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John Sinclair - Folge 0146

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Höllenfahrt im Todesstollen

John Sinclair und sein Freund und Kollege Tony Ballard kämpfen Seite an Seite gegen einen besessenen Professor, der den Teufelsstein in seinen Besitz bringen möchte. Dieser Teufelsstein, der seinem Finder der Sage nach Macht, Reichtum und Unsterblichkeit bringen soll, liegt verschüttet in einem Stollen.
Während sich John Sinclair und Tony Ballard auf den Weg nach Chattering machen, um mit den Ausgrabungen zu beginnen, sind der machthungrige Professor und seine Bekannten bereits bei der Arbeit.
Ein Wettrennen ganz besonderer Art entbrennt. Schon der Einstieg in den Stollen scheint unmöglich …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Höllenfahrt im Todesstollen

Es war kalt. Der Himmel war bleigrau. Die Dämmerung setzte sehr früh ein. Ober dem gefrorenen Boden des Friedhofs entstanden ein unheimliches Flimmern und Flirren.

Aus Millionen kleiner Partikelchen setzte sich nach und nach eine schlanke Gestalt zusammen. Eine Frau war es. Mit langem feuerrotem Haar. Eine unbeschreibliche Schönheit, deren Anblick jeden Mann in seinen Bann schlagen musste.

Asmodina, die Tochter des Teufels, hatte materialisiert …

Die kleine Ortschaft in den Bergen nördlich von Cardiff hieß Chattering. Nur 500 Seelen wohnten in dieser Gemeinde. Trotzdem gab es hier eine Schule, ein kleines Gemeindehaus, eine uralte Kirche und unweit davon einen unscheinbaren Friedhof.

Carlo Cotterill war in diesem Dorf gewissermaßen Mädchen für alles. Er half der Hebamme, die Kinder zur Welt zu bringen. Er arbeitete im Gemeindeamt als Heizer und Bürodiener. Und er übte darüberhinaus auch die Funktionen des Friedhofswärters und Totengräbers aus. Ein arbeitsreiches Leben.

Aber Arbeit hatte Carlo Cotterill noch nie gestört. Er liebte es, tüchtig zuzupacken. Es gefiel ihm, gebraucht zu werden, und nicht erst einmal hatte der Bürgermeister, Mr. Gilbert Gember, betont: »Carlo, um dieses Dorf wäre es schlecht bestellt, wenn es dich nicht gäbe. Wir wüssten nicht, wie wir ohne dich auskommen sollten.«

Diese Art von Bauchpinseleien ließ sich Cotterill gern gefallen. Wer ist nicht gern eine anerkannt wichtige Persönlichkeit – selbst wenn sich diese Wichtigkeit lediglich auf den kleinen Rahmen von Chattering beschränkt.

Gesuche, die einem am Herzen lagen, trug man nicht einfach ins Büro des Bürgermeisters. Man brachte sie lieber zu Carlo Cotteril und versuchte, dessen Fürsprache zu gewinnen.

Da bekannt war, dass er kein Geld für solche Gefälligkeiten nahm, brachte man ihm Wein, Schnaps, geräucherten Landspeck – man bezahlte ihn in Naturalien, und dagegen hatte er nichts einzuwenden.

Bevor er an diesem beginnenden Abend sein Haus verließ, öffnete er noch rasch den alten Kirschholzschrank in der guten Stube und goss sich einen Klaren ein.

»Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren«, murmelte er. »Schließlich muss man sich gegen die Kälte auch innerlich wappnen.«

Er schüttete den Schnaps in seine Kehle, zog anschließend seinen Mantel an und löschte das Licht.

Cotterill war 55, aber er sah älter aus. Sein Haar – einstmals rot – war weiß geworden. Die Falten um die Augen waren so tief wie bei einem 70-jährigen, und an seiner gekrümmten Haltung erkannten ihn auch jene im Dorf, die nicht mehr so gut sahen.

