Logo weiterlesen.de
John Sinclair - Folge 020

Inhalt

  1. Cover
  2. Über die Serie
  3. Über den Autor
  4. Impressum
  5. BRUDERSCHAFT DES SATANS
  6. Vorschau

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

BRUDERSCHAFT DES SATANS

Wenn die Gesänge der Untoten nachts schaurig über das Land hallen, ziehen sich die Bewohner der kleinen Dörfer angstvoll in ihre Häuser zurück. Niemand weiß, wer das nächste Opfer sein wird …

Doch es gibt ein Mittel, die Macht der grausamen Teufelsmönche zu brechen: Der Kelch des Feuers!

Allerdings steht er Hunderte von Meilen entfernt in einer von Dämonen bewachten und entweihten Kapelle …

Urplötzlich war das Gewitter vorbei. Die Luft – vorher feucht und drückend – wurde wieder rein und klar. Millionen von Sternen funkelten am samtenen Nachthimmel. Ein frischer Wind wehte über das Land.

Roger Moulin trat vor die Tür seines Hauses. Er reckte beide Arme, atmete die herrlich frische Nachtluft ein.

Seine Augen blickten über das mit silbrigem Mondschein übergossene Land. Das Laub der Bäume glänzte nass. Wassertropfen fielen in unregelmäßigen Abständen zu Boden.

Plötzlich hielt Moulin mitten in der Bewegung inne. Ein krächzender Laut drang aus seinem halb geöffneten Mund. Magisch wurde sein Blick von dem alten Kloster oben auf den Felsen angezogen. Ein unwirkliches, rötlich schimmerndes Licht schwebte über den dicken Mauern. Und dann hörte Roger Moulin den Gesang.

Den Gesang der Teufelsmönche …

Zuerst war es nur ein Raunen, leise – wie das Säuseln des Windes. Doch das Raunen verdichtete sich, wurde lauter, intensiver und schwebte, wie von unsichtbaren Flügeln getragen, durch das weite Tal.

Roger Moulin zitterte. Er ballte die Hände zu Fäusten und presste sie gegen die Ohren.

Nein, er durfte nicht auf das ferne Singen hören. Er musste weg. Weg von hier.

Roger Moulin machte auf dem Absatz kehrt und rannte ins Haus. Er knallte die Tür zu und verriegelte sie.

Mit dem Rücken drängte er sich gegen das Holz. Sein Körper war mit Schweiß bedeckt. Seine Zähne klapperten vor Angst.

Die Teufelsmönche! Jahrelang war es still um sie gewesen, waren sie eingeschlossen in dem Kloster der Finsternis.

Alte Legenden kamen Moulin in den Sinn. Legenden, die ihm sein Vater erzählt hatte.

Die Teufelsmönche! Wer sie sah, war verloren. Endgültig.

Moulin stöhnte auf. Er wusste, was dieses Singen zu bedeuten hatte. Sie kamen, um jemanden zu holen.

Vielleicht ihn? Es hieß, wer den Gesang zuerst vernahm, war dem Tod geweiht. Und er hatte ihn vernommen.

Roger Moulin löste sich von der Tür, taumelte in die Wohnstube.

Die Karaffe mit dem dunkelroten Wein stand auf dem Tisch. Daneben ein mundgeblasenes Kristallglas.

Moulins Finger umschlossen den Griff der Karaffe. In einem breiten Strom ergoss sich der Wein in das Glas. Ein Teil der Flüssigkeit benetzte die weiße Tischdecke.

Moulin stützte sich mit der linken Hand auf den Tisch. Plötzlich verschwamm alles vor seinen Augen. Er hatte Mühe, das Glas zu fassen.

Sollte das schon der Anfang vom Ende sein? Das Schwindelgefühl, das …

Moulin dachte nicht weiter. Er setzte das Glas an die Lippen und kippte den Wein mit einem Zug hinunter.

