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John Sinclair - Folge 1907

Der Teufel von Darkwood

von Logan Dee

»Und, kommst du jetzt endlich mit?«, fragte Steve Marsson zum wiederholten Male und starrte seine neueste Eroberung gierig an. Er konnte seine Erregung kaum mehr verbergen. Bei Gott, diese Frau machte es wirklich spannend. Sie reizte ihn zur Weißglut.

Anne knallte ihr Bierglas auf die Theke. »Was hast du gesagt?«, lallte sie. Noch ein weiteres Bier, und sie würde wahrscheinlich vom Hocker kippen.

»Lass lieber die Finger von der Frau«, mischte sich nun der Wirt ein. Er hatte kein gutes Gefühl bei der Sache.

Doch Steve beachtete ihn nicht – ein schwerwiegender Fehler …

»Ob du jetzt endlich mitkommst, hab ich dich gefragt«, wiederholte Steve noch einmal. »Ich hab dir doch gesagt, dass ich dich nach Hause fahre.«

Das war von Anfang an sein Plan gewesen, als die blond gelockte, nicht mehr ganz so blutjunge Schönheit vor zwei Stunden den Pub betreten hatte. Er schätzte sie auf Ende zwanzig. Sie hatte sich gleich an die Theke gesetzt und das erste Bier bestellt, und dabei war es nicht geblieben. Mittlerweile hatte sie einige Pints in sich reingeschüttet.

Natürlich waren auch die anderen Männer scharf auf sie: Oli, Harvey, Sebastian, … Aber Steve war nun mal der Leitwolf des Rudels, das sich hier jeden Freitag im Dark Blackwood, kurz Dark’s genannt, traf, sich volllaufen ließ und über die keifenden Ehefrauen zu Hause, die mies bezahlte Arbeit in der Holzfabrik und Gott und die Welt dort draußen debattierte.

»Die gehört mir, Leute«, hatte er von Anfang an klargestellt, als Anne wie ein Wunder aus einer anderen Welt hereingeschneit gekommen war.

Zunächst war sie ganz schön abweisend gewesen, hatte ihn noch nicht mal von der Seite angeguckt.

Okay, er war kein George Clooney, aber auch kein Freak. Er war vielleicht zwanzig Jahre älter als sie und wog vierzig Kilo mehr, aber nein, ein Freak war er nicht.

Nach dem dritten Pint war Anne aufgetaut. Es war so warm im »Darks«, dass sie sogar ihre Bluse ein Stück weiter aufgeknöpft hatte.

Sie spielte mit dem Feuer, und Steve war sich nicht sicher, ob sie das wirklich beabsichtigte. Je später es geworden war, desto höher war auch ihr kurzer Rock gerutscht, und die prächtig geformten Schenkel kamen jetzt noch aufreizender zur Geltung.

»Ich hab kein Zuhause«, sagte sie nun.

»Aber irgendwo musst du doch wohnen?«, drängte er. Gut, dass wenigstens er halbwegs nüchtern geblieben war.

»Ich habe kein Zuhause«, wiederholte sie stur. »Nicht mehr. Ich bin einfach abgehauen, nachdem ich Bobby mal wieder mit einer seiner Tussis im Bett erwischt habe. Es reicht!«

»Da geb ich dir voll und ganz recht«, sagte er und legte die Hand auf ihren rechten Schenkel. »Manche Männer sind echte Schweine. Ich bin noch nie fremdgegangen. Selbst nicht, nachdem meine Frau vor zwei Jahren gestorben ist.« Das war gelogen, aber es klang in seinen Ohren richtig gut.

»So? Pech für Sie.«

Die Dame war einfach nicht zu knacken. Da konnte er noch so auf die Tränendüse drücken.

Er wandte den Kopf und schaute nach hinten auf seine feixenden Kumpels. Die machten sich schon lustig darüber, dass nichts laufen würde. Oli grinste und zeigte mit dem Daumen nach unten. Wahrscheinlich würden sie ihn noch wochenlang damit aufziehen. Steve, der Loser. Kriegt noch nicht mal ne betrunkene Schlampe rum.

