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John Sinclair - Folge 0655

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Der Fund

Dem Mann gefielen die Geräusche überhaupt nicht. Sie klangen anders als sonst, wenn Barney zurückkehrte. Jetzt kam er zwar auch, aber sein Knurren hörte sich gefährlich an, zudem hechelte er so ungewöhnlich.

Ein letzter Sprung brachte ihn in das Licht. Es fiel wie ein heller Teppich über die Treppe, und der Mann konnte sehen, was Barney in seiner Schnauze hielt.

Es war ein menschlicher Knochen!

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Der Fund

Ich sah das Gesicht genau vor mir. Die Haare in der rostroten Farbe des reifen Weinlaubs, die leicht grünlich schimmernden Augen, die vollen Lippen, die mich anlächelten, bevor sich der Mund öffnete, wobei sich mir das Gesicht entgegenbeugte.

Ein offener, kussbereiter Mund – und die beiden Vampirzähne, die weit aus dem Oberkiefer hervorragten.

Der Schock über diesen Anblick erwischte mich. Ich zuckte zusammen. Das Bild verschwand, und ich öffnete wieder die Augen. Gleichzeitig hörte ich das leise Piepen des Walkie-talkie. Es steckte in der rechten Tasche meiner weichen Lederjacke.

Ich holte das Gerät hervor, schaltete auf Empfang. »Ja«, meldete ich mich.

»Schläfst du, John?«, vernahm ich die Stimme meines Freundes Suko.

»Fast. Ich habe geträumt.«

Er lachte spöttisch. »Von wem denn?«

»Vergiss es, Suko. Ich wollte ihm nicht sagen, dass mir Nadine Berger in meinem Traum erschienen war. Damit hätte ich zugegeben, dass ich ihre Verwandlung in einen Vampir längst nicht überwunden hatte. Sie befand sich als Blutsaugerin in den Klauen des Dracula II, eines Supervampirs namens Will Mallmann.

Suko ließ nicht locker. »Es war also kein guter Traum?«

»Bestimmt nicht.«

»Bei mir hat sich nichts getan. Die Straße ist ruhig geblieben. Nichts zu sehen, nur die düstere Landschaft. Alles andere kannst du vergessen.«

»Bei mir ebenfalls, Suko.«

»Wenn was ist, melden wir uns.«

»Alles klar.«

»Und John?«

Seine Stimme klang etwas komisch. »Was hast du denn?«

»Träume nur nicht zu fest.«

Ich räusperte mich. »Keine Sorge, ich werde wach bleiben. Aber man ist keine Maschine.«

Den letzten Satz hatte er schon nicht mehr gehört, da war die Verbindung unterbrochen. Ich steckte das Gerät wieder weg und stellte mich hin, sodass ich ungefähr drei bis vier Yards vom Hochstand entfernt war, der einen zentralen Punkt inmitten des Waldes bildete.

Es war ein Waldstück, durch den bereits der erste Atem des nahenden Herbstes wehte. Die mörderische Hitze war vorbei – endlich, musste ich sagen. Die Temperaturen waren stark gefallen. Es war in den letzten Tagen viel Regen gefallen, den die trockene Natur aufgesaugt hatte wie ein Schwamm. Auch den Menschen ging es besser. Der Kreislauf stabilisierte sich wieder, die Herzkranken hatten nicht mehr so zu leiden.

Regen hatte es zwar nicht gegeben, nur war es ziemlich feucht. Das lag auch an den Dunstschleiern, die sehr dünn und feingewoben durch das Waldstück trieben, in dem ich meinen Platz gefunden hatte. Noch standen die Bäume dicht belaubt vor mir und boten mir auch mit ihren breiten Stämmen Schutz, aber die in der Nähe liegende Lichtung mit dem Hochstand als Zentrum bildete eine kahle Insel inmitten des Waldgebietes. Auch an diesem hohen Holzgestell kroch der feine Dunst hoch, als wollte er das Ding wie einen Kokon umwickeln und nicht mehr loslassen.

Grundlos schlägt sich niemand die Nacht um die Ohren. Auch Suko und ich machten da keine Ausnahme. Wir warteten auf eine Gruppe von Menschen, die in der Nacht dieses Waldstück unsicher machten und angeblich auf der Suche waren.

Wonach genau, das konnte uns niemand direkt sagen. Es gab da Vermutungen. Manche Leute erklärten, dass diese Fremden nach einem bestimmten Grab suchten.

Sie hatten es zunächst geheimnisvoll gemacht und nur wenige Leute darauf angesprochen. Schließlich waren sie an den Förster geraten, und der hatte sich nur wundern können, weil er von einem Grab nichts wusste. Das nahm ihm die Gruppe nicht ab. Die Unbekannten hatten nachgefragt und ihn sogar bedroht.

Nun, der Förster hatte sich an die Polizei gewandt. Ein Kollege von uns, der in der Nähe sein Wochenendhaus hatte, war dem Fall privat nachgegangen.

Zu seinem Schaden. Er war in die Falle der Unbekannten gelaufen und lag bereits seit mehr als einer Woche auf der Intensivstation eines großen Krankenhauses.

Da uns seine Aussagen ebenfalls erreicht hatten, durch eine Routinemeldung, wir aber über den Begriff Templer gestolpert waren, hatten wir beschlossen, uns des Falles anzunehmen.

Suko und ich hatten den Förster Kevin Lakeman befragt und ebenfalls keine konkrete Antwort erhalten. Der Gute wusste nichts, und einen Friedhof gab es auch nicht in der Nähe. Sollte tatsächlich ein Grab vorhanden sein, dann musste es sehr versteckt liegen. Aber von den Unbekannten wusste er schon. Er hatte auch gesehen, dass sie sich hin und wieder trafen und sogar auf eine nächtliche Grabsuche gingen.

Da der Kollege schwerverletzt worden war, konnte man daraus schließen, dass es der Gruppe um einiges ging. Ob es nur das Grab war oder mehr, das wollten Suko und ich herausfinden.

Wir konnten natürlich nicht das gesamte Gelände unter Kontrolle halten und hatten uns für zwei strategisch wichtige Orte entschieden. Suko beobachtete von seinem Platz aus den Zufahrtsweg, der am Waldrand vorbeiführte. Ich hatte mich gewissermaßen in das Zentrum begeben und hockte nahe des Hochsitzes.

Mehr als zwei Stunden waren bisher vergangen, und es hatte sich überhaupt nichts getan. Noch zwei weitere Stunden würde es dauern, bis die Tageswende eintrat. So lange wollte ich ausharren, das war mit Suko abgemacht.

Manchmal, wenn der Wind etwas zunahm, fuhr er auch durch das Blätterwerk der Bäume. Dann hörte ich jedes Mal ein geheimnisvoll klingendes Rauschen und Rascheln, als wären unzählige Geister dabei, den Weg durch den Wald zu nehmen.

Ich hatte mir diesen Platz auch deshalb ausgesucht, weil die Personen nahe des Hochstandes beobachtet worden waren. Das hatte uns der Förster gesagt, obwohl er selbst es nicht gewagt hatte einzugreifen. Er hatte auch keine genaue Beschreibung geben können, nicht einmal die Anzahl der Fremden war ihm bekannt gewesen, aber er ging davon aus, dass sich in seinem Revier etwas tat.

Mir war in der feuchten Luft kalt geworden. Ich schreckte hoch, als ich über mir ein Geräusch hörte. Rascheln und Rauschen, als sich Blätter und Schlingen bewegten.

Der Vogel, wahrscheinlich ein Käuzchen, verschwand schnell. Möglicherweise hatte er sich noch mehr erschreckt als ich.

Bisher hatte ich es nicht gewagt, mich dem Hochstand zu nähern. Für mich war er so etwas wie ein zentraler Punkt, eine Mitte, die sehr gut unter Beobachtung stehen konnte, und zu früh wollte ich auf keinen Fall entdeckt werden.

Ich hatte allerdings auch keine Lust mehr, geduckt auf dem feuchten Boden zu hocken, denn allmählich wurden meine Glieder steif. Der Hochsitz war besser, nicht nur wegen des Überblicks, dort oben hockte ich auch trockener und entschloss mich zu diesem Stellungswechsel, den ich Suko mitteilte.

»Ah, deswegen störst du mich.«

»Wieso? Hast du etwas anderes gedacht?«

»Ich dachte an einen Erfolg.«

»Bisher noch nicht.«

»Dann wünsche ich dir schönes Klettern.«

»Danke, dito.1 Over.« Ich schaltete das Gerät ab und war froh, mich endlich bewegen zu können. Diese lange Warterei zerrte an meinen Nerven. Ich war eben kein Typ dafür.

Der Wald gab mir keine Antwort. Es war niemand da, der seine nächtliche Ruhe störte. Er umgab mich wie ein geheimnisvolles, stummes Gemälde, durch das ich als einzig lebendes Wesen meinen Weg fand und diesen Hochsitz direkt ansteuerte.

Selbstverständlich war ich vorsichtig, auch wenn ich zuvor nichts gesehen hatte. Als zweibeiniger Schatten im Dunst bewegte ich mich voran und hatte das Gefühl, dass etwas passieren würde.

Auf einmal war es da!

Manchmal überkommen mich die sensitiven2 Momente, und ich hatte gelernt, sehr genau auf sie zu achten.

So wie jetzt?

Auf der Stelle drehte ich mich. Meine Hand lag am Griff der Beretta. Ich würde die Waffe innerhalb von Sekunden ziehen können, wenn die Gefahr eskalierte.

