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John Sinclair - Folge 1894

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Den Kreaturen auf der Spur
  4. Vorschau

Den Kreaturen auf der Spur

von Michael Breuer

Es war eine stürmische Vollmondnacht. Die schwarz gekleidete Gestalt kauerte auf einem schmalen Sims. Ein weiter Ledermantel flatterte um ihren Körper. Mit verkniffener Miene starrte die schlanke Frau hinunter in die Straßenschluchten von Bristol. Ihr Gesicht hatte etwas Lauerndes.

Plötzlich nahm sie weit unter sich eine Bewegung wahr. Eine Frau huschte durch eine schmale, dunkle Gasse. Sie wurde verfolgt.

Die dunklen Augen der Schwarzgekleideten leuchteten grell auf. Jetzt war der Moment gekommen! Mit einem eleganten Sprung löste sie sich vom Sims und stürzte hinaus in die Nacht …

Katie Barton fühlte sich verfolgt. Immer wieder drehte sich die rothaarige Mittzwanzigerin um und blickte argwöhnisch hinter sich.

Sie hatte eine Disco besucht und zu dieser späten Stunde kein Taxi mehr erwischt. Also hatte sich Katie für einen kleinen Fußmarsch entschieden. Das bereute sie längst.

Unmittelbar nachdem sie losmarschiert war, hatte es in Strömen zu regnen begonnen. Außerdem hörte sie unablässig Schritte.

Wieder blieb die junge Frau stehen und drehte sich um. Sofort wurde es wieder ruhig hinter ihr. Die Schritte verstummten.

Katie atmete tief durch. Der Wind trug einen seltsamen Geruch zu ihr herüber. Sie überlegte einen Moment, woran sie dieser erinnerte, dann endlich dämmerte es ihr. Es stank nach Tier.

Nach Raubtier, um genau zu sein.

Und im selben Moment, da sie diese Erkenntnis überkam, hörte Katie Barton das unheimliche Knurren.

Mist, durchzuckte es sie. Offenbar trieb hier ein streunender Hund sein Unwesen. Oder gehörte das Tier etwa dem immer noch unbekannten Verfolger?

Katie wusste es nicht, aber sie hatte auch keine sonderliche Lust darauf, es herauszufinden. Kurz entschlossen fuhr die junge Frau herum und begann zu rennen.

Das Ende der schmalen Gasse war nicht mehr weit. Sie konnte bereits die grellen Straßenlaternen erkennen, die von der Querstraße aus ihren fahlen Dämmerschein in die schmale Passage warfen. Vielleicht fünfzehn Meter trennten sie noch von einer belebteren Gegend.

Sofort setzte sich auch der Verfolger wieder in Bewegung. Die Schritte hinter ihr wurden schneller, gingen in ein Rennen über. Offenbar ließ der Unbekannte nun jede Vorsicht fallen. Ihm war nur noch daran gelegen, sein Opfer zu erwischen.

Heulen und Knurren erfüllte die kleine Gasse. Katie wagte es nicht, den Kopf zu drehen. Zum einen wollte sie nicht das Risiko eingehen, dabei zu stolpern. Außerdem hatte sie eine vage Angst vor dem, was sie dann zu sehen bekommen könnte.

Plötzlich war der Unbekannte unmittelbar hinter ihr. Heißer, stinkender Atem wehte Katie in den Nacken. Mit Grauen erkannte sie, dass das Heulen und Knurren nicht etwa von einem Hund herrührte, sondern dass ihr Verfolger der Verursacher war.

Katie spürte, wie sich zwei krallenartige Hände in ihre Schultern bohrten. Im nächsten Moment wurde sie auch schon brutal heruntergerissen und schlug schmerzhaft auf dem regennassen Asphaltboden auf.

Die junge Frau wollte schreien, doch ihr wurde die Luft aus den Lungen getrieben. Einen kurzen Moment wurde ihr schwarz vor Augen, als der Angreifer ihren Kopf an den Haaren hochriss und ihn noch einmal mit voller Wucht auf den Straßenboden schlug.

