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John Sinclair - Folge 0646

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Der Templer-Jäger

 

Blasse Gesichter, farblose, vorgeschobene, trotzig wirkende Lippen, Hunger in den Augen, manchmal auch Verzweiflung oder nervöse Unruhe.

Das Suchen nach dem Ziel, die Erfüllung der Wünsche, die Gier, es haben zu müssen, das Überlegen, der bedrückende Frust  – es spiegelte sich alles auf den jungen Gesichtern wider, vor denen manche Abscheu empfanden. Stephan Audrin verspürte sie nicht, auch keine Angst, bei ihm überwog das Mitleid.

Diese jungen Leute in einer der zahlreichen U-Bahn-Stationen wussten genau, dass bei ihm nichts zu holen war. In seinem schäbigen Sommermantel und der randlosen Brille sah er aus wie ein unterbezahlter Buchhalter und nicht wie ein Historiker, für den eine Stadt wie Paris die großen Schätze bereithielt.

Er gehörte zu denjenigen, die nicht auffielen, die man sah und trotzdem nicht wahrnahm, denn die Menschen hatten nur Augen für die Tollen, die Auffälligen, die sich entsprechend kleideten und auch so stark angeben konnten.

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Der Templer-Jäger

Blasse Gesichter, farblose, vorgeschobene, trotzig wirkende Lippen, Hunger in den Augen, manchmal auch Verzweiflung oder nervöse Unruhe.

Das Suchen nach dem Ziel, die Erfüllung der Wünsche, die Gier, es haben zu müssen, das Überlegen, der bedrückende Frust – es spiegelte sich alles auf den jungen Gesichtern wider, vor denen manche Abscheu empfanden. Stephan Audrin verspürte sie nicht, auch keine Angst, bei ihm überwog das Mitleid.

Diese jungen Leute in einer der zahlreichen U-Bahn-Stationen wussten genau, dass bei ihm nichts zu holen war. In seinem schäbigen Sommermantel und der randlosen Brille sah er aus wie ein unterbezahlter Buchhalter und nicht wie ein Historiker, für den eine Stadt wie Paris die großen Schätze bereithielt.

Er gehörte zu denjenigen, die nicht auffielen, die man sah und trotzdem nicht wahrnahm, denn die Menschen hatten nur Augen für die Tollen, die Auffälligen, die sich entsprechend kleideten und auch so stark angeben konnten.

Stephan Audrin schaffte das nicht. Er stand im krassen Gegensatz zu den Junkies, die auf dem Boden hockten, vor sich hin starrten oder auf der Suche nach einem Opfer waren. Einer trug seine Gitarre im Arm wie eine Mutter ihr Baby. Er war spindeldürr, richtig ausgemergelt, und sein leerer Blick streifte über die Gleise hinweg.

Hinter ihm erhob sich eine Reklamewand, bemalt in grellen Farben. Sie zeigte einen weißgelben Sonnenball, der seine Strahlen auf einer ozeanblauen Wasserfläche verteilte, aus der raketenartig ein Stück Seife in den Himmel schoss und dem Benutzer auch den Himmel versprach, wenn dieser sich gerade auf diese besondere Seife verließ.

Das alles war für die Junkies nicht von Interesse. Sie hatten andere Sorgen, denn sie quälte der Gedanke, wie sie so schnell wie möglich an Geld für den nächsten Schuss kamen.

In der Metro-Station herrschte kein Hochbetrieb, aber es waren noch genügend Menschen vorhanden. Um diese Zeit hatte der Berufsverkehr eine Pause eingelegt. Erst in ein bis zwei Stunden würde wieder alles überquellen.

Audrin wartete auf die Bahn. Sie sollte ihn in den Pariser Norden bringen, in eines der hohen Häuser, wo Tausende von Menschen wohnten, die sich jeden Tag in die Metropole an der Seine hineinquälten, um dort ihrer Arbeit nachzugehen.

Er dachte an seine Forschungen, bemerkte die Junkies kaum und sah auch nicht den Schatten: einen langen, dunklen Streifen, der hinter ihm über die helle Reklamewand glitt. Die Junkies nahmen ihn auch nicht wahr, und der junge Mann direkt vor der Wand strich mit seinen Fingerkuppen über die Saiten der Gitarre, um einen Ackord anzuschlagen, der wie ein Geläut durch die Station hallte.

Ein Mädchen schob sich an Audrin heran. In das weißblond gefärbte Haar hatte die Kleine schwarze Samtschleifen gebunden. Ihre Gesichtshaut roch nach billigem Puder, und die Lippen zeigten ein nahezu grelles Rot.

Sie trug Kleidung aus billigem Lackleder. Rot das Oberteil, schwarz der Rock, der kaum die Schenkel bedeckte. Neben Stephan Audrin blieb sie stehen.

»He, Mann …«

Er drehte den Kopf.

Die Kleine, ungefähr siebzehn, lächelte zuckersüß. »Du siehst aus, als hättest du etwas für mich.«

»Was denn?«

»Kies, Schotter, Geld, money …«

Audrin runzelte die Stirn, holte tief Luft und schüttelte den Kopf. »Es tut mir leid, Mädchen, aber ich habe nichts. Bin selbst pleite. Außerdem interessiert mich kein Geld.«

Der Mund blieb bei ihr offen vor Staunen. »Ehrlich?«

»Ja.«

»Was interessiert dich denn?«, fragte sie und grinste. Der Mann gefiel ihr auf eine besondere Art und Weise. Nicht dass er sie antörnte, er war irgendwie anders, das hatte sie gespürt.

Eine Bahn lief ein. Zischend, sehr laut. Audrin wollte einsteigen, aber die Weißblonde hielt ihn zurück.

»Nimm den nächsten Zug.«

Er war unsicher, das wurde er immer, wenn er mit fremden Menschen zusammenkam. Das überflüssige Zurechtrücken der Brille unterstrich dies. »Warum?«

»Ich will reden.«

»Bitte …«

»Oder wartet jemand auf dich?«

»Meine Arbeit.« Er musste laut sprechen, denn eine Gruppe von Kindern verließ die Bahn. Zwei Lehrerinnen konnten sie kaum bändigen.

»Kommst du nicht von der Arbeit?«

»Ich mache bei mir weiter.«

»Was denn?«

Audrin schaute dem Zug nach, der im Tunnel verschwand. Er hatte die Luft zum Fauchen gebracht. »Ich bin Wissenschaftler, Historiker, wenn du es genau wissen willst.«

Die Weißblonde überlegte. Sie hatte das linke Bein angewinkelt und gegen das rechte gedrängt. »Hat das nicht was mit Geschichte zu tun oder so?«

Audrin lächelte: »Genau.«

»Um was kümmerst du dich denn da?«

»Mehr Kirchengeschichte.«

»Ach wie langweilig.« Sie winkte ab. »Da war ja nichts los. Wenn du wenigstens die Schlachten …«

»Nein, das kann man so nicht sagen. In der Kirchengeschichte war schon etwas los. Es waren nicht alles Engel, die auf dem Heiligen Stuhl saßen. Die Verquickung von Geistlichkeit und den weltlichen Herrschern ist schon interessant.«

Sie hob die Schultern. »Okay, wenn man sich dafür interessiert. Mein Fall ist es nicht.«

»Was machst du denn?«

Das Mädchen starrte ihn an, dann lachte es. »Was ich mache? Das siehst du doch. Ich stehe hier herum, gammle und warte auf den nächsten Schuss, vorausgesetzt, ich bekomme die Knete. Das mache ich. Alles klar?«

Audrin überlegte, bevor er den Kopf schüttelte. »Du solltest dir selbst einen Gefallen erweisen und diesen Weg nicht gehen. Er führt geradewegs ins Verderben.«

»Ach, hör auf. Das sagen viele. Die sollen selbst mal in diese Scheiße reinrutschen. Ist doch keine Zukunft mehr? Was bietet man uns denn hier in Paris? Graue Vorstädte, Dreck, keine Perspektive. Wenn du das siehst und darüber nachdenkst, bleibt dir nur der Schuss.«

Audrin war nicht dieser Ansicht. Er dachte über die Worte nach und schaute nicht zurück. Deshalb konnte er auch den Schatten nicht sehen, der sich von der Plakatwand gelöst hatte und nun hauchdünn über den Boden hinwegstrich.

Einer der jungen Männer sprach das Mädchen an. »He, Kiki, was ist mit dir los?«

»Lass mich.«

»Hast du dir den Bürotrottel aufgerissen?«

»Leck mich.«

»Später, Süße.«

»Vielleicht kannst du den Sprung noch schaffen«, versuchte es Audrin wieder. »Wie sieht es mit deiner Schulbildung aus?«

»Nur die Hälfte.«

»Das ist in der Tat nicht viel.«

»Weiß ich auch, aber was willst du machen?«

»Starte noch einen Versuch. Setz dich wieder auf die Schulbank. Reiß dich zusammen. Versuche es von vorn. Ich finde, dass so etwas nicht schaden kann.«

»Nein, es ist …« Kiki schaute zu Boden und winkte mit beiden Händen. »He, wo kommt der denn her?«

»Was?«

»Dieser Schatten!«

Auch Stephan Audrin sah jetzt hin und entdeckte den grauen Schatten, der aussah wie ein menschlicher Umriss, aber weder von ihm noch von dem Mädchen stammte.

»Das weiß ich auch nicht.«

»Mann, du bist doch schlau.« Sie kicherte, weil der Schatten wanderte und sich ein Ziel ausgesucht hatte.

Es war Stephan Audrin!

Der rührte sich nicht von der Stelle. Die Überraschung hatte ihn stumm und steif werden lassen. Er bekam nur mit, wie der Schatten plötzlich seine Füße erreichte, dort aber nicht abstoppte, sondern an ihm in die Höhe glitt.

Und da spürte er ihn.

Er strahlte eine Kälte aus, mit der er nicht gerechnet hatte. Sie drang durch den Stoff des Mantels und auch den der Hose. Sie strich wie Eis an seinen Beinen hoch, und erst als sie die Oberschenkel erreicht hatte, zuckte er zusammen.

Das fiel Kiki auf. »He, was hast du denn, Mann? Du … du siehst so komisch aus …«

»Mir ist kalt.«

»Wie?«

»Ich friere!«

Kiki senkte den Blick, hob den Kopf wieder und schaute sich den Historiker genau an.

Der war dabei, sich zu verändern.

Nicht vom Körper her, nein von der Haltung, vom Gesicht aus, denn er musste etwas spüren, das man nur mit dem Begriff Schmerzen umschreiben konnte.

Plötzlich empfand Kiki Mitleid. »He, was ist los mit dir? Was geschieht da?«

Audrin war der Schweiß auf die Stirn getreten. »Der Schatten!«, keuchte er. »Der ist über mich gekommen. Er … er zerdrückt mich, er will mich vernichten, zerquetschen, töten …«

Kiki lachte auf. »Du bist verrückt«, sagte sie und fasste den Mann an. Ihre Hand zuckte wieder zurück, denn sie hatte die Kälte gespürt und gleichzeitig die Wärme.

Audrin brach der Schweiß aus. Er litt unter schrecklichen Qualen. Mit zwei kleinen Schritten taumelte er nach links und drückte dabei Kiki zur Seite.

Jetzt wurden auch die anderen Junkies aufmerksam. Aus großen Augen schauten sie zu, wie sich Stephan Audrin quälte. Er konnte sich nicht mehr normal bewegen, schaukelte mal nach rechts, dann wieder zur anderen Seite hin, fing sich und beugte sich plötzlich nach vorn, um dabei mit unverhältnismäßig schnellen, trippelnden Schritten auf die Wand zuzulaufen. Zwei Junkies schufen Platz. Ihre Gesichter waren noch bleicher als sonst. Sie verstanden die Welt nicht mehr.

Audrin lief gegen die Reklametafel. Mit einem dumpfen Laut prallte er davor. Plötzlich rann Blut aus der Nase. Als er sich drehte, war sein Gesicht verschmiert.

Noch hielt er sich auf den Beinen. Die anderen schauten ihn aus entsetzten Gesichtern an. Er starrte zurück. Auch weitere Zuschauer hatten sich eingefunden, und einigen von ihnen war klar geworden, dass dieser Mann hier einen Todeskampf ausfocht. Seine Hände hatte er auf den Leib gepresst, über den der Schatten zog. Dunkelgrau und zitternd bewegte er sich, sodass er den anderen einschnürte.

Der Mund des Mannes stand offen, die Zunge hatte sich hervorgeschoben. Das Gesicht war blau angelaufen, und Kiki schrie mit schriller Stimme, was die anderen dachten.

»O Mann, der stirbt!«

Noch konnte sich Audrin auf den Beinen halten, auch wenn er in den Knien eingeknickt war. Aus seinem Mund drang zischend der Atem. Dann wand er sich in krampfhaften Zuckungen, schrie laut auf, wobei sich der Schrei mit den fauchenden Geräuschen eines einfahrenden Zuges vermischte.

Auf einmal fiel er nach vorn. So hart und plötzlich, als hätte man ihm die Beine weggezogen.

Bäuchlings blieb er liegen, ohne sich zu bewegen. Vom Ausgang her rannten die Gaffer herbei. »Ist der tot?«, quiekte eine dicke Madame, die einen Federhut trug.

Kiki war die Einzige, die sich bückte, um nachzuschauen. Sie wunderte sich selbst darüber, woher sie überhaupt den Mut nahm. Und sie rollte den Leblosen auf die Seite, schaute in seine Augen. Der leere, glasige Blick sagte ihr genug.

Kiki nickte. »Ja, er ist tot«, flüsterte sie.

Keiner hatte den Schatten gesehen, der sich so lautlos verzog, wie er erschienen war.

Es achtete auch keiner auf den Mann mit dem dunklen Hut, der nahe des Ausgangs stand. Mit einem zufriedenen Lächeln um die Lippen schritt er die Treppe hoch und trat hinaus in die lärmende Oberwelt der Millionenstadt Paris …

*

»Wenn du hier nicht aufhörst herumzuschreien, schlag ich dir meinen Gummiknüppel in die Frisur, du kleine Nutte!« Der Flic stand drohend vor Kiki. Er war breitschultrig und passte in die Beschreibung, die oft genug von den Pariser Polizisten gegeben wurde. Man konnte sie nicht gerade als rücksichtsvoll bezeichnen. Sie gehörten zu den Typen, die lieber hart durchgriffen, als einen Schritt zurückzuweichen.

Kiki hatte ihn mit Schimpfworten bedacht, weil ihr keiner glauben wollte. Auch jetzt lag ihr wieder einiges auf der Zunge, das sie aber angesichts der Drohung verschluckte.

Die Polizisten hatten die unmittelbare Umgebung des Tatorts abgesperrt. Keinen ließen sie mehr durch. Natürlich befanden sich die Zeugen im inneren Kreis, was den Junkies überhaupt nicht passte, denn sie verhielten sich teilweise sehr aggressiv. Wenn man sie mitnahm, das wussten sie, würden sie vorerst nicht an den Stoff kommen.

Chef des Ganzen war Kommissar Balmain. In der Pariser Unterwelt bekannt und gefürchtet. Ein knochenharter Mann, der nicht so aussah. Er wirkte eher unscheinbar. Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem großen Regisseur Claude Chabrol war ihm nicht abzuleugnen. Auch befand er sich in demselben Alter. Das Haar war glatt nach hinten gekämmt und zeigte die Farbe von schmutzigem Eis. Vor den Augen funkelten dicke Brillengläser.

Wie so oft trug Balmain einen zerknitterten grauen Anzug, an dessen Jackett die Außentaschen abstanden, weil er die als Schlupfwinkel für seine Hände benutzte.

Er schaute in die Runde, sah der Mordkommission zu, wie deren Mitglieder den Tatort untersuchten und schimpften, weil sie die Gegend hier unten so mies fanden.

Seine beiden Assistenten verhörten die Zeugen, wenigstens die, die ihnen der Kommissar zugewiesen hatte. Er selbst wollte mit den wichtigen Leuten sprechen.

Da stand Kiki an erster Stelle!

Er tippte dem Flic auf die Schulter, der das Mädchen in die Enge gedrängt hatte. Als der herumfuhr, knurrte Balmain ihn an. »Mach es mal halblang, mein Junge.«

»Pardon, ich dachte …«

»Nicht denken, das können die Pferde besser. Die haben einen größeren Kopf.«

»Stimmt.«

Balmain schaute Kiki an. Sie blickte zurück, schaffte es nicht so lange wie der Kommissar, der sie praktisch auf der Stelle bannte. Schließlich schloss sie die Augen.

»Zigarette?«

Kiki blinzelte. In ihr Blickfeld schob sich eine Hand, die eine blaue Packung hielt. »Sind die Filterlosen. Ich nehme an, dass du sie gerne durchziehst.«

»Okay.«

»Ist zwar nicht gesund, aber immerhin besser, als Koks zu nehmen.« Er gab ihr noch Feuer.

Kiki ging auf die Bemerkung nicht ein. Sie machte einen Lungenzug und ließ den Rauch durch ihre Nasenlöcher wieder ausströmen.

»Ganz schöner Mist, nicht wahr?«

»Klar, Monsieur.«

»Ich heiße übrigens Balmain.«

»Kann ich auch nichts für.«

Der Kommissar grinste zuckend. »Du bist Kiki, scheinst hier aus der Rolle zu fallen.«

»Wieso?«

»Wie ich hörte, hast du dich mit dem Mann unterhalten. Du als einzige. Finde ich gut.«

»War Zufall.«

»Was hat er denn gesagt?«

Kiki zog die Nase hoch. Sie fror plötzlich, weil sie wieder auf die Leiche geschaut hatte, die noch nicht in den Plastiksack gepackt worden war. Es war kaum vorstellbar für sie, dass sie noch vor Kurzem mit ihm über seinen Job gesprochen hatte. Sie legte die Arme zusammen, als wollte sie sich selbst wärmen. Von der Zigarette fiel die Asche zu Boden. Sie blieb auf dem Schmier kleben.

»Ich warte.«

Kiki nickte. »Was soll das? Er hat nicht viel gesagt. Wir sprachen über seinen Beruf.«

»So?«

»Glauben Sie nicht, wie?« Ihre Stimme klang aggressiv. »Ihr Bullen denkt doch nur, dass wir uns übers Fixen unterhalten und wie wir am schnellsten zu Knete kommen.«

»Ist das so weit hergeholt?«

Sie winkte ab. »Mach mich nicht an, Bulle. Wir haben uns wirklich über den Beruf unterhalten.«

»Was war er denn?«

»Historiker.«

Balmain sagte nichts. Nur die Augen hinter den Brillengläsern bewegten sich. »Stimmt das auch?«

»Warum sollte ich lügen? Er erzählte mir, dass er sich mit der Kirchengeschichte beschäftigen würde.

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