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John Sinclair - Folge 0673

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Die Jagd (2. Teil)

Die verdammte Ratte saß auf Sukos Kopf, während er aus der Röhre schaute. Diesen Angriff hatte er nicht abwehren können, sie war von hinten gekommen und plötzlich auf seinem Schädel gewesen.

Sie hielt sich an den Haaren fest und riss dabei die Kopfhaut auf. Dann bewegte sich die Ratte nach vorn, biss zu, sprang zu Boden und huschte davon. Dabei hatte sie Suko an der Stirn erwischt. Er spürte, wie das warme Blut aus der Wunde rann, und er ahnte, dass dies der Anfang vom Ende sein konnte  …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Die Jagd (2. Teil)

»Wir haben Krieg, Jane, Krieg! Verstehst du das? Wir gegen die anderen. Wir sind die neue Zeit. Alle anderen gehören nicht zu uns. Du musst es endlich begreifen. Das andere Leben liegt hinter dir!« Francine Joy redete mit beschwörender Stimme, und ihr Gesicht schwebte wie ein bleicher Ballon über Jane, die auf dem Sofa lag.

Jane kam sich vor, wie jemand, der nach langer Zeit aus einem tiefen Schlaf erwacht war und es noch nicht schaffte, sich zurechtzufinden. Dabei hatte sie nur etwas getrunken, eine Flüssigkeit, die aussah wie Rotwein, aber dicker gewesen war. Dann war sie eingeschlafen, wieder erwacht, hatte sich über ihre andere Kleidung gewundert, dieses dünne Leder auf der nackten Haut. Sie hatte auch die ungewöhnliche Kunststoffwaffe gesehen, die neben ihr lag, und sie hatte die Stimme der Francine Joy gehört, die sie im Hexen-Chalet willkommen geheißen hatte.

Danach war Jane auf das Sofa gesunken, hatte zugehört, und sie hatte über alles nachdenken wollen, doch das klappte nicht so recht. Schwer waren ihre Glieder, mühsam war jede Bewegung. Selbst die Augenlider zu heben, war mit Anstrengung verbunden.

Und über ihr das Gesicht der Francine Joy. Die Frau, die Jane hatte beobachten sollen, deretwegen sie nach Arosa gefahren war, um hier einige Zeit zu verbringen.

Ein breites Gesicht, nicht klassisch schön, aber irgendwo faszinierend.

Millionen kannten es vom Bildschirm her, wenn Francine ihre erotischen Sendungen an den Zuschauer brachte und Rat auf intime Fragen gab.

Sie war als Sex-Tante verschrien, manche nannten sie auch die Erotik-Lady, doch wer sie tatsächlich war, das wussten nur wenige. Zu denen zählte Jane Collins.

Francine war eine Hexe!

Keine, die auf dem Besen ritt und in die Wolken hineinglitt, sie gehörte zu den Frauen, die sich auf die alten Kräfte besonnen hatten und wollten, dass die früheren Mächte wieder Einzug hielten in die Gegenwart.

Jane Collins hatte Francine Joy finden und sie unter Beobachtung halten sollen. Es war genau umgekehrt gewesen. Francine hatte Jane gefunden. Francine war der geheimnisvollen Aura gefolgt, die Jane Collins angeblich ausstrahlte. Was nicht einmal herbeigeredet war, denn Jane Collins hatte vor einiger Zeit ebenfalls zu den Hexen gehört, und ein kleiner Funke dieser Existenz flackerte noch in ihrem Innern.

Jetzt waren sie zusammen.

Und Francine lächelte ihr zu. Die langen Finger strichen sanft über Janes Wangen, die auch weiterhin darüber nachdachte, was in den letzten Stunden passiert war. Über der herrlichen Schneelandschaft draußen breiteten sich währenddessen die langen, blaugrauen Schatten der einsetzenden Dämmerung aus.

»Was ist los? Was hast du getan?« Die Fragen drangen flüsternd über Janes Lippen.

