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John Sinclair - Folge 0657

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Angst vor dem roten Phantom

haben Sie, denn sie haben ein Kind überfahren.

Weil sie keine Rücksicht auf sein Leben genommen haben, wird das Leben sie bestrafen, und zwar mit der Höchststrafe!

Mit einem Rutsch in die Hölle sollen sie in die finsteren Gefilde des Todes geschickt werden.

Und die Rache des Phantoms ist ihnen sicher  …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Angst vor dem roten Phantom

Es war dunkel und tiefe Nacht. Die beiden Männer in dem blauen Mazda dachten an Mord, denn Töten war ihr Job.

Eigentlich lag ihrer Meinung nach keine große Sache vor ihnen. Es galt, einen Zeugen zu beseitigen. Dieser Mann lebte abseits von London, stammte aus Irland, gehörte zu den Dickköpfen und gleichzeitig zu den Typen, die glaubten, dass es noch so etwas wie Gerechtigkeit gab. Der Zahn sollte ihm gezogen werden …

Gegen ein Uhr würden die beiden Killer das Ziel erreicht haben. Spätestens eine halbe Stunde danach konnten sie sich schon wieder auf die Rückfahrt machen.

Der Fahrer hieß Felix Picarotta und machte eigentlich einen gemütlichen Eindruck, was spätestens aufhörte, wenn er einen Schalldämpfer auf den Lauf des Revolvers schraubte. Dann verlor sein rundes Gesicht jeglichen Ausdruck und wurde zu einer kalten Grimasse.

Neben ihm saß Dino Romero. Er wurde auch die Schlange genannt, weil er ebenso schnell und wendig war. Dabei konnte er blitzschnell zustoßen, das tat er meistens mit einem Stilett. Er war aus den Staaten geflohen, weil ihm der FBI zu dicht auf den Fersen gewesen war. London betrachtete er als Übergangsstation. Er wollte weiter nach Rom, wo eine große »Familie« auf ihn wartete.

In zwei Tagen würde er bereits im Flieger sitzen. Dass der große Logan Costello, Mafiachef in London, ihm Schutz gewährt hatte, dafür war er dem Capo Dank schuldig. Deshalb hatte er sich auch für den Job gemeldet und Felix gebeten, ihm die Aufgabe zu überlassen.

Sie hatten den Motorway verlassen und hatten es nicht mehr weit.

Picarotta fluchte, als die Scheinwerferkegel von den grauweißen Nebelwänden verschluckt wurden.

»Ihr habt doch immer Nebel«, meinte Romero gelassen. »Ich würde mich da gar nicht aufregen.«

»Trotzdem hasse ich ihn.« Felix Picarotta senkte das Tempo. Man wusste nie, ob noch irgendwelche Hindernisse in der Brühe lauerten, die ein menschliches Auge zu spät wahrnahm.

Dann tauchten sie ein.

Unwillkürlich hatten sich die beiden Männer nach vorn gebeugt. Jeder wollte so viel sehen wie möglich, doch sie bekamen kaum etwas zu Gesicht.

Bald kam ihnen noch ein Wagen entgegen. Seine Scheinwerfer blendeten trotz des Nebels. Die Lichter zerflossen zu gleißenden Seen.

An der linken Seite war vom Bewuchs der Umgebung nichts zu sehen. Nur lang gezogene, dunkle Schatten, die sie wie eine nicht endenwollende Bahn begleiteten.

»Hoffentlich zieht sich das nicht hin«, murmelte Romero, als er zu seinen Zigaretten griff. Er klaubte ein Stäbchen aus der starren Packung und erntete von Felix einen wütenden Blick.