Einen Moment lang kauerte er auf ihrem Rücken und hielt sie mit seinem Gewicht in ihrer jetzigen Position, dann griff er wieder zu, um sie mit einem Ruck auf den Rücken zu wälzen. Hilflos ließ Katie es geschehen.

Als ein Streifen Mondlicht in die Gasse fiel und sie den Angreifer endlich erkennen konnte, verschwand ihre Benommenheit schlagartig. Katie Barton stieß einen grässlichen Schrei aus, als sie das unheimliche Geschöpf erblickte.

Nur vordergründig handelte es sich um einen Menschen. Der Kopf jedoch war der eines Tieres. Unwillkürlich fühlte sie sich an die Werwölfe aus diversen Horror-Filmen erinnert. Ja, genau so sah der Angreifer aus. Statt eines menschlichen Kopfs trug er einen Wolfsschädel auf seinen Schultern. Die fahlen gelben Augen des Ungeheuers funkelten vor Mordlust. Die Zunge hing halb aus der Schnauze heraus. Das Geschöpf hechelte. Ein zäher Speichelfaden tropfte von seinen Lefzen.

Katies Augen saugten sich an den zweifellos rasiermesserscharfen Zähnen des Ungetüms fest. Bei diesem Anblick war sie sich ganz sicher, dass sie diese Nacht nicht überstehen würde. Sie schloss mit ihrem Leben ab.

Schon riss das Monster weit den Rachen auf, um ein weiteres blutgieriges Heulen auszustoßen. Im selben Moment beugte sich der Menschenwolf tiefer über sie.

Fast zärtlich schnupperte er mit seiner nassen Schnauze an ihrem bebenden Hals. Es schien Katie fast, als suche er nach der schmackhaftesten Stelle.

Es dauerte nicht lange, bis er sie gefunden hatte.

Nach einem letzten Zähnefletschen schoss seine Schnauze nach vorne. Gerade noch rechtzeitig schaffte Katie es, den Kopf zur Seite zu reißen. Statt in ihre Kehle bohrten sich die Fänge des Ungeheuers nun in ihre Schulter. Die junge Frau schrie auf. Die Zähne drangen mit schauerlicher Mühelosigkeit durch ihre Kleidung und gruben sich in das weiche Fleisch darunter. Sofort spritzte heißes, kupfriges Blut hervor. Ihre Jacke und Bluse färbten sich rot.

Wie durch einen dichten Nebel nahm Katie herannahende Schritte wahr. Jemand näherte sich eilig.

Während sie noch überlegte, ob es sich um einen weiteren Angreifer handelte, wurde der Werwolf mit einem heftigen Ruck von ihr heruntergerissen und mit gespenstischer Mühelosigkeit fortgeschleudert. Knurrend landete er mehrere Meter weiter schmerzhaft auf dem Asphalt.

Das Monster stieß ein grässliches Heulen aus. Es war von der Attacke offensichtlich völlig überrumpelt, und auch Katie konnte kaum glauben, was gerade geschehen war. Trotz ihrer schmerzenden Schulter hob sie den Oberkörper an und hielt nach ihrem Retter Ausschau.

Die Gestalt war nur undeutlich zu sehen, trug jedoch einen langen, schwarzen Ledermantel. Die Füße steckten in schweren Stiefeln, wie sie wohl auch ein Motorradfahrer tragen mochte. Das Haar war zu langen Rastazöpfen geflochten und wurde von einem roten Bandana notdürftig gebändigt. Das Gesicht konnte Katie nicht erkennen, aber anhand der Kurven schien es sich eindeutig um eine Frau zu handeln.

Das war jedoch nicht das Auffälligste an der Fremden. Die rechte Hand der Unbekannten blitzte nämlich grell im Mondlicht auf. Es handelte sich um eine Art Prothese. Anstelle einer Hand trug sie eine silberne Kralle zur Schau. Bei diesem Anblick fühlte sich Katie unwillkürlich an die Pranken des Werwolfs erinnert.

Und dann sprach die Fremde. Sie hatte einen ausländischen Akzent, den Katie nicht auf Anhieb einordnen konnte.