Vor dem Haus wickelte er den grauen Wollschal um seinen Hals. Mit einem verdrossenen Blick schaute er zum düsteren Himmel hoch. Wenn die Wolken dort oben das ausschütteten, was sie mit sich trugen, würde Chattering im Schnee ersticken.

»Hoffentlich werfen sie es woanders ab«, brummte Cotterill und stapfte los.

Der Friedhof war nicht weit von seinem Haus entfernt. Eigentlich war es nicht nötig, dass Cotterill sich dort umsah, denn auf dem Gottesacker änderte sich nichts.

Aber Carlo Cotterill war ein gewissenhafter Mann, der selbst die Wache über die Toten ernst nahm. Deshalb bezog er seinen Friedhofsbesuch in den alltäglichen Rundgang, der immer im Dorfgasthaus endete, mit ein.

Als er das Friedhofstor erreichte, stutzte er. Stand dort im Dämmer nicht eine Gestalt? Sie war halb von hohen Grabsteinen verdeckt.

Cotterill sah genauer hin, konnte aber nur feststellen, dass es eine rothaarige Frau war.

In ganz Chattering gab es keine Rothaarige, das hätte Carlo Cotterill mit Sicherheit gewusst.

Die Besucherin musste eine Fremde sein, und es setzte Carlo Cotterill in einiges Erstaunen, dass die Frau ohne Fahrzeug unterwegs war.

Nirgendwo stand ein Wagen. Wie war sie hergekommen? Zu Fuß? Eine von Cotterills Schwächen war seine Neugier. Er besaß einen kaum stillbaren Wissensdurst, und er wäre vor Neugierde zerplatzt, wenn er nicht erfahren hätte, wer diese Frau war.

Er betrat den Friedhof und näherte sich der Fremden. Sie trug ein dünnes schwarzes Gewand. Bei dieser Kälte. Es hatte mindestens zehn Grad unter null.

Sie wird sich eine Lungenentzündung holen! dachte Cotterill. Wie kann man nur so dumm sein, so wenig bei diesen niedrigen Temperaturen anzuziehen?

Er ging schneller. Seine wadenhohen Pelzstiefel knirschten auf dem geharkten Kiesweg. Die Rothaarige hob soeben ihre Arme, als wollte sie den Himmel beschwören.

Die Schrittgeräusche veranlassten sie, den Kopf zu wenden. Carlo Cotterill blieb abrupt stehen. Er hatte das Gefühl, mit seinen Augen wäre etwas nicht in Ordnung.

Ein eiskalter Schauer rieselte ihm über den Rücken. Er schüttelte verdattert den Kopf. »Das gibt’s doch nicht!«, stammelte er. »Das ist unmöglich!«

Noch nie war ihm aufgefallen, dass er einen Sehfehler hatte. Aber in diesem Moment zweifelte er doch stark daran, dass seine Augen noch richtig funktionierten.

Oder arbeitete sein Geist nicht richtig? Wie war es möglich, so etwas zu sehen? Die rothaarige Schönheit, deren Gesicht Carlo Cotterill nie zuvor gesehen hatte, trug Hörner auf der Stirn!

Der Mann schloss kurz die Augen, blickte dann abermals hin. Als er sie wieder öffnete, war seine Verblüffung noch größer, denn der Platz, wo die Fremde gestanden hatte, war leer.

»Ein Spuk!«, stieß Carlo Cotterill heiser hervor. »Ich muss einen Geist gesehen haben!«

Carlo Cotterill besaß neben der Neugier noch eine andere Schwäche: den Aberglauben.

Zwar schimpfte Pater Malloy immer mit ihm, wenn er es mit seinem Aberglauben mal wieder zu bunt trieb, aber auch der Pfarrer konnte ihm das nicht abgewöhnen.

Erst neulich hatte der Priester gesagt: »Schäm dich, Carlo. Du willst ein guter Christ sein?«

»Aber ja, Hochwürden«, hatte Cotterill geantwortet.

