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John Sinclair - Folge 1697

Aibons Echsenfalle

»Sie haben sich für diesen Anzug entschieden?« Die dunkelhaarige Verkäuferin stellte die Frage routiniert. Ebenso routiniert war ihr Lächeln.

Der Mann zuckte zusammen, als wäre er angeschrien worden. Eine Hand hatte er um den Kleiderbügel gelegt, die andere war zur Faust geballt. Langsam hob er den Kopf und drehte sich um. Dabei starrte er die Verkäuferin an.

Die musste schlucken, bevor sie die nächste Frage stellte. »Wollen Sie den Anzug in der Umkleidekabine anprobieren? Es ist besser, wenn man es so macht, verstehen Sie?« Ihre eigenen Worte kamen ihr blöd vor, aber sie wusste einfach nicht, was sie sonst hätte sagen sollen …

Der Mann gab keine Antwort. Er starrte vor sich hin, als würde er nachdenken.

Die Verkäuferin wiederholte ihre Frage. Ein kalter Schauer lief über ihren Rücken. Sie war beileibe nicht neu im Geschäft und hatte schon viele Kunden erlebt, doch einer wie dieser stellte eine Ausnahme dar.

Dabei war der Mann völlig normal gekleidet. Eine graue Hose, ein schwarzer Pullover und ein kurzer Mantel, der ihm bis zu den Knien reichte.

»Ja, ja …« Plötzlich nickte er und zerrte den Anzug vom Bügel. Er wusste, wo die Kabine lag, und ging mit kleinen, jedoch schnellen Schritten darauf zu. Um hineinzugehen, musste er eine helle Tür aufziehen, was er mit einer hastigen Bewegung tat. Dann war er in der Kabine verschwunden.

Die Verkäuferin atmete einige Male tief durch. Ihr Herzschlag hatte sich beschleunigt. Jetzt beruhigte er sich wieder.

Sie ging zur Seite, um einige Pullover zurechtzulegen, die ein Kunde einfach so hatte liegen lassen. Dabei behielt sie die Tür der Umkleidekabine stets im Auge.

Um diese Mittagszeit herrschte in der Abteilung nicht viel Betrieb. Deshalb war die Angestellte auch allein. Ihre Kollegin war zu Tisch gegangen, sie würde erst in einer Viertelstunde zurückkehren.

Lena dos Santos wünschte sich, dass der Typ bald wieder erschien und den Anzug kaufte. Alles andere war ihr egal. Dieser Mensch kam ihr nicht normal vor, obwohl er normal aussah. Aber es gab etwas an ihm, das sie gestört hatte.

Sie wartete. Ihren Platz bei den Pullovern hatte sie nicht verlassen. Es blieb auch weiterhin ruhig in der Abteilung. Dabei hätte sie jetzt gern andere Kunden gehabt, um abgelenkt zu werden, doch gerade jetzt erschien niemand. Alle Welt schien sich gegen sie verschworen zu haben. Selbst der Abteilungsleiter ließ sich nicht blicken, obwohl sie ihn sich in diesem Fall herbeigewünscht hätte. Ansonsten konnte sie gern auf den arroganten Typen verzichten.

Der Kunde hatte ihr nichts getan. Sie hörte auch nichts aus der Kabine. Das war auch nicht normal. Üblicherweise gaben die Kunden ihre Kommentare ab, auch wenn sie nur mit sich selbst sprachen.

Lena hatte nicht auf die Uhr geschaut und auch irgendwie das Gefühl für Zeit verloren. Schließlich gab sie sich einen Ruck und ging auf die Kabinentür zu. Es gehörte nun mal zu ihren Pflichten.

Einen Schritt vor der Tür hielt sie an. Sie reduzierte ihren Atem. Sie wollte auf keinen Fall stören und konzentrierte sich voll und ganz auf die Laute hinter der dünnen Tür.

Da waren keine zu hören.

Es gab nur die Stille. Lena kannte es anders, wenn Männer ihre Klamotten anprobierten. Das war in der Regel mit Kommentaren verbunden. Manche negativ, andere positiv. Hier hörte sie nichts.