»Verschwinde, du Köter«, sagte sie grollend. »Du hast dein letztes Opfer gerissen!«

Der Werwolf hatte sich mittlerweile vom Boden aufgerappelt. Mit hängender Zunge blickte er die Unbekannte an und schien angestrengt zu überlegen, ob er sie angreifen sollte. Dabei saugte sich sein Blick immer wieder an ihrer silbernen Krallenhand fest.

Die schwarz gekleidete Fremde stieß ein leises Lachen aus und machte eine lockende Bewegung. »Komm, und hol’s dir«, forderte sie ihn auf.

Die beiden unheimlichen Gestalten belauerten und umkreisten sich wie bei einem gespenstischen Ballett. Niemand schenkte der jungen Frau Aufmerksamkeit, die immer noch blutend am Boden lag.

Katie nutzte ihre Chance, um sich langsam hochzustemmen. Sie wusste nicht, ob es zwischen den Beiden zu einem Kampf kommen würde, aber sie hatte auch keine sonderliche Lust darauf, das Ergebnis eines solchen Kampfes abzuwarten.

Unsicher kam sie wieder auf die Füße und hielt sich an einer nahen Häuserwand fest. Der Blutverlust hatte sie geschwächt. Immer noch pumpte der rote Lebenssaft aus der Wunde.

Langsam tastete sich Katie rückwärts. Es fiel ihr schwer, das Gleichgewicht zu halten, aber tapfer hielt sie sich auf den Beinen.

Unterdessen schien der Werwolf zu einer Entscheidung gekommen zu sein. Offenbar stand ihm nicht der Sinn nach einer weiteren Auseinandersetzung.

Jetzt erst sah Katie, dass ihn die Fremde mit ihrer Kralle verletzt hatte. Kleine Rauchfäden stiegen von der Wunde auf, und der Geruch verbrannten Fells lag in der Luft. Der Werwolf schien unsägliche Schmerzen zu verspüren. Immer wieder stieß er ein gepeinigtes Heulen aus, das schon bald in ein leises Winseln überging.

Und dann handelte er plötzlich. Abrupt ließ sich das Monster vornüber fallen und rannte dann blitzartig auf allen Vieren an der Unbekannten vorbei ins Dunkel der Gasse.

Die Schwarzgekleidete war zu überrascht, um sofort zu reagieren. Sie schien kurz zu überlegen, ob sie die Verfolgung aufnehmen sollte, entschied sich jedoch dann mit einem abschätzigen Lächeln dagegen. Unmerklich schüttelte sie den Kopf, während sie dem davoneilenden Monster hinterherblickte.

»Der hat für heute Nacht genug«, stellte sie fest. »Den Rest bekommt er später!«

Katie hatte genug gesehen. Sie hatte keine gesteigerte Lust, nähere Bekanntschaft mit der Fremden zu schließen. Zwar hatte sie sie vor dem Monster gerettet, aber wer wusste schon, was sie noch im Schilde führte. Nein, Katie hielt es für besser, zu verschwinden.

Vorsichtig tastete sie sich weiter an der Hauswand entlang in Richtung Straße. Dann endlich hatte sie das Ende der kleinen Gasse erreicht. Mit einem Ruck stieß sich Katie von der Wand ab, um hinaus auf die belebtere Hauptstraße zu taumeln.

Jetzt erst nahm die Fremde Notiz von ihrer Flucht.

»Warte!«, rief sie laut.

Aus der Ferne hörte Katie bereits die schweren Schritte der Bikerstiefel, als die Schwarzgekleidete ihr nachsetzte.

Winkend sprang Katie auf die vielbefahrene Straße und wedelte mit den Armen. Tatsächlich hielt eines der Fahrzeuge mit quietschenden Reifen an. Der Fahrer sah sichtlich geschockt aus, als er die blutende Frau erblickte.

»Sind Sie überfallen worden?«, fragte er stammelnd, als Katie die Beifahrertür aufriss und sich eilig in den Wagen schwang.

»Ja«, brachte sie atemlos hervor. »Geben Sie Gas!«

Aber dieser Aufforderung hätte es gar nicht bedurft. Als der Fahrer die heranstürmende Frau mit der Silberkralle erblickte, trat er umgehend aufs Gaspedal und ließ die Unheimliche hinter sich zurück.

***

Detective Sergeant Earl Davenport rieb sich die Nasenwurzel. Durch die halb heruntergelassenen Jalousien des Krankenzimmers fiel ein Rest Tageslicht in den Raum. Er reichte aus, um einen hellen Schimmer auf das Gesicht der jungen Frau zu werfen, die regungslos im Bett lag. Ihre Züge wirkten fahl und leblos, aber es ging ihr gemessen an den Umständen gut.

Earl Davenport musterte sie nachdenklich. Was die Rothaarige zum Besten gegeben hatte, klang für ihn immer noch unglaublich.

Ein Werwolf, der inmitten von Bristol sein Unwesen trieb und dann von einer Frau verjagt wurde, die anstelle der rechten Hand eine silberne Kralle besaß – für ihn hörte sich das ganz danach an, als habe die junge Frau zu viele Horrorfilme gesehen.

Ihre Verletzung war nicht weiter bedrohlich, so viel hatten die Ärzte bereits verraten, aber Katie Barton stand unter Schock. Sie musste Entsetzliches erlebt haben, daran zweifelte Davenport keine Sekunde. Ob es allerdings etwas mit Werwölfen zu tun hatte, stand auf einem ganz anderen Blatt.

Davenport lehnte sich im Stuhl zurück. Der Sergeant war nachdenklich. Irgendetwas an der Geschichte der jungen Frau schmeckte ihm nicht. Obwohl er weit davon entfernt war, an die Mächte des Übernatürlichen zu glauben, jagte ihm ihre Erzählung dennoch einen Schauer über den Rücken.

Fest stand nämlich, dass es in den letzten zwei Monaten in der Stadt zu mehreren ungeklärten Mordfällen gekommen war. Immer, wenn der Vollmond hoch am Himmel stand, kam es zu grausigen Gewaltverbrechen, und stets sahen die Opfer aus, als sei ein wildes Tier über sie hergefallen.

Unbehaglich verzog der Sergeant das Gesicht. Natürlich klang das ganz nach einer klassischen Werwolfgeschichte, aber das konnte nur ein Zufall sein. Solche Monster gab es schließlich nicht.

Davenport war fünfunddreißig Jahre alt. Er hatte in seiner Polizeilaufbahn schon einige unschöne Dinge erlebt und bildete sich eigentlich ein, dass ihn nichts mehr so leicht erschüttern konnte. Der Anblick der Mordopfer hatte ihn jedoch erbleichen lassen. Die Toten waren förmlich zerfleischt worden. Das steckte man nicht so leicht weg.

Dass er bei Katie Bartons Geschichte nun unwillkürlich an die Mordserie denken musste, war eigentlich logisch. Dennoch weigerte er sich innerlich, einen Zusammenhang herzustellen. Was ihm die junge Frau erzählt hatte, mussten schlichtweg Hirngespinste sein. Eine andere Erklärung gab es für ihn nicht. Es konnte einfach nicht sein.

Earl Davenport lehnte sich im Stuhl zurück und musterte noch einmal die Notizen, die er sich während des zurückliegenden Gesprächs gemacht hatte.

Katie Barton war blutend und völlig verstört vor seinem Polizeirevier aufgetaucht und hatte dort ihre wirre Geschichte zum Besten gegeben. Der Autofahrer, der sie aufgelesen hatte, war sofort mit quietschenden Reifen wieder verschwunden. Ihn konnte man also nicht mehr zu den Ereignissen befragen.

Davenport hatte sich den halben Nachmittag mit der verletzten Frau unterhalten, um ihre Geschichte noch einmal auf Herz und Nieren abzuklopfen. Schlauer war er dadurch freilich nicht geworden.