Es war Zeit, seinen letzten Trumpf auszuspielen. »Glaub nicht, dass ich dich zu mir nach Hause abschleppen will. Ich bin da so was wie ein Mönch, verstehst du?«

Weder nickte sie, noch schüttelte sie den Kopf. Wahrscheinlich verstand sie gar nichts mehr.

»Lass das Arschloch so lange schmoren, bis er so richtig Sehnsucht nach dir hat. Oder sich Sorgen macht. So lange kannst du in meinem Jagdhaus pennen. Da stört dich keiner. Da kannst du in Ruhe über alles nachdenken.«

Langsam wandte sie ihm den Kopf zu. So etwas wie Wut trat in ihre glitzernden Augen. »Da hast du verdammt recht, dass Bobby ein Arschloch ist.«

»Sag ich doch!« Er rückte noch näher an sie heran. Seine rechte Hand blieb auf ihrem Schenkel liegen. Mit dem linken Arm umschlang er ihre Schulter.

Na also, ging doch! In seinen jungen Jahren hatte man ihn den Schlepper genannt. Jeden Freitag hatte er ein anderes Mädchen aufgerissen. Das war zwar lange vorbei, aber es war an der Zeit, seinen alten Ruf mal wieder etwas aufzupolieren.

»Außerdem solltest du sowieso heute Nacht nicht mehr allein dort draußen rumlaufen.«

»Und warum nicht?«

»Noch nie von dem Teufel von Darkwood gehört?«

»Nein. Wer soll das sein?«

»Ein Monster, ein Ungeheuer. In bestimmten Nächten ist es unterwegs und sucht nach Opfern.«

»Willst du mir Angst machen?«

»Nein, war nur ein Scherz.« Steve grinste sie an. Der Schuss war nach hinten losgegangen. Wenn sie noch nie von dem Teufel von Darkwood gehört hatte, hielt sie ihn womöglich noch für einen Spinner, wenn er davon anfing.

»Ich zahle!«, rief er dem Wirt zu.

»Ich will noch ein Bier«, nuschelte die Frau.

»Du hast genug getrunken«, sagte Steve.

Sie stierte ihn an. »Wer bist denn du, dass du mir sagst, was ich trinken soll und was nicht. Ich kenn dich gar nicht.«

Mist, die ganze Sache drohte zu entgleiten.

»Ich bin Steve, das habe ich dir doch gesagt.« Genau genommen hatte er es ihr schon dreimal gesagt, aber anscheinend hatte sie es jedes Mal wieder vergessen.

»Mir ist schlecht«, sagte die Frau plötzlich.

Hätte Steve sie nicht gehalten, wäre sie jetzt tatsächlich zu Boden geglitten. Trotzdem schüttelte sie seine Hände ab und torkelte zu den Toiletten.

»Hast du nicht gehört? Die Rechnung, Ernie!«

Ernest Miller, der Wirt, warf ihm einen unfreundlichen Blick zu. Ihm gehörte die Kneipe seit Menschengedenken. Er kannte Steve und die anderen Männer schon seit ihrer Jugend. Und sie hatten Respekt vor dem zwei Meter großen glatzköpfigen Hünen mit den Creolen in beiden Ohrläppchen. Trotz seines Alters schwang Ernest Miller noch immer gern die Fäuste, wenn es galt, seinen Pub sauber zu halten.

Sauber, das hieß für ihn: keine Schlägereien, keine Drogen und keine anderen illegalen Geschäfte.

»Du solltest wirklich lieber die Finger von der Frau lassen«, knurrte er nun noch einmal.

»Und warum? Hast du nicht gesehen, wie sie mich anhimmelt?« Steve grinste breit. »Aber keine Sorge, ich fasse sie nicht an. Ich sorge nur dafür, dass sie ein Bett für die Nacht kriegt.«

»Und du schlüpfst dann mit unter die Decke, was?«

Jetzt reichte es Steve. Er brauchte keine Moralpredigten. Davon erwarteten ihn schon zu Hause genug. »Weißt du was, leck mich doch, Ernie. Du bist doch nur neidisch.«

Der Wirt schüttelte den Kopf. »Und du weißt nicht, was du tust. Sie ist betrunken, völlig hinüber. Wenn sie morgen früh aufwacht, und du liegst neben ihr, hast du vielleicht noch eine Vergewaltigungsanzeige am Hals. Willst du das wirklich? Außerdem …« Ernest Miller machte eine Pause.

