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John Sinclair - Folge 1899

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Das Phantom der Blutsteine
  4. Vorschau

Das Phantom der Blutsteine

von Logan Dee

»Halt! Was willst du hier?«

Die Hexe Aspasia stellte sich der Gestalt in den Weg. Der Fremde war in eine lange schwarze Kutte gehüllt, und sein Gesicht lag vollständig im Schatten der Kapuze. Aspasia hatte das Gefühl, dass er sie spöttisch angrinste.

»Wer wagt es, mir den Weg zu versperren?« Die Stimme klang dumpf und drohend. Nicht wie die eines Menschen, sondern wie von jemandem, der die Schwelle zum Jenseits schon lange überschritten hatte …

Unwillkürlich fröstelte die Hexe, als ihr bewusst wurde, dass sie einem Untoten gegenüberstand. Dennoch, sie ließ sich ihre Furcht nicht anmerken.

»Ich bin Aspasia, das Oberhaupt des Hexenzirkels. Ich wache darüber, dass niemand die Externsteine betritt, der nicht befugt ist.«

Aspasia war keineswegs eine furchterregende Erscheinung. Sie war eine uralte Frau, klein und gebückt, und sie war nackt, bis auf einen lederartigen Lendenschurz, der wie ein Lumpen um ihre Hüfte gewickelt war. Ihre faltige Haut schlotterte wie ein Fremdkörper an ihrem Knochengestell.

Doch zwei Dinge waren es, die den Fremden warnten.

Zum einen waren da die schwarzen Augen, in deren Tiefen eine erbarmungslose Kälte hauste. Sie spiegelten unversöhnlichen Zorn über den Eindringling wieder.

Das zweite war die Faust, die den schweren Zauberstock aus Eiche umfasste. Der Stock war größer als die Alte selbst. Fast schwarz war er im Laufe der Jahre geworden. Magische Runen waren in das harte Holz geschlitzt, aber auch Zeichen, die jedem Wissenden verrieten, wie viele Feinde Aspasia bereits getötet hatte.

»Woher willst du wissen, dass ich nicht befugt bin, hier zu sein?«, fragte der Fremde nun.

»Weil wir seit zweitausend Jahren über die Steine wachen – und Kreaturen wie dich oft genug verscheucht haben.«

Er lachte rau und höhnisch. »So, dann bist du also zweitausend Jahre alt? Dabei habe ich dich für ein junges Mäuschen gehalten. Und jetzt tritt endlich beiseite, sonst …«

»Sonst?« Aspasia dachte nicht daran, den Weg freizugeben. »Außerdem irrst du. Ich habe beileibe keine zweitausend Jahre auf dem Buckel. Dafür aber unser Hexenzirkel. Und eine Generation gibt ihr Wissen an die nächste weiter …«

Der Fremde machte einen Schritt nach vorne.

Aspasias Zauberstab zuckte vor und versperrte ihm den weiteren Weg. Sein Knurren verriet ihr, dass sein Angriff kurz bevorstand.

Plötzlich fuhren aus der Finsternis seines Umhangs zwei krallenbewehrte Hände hervor. Mit der Linken versuchte er, den Zauberstab beiseite zu schlagen. Die Rechte zischte direkt auf Aspasias Gesicht zu, um es zu zerfetzen.

Doch beide Hände prallten an einer unsichtbaren Mauer ab. Kleine Blitze zuckten und sprangen auf den Angreifer über. Er schrie auf und wand sich vor Schmerz. Dann zischte er etwas in einer unbekannten Sprache – einen uralten Zauber. Blitze fielen zu Boden, wo sie verloschen.

»Das wirst du büßen, Alte! Ohne deinen Zauberstab bist du nur ein wehrloses Opfer für mich!«

»Dann nimm ihn mir doch weg, wenn du kannst«, antwortete Aspasia gelassen. Es war ihr nicht im Geringsten anzumerken, dass sie soeben einen kräftezehrenden Zauber gewirkt hatte.

