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John Sinclair - Folge 1915

Die Seele des Horus

von Alfred Bekker

Dr. Frank Talbot hatte gerade die Röntgenuntersuchungen des Sarkophags abgeschlossen. Die Mumie war in einem erstaunlich guten Zustand, wie man auf den Bildern sehen konnte.

In diesem Augenblick zuckte ein Lichtblitz durch den Raum. Die Hieroglyphen auf dem Sarkophag leuchteten kurz auf – und eine durchscheinende Gestalt erhob sich. Der muskulöse Oberkörper war menschlich, doch auf seinen Schultern thronte der Kopf eines Falken!

Talbot schluckte.

»Horus«, flüsterte er. »Bei allen Göttern …«

Talbot stand mit offenem Mund und vollkommen erstarrt da.

Der Ägyptologe war ein nüchterner Mann, der weder an Geister noch an irgendwelche anderen übernatürlichen Erscheinungen glaubte. Aber was er hier vor sich sah, konnte auch er unmöglich einfach ignorieren.

Die geisterhafte, falkenköpfige Gestalt erhob sich. Sie sprach mit dunkler Stimme, die viel tiefer war als die eines normalsterblichen Mannes.

Frank Talbot glaubte, einzelne altägyptische Wörter wiederzuerkennen. Er konnte diese Sprache in all ihren Variationen, die über die Jahrtausende aufgetreten waren, fließend lesen und übersetzen. Er war einer der angesehensten Experten auf diesem Gebiet. Und trotzdem war es schwierig für ihn, diese Worte zu verstehen. Die Aussprache unterschied sich erheblich von dem, was die Forschung dazu annahm.

Das Falkenköpfige streckte die Hand aus.

Talbot war unfähig, sich zu rühren. Wie gelähmt stand er da.

Das muss ein furchtbarer Alptraum sein, aus dem ich gleich erwachen werde, ging es ihm in seiner wachsenden Verzweiflung durch den Kopf. Aber dem war offensichtlich nicht so. Was geschah hier? War er verrückt geworden? Oder wurde er tatsächlich Zeuge davon, wie der Gott Horus aus einer bisher noch nicht katalogisierten Mumie emporstieg und unter den Sterblichen wandelte?

Der Falkenköpfige sah ihn an.

Ein Blick wie eine Ewigkeit.

Talbot hatte das Gefühl, dass ein fremder Geist in seine Gedanken drang und alles durchforstete. Der Kopf schmerzte dem Ägyptologen.

Dann nahm Horus seine rechte Hand und legte sie Talbot auf die Stirn.

In diesem Augenblick hatte Talbot das Gefühl, sein Hirn würde auseinandergerissen werden und explodieren. Er schrie auf – ein Laut unvorstellbaren Schmerzes, der innerhalb eines Augenblicks so verzerrt wurde, dass er nichts Menschliches mehr an sich hatte.

Eine Stimme ertönte in Talbots Kopf.

»Diene … Horus …«, dröhnte diese Stimme.

Dann umgab ihn nur noch die Schwärze des Todes.

***

Ich war an diesem Abend mit meinem Freund Bill Conolly in einem italienischen Restaurant in der Londoner City. Ich kannte Bill ja schon aus meiner Studienzeit, und wir hatten eine Menge zusammen erlebt.

Und ganz besonders teilten wir eine Sache: Die intensive Beschäftigung mit dem Übernatürlichen. Diesem Thema hatte er sich in seiner Eigenschaft als freier Reporter jedenfalls hauptsächlich gewidmet. So hatte uns das Interesse an bestimmten Fällen immer wieder zusammengebracht.

Ich hatte Bill seit unserem Abenteuer in der Arena der Werwölfe nicht mehr gesehen, und so war ein Treffen unter Freunden – ganz ohne Dämonen und ähnliche Bedrohungen – mal wieder längst überfällig.

Wenn wir uns sahen, gab es immer alles Mögliche zu erzählen. Bill kam viel herum, und es war immer wieder interessant, zu hören, was er Neues zu berichten hatte.

Wir waren schon beim Dessert, als Bill schließlich auf eine Sache zu sprechen kam, die ihm offenbar sehr am Herzen lag, wie ich wenig später begriff.

»Sag mal, John, hast du schon mal von der Farnham-Sammlung gehört?«

»Hat die etwas mit altägyptischen Mumien zu tun?«, entgegnete ich.

»Exakt. Der letzte Lord Farnham hinterließ eine Sammlung von Mumien und ägyptischen Kunstgegenständen, die auf dubiosen, teilweise ungeklärten Wegen gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts nach England gelangten. Inzwischen sind sie im Besitz des Ägyptologischen Instituts der Universität London. Dort wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt, und man versucht vor allem, die Herkunft der Stücke zu klären, sie zu datieren und der Forschung zugänglich zu machen. Anschließend plant man, die Sammlung dem British Museum zur Verfügung zu stellen.«

»Da dürfte sie gut aufgehoben sein«, meinte ich. Die Mumiensammlung des British Museum genoss ja ohnehin schon einen legendären Ruf.

Ich hatte von der Farnham-Sammlung in der Zeitung gelesen. Im neunzehnten Jahrhundert waren zahlreiche Mumien auf dubiosen Kanälen nach England gelangt, und es war zeitweilig ein beliebter Nervenkitzel begüterter Kreise gewesen, an okkulten Séancen teilzunehmen, in deren Verlauf dann auch Mumien geöffnet wurden.

Jedem heutigen Wissenschaftler dreht sich allein bei dem Gedanken der Magen um. Nicht genug, dass diese Mumien schon von den einheimischen Mumienjägern unfachmännisch geborgen worden waren und man heute nicht mehr rekonstruieren konnte, in welchem Zusammenhang man sie aufgefunden hatte! Zusätzlich waren die Fundstücke oft genug durch okkulte Praktiken beschädigt worden. Manche von ihnen waren sogar ganz oder teilweise zu einem Pulver zerkleinert worden – Mumia genannt – dem man Wunderkräfte zusprach.

»Ich nehme an, dass die Wissenschaftler des Instituts erst mal feststellen müssen, welche dieser Mumien überhaupt echt sind«, sagte ich.

»Damals gab es noch keine Methode, mit der man einen dreitausend Jahre alten Ägypter von einem vor erst vor wenigen Jahren verstorbenen und etwas eingetrockneten Äthiopier unterscheiden konnte«, stimmte Bill mir zu. »Aber schon zur Zeit der Pharaonen gab es gewerbsmäßige Mumienfälscher. In der Farnham-Sammlung befinden sich meines Wissens auch viele Tiermumien, die zu rituellen Zwecken benutzt wurden: Krokodile, Katzen und sehr viele Ibisse. Aber wie mir der Leiter des Instituts sagte, war der Ibis zur Pharaonenzeit schon ziemlich selten in Ägypten.«

»Und da hat man dann einfach einen anderen Vogel genommen?«

»Eingeschmiert in Bitumen sieht man den Unterschied nicht. Und der gebogene Schnabel lässt sich nachmodellieren. Außerdem: Je seltener der Ibis wurde, desto weniger Menschen konnten das überhaupt noch aus eigener Anschauung beurteilen.«

Ich ahnte schon, dass Bill Conolly mir nicht einfach nur so von der Farnham-Sammlung erzählte, sondern dass noch irgendetwas anderes dahintersteckte.

»John, ich habe mich vor Kurzem mit Professor Norman Johnson getroffen. Das ist der Leiter des Wissenschaftler-Teams, das sich mit der Katalogisierung der Farnham-Sammlung befasst. Ich habe ja mal eine große Artikelserie über die okkulten Experimente geschrieben, die bis heute in okkulten Kreisen mit Mumien durchgeführt werden. Der einzige Unterschied zu den Exzentrikern aus der guten alten Zeit des Empire besteht wohl darin, dass es heute praktisch nur noch auf kriminelle Weise möglich ist, in den Besitz einer echten Mumie aus der Zeit der ägyptischen Pharaonen zu gelangen.«

»Ich erinnere mich an diese Artikelserie«, erklärte ich.