Wieder schlug ihr Herz schneller. Sie wusste, dass sie etwas Bestimmtes tun musste, holte tief Luft und versuchte, ihre Stimme so normal wie möglich klingen zu lassen.

»Sir, ist alles in Ordnung?«

Keine Antwort.

Die nächste Frage bestand aus einer üblichen Floskel. »Kommen Sie zurecht, oder kann ich Ihnen helfen?«

Auf diese Frage erhielt sie eine Antwort. Nur klang die anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Was da an ihre Ohren drang, war für sie nur schwer zu identifizieren. Sie vernahm so etwas wie ein Knurren. Es konnte auch ein Stöhnen oder Grummeln sein. Möglicherweise eine Mischung aus beidem.

Das klang nicht normal.

Lena schluckte. Plötzlich fing sie an zu zittern. In ihrem Kopf wirbelten Gedanken, die alles andere als positiv waren. Der Druck im Magen blieb auch weiterhin und das Herz klopfte abermals schneller. Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn, aber sie gab nicht auf und versuchte es erneut.

»Sir, bitte – ich möchte – ich meine – ist alles in Ordnung?«

Wieder erhielt sie eine Antwort. Leider bestand sie nicht aus Worten. Ein Zischen erreichte ihre Ohren, dann erfolgte abermals der Stöhnlaut.

Dahinter passiert was!, dachte sie. Und wahrscheinlich etwas Schreckliches. Das hatte nichts mehr mit einer normalen menschlichen Reaktion zu tun. Das war völlig anders.

Lena dos Santos war eine Angestellte, die seit drei Jahren in diesem Betrieb arbeitete. Sie hatte Verhaltensregeln bekommen. So wusste sie, wie man sich Kunden gegenüber verhalten musste. Der Kunde war König und sie wollte nicht, dass sie einen Fehler machte.

Diese Kabinen waren eine Welt für sich. Darin hatte sich schon so einiges abgespielt. Sie hatte Fixer erlebt, die sich einen Schuss setzen wollten, und einmal wollte ein Paar eine schnelle Nummer schieben.

Ihr war nichts Menschliches fremd, doch die Geräusche, die jetzt wieder an ihre Ohren klangen, die waren ihr neu.

Sie versuchte es erneut. »Sir, kann ich Ihnen helfen?«

Diesmal hörte sie nichts. Es blieb still. Aber sie war nicht froh darüber, denn die Stille konnte auch etwas Schlimmes bedeuten. Da huschten Vorstellungen durch ihren Kopf, die ihr schon Angst machten.

Ihr Plan stand fest. Sie dufte nicht mehr länger warten. Sie musste nachschauen, was passiert war, und so gab sich Lena einen Ruck und ging auf die Kabinentür zu. Ihre Hand zitterte, als sie den Knauf umfasste. Aber ein Zurück gab es für sie nicht. Sie wollte auch nicht mehr fragen und zog die Tür auf.

Sie schrak leicht zusammen und wunderte sich über das Bild, das sich ihren erstaunten Augen bot.

Der Kunde kniete und drehte ihr dabei den Rücken zu. Normal war das nicht, aber auch nicht besonders schlimm, bis sie sich den Kopf näher anschaute. Von ihm sah sie nur die Rückseite, und die kam ihr irgendwie anders vor.

Der Gedanke war kaum in ihr aufgekeimt, da fuhr der Kunde in die Höhe und drehte sich mit einer schnellen Bewegung um. Er starrte Lena an, sie starrte zurück.

Was sie sah, war grauenhaft und unerklärlich.

Der Kopf des Mannes war nicht mehr normal. An seiner Stelle wuchs auf dem Hals ein graugrüner Echsenschädel. Oder etwas Ähnliches. So genau erkannte sie das nicht, denn jetzt erfasste sie das Grauen wie eine gewaltige Woge. Es sorgte dafür, dass sie zurückwich, und dann hörte sie einen gellenden Schrei, wobei ihr nicht mal bewusst wurde, dass sie selbst ihn ausgestoßen hatte.