»Das werde ich!«, schrie der Fremde. »Eigentlich hatte ich nur vor, dir und deiner Brut einen Denkzettel zu verpassen. Aber jetzt werde ich dich töten.«

»Versuch es doch.«

Als er erneut einen Schritt vortrat, schälten sich aus dem Dunkeln hinter der Hexe weitere Gestalten hervor. Es waren zwölf Frauen, junge und alte, und sie alle waren nackt. Schweigend stellten sie sich neben Aspasia. Die Stille war bedrohlicher, als wenn sie ihn beschimpft hätten.

»So ist das also«, sagte der Vermummte. »Du bist zu feige, dich allein auf einen Kampf mit mir einzulassen. Schick die anderen Hexen fort, dann werden wir das hier unter uns ausfechten.«

»Das hättest du wohl gern. Ich bin nicht so alt geworden, um mich von einem räudigen Hund wie dir austricksen zu lassen. Verschwinde endlich, und sag deinem Herrn, dass er sein Glück woanders suchen soll. Hier wachen wir. Jetzt und in alle Ewigkeit.«

»Ich habe keinen Herrn. Ich bin mein eigener Herr!«

»Wie auch immer. Verpiss dich endlich!«

Diesmal hatte nicht die Alte gesprochen. Eine junge Hexe war an ihre Seite getreten. Sie war höchstens sechzehn. So wie Aspasia alt und hässlich war, so war das Mädchen jung und schön. Der makellose Körper mit den perfekt gerundeten Brüsten glänzte weiß im Mondlicht. Es schien, als sei selbst der Fremde für einen Moment davon verzaubert.

»Du hast gehört, was Aspasia gesagt hat!«, setzte sie drohend hinzu. In ihrem Blick lag eine noch eisigere Kälte, als sie Aspasia ausströmte.

Der Fremde ignorierte sie bewusst, indem er sich weiter an Aspasia wandte: »Sag, wie heißt die junge Hexenschlampe?«

Statt Aspasia antwortete das Mädchen: »Mein Name ist Gundula. Du solltest ihn dir gut merken.«

»Das werde ich tun. Und ich verspreche dir, dass ich dich besuchen komme. Wenn du allein bist – ohne deine Schwestern, hinter deren krummen Rücken du dich versteckst!«

Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um. Nach zwei Schritten verschmolz er mit der Nacht und war verschwunden.

Aspasia atmete sichtbar auf. Auch unter den anderen Hexen machte sich Erleichterung breit. Einige kicherten, andere klatschten.

»Das hast du gut gemacht, Aspasia«, sagte eine ebenfalls alte Hexe aus dem Kreis. »Dem hast du’s gegeben! Der wird so schnell nicht wiederkommen …«

»Da bin ich mir nicht so sicher«, sagte Aspasia nachdenklich.

»Ich ebenfalls nicht«, schaltete sich die junge Hexe ein. »Wir hätten ihn töten sollen.« Ihre Augen blitzten vor Zorn, während sie sich demonstrativ vor Aspasia aufbaute.

»Und dann? Dann wären andere gekommen, mächtiger als er, die ihn hätten rächen wollen. Nein, wir tun gut daran, uns nicht wie diese Teufelsbrut zu benehmen. Unser Zirkel hat all die Jahrtausende nur überlebt, weil wir allein dem Wohl dieses Ortes dienen. Nur er verleiht uns unsere Kraft. Zorn hat darin keinen Platz. Ich spüre deine Wut. Du bist noch jung und unerfahren, aber auch du wirst lernen …«

»Hör auf mit deinem ewigen Blabla«, sagte Gundula. »Du merkst nicht, dass deine Zeit abgelaufen ist. Der Fremde gerade sollte uns eine Warnung sein. Ich sage euch, Schwestern, wir müssen endlich wieder handeln!«

»Handeln? Was meinst du damit?«, fragte Aspasia.