»Professor Johnson bat mich in einer delikaten Angelegenheit um Rat. Er wusste ja, dass ich mich mit okkulten Phänomenen beschäftige und ihn deswegen nicht gleich für verrückt erklären würde, wenn …«

Bill sprach zunächst nicht weiter, er schien nach den richtigen Worten zu suchen.

»Wenn was?«, fragte ich.

»Es geht um den Tod von Doktor Frank Talbot«, eröffnete Bill schließlich.

»Wer ist das?«

»Das ist einer der Wissenschaftler, der an der Katalogisierung der Farnham-Sammlung beteiligt ist – beziehungsweise beteiligt war.«

»Was ist mit ihm?«

»Er starb auf mysteriöse Weise. Offiziell sind die Ermittlungen eingestellt. Als Todesursache wurde einfach nur ein unerklärliches Multiorganversagen festgestellt. Professor Johnson fand den Toten in den Arbeitsräumen des Instituts. Er sagte mir, dass er dabei Zeuge einer sehr eigenartigen Erscheinung wurde.«

»Und was soll das für eine Erscheinung gewesen sein, Bill?«

»Er glaubte, zu sehen, dass die Seele des ägyptischen Gottes Horus sich von dem Toten erhob und in die Mumie zurückkehrte, die Doktor Talbot offenbar zuvor untersucht hatte.«

»Aber das hat Professor Johnson der Polizei nicht gesagt.«

»Wundert dich das, John?«

Ich schüttelte den Kopf. »Nein, nicht wirklich.«

»Na, also!«

Die Existenz von unserer Spezialabteilung bei Scotland Yard, die sich mit Fällen beschäftigte, in denen das Übernatürliche eine Rolle spielte, war nicht unbedingt allgemein bekannt. Schließlich hatte der Großteil der Verbrechen, mit denen sich Scotland Yard beschäftigte, nicht das Geringste mit Vampiren, Geistern, Gestaltwandlern oder anderen Ausgeburten der Hölle zu tun. Und wer immer den Mut fand, über Erlebnisse zu sprechen, die über die Grenzen des wissenschaftlich Fassbaren hinausgingen, lief immer Gefahr, dass man ihn für verrückt erklärte.

Die Gründe für Professor Johnson, sich in dieser Angelegenheit bislang zurückzuhalten, konnte ich durchaus nachvollziehen, auch wenn er uns dadurch die Ermittlungen erschwerte. Schließlich hatte die Zeit, die inzwischen vergangen war, dafür gesorgt, dass es vermutlich sehr viel schwerer war, irgendeine Spur der Kreatur zu finden, die Talbot möglicherweise umgebracht hatte.

»Du meinst, das könnte ein Fall für uns sein?«

»So, wie Professor Johnson mir die Angelegenheit geschildert hat, ist das so gut wie sicher, John. Ich habe ihm erzählt, dass es da bei Scotland Yard eine kleine Sonderabteilung gibt, die sich mit derartigen Fällen beschäftigt und …«

»… hast nebenbei wohl auch erwähnt, dass du dort jemanden kennst.«

»John, ich möchte dich einfach nur bitten, dir die Sache mal selbst anzusehen. Dann soll meinetwegen Sir James entscheiden, ob das ein Fall für eure Abteilung ist oder doch nur ein ganz gewöhnlicher, unerwarteter Todesfall, wie er auch ab und zu mal vorkommt.«

»Gut.« Ich nickte. »Was soll ich tun?«

»Hör dir die Story mal aus dem Mund von Professor Johnson an, und vielleicht könntest du die Räume des Instituts und insbesondere eine ganz spezielle Mumie, die darin zurzeit aufbewahrt wird, daraufhin untersuchen, ob irgendwelche Anzeichen für das Vorhandensein übernatürlicher Energie zu finden sind!«

»Für einen Espresso haben wir aber noch Zeit oder?«

»Sicher.«

***

Bill telefonierte mit Professor Johnson, und der Wissenschaftler sagte alle anderen Termine ab, um Bill und mich zu empfangen. Allein das zeigte mir schon, für wie wichtig Johnson die ganze Angelegenheit nahm.

Wir fuhren also zu Professor Johnsons Institut, das in einer alten Villa untergebracht war.

Johnson war ein grauhaariger, hagerer Mann mit einem sehr intensiven, fast stechenden Blick. Die wenigen Haare, die ihm noch geblieben waren, standen wirr ab, und auf seiner Stirn hatte sich eine markante v-förmige Falte tief eingegraben.

In seiner Begleitung befand sich eine Frau mit brünetten Haaren und fein geschnittenen Gesichtszügen.

»Das ist Melissa Winterbottom. Sie ist hier als Praktikantin tätig«, stellte Johnson sie uns vor.

Ich schätzte sie auf nicht älter als fünfundzwanzig. Sie hatte Modelmaße, und vom ersten Augenblick an fiel mir ihre außergewöhnliche Ausstrahlung auf.

»Mein Freund John würde sich gerne die Mumie ansehen, von der Sie mir berichtet haben«, meldete sich Bill Conolly zu Wort. Er sah dabei kurz Melissa Winterbottom an.

Für mich war es vollkommen offensichtlich, dass seine Ausdrucksweise ganz bewusst vage blieb, da er ja nicht wissen konnte, wen Professor Johnson in dieser Sache überhaupt ins Vertrauen gezogen hatte.

»Wir können offen reden«, sagte Johnson. »Ich habe inzwischen meine Mitarbeiter ins Vertrauen gezogen.«

Bill Conolly hob die Augenbrauen und schien darüber etwas verwundert zu ein. »Nun, wenn das so ist …«

»Ich weiß, ich habe Ihnen zunächst gesagt, dass ich mich eigentlich lieber niemandem anvertrauen wollte, wofür es ja auch überzeugende Gründe gab. Schließlich wird jeder, der sich in irgendeiner Form dazu bekennt, ein außersinnliches Erlebnis hinter sich zu haben, sehr leicht als exzentrisch oder sogar verrückt eingestuft.«

»Dann hat sich Ihre Einschätzung geändert?«, fragte Bill.

»Ja.« Professor Johnson rieb die Handflächen nervös gegeneinander. Er wandte seine Aufmerksamkeit mir zu und unterzog mich einer eingehenden Musterung, bevor er schließlich eine Antwort gab. »Es hat weitere Vorfälle gegeben«, erklärte er dann. »Andere Mitarbeiter des Instituts sind Zeuge von okkulten Erscheinungen gewesen.«

»Erscheinungen, bei denen der altägyptische Gott Horus eine Rolle spielt?«

»Eine geisterhafte Erscheinung von einem Mann mit Falkenkopf«, bestätigte Johnson. »Das entspricht einer häufigen Darstellung von Horus.« Er wandte sich an Bill. »Ich sehe, Sie haben sich bereits über einige Einzelheiten ausgetauscht.«

»Natürlich«, sagte Bill.

»Jedenfalls hatte es keinen Sinn mehr, die Kollegen nicht mit einzubeziehen, nachdem auch sie Zeuge solch geisterhafter Erscheinungen gewesen sind«, erklärte Johnson.

»Sie auch?«, wandte ich mich an Melissa Winterbottom.

»Ich auch«, bestätigte sie. »Zusammen mit drei weiteren Kollegen sah ich, wie sich die Horus-Erscheinung aus einer bisher undatierten Mumie erhob«, erklärte Melissa Winterbottom.

»Offiziell ist der Tod unseres Kollegen nicht als unnatürliches Ableben eingestuft worden«, erklärte Professor Johnson. »Aber für mich gibt es keinen Zweifel, dass diese Horus-Erscheinung die Todesursache war.«

»Ich schlage vor, dass Sie mir als erstes die Mumie zeigen, von der die Horus-Erscheinung aufgestiegen ist«, sagte ich.

»Sie würden uns einen großen Gefallen tun«, gab Johnson zurück. »Aber ich warne Sie. Was auch immer für eine Kraft in dieser Mumie schlummern mag, sie hat bereits einen Menschen getötet.«

Ich nickte leicht. »Sie vergessen, dass solche Fälle unser tägliches Brot sind«, sagte ich.

Und gerade mit dem alten Ägypten hatten wir ja in letzter Zeit öfter zu tun, fügte ich in Gedanken hinzu und dachte dabei an unseren alten Bekannten Sarket, der uns erst vor einigen Wochen wieder das Leben schwer gemacht hatte – und leider mal wieder entkommen war.1) Hatte er etwas mit den aktuellen Ereignissen zu tun?

***

Professor Johnson und Melissa Winterbottom führten uns in einen Raum, in dessen Mitte sich ein großer Tisch befand. Darauf lag ein Sarkophag, der mit altägyptischen Hieroglyphen versehen war.

»Sollen wir den Sarkophag für Sie öffnen?«, fragte Johnson.

»Einen Moment«, widersprach ich, nahm mein Kreuz von Hals und legte es auf den Sarkophag.

Es erfolgte keinerlei Reaktion, und als ich es anschließend wieder in die Hand nahm, hatte es sich nicht einmal erwärmt. Zumindest das Vorhandensein kleinerer übersinnlicher Energiemengen hätte ich eigentlich erwartet. Schließlich waren dieser Sarkophag und der Tote, den er beherbergte, irgendwann von ihrem eigentlichen Bestattungsort entfernt worden. Und allein das kann dafür sorgen, dass sich die Geister der Toten regen.

Aber in diesem Fall schien nichts dergleichen zuzutreffen. Und auch die Zaubersprüche, mit denen sowohl der Sarkophag als auch die Mumie selbst mit Sicherheit versehen waren, schienen keine Wirkung auf das Silberkreuz zu haben.

»Öffnen Sie jetzt bitte den Sarkophag«, wandte ich mich nun an Professor Johnson und Melissa Winterbottom.

Sie hatten beide bereits Latexhandschuhe angelegt und hoben jetzt vorsichtig den Deckel vom Sarkophag.

Die Mumie selbst kam nun zum Vorschein. Das Gesicht war dunkel und hohlwangig, die Haut wirkte ledern. Unter den Leinentüchern, mit denen der Leichnam einst eingewickelt worden war, hoben sich bereits unter der ersten Lage mehr als ein Dutzend vermutlich mit Zaubersprüchen versehene Skarabäen ab. Es war anzunehmen, dass in den unteren Lagen der Leinenwicklung weitere zu finden waren.

Ich legte das Kreuz auf den Körper des Toten und zwar genau auf die überkreuzten Arme, sodass es fast den Eindruck machte, als würde die Mumie das Silberkreuz in den Händen halten.

Auch diesmal war keinerlei Reaktion des magischen Artefakts zu registrieren. Ich berührte das Silberkreuz, um ermessen zu können, ob es nicht doch auf die magischen Kräfte reagierte. Eigentlich mussten diese Kräfte sich doch gerade in diesem Fall deutlich hervortreten. Schließlich waren mehrere Personen Zeugen einer Geistererscheinung geworden, die mit dieser Mumie ohne Zweifel in Zusammenhang stand.

Ich ließ das Kreuz noch eine Weile auf dem mumifizierten Körper liegen. Dann nahm ich es wieder an mich. Dabei spürte ich ein leichtes Stechen in den Fingerspitzen. Es erinnerte an einen nicht sehr starken elektrischen Schlag.

Diese Empfindung raste meinen Arm hindurch, erfasste für einen Sekundenbruchteil den gesamten Körper und war dann nicht mehr zu spüren.

Das Kreuz hing mir nun wieder um den Hals. Ich stand etwas verwirrt da und blickte auf die Fingerspitzen meiner rechten Hand.

»Ist irgendetwas?«, fragte Melissa Winterbottom.

»Nein.«

»Hat das magische Artefakt, das Sie da benutzen, irgendeine Reaktion gezeigt?«

Ich sah sie nun ziemlich überrascht an. »Woher wissen Sie, dass …«

»… dass dieses Kreuz ...

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