Eine zu lange Pause, wie Steve fand. »Hast du noch was auf dem Herzen? Spuck’s ruhig aus!«

»Was du ihr vorhin über Scarlett erzählt hast, war nicht in Ordnung.«

Das war nun wirklich zu viel. »Was geht dich meine Frau an?«

»Nichts«, gab der Wirt zu. »Außer dass sie einen Trunkenbold wie dich wahrscheinlich nicht verdient hat. Aber du weißt doch, was letztes Jahr mit Tyler passiert ist. Oder erinnerst du dich schon nicht mehr?«

Tyler Fisher hatte zwar nicht seiner Clique angehört, aber Steve kannte ihn gut. Sie hatten zusammen die Schulbank gedrückt. Tyler war jeden Tag im Dark’s anzutreffen gewesen. Und regelmäßig hatte seine Frau ihn abends im Pub abgeholt und ihm vor allen Gästen die Hölle heiß gemacht.

Am Anfang hatten sie alle ihren Spaß gehabt, aber nach und nach hatte ihnen Tyler einfach nur leidgetan. Eines Abends hatte sich seine Frau derartig in Rage geredet, dass sie am Schluss gesagt hatte: »Ich wollte, du wärst tot, Tyler Fisher!«

Das war er nun auch vermutlich. Nachdem er mit ihr den Pub verlassen hatte, hatte ihn niemand mehr lebend gesehen. Aber auch seine Leiche war nie aufgetaucht.

Dafür hatte seine Frau geschworen, dass er sie jeden Abend heimsuchte, als Untoter.

Nach zwei Wochen war sie reif für die Klapsmühle gewesen. Dort saß sie noch immer, und noch immer bekam sie Nacht für Nacht Besuch von ihrem toten Gatten. Sofern man ihr denn Glauben schenken wollte.

»Natürlich erinnere ich mich an Tyler«, sagte Steve. »Aber die Sache mit seinem Tod und dass er als Geist wiederauferstanden sein soll, das ist doch alles Quatsch.«

»Und alles andere wohl auch, was?«

Mit »alles andere« meinte Ernest die Dinge, die Darkwood von anderen Gemeinden unterschieden. Es gab nun mal Regeln, an die man sich besser hielt. Regeln, die man schon mit der Muttermilch eingeflößt bekam. Im Grunde war dies hier noch immer genauso eine hinterwäldlerische Gegend wie vor hundert Jahren, voller Aberglaube und merkwürdiger Riten. Die Bauern brachten an bestimmten Tagen noch immer ein Feueropfer, um sich gegen Hexerei zu schützen.

Und jedermann wusste, an welchen Stellen im Moor man sich des Nachts besser nicht aufhielt, weil dort die Geister lauerten. Auch unter Steves Fußmatte zu Hause vor der Eingangstür lag seit eh und je eine Schere, um die Dämonen davon abzuhalten, ins Haus zu kommen.

»Und dann noch die Sache, dass du den Teufel erwähnt hast«, fuhr Ernie fort. »Du weißt nicht, was du damit heraufbeschwörst!«

Zum Glück kam Anne gerade von der Toilette wieder. Sie hielt sich erstaunlich aufrecht. Sie war zwar alles andere als nüchtern, aber als sie Steve erreichte, lächelte sie ihn an. »Weiß du was, Steve? Ich hab’s mir überlegt. Das ist eine verdammt gute Idee, die du da gehabt hast.«

»Sag ich doch.« Endlich behielt sie seinen Namen. Und nach der Ansage würde ihm niemand nachsagen können, er hätte die Frau zu irgendetwas gezwungen.

Nein, Anne ging ganz freiwillig mit ihm. Er zwinkerte Ernie zu. Aber der Wirt schaute auch dann noch brummig drein, als er Steve denn fälligen Betrag nannte.

Steve zahlte. Er hatte es jetzt sehr eilig. Nicht, dass es sich Anne noch anders überlegte.

