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John Sinclair - Folge 0186

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Die Blutorgel

Asmodis hatte sich bisher immer im Hintergrund gehalten. Immer wieder hatte er andere vorgeschickt, die mich, seinen Feind, umbringen sollten. Nie war es zu einer direkten Konfrontation gekommen, und so rechnete ich auch nicht mehr damit, dass wir einmal gegeneinander antreten würden. Doch unsere Wege kreuzten sich, als ich mich auf die Suche nach der Blutorgel machte; da fand ich nicht nur sie, sondern auch ihn …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Die Blutorgel

Er hatte sich bisher im Hintergrund gehalten. Immer wieder hatte er andere vorgeschickt, die mich, seinen Feind, umbringen sollten. Nie war es zu einer direkten Konfrontation gekommen, und so rechnete ich auch nicht mehr damit, dass wir einmal gegeneinander antreten würden.

Doch unsere Wege kreuzten sich, als ich mich auf die Suche nach der Blutorgel machte; da fand ich nicht nur sie, sondern auch ihn – Asmodis!

In einer gewaltigen Felsenhöhle kam es zum Kampf, und meine Chancen zu überleben waren nie geringer gewesen …

»Dieser verdammte Nebel!«, fluchte Victor Tyler erbost. »Das Zeug macht mich noch wahnsinnig. »Shit auch …«

»Vic, hör doch auf.«

»Du hast gut reden, Jenny. Sitz du mal hinter dem verfluchten Lenkrad und starr durch die Scheibe nach draußen. Was siehst du? Nichts, nur diese quirlenden, tanzenden Wolken. Wären wir doch bloß in Los Angeles geblieben.«

»Fluchen hilft auch nicht«, hielt ihm seine Frau entgegen. »Außerdem weckst du Ronny.«

»Ja, ja, schon gut.«

In den nächsten Minuten schwieg Victor Tyler. Jenny warf ihrem Mann lange Blicke zu. Normalerweise war Vic sehr ruhig, ihn konnte nichts so leicht aus der Fassung bringen, aber der Nebel auf der Strecke war der reinste Horror. Da verlor selbst ein Mann wie Vic die Nerven. Dabei hatte er so recht. Draußen war alles zu. Der Nebel war vom Meer gekommen und hatte die einsamen Autofahrer überrascht. In Minutenschnelle hatte sich alles zugezogen.

Da quirlte und tanzte es. Wenn man zu lange hineinstarrte, hatte man das Gefühl, von gespenstischen Figuren umringt zu sein, die einen lautlosen Höllenreigen walzten. Die graue Suppe war überall. In jede Felsspalte kroch sie hinein, und selbst die kärgliche Vegetation am Straßenrand war nicht mehr zu erkennen. Das graue Tuch hatte auch sie zugedeckt.

Vic Tyler kurbelte die Scheibe nach unten. Augenblicklich drangen die kühlen Schwaden ein und füllten das Innere des Wagens. Tyler fuhr noch langsamer, beugte seinen Kopf durch das offene Fenster und schaute nach draußen.

»Was ist denn?«, fragte Jenny.

»Ich suche den Mittelstreifen.«

»Den hab ich noch nie gesehen.«

»Aber ich. Am Anfang der Straße. Als wir den letzten Ort verlassen haben.«

»Und wann erreichen wir den nächsten?« , fragte Jenny.

Ihr Mann hatte sich wieder normal hingesetzt. »Weiß ich doch nicht«, gab er schroff zurück. »Bin ich Jesus?«

»Nein, aber deine Laune ist heute mal wieder zum Verlieben.«

»Kannst ja den Nebel wegpusten, dann lache ich auch wieder.«

Vom Rücksitz her meldete sich der siebenjährige Ronny. Seine Stimme klang quängelnd, als er sagte: »Mummy, ich muss mal.«

Die Frau drehte sich um. »Gleich«, erwiderte sie, »gleich erreichen wir einen Ort, wo wir anhalten können.«

»Nichts erreichen wir!«, schimpfte Vic Tyler. »Ich weiß gar nicht, wo wir stecken.«

Seine Frau holte die Karte, während Ronny sich auf der Sitzbank langmachte und mit einer Popcorn-Tüte knisterte.

