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John Sinclair - Folge 0667

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Das Horrorhaus von Pratau (5. Teil)

»Ich werde dich töten müssen, Nadine!« schrie ich. Die Frau, die ich von ihrem Vampirdasein erlösen wollte, saß vor mir in einem Sessel. Nadine hob den Kopf und schaute mich an. Dabei verzog sie den Mund zu einem wilden Grinsen. So konnte ich die beiden Vampirzähne gut erkennen, die aus ihrem Oberkiefer ragten. Nadine war kein Mensch mehr, auch keine Wölfin, sie war zu einer gefährlichen Blutsaugerin geworden. Und sie stand in Diensten des mächtigen Supervampirs Will Mallmann! Er hatte Nadine dafür vorgesehen, die Herrschaft über die Vampirstadt Berlin zu übernehmen.

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Das Horrorhaus von Pratau (5. Teil)

»Ich werde dich töten müssen, Nadine!«

Der Mann, der diese Worte gesprochen hatte, war ich, Geisterjäger John Sinclair. Die Frau, die ich von ihrem Vampirdasein erlösen wollte, saß vor mir in einem Sessel inmitten der ansonsten menschenleeren Hotelhalle.

Nadine Berger hob den Kopf. Sie hätte auch gern ihre Hände oder Arme normal bewegt, das war nicht möglich, denn ihre Hände waren auf dem Rücken durch Handschellen gefesselt. Sie schaute mich an. Ich blickte in ihre Augen, sah dem Mund, den sie zu einem scharfen Grinsen in die Breite gezogen hatte. So waren ihre beiden Vampirzähne, die aus dem Oberkiefer ragten, gut zu erkennen!

Sie war kein Mensch mehr, auch keine Wölfin, sie war zu einer gefährlichen Blutsaugerin geworden, und sie stand in Diensten des mächtigen Supervampirs Will Mallmann, der Nadine dafür vorgesehen hatte, die Herrschaft über die Vampirstadt Berlin zu übernehmen!

Dass es dazu nicht gekommen war, konnten wir – Suko, Harry Stahl und ich – uns an die Fahnen heften. Wir hatten bisher das Allerschlimmste verhindern können, auch wenn es zu viele Tote, das heißt erlöste Vampire, gegeben hatte. 1

Suko und Kommissar Harry Stahl waren Will Mallmann in die oberen Etagen des Hotels am Alex gefolgt. Ich war mit Nadine zurückgeblieben, weil ich es so wollte. Ja, ich wollte keinen anderen in der Nähe haben, wenn ich die Aufgabe anging, vor der ich mich so schrecklich gefürchtet hatte.

Dabei war ich davon ausgegangen, dass es noch eine Hoffnung für Nadine gab. Ich hatte aus Sussex das Flüssige Leben mitgebracht, praktisch eine magische Sensation, denn dieses Flüssige Leben konnte Blut in Licht verwandeln. Es würde für eine magische Photosynthese sorgen. Soweit die Theorie. In der Praxis hatte ich es ausprobiert und das rätselhafte Oval in einen direkten Kontakt mit Nadine Berger gebracht. Einen Erfolg hatte ich bisher nicht verzeichnen können. Sie war eine Vampirin geblieben.

Was war die Alternative?

Ich schluckte, als ich daran dachte. Gesagt hatte ich es ihr schon. Sie hatte meine Worte genau verstanden, legte jetzt den Kopf schief und verengte die Augen.