Noch ahnte ich sie nur, ich sah sie nicht. Kein fremdes Geräusch erreichte meine Ohren. Alles blieb still, ruhig, verborgen, in ein geheimnisvolles Dunkel getaucht.

Ein Irrtum meinerseits? Ich wollte nicht daran glauben, da war schon etwas. Wenn ich es schaffte, den Hochstand zu erklettern, besaß ich einen besseren Ausgangspunkt. Von dort oben war der Überblick auch in der Dunkelheit verhältnismäßig gut. Zumindest konnte ich sehen, ob sich jemand anschlich.

Der Sitz baute sich am hinteren Rand der Lichtung auf. Er stand auf vier kräftigen Beinen, die an einigen Stellen glänzten, weil die Baumrinde dort geschält war. Die Plattform mit dem Aufbau hob sich wie ein übergroßer, viereckiger Vogelkasten ab.

An der Vorderseite existierte eine hüfthohe Schwingtür, die nach innen gedrückt werden musste und auch dort festgeklemmt werden konnte. Das alles war mir bekannt, und ich war auch der festen Überzeugung, keine Überraschung mehr zu erleben, was den Hochsitz anging.

Ich lief trotzdem in die Falle.

Das genau nach dem dritten Schritt. Urplötzlich gab der Boden unter meinen Füßen nach. So abrupt, dass ich einen Schrei nicht unterdrücken konnte, als ich in die Tiefe fiel.

Eine Fallgrube, dachte ich noch, dann schlug ich auf!

*

Vlad Dracula hatte in seinem Reich ähnliche Fallgruben errichten und sie mit angespitzen Pfählen spicken lassen, das wusste ich aus der Geschichte, doch hier befanden wir uns nicht in Rumänien, sondern in England, und die Grube war auch nicht mit angespitzten Pfählen gefüllt, sondern mit feuchtem Laub, das sich zwischen den Pfützen auf dem Boden verteilte und meinen Aufprall dämpfte.

Dennoch spürte ich ihn überall, und in meinem Kopf zuckten Blitze auf, als ich mit der Stirn gegen die Wand schlug. Es war ein Aufprall, als hätte mir jemand einen Sandsack vor den Kopf gehauen, ich rollte mich zur Seite und blieb in den folgenden Sekunden liegen. Auch deshalb, weil ich nachhorchen wollte, ob sich irgendwelche Schmerzzentren in meinem Körper meldeten.

Das geschah nicht. Ich hatte mir weder etwas gestaut, noch geprellt, trotz des verhältnismäßig tiefen Falls, der hinter mir lag, denn den Rand der Grube konnte ich auch nicht erreichen, wenn ich die Arme ausstreckte und sprang.

Also blieb ich hocken und verfluchte den Umstand, in die Falle gelaufen zu sein.

Mit allem hatte ich gerechnet, nur nicht mit diesem alten Waldläufertrick, der schon von Jungen angewendet wurde, wenn sie Cowboy und Indianer spielten.

Grundlos hatte man diese Fallgrube nicht angelegt. Auch der Förster hatte mich vor ihr nicht gewarnt. Sicherlich aus Unkenntnis. Wahrscheinlich war die Grube erst in der letzten Zeit ausgehoben worden.

Die Tatsache, dass Sie überhaupt existierte, ließ darauf schließen, dass sich innerhalb dieses Waldes etwas tat. Er war nur äußerlich so ruhig und still. Tatsächlich spielte sich hinter den Kulissen etwas ab, das für Fremde nicht einsehbar sein sollte.

Nun, ein Weltuntergang war mein Fall in die Grube nicht. Auch wenn ich aus eigner Kraft die Falle nur schwerlich verlassen konnte, ich konnte Hilfe herbeiholen.

Da musste Suko seinen Platz eben verlassen. Ich wollte das flache Gerät wieder aus der Tasche holen und spürte schon beim ersten Anfassen, dass sich daran etwas verändert hatte.

Mit dem Kunststoff stimmte einiges nicht. Er war längst nicht mehr so glatt wie zuvor. An den Seiten gesprungen, und Sekunden später sah ich die ganze Bescherung.

Das Ding taugte nichts mehr. Ich konnte es wegwerfen, denn beim Fallen war ich zur Seite gerutscht und ausgerechnet auf das Gerät gefallen. Meinem Gewicht hatte es nicht widerstehen können. Was in seinem Inneren zu Bruch gegangen war, konnte ich auf die schnelle nicht herausfinden, jedenfalls war es nicht mehr zu gebrauchen.

Eine Hoffnung war dahin.

Ich fing an, mir Sorgen zu machen, stand auf, reckte die Arme, federte in den Knien durch und versuchte es mit dem ersten kräftigen Sprung. Es musste für einen Beobachter lächerlich aussehen, wie ich zwar in die Höhe kam, aber keinen Erfolg hatte. Unterhalb des Randes klatschten meine Handflächen gegen die feuchte Innenwand der Fallgrube, und da war es vorbei mit der Herrlichkeit.

Ich rutschte zurück und fluchte zunächst wie ein Fuhrmann, aber leiser. Man hatte mich verdammt raffiniert außer Gefecht gesetzt. Doch wer steckte dahinter?

Bisher hatte ich keine Gestalt gesehen, die durch den Wald schlich, ging allerdings davon aus, dass man mich unter Kontrolle gehalten hatte. Wenn das stimmte, würde ich sicherlich nicht lange zu warten brauchen, bis meine Gegner auftauchten.

Zum Glück war ich nicht wehrlos. Neben meinem Dolch und dem Kreuz trug ich die mit geweihten Silberkugeln geladene Beretta bei mir. Damit würde ich mir schon einigen Ärger vom Leib halten, das stand fest.

Natürlich begann wieder die Warterei. Wer immer meine Gegner waren, sie konnten mich schmoren lassen. Mir würde die Zeit länger vorkommen als ihnen.

Ich hatte keine Lust, in diesem verdammten Loch, in das ich hineingefallen war wie ein Anfänger, lange hockenzubleiben. Irgendwie musste es mir doch gelingen, hier rauszukommen.

An die Rückwand gelehnt, schaute ich schräg in die Höhe, wo sich über mir der rechteckige Rand abzeichnete. Ein unheimlich wirkender Ausschnitt, der von dünnen Nebelfetzen umschmeichelt wurde, die wie sanfte Wattebäusche auch über die Öffnung hinwegtrieben und nicht in die Fallgrube hineindrangen.

Auf dem Boden lag allerlei Zeug. Zumeist Laub, vermischt mit dünnen, feuchten Zweigen.

Die konnten mir nicht helfen. Ich suchte nach einem stärkeren Ast, den ich in mehrere Teile zerbrechen wollte, um diese dann – ähnlich wie primitive Treppenstufen – in die Wand hineinzurammen. Die dafür nötigen Löcher konnte ich mit dem Dolch hineinschneiden. Ich brauchte ja nicht allzu hoch zu klettern, um den Grubenrand zu erreichen.

Mit den Füßen wühlte ich das feuchte Laub auf, wobei ich hin und wieder auch in Pfützen hineintrat, deren Wassertropfen wie Perlen durch die Gegend flogen.

Am meisten ärgerte ich mich über mich selbst. Wie ein dummer Junge war ich in die Falle gelaufen. Und das passierte mir, wo ich wirklich schon Abenteuer und Situationen erlebt hatte, in denen mein Leben keinen Pfifferling wert war.

Meine Hoffnung erfüllte sich nicht. Zwar hatte ich den Boden der Grube zusätzlich mit meiner Leuchte ausgestrahlt, aber auch die konnte einen entsprechenden Ast nicht herbeizaubern. Nur Blätter und Zweige bildeten die weiche Schicht.

Es blieb mir nichts anderes übrig, als zu warten und darauf zu hoffen, dass Suko aufmerksam wurde, wenn er beim nächsten Mal versuchte, Kontakt mit mir aufzunehmen und feststellen musste, dass ich mich leider nicht meldete. Das konnte dauern.

Ich verhielt mich wieder ruhig. Nachdem kein Laub mehr unter meinen Füßen raschelte, kam mir die Stille schon unheimlich vor. In die Grube hinein kroch eine bedrückende Atmosphäre, noch verstärkt durch den Dunst, der auch Geräusche schluckte.

Allerdings nicht alle.

Von draußen her hörte ich etwas. Was es genau war, konnte ich nicht herausfinden. Jedenfalls erklang ein Rascheln, und so etwas passierte eigentlich immer, wenn jemand durch den Wald schlich und unter seinen Sohlen das Laub zerdrückt wurde oder hin und wieder ein trockener Zweig zerknackte.

Es gab keinen Ort innerhalb der Grube, an dem ich mich hätte verstecken können. Wo immer ich mich auch hinstellte, ich war von jeder Stelle aus zu sehen, wenn jemand in die Grube hineinschaute.

Die Geräusche blieben.

Wenn mich nicht alles täuschte, hatten sie sich sogar um die Grube herum verteilt. Ein Zeichen, dass sie eben von vier Seiten kamen und man mich irgendwo umzingelt hatte.

Das konnten keine zwei Personen sein. Ich musste davon ausgehen, dass es sich um eine ganze Gruppe handelte.

Ich zog meine Beretta, behielt sie in der Hand, die ich flach an die rechte Seite meines Körpers gedrückt hatte. Dann atmete ich so flach wie möglich und bewegte mich auch nicht mehr, um mich nur auf die fremden Geräusche

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