»Das weißt du genau. Wir müssen ein Blutopfer finden. Damit die Steine uns neue Kraft schenken …«

»Du weißt, dass wir uns von den blutigen Riten bereits vor fünfzig Jahren verabschiedet haben!«

Gundula gähnte demonstrativ. »Ich weiß, gleich erzählst du uns wieder aus der Steinzeit. Aber mittlerweile sind neue Zeiten angebrochen. Ich verlange, dass wir darüber abstimmen. Wer von euch Schwestern ist für ein Blutopfer?«

Fordernd wandte sie sich an die anderen Hexen, sah jeder in die Augen. Manche hielten dem Blick nicht stand, andere nickten zustimmend.

Nach und nach hoben sich einige Hände. Schließlich waren es sechs der Hexen, die für das Blutopfer stimmten. Fünf waren dagegen – es waren die älteren, erfahreneren Hexen. Nun fehlten nur noch Aspasia und Gundula, aber das Ergebnis war auch so eindeutig.

»Du hast verloren«, sagte Gundula. Sie konnte ihren Triumph kaum verbergen. »Wir werden den Steinen ein Blutopfer bringen.«

»Und an wen hast du gedacht?«, fragte Aspasia mit brüchiger Stimme.

Die junge Hexe lächelte grausam. »Lass dich überraschen. Ich werde mich persönlich darum kümmern.«

***

Karl Keller hatte soeben das Kassenhäuschen abgeschlossen und sich auf den Weg zum Parkplatz begeben, als er einen entscheidenden Fehler machte – einen Fehler, der ihn letztlich das Leben kosten würde.

Er war einhundert Meter weit gegangen, als er sich noch einmal umdrehte. Da sah er die Gestalt. Sie trug eine lange schwarze Kutte. Der Kopf war tief in einer weiten Kapuze verborgen. Die Person wirkte unheimlich, gar nicht wie ein Mensch, sondern wie ein Schattenriss, genauso zweidimensional. Deutlich zeichnete sie sich vor der tiefroten Dämmerung dahinter ab.

Seitlich von der Gestalt erhoben sich die Externsteine hoch in den Abendhimmel. Die bizarre Felsformation, die alltäglich Heerscharen von Touristen und Wanderern hierherlockte, wirkte auf Karl Keller plötzlich bedrohlich. Wie ein lang hingestrecktes, urzeitliches Riesenwesen mit einem Stachelrücken.

Noch niemals zuvor hatte er angesichts der Steine Furcht verspürt. Höchstens Ehrfurcht. Oder Demut. Demut vor dem, was eine Laune der Natur hier vor Millionen von Jahren erschaffen hatte. Aber auch vor den von Menschenhand im Laufe der Jahrtausende erzeugten Hinterlassenschaften.

Zu zwei der hohen Felsen führten steile in den Stein gemeißelte Treppen hinauf. Und es gab eine künstliche, von Menschen in den Felsen geschlagene Höhle. Ganz zu schweigen von dem beeindruckenden jahrhundertealten Kreuzabnahmerelief, das Karl Keller aus seinem Kassenhäuschen heraus täglich vor Augen hatte.

Nein, niemals hatte er sich gefürchtet – bis zu diesem Abend.

Es gibt für alles ein erstes Mal, dachte er. Er blickte sich um, ob sich noch weitere Besucher auf dem weitläufigen Gelände befanden. Die Wiesen und Bänke waren verwaist. Die angrenzenden Wälder wirkten düster und unheilvoll.

Karl Keller erschauderte. Seit wann hatte er Angst vor dem Wald? Er war begeisterter Wanderer, und oft hatte er in der Umgebung nach Pilzen gesucht. Er kannte sich gut hier aus. Doch jetzt beschlich ihn die Furcht.

Seit zehn Jahren saß er von April bis Oktober in dem engen Kassenhäuschen, fertigte die Besucher ab, verkaufte ihnen Broschüren und die Eintrittskarten, die sie berechtigten, die Treppen zu den Steinen zu besteigen.

Seinen Feierabend bestimmte er selbst, doch immer schloss er sein Kassenhäuschen zwischen dem Einsetzen der Dämmerung und dem Anbruch des Abends ab. So war es Tradition. Schon seine Vorgänger hatten es so gehalten.

