Logo weiterlesen.de
John Sinclair - Folge 0662

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Sturm auf den Todestempel (2. Teil)

Als wir endlich diesen geheimnisvollen Dschungeltempel erreicht hatten, suchten wir sein Zentrum. Wir marschierten also weiter durch das labyrinthartige Tunnelsystem, kamen zu einer Treppe, die in einen tiefen Kessel führte. Ein merkwürdiges Licht wies uns dabei den Weg. Und dann waren wir im Zentrum, es war ein riesiger Friedhof, und erwartet wurden wir auch schon  …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Sturm auf den Todestempel (2. Teil)

Über Sukos Lippen drang ein schluchzendes Geräusch. Es hörte sich an, als würde er weinen, und das wäre auch verständlich gewesen. Denn was er in seiner rechten Hand hielt, war zwar noch der von Buddha hergestellte Stab, er glich allerdings mehr einer deformierten Masse ohne Form.

Als Klumpen ragte er aus Sukos Faust. Wenn man genau hinschaute, besaß er die Form einer Tulpe, die sich nach oben hin öffnete.

Suko schaute mich an. Sehr deutlich konnte ich im diffusen Licht des Frachtraums sein Gesicht nicht sehen, es glich eher einer schwachen, bleichen Maske, wobei meine Züge ebenfalls wirkten, als hätte sie jemand mit Eis bestrichen.

Ich konnte ihn verstehen, ich konnte ihn so verdammt gut verstehen. Beide wirkten wir hilflos.

»Frag doch was!«, flüsterte mein Freund und Partner. »Los, John, oder gib deinen Kommentar ab.«

Ich hob die Schultern. »Kennst du den Grund?«

»Ja und nein.«

»Willst du darüber reden?«

»Hat es Sinn?«, fragte er gegen.

»Ich weiß es nicht. Es liegt an dir, Suko. Allein an dir. Du musst sehen, wie du damit zurechtkommst. Ich habe – so leid es mir tut – keine Erklärung. Da müssen Dinge geschehen sein, die für mich ein Rätsel sind.«

Er hob die Schultern. Mit der freien Hand wischte er über seine Augen. Suko war geschockt. Die Veränderung des Stabes hatte ihn verflucht hart getroffen, bis tief in das Innere seiner Seele hinein. Er rang nach Worten, hatte sie gefunden und formulierte sie sehr leise. »Es muss mit dem schlafenden Gott zu tun haben. Cheng Gu ist derjenige welcher.«

»Aber ihn kannst du nicht fragen, noch nicht.«

Mein Freund nickte. »Es geschah so plötzlich!«, flüstete er. »Ohne Vorwarnung. Ich hatte den Stab hervorgeholt, wollte das bestimmte Wort sagen, als ich entdeckte, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Er begann sich zu verändern. Ich spürte es am Material. Mit der Hand hielt ich es umschlossen, plötzlich wurde es weich, so unnatürlich weich, als würde es auf meiner Haut dahinschmelzen …« Suko holte tief Luft. »Tja, und dann war es vorbei. Du kannst dir vorstellen, dass ich nicht mehr in der Lage war, zu kämpfen. Ich ließ sie gehen.«

»Sicher, Suko.«

Er schaute sehr traurig auf den Rest seines Stabs. Es war nur natürlich, dass Suko von Gefühlen durchtost wurde. Ich verstand ihn sehr gut, mir war es in ähnlichen Situationen nicht anders ergangen. Andererseits durften wir auch unsere Umgebung nicht vernachlässigen und nicht den Fall, der dazugehörte.

Wir befanden uns auf dem Schiff »Pacific Star«. Einen Kurs hatten wir momentan nicht eingeschlagen, wir dümpelten auf dem Meer, irgendwo zwischen der Südwestküste Indiens und der Insel Sri Lanka, die früher einmal den Namen Ceylon getragen hatte.