»Ein guter Christ jammert nicht, wenn ihm eine schwarze Katze über den Weg läuft, und es macht ihm auch nichts aus, wenn der Dreizehnte auf einen Freitag fällt, denn mit ihm ist der Herr.«

Aber sämtliche Predigten nützten nichts. Carlo Cotterill hielt weiterhin an seinem Aberglauben fest, versuchte jedoch wenigstens, es Pater Malloy nicht merken zu lassen.

Und nun war das passiert! Der Beweis für Cotterills Aberglauben: Es gab Gespenster!

Er wischte sich mit einer fahrigen Handbewegung über die Augen. Zaghaft ging er weiter. Misstrauisch schaute er sich um. Angst begann in seiner Brust zu pochen.

Ihm fiel ein, dass das Werkzeug noch beim Grab des alten Pendrake lag, der in der vergangenen Woche bestattet worden war.

Er erinnerte sich daran, wie er geschimpft hatte. »Ausgerechnet jetzt musste der boshafte Alte sterben – wo die Erde Gott weiß wie tief gefroren ist. Das sieht ihm ähnlich …«

Carlo Cotterill machte den Umweg über Pendrakes Grab. Sicherheitshalber bewaffnete er sich mit einem Spaten. Sobald er das Werkzeug in seinen Händen hielt, fühlte er sich etwas wohler in seiner Haut.

Aber Angst hatte er immer noch. Es war eigentlich verrückt: ein Totengräber, der sich auf dem Friedhof fürchtet!

Vorsichtig näherte sich Cotterill der Stelle, wo die fremde Frau gestanden hatte. Sein Blut rauschte in den Ohren. Er spürte die Kälte nicht mehr. Seine Nerven vibrierten.

Vielleicht wäre es vernünftiger gewesen, den Gottesacker zu verlassen, doch irgendetwas drängte Cotterill, weiterzugehen, bis zu jenem Grab, vor dem die gehörnte Frau gestanden hatte.

Als er einen Blick auf den verwitterten Grabstein warf, bekam er die Gänsehaut. Großer Gott, was für ein Unheil braute sich zusammen?

Nicht mehr gut lesbar stand auf dem grauen, teilweise mit Moos bewachsenen Stein:

PROFESSOR FRANCIS MADDERBY

1830–1880

Sonst nichts. Nicht: Er möge in Frieden ruhen. Oder: Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Auch nicht: Wir werden ihn nie vergessen. Denn gerade letzeres wäre eine unverzeihliche Lüge gewesen, weil jedermann im Dorf sehr wohl darum bemüht war, Francis Madderby zu vergessen …

Ausgerechnet vor diesem Grab hatte die gehörnte Erscheinung gestanden. Carlo Cotterill schluckte trocken. Er hatte böse Ahnungen.

Und sie begannen sich in diesem Augenblick zu erfüllen!

Cotterill vernahm ein gespenstisches Knirschen und Knistern. Sein Herz schlug sofort schneller. Seine Augen weiteten sich vor Furcht. Er wollte sich umdrehen und fortrennen, doch er hatte das Gefühl, sich nicht von der Stelle rühren zu können.

Fassungslos sah er, was passierte.

Das gefrorene Erdreich bekam Risse und Sprünge. Gelbe Dämpfe und Schwaden stiegen daraus empor. Sie krochen wie Lebewesen über den Boden, breiteten sich über die gesamte Länge des Grabes aus.

Carlo Cotterill zitterte wie Espenlaub. Er hatte Angst vor diesem Horror, den die rothaarige Fremde ausgelöst hatte.

Das Grauen, der Schrecken waren im Anmarsch. Cotterill glaubte, jeden Moment müsse sein Herz stehen bleiben. Sein Atem ging stoßweise. Mit beiden Händen hielt er den Spatenstiel umklammert. Eine lächerliche Waffe gegen Geister und Dämonen.

Cotterill versuchte ein Gebet zusammenzukriegen, doch er schaffte keinen ganzen zusammenhängenden Satz. Die Schwaden krochen auf ihn zu. Sie erreichten Kniehöhe und verströmten eine beißende Kälte in seine Beine.

Plötzlich fühlte sich Cotterill gepackt. Panik überflutete ihn. Er stieß einen entsetzten Schrei aus, wollte zurückspringen, doch eine Hand umklammerte sein rechtes Fußgelenk.

Schwarze Finger hatten sich darum geschlossen. Hart wie Stahlklammern. Carlo Cotterill schrie seine Angst laut heraus. Die schwarze Totenhand zerrte ihn auf das Grab zu.

»Hilfe!«, schrie der verstörte Mann aus voller Lunge.

Er sträubte sich. Er widersetzte sich dem kraftvollen Zug.

»Hört mich denn keiner? Hilfe!«, brüllte Cotterill aus Leibeskräften. Die Totenhand ließ nicht locker, und die ersten Häuser des Dorfes waren immerhin so weit entfernt, dass niemand das verzweifelte Geschrei des Totengräbers hörte. Vielleicht hätte man ihn im Sommer gehört, wenn alle Fenster offen waren. Aber niemand war so verrückt, um diese Jahreszeit noch die Fenster offen zu lassen. Schließlich war man bestrebt, so viel Wärme wie möglich im Haus zu behalten.

Die schwarze Hand zerrte den Entsetzten immer näher auf das Grab zu. Carlo Cotterill verlor vor Todesangst beinahe den Verstand.

Jetzt hätte Pater Malloy hier sein müssen. Es gab keine Geister? O doch! Es gab sie!

Cotterill besann sich seines Spatens. Wie von Sinnen hieb er damit auf die Totenhand ein. Seine ganze Kraft legte er in die Schläge.

Er wusste, dass er verloren war, wenn es ihm nicht gelang, sich von dieser Teufelsklaue zu befreien. Alles in ihm lehnte sich gegen dieses grauenvolle Schicksal auf.

»Hilfe!«, brüllte er wieder. Er konnte nicht anders.

Immer noch umklammerte die schwarze Hand sein Fußgelenk. Er ließ sich fallen, trat mit dem linken Fuß nach dem aus dem Grab reichenden Arm und hieb immer wieder mit dem Spaten zu.

Plötzlich geschah ein Wunder. Carlo Cotterill konnte es kaum glauben. Die schwarze Hand öffnete sich. Er war frei. Fassungslos lag er auf dem steinharten Boden. Aber nur für einen Sekundenbruchteil. Dann warf er den Spaten weg, rollte herum, sprang auf und verließ Hals über Kopf den Friedhof.

So schnell wie in diesen Augenblikken war Carlo Cotterill in seinem Leben noch nie gelaufen.

*

Es überfiel mich urplötzlich, und ich konnte mich nicht dagegen wehren. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf es mich, während ich in meinem Büro am Schreibtisch saß.

Ein bohrender Schmerz wühlte sich durch meinen Kopf. Mein Gesicht verzerrte sich, ohne dass ich es bemerkte, und ich stöhnte, ohne dass ich es wollte. Mit dem letzten Rest meines wachen Verstandes dachte ich, mein Ende wäre gekommen. Vielleicht ein Gehirnschlag?

Der Stress, die Anstrengung der letzten Wochen und Monate, die ewigen Kämpfe gegen das Böse schienen mich ausgehöhlt zu haben. Sie schienen meine Gesundheit untergraben zu haben. Die Mächte der Finsternis hatten mir keine Zeit zum Verschnaufen gegeben. Immer wieder hatten sie hart zugeschlagen. Ich hatte mich ständig im Zugzwang befunden, war fortwährend gezwungen gewesen, Hochleistungen zu erbringen, um nicht unterzugehen. Asmodina, der Spuk, Dr. Tod und seine Mordliga, der Horror-Nebel, die Feuerhexe, der Blutgraf Fariac, sie und viele andere hatten mir alles abverlangt. War es da ein Wunder, dass ich nun zusammenklappte?