»Du hast von meinem Wein getrunken. Es ist der Nektar des wahren Lebens.« Sie hörte nicht auf, Jane Collins zu streicheln. »Eine höhere Macht hat uns zusammengeführt. Wir beide werden eine Verbindung eingehen. Du musst dich nur an mich halten.«

Das hatte Jane nicht vor, doch sie hütete sich, der anderen etwas davon zu sagen. Statt dessen fragte sie nach der neuen Kleidung. »Musste das sein? Du hast mich umgezogen, weshalb? Ich sehe keinen Grund.«

»Es gehört dazu«, erwiderte Francine leise. »Das ist das äußere Zeichen dafür, dass wir uns von den anderen Menschen absetzen. Später werden viele Frauen die gleiche Kleidung tragen wie du und ich. Wir machen den Anfang, Jane.«

Sie hatte sehr überzeugend gesprochen. Die Detektivin gab zu, dass es die TV-Aphrodite hervorragend verstand, anderen Menschen ihre Meinung und ihren Willen aufzuzwingen, und Jane fühlte sich noch zu benommen, um dagegen anzukämpfen.

Andererseits war es vielleicht günstig, wenn sie die Nacht in diesem kleinen Chalet verbrachte, denn die Killer eines gewissen Logan Costello hatten ihr ein Ultimatum gestellt. Jane sollte aus Arosa verschwinden. Spätestens bei Einbruch der Dunkelheit sollte sie den Ort verlassen haben. Wenn nicht, war die Jagd auf sie freigegeben.

Dass sich Costello in Arosa befand, war ein reiner Zufall, an den der Londoner Mafiaboß allerdings nicht glauben wollte. Er war der Meinung, dass Jane Collins ihm nachspionierte, um ihrem Freund Sinclair zu informieren.

Sinclair hatte bereits mit Costello gesprochen, wie Jane aus einem Telefongespräch wusste. Allerdings wegen eines anderen Falls, denn in London waren die Triaden aufgetaucht, eine asiatische Gangsterbande, die voll in das Rauschgiftgeschäft einsteigen und Costello aus dem Sattel heben wollte.

Da liefen zwei Fälle parallel. Das Schicksal hatte die Karten gründlich durchgemischt und sie auf eine beinahe schon perverse Art und Weise verteilt.

Dass Jane Collins den Geisterjäger so gut kannte, wusste Francine Joy nicht. Sie und John hatten bereits Bekanntschaft gemacht, als Sinclair den Fall des Sarg-Designers lösen wollte.1 Nur standen die neuen Hexen außen vor. Ihre Ziele allerdings hatte Francine Joy dem Geisterjäger mitgeteilt, und der wiederum hatte Jane gebeten, sich ein wenig um die TV-Aphrodite zu kümmern.

Sie zog sich zurück.

Bisher hatte Jane nur ihr Gesicht sehen können, nun aber sah sie den gesamten Körper und musste feststellen, dass auch Francine sich umgezogen hatte.

Sie trug ebenfalls dünnes Leder, es lag wie eine zweite Haut und zeichnete jede Falte nach, bis hinab zu den Knöcheln. Zu öffnen war der Anzug durch einen Reißverschluss, der goldfarben schimmerte und aussah wie ein langer Strich.

Um den Hals hatte sie Ketten gehängt. Das dunkle Metall sah rostig aus. Wenn Jane genau hinschaute, stellte sie fest, dass die Kettenglieder aus einzelnen Köpfen bestanden.

Jane richtete sich vorsichtig auf. Sie wollte nichts abrupt tun, immer nur langsam, und sie spürte in ihrem Schädel das Pochen. Der Wein war doch ziemlich schwer gewesen.

Leider hatte er ihr auch eine gewisse Trägheit verpasst. Sie dachte an Schlamm, der anstelle des Blutes durch ihre Adern floss, und sie fühlte sich auch so.