Es wurde dunkel vor ihren Augen, und noch in derselben Sekunde brach sie zusammen …

***

Ferne Stimmen. Männer und Frauen sprachen. Ihr Gehör schien von einer Nebelwand umgeben zu sein. Alles war anders geworden, und dann schlug ihr jemand leicht gegen die Wangen. Man rief ihren Namen, und man wollte, dass sie die Augen öffnete.

Das tat Lena auch. Zuerst sah sie etwas Helles. Wenig später wurde ihr klar, dass sie ins Licht der Lampen schaute, die unter der Decke befestigt waren.

Dann tauchten Gesichter auf. Sie sah ihre Kollegin und auch den Abteilungsleiter. Beide knieten und schauten sie an. Die Kollegin hielt ihr eine offene Flasche unter die Nase. Aus ihr stieg etwas hervor, das scharf roch und bis hoch in ihre Nasenhöhlen drang. Es sorgte aber auch dafür, dass sie wieder klar im Kopf wurde.

Nicht nur die Kollegin und der Abteilungsleiter hielten sich in ihrer Nähe auf. Es gab noch andere Menschen. Das waren Kunden, die ihre Schreie gehört haben mussten.

Lena stöhnte auf. Es ging ihr tatsächlich etwas besser, und der Abteilungsleiter fragte sofort: »Was ist passiert?«

»Hören Sie auf. Ich will mich erst mal setzen.«

»Warten Sie, ich helfe Ihnen.«

Das ließ Lena dos Santos auch mit sich geschehen. Sie setzte sich hin und musste erst den schweren Schwindel loswerden, der sie erfasst hatte.

Einige Male atmete sie scharf durch. Ja, es ging ihr wieder besser, und auch die Erinnerungen kehrten zurück. Nur waren sie alles andere als angenehmen.

Ein schreckliches Erlebnis lag hinter ihr, und sie wusste, dass sie sich nichts eingebildet hatte. Was sie gesehen hatte, das hatte sie gesehen, daran gab es nichts zu rütteln.

Aber würde man ihr glauben?

Eigentlich hätte sie das Erlebte lieber für sich behalten, doch sie wusste auch, dass es nicht möglich war. Das Erlebte war so einschneidend gewesen, dass sie es loswerden musste, sonst wäre sie noch daran erstickt.

Im Sitzen sah sie sich um. Besonders lange schaute sie nach links. Dort befand sich die Kabine, deren Tür wieder geschlossen war. Von dem Kerl mit dem Reptiliengesicht war nichts mehr zu sehen. Er war verschwunden, geflüchtet, aber andere Mitarbeiter oder Kunden mussten ihn doch gesehen haben!

Keiner der Umstehenden machte diesen Eindruck. Die Leute sahen alle normal aus.

Ihr Chef hieß Dave Coplin. Er war knapp dreißig Jahre alt und ein Karrieretyp. Er wollte seine Abteilung stets in Ordnung halten. Negative Vorfälle hasste er.

»Sind Sie wieder okay?«

»Fast, Mr Coplin.«

»Können Sie denn reden und Fragen beantworten?«

»Mal sehen.«

»Also.« Er räusperte sich und lockerte den Knoten seiner Krawatte. »Was ist passiert? Es muss doch einen Grund gegeben haben, dass Sie hier zusammengebrochen sind.«

»Ja, den gab es auch.«

»Und welchen?«

Lena hätte jetzt locker eine Antwort geben können. Sie setzte bereits dazu an, schluckte sie dann aber herunter, denn sie ahnte oder wusste, dass man ihr nicht glauben würde.

»Bitte, können Sie sprechen? Sind Sie krank? Oder sind Sie vielleicht schwanger?«

Arschloch!, dachte sie und sagte: »Nein, ich bin nicht krank und auch nicht schwanger.«

»Und trotzdem hat es Sie umgehauen? Das müssen Sie, bitte schön, erklären.«

Sie nickte. »Ja, das werde ich auch«, sagte sie mit leiser Stimme. »Es ging um einen Kunden, der mir schon seltsam vorkam, als er sich für einen Anzug interessierte.«

»War es ein Dieb?«

»Nein, eher nicht. Er nahm den Anzug mit in die Kabine und blieb dort eine Weile.« Danach sprach sie von ihren Gefühlen und dann von den Geräuschen, die sie gehört hatte und die sie als alles andere als normal empfunden hatte.