»Musst du jetzt qualmen?«

»Ja.« Gelassen zündete Romero das Stäbchen an. »Dafür saufe ich nicht. Und die Weiber können mir auch gestohlen bleiben.«

Picarotta lachte wie ein Teenie. »Wieso – bist du schwul?«

»Das nicht, aber du kannst dich auf die Weiber nicht verlassen. Einmal habe ich es getan. Das war in L.A.«

»Und?«

»Es ging schief. Die Kleine hat mich verraten. Sie wollte Stoff. Sie wusste, dass ich einem Dealer aus Mexiko mein Messer zu schmecken gegeben hatte. Da wollte sie mich erpressen. Ich besorgte ihr Stoff, dann verriet sie mich zum Dank an igrendeinen Sozialen, der Süchtige auf den rechten Pfad bringen wollte.« Romero lachte scharf in der Erinnerung an die Sache damals. »Dem habe ich es aber gegeben.«

»Und was war mit der Kleinen?«

»Sie lebt noch. Nur erkennt sie sich nicht mehr, wenn sie in den Spiegel schaut. Sie hat sich um den Verstand gekifft.«

»Hast du recht.«

Dino blies den Rauch gegen die Scheibe und vernebelte den Wagen auch von innen. Sie steckten noch immer in der Suppe. Ein Ende war nicht abzusehen.

»Manchmal kommt es eben knüppeldick«, sagte Felix. »Mich hat noch kein Weib verraten.«

»Warum nicht?«

»Im Gegensatz zu dir bin ich seriös.«

Romero lachte glucksend. »Sag nur, du bist verheiratet.«

»Genau, und das seit zehn Jahren. Die Familie sorgt für unseren Schutz. Als ich mal saß, brauchte niemand zu hungern. Meine Frau nicht und meine beiden Kinder nicht.«

»Magst du Kinder?«

»Sicher. Ich habe einen Jungen und ein Mädchen. Die kleine ist mir besonders ans Herz gewachsen. Sie ist ein richtiges Goldkind und wickelt mich um den Finger. Ich bin der Meinung, dass man in unserem Job verheiratet sein sollte. So geht alles seinen normalen Weg.«

Romero schüttelte den Kopf, während er die Zigarette ausdrückte. »Das begreife ich nicht. Wie kann man nur so reden und dann einen Job ausführen wie wir.«

»Alles muss seine Ordnung haben.«

»Klar, bis auf den Nebel.« Romero rieb seine Hände, als würde er frieren. »Bin ich froh, wenn ich in Italien sitze. Dort ist es warm, da lasse ich mir die Sonne auf den Bauch scheinen …«

»Und die Arbeit …?«

»Ich steige in der Familie hoch, hat man mir versprochen. Die Feuertaufe in den Staaten liegt hinter mir. Ich bin gerüstet für Bella Italia. Ein tolles Gefühl, sage ich dir.«

»Kann ich mir denken.«

»Aber du bleibst, nicht?«

»Hör mal«, beschwerte sich Picarotta. »Ich bin hier aufgewachsen. London ist meine Heimat, nicht Roma oder Napoli. Obwohl ich einmal im Jahr in Stresa bin.«

»Das ist weit im Norden.«

»Ja, am Lago Maggiore. Da stamme ich her.« Felix reckte sich. »Der Nebel wird lichter. Wir lassen ihn gleich hinter uns.« Er gab wieder etwas mehr Gas. »Ich habe über deine Rückkehr nachgedacht und glaube nicht, dass du nur in der Sonne liegen wirst.«

»Was glaubst du dann?«

»Dich wird der Job fressen, den die Familie für dich bereithält. Was ist es denn?«

»Etwas Neues.«

»Hm.« Felix Picarotta überlegte. »Ich hörte, dass du ein intelligenter Typ sein sollst. Hast sogar studiert. Irgend etwas in naturwissenschaftlicher Richtung.«

»Das stimmt. Biologie.«

»Was über Pflanzen?«

Dino lachte. »So ähnlich, wenn du sie zerlegst und dir gewisse Dinge unter einem Elektronenmikroskop ansiehst. Es gibt da ganz neue Möglichkeiten, verstehst du?«

»Sicher. Ich verstehe, aber ich begreife nicht. Das ist der große Unterschied.« Felix starrte nach vorn. Der Nebel war zwar dünner geworden, leider begleitete er sie weiterhin. »Darf ein Mann mit normaler Bildung oder Nichtbildung dich etwas fragen, Dino?«

»Immer.«

Felix setzte zweimal an. »Hast du etwas mit den oft zitierten Genen zu tun?«

Romero antwortete zunächst nichts. Er pfiff leise.