Auf diesem Schiff hatte sich, verborgen in einem Sarkophag, der schlafende Götze befunden. An ihn wollten wir heran, denn er war einer der wenigen Wesen, die die Schrift auf dem Palmblatt entziffern konnten, das wir aus Bangalore mitgebracht hatten. Ein Blatt und eine Schrift, die uns sehr wichtig waren, denn sie verbarg einiges über das Schicksal der Nadine Berger. Wenn wir die einzelnen Worte und Buchstaben entziffern konnten, wussten wir möglicherweise auch, wie es mit der ehemaligen Wölfin weiterging.

Leider waren nicht nur wir an Cheng Wu interessiert, es gab da eine Gruppe von tamilischen Rebellen, die ebenfalls den schlafenden Gott in ihre Hände bekommen wollten, damit er sie mit seiner Kraft im Kampf gegen die indische Übermacht unterstützte.

Wie das geschehen sollte, wusste ich nicht. Es war mir im Prinzip auch egal, für uns zählte nur, dass die Tamilen es geschafft hatten, das Schiff in ihre Gewalt zu bekommen.

Sie waren die Herren, sie hatten sich auch den schlafenden Gott geholt und dabei den Deckel des schweren Steinsarkophags gesprengt. Dieses Chaos hatten wir miterlebt und bewusst nicht eingegriffen, da wir ihnen den schlafenden Gott entreißen wollten. 1

Es war uns nicht gelungen, denn Sukos Stab hatte zum ersten Mal seit er ihn besaß, versagt.

Mein Freund stand da und schluckte. Bei besserem Licht hätte ich sicherlich genauer erkannt, wie bleich seine Haut war, wie rotumrandet die Augen.

Dass wir nicht hier unten bleiben konnten, stand fest. Wir mussten die Fanatiker stoppen, die mit einem Hubschrauber die »Pacific Star« angeflogen hatten. Die schwere Maschine stand an Deck. Es war sicher, dass sie damit wieder die Flucht ergreifen würden.

Ich fasste Suko an und drehte ihn herum wie eine willenlose Puppe. Er ließ alles mit sich geschehen. »Hör zu, wir müssen weiter. Wir können nicht hier unten bleiben.«

»Ich weiß, John. Aber wie willst du sie stoppen, ohne Unschuldige in Gefahr zu bringen?«

Ich deutete in die Höhe. »Erst einmal weg hier. An Deck gehen, das ist wichtig.«

»Okay, und weiter?«

»Wenn wir Cheng Wu haben, wird es vielleicht eine Möglichkeit geben, dem Stab wieder seine normale Form zu geben. Was er getan hat, kann er auch rückgängig machen.«

»Meinst du?«

»Ich hoffe es zumindest.«

Er war deprimiert, schaute noch einmal auf das deformierte Etwas, bevor er die Schulter anhob. Die Geste war resignierend. »Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, ihn wegzuwerfen«, flüsterte er.

»Bist du denn wahnsinnig?«

»Sorry, aber …«

»Klar, Suko. Komm jetzt!«

In mir war so etwas wie ein Fieber hochgestiegen. Ich wusste, dass über uns etwas geschah, was wichtig war. Und das sollte nicht ohne uns passieren.

Obgleich es uns zur Eile drängte, waren wir vorsichtig, als wir den großen Laderaum durchquerten. Den Fanatikern konnten wir nicht trauen, sie waren nicht auszurechnen. Sie konnten blitzschnell erscheinen und über uns herfallen.

Nur den von Suko niedergeschlagenen Mann sahen wir liegen. Dessen Waffe hatte ich an mich genommen, so trug ich dann eine Maschinenpistole, obwohl ich mich damit keineswegs glücklich fühlte und sie mir auch keine Stärke verlieh, wie so oft gesagt wurde. Ich war kein Freund dieser schießfreudigen Waffen.

Wir erreichten den Aufzug ohne Schwierigkeiten. Zum Glück hatten die Besatzer die Elektrik des Schiffes nicht lahmgelegt, alles funktionierte noch.