»Wie willst du es machen?«

»Möchtest du wählen?«

»Ist mir egal.« Plötzlich lachte sie auf. »Ich kenne dich, John. Ich kenne dich genau und sehr lange. Deshalb weiß ich, wie schwer es dir fallen wird, mich zu vernichten. Dich werden immer die Erinnerungen begleiten, die wir beide nicht abschütteln können. Wir haben in der Vergangenheit viel gemeinsam erlebt, du als Mensch, ich als Wölfin. Das alles wird wieder in dir hochsteigen, wenn du auf mich mit der Beretta zielst, dein Kreuz hervorholst oder versuchst, den Silberdolch gegen mich einzusetzen.«

»Ich muss es tun, Nadine.« Meine Worte klangen leise, aber sie waren verständlich. »Wenn ich es nicht mache, wirst du deinen Trieb nicht stoppen können. Du wirst immer wieder die Menschen anfallen und versuchen, ihr Blut zu trinken. Das würde mein Gewissen ebenso belasten, wenn nicht noch stärker.«

Sie lachte. »Komisch ist es schon, mit welchen Problemen sich manche Menschen belasten.«

»Es waren auch mal deine.«

»Aber jetzt nicht mehr, John!«

»Ich weiß. Du brauchst das Blut. Ich habe das Grauen hier im Hotel lange genug erlebt. Zum Glück blieb es hier konzentriert. Ich möchte nicht, dass es diese Mauern verlässt und nach draußen transportiert wird. Deshalb gibt es keine andere Chance.«

»Dann fang an.«

»Nicht hier, Nadine.«

»Warum nicht?«

»Wir werden in einen anderen Raum gehen. Ich möchte mit dir ganz alleine sein.«

»Dass mich jemand beschützen könnte, daran denkst du nicht, John Sinclair?«

»Glaubst du an Mallmann?«

»Zum Beispiel!«

»Nein. Ich schätze, dass er genau weiß, wenn er verloren hat. Ich kenne ihn. Er wird sich zurückziehen, er wird warten, bis sich ihm eine neue Chance bietet. Außerdem ist er von Suko und dem Kommissar verfolgt worden. Es ist durchaus möglich, dass die beiden es geschafft haben, ihn einzufangen und zu vernichten. Sie …«

Ihr schrilles Lachen unterbrach mich. Es sah so aus, als wollte sie aus ihrem Sessel in die Höhe schnellen, was sie allerdings nicht tat. Sie drehte sich um und schaute zu dem breiten Eingang.

Auch ich schaute hin.

Zugleich entdeckten wir die schattenhafte flatternde Bewegung vor der Glastür. Es sah im ersten Moment so aus, als hätte sich ein großes Tier selbstständig gemacht oder wäre eine Decke von irgendwoher nach unten gefallen.

Von einem Tier konnte man eventuell reden. Allerdings von einem Tier, dass einen Menschenkopf aufwies, denn der befand sich zwischen den beiden mächtigen Schwingen und sah so aus, als würde er die Flügel zusammenhalten.

Fledermäuse hießen diese Wesen!

Ich ließ Nadine sitzen und raste zum Eingang. In diesen Augenblicken war mir klar geworden, dass Suko und Harry es nicht geschafft hatten, Mallmann zu stoppen und zu vernichten. Es war ihm abermals gelungen, die Flucht zu ergreifen, wahrscheinlich als Fledermaus.

Scharf atmete ich aus. Es brachte auch nichts, nach draußen zu laufen und zu versuchen, die Verfolgung aufzunehmen. Er war weg, dabei blieb es. Ich drehte mich um – und musste erkennen, dass Nadine Berger die Gunst der Stunde genutzt hatte und verschwunden war.

Das hätte ich mir denken können. Weit konnte sie jedoch noch nicht sein. Es war nicht einfach, mit auf dem Rücken gefesselten Händen zu laufen. Ich rannte einige Schritte vor, blieb dann stehen, schaute mich um, sah sie aber nicht, dafür hörte ich einen dumpf polternden Laut, der dort aufgeklungen war, wo sich die Bar befand.

Da war es dunkel, das Licht der Notbeleuchtung reichte nicht bis in diese Gegend.

Ich lief hin, rief scharf und zischend ihren Namen. Dass ich keine Antwort bekam, lag auf der Hand.

Wahrscheinlich wollte sich Nadine zwischen den Tischen und Stühlen verstecken. Ich entdeckte sie, als sie bei ihrem Versuch einen Stuhl zur Seite rückte.