»Das reicht mir«, sagte Felix.

»Die Organisation muss eben neue Gebiete erschließen.«

Picarotta schlug mit der flachen Hand auf den Lenkradring. »Das ist pervers, das ist so verdammt pervers. Dafür finde ich einfach keinen Ausdruck mehr.«

Romero streckte die Beine aus und zog sie wieder an. Das tat er mehrere Male hintereinander.

»Die Antwort hat dir wohl nicht gepasst.«

»Spielt keine Rolle. Ich wundere mich nur darüber, dass du sie ausgesprochen hast. Du bist ein Killer, Felix. Wie viele Menschen hast du schon umgelegt?«

»Nicht mehr als fünf.«

»Das sind fünf zu viel, wenn man die Moralvorstellungen als Basis nimmt. Du hast sogar Familie, sorgst für zwei Kinder, nennst die Aussichten der Zukunft pervers. Das darf sich doch einer wie du überhaupt nicht erlauben.«

»Wenn ich abdrücke, ist das zwar auch nicht gerade moralisch, aber nicht so heimtückisch wie Viren oder was man sonst noch unter diesem Gebiet versteht. Da kannst du Völker ausrotten. Ich kann mir denken, dass die Familie ihr Know-how verkaufen will.«

»Wenn ja, sind es nicht deine Sorgen, Felix. Lass dir eines gesagt sein, Freund. In der Zukunft kann man nicht nur durch eine schnelle Kugel oder einen Messerwurf vorankommen. Man muss versuchen, auch in andere Regionen vorzustoßen.«

»Gut, das Thema ist …«

Genau in dem Augenblick passierte es. Der Junge tauchte plötzlich auf wie ein Phantom. Irgendwo am linken Straßenrand erschien er und lief auf die Fahrbahn.

Aber er war kein Phantom, er war real.

Und die Kühlerschnauze des Mazda erwischte ihn!

*

Es war furchtbar, und der Anblick fraß sich tief in die Erinnerung des Killers und Familienvaters. Nach dem harten Aufprall war der schmale Körper durch die Luft gewirbelt worden.

Dino Romero stieß einen Fluch aus, der Fahrer aber war nur entsetzt und merkte kaum, dass er bremste. Er hatte nur Augen für den Körper, der in ungewöhnlich grotesken Bewegungen durch die Luft wirbelte, als hätte er sich in eine Puppe verwandelt, dann steinhart zu Boden schlug, aufprallte, auf dem feuchten Untergrund noch quer über die Fahrbahn rutschte und an der rechten Seite liegen blieb, dicht am Straßengraben, als wollte er dort noch mit einer verzweifelten Bewegung hineinkriechen.

Der Mazda stand!

Bei ihm war nur die Stoßstange leicht verbogen, ansonsten hatte sich nichts getan.

Dino Romero fluchte. Er tat es leise, aber voller Wut. Sie standen in der Finsternis, als hätte jemand einen Sack mit schwarzer Watte über ihre Köpfe gestülpt.

Felix Picarotta bewegte sich nicht. Er hatte die Hände vor sein Gesicht geschlagen, aber eine Lücke zwischen den kleinen Fingern gelassen, durch die seine Worte drangen.

»Ein Kind!«, flüsterte er, »verdammt noch mal, ich habe ein Kind überfahren …« Er schluchzte auf und schüttelte den Kopf, ohne die Hände vom Gesicht wegzunehmen.

