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John Sinclair - Folge 0638

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Das Palazzo-Gespenst

»Glauben Sie mir, Signora Goldwyn, diese Nacht ist für den Tod wie geschaffen. Es ist ihre Nacht, Signora, ihre  …« Das letzte Wort war nur mehr ein Hauch, und es hätte Lady Sarah nicht gewundert, wenn er von einem Nebelstreif begleitet gewesen wäre.

Sie drehte sich nicht um, weil sie wusste, wer gesprochen hatte. Eine alte Italienerin, die ebenfalls in Urlaub gefahren war und das Morbide ebenso liebte wie den Tod.

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Das Palazzo-Gespenst

»Glauben Sie mir, Signora Goldwyn, diese Nacht ist für den Tod wie geschaffen. Es ist ihre Nacht, Signora, ihre …« Das letzte Wort war nur mehr ein Hauch, und es hätte Lady Sarah nicht gewundert, wenn er von einem Nebelstreif begleitet gewesen wäre.

Sie drehte sich nicht um, weil sie wusste, wer gesprochen hatte. Eine alte Italienerin, die ebenfalls in Urlaub gefahren war und das Morbide ebenso liebte wie den Tod.

Statt dessen genoss die Horror-Oma den Blick von der Freitreppe, hinein in den prächtigen Garten, dessen Grundstücksende vom Brenta-Kanal begrenzt wurde.

Die Villa del Sole lag einfach wunderbar. Ein altes Schlößchen aus dem sechzehnten Jahrhundert. Eine Welt, in der die Zeit stehen geblieben war. Wie ein Schutz umgab der große Garten das außergewöhnliche Haus, das vier gleiche Fassaden aufwies. Ein Novum, eine wirkliche Rarität und ein Ort der Ruhe.

Man konnte hier entspannen, kuren, sich erholen, in den Gärten lustwandeln, denn die Wege wurden stets gepflegt. Hecken schirmten sie gegen den Wind ab, der manchmal über die Alpen hinwegblies, wenn er von Norden kam und kalt war. Wehte er aus Richtung Osten, dann brachte er den Geruch vom Lido mit.

Manchmal auch fauligen, ein Gruß aus Venedig, der sonnendurchglühten und der morbiden Stadt, die allmählich ihrem Untergang entgegenweinte.

Hinter Lady Sarah knirschten die Schritte der Italienerin. Vor der Treppe blieb sie stehen. Sie besaß nur drei breite Stufen. Dahinter begann der Garten.

Die Signora stützte sich auf ihren Stock, eine alte Krücke mit einem silbernen Knauf. Lady Sarah hatte sie erzählt, dass sie aus irgendeiner Wein-Dynastie stammte und regelmäßig die Villa del Sole besuchte. Die schmalen Nasenfügel ihrer Hakennase bewegten sich, als sie die Luft einatmete.

»Haben Sie etwas, Signora?«

Die Frau lachte. »Ich sagte Ihnen doch, diese Nacht kann gefährlich werden. Der Mai ist ein schlimmer Monat.«

»Weshalb gerade der Mai?«

»Da ist sie gestorben, aber das wissen Sie doch, Signora Goldwyn.«

»Ich wollte nur noch einmal nachfragen. Es ist so unwahrscheinlich, verstehen Sie?«

»Viele glauben es nicht«, flüsterte die Frau. »Man ist hier sehr diskret, was gewisse Dinge betrifft.«

»Die wären?«

»Das Wegschaffen der Leichen!«

Lady Sarah schluckte. Irgendwie hatte sie die Antwort geschockt, obwohl gerade sie einiges gewohnt war, was den Umgang mit Grusel, Grauen und Horror anging.

»Jetzt sagen Sie nichts mehr, Signora.«

»Ich muss erst nachdenken.« Lady Sarah räusperte sich. Sie kam sich vor wie auf einer Bühne stehend, von wo sie in den noch leeren Zuschauerraum hinabschaute. Hier war alles anders. Man hatte das Gefühl, an der Zeit vorbeizulaufen. Im Costello wurde viel über den Tod gesprochen, der ein ständiger Gast sein sollte.

»Wer schafft die Leichen weg?«

»Das Personal. Wissen Sie, die Leute sind daran gewohnt. Sie leben mit dem Fluch und dem Tod. Beide begleiten sie, man gewöhnt sich halt daran.«

»Ja, das kann ich mir vorstellen. Ich habe nicht gedacht, hier so etwas anzutreffen. Dennoch ist das Haus wunderschön.« Lady Sarah schaute sich um.

Zwischen den Säulen standen Bänke. Hellweiß gestrichen, Oasen der Ruhe. Auch im Haus störte kein Lärm. Gäste und Personal waren es gewohnt, sich leise zu bewegen.

Die Italienerin schnüffelte wieder. »Ich weiß, dass es in dieser Nacht passieren wird. Heute noch schlägt das Palazzo-Gespenst zu.« Dann lachte sie. »Es ist wie Russisches Roulett. Niemand weiß, wen es erwischt. Das ist einmalig. Diese Ungewissheit lockte viele Menschen in die Villa. Menschen, die alt sind, so wie wir. Die irgendwann sterben können, sehr plötzlich sterben wollen, deshalb gehen sie diesen hinterlistigen Poker mit dem Tod ein.«

»Ich fühle mich noch nicht alt«, widersprach Lady Sarah.

»Darauf nimmt sie keine Rücksicht. Wenn Sie Venetia sehen, ist es zu spät.«

»Woher wissen Sie das?«

Die alte Italienerin legte ihre Hände übereinander auf den Knauf. »Woher ich das weiß? Die alten Geschichten stimmen. Sie werden sterben, Signorina Goldwyn. Sie hätten nicht herkommen dürfen, oder haben Sie nicht gewusst, was Ihnen bevorsteht?«

»Nein.«

»Dann beten Sie, dass Sie die Nacht überstehen. Reisen Sie morgen früh am besten ab.«

»Ich werde es mir nicht noch einmal überlegen. Mir gefällt es hier, Signora Brandi.«

»Machen Sie keinen Fehler.« Die alte Frau zog die Stola enger um die Schultern. »Ich finde es etwas kühl. Sie nicht auch, Lady Sarah?«

»Nein.«

»Ich werde hineingehen. Wir sehen uns noch bei einem spätabendlichen Drink?«

»Vielleicht.«

»Kommen Sie lieber. Genießen Sie ihn. Es könnte Ihr letzter sein. Das dürfen Sie nie vergessen.« Signora Brandi hustete, drehte sich um und ging. An der Tür blieb sie noch einmal stehen und gab ihre letzte Warnung ab. »Wenn Sie ein kalter Hauch streift, Signorina, ist das nicht allein der Abendwind, das ist der Anfang vom Ende. Das Vereisen, wissen Sie … das Vereisen …«

Die letzten Worte verklangen, dann hörte Lady Sarah nur mehr die Schritte der Frau.

Über die Lippen der Horror-Oma huschte ein Lächeln. Sie wusste nicht so recht, wie sie die Worte auffassen sollte. Aber eine Spinnerin war Signora Brandi nicht, es hatte tatsächlich einige Vorfälle in dieser alten, herrlichen Villa gegeben, dem Palazzo, der von einem Gespenst heimgesucht worden war.

Venetia …

Eine Frau, der Geist einer Frau, der in den Mai-Nächten umherspukte und tötete.

Sein Pech war, dass sich eine englische Lady unter den Toten befunden hatte. Eine entfernte Bekannte der Lady Sarah, aber gleichzeitig eine Frau, deren Familie die besten Beziehungen zu den Ministerien besaß. Einem gewissen Sir James Powell hatte sie die Hölle heißgemacht, damit er seine besten Leute schickte, die sich um den Fall kümmern sollten.

Es war nur einer nach Italien mitgefahren. Suko, der Chinese. John Sinclair hatte in Germany zu tun, da der Fall drängte, war Sir James nichts anderes übrig geblieben, als Suko an Lady Sarahs Seite mit nach Italien zu schicken.

Der Inspektor wohnte nicht in diesem alten Palazzo, sondern in der Nähe, was ihm auch besser gefiel.

Das Dinner lag hinter ihr. Es hatte Fisch gegeben, dazu Reis und einen trockenen Wein. Lady Sarah würde später noch auf einen Drink in die Halle gehen, wo man sich traf, saß und auf irgendetwas wartete, das nie eintrat. Aber man wartete immer, man hoffte, und wenn es wieder eine Leiche gab, war man erstens deshalb zufrieden, weil es einen selbst nicht erwischt hatte und zweitens, weil endlich wieder etwas geschehen war.

Ein perverser und irgendwo auch morbider Kreis, aber sehr eingefahren, und das Palazzo-Gespenst tat sein übriges.

Lady Sarah betrat den großen Garten. Der war etwas Besonderes mit seinen menschenhohen Hecken. Buchsbaum und Rhododendron wechselten sich ab. Der Geruch eines alten Friedhofs lag bei Tiefdruckwetter wie ein Schleier über dem Garten und vermischte sich mit dem des Kanals.

Im Garten standen vereinzelt Bänke und meist versteckt Statuen, die wohl unentdeckt bleiben wollten.

Zumeist war es ruhig. Bis auf eine Stelle, wo ein kleiner, halbrunder Teich von einem Brunnen gespeist wurde. Das Wasser floss aus dem aufgerissenen Maul eines Löwen und klatschte permanent auf die Oberfläche des Teichs, sodass diese Melodie nie abriss.

Als Garten der Lüste konnte er wirklich nicht angesehen werden, eher als ein Areal der Besinnung.

Auch Lady Sarah war allein. Das prächtige Haus blieb hinter ihr zurück. Wenn sie den Kopf drehte, glitzerte die Fassade.

Sie ging mutterseelenallein und hörte nur das Knirschen ihrer Schritte.

Die Horror-Oma atmete die kühl gewordene Abendluft ein. Ein heißer Tag lag hinter ihr, und die Luft schmeckte nach abgestandenem Wasser.

Eine ungewöhnliche Mischung, und der Gedanke an den Friedhof verstärkte sich immer mehr.

War das die Zeit für das Gespenst?

Lady Sarah hütete sich, darüber zu lächeln. Es hatte Tote gegeben. Über die genaue Anzahl wollte man ihr nichts sagen, auch wenn sie fragte, aber die Engländerin, deretwegen sie hergekommen war, konnte niemand mehr ins Leben zurückrufen.

Der direkte Weg vom Palazzo zur Kreuzung hin war der breiteste. Wer die Villa anfuhr, musste an der Rückseite halten, wo auch die Straße herführte. Vorn grenzte der alte Kanal das Grundstück ab.

An der Kreuzung blieb Lady Sarah stehen. Sie schaute hoch zum Himmel, der einen bläulichen Schein abgab. Vielleicht lag es auch am Mond, der seine Fülle fast erreicht hatte.

Sie freute sich, dass ihre Tarnung nicht aufgefallen war. Selbst Sir James hatte dafür gestimmt, Lady Sarah mit nach Italien fahren zu lassen, damit Sukos Bemühungen nicht auffielen. Zudem spielte die Horror-Oma für ihr Leben gern Detektiv. Jane Collins hatte sie nicht mitnehmen können, denn sie befand sich mit John Sinclair in Germany.

Eigentlich war die Nacht wunderschön. Sarah Goldwyn schaute auf die Uhr. Eigentlich war die Zeit schon da. Suko gehörte zu den Menschen, die eigentlich nie unpünktlich waren. Auch jetzt war er da.

Sein Räuspern klang hinter Sarah auf.

»Aha«, sagte sie nur, ohne sich umzudrehen. »Ich dachte schon, du hättest mich enttäuscht.«

»Nie. Wie kommst du darauf?«

»Nur so.«

Er kam näher, stellte sich vor die wesentlich ältere Frau hin und betrachtete das Gesicht, über das die Schatten der Nacht gefallen waren und die grauen Haare, die ein Friseur zu einer flotten Frisur geschnitten hatte.

Lady Sarah trug ein auberginefarbenes Kleid mit weißen Knöpfen. Sie wirkte ein wenig irritiert, weil Suko sie anschaute. »Sag ehrlich, habe ich etwas an mir?«

»Ja. Ich vermisse deine Ketten.«

Da musste sie lachen. Leise allerdings, so gehörte es sich. »Ja, ich vermisse sie auch, Suko, aber ich habe sie bewusst nicht angelegt. Du weißt selbst, dass ich mit einer Kette nicht leben kann, es müssen schon mehrere sein. Und wenn ich mich bewege, klirren sie gegeneinander. Geräusche, an die ich mich gewöhnt habe, die andere Gäste allerdings stören würden. So ist das nun einmal in der Villa. Dort sind wir vornehmer. Es geht alles ein wenig leiser zu. Die Menschen sind älter, zurückhaltender. Oft habe ich das Gefühl, als würden sie sich nur zeitlupenhaft bewegen. Wie Figuren in einem Theater kommen sie mir vor. Und sie scheinen auf etwas zu warten.«

»Auf den Mord, nicht?«

Sarahs Augen leuchteten in der Dunkelheit, als sie den Inspektor anschaute. »Du sagst es, Suko, auf den Mord. Sie warten tatsächlich auf den nächsten Mord.«

»Wann könnte der geschehen?«

»In dieser Nacht!«

Suko zeigte sich verunsichert, weil Lady Sarah dies mit einer derart festen Stimme behauptet hatte. »Nein, das ist …«

»Man sagte es mir.«

»Wer? Der Mörder?«

»Eine Signora Brandi.«

»Sie ist aber nicht die Mörderin?«

Lady Sarah lächelte schmal. »Wo denkst du hin, Suko? Sie ist eine italienische Signora, die viel Geld geerbt hatte, die sich langweilt und fest davon überzeugt ist, dass in dieser Nacht noch das Palazzo-Gespenst erscheint.«

Suko hob die Schultern. »Wenn sie das so steif und fest behauptet, müssten wir davon ausgehen.«

»Das denke ich auch.«

»Dann frage ich dich, was wir unternehmen sollen.«

»Du – nichts!«, erklärte Sarah Goldwyn mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete.

Suko zeigte ein amüsiertes Lächeln. »Soll ich wieder nach London zurück?«

»Nein, nur in der Nähe bleiben. Wie fühlst du dich eigentlich in deinem neuen Zuhause?«

»Es ist wunderbar, der reinste Luxus. Ich habe schon immer davon geträumt, auf einem alten Hausboot leben zu können, der auf einem Kanal dümpelt.«

»Es ist ja nicht für immer.«

»Hoffentlich.« Suko kam wieder zum Kern der Sache. »Wie also kann es weitergehen? Du wartest darauf, dass etwas geschieht, dass dieses Palazzo-Gespenst erscheint.«

»Wir alle warten.«

»Dann drücke ich euch die Daumen.«

»Auch wenn es einen Toten gibt?«

Suko hob die Schultern.

»Ich muss auch noch die Hintergründe herausbekommen, weshalb das Palazzo-Gespenst eigentlich erscheint. Jeder unnatürliche Vorgang hat seine eigene Geschichte, das wird sich hier nicht anders verhalten.« Sie nickte Suko zu. »Du weißt also Bescheid, ich werde mich jetzt auf den Rückweg machen und abwarten.«

»Soll ich in der Nähe des Hauses bleiben?«

»Wenn, dann nicht so, dass man dich entdeckt. Ich glaube, es ist nicht nötig.«

»Wir werden sehen.« Suko strich über Lady Sarahs Wange. Eine zärtliche Geste. »Gib auf dich acht, Goldstück, wir brauchen dich noch.«

Da konnte die Horror-Oma ein Lachen nicht unterdrücken. »Herrlich, wie du das sagst, denn das habe ich lange nicht mehr gehört, ehrlich.«

»Ich mache mir eben Sorgen.«

»Okay.« Sie nickte, drehte sich um und ging, während Suko so schattenhaft verschwand, wie er gekommen war.

Langsam und in Gedanken versunken ging Sarah Goldwyn zurück. Jetzt schaute sie auf die Villa, sah die erleuchteten Fenster und hinter manchen von ihnen auch Bewegungen.

Das Haus erschien ihr unwirklich. Sie verglich es mit einem Traum, der plötzlich Gestalt angenommen hatte. Es wirkte in diese Welt wie hineingestellt, einfach herabgelassen aus einer fernen Dimension, um Gäste aufzunehmen, wobei die Mauern unter der schweren Last der Geschichte stöhnten.

Von innen prächtig. Vielleicht Fresken, kostbare Möbel, Zimmer mit hohen Decken und großzügig geschnittenen Bädern. Das alles hatte natürlich seinen Preis und konnte nur von Vermögenden bezahlt werden.

Auch Bäume wuchsen im Garten. Sie schirmten das Gebäude zur Rückseite hin ab, damit es zum Süden hin offen lag und jeden Morgen im Glanz der Sonne erstrahlte.

Vier gleiche Fassaden, vier breite Gänge, aus verschiedenen Richtungen, die im Innern dort zusammenliefen, wo sich der große Saal befand und man sich traf.

Lady Sarah betrat den Palazzo. Die Tür ließ sich leicht aufdrücken. Dann schritt sie hinein in die Kühle der Halle, sah das Licht und auch die brennenden Kerzen, das Personal, das sich lautlos bewegte, aber dieser Gesamteindruck verschwand hinter einem Frösteln, das über die Haut der Horror-Oma glitt.

Sie erinnerte sich an die Worte der Signorina Brandi. Hatte sie nicht davon berichtet, dass die Ankunft des Palazzo-Gespenstes angezeigt wurde. Durch eine Kälte, die schon unnatürlich war?

So jedenfalls kam sie Lady Sarah vor. Und plötzlich wusste sie, dass dieses Gespenst nicht mehr weit entfernt war.

Es lauerte bereits, und die erste Leiche war für Lady Sarah nur eine Frage der Zeit …

*

Es gefiel Suko nicht, die Horror-Oma allein gehen zu lassen. Er wäre ihr am liebsten gefolgt. Das wiederum würde nicht passen, denn unter den Gästen der Villa wäre er aufgefallen wie ein Papagei am Nordpol. Deshalb hielt er sich zurück, aber er wollte das Haus auch nicht außer Kontrolle lassen, so hatte er beschlossen, zu einer bestimmten Zeit noch einmal in seine Nähe zurückzukehren.

Die Zeit legte er um Mitternacht an. Sie erschien ihm genau richtig. Mitternacht war der Zeitpunkt der Geister, wenn der Tag kippte, tauchten sie auf.

Jedenfalls in der Regel …

Auch Suko fühlte sich allein, als er durch den Garten in Richtung Kanal schritt. Bei Tageslicht verhielt es sich anders, da verschönte die Sonne. In der Nacht aber kam ihm die Umgebung unwahrscheinlich düster vor. Es gab nur die Düsternis, nichts, was ihn eventuell aufgeheitert hätte, selbst das Plätschern des Brunnens erinnerte ihn an eine Verhöhnung.

Die Natur konnte ihren Friedhofscharakter einfach nicht ablegen, und manchmal strichen die seichten, fast unsichtbaren ...

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