Nachdem er ihr in die Jacke geholfen hatte, zog er sie rasch hinaus auf den Parkplatz, auf dem sein schäbiger Ford stand.

»Wo steht eigentlich dein Wagen?«, fragte er neugierig. Sie fuhr bestimmt einen flotten Flitzer.

»Ich bin getrampt«, erklärte sie mit immer noch schwerer Zunge.

»Direkt bis vors Lokal?«

»Ja, mich hat irgend so’n Lord aufgelesen.«

»Etwa Lord Darkwood?«

Steve war alarmiert. Er verfluchte Ernests Gerede von eben. Am liebsten hätte er seinen Plan, die Blonde in seine Hütte im Wald zu fahren, rückgängig gemacht.

»Ja, so hat er sich genannt. Ein ziemlich unheimlicher Bursche. Er hatte die ganze Zeit am Steuer den Mantelkragen hochgeschlagen und den Hut tief in die Stirn gedrückt. Ich hab kaum sein Gesicht gesehen.« Sie kicherte plötzlich. »Mit seinen Augen stimmte was nicht. Ich glaubte, sie glühten. Als ob in ihnen ein Feuer tanzte, weißt du? Dabei war ich da doch noch gar nicht betrunken.«

Alles, was mit Lord Darkwood zusammenhing, mied man am besten. Besser noch: man nahm die Beine in die Hand und sah zu, dass man so schnell wie möglich Land gewann. Solange man noch flüchten konnte.

Steve hatte das unangenehme Gefühl, dass es dafür schon zu spät war.

Irgendetwas braute sich über ihm zusammen.

»Weißt du was?«, sagte er. »Wir beide gehen jetzt in den Pub zurück, und ich rufe dir ein Taxi, das dich zurück zu deinem Bobby bringt.«

Sie zog einen Flunsch. Auf dem Parkplatz war es so dunkel, dass er einen Moment glaubte, dass sich ihr Gesicht zu einer Fratze verzerrt hatte. Irrte er sich, oder glühten ihre Augen tatsächlich? Oder spiegelte sich nur der Mond darin?

Sie hatten sein Auto erreicht. »Schließ endlich auf und lass uns fahren«, sagte sie. Sie ging gar nicht auf seinen Vorschlag ein. Und sie klang auch nicht mehr betrunken.

»Ich denke nicht daran. Wenn du nicht zurück mit in den Pub kommen willst, ist das dein Problem, nicht meins. Ich jedenfalls sage jetzt tschüss!«

Er drehte sich um. Kaum hatte er einen Schritt getan, als er das Fauchen in seinem Rücken vernahm. Er wirbelte herum. Was er sah, ließ ihn erstarren.

Dort, wo gerade noch die Blondine gestanden hatte, stand eine andere Gestalt. Entfernt hatte sie Ähnlichkeit mit …

»Scarlett …?«

Sein Hals war plötzlich trocken. Der Name seiner Frau kam ihm nur mit Schwierigkeiten über die Lippen. Nein, das Wesen vor ihm konnte nicht Scarlett sein. Es trug ein verschimmeltes Nachthemd. Auf dem Kopf sprossen nur wenige Haarfetzen. Das eingefallene Gesicht glich einer Mumie. Die Haut hing in Fetzen herunter. Die Wangen waren eingefallen, und durch die Löcher des grauen Fleisches konnte man die Knochen erkennen. Die Lippen waren verschrumpelt. Das Gebiss lag fast völlig frei und erinnerte an das gebleckte Grinsen eines Totenschädels. Dort, wo sich einst die Nase befunden hatte, gähnte ein schwarzes Loch.

Am schlimmsten aber waren die Augen. In ihnen tanzten die Flammen. Die höllischen Flammen.

Die Kreatur wankte einen Schritt auf ihn zu. Der Gestank von Verwesung schlug Steve wie eine Pestwolke entgegen.

»Du bist ein Nichtsnutz, Steve. Ich habe immer gewusst, dass du mich betrügst!«

Die Stimme klang nur entfernt wie die seiner Frau. Sie klang überhaupt nicht wie die einer lebenden Person. Sondern wie aus einem Grab.