»Sei ruhig, Memme!«

»Nein, Dino, das kannst du nicht verstehen. Wir haben ein Kind überfahren. Ich saß am Steuer, ich bin der Schuldige! Ebensogut hätte es meine Tochter sein können.«

»War es aber nicht.« Romero schüttelte den Partner. »Komm wieder zu dir. Wir haben einen Job zu erledigen.«

Felix ließ die Hände langsam sinken. Dino sah, dass er tatsächlich geweint hatte. Seine Augen waren rot und angeschwollen. Er schien mit seinen Nerven am Ende zu sein.

Romero schaltete sein Gehirn ein. Es war wichtig, dass er gewisse Dinge übernahm. »Also gut«, sagte er, »wenn es dich beruhigt, werde ich aussteigen und nachsehen. Vielleicht haben wir ja Glück, dass der Junge noch lebt.«

»Nein, Dino, nein. Ich habe gesehen, wie er durch die Luft wirbelte. So sieht kein Mensch mehr aus, der lebt. Das kann ich dir versprechen. Ich kenne mich aus.«

Dino Romero gab keine Antwort mehr. Es hatte keinen Sinn, mit Felix reden zu wollen. Er musste die Dinge jetzt in die Hand nehmen, öffnete den Wagenschlag und stieg aus.

Picarotta schaute gar nicht erst hin. Er hätte sich am liebsten in ein sehr großes Loch verkrochen. Sein Blick glitt über die Fahrbahn. Wie leergefegt lag sie vor ihm. Kein Fahrzeug fuhr ihnen entgegen, und das war gut so.

Seine Gedanken arbeiteten wieder normaler. Er fragte sich, woher der Junge wohl so plötzlich gekommen war. Wie aus dem Nichts war er erschienen, urplötzlich.

Es gab kein Haus, keinen Ort in sichtbarer Nähe. Er war plötzlich da und vorbei.

Durch die Nase holte er Luft und schüttelte den Kopf. Zu seinem Kumpan schaute er nicht hin, der hatte mittlerweile die schmale Gestalt des Jungen erreicht und sich über sie gebeugt. Da der Junge auf dem Bauch lag, konnte er nicht feststellen, ob er noch lebte. Er drehte ihn vorsichtig auf den Rücken.

Licht brauchte er keines. Der Blick in das Gesicht mit dem entsprechenden Ausdruck in den Augen sagte ihm genug. Der Junge lebte nicht mehr. Es hatte ihn tödlich erwischt.

Vom Aussehen her konnte er auch ein Italiener sein. Das dunkle Haar, der ebenfalls etwas dunklere Teint, die ebenfalls dunklen Pupillen, das passte auf einen Südländer.

Eine Verletzung war nicht zu sehen, auch kein Blut. Der Junge musste an inneren Verletzungen zu Tode gekommen sein.

»Mist, verdammt!« Er schickte noch einen leisen Fluch hinterher. »Das ist großer Mist gewesen.« Wütend schüttelte er den Kopf. Erst jetzt rann ihm ein Schauer über den Rücken. Seine Hand kroch zur Waffe, weil er sich plötzlich beobachtet fühlte. Irgendetwas stimmte nicht mehr. Er konnte zwar nichts erkennen, es war auch nach wie vor ruhig in der unmittelbaren Umgebung, aber er wurde trotzdem den Eindruck nicht los, dass jemand auf der Lauer lag.

Auch konnte der Junge nicht vom Himmel gefallen sein. Da war etwas, mit dem er nicht zurechtkam.

Mit schlurfenden und müde wirkenden Schritten ging er zurück zum Wagen, blieb an der offenen Tür stehen und schaute gebückt hinein. Felix hatte den Kopf gedreht.

Dino nickte nur.

»Er ist also tot?« Picarotta wollte es genau wissen.