Jetzt schlief Katie Barton, um den verwirrten Sergeant ratlos mit seinem Notizblock zurückzulassen. Nachdenklich musterte er die junge Frau noch einen Moment lang, bevor er sich schließlich kopfschüttelnd erhob. Er wusste, es brachte nichts, wenn er weiter hier herumlungerte. Es wurde Zeit, zurück ins Revier zu fahren und dort einen halbwegs aussagekräftigen Bericht in den Computer zu hämmern. Die Frau musste erst einmal gesund werden, bevor er sich weiter mit ihr unterhalten konnte. In ihrem jetzigen Zustand brachte das alles nichts.

Davenport warf der schlafenden noch einen letzten Blick zu, dann verließ er das Krankenzimmer und machte sich auf die Suche nach dem behandelnden Arzt.

»Wann ist sie wieder auf dem Damm?«, fragte er, nachdem er ihn endlich gefunden hatte.

Der weißhaarige Arzt blickte ihn unter dem Rand seiner Brille an.

»Ihre körperlichen Verletzungen sind nicht allzu schwerwiegend«, erklärte er, »aber ich würde sie gerne noch ein paar Tage hier behalten. Sie haben ja gesehen, in was für einem Zustand sie ist. Die Frau steht unter Schock!«

»Natürlich«, antwortete Davenport. »Ich frage mich, was sie wohl tatsächlich erlebt hat.«

Der ältliche Arzt zuckte mit den Schultern. »Wenn sie wieder ganz beieinander ist, kann sie Ihnen sicher mehr erzählen! Lassen Sie sie erst mal zur Ruhe kommen …«

Der Sergeant rieb sich das Kinn. »Das wird wohl das Beste sein. Melden Sie sich bitte bei mir, wenn sich an ihrem Zustand etwas ändern sollte!«

Der Arzt nickte nur abwesend. Er schien mit seinen Gedanken bereits ganz woanders zu sein.

Seufzend verließ Davenport das Krankenhaus und machte sich auf den Weg zurück zum Polizeirevier. Dort beschäftigte er sich noch einmal mit den bisher vorliegenden Fakten. Man hatte den Tatort bereits genauestens untersucht. In der Tat hatte man in der kleinen Gasse zahlreiche Blutspuren gefunden. Es war eindeutig, dass dort wirklich ein Kampf stattgefunden hatte.

Davenport lehnte sich im Schreibtischstuhl zurück. Das kriminaltechnische Labor war zurzeit mit der Auswertung der Blutspuren beschäftigt. Das Ergebnis stand noch aus.

Noch einmal studierte der junge Sergeant die Berichte zu den vorangegangenen Fällen, dann ließ er die Papiere sinken und drehte sich im Schreibtischstuhl herum in Richtung Fenster.

Nachdenklich starrte er in die Nacht hinaus.

Immer bei Vollmond, hämmerte es in seinem Schädel. Er war beim besten Willen nicht abergläubisch, aber irgendetwas schmeckte ihm an der ganzen Geschichte nicht. Dass die Bisswunden an den bisherigen Opfern nicht von menschlichen Zähnen herrührten, trug nicht gerade dazu bei, seine Laune zu heben. In den Berichten der Pathologen war von Hunden oder gar Wölfen die Rede gewesen.

Das passte natürlich wunderbar zu dem Muster, dass die Morde stets nur bei Vollmond stattfanden. Gab es in Bristol freilaufende Wölfe, die in bestimmten Nächten über die Menschen herfielen? Das mochte Davenport nicht recht glauben.

Unbehaglich blickte er aus dem Fenster. Der Himmel war aufgeklart, und die fahle Scheibe des Vollmonds stach ihm riesenhaft ins Auge.

Unwillkürlich fühlte sich Davenport bei ihrem Anblick an einen großen grinsenden Totenschädel erinnert. Er ahnte bereits, dass es schon bald mehr Tote geben würde. Der junge Sergeant hoffte, dass sich die Leichen nicht in Kürze zu stapeln beginnen würden …

***

Vier Wochen später.

Katie Barton versuchte, die schrecklichen Ereignisse jener Nacht aus ihrem ...

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