstellungsgespräch, aber bisher hat sich nichts Konkretes ergeben. Daher lass ich die Anzeige weiter laufen und ab und zu ruft wirklich jemand an. Am Freitag meldet sich jedoch eine Person, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Nach dem Treffen vor einer Woche ging ich davon aus, dass Bastian seinen Ex endgültig verscheucht hat. Anscheinend ist dieser aber hartnäckiger, als ich glaubte.

„Ich brauche dich morgen Nacht“, sagt Bastian knapp.

„Ähm. Muss ich dich daran erinnern, dass ich keinerlei sexuelle Dienste anbiete?“, frage ich und fühle mich dabei irgendwie dumm, dennoch muss ich es einfach erwähnen.

„Schon klar“, erwidert er und seufzt. „Ich habe das verstanden. Bitte zieh dir irgendeine sexy Klamotte an. Es geht in den ‚Goldenen Hirsch‘, da ist ein Anzug wohl eher … overdressed.“

„Okay. Wann?“, frage ich und spüre, dass Aufregung von mir Besitz ergreift, ohne dass ich es will.

„Ich hole dich um Mitternacht ab“, antwortet Bastian.

Daraufhin muss ich ihm meine Adresse verraten, doch ich bin mir sicher, dass ich ihm vertrauen kann. Er mag ja ein Geldarsch sein, aber ein fairer. Wieso ich das glaube? Wahrscheinlich, weil ich ein geistig minderbemittelter Idiot bin.

 

Genau dieser Trottel steht am nächsten Abend stundenlang vorm Spiegel. Ich probiere eine Klamotte nach der anderen und am Ende stecke ich doch wieder in verwaschenen Jeans. Die stehen mir eben am besten. Dazu ein schmales Tanktop. Die Haare zerwuschele ich mit etwas Gel, bis ich ausschaue, als wäre ich gerade aufgestanden. Zufrieden gucke ich mein Spiegelbild an, lächle mir zu und schicke mir selbst einen Luftkuss. Der Kerl mir gegenüber sieht wirklich sexy aus.

Anschließend schlüpfe ich in schwarze Stiefel und eine Jeansjacke. Die Lederjacke ist zu warm für den ‚Goldenen Hirsch‘, das weiß ich aus Erfahrung. Ich war zwar noch nicht oft in dem Club, aber die wenigen Male haben gereicht um zu wissen, dass die Luft dort stickig ist.

Voller Ungeduld schaue ich auf die Uhr und genau in diesem Moment läutet es. Bastian ist überpünktlich! Ich schnappe mir Schlüssel und Börse, dann jogge ich auch schon die Treppe hinunter.

Vor dem Haus steht ein Taxi, aus dem mir Bastian zuwinkt. Nanu? Kein eigener Chauffeur? Ich steige hinten ein und sogleich fährt der Wagen los. Bastian, der vorn sitzt, wendet sich zu mir und mustert mich kurz. Ein kurzes Aufblitzen in seinen Augen verrät mir, dass ich wohl das Richtige trage.

„Nett“, murmelt er, dreht sich wieder nach vorn und das war’s dann auch schon, bis wir beim Club ankommen.

 

„Der verdammte Emanuel lässt nicht locker“, brummelt Bastian, während wir auf den ‚Goldenen Hirsch‘ zugehen. „Vielleicht sollte ich mir einen Bodyguard zulegen.“

„Ach? Ich dachte, der bin ich?“, scherze ich und ernte dafür von ihm ein schiefes Grinsen.

„Irgendwie schon“, murmelt er, schlingt einen Arm um meine Taille und stößt die Tür auf. „Ich muss dir beichten, dass das hier schon ein bisschen mehr Körpereinsatz erfordert, als die Sache von letzter Woche“, raunt er an meinem Ohr, bevor die lauten Sounds über uns zusammenschlagen.

Was – zum Henker! – meint er damit? Bastian lässt mich los, schnappt sich dafür meine Hand und zieht mich durch die Menge hinter sich her. Er steuert den Tresen rechts hinten an. Schon nach wenigen Metern betäubt mich die stickige, feuchte Luft. Schweißperlen sammeln sich in meinem Nacken und ich wünsche mir nichts mehr, als die Jacke loswerden zu können.

Kaum an der Bar angekommen streife ich sie von den Schultern und hänge sie über einen freien Hocker. Bastian winkt unterdessen der Bedienung zu und bestellt ungefragt zwei Pils. Dann wendet er sich zu mir und mustert mich von Kopf bis Fuß.

„Lecker“, glaube ich zu verstehen, aber der Lärm ist ohrenbetäubend und vielleicht hat er ‚Lächerlich‘ gesagt.

Sein Blick ist dabei abschätzend und ganz anders, als vor einer Woche. Lüstern trifft es am ehesten, doch das kann täuschen. Will ich das überhaupt? Mich zum Lustobjekt eines reichen Mackers degradieren lassen? Wo sind meine Ideale?

Bastian reicht mir eine Flasche, trinkt aus seiner und dabei wandert sein Blick über die anderen Gäste. Durstig nehme ich einen langen Schluck und beobachte ihn. Den Augenblick, in dem er Emanuel entdeckt, erkenne ich sofort. Sein Verhalten verändert sich abrupt. Er setzt die Flasche ab, wirft mir einen verzehrenden Blick zu und als nächstes lande ich an seiner Brust.

„Sorry“, murmelt er, bevor er mich küsst.

Diesmal ist es kein zarter Kuss, sondern einer, der aufs Ganze geht. Bastians Zunge drängt sich in meine Mundhöhle und erobert, ohne dass ich eine Chance habe. Er schmeckt nach Bier, nach Mann und Dominanz. Ich kann mich dem gar nicht entziehen und irgendwie … will ich das auch gar nicht. Der Kerl reizt mich und spricht in mir Urinstinkte an, die anscheinend nur darauf gewartet haben, dass er sie weckt. Mein ganzer Körper reagiert mit einer dicken Gänsehaut und meine Mitte mit einer Erektion.

„Tschuldigung“, raunt Bastian, nachdem er sich von meinen Lippen gelöst hat. „Bitte schlag mich jetzt nicht.“

Mir fällt gerade kein guter Spruch ein, daher hole ich lieber tief Luft und versuche, mich wieder unter Kontrolle zu bringen.

„Er kommt auf uns zu“, flüstert er und schon wieder senkt er seinen Mund auf meinen.

Das nehme ich mal als Aufforderung, um meine Finger keck über seinen Hintern fahren zu lassen. Die festen Rundungen fühlen sich geil an und ich spüre, dass Bastian erigiert ist, genau wie ich, als er mich fester an sich zieht.

„Bastian?“, ruft eine Stimme über die Musik hinweg. „Können wir reden?“

Ich werde ganz steif in Bastians Armen, doch er streichelt beruhigend über meinen Rücken und löst sich betont langsam von meinen Lippen.

„Ich bin beschäftigt“, sagt er laut über meine Schulter hinweg.

„Ach. Lass den Quatsch“, erwidert Emanuel. „Ich weiß, dass du mir etwas vorspielst.“

Die ganze Farce ernüchtert mich. Ich will Bastian wegschieben, aber der hält mich eisern an sich gepresst.

„Hör auf, Elias und mich zu beleidigen“, faucht er.

Ich kann den anderen fast körperlich hinter mir spüren.

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