Der Lift erschien sehr schnell, kaum dass wir den Knopf berührt hatten. Ich zog die Tür auf.

Suko schaute sich noch um. Seine Stirn gleich einer zerfurchten Landschaft. Er war stark mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Worum es dabei ging, konnte ich mir denken.

Ich schob ihn in die Kabine. Auch hier brannte nur ein schwaches Licht. Die nackte Glühbirne unter der Decke passte so recht zu unserer Verliererstimmung.

»Das habe ich noch nie erlebt, John, und auch nicht erwartet. Cheng Wu muss besondere Kräfte haben.«

»Stimmt. Wobei ich mich frage, wie dein Stab sich derartig verändern konnte. Was ist da falsch gelaufen? Hast du den Weisen gereizt? Hast du sonst etwas getan?«

»Nein, überhaupt nichts.«

»Und weiter?«

»Es ist alles, John!« Er hatte mit lauterer Stimme geantwortet. »Wirklich alles.«

»Ja, schon gut. Entschuldige.«

Es hatte keinen Sinn, wenn wir beide uns auch noch stritten. Ich musste so lange warten, bis Suko sich gefangen hatte und wieder der Alte geworden war.

Die Verbrecher hielten sich auf dem Oberdeck auf. So weit wollten wir nicht fahren, sondern vom Zwischendeck aus die normalen Aufgänge nehmen.

Als die Kabine am Zwischendeck hielt, stiegen wir nicht sofort aus. Ich öffnete die Tür nur spaltbreit, um zu lauschen, aber es war nichts zu hören.

Dann nickte ich Suko zu. Mit einem Schritt stand ich im Gang, schaute mich um, die MPi übergehängt, die Beretta in der rechten Hand haltend.

Die andere Welt hatte uns wieder. Der gepflegte Gang, der saubere Teppichboden, die golden glänzenden Handläufe an den Wänden, die das warme Licht der Lampen reflektierten. All das roch nach einem gewissen Luxus, der jedoch in eine schon tragische Stille getaucht war.

Eigentlich hätten wir die Musik hören müssen, die Stimmen, das Lachen der Passagiere, doch nichts davon umgab uns. Die Stille war perfekt, sie belastete uns, und ich merkte das Kribbeln auf meiner Haut. Als ich mich umdrehte, sah ich Suko, der wie eingefroren wirkte.

»Sie sind noch da!«, sagte er nur.

»Ja, auf dem Oberdeck.«

»Vergiss die Brücke nicht.«

Daran hatte ich auch gedacht und an die Offiziere sowie die Mannschaft. Letztere war von den Verbrechern ausgeschaltet worden. Die Männer lagen bewusstlos in ihren Quartieren.

Ich winkte. »Weiter, Suko.«

Bevor ich auf das Oberdeck stieg, wollte ich mich noch dort umsehen, wo wir hergekommen waren, im großen Speisesaal. Dort hatte an diesem Abend das Kapitäns-Dinner stattgefunden. Leider war es durch einen brutalen Angriff beendet worden.

Mittschiffs trafen die Gänge an einem bestimmten Punkt zusammen, wo sie so etwas wie ein großes Foyer bildeten. Dort traf man sich, man plauderte, stand zusammen oder hockte in den weichen Sesseln.

Jetzt allerdings nicht. Ohne Menschen wirkte das Foyer seltsam kahl und leer. Keine Stimmen, nur diese ungewöhnliche Stille, die sich auch hier breitgemacht hatte.

Das gefiel mir nicht …

»Willst du nachschauen?«, fragte Suko.

Ich wusste, worauf er ansprach und nickte. Ein Blick in das geräumige Restaurant konnte nicht schaden.

Es lag rechts von uns. Ein paar Schritte nur entfernt, die Distanz hatten wir innerhalb weniger Sekunden überbrückt – und zuckten zurück, gleichzeitig auch zu verschiedenen Seiten weg, denn die beiden Männer, die plötzlich erschienen, gehörten zur Bande der Seepiraten. Sie waren bewaffnet und ebenso überrascht wie wir.