Die Einrichtung des Zimmers zeigte einen alpenländischen Charakter. Viel helles Holz, ein Bauernschrank, die Bank mit dem blauen Polster, davor der Tisch und die Stühle. Mehr kannte Jane nicht, bewusst jedenfalls hatte sie die anderen Räume nicht wahrgenommen. Sie strich müde über ihr Gesicht.

»Es geht dir nicht gut, wie?«

Ihre Hand sank nach unten. »Wie sollte es mir denn gut gehen, Francine? Ich habe …«

»Ja, ja.« Sie ließ Jane nicht ausreden. »Es ist immer schwer, wenn du den Wein zum ersten Mal zu dir nimmst. Das wird sich später ändern. Du gewöhnst dich an ihn.«

Selbst die Zunge lag Jane schwer im Mund. Sie schaute Francine Joy an, die auf einem der Holzstühle verkehrt herum saß und die Arme auf der Rückenlehne verschränkt hatte. »Ich glaube, du unterliegst einem Irrtum, Francine.«

»Inwiefern?«

Jane hob die Schultern. »Du hast es sicherlich gut gemeint, aber ich denke da anders. Weißt du, ich gehöre nicht zu dir. Es mag sein, dass du etwas an mir wahrgenommen hast, was sich in keine Schublade einordnen lässt, aber so ist es nun mal nicht.«

»Wie denn?«

»Ich will ehrlich sein.«

»Darum bitte ich!«

»Normalerweise kommt man her, um Urlaub zu machen. Das war auch bei mir der Fall. Gleichzeitig jedoch bin ich hier, um jemand zu beobachten. Es ist ein Mann, ein Verbrecher. Er stammt aus London, wo er eine sehr große Macht besitzt. Vielleicht sagt dir der Name Logan Costello etwas.«

Sie überlegte. »Verbrecher?«

»Ja, ein mächtiger Gangster.«

»Mafia?«

»Richtig.«

Die Joy legte die Hände so zusammen, dass sich nur die Fingerspitzen berührten. »Ja«, erklärte sie, »das stimmt. Ich habe nachgedacht, und ich weiß jetzt Bescheid. Sehr gut sogar. Er ist mir ein Begriff. Er regiert die Londoner Unterwelt. Er hat sogar versucht, Einfluss auf die Sender zu gewinnen. Es gelang ihm nicht.« Sie lächelte freudig. »Andere Kräfte waren stärker.«

»Dann weißt du auch, wie gefährlich er ist.«

»Ja, das glaube ich schon.« Sie fixierte Jane. Der kam es vor, als würden Schlangenaugen sie ansehen, und plötzlich fühlte sich Jane unbehaglich. »Aber warum hast du mit ihm zu tun?«

»Kannst du dir das nicht denken?«

»Nein, Jane, ich kann es nicht. Da muss mir irgendetwas entgangen sein.«

»Mein Beruf, zum Beispiel.«

»Du bist bei der Polizei?«

»Ich bin Privatdetektivin.«

Die Joy saß für einen Moment unbeweglich. Jane rechnete mit einer starken negativen Reaktion, doch die TV-Tante reagierte völlig gegensätzlich. Sie legte den Kopf zurück und lachte. Es war ein schrilles zunächst, dann scharfes und schließlich irgendwie erlösendes Lachen, das gegen die Holzdecke hallte.

Jane Collins atmete innerlich auf. Wer so lachte, der hatte ihr alles abgenommen.

»Du bist also Detektivin?«

»Ja.«

»Und du wagst es, Costello unter Kontrolle zu halten?« Francine fragte, und es klang unglaubwürdig. »Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Weißt du eigentlich, was du dir da aufgeladen hast?«

»Ich bin mir dessen bewusst.«

»Dann kann ich deinen Mut nur bewundern. Das heißt, du kannst froh sein, mich getroffen zu haben.«

»Tatsächlich?«

»Ja, denn du und ich, wir sind seelenverwandt. Wir stehen auf einer Seite.«

Jane winkte ab, obwohl sie das Gegenteil meinte. »Moment mal. Soll das heißen, dass du mich unterstützen willst?«

»Natürlich.«

Jane ließ die Luft langsam aus den Nasenlöchern entweichen. Sie brauchte einen Moment der Konzentration. Sie musste darüber nachdenken, wie sie sich verhalten sollte. Irgendwo bewunderte sie Francine, die sich so rasch entschlossen hatte, sich auf ihre Seite zu stellen, obwohl sie wissen musste, was auf sie zukam.

Die Detektivin merkte auch, dass der Nebel, der ihre Gedankengänge überlagert hatte, sich allmählich auflöste. Allmählich dachte sie wieder logisch und rang sich zu dem Entschluss durch, ihrem Gegenüber die reine Wahrheit zu sagen, und zwar alles.

»Dich bedrückt etwas, das spüre ich.«

Jane nickte. »Sicher, es ist nicht einfach, dir das nahezubringen. Möglicherweise änderst du deinen Standpunkt.«

»Lass hören.«

»Man stellte mir ein Ultimatum.«

Francine schaute Jane aus großen Augen an. »Wer? Costello?«

»Ja, über seine Männer. Sie haben mich an der Schneebar besucht, wie du weißt.«

»Weiter.«

»Eigentlich hätte ich um diese Zeit Arosa schon verlassen haben müssen.«

Francine Joy verstand sofort, obwohl sie noch überlegte. »Aber du bist nicht gegangen.«

»Statt dessen sitze ich hier.«

»Das kann nur bedeuten, dass man dich mit Gewalt entfernen will.«

»Es wäre die eine Möglichkeit.«

»Und die andere?«

»Auf Mafiaart verschwinden lassen.«

Die Joy stand auf. »Du sprichst damit das Töten an. Vielleicht das Eingießen in einen Betonblock. Das ist doch oft ihre Art, Zeugen aus dem Weg zu räumen.«

»So ähnlich.«

»Dann müssen wir uns ihnen stellen. Es führt kein Weg daran vorbei, Jane.« »Wann und wo?«

»Willst du den Angriff?«

Jane Collins schüttelte den Kopf. »Nein, das will ich nicht. Nur klang mir deine Antwort ein wenig aggressiv.«

»Das ist möglich. Ich hasse Menschen, die uns unterdrücken wollen.« Sie schritt auf Jane zu, den rechten Zeigefinger ausgestreckt. »Und deshalb ist so wichtig, dass wir uns zusammentun. Wir, Jane, die anders sind als die meisten Frauen. Wie gehören einer besonderen Kaste an, auch wenn du es nicht wahrhaben willst. Deine Aura hat alles andere überlagert. Ich spürte, dass sich im Ort jemand aufhielt, der mit mir blutsverwandt ist. – Wir werden ihnen die Zähne zeigen.«

Jane wiegte den Kopf. »Ich hoffe, du weißt, auf was du dich da einlässt.«

»Wie meinst du das?«

»Weil Mafiosi keine Rücksicht kennen. Sie schießen zumeist, bevor sie irgendwelche Fragen stellen.«

»Das weiß ich.« Jane wunderte sich über die Sicherheit der Frau. »Wie willst du dich gegen sie wehren, wenn sie plötzlich vor dir stehen?«

Francine schaute zum Fenster, als könnte sie dort schon etwas erkennen. »Ich habe dir immer wieder gesagt, dass wir besondere Frauen sind. Und besondere Frauen besitzen besondere Kräfte. Falls wir auf sie treffen, werden wir es beweisen müssen.«

Jane deutete auf die Pistole. »Mit dieser Waffe?«

Jane Collins hob sie hoch. Sie war leicht, und als sie den Finger um den Abzug legte, protestierte Francine energisch. »Nicht – bitte nicht. Um Himmels willen.«

»Was hast du denn?« Jane senkte die Waffe. Jetzt schaute die Mündung zu Boden.