Der alte Schorsch, von dem er vor zehn Jahren den Schlüssel erhalten hatte, hatte ihm fast feierlich den von Kassenwart zu Kassenwart überlieferten Spruch zugeraunt: »Wenn die Sonne untergeht, dein Tagewerk zu Ende geht.«

Damals hatte er versprechen müssen, sich immer daran zu halten und die Worte an seinen Nachfolger weiterzugeben.

Ob der alte Schorsch mehr wusste als er?

Karl hatte seinen forschenden Rundumblick beendet.

Die unheimliche Schattenfigur war verschwunden! Das gab es doch nicht! Er hatte gerade mal fünf Sekunden den Blick von ihr abgewandt.

Er spürte, wie sich die Nackenhärchen aufstellten. Das war unmöglich! Die Gestalt konnte sich so schnell nicht versteckt haben. Die einzige Möglichkeit war, dass sie die Stufen hinunter zum Teich gelaufen war. Aber selbst dafür hätte ein Mensch länger gebraucht.

Ein Mensch …

Karl Keller war nicht abergläubisch, jedenfalls nicht mehr als jeder andere normale Mensch, den er kannte. Natürlich achtete er an einem Freitag den Dreizehnten mehr als sonst auf seine Schritte. Und er klopfte dreimal auf Holz, wenn er so unvorsichtig war, einen Wunsch laut zu äußern. Und natürlich bekreuzigte er sich, wenn eine schwarze Katze von links seinen Weg querte.

Aber bis heute hatte er nicht an das Übernatürliche geglaubt. Und er glaubte noch immer nicht so recht daran.

Trotzdem blickte er immer wieder über die Schulter zurück, als er seinen Weg fortsetzte.

Im Gegensatz zu sonst zog es Karl Keller nicht nach Hause. Seit seine Frau vor drei Jahren an Krebs gestorben war, kam ihm sein Reihenhaus wie eine Gruft vor. Alles erinnerte ihn dort an Eva. Die Stille war schon an normalen Tagen beklemmend. Doch heute Abend würde sie unerträglich sein, da war er sich ganz sicher.

Er ging direkt in die Arminiusklause, die auf dem Weg zu seinem Haus lag. Der Wirt, Jochen, sah ihm an, dass etwas passiert war. Karl Kellers Hände zitterten, und der kräftige, braun gebrannte Mann sah kreidebleich aus, als er das erste Bier in Empfang nahm. Außerdem huschten seine Blicke immer wieder zur Tür.

Als sie sich öffnete, und der zweite Gast an diesem Abend sich in das Wirtshaus gesellte, zuckte Karl Keller sogar so sehr zusammen, dass er einen Teil des Bieres verschüttete.

Stephan Reichel hieß der große, schlanke Mann, der die Arminiusklause betrat. Karl kannte den Förster gut. Reichel war Mitte vierzig, immer gut gelaunt und hilfsbereit.

Nachdem er Karl begrüßt und sich auch ein Bier bestellt hatte, meinte er geradeheraus: »Und jetzt erzähl mir mal, wo der Schuh drückt, Karl.«

Karl Keller fluchte innerlich. Sah ihm denn jeder gleich an, dass die unheimliche Begegnung an seinen Nerven gezerrt hatte?

»Ich hör auch weg«, sagte der Wirt und grinste.

»Brauchst du nicht«, entgegnete Karl. »Zapf mir lieber noch ein Bier, dann erzähle ich es euch.« Vielleicht ging es ihm ja danach besser. Jochen, der Wirt, war zwar ein Hänfling, aber zumindest Stephan war ein imposanter Mann. Er überragte selbst Karl um einen ganzen Kopf. In seiner Begleitung fühlte man sich sicher.

Nachdem ihm Jochen ein weiteres Glas Bier hingeschoben hatte, begann Karl zu erzählen. »Haltet mich für verrückt, aber ich habe ein Gespenst gesehen!«

»Wo?«, fragte Jochen verblüfft.