Weshalb sie das große Restaurant verlassen hatten, interessierte uns nicht. Wir wollten, wir mussten sie ausschalten, und ich zischte Sukos Namen.

Zum Glück hatten wir die Überraschung schneller weggesteckt als die beiden. Zudem fühlten sie sich sehr sicher, deshalb hielten sie ihre Waffen auch nicht in den Händen. Sie hatten die Schnellfeuergewehre über den Schultern hängen.

Bevor sie nach ihnen greifen konnten, kamen Suko und ich über sie.

Mein Freund schlug mit beiden Händen zu.

Ich nahm die Faust. Der Typ, wesentlich kleiner als ich und auch um einiges leichter, war damit beschäftigt gewesen, den Riemen der Waffe über die Schulter rutschen zu lassen. Dadurch bot er mir Gelegenheit, sein Kinn mit einem wuchtigen und klassischen Hieb zu treffen.

Er wurde fast aus den Schuhen gehoben und reagierte wie ein Stuntman beim Film.

Nur wurde er tatsächlich bewusstlos, als er auf dem Rücken landete.

Rechts von ihm hatte sich sein Kumpan in die Knie geschraubt. Sukos Treffer hatten dafür gesorgt.

Ich schaute ihn an, er nickte mir zu. Innerlich atmete ich auf. Ich freute mich darüber, dass mein Freund wieder normal reagierte, wenn uns Gefahr drohte. Es hätte auch anders laufen können, da wäre er lethargisch gewesen.

»Nur zwei?«, fragte ich.

Ich schaute mich um. »Sieht so aus.« Mit der Berettamündung deutete ich auf den Eingang des großen Restaurants. »Los, lass uns da mal kurz nachschauen!«

Wir sahen die Menschen, wir starrten auf das Chaos, das sich aus umgestürzten Stühlen und Tischen zusammensetzte. Dazwischen lagen die Decken. Teilweise zerbrochen war auch das Porzellan. Dicke Soßenflecken breiteten sich aus. Die Reste der Speisen bildeten einen unübersehbaren Matsch.

In all dem Durcheinander wirkten die Passagiere wie Statisten, die nur auf der Bühne des Lebens eine stumme Rolle bekommen hatten. Sie standen herum, sie starrten sich gegenseitig an, schauten auf uns.

Die Musiker auf dem Podium wirkten wie Puppen, die man dort aufgestellt hatte.

Suko und ich gingen langsam vor. Erste Stimmen erreichten uns. Fragen wurden gestellt. Bleiche Gesichter schauten uns an, ebenfalls blasse Finger griffen nach uns, und eine Frau war dabei, sich den Weg zu bahnen.

Es war Heathers Mutter. Der Kapitän hatte sie uns als Mrs. Drake vorgestellt.

Böse und gleichzeitig ängstlich wirkte der Ausdruck in ihren Augen. Sie bewegte die Lippen, sagte aber noch nichts, sondern schob einen Mann zur Seite, der ihr im Wege stand.

Dicht vor uns blieb sie stehen. »Sie«, sagte die Frau und deutete mit dem Zeigefinger auf mich. »Haben Sie Heather gesehen?«

»Nein, Mrs. Drake, tut mir leid. Wo sollte sie denn sein? Warum ist sie nicht hier?«

»Es ist meine Schuld«, flüsterte die Frau mit den grauen Haaren, durch die sich eine grün-violette Strähne wand. »Es ist einzig und allein meine Schuld.«

Ich ahnte Schlimmes. »Was denn, zum Teufel?«

Sie musste sich räuspern und wischte sich über die Augen, wo sowieso schon die dunkle Schminke verlaufen war. »Ich habe sie auf die Brücke geschickt, weil sie doch mit einer Funkanlage umgehen kann. Ich dachte mir, dass die Besatzung außer Gefecht gesetzt worden ist und Heather das Kommando übernehmen könnte.«