Im gleichen Moment brüllte er auf. Er öffnete den Mund und spie den Rest des Weines wieder aus.

Die Flüssigkeit hatte sich verändert, war dicker geworden und schmeckte süßlich.

Süß wie …

Moulin wagte nicht einmal an das Wort zu denken.

Und doch war es eine Tatsache.

Roger Moulin hatte Blut getrunken!

In diesen schrecklichen Augenblicken wurde dem Mann klar, dass die Teufelsmönche ihn als Opfer ausgesucht hatten. Diese Verwandlung, das konnten nur die getan haben, die mit dem Satan im Bunde standen.

Angeekelt wandte sich Moulin ab. Er konnte das Blut nicht mehr sehen. Alles war zu grauenhaft, zu unwahrscheinlich.

Roger Moulin hustete erstickt.

Seit seine Frau gestorben war, lebte er allein in diesem Haus. Allein mit seinen Erinnerungen.

Und trotzdem hing Roger Moulin an seinem Leben. Wie jeder andere Mensch auch. Er wollte noch nicht sterben, versuchte mit aller Macht, gegen das Schicksal und die Teufelsmönche anzugehen.

Flucht! Das war sein einziger Gedanke. Wenn es ihm gelang, von hier wegzukommen, war alles in Ordnung. Aber er musste es schaffen, noch bevor die Mönche an seinem Haus waren.

Moulin rannte in die Küche, riss die oberste Schranktür auf. In seinem Holzkasten befand sich etwas Geld. Tausend Franc. Die mussten reichen. Moulin warf sich noch seine alte Jacke über und steckte das Sparbuch ein. Dann löschte er das Licht.

Im Dunkeln ging er auf die Haustür zu. Sein eigener Atem klang überlaut durch die Stille.

Moulin packte den Riegel, wollte ihn zurückziehen.

Der Riegel bewegte sich nicht von der Stelle!

Roger Moulin erstarrte.

Noch einmal versuchte er es.

Wieder ohne Erfolg.

»Nein«, ächzte er, »das ist unmöglich, das ist …«

In wilder Panik trommelte er gegen die Tür. Dumpf hallten die Schläge hinaus in die Nacht.

Doch niemand hörte den verzweifelten Mann.

Das Haus, einsam am Ortsende gelegen, war von den Teufelsmönchen mit einem Bann belegt worden, den nur sie lösen konnten.

Doch noch gab Moulin nicht auf. Noch war sein Widerstandswille vorhanden.

Das Fenster! Wie die letzte Rettung kam es ihm vor.

Der Mann taumelte zurück in die Wohnstube, stieß sich an der Kante eines Schranks, achtete jedoch nicht weiter darauf.

Dann stand er vor dem Fenster.

In der Scheibe spiegelte sich das Mondlicht.

Aus brennenden Augen starrte Moulin nach draußen. Er sah die Büsche, die Bäume mit den Zweigen, die sich im Nachtwind wiegten.

Moulin hob den Arm. Um die Hand hatte er sich ein Taschentuch gewickelt.

Er würde die Scheibe einschlagen, denn das Fenster war wie die Tür ebenfalls verriegelt.

Der magische Zauber der Teufelsmönche hatte auch hier seine Früchte getragen.

Plötzlich stockte Moulin mitten in der Bewegung.

Hinter dem Kirschbaum hatte sich etwas bewegt. Sollten sie schon da sein?

»Nein!!!«

Gleichzeitig mit dem Schrei stieß Roger Moulin den Arm vor.

Splitternd zerbrach die Scheibe. Scherben regneten nach draußen. Kalte Nachtluft wehte in das Zimmer.

Moulin sprang auf die Fensterbank.

Schnell warf er einen Blick nach rechts und links. Dann ließ er sich fallen, landete weich auf dem Rasen.

Sofort kam er wieder hoch – und prallte entsetzt zurück!

Sie standen vor ihm. Wie aus dem Nichts waren sie aufgetaucht, hatten ihn eingekreist.

Sieben Teufelsmönche!

Sie trugen dunkle Kutten. Die Kapuzen hatten sie über die Köpfe gezogen. Formlose, grün schimmernde Gesichter starrten den Unglücklichen an.

Roger Moulin sah die langen Zangen, die die Mönche in den Händen hielten. Die Eisenbacken der Mordinstrumente klafften gefährlich weit auseinander.

Roger Moulin wusste nicht, wie ihm geschah. Sein Blick irrlichterte von einem zum anderen. Abgehacktes, seltsames Gelächter drang aus seinem Mund.

Roger Moulin war dem Wahnsinn nahe.

Die Mönche setzten sich in Bewegung, kamen auf ihn zu, zogen den Kreis enger.

Moulin hatte keine Chance. In seinem Rücken befand sich die Hausmauer, vor ihm die grässlichen Gestalten.

Er versuchte auch keine Gegenwehr. Wie ein Delinquent, der noch einmal um Gnade bittet, sank er in die Knie.

Wispernde, raunende Laute drangen an seine Ohren. Die Teufelsmönche sprachen miteinander. Vielleicht wollten sie ihn quälen, seinen Tod hinauszögern.

Roger Moulin hob den Kopf.

Da streckten die Mönche die Arme aus. Dicht vor Moulins Augen befanden sich die gnadenlosen Backen der Folterzangen.

Moulin spürte, wie das Entsetzen in seinem Körper jeden anderen Gedanken auslöschte.

Er brach zusammen, fiel mit dem Gesicht auf den regenassen Boden.

Dreck und Grashalme drangen in seinen Mund. Er merkte es nicht einmal.

Roger Moulin hatte mit seinem Leben abgeschlossen.

Der Saum einer Kutte streifte seinen Kopf. Und dann hörte er die Stimme.

»Wir brauchen dich, Roger Moulin. Wir brauchen deine Seele, um weiterleben zu können. Du bist der erste von sieben Menschen, die uns dieses Weiterleben garantieren!«

Roger Moulin hörte die Worte zwar, verstand sie jedoch nicht. Jegliches Gefühl hatte seinen Körper verlassen. Seine Hände hatten sich in das Erdreich verkrallt.

Nur einmal zuckte er noch zusammen. Als sich das kalte Eisen der Würgezange um seinen Hals legte.

Dann wurde Roger Moulin ohnmächtig. Er spürte die Schmerzen nicht, die seinen Tod ankündigten.

»Bis Mittwoch dann, Germaine«, sagte Pierre Saval und öffnete der jungen Frau die Beifahrertür.

Germaines Gesicht verzog sich zu einem schmerzlichen Lächeln. Sie bückte sich noch einmal und sah in den Wagen. »Gib auf dich acht, Cheri«, flüsterte sie und verschwand dann mit schnellen Schritten in einen kleinen Waldweg.

Pierre Saval zog die Tür zu und seufzte tief auf. Dann kurbelte er das Fenster hinunter. Kühle Morgenluft umfächerte sein Gesicht. Die Sonne war schon aufgegangen und schickte ihre ersten wärmenden Strahlen über das Land. Unzählige Vögel zwitscherten an diesem schönen Vorsommertag.

Pierre lehnte sich in seinem Sitz zurück. Er dachte an Germaine, seine Freundin und Geliebte.

Hölle, war das eine Frau! Sie hatte nur einen Fehler. Sie war verheiratet. Verheiratet mit einem Bankier, der zwar vor Geld stank, sich jedoch nicht um seine Gattin kümmerte.

Und so kam es, wie es kommen musste. Auf einer Party hatten sich Germaine und Pierre kennen- und lieben gelernt. Allerdings durfte ihr Verhältnis unter keinen Umständen bekannt werden. Pierre Saval war Bürgermeister von Billot, einem kleinen Ort in den Vogesen. Und da er Ambitionen nach oben hatte und in die Politik einsteigen wollte, musste seine Weste sauber bleiben. Die Folge davon war: Er und Germaine konnten sich nur heimlich treffen, wie zwei Internatsschüler.

Germaine wohnte im Nachbarort. Meistens allein, da ihr Mann oft in Colmar war. Die vergangene Nacht hatten Pierre und Germaine ebenfalls in Colmar verbracht. Es gab dort ein kleines Hotel, dessen Portier sehr verschwiegen war.

Pierre Saval war ein Typ, in den sich jede Frau verlieben konnte. Er hatte rabenschwarze Haare, leicht gewellt und modisch geschnitten. Pierres Nase war schmal und gerade. Die dunklen Augenbrauen stießen fast mit dem Nasenbeinknochen zusammen.

Pierre Saval trug eine leichte Windjacke und darunter ein kariertes Hemd. Seine langen Beine steckten in Jeans. Wer den Dreiunddreißigjährigen so sah, hätte in ihm nie den Bürgermeister von Billon vermutet.

Langsam fuhr Pierre seinen R16 an. Der Wagen war erst ein Jahr alt und wirklich Klasse. Die Sonnenstrahlen spiegelten sich auf dem dunkelgrünen Lack.

Die schmale, neu asphaltierte Straße war leer. In diesen frühen Morgenstunden fuhr kaum jemand hinaus. Außerdem war es Samstag. Der Touristenstrom würde erst in einigen Stunden einsetzen.

Die Gegend war herrlich. Hohe, bewaldete Berge wechselten ab mit verträumten Tälern und malerischen Orten. Pierre genoss die Fahrt durch seine engere Heimat. Wenn er einmal Karriere gemacht hatte, war das nicht mehr so ohne Weiteres möglich.

Drei Kilometer waren es noch bis Billon.

Pierre warf einen Blick aus dem Fenster. Für einen Augenblick konnte er das verlassene Kloster dort oben auf den Felsen sehen. Selbst im Sonnenschein sah es noch düster und drohend aus.

Pierre schauderte unwillkürlich zusammen. Er kannte die Sagen und Legenden, die sich um dieses Kloster rankten, und im Gegensatz zu vielen anderen jüngeren Leuten glaubte er daran.

Noch eine große Kurve, und Pierre sah das kleine Städtchen Billon auftauchen. Malerisch lagen die schmucken Häuser im Schein der Morgensonne.

Pierre schaltete zurück, ließ den Wagen langsam rollen. Die Straße wurde breiter, der Wald trat zurück. Ein paar Scheunen tauchten auf, dann das kleine Sägewerk, und schon fuhr Pierre nach Billon hinein.

Das erste Haus in diesem Ort gehörte einem Mann namens Roger Moulin.

Pierre hatte mit ihm schon manches Gläschen getrunken, und deshalb fuhr er auch langsamer und warf einen Blick nach draußen.

Die zerstörte Fensterscheibe sprang ihm förmlich ins Auge.

Pierre bremste. Er stieg aus dem Wagen.

»Roger!«, rief er, »Roger Moulin!«

Keine Antwort.

Seltsam, dachte Pierre, sonst ist er doch immer zuhause. Er öffnete das kleine dunkelbraun gestrichene Gartentor. Ein mit Steinplatten belegter Weg führte direkt zu dem kleinen Fachwerkhaus.

Ein unbehagliches Gefühl beschlich den jungen Bürgermeister. Auf einmal kam ihm die Gegend gar nicht mehr so nett und freundlich vor, im Gegenteil, irgendetwas war geschehen. Pierre spürte es mit jeder Faser seines Körpers.

Die Blätter der Bäume waren noch nass von dem nächtlichen Regen, während die Sonnenstrahlen die Steine schon getrocknet hatten.

Pierre verließ den Weg, schob sich an einem Gebüsch vorbei. Er wollte geradewegs zu dem zerbrochenen Fenster gehen.