Jenny entfaltete die Karte. Sie hatte aus dem Handschuhfach auch eine kleine Lampe hervorgeholt, deren dünner Strahl über die Linien, Kreise und Striche der Autokarte glitt.

»Hast du es?«, fragte Vic.

»Moment noch.«

»Den Highway haben wir verpasst.«

»Das wusste ich ja.«

»Der letzte große Ort, den wir verlassen haben und wo du vergessen hast zu tanken, hießt Santa Ynez, wir befinden uns mitten der San Rafael Montains.«

»Du könntest Geografie-Lehrerin werden«, meinte Vic Tyler spöttisch.

»Willst du nun eine Auskunft oder nicht?«

»Schon gut, mach weiter.«

»Pine Bluff«, sagte die Frau nach einer Weile. »So heißt der nächste Ort.«

»Ist er groß?«

Jenny Tyler lachte auf. »Von wegen groß, das ist ein Kuhkaff, mehr nicht.«

»Hauptsache es gibt da eine Tankstelle.«

»Und ein Klo«, meldete sich Ronny.

»Auch das«, knurrte sein Vater.

»Ich habe Hunger«, sagte Jenny.

»Denk an deine Figur.«

»Himmel, ein Sandwich oder ein Hamburger wird ihr schon nicht schaden. Stell endlich deine schlechte Laune ab, es sind nur noch ein paar Meilen.«

»Wieviel genau?«

»Vier.«

»Dazu brauchen wir eine halbe Stunde.«

»Ich muss aber«, beschwerte sich Ronny.

Victor Tyler fletschte die Zähne wie ein hungriger Löwe. »Wie alt bist du eigentlich?«, knurrte er. »Kannst du es nicht einhalten?«

»Wenn er doch muss«, sagte die Frau.

Damit hatte sie ihren Gatten auch schon überredet. Kaum stand der Wagen, da stieß Ronny schon die Tür auf und sprang nach draußen. Seine Mutter öffnete ebenfalls die Beifahrertür.

»Willst du auch aussteigen?«, fragte Vic.

»Ja.«

»Hier gibt es aber Schlangen und …«

»Ich will mir nur die Beine vertreten.«

»Schon gut.« Vic griff zu den Zigaretten und nahm das letzte Stäbchen aus der Packung. Sobald sie in Pine Bluff eingetroffen waren, würde er sich neue holen.

Jenny Tyler vertrat sich inzwischen die Beine. Sie war eine hochgewachsene Frau von 31 Jahren, nicht mehr ganz schlank, aber auch nicht üppig zu nennen, sondern eben durchwachsen. In den letzten zwei Jahren hatte sie allerdings einige Pfunde zugenommen, und sie musste beim Essen wirklich achtgeben. Ihr braunes Haar trug sie zu langen Locken gedrehte, wie es jetzt modern war. Für die Fahrt hatte sie einen khakifarbenen bequemen Hosenanzug angezogen. Allerdings mit Hosen, die am Knie endeten, so schrieb es die neueste Mode vor.

Wohl fühlte sie sich nicht. Ihr war doch ein wenig unheimlich zumute, so allein im Nebel. Obwohl der Ford nur wenige Schritte entfernt stand, war er nur als Schemen zu erkennen.

Sie fröstelte.

Gestalten aus dem Schattenreich gleich tanzten die Schwaden über der Straße und hingen wie bleiche, lange Schleier rechts und links der Fahrbahn in den vertrockneten Kreosotbüschen. In dieser Gegend war wirklich der Hund begraben. Irgendwo hinter dem Nebel lagen die karstigen Bergrücken der San Rafael Mountains, von der Sonne verbrannt und ausgetrocknet.

Die Familie Tyler wohnte in San Francisco. Vic hatte geschäftlich nach Mexiko gemusst und Frau und Sohn eben mitgenommen. Hätte einer von ihnen gewusst, dass das Wetter so mies werden würde, dann hätten sie die Heimfahrt verschoben.

»Ronny!«, rief sie, ein wenig erschreckt darüber, dass sich der Junge nicht meldete.

»Ja.« Seine Stimme klang dünn.

»Komm endlich zurück. Wir wollen weiter.«

»Gleich, Mummy, gleich.«

»Nein, sofort.«

»Mummy!« Da war der Schrei. Ronny hatte ihn in höchster Not ausgestoßen und Jennifer zuckte zusammen, als sie ihn vernahm. Eine Gänsehaut rann über ihren Körper.

Vic stieß den Wagenschlag auf. Auch er hatte den Schrei vernommen.

»Was ist?«, fragte er.

»Ich weiß es nicht, aber Ronny …«

»Wieder der Schrei. »Neiinnn …«

Da gab es für Vic Tyler kein Halten mehr. Er spurtete um den Wagen herum, sprang in das ihm unbekannte Gelände und rannte einen schrägen Hang hoch, wobei sich seine Hosenbeine mehrmals im Gestrüpp verfingen und er nur mit Mühe loskam.

Dann stolperte er über einen Stein, fiel hin und raffte sich wieder auf.

»Ronny!«, brüllte er, und seine Stimme wurde vom dichten Nebel verschluckt. Das Herz pumpte in seiner Brust. Er hatte rasende Angst um seinen Sohn.

Eine Gestalt.

Schattenhaft tauchte sie aus dem Nebel auf. Schattenhaft und torkelnd, mit ausgebreiteten Armen.

Ronny!

Vic Tyler breitete seine Arme aus, und Ronny flog hinein. Er zitterte am gesamten Körper, schluchzte und wollte sich kaum beruhigen. Hinter Vater und Sohn knirschten Schritte.

Die Mutter kam.

»Was ist denn geschehen?«, rief sie atemlos, als sie neben den beiden stehen blieb.

»Ja, was war los?«, fragte auch Mr. Tyler.

Ronny schluckte ein paar Mal und wischte sich die Tränen aus den Augen. »Ich … ich wollte ja nur eben … Und da sah ich ihn.«

»Wen?«, fragte Vic.

»Den Mann, die Gestalt. Ich habe da an einem Busch gestanden.« Der Junge drehte sich um und wies in die entsprechende Richtung. »Also, da stand ich und zog gerade den Reißverschluss hoch, als er plötzlich ankam. Der rannte den Hang runter, das war ein Riese, glaubt mir, und der sah aus wie der Teufel, mit Hörnern auf dem Kopf und glühenden Augen. Ehrlich, Mummy …«

Da lachten beide. »Junge«, sagte Vic Tyler, »du hast dir etwas eingebildet, wirklich. Es gibt keinen Teufel. Der Nebel hat dir etwas vorgegaukelt. Das passiert schon mal, glaub mir. Wenn ich lange in den Nebel starre, dann sehe ich auch immer Gestalten.«

»War das ein Geist, Dad?«

»Geister gibt es nicht.«

»Aber ich habe gelesen, dass …«

»Vergiss es!«, unterbrach Vic Tyler seinen Sohn. »Papier ist geduldig, wirklich.«

»Und die Geschichten, die Großvater immer erzählt hat? Von den Geisterstädten im Wilden Westen und so?«

»Sind alle erlogen!«

»Schwörst du’s?«

Vic Tyler hob den Arm. »Ich schwöre es. Jetzt wird es Zeit, wir wollen schließlich nicht hier festwachsen. Außerdem haben wir Hunger.« Vic strich seinem Sohn über den Kopf. »Oder würde dir kein Cheeseburger schmecken?«

Ronnys Augen begannen zu glänzen. Der Junge hatte das gleiche braune Haar wie seine Mutter. Die blauen Augen hatte er von seinem Vater geerbt. Das Gesicht war schmal und irgendwie lausbübisch mit den zahlreichen Sommersprossen, die sich in unmittelbarer Nähe der Nase gruppierten.

Das Ehepaar nahm seinen Sohn in die Mitte. Gemeinsam marschierten die drei den Hang zum Wagen hinunter. Er war noch gar nicht zu sehen. Erst dicht vor der Straße tauchte er als Schemen aus der dunkelgrauen Suppe auf, die inzwischen ihre Farbe gewechselt hatte, denn es war schon dämmrig geworden.

Vic Tyler hatte den Ford nicht abgeschlossen. Sie wollten gerade einsteigen, als sie das Geräusch hörten.

Nein, kein Geräusch, sondern Musik!

Orgelspiel!

Irgendwie schwermütig hörte es sich an. Die Melodienfetzen drangen durch den dicken Nebel. Es war ein Lied, dessen Melodie der Familie zwar bekannt war, doch den Text wussten sie nicht. Sie erinnerten sich nur daran, dass man es immer auf Beerdigungen spielte …

»Das ist ja schlimm«, flüsterte Mrs. Tyler. »Dabei kann einem Angst und Bange werden. Außerdem wer spielt denn um diese Zeit Orgel?«

»Was heißt um diese Zeit?« Vic warf einen Blick auf seine Uhr. »Es ist später Nachmittag oder früher Abend, ganz wie du willst, Darling.«

»Seltsam finde ich es schon«, erwiderte Jennifer.

»Ich auch«, antwortete ihr Mann, stieg in den Wagen, schlug die Tür zu und fuhr an.

Ein Gespräch wollte nicht mehr aufkommen. Jeder der drei verspürte ein ungutes Gefühl …

*

Zu dritt saßen wir in der prächtigen Hotelhalle und schlürften Drinks. Die Getränke waren zwar sehr gut, das Hotel ebenfalls, trotzdem hatte ich schlechte Laune.

Der Nebel war schuld daran.

Wir saßen fest, kamen einfach nicht weg. Hatten wir zuerst gedacht, er wäre ein lokales Ereignis, so mussten wir erfahren, dass er einen großen Teil von Kalifornien bedeckte. Und das im Land der vielen Sonne und des Urlaubs. Niemand wusste auch, wann er sich verflüchtigte. Eins jedoch war sicher: Starten konnten wir nicht, weil der Los Angeles International Airport seinen Flugbetrieb eingestellt hatte, diesmal nicht wegen eines Fluglotsenstreiks.

Aber wir mussten nach London. Ich hatte mit Sir James telefoniert. Er wollte uns dahaben, und das so schnell wie möglich. Leider wussten wir auch nicht, wo Myxin und Kara steckten. Die beiden hatten Suko und mich bei unserem letzten Abenteuer begleitet. Danach waren sie verschwunden. Klammheimlich wie immer.

Der dritte Mann an unserem Tisch ahnte, welche Gedanken sich hinter meiner Stirn bewegten. Er lächelte und sagte: »Nehmen Sie es nicht tragisch, John. Schauen Sie sich was von der Stadt an.«

»Bei dem Nebel?«

Captain Holling lachte. »Ja, da haben Sie recht. Daran dachte ich nicht.«

»Und Hollywood ist auch nicht mehr das, was es einmal war«, erwiderte ich.

»Sie können ja auch den Vernehmungen beiwohnen«, schlug der Polizist vor.

Dazu hatten wir auch keine Lust, denn Suko schüttelte wie ich den Kopf.

Wir hatten gerade einen Fall hinter uns. Um die Reste konnte sich die örtliche Polizei kümmern. Genau wusste auch der Captain nicht, um was es ging. Wir hatten ihm von einer Sekte erzählt, zu der auch Polizeibeamte gehörten. Irgendwie hatten wir nicht einmal gelogen, denn Izzi, der Urzeit-Götze, wurde wirklich von den Menschen fast schon angebetet.