Das war ja der echte Klopfer. »Was haben Sie?«, fuhr ich Mrs. Drake an. » Sind Sie noch ganz bei Trost? Wissen Sie eigentlich, in welch eine Lage Sie Ihre Tochter gebracht haben?«

Die Frau nickte. »Jetzt allerdings, Mr. Sinclair. Zuvor habe ich so genau nicht darüber nachgedacht.«

Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen, und Suko schüttelte nur den Kopf. Dabei fragte er: »Wann haben Sie Ihre Tochter zum letzten Mal gesehen?«

»Als ich sie fortschickte.«

»Wissen Sie denn, ob sie die Brücke erreicht hat?«

»Nein, wir haben keine Nachricht bekommen.«

Inzwischen hatten immer mehr Passagiere einen dichten Ring um uns gebildet. Jeder wollte hören, was wir uns zu sagen hatten, aber es gab zum Glück niemand einen Kommentar.

»Uns sind zwei dieser Gangster entgegengekommen«, sagte ich. »Wir haben sie ausschalten können. Weshalb verließen sie das Restaurant?«

Das wusste Mrs. Drake nicht. Dafür meldete sich ein älterer Mann, der einen weißen Schnauzbart auf der Oberlippe trug. »Sie müssen eine Nachricht oder einen Befehl bekommen haben.« Er kam näher. »Sie griffen plötzlich zu ihren Sprechfunkgeräten und sprachen wohl mit dem Anführer.«

»Okay. Von dem haben Sie nichts gesehen?«

»Nein.«

»Dann ist er noch auf dem Oberdeck«, sagte Suko.

»Und ob der da ist.«

»Was wollen Sie beide denn tun?«, erkundigte sich Mrs. Drake. »Sie müssen ja etwas unternehmen.«

»Ja, die Meute stoppen. Aber ohne Sie, bitte.«

»Natürlich.«

Ich sprach die nächsten Worte so laut, damit sie auch im hintersten Winkel des Restaurants verstanden werden konnten. »Hören Sie zu, Ladies and Gentlemen. Bitte unternehmen Sie auch in der nächsten Zeit nichts. Warten Sie, bis wir Entwarnung geben. Haben Sie mich verstanden?«

Die meisten der Leute nickten. Das beruhigte mich einigermaßen, denn Helden konnten wir nicht gebrauchen.

Mrs. Drake umklammerte meinen Arm. »Bitte, Mr. Sinclair«, flüsterte sie mit bebender Stimme. »Bitte, holen Sie meine Tochter zurück. Ich weiß, dass ich Schuld habe …«

»Das sagen Sie mal laut und deutlich.«

»Sorry.«

»Gut. Mrs. Drake. Wir werden unser Bestes tun.«

»Danke.«

Suko war schon bis an den Ausgang vorgegangen. Er wartete, bis ich ihn erreicht hatte.

»Sie blasen zum Rückzug, John, und sie werden sich wundern, wenn die beiden Typen nicht erscheinen. Ich finde, dass wir uns beeilen sollten.«

»Ja, aber wir nehmen nicht den Lift.«

»Das wollte ich dir gerade vorschlagen«, sagte er grinsend.

Über einen Aufgang schlichen wir höher. Irgendwo stand eine Tür offen, kühlerer Wind wehte uns entgegen. Wir lauschten sehr genau, aber wir hörten keine Stimmen. Wer immer sich auf dem Deck aufhielt, gab sich ruhig. Nur keine Panik, das war es.

Beretta oder MPi?

Ich hatte die Wahl. Die Maschinenpistole mochte ich nicht. Sie war mir einfach zuwider, und ich ließ sie über meiner Schulter hängen. Die beiden bewusstlosen Tamilen hatten wir zwar entwaffnet, ihre Schießeisen jedoch nicht mitgeschleppt.

Schattengleich huschte Suko an mir vorbei. Er konnte es nicht erwarten. Ich folgte ihm ebenso schnell.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "John Sinclair - Folge 0662" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen