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John Sinclair - Folge 0643

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Das fliegende Grauen (2. Teil)

 

Nie zuvor hatte es menschliches Gefühl bei einem Blutsauger gegeben. So auch jetzt nicht, denn der Vampir war wie ein Schatten in den Raum getaucht und stand neben den klumpigen Überresten dessen, was einmal ein Wiedergänger gewesen war.

Eine Frau, eine weibliche Bestie, jetzt nur mehr ein Klumpen, gekillt durch eine Peitsche.

Der Vampir lächelte kalt, gefühllos. Seine Augen glühten, das schwarze Haar lag flach auf seiner Stirn. In der Tasche spürte er das Gewicht des Blutsteins. Er umklammerte den Stein mit der rechten Hand und labte sich an dem Kraftstrom, der durch seinen blutleeren Körper glitt. Auf seiner Stirn jedoch glühte das dort eingravierte Zeichen ebenfalls dunkelrot auf.

Es war ein D!

Das D für Dracula. Und derjenige, der in dem Zimmer stand, trug das Zeichen zurecht.

Er war Will Mallmann, Dracula II!

Und das grausame Spiel lief haargenau nach seinen Regeln weiter  …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Das fliegende Grauen (2. Teil)

Nie zuvor hatte es menschliches Gefühl bei einem Blutsauger gegeben. So auch jetzt nicht, denn der Vampir war wie ein Schatten in den Raum getaucht und stand neben den klumpigen Überresten dessen, was einmal ein Wiedergänger gewesen war.

Eine Frau, eine weibliche Bestie, jetzt nur mehr ein Klumpen, gekillt durch eine Peitsche.

Der Vampir lächelte kalt, gefühllos. Seine Augen glühten, das schwarze Haar lag flach auf seiner Stirn. In der Tasche spürte er das Gewicht des Blutsteins. Er umklammerte den Stein mit der rechten Hand und labte sich an dem Kraftstrom, der durch seinen blutleeren Körper glitt. Auf seiner Stirn jedoch glühte das dort eingravierte Zeichen ebenfalls dunkelrot auf.

Es war ein D! Das D für Dracula.

Und derjenige, der in dem Zimmer stand, trug das Zeichen zurecht.

Er war Will Mallmann, Dracula II!

Und das grausame Spiel lief haargenau nach seinen Regeln weiter …

*

Ich hatte es geahnt. Es musste einfach etwas passieren. Begonnen hatte es mit der verdammten Reifenpanne. Es war uns nichts anderes übrig geblieben, als den Reifen zu wechseln, und das unter der glühenden Sonne Marokkos.

Suko, Donati, unser Verbindungsmann, und ich hatten es nach einer knappen halben Stunde geschafft. Mit dem neuen Reifen fuhren wir weiter, einem Ziel entgegen, das ich nicht kannte, das allerdings ein Paradies in dieser Wüste hoch oben im Atlas-Gebirge gelegen, sein sollte.

Ein Paradies oder eine Hölle?

Diese Frage stellte sich uns. Für die beiden Frauen, die wir unbedingt finden wollten, konnte es nur die Hölle sein, denn Glenda Perkins und Jane Collins waren aus London entführt und in diesen unwegsamen Teil des Atlas-Gebirges geschafft worden. Davon jedenfalls gingen wir aus, denn einen endgültigen Beweis hatten wir noch nicht. Den wollten wir uns holen, und Eric Donati führte uns.

Okay, die Reifenpanne lag hinter uns, wir konnten fahren, bis das komische Stottern des Motors begann.

»Was ist?«, rief ich Donati zu.

Er drehte sich um, und ich sah sein verschwitztes, mit feinstem Sand, »gepudertes« Gesicht.

»Was soll schon sein?«, rief er wie ein schicksalsgläubiger Orientale zurück. »Wahrscheinlich ist der Sprit alle.«

»Ach ja?«

»Sicher.«

»Und nun?«

»Bleiben wir stehen.«

Aus dem Fond hörten wir eine Bemerkung, die sich mehr wie ein Fluch anhörte. Verständlich, dass auch mein Freund Suko sauer war. Als ich den Kopf wieder drehte, erschien seine Hand in meinem Blickfeld. »Hat dieser europäische Wüstensohn gelogen?«

»Ich glaube nicht.«

In diesem Augenblick blieb der Wagen stehen. Donati nahm die Hände vom schweißklebrigen Lenkrad, riss die Arme halbhoch und rief laut in die Gluthölle hinein: »Finito!«

Er bekam weder von mir noch von Suko eine Antwort. Wir schwiegen, ich vorn, der Inspektor im Fond. Dann wischte ich mir den Schweiß von der Stirn. Nicht einmal grinsen konnte ich.

Donati zündete sich gelassen eine Zigarre an. Wie er bei dieser Hitze noch qualmen konnte, war mir rätselhaft.

Als ich den Qualm einatmete, musste ich husten. Donati störte es nicht.

»Sollen wir zu Fuß weiter?«

Der dunkelhaarige Donati grinste schief. Er gab keinen Kommentar, öffnete die Tür und stieg aus.

»Ich gehe auch«, sagte Suko.

Da ich nicht allein im Jeep hockenbleiben wollte, verließ ich das Fahrzeug ebenfalls.

Donati hatte eine Kühlbox hervorgeholt und hielt sie hoch. »Die ist gut. Das Wasser bleibt selbst bei diesen Temperaturen kalt.«

»Benzin wäre mir in diesem Augenblick lieber. Leider läuft der Wagen nicht mit Wasser.«

»Keine Aufregung. Das bringt im normalen Leben nichts, in der Wüste erst recht nichts.« Donati holte zwei Büchsen mit Wasser hervor. Außen beschlugen sie sofort.

Es war ein »stilles Wasser« eines mit wenig Kohlensäure, und es zischte kaum, als wir die Laschen aufrissen. Wenigstens da hatte Donati nicht gelogen. Die Kühle tat uns gut, wir leerten die Dosen, knüllten sie zusammen und legten sie wieder in den Wagen.

Ich drehte den beiden anderen den Rücken zu, ging ein paar Schritte und schaute nach vorn.

Uns hielt nicht die Unendlichkeit gefangen, obgleich ich den Eindruck haben konnte, denn diese breite Schlucht zog sich hin, als wollte sie den Horizont erreichen.

Die Sonne hatte diese Gegend ausgeglüht. Nachts war es dagegen empfindlich kalt. Diese Temperatursprünge nagten am Gestein.

Es gab sichtbar kein Wasser, kein Gras, keinen Baum, keinen Strauch, nicht einmal einen Halm. Nur Sand und Steine.

In der Ferne flimmerten die Bergspitzen. Hellblau schimmernders Licht umspielte und zeichnete sie nach. Die hohen Kanten, die Sättel, die Felstürme, die sich manchmal wie drohende Fäuste in den strahlend hellen Himmel reckten.

Donati kam zu mir. »Lange wird die Sonne nicht mehr so bleiben«, erklärte er.

»Und dann?«

»Wird es kalt.«

»Davon habe ich gehört.«

»Ja, Sinclair, Sie müssen sich warm anziehen, sonst frieren Sie sich hier den Arsch ab.« Er paffte wieder einige Wolken und lachte.

Ich hob die Augenbrauen. »Da Ihrer noch vorhanden ist, brauche ich mir um meinen wohl keine Sorgen zu machen – oder?«

»Das kann sein. Wir sollten uns trotzdem beeilen.«

»Mit dem Marschieren?«

»Nein, mit dem Fahren. Oder haben Sie die Reservekanister vergessen?« Als er mein ziemlich dummes Gesicht sah, grinste er mich breit an. »Ausgepackt haben Sie doch nichts – oder?«

»Nein.«

»Okay, dann können wir umfüllen.«

»Wie schön.« Ich ließ ihn stehen. »Hast du das gehört, Suko? Wir kommen noch weiter.«

»Ja, er sagte es mir.«

Donati kam paffend näher und kratzte sich mit der rechten Hand über den Rücken. »Allerdings nicht mehr die gesamte Strecke zurück, wie ich meine.«

»Wie nett. Sollen wir dann fliegen?« Ich bewegte meine Arme auf und nieder.

»Ja, der Sultan besitzt einen Hubschrauber, den können Sie kapern. Abdul Hamid ist ein Sicherheitsfanatiker.«

»Und wie weit werden Sie uns noch begleiten, Donati?«

»Nicht bis ins Zentrum. Ich bleibe zurück und schlage mich schon durch. Das ist alles im Preis inbegriffen.«

Wieviel er bekommen hatte, wussten wir nicht. Donati gehörte zu den Leuten, die ihre Dienste den Geheimdiensten anboten. Momentan arbeitete er für den Englischen, es machte ihm auch nichts aus, für andere einen Job anzunehmen, das richtete sich bei ihm nach der Höhe der Bezahlung und war keine Sache der Moral.

Unser Geheimdienst hatte zahlen müssen, denn wir hatten bei diesen Typen noch etwas gut.

Wenig später füllten wir auf. Donati rauchte dabei weiter, was unverantwortlich war. Ich hätte ihm den Lungentorpedo am liebsten aus dem Mund gerissen.

Zwei Kanister gluckerten leer. Erst dann war unser Fahrer und Führer zufrieden. Er warf noch einen etwas längeren Blick in den Himmel, wobei er zufrieden nickte.

»Ist was?«

»Nein, Sinclair oder ja. Wir haben eine gute Zeit erwischt, denn vor der Dunkelheit sind wir noch da.«

»Das will ich auch hoffen.«

Eine Straße oder Piste durch die Schlucht gab es nicht, brauchte unser Jeep auch nicht.

Die Sonne war mittlerweile weiter gesunken und hatte sich auch farblich verändert. Plötzlich stand sie über dem Horizont.

Aber sie besaß noch eine ungewöhnliche Kraft und strahlte jetzt schräg in diese breite Schlucht hinein. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schwitzen konnte.

Die Strahlen veränderten auch die Farben der Felsen. Im Grundton blieben sie hell und grau, darüber aber legte sich ein goldroter Schein, der dem Gestein einen messingfarbenen Glanz gab.

Donati nickte sich selbst zu. Das Lenkrad musste er mit beiden Händen halten, um den Wagen nicht zu verreißen. »Jetzt wird es schön«, sagte er. »Da können Sie sehen, wie sehr sich dieses Land unter der Sonne verändert. Es reagiert wie ein Chamäleon.«

»Lieben Sie diese Welt?«, fragte ich.

»Manchmal ja.«

»Dann leben Sie in Marokko?«

»Stimmt. Mal in Rabat, mal in Marrakesch. Ich habe einen guten Draht zur Regierung, man kennt mich.«

Ich musste lachen. »Ist der König Ihnen auch einen Gefallen schuldig?«, wollte ich wissen.

»So manchen.«

»Hatte ich mir gedacht.«

»Ja, Sinclair«, dehnte er. »Man muss rumkommen im Leben. Es ist wie ein Meer, mal oben, mal unten.«

»Wem sagen Sie das!«Auch für mich lief das Leben nicht monoton ab. Manchmal war ich oben, dann wieder unten. Siege und Niederlagen hielten sich die Waage. Bei diesem Fall hatte ich mehr den Eindruck, dass er uns in Richtung Niederlage führen würde.

Wer hinter der Entführung steckte, das wussten wir. Ein Sultan, der sich in einem autonomen Gebiet ein Paradies aufgebaut hatte. Eine Oase, versehen mt allem Luxus, einem großen Harem, in dem Glenda und Jane die nächsten Jahre verbringen sollten.

Sogar in London hatte der Sultan Helfer gehabt. Durch sie waren wir ihm auf die Spur gekommen. Begonnen hatte es für die Frauen ir. einer Bauchtanzschule, in die sie gelockt worden waren. Von dort waren sie entführt worden und sollten sich nun im Harem des Sultans befinden.1 Aus seiner Sicht war es verständlich, sich diese beiden sehr hübschen Frauen auszusuchen, aber davon gab es viele auf der Welt. Mir wollte einfach nicht in den Kopf, dass die Wahl ausgerechnet auf Jane Collins und Glenda Perkins gefallen war. Meiner Ansicht nach musste mehr dahinterstecken. Oder noch jemand anderer, der sich an den Frauen und natürlich an uns rächen wollte.

Und davon gab es zahlreiche schwarzmagische Wesen, wobei ich den Teufel an die erste Stelle setzte.

»Worüber denken Sie nach, Sinclair?«

»Über den Teufel.«

Donati war zunächst sprachlos, dann lachte er, aber nicht sehr fröhlich oder freundlich. »Glauben Sie an den Teufel?«

»Sicher.«

»Ich auch.«

»Nur so?«, fragte ich, »weil es die anderen sagen. Oder haben Sie Erfahrungen gemacht?«

Donati hob die Schultern. »Wenn wir ehrlich gegen uns selbst sind, ist der Teufel doch überall.« Er verzog den Mund und sprach durch den rechten Winkel. »Selbst hier. Schauen Sie sich in dieser gottverfluchten Einöde doch um! Sieht die nicht aus wie vom Satan erschaffen? Ein Vorhof der Hölle. Hier brät man am Tage wie ein Hähnchen im Grill. Das ist es, was ich meine.«

Ich hatte zwar etwas anderes gemeint, fragte aber nicht mehr weiter. Dafür kam ich auf den Sultan zu sprechen. »Kennen Sie Abdul Hamid eigentlich persönlich?«

Er lachte mich an. »Ja und nein. Aus der Distanz habe ich ihn mal gesehen. Dieser Kerl hat Angst, dass man ihm etwas weh tun könnte. Er lässt sich nur mit seinen Leibwächtern blicken. Und die Frauen sind streng bewacht. Da ist er brutal, da lässt er keinen Menschen an sie heran. Nur sein Haremswächter genießt das absolute Vertrauen.«

»Kennen Sie den auch?« »Den Namen. Mongo Pasha. Der Kerl ist wie ein Hammer, ein Klotz, eine Säule.« Donati deutete über die Schulter hinweg auf Suko. »Sie sind schon nicht schmal gebaut, aber gegen Mongo Pasha sind Sie ein Waisenknabe. Das kann ich Ihnen schwören. Außerdem ist dieser Typ ein Meister im Umgang mit der Peitsche. Sollten Sie je in den Harem des Sultans hineinkommen, müssen Sie sich vor Mongo Pasha besonders in Acht nehmen.«

»Danke für die Warnung.«

Donati fing damit an, kratzig zu lachen. »Ist alles im Preis mit einbegriffen.«

»Wie auch die Schaukelei«, murmelte ich.

Er hatte mich trotzdem verstanden. »Daran müssen Sie sich eben gewöhnen, Sinclair.«

Es kam noch der Staub hinzu. Wenn ich nach einem Vergleich suchte, reichte der Ausdruck Klebstoff. Dieser Staub hing tatsächlich wie ein Klebemittel auf unserer Kleidung und der Haut. Es war widerlich, wir sehnten uns nach einer Dusche. Sie war natürlich nicht vorhanden, dafür erlebten wir ein Farbenspiel, das ich als einmalig ansah. Die Felsen um uns herum schienen sich aufzulösen und hatten dafür Farben angenommen, die vom hellen, knalligen Gelb über Rottöne bis in das dunkle Violett hineinschimmerten.

Durch die tiefstehende Sonne hatte sich die Welt verändert. Donati, der Fachmann, bemerkte meinen Blick. »Wissen Sie, Sinclair, bald können wir das andere erleben.«

»Was meinen Sie?«

»Den Übergang zwischen Tag und Nacht. Das geschieht innerhalb von Minuten. Dann ist der Himmel übersät mit Sternen. Die kommen Ihnen zum Greifen nahe vor. Das ist anders als bei Ihnen.«

»Das glaube ich gern.«

Suko meldete sich aus dem Fond. »Ist es denn möglich, dass wir vor Anbruch der Dunkelheit noch an unserem Ziel sind?«

»Ich hoffe es.«

Die nächsten Minuten vergingen schweigend. Wir rollten durch den Backofen. Obgleich die Sonne tiefer gesunken war, hatte die Hitze kaum nachgelassen, denn nun gaben die Steine die gespeicherte Wärme ab.

Donati grinste, als er sah, dass ich darunter litt. »Scheiß Spiel, Sinclair, wie?«

»Das können Sie sagen.«

»Sie hätten in London bleiben sollen.«

»Job ist Job.«

Donati nickte. »Eine verdammt riskante Sache. Sie riskieren Kopf und Kragen. Ich persönlich hätte mich nicht reingehängt, aber das muss jeder selbst wissen. Passen Sie auf, Sie werden gleich Ihr Wunder erleben, und das ist keine Fata Morgana.«

Noch tat sich nichts, aber die Schlucht weitete sich und lief aus in einen großen Kessel, der alles beherrscht hatte, ich schaute einfach nach vorn und staunte.

Denn vor uns lag die wahrgewordene Geschichte aus einer orientalischen Märchensammlung.

Das Paradies des Abdul Hamid!

*

Der Glanz einer sinkenden Sonne verteilte sich auf den zahlreichen Dächern, den Kuppeln, den Türmen, den Gebäuden, den herrlichen Gärten und den kleinen Teichen. Den Wegen, die sprudelnden Springbrunnen, den kleinen Kanälen, Innenhöfen und Mauern, die teilweise durch blühende Hecken verschönert wurden.

Ich verließ den Wagen, auch Suko stieg hinter mir aus. Donati blieb hocken, die Unterarme auf das Lenkrad gelegt und breit lächelnd, weil wir so staunten.

»Ein Traum ist es wohl nicht«, murmelte Suko. »Oder?«

»Nein, das ist echt.«

»Und wie kommt es?«

»Geld, mein Lieber. Geld und Macht. Wenn du das hast, kannst du dir einen orientalischen Traum erfüllen. Ein Garten Eden inmitten des Vorhofs zur Hölle.«

»Ja, das stimmt.« Er fuhr mit der Zungenspitze über die staubtrockenen Lippen. »Es ist einfach Wahnsinn, kaum zu fassen. Der hat hier wirklich was geschaffen, für das ich keine Worte finde.«

»Habe ich damals auch nicht«, sagte unser Führer, der zu uns gekommen war.

»Ist das einmalig?«

Er schaute mich an. »In diesem Lande ja. Der Sultan steht sich gut mit dem König. Man lässt ihn werkeln und wirken.« Er drückte mir etwas in die Hand. »Hier, schauen Sie mal.«

Es war ein Feldstecher. Ich pustete den Staub von der Optik und schaute hindurch.

Zum Greifen nahe holte ich die kleine Stadt inmitten des Steinmeeres zu mir heran. Die Häuser interessierten mich weniger. Sie waren für mich nur Staffage. Mir ging es allein um die Menschen, die sich dort befinden mussten. Natürlich hegte ich auch die ferne Hoffnung, Glenda und Jane zu entdecken.

Leider nein, dafür sah ich die Wächter. Sie trugen helle Kleidung, nur ihre Waffen schimmerten dunkel. Über den Schultern hingen Gewehre, in manchen Gürteln steckten auch Revolver.

»Lass mich auch mal schauen.«

»Sorry, Suko.« Ich gab ihm das Glas.

Donati hatte sich wieder eine Zigarre angezündet.

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