Ich hatte gegen ihn gekämpft, ihn jedoch nicht besiegen, wohl aber verletzen können. Mit dem Schwert, das einmal Destero gehört hatte, traf ich ihn zweimal. Dann war er verschwunden, hineingerutscht in die Tiefe der Erde, aus der er entstiegen war.

Allerdings war es uns gelungen, die beiden Totenpriester aus Atlantis, Izzis große Diener, auszuschalten. Kara hatte dafür gesorgt. Das Schwert mit der goldenen Klinge tötete die Totenpriester, die hier in L. A. einen schon legendären Ruf als Privatdetektive mit tollen Erfolgschancen gehabt hatten.

Natürlich war die örtliche Polizei überrascht worden. Es hatte zahlreiche Vernehmungen gegeben, und die Menschen berichteten samt und sonders von einem Riesenwurm, der aus dem Boden gekrochen war. Suko und ich bestätigten die Aussagen nicht, sodass ein Polizeipsychiater auf Massenpsychose diagnostizierte.

»Wollen Sie es sich nicht doch überlegen?« , fragte mich der Captain.

Ich schüttelte den Kopf. »Sorry, Captain, wir bleiben nicht hier.«

Holling strich über sein dunkles Haar. »Aber der Flughafen ist geschlossen, John. Sie werden keine Maschine finden …«

»Wer redet denn von einer Maschine?« , fragte ich.

Holling hob überrascht die Augenbrauen. »Jetzt sagen Sie nur noch, Sie wollen mit einem Wagen …«

»Genau das wollen wir.«

»Großer Gott, überall ist Nebel.«

»Aber nicht im Norden.«

»Sie meinen Kalifornien?«

»Ja, ich rede von San Francisco.«

»Die sind allerdings verschont geblieben. In der Höhe von Soleda hört der Nebel auf. Aber bis dahin müssen Sie erst einmal fahren. Das dauert bei diesem Wetter ziemlich lange.«

»Ja, ich weiß. Wir nehmen allerdings nicht den Küstenhighway, denn jeder Bericht, der mit dem Wetter zusammenhängt, spricht davon, dass es in Küstennähe stärkere Nebelfelder gibt als im Landesinnern.«

Der Captain hob die Schultern. Er warf Suko einen fragenden Blick zu. »Was sagen Sie denn dazu, Suko?«

»Ich stimme meinem Freund zu.«

»Auch ein Verrückter«, stöhnte Holling. »Der Nebel kann innerhalb weniger Stunden vorbeisein. Dann können Sie starten und …«

»Laut Wetterbericht dauert er noch zwei Tage an«, entgegnete ich.

Der Captain winkte ab. »Ach, die Wetterfrösche.«

»Es bleibt bei unserem Entschluss.«

»Zudem haben wir uns bereits einen Wagen besorgt«, erklärte mein chinesischer Freund.

Der Captain schlug mit der flachen Hand auf den Tisch und stand auf. »Da kann ich Ihnen auch nicht helfen. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen viel Glück und ferner, dass Frisco frei ist und Sie der Nebel nicht einholt.«

»Danke, das können wir brauchen.«

»Sollten Sie trotzdem irgendwo feststecken, dann rufen Sie an. Wir schikken, sobald es geht, einen Hubschrauber, der Sie aus einem Kaff herausholt. Auch auf Autos ist heutzutage kein Verlass mehr. Sie geben manchmal ihren Geist auf.«

Ich bedankte mich bei dem Captain auch in Sukos Namen. Der Polizeioffizier ging. Auf ihn wartete noch einiges an Arbeit. Der letzte Fall war für die Polizei noch längst nicht erledigt. Es galt, zahlreiche Ermittlungen durchzuführen.

Die Rechnung war schon fertig. Wie hier üblich, zahlte ich mit Karte.

Auch der Portier warnte uns noch einmal, doch wir ließen uns von unserem Entschluss nicht abbringen. Untätig im Hotel herumzusitzen, das war nicht unsere Art. Wir mussten zusehen, dass wir weiterkamen. Vielleicht hatten wir am Abend den Nebel schon hinter uns.

Ich war da ziemlich optimistisch …

*

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