Ich wartete, was mit mir in der nächsten Sekunde geschehen würde, aber es passierte nichts.

Es wurde rot. Blutrot!

Eine schreckliche Horror-Vision begann. Alles um mich herum versank in diesem dunklen Rot. Mir war, als würde ich in Blut baden. Ein klebriges, ekeliges Gefühl.

Es trieb mir den kalten Schweiß aus allen Poren.

Das Rot, das mich umhüllte, kam aus dem Universum der Verdammnis. Es riss meinen Geist mit sich fort, ohne dass ich es verhindern konnte. Ich war plötzlich irgendwo.

Wo, das wusste ich nicht. Jedenfalls nicht mehr in meinem Büro. Furcht und Grauen pressten sich in mein Herz.

Kalte, steinerne Wände umgaben mich mit einem Mal. Der rote Schleier vor meinen Augen zerriss. Ich sah nacktes, feucht glänzendes Gestein. Links, rechts, über und unter mir. Ich befand mich in einem Stollen. Irgendwo tief unter der Erde.

Unter unheiliger Erde!

Schwarzmagische Kraftfelder pulsierten um mich herum. Bedrohungen unvorstellbaren Ausmaßes schienen sich mir zu nähern. Ich war gezwungen, durch einen finsteren Stollen zu stolpern.

Todesahnungen umwehten meine Gedanken. Ich war nicht Herr meiner Sinne. Mein Geist war entführt worden, in ein Reich der Finsternis, das sich jedoch auf unserer Welt befand. Irgendwo in England.

Blutige Nebel wallten mir entgegen. Sie bildeten schreckliche Gestalten, deren Gesichter mich hasserfüllt anstarrten. Sie geleiteten mich durch den schwarzen Stollen, verfluchten und verwünschten mich, trieben mich auf einen Kern des absolut Bösen zu, ohne dass ich die Chance gehabt hätte, sie daran zu hindern.

Ein rotes Feuer flammte in der Dunkelheit auf. Obwohl es nicht grell war, blendete mich sein Schein, dessen Zentrum die Größe eines Menschenkopfes hatte.

Ich kniff die Augen zusammen und schaute durch schmale Schlitze. Vor mir ragte ein blutroter Stein aus der Felswand, er leuchtete wie das Höllenfeuer.

Keine tote Materie jedoch, sondern ein Gebilde, das von unheilvollen Kräften gespeist und belebt wurde.

Erst als ich mich an das durchdringende Leuchten gewöhnt hatte, sah ich das Gesicht vor mir.

Gesicht war eigentlich geschmeichelt. Fratze traf schon eher zu. Das schmale Oval lief am Kinn spitz zu. Gelbe Augen loderten voll unmenschlichem Hass. Spitze Hörner ragten aus der hohen Stirn.

Der Stein hatte die Form eines Teufelsschädels!

In diesem Augenblick verzerrte sich die abstoßende, grauenerregende Fratze zu einem hohntriefenden Grinsen.

Ich hörte ein dumpf hallendes Lachen, das von den grauen Stollenwänden zurückgeworfen wurde und mich erschauern ließ.

»John Sinclair!«, rief der Teufelsstein. Es klang, als würde er von der miesesten und niedrigsten Kreatur reden, die es auf der Welt gab. »Berühmter Geisterjäger! Erzfeind der Hölle! Du verdammter, anmaßender Bastard!«

»Wo bin ich?«, hörte ich mich fragen. Aber ich bewegte meine Lippen nicht.

Der Teufel lachte. »Das würdest du gern wissen, aber ich verrate es dir nicht.«

»Aus welchem Grund bin ich hier?«

»Weil ich dir etwas mitteilen möchte!« , schrie der Teufelsstein. »Wo immer die Mächte der Finsternis Fuß zu fassen gedenken, bist du bestrebt, dich einzumischen und dies zu verhindern.«

»Das ist meine Aufgabe.«

»W

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