»Bei den Externsteinen. Nachdem ich mein Kassenhäuschen abgeschlossen und mich auf dem Weg nach Hause begeben hatte. Als ich mich noch einmal umdrehte, stand da die Gestalt: in einem schwarzen Umhang. Irgendwie sah sie unheimlich aus – nicht wie ein Mensch.«

»Wie meinst du das?«, fragte Reichel. »Nicht wie ein Mensch?«

»Nicht wie jemand aus Fleisch und Blut. Ich kann euch das auch nicht erklären. Das Ding stand einfach nur da. Es wirkte wie ein Schatten, irgendwie nicht greifbar. Und dann war es plötzlich weg.«

»Wie weg?«, fragte Jochen. Ihm war das Grinsen vergangen. Man merkte, dass er abergläubisch war. Trotzdem beugte er sich nun gespannt vor, um nur ja kein Wort zu verpassen.

»Er war verschwunden, und ich will vor euren Augen einen Besen fressen, wenn das mit rechten Dingen zugegangen ist. Haltet mich ruhig für verrückt, aber …«

»Ich glaube nicht, dass du verrückt bist«, sagte Jochen. »Als Wirt bekommt man so allerlei mit. Du bist nicht der Erste, dem dort oben was Unheimliches passiert ist. Ihr kennt doch den alten Fritz Redemeier …« Als die beiden anderen nickten, fuhr er sogleich fort: »Fritz hat seinen Hof in Heiligenkirchen, ganz in der Nähe der Externsteine, wie ihr wisst. Vor zwei Wochen ist ihm eine Kuh weggelaufen. Mit seinem Hund hat er sich gleich auf die Suche gemacht. Es war schon fast dunkel, als er die Wiese vor den Externsteinen erreichte. Sein Hund Theo zog wie verrückt an der Leine …« Jochen machte eine Kunstpause.

»Ja und?«, fragte Karl. »Hat er seine Kuh gefunden?«

»Hat er«, mischte sich der Förster in das Gespräch. »Ich kenne den Fall, denn seitdem haben wir Revierförster ein echtes Problem an der Backe. Die Kuh lag genau auf dem Weg zwischen den beiden Felsformationen. Jemand hatte sie vollkommen ausgeweidet. Nicht ein Tropfen Blut war mehr vorhanden.«

»Das gibt’s doch nicht!«, entfuhr es Karl. Erneut lief ihm ein Schauer über den Rücken.

»Ich habe mit dem Tierarzt gesprochen. Der konnte es sich auch nicht erklären. Wenn ein wildes Tier die Kuh gerissen hätte, wäre alles voller Blut gewesen. Er konnte sich nur vorstellen, dass sich jemand einen Scherz erlaubt hatte«

»Ich glaube nicht an Scherze«, widersprach Jochen. »Wer soll denn eine Kuh sauber ausgeweidet, sämtliche Innereien entnommen und auch noch das Blut so abgezapft haben, dass keine Spuren zurückbleiben? Ich sage euch: Da oben spukt es! Nach Einbruch der Dämmerung kriegt mich da jedenfalls niemand mehr hin!«

»Mich aber«, sagte Stephan. »Wenn da wirklich ein Verrückter herumläuft, dann schnapp ich mir den. Karl hat ihn heute Abend gesehen. Vielleicht ist er ja noch immer dort.«

»Du willst dort wirklich allein hin?«, fragte Jochen ungläubig.

»Ich komme mit!«, entschied Karl. »Schließlich will ich auch wissen, was da vor sich geht.«

Der Förster trank einen letzten Schnaps. »Dann sollten wir keine Zeit verlieren.«

***

Zwei Minuten später saßen sie in Stephan Reichels Geländewagen und fuhren den holprigen Waldweg entlang, der von dem kleinen Ort Holzhausen zu den Externsteinen führte. Der Wagen rumpelte so sehr hin und her, dass sich Karl Keller an der Halteschlaufe festklammerte. Mittlerweile bedauerte er es, sich auf das Abenteuer eingelassen zu haben.

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