Unwillkürlich machte er einen Schritt zurück, sodass der Abstand zwischen ihnen der gleiche blieb.

»Nein, du bist nicht Scarlett«, sagte er heiser. »Du bist eine Ausgeburt der Hölle. Jawohl, die Hölle hat dich ausgespien!«

Die Unheimliche lachte. Es hörte sich an wie ein Röcheln. »Hast du dich eben nicht noch darüber beklagt, dass ich seit zwei Jahren unter der Erde liege? Willst du sehen, wie ich dann aussehe?«

Zu seinem Entsetzen verwandelte sie sich erneut. Sie verweste vor seinen Augen. Die Füße knickten ihr weg. Sie fiel zu Boden und zerbrach in mehrere Teile. Ihr anklagender Blick traf ihn: »Du hast mich getötet!«

»Du lügst! Du bist nicht tot. Du bist zu Hause und wartest auf mich!«

»Nein, du hast den Fluch ausgelöst, indem du behauptet hast, dass ich seit zwei Jahren im Grab liege …«

Er erinnerte sich an die warnenden Worte des Wirts. Man sagte hier in Darkwood so etwas nicht leichtfertig. Jetzt war auch er davon überzeugt. Er brach in Tränen aus. »Ich nehme es zurück! Es tut mir leid! Ich wollte es nicht …«

Mit einem letzten Stöhnen sackte die Kreatur, die einmal seine Frau gewesen war, zusammen. Vor seinen Augen verweste die Leiche weiter.

Steve atmete schwer. Am liebsten hätte er sich umgedreht und wäre zurück in den Pub gelaufen. Aber er konnte einfach nicht den Blick von dem stinkenden Haufen Knochen wenden, der vor Sekunden noch an seine Frau erinnert hatte.

Aber endlich war es vorbei. Nur noch ein Häufchen Staub lag auf dem Boden. Steve wischte sich über die Augen. Hatte er sich das alles nur eingebildet? Wurde er verrückt? Oder schlimmer noch: Hatte er irgendein Krebsgeschwür im Kopf, das ihm diese Visionen bescherte?

Doch der Verwesungsgestank, der noch immer in der Luft hing, bewies nur zu deutlich, dass er gerade nicht geträumt hatte. Auf fürchterliche Weise war das die Wirklichkeit.

Endlich gelang es ihm, den Blick abzuwenden. Als er sich umdrehte, um zurück in den Pub zu laufen, stand Anne vor ihm.

Doch auch sie hatte sich verändert. Sie schwebte mehrere Handbreit über dem Boden. Ihre ganze Gestalt umgab ein grünes Leuchten. Auch in ihren Augen glomm das Höllenfeuer. Aber am Schrecklichsten waren die zwei riesigen Reißzähne, die über ihre roten, vollen Lippen ragten.

»Wer bist du?«, fragte er voller Entsetzen. »Und was willst du von mir?«

»Mein Name ist Rabisana. Und ich will deine Gier erneut entfachen.«

Voller Abscheu wies er hinter sich: »Indem du mir diese abscheuliche Kreatur vorgaukelst?«

»Ach das? Das war nur ein kleines Vorspiel. Ich gaukle sie dir nicht vor. Du selbst hast deine Frau auf dem Gewissen, indem du ihren Tod gewünscht hast. Den Wunsch habe ich dir erfüllt. Und jetzt musst du mir einen erfüllen.«

»Was bist du? Eine Banshee?«

»So etwas Ähnliches, ja.« Sie lächelte ihn an. Doch das Lächeln erinnerte ihn an einen Haifisch, kurz bevor er seine Beute verspeist. »Ich bin ein Vampir. Aber ich habe noch ein paar andere Fähigkeiten. Und rate mal, wen ich heute Nacht begehre?«

Bevor Steve reagieren konnte, warf sie sich auf ihn, hüllte ihn ein mit ihrer grünen Aura, die sie wie ein Feenmantel umgab, und schlug die Zähne in seinen Hals.

Aber das war erst der Beginn.

Der Beginn einer sehr langen und schmerzhaften Nacht für Steve.

***

Ich war hundemüde. Der Tag war anstrengend gewesen.

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