»Sie ist etwas Besonderes und mit einer Säure geladen. Damit rechnet keiner, verstehst du?«

»Das glaube ich.« Jane ließ die Waffe wieder los, hörte aber, dass Francine sie ihr schenkte. »Behalte sie ruhig. Du wirst sie bestimmt brauchen können. Sie ist manchmal wirksamer als eine kleine Astra.«

»Du hast sie gesehen?«

»Sicher. Ich war so frei.«

Jane lächelte. Sie musste vor dieser Person auf der Hut sein, auch wenn Francine auf ihrer Seite war. Bisher war der Name John Sinclair noch nicht gefallen, und das war auch gut so.

»Könnten sie Bescheid wissen, wo du dich aufhältst?«, fragte die Joy.

»Ich traue ihnen alles zu.«

»Dann sollten wir nachschauen.« Sie stand auf, verließ das Zimmer und ging in den kleinen Flur.

Jane lief ihr nicht sofort nach. Sie musste erst ihre Gedanken ordnen, merkte dann den kalten Luftzug, der in den Raum fuhr, denn die Joy hatte die Haustür geöffnet und schaute in den kalten Winterabend hinein. Jane blieb dicht hinter ihr stehen. Über die nackten Schultern floss eine Gänsehaut.

Die Kälte drückte. Nicht weit vom Haus entfernt leuchtete eine Laterne. Sie schickte ihr Licht gegen den Schnee, der dadurch einen bläulichen Schimmer bekam, wobei die Eiskristalle auf der Oberfläche glitzerten wie Diamantsplitter.

Es war ungewöhnlich still geworden. Der Himmel lag über den matt glänzenden Bergen wie ein blaugraues, straff gespanntes Tuch. Aus den Fenstern der Häuser und Hotels grüßten zahlreiche Lichter, und sie sahen so aus, als wären sie meilenweit entfernt.

Irgendwo bimmelten Glocken. Sie hingen an den Köpfen der Pferde, die vor Schlitten gespannt waren.

»Ich sehe nichts, es ist auch ruhig«, murmelte Francine. »Eine Frage noch: Wo wohnt Costello denn?«

»Er hat sich ein Haus gemietet. In der Nähe des Bahnhofs, irgendwo am Hang.«

»Auf der anderen Seite also.«

»Genau.«

»Bist du sicher, dass wir Besuch bekommen werden?« Francine fragte es und zog sich gleichzeitig von der Tür zurück. Sehr leise wurde sie ins Schloss gedrückt.

»Davon gehe ich aus. Die lassen nichts auf sich beruhen. Die werden kommen.«

Im schmalen Flur standen sich beide Frauen gegenüber. Francine verengte ihre Augen. »Es ist gut, dass du mir alles gesagt hast, Jane. Ja, es ist gut.« Sie strich über Janes Wange mit ihrer kalten Handfläche. »So kann ich einige Vorbereitungen treffen.«

»Wie sehen die aus?«

»Ich werde erst einmal nach oben gehen, bin aber gleich wieder zurück. Warte du hier.« Sie lächelte breit. »Schließlich sind wir beide etwas Besonderes. Wir gehören der neuen Zeit an.«

Jane erwiderte nichts. Sie trat nur zurück, um die Frau vorbeizulassen. Der Flur war ziemlich eng, und auch die Treppe zeigte kaum mehr Breite. Schmale, hohe Stufen aus Holz, die sich als Kurve in die erste Etage wanden, wo noch einige Zimmer lagen. Wahrscheinlich die Schlafräume und das Bad.

Jane ging wieder zurück. Sie hörte die Schritte der Francine Joy verklingen.

Die ging inzwischen durch den oberen Flur. Der dort liegende rote Teppich dämpfte die Tritte beinahe bis zur völligen Lautlosigkeit. Vor einer schmalen Holztür blieb sie für einen Moment stehen, lächelte und bekam ein seltsames Schimmern in den Augen, ...

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