Langsam ging ich auf sie zu. »Es hat keinen Sinn, Nadine, du musst hochkommen.«

»Hol mich doch, Sinclair!«

»Das werde ich auch!« Meine Stimme klang sehr ruhig, obgleich ich innerlich vibrierte und dicht davor stand, einfach alles hinzuwerfen. Das aber durfte ich der Welt einfach nicht antun.

Nadine hockte zwischen zwei Stühlen. Als ich zugriff, wollte sie wegkriechen. Meine Hand verkrallte sich in den Kragen ihrer muffig riechenden Jacke. Der Stoff hielt ihr Gewicht aus, als ich Nadine auf die Beine zerrte und herumdrückte.

Sie taumelte zur Seite, dabei trat sie nach mir. Ich wich aus und drückte sie mit dem Rücken an die Bartheke, wo es etwas heller war, weil das Licht der Lobby in dieser unmittelbaren Umgebung erst auslief. Auf dem Weg zur Bar hatte ich die Gestalt des toten Detektivs Konowski gesehen. Harry Stahl, der Kommissar, hatte den eigenen Helfer töten müssen, weil dieser zu einem Blutsauger geworden war, und zwar gebissen von Will Mallmann.

»Es gibt keine Chance mehr, Nadine!«

Trotz der miesen Beleuchtung sah ich, wie sie mich anfunkelte. »Dann tu es, verdammt!«

»Ja.« Ich hatte schon überlegt und wollte sie auch nicht lange quälen. Deshalb war eine geweihte Silberkugel am besten. Sie garantierte einen schnellen, hoffentlich auch schmerzlosen Tod!

Ich holte die Waffe hervor.

Dass Nadine mich dabei beobachtete, sah ich an den Bewegungen ihrer Augen. Sie gab keinen Kommentar ab. Schweigend schaute sie mich an; hin und wieder bewegten sich ihre Mundwinkel.

Mein Gesicht war erstarrt. Ich konnte keinen Hass gegen sie empfinden, obwohl sie eine Bestie war und auch versucht hatte, mein Blut zu trinken.

Welche Gefühle sich in meinem Innern abspielten und mein Denken durcheinanderwirbelten, war mir von außen nicht anzusehen. Ich hätte heulen, toben, brüllen oder mich in den Erdboden verkriechen können. Das waren Momente, wo ich meinen Job verfluchte, denn hier ließ ich ein Stück Persönlichkeit zurück.

Nadine sagte nichts. Sie schaute mich nur an. Sie zitterte auch nicht, und ich ließ sie in die Mündung blicken. »Ich werde die Beretta nehmen, Nadine.« Meine eigene Stimme kam mir fremd vor.

»Ich kann dich nicht hindern.«

Dem Klang der Stimme lauschte ich. Hatte sie sich verändert? Ich glaubte nicht. Sie war neutral geblieben. In ihr schwangen keinerlei Emotionen mit. Sämtliche Gefühle, die sie früher mir gegenüber gezeigt hatte, waren verlorengegangen.

Und ich?

Nein, ich weinte nicht. Ich stand einfach da und kam mir selbst vor wie ein Roboter.

»Wohin willst du denn schießen, John?«

»Ins Herz!«

»Gut, ich kann dich nicht daran hindern. Aber glaube nur nicht, dass du den Kampf gewonnen hast. So leicht sind wir nicht zu besiegen. Bin ich weg, kommen andere. Will Mallmann hat es fast geschafft, seine Armee aufzubauen.«

»Ja, ich weiß, dass er damals aus dem Harem mit seiner blutgierigen Mannschaft floh.«