»Ja.«

Felix sagte nichts. Er saß da, schluckte, ballte die Hände zu Fäusten und atmete hektisch.

»Hast du einen Vorschlag, Felix?«

»Nein, den habe ich nicht.«

»Gut, dann werden wir fahren. Wir können nichts mehr tun. Tut mir ja auch leid die Sache …«

»Hör auf, Dino. Hör endlich auf!«

Romero stieg ein. Dabei bewegte er sich wie ein Greis, holte tief Luft, kam aber nicht dazu, etwas zu sagen, denn zu beiden Seiten der Straße sahen die beiden Männer die Bewegungen. Aus den Büschen schälten sich plötzlich die Gestalten hervor.

Sie kamen, und sie brachten die Furcht mit. Es waren Männer und Frauen, ungewöhnlich gekleidet. Sie hatten maskenhafte Gesichter.

Sie kamen wie Zombies. Ihre Bewegungen wirkten wie eingefroren, und sie bauten sich vor dem Fahrzeug in einer Reihe auf. Manche von ihnen schlugen die Schöße ihrer Jacken zurück, damit die Waffen sichtbar wurden, die sie trugen.

»Verdammt, was sind das …?«, flüsterte Dino.

»Keine Ahnung.«

Romero zog seine Waffe. Er legte sie für die Fremden nicht sichtbar auf seinen Schoß. »Wenn die Ärger machen wollen, fahr an. Fahr sie einfach über den Haufen!«

Picarotta tat nichts. Er saß da und schluckte. »Sie gehören zu dem Jungen, sage ich dir. Es sind Leute aus seiner Familie, das spüre ich.«

»Na und?«

»Zigeuner«, flüsterte Felix. »Jetzt habe ich es. Das sind Zigeuner. Sinti oder Roma …«

»Ach ja?«

»Ich weiß es. Wir haben einen Zigeuner-Jungen überfahren. Weißt du, was das bedeutet, Dino?«

»Nein, es ist mir auch egal. Ich will hier weg. Wir müssen noch jemanden erledigen.«

»Die lassen uns nicht weg.«

»Dann fahre ich, verdammt!«

Felix schüttelte den Kopf. Jetzt bewegte er die Lippen, ohne etwas zu sagen. Im weichen Dunst der Schwaden hatten sich die Menschen vor dem Wagen aufgebaut. Sie wirkten wie tiefgefrorene Gespenster, die jeden Augenblick zu einem schrecklichen Dasein erwachen konnten.

»Soll ich uns den Weg freischießen?«, zischte Romero wütend.

»Das wird uns nichts helfen.«

»Du Idiot, du …« Er sprach nicht weiter, weil sich ein Mann aus der Mitte der Reihe bewegt hatte und mit langsamen Schritten auf den Wagen zukam.

Er blieb dicht vor dem Mazda stehen und schlug mit der flachen Hand auf die Motorhaube. Beide Männer zuckten zusammen, taten allerdings nichts.

Weil die Fenster offenstanden, waren die Worte des Mannes gut zu hören. Sie erinnerten an einen alten Richterspruch, an Worte der Strafe und Vergeltung.

»Ihr habt getötet, ihr habt ein Kind überfahren. Ihr habt keine Rücksicht auf Leben genommen. Diejenigen, die auf das Leben keine Rücksicht nehmen, wird das Leben auch bestrafen. Wir werden es euch nehmen. Wir werden euch das Leben nehmen und euch in die finsteren Gefilde des Todes schicken. Es wird ein Rutsch in die Hölle werden, in die tiefe Hölle, wo Elend und Grauen über euch kommen werden, um euch zu vernichten. Ihr entgeht der Rache des Phantoms nicht.«

Dino Romero schaffte ein kratziges Lachen. »Wovon hat der Alte geredet? Von einem Phantom?«

Picarotta gab keine Antwort. Er schaute auf den Alten und wusste, dass dieser Mann keine Sprüche von sich gab.

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