»Ich dachte ja, ihm wäre übel geworden. Das hatte sich so angehört, und da wollte ich nachschauen.« Sie legte eine kurze Pause ein. Dabei sah sie, dass die Kunden verschwunden waren. Nur noch Coplin und ihre Kollegin hielten sich in ihrer Nähe auf.

»Und Sie haben nachgeschaut – oder?«

»Ja, Mr Coplin, das habe ich. Als ich die Tür aufriss, da hockte der Mann auf dem Boden und drehte mir den Rücken zu. Das war schon nicht normal. Wenig später drehte er sich um, und da sah ich sein Gesicht. Nein, das war kein Gesicht mehr, kein menschliches. Er hatte den Kopf einer Echse …« Mehr sagte sie nicht, denn plötzlich versagte ihr die Stimme.

Es wurde still, und es blieb auch still, denn Coplin und ihre Kollegin starrten sie nur an, als hätte sie etwas besonders Irres gesagt. Coplins Blick nach zu urteilen, hielt er sie für übergeschnappt.

Dafür sprach Brenda, die Kollegin. »He, bist du dir sicher, ihn so gesehen zu haben?«

»Ja, das bin ich. Ich habe einen Schock bekommen. Ich weiß nur noch, dass ich geschrien habe. Ansonsten bin ich erst zu mir gekommen, als ihr schon bei mir gewesen seid. Sorry, dass ich nichts anderes sagen kann.«

Lena hörte ein Lachen. Coplin hatte es ausgestoßen. Sein Gesicht war rot angelaufen, und der wütende Blick in seinen Augen war nicht zu übersehen.

»Hören Sie, Lena – das – das – kann ich nicht glauben. Das ist einfach verrückt.« Er fing an zu kichern. »Ein Mensch mit einem Echsenkopf oder so ähnlich. Das kann es nicht geben! Sie haben ihn also genau gesehen?«

»So ist es!«

Coplin legte den Kopf schief. »Und warum haben nur Sie diesen Menschen gesehen? Warum keine anderen Kolleginnen und Kollegen? Oder irgendwelche Kunden? Wir haben keine Rückmeldungen bekommen, denn dieser Kunde ist wohl geflohen. Und die Etage ist ja nicht leer.«

Lena schüttelte den Kopf. »Ich weiß es nicht«, sagte sie dann mit leiser Stimme. »Ich kann Ihnen wirklich nichts anderes sagen, denn ich bin wie vor den Kopf geschlagen. Ich kann nur wiederholen, dass ich diesen Menschen gesehen habe. Wobei er kein Mensch mehr gewesen ist, sondern ein Monster.«

»Ja, ja, ich habe schon verstanden.« Coplin nagte für einen Moment an seiner Unterlippe. »Ich frage mich immer noch, warum nur Sie diese Gestalt gesehen haben und nicht andere Zeugen.«

»Keine Ahnung, wirklich nicht. Ich – ich – meine, es ist mir selbst ein Rätsel.«

»Und Sie bleiben bei der Aussage?«

»Ja, dabei bleibe ich.«

Coplin verzog die Lippen zu einem dünnen Grinsen. »Wenn ich das alles für bare Münze nehmen würde, müssten wir eigentlich die Polizei rufen, denn ein derartiges Wesen darf ja nicht frei herumlaufen. Bestehen Sie darauf, dass wir die Polizei informieren?«

Es war eine Frage, auf die sie nicht gleich eine Antwort wusste. Sie musste erst nachdenken. Dabei schaute sie ihren Chef an. An seinem Gesichtsausdruck las sie ab, dass er nicht dafür war. Er wollte sich auf keinen Fall lächerlich machen, das entnahm sie seinem Blick.

»Was würde denn dann passieren?«

Dave Coplin lachte. »Sie würden mit Fragen bombardiert werden, und ich weiß nicht, ob man Ihnen unbedingt glauben wird. Sie könnten sich unter Umständen lächerlich machen, und das wäre auch für unser Image hier nicht gut.«

Lena ließ sich von ihrer Kollegin, die zugleich so etwas wie eine Freundin war, hoch helfen. »Es wäre Ihnen also unangenehm – oder?«

»Kann man so sagen.«

»Dann werde ich es lassen.«

Coplin grinste breit. »Das ist eine sehr vernünftige Entscheidung«, lobte er. Danach gab er ganz und gar den generösen Chef. »Am besten wird es sein, wenn Sie sich ausruhen. Sie können eine Stunde Pause machen. Ist das ein Vorschlag?«

Lena dos Santos nickte nur. Sagen konnte sie nichts. Die Reaktion dieses Typen hatte ihr wieder mal die Sprache verschlagen. Am liebsten hätte sie alles hingeworfen, aber sie brauchte den Job, um in London überleben zu können. Das wussten Typen wie Coplin ganz genau, und so saßen sie immer am längeren Hebel.

Er verschwand mit schnellen Schritten. Das tat er immer. Schnell gehen, so wollte er zeigen, wie dynamisch er war.

Vier Augen verfolgten ihn. Brenda Cole stieß den Atem leicht pfeifend aus und flüsterte: »Da geht das Arschloch.«

»Wir können ihn nicht ändern.«

»Ich weiß, Süße, aber ich würde ihn gern mal mit voller Wucht irgendwohin treten.«

»Vielleicht ergibt sich mal die Gelegenheit.« Lena streichelte die Schulter ihrer Freundin. »Ich habe jetzt allerdings andere Probleme.«

»Klar, du meinst den Kunden.«

Lena schüttelte den Kopf. »Der Mann war kein Kunde. Er war ein ekelhaftes Monster.«

»Klar, aber wer wird dir glauben?«

Lena schaute Brenda an. »Was ist mit dir? Glaubst du mir denn?«

»Soll ich ehrlich sein?«

»Bitte!«

Brenda senkte den Kopf. »Ich weiß es nicht genau. Ja, ich weiß es wirklich nicht. Sei mir nicht böse, aber vorstellen kann ich es mir beileibe nicht.«

»Das weiß ich. Das nehme ich dir auch nicht übel. Aber ich weiß, was ich gesehen habe.«

»Schon. Aber kann es nicht sein, dass man dich verarscht hat? Dass dieser Typ sich eine Maske aufgesetzt hat?«

»Habe ich auch schon gedacht. Aber der wirkte so verflucht echt.«

»Wie lange hast du ihn denn gesehen?«

»Nicht lange.«

Brenda tippte ihre Freundin an. »Genau das ist dein Problem. Alles ist zu schnell über die Bühne gegangen. Und deshalb wird man dir auch kaum glauben.«

Lena lächelte verloren. »Mal sehen, Brenda. Ich jedenfalls werde das nicht vergessen, was ich heute erlebt habe. Niemals werde ich das …«

***

Der Mann hatte noch einen freien Sitzplatz hinten in der letzten Bankreihe des Busses gefunden. Er war froh, sich darauf niedersetzen zu können. Er brauchte eine gewisse Ruhe, auch wenn sie nicht von langer Dauer sein würde.

Zwei Stationen weit wollte er fahren, dann hatte er sein Ziel, den Holland Park, erreicht, wo er etwas mehr Ruhe finden würde. Das Wetter lud noch mal dazu ein, sich im Freien auf eine Bank zu setzen, um auf das Laub der Bäume zu schauen, das sich mit jedem Tag immer stärker einfärbte und bald, wenn die ersten Stürme über das Land fegten, zu Boden sinken würde.

Er fühlte sich trotz des Sitzplatzes unwohl. Ihm passten die beiden Frauen nicht, die ihn flankierten. Ihre Kleidung roch muffig. Eine der beiden saugte ständig an der Öffnung einer Flasche, die mit einer grünen Flüssigkeit gefüllt war.

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