»Sehr richtig, John.«

»Aber das wird dir nicht helfen, Nadine. Du bist besser als andere, obwohl ich zugeben muss, dass mir diese Tat verdammt schwerfällt. Doch es gibt Dinge, die muss man einfach tun. Ich … ich werde auch nicht an die Vergangenheit denken, als du Johnny Conolly einige Male das Leben gerettet hast. Aber du bist eine Wölfin gewesen, und als Wölfin verschwandest du im Maul des Riesen Brân, um schließlich in Avalon deine menschliche Gestalt zurückzubekommen. Es sind alles Tatsachen gewesen, die ich nicht vergessen habe, Nadine, doch die muss ich verdrängen. Wie auch unsere letzte gemeinsame Nacht in New York, als ich erleben musste, dass Mallmann schneller war und dich von meiner Seite gerissen hat. Es sind Erinnerungen, Nadine, über die wir beide nicht mehr werden reden können.«

»Mallmann wird mich rächen. Er hat nicht grundlos den Stützpunkt in Wittenberg gewählt und Dr. Drake dorthin geschickt. Du wirst dort noch dein blaues Wunder erleben.«

»Tatsächlich?«

»Und wie, Sinclair.«

»Wo wartet er?«

Sie lachte mich schrill an. »Du kannst mich foltern oder vierteilen, du wirst nichts aus mir herausbekommen, das verspreche ich dir!«

Bluff oder nicht? Wollte sie mich ablenken? Das konnte sein, musste aber nicht, denn es war durchaus möglich, dass wir ohne unser Wissen in der Lutherstadt Wittenberg noch ein schauriges Erbe zurückgelassen hatten.

»Was ist es?«

Sie hatte meine Frage gehört und lachte. »Du glaubst doch nicht, dass ich es dir verraten werde. Schieß, John Sinclair! Du hast deine Waffe in der Hand und brauchst nur abzudrücken!«

»Dann bedanke ich mich für den Tip!«

»Den du vielleicht nicht überlebst.«

»Ich werde mich überraschen lassen.« Meine Stimme kratzte wie eine alte Schallplatte, die abgespielt wurde. In der Kehle saß der Kloß dick wie Pudding; ich fror plötzlich und schwitzte zugleich, aber ich konnte jetzt nicht mehr zurück.

»Na denn, Nadine«, flüstete ich. »Das Schicksal hat es anders gewollt.«

Ich hob die Waffe nicht einmal an, schwenkte sie nur etwas nach rechts, um direkt auf ihr Herz zu zielen.

Der Zeigefinger umklammerte den Abzug. Noch einmal schaute ich in ihr Gesicht, noch einmal überstürmten mich die Erinnerungen in einer wahren Sturzflut, die jedoch von dem hinterlistigen, gemeinen Grinsen der Blutsaugerin ausgelöscht wurden.

Nein, es gab kein Zurück mehr. In der nächsten Sekunde würde es Nadine Berger als Vampir nicht mehr geben …

*

Bill Conolly, vor kurzer Zeit, aus London kommend, in Berlin gelandet, hatte Glück gehabt, noch ein Taxi zu erwischen. Er war zuvor vom Zoll aufgehalten worden, weil man seine Waffe gefunden hatte. Es hatte lange Diskussionen gegeben, und Bill hatte seinen internationalen Waffenschein einigen Leuten vorzeigen müssen, ebenso die Zusatzbescheinigung, dass er berechtigt war, Waffen im befreundeten Ausland zu tragen.

Das alles hatte Zeit gekostet und sich bis in den Abend hingezogen. Aus London wusste er, wo John Sinclair, Suko und auch ein deutscher Kommissar namens Harry Stahl zu finden waren. Die beiden Geisterjäger hatten zwischendurch einen Lagebericht abgegeben, und er nannte dem Fahrer sein Ziel, bevor er sich noch angeschnallt hatte.

Der Mann in der braunen Lederjacke lachte nur. »Wohin wollen Sie, Mann? Zum Alex?«

»Ja.«

»Det schminken Sie sich man ab, Meister. Det ist nich drin.«

»Schön. Und weshalb nicht?«

»Weil da Randale ist?«

»Was heißt das?«

Der Fahrer drehte den Kopf. »Terror, Schreierei, Protest und Krieg. Die Chaoten haben sich versammelt. Rund um den Alex ist die Hölle ausgebrochen. Da stehen ganze Straßenzüge in Flammen.« Er schüttelte den Kopf. »Nee, dorthin fahre ich Sie nicht.«

Aber Bill musste dorthin. Er versuchte es anders. »Wieviel?«

»Kann ich ungefähr sagen, was die Fahrt kostet. So um dreißig Mark, glaube ich.«

»Das meine ich nicht. Ich lege noch einen Hunderter drauf. Würden Sie dann fahren?«

Der Mann schnitt eine Grimasse. »Ich habe zwar gerne Geld, doch noch lieber würde ich mein Leben behalten. Da ist nichts zu machen.«

Bill stöhnte auf. »Wie wäre es denn, wenn wir beide einen Kompromiss schließen?«

»Wie sähe der aus?«

»Sie fahren mich nur bis in die Nähe, den Rest der Strecke gehe ich dann zu Fuß.«

Jetzt überlegte der Fahrer. »Müssen Sie denn sehr dicht an den Platz heran?«

»Nein.«

»Das würde auch kaum klappen. Wie ich die Lage einschätze, hat die Polizei einen Kordon gebildet. Weil Sie es sind, Meister, ich versuche es.«

»Danke.« Zugleich mit dieser Antwort legte Bill einen Hunderter auf die Ablage.

Der Fahrer steckte den Schein in die Brusttasche seines Hemdes und startete.

Sie rollten auf den Verteiler am Flughafen, von dem aus der Weg in Richtung City führte und der berühmte Ku’damm für Bill Conolly sichtbar wurde. Es war die hektische Meile Berlins. Eine Welt voller Glimmer und buntem Glitzer, aber auch eine, in der Drogensucht und Prostitution zu Hause waren. Selbst bei diesem kalten Wetter standen auf den breiten Gehsteigen die Mädchen und warteten auf Kunden.

Bill sah sie und sah sie trotzdem nicht. Hin und wieder sprach der Fahrer mit ihm oder über das Mikro mit seiner Zentrale, doch der Reporter hörte so gut wie nicht hin. Seine Gedanken bewegten sich in völlig anderen Sphären. Er dachte an Nadine Berger, an John Sinclair, der losgefahren war, um die Frau von ihrem Vampirdasein zu erlösen. Das heißt, er würde sie töten.

Und dies wiederum konnte und wollte Bill nicht zulassen. Obwohl es nicht feststand, dass es soweit kommen musste. Laut Sir James sollte es eine Möglichkeit geben, Nadine Berger auf einem anderen, magischen Weg von ihrem Schicksal zu erlösen.

Natürlich hatte Bill von der Palmblattbibliothek gehört, die John und Suko besucht hatten. Er war informiert darüber, dass Nadine noch eine Zukunft besaß, doch das war ihm alles einfach zu vage gewesen. Außerdem hatte er sich auf sein Gefühl verlassen müssen. Dies wiederum sagte ihm, dass es nicht so einfach sein würde.

»Und jetzt sind wir im Osten der Stadt«, berichtete der Fahrer. »Unter den Linden.«

»Ja, ich sehe es.«

»Auch die Wagen der Polizei?«

»Sicher.«

Die gepanzerten Einsatzwagen standen an den Straßenrändern verteilt. Ab und zu sah Bill auch Fahrzeuge, die weiter in Richtung Osten fuhren, dem Alexanderplatz entgegen.

»Wie weit noch?«

Der Fahrer hob die Schultern. »Wir werden gleich die erste Absperrung erreicht haben. Das weiß ich von der Zentrale. Von dort aus müssen Sie sich zu Fuß bis zu Ihrem Ziel durchschlagen. Tut mir leid, ich hätte Sie gern weitergefahren.«

»Ist schon klar.«

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