Plötzlich blieb der Bürgermeister, wie vom Donner gerührt, stehen. Seine Nackenhaare sträubten sich. Die Augen weiteten sich in ungläubigem Staunen.

Vor ihm auf dem Boden lag Roger Moulin. Er lag auf dem Bauch, mit ausgestreckten Armen, die Finger waren in das Erdreich verkrallt.

Saval ging neben Moulin in die Knie. Er streckte seine Hand aus, wollte den Mann auf den Rücken drehen.

Pierre stockte mitten in der Bewegung. Seine Augen saugten sich an dem Hals des Mannes fest.

Er sah den dunkelroten Streifen, der schon mehr einem tiefen Abdruck glich, und wusste mit einem Mal, dass Roger Moulin nicht mehr zu helfen war.

Der Mann war umgebracht worden.

Pierre Saval richtete sich auf. Tausend Gedanken stürzten auf ihn ein, und in den folgenden Minuten wurde ihm einiges klar, erschreckend klar!

Roger Moulin war nicht von einem Menschen ermordet worden. Nein, für seinen Tod waren die anderen Wesen verantwortlich. Wesen, die es eigentlich nicht geben durfte und die trotzdem existent waren.

Die Teufelsmönche!

Wie kein Zweiter hatte sich Pierre für die Geschichte des Klosters interessiert, kannte die schrecklichen Geschichten, die sich um dieses Gemäuer rankten. Er wusste, dass längst nicht alles erfunden war, und er hatte den Beweis.

Die Würgemale!

Deutlich war dieses Zeichen zu erkennen. In den alten Chroniken hatte er darüber gelesen. Die Mönche, die damals mit dem Satan einen Bund geschlossen hatten, brachten ihre Opfer auf bestialische Weise um.

Mit glühenden Zangen hatten sie die Bedauernswerten zu Tode gequält.

Das war allerdings schon Hunderte von Jahren her, doch ein alter Fluch besagte, dass die Mönche niemals wieder Ruhe finden würden. Sie waren verdammt bis in alle Ewigkeiten.

Pierre wandte sich ab. Sein Atem ging gepresst, als er sich seinem Wagen näherte.

Es war also doch wahr geworden. Die Mönche hatten wieder zugeschlagen.

Pierre Saval fuhr an. Er musste die Polizei benachrichtigen. Aber von den Beamten würde ihm niemand glauben.

Pierre spürte, dass er in Schweiß gebadet war. Es half alles nichts. Er musste zur Gendarmerie.

Es gab zwei Polizisten in Billon. Der eine stand kurz vor der Pensionierung, und der Zweite, der ihn ablösen sollte, war erst vor einigen Wochen in den Ort versetzt worden.

Pascal wohnte neben der kleinen Polizeistation. Pierre wusste, dass er allein im Haus war. Seine Frau befand sich schon seit zwei Wochen in der Stadt bei ihrer Tochter, die ein Kind erwartete.

Pierre blickte auf die Uhr. Der kleine Zeiger deutete auf die Sieben.

Pascal war bestimmt schon aufgestanden.

Pierre schellte. Der Klang der Glocke war melodisch und schwingend.

Wenig später hörte Pierre schon die Stimme des Polizisten.

»Ja, ja, ich komme schon. Verdammt, ausgerechnet zu dieser frühen Stunde. Wenn es nicht wirklich dringend ist, dann …«

Pascal schloss auf.

»Du, Pierre?«

»Ja, ich«, sagte der Bürgermeister leise. »Darf ich reinkommen?«

»Selbstverständlich.« Pascal gab den Weg frei. »Aber ich verstehe nicht, was das bedeuten soll? Zu dieser frühen Stunde …«

»Das werde ich dir gleich erklären. Lass uns ins Zimmer gehen.«

Pascal und Pierre gingen in den Wohnraum.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "John Sinclair Gespensterkrimi - Folge 20" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple Books

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen