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John Sinclair - Folge 0040

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Die Ameisen greifen an

Grindelwald. Im Sommer und im Winter ein wahres Paradies und einer der schönsten Orte in der Schweiz.
Doch das Paradies wird zur Hölle.
Menschengroße Ungeheuer, Horror-Ameisen, erweckt durch eine magische Spielerei.
Über Nacht fallen sie in das Urlaubsparadies ein und verbreiten Angst und Schrecken.
Ihr Ziel: Ein großes Hotel. Ein Haus in dem ich mit meinen Freunden Ferien mache …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Die Ameisen greifen an

Nicht umsonst wird in zahlreichen Schriften und Überlieferungen vor geheimnisvollen Beschwörungen und magischen Ritualen gewarnt.

Wer sich dennoch damit beschäftigt, sollte ein Meister seines Fachs sein und wissen, wozu die Mächte der Hölle fähig sind.

Doch wenn eine Beschwörung misslingt, wenn falsche Formeln gesprochen und die Gesetze nicht eingehalten werden, dann wird es oft schlimmer denn je. Dilettantische Beschwörungen können zu Katastrophen führen, und oft ist der Schaden irreparabel …

Nicht ein Lichtstrahl durchbrach die Dunkelheit des Raumes. Es war völlig finster. Wie es die Vorschrift verlangte.

Der Mann, der sich in dem Raum bewegte, kannte sich auch ohne Licht aus. Er wusste, wo die einzelnen Gegenstände standen. Die Schale mit dem Blut, das grünlich schimmernde, magische Pulver, die Töpfe, die Krüge und die beiden schwarzen, aus Leichenfett gefertigten Kerzen, die der Beschwörung den nötigen Rahmen gaben.

Der Mann rieb sich die Hände. In wenigen Minuten war es soweit. Dann wollte er den mächtigen Dämon beschwören, um es Zweiflern und Spöttern zu zeigen. Sie hatten ihn ausgelacht, wenn er von dem mächtigen Bael sprach. Ja, sie hatten ihn sogar aus dem Haus geworfen, sodass er in die Einsamkeit der Berge fliehen musste.

Aber bald – wenn der Dämon auf der Erde war – würden sie vor Angst und Grauen zittern und ihm Abbitte leisten. Doch er würde ihre Entschuldigungen nicht annehmen. Sie sollten büßen und Angst haben.

Alle …

Er riss ein Zündholz an.

Winzig nur flackerte die Flamme auf, bekam aber dann neue Nahrung, wurde größer, und der Widerschein tanzte schließlich mit grotesken Bewegungen über die Holzwände der Hütte.

Der Mann zündete die Kerze an. Sein Gesicht wurde aus der Dunkelheit gerissen.

Es war ein altes Gesicht mit zahlreichen Falten. Die Lippen wirkten schmal und verkniffen. Die Nase war lang und spitz. Die Schultern fielen zu beiden Seiten hin ab, und ein violetter Umhang verdeckte die ausgemergelte Gestalt.

Der Mann schritt um die Kerzen herum. Er hütete sich dabei, das magische Fünfeck zu betreten, das er mit roter Kreide auf den Boden gezeichnet hatte.

Statt dessen griff er zu einer ovalen Schale, kippte das Pulver aus und verteilte es kreisförmig in dem magischen Pentagramm. Dann nahm er einen Krug und leerte ihn ebenfalls.

Eine dicke rote Flüssigkeit floss auf das Pulver und vermengte sich mit ihm zu einer Substanz, die sofort warm wurde und kleine Blasen warf.

Der Mann trat zurück. Er rieb sich wieder die Hände. Das trockene Schaben hörte sich an, als würde er über Pergament reiben.

Teil eins der Beschwörung war gelungen.

Aber das Wichtigste lag noch vor ihm. Der Mann öffnete die Doppeltür eines alten Schranks. Die Angeln quietschten erbärmlich, doch das störte ihn nicht. In den langen Monaten hatte er sich längst an dieses Geräusch gewöhnt.

Er holte ein Gefäß hervor, das durch einen Deckel verschlossen war. In dem Gefäß befand sich die wichtigste Zutat, die er für diese Beschwörung brauchte.

Knochenmehl!

Es stammte von einem verstorbenen Verbrecher, den der Mann um Mitternacht aus seinem Grab geholt hatte. Bei Vollmond hatte er die einzelnen Knochen zerrieben, bis dieses feinpulvrige Mehl entstanden war.

Mit spitzen Fingern hob der Mann den Deckel ab und legte ihn zur Seite.

Das feine Knochenmehl bedeckte nur den Boden. Es schimmerte weißgrau und sah völlig harmlos aus. Doch in Verbindung mit den anderen Bestandteilen wurde es zu einer magischen Zeitbombe.

Und das wusste der Mann.

Er hielt das urnenartige Gefäß mit beiden Händen fest. Während er sich auf das von den beiden Kerzenflammen erleuchtete Fünfeck zubewegte, murmelte er Worte in einer Sprache, die nur wenigen Menschen bekannt war. Vor allen Dingen solchen, die sich mit Schwarzer Magie und Hexerei beschäftigten.

Es war die Sprache der Hölle.

Vor dem magischen Pentagramm kniete er nieder. Noch hielt er das Gefäß in den Händen. Dann beugte er sich vor, seine Hände überschritten die Grenze des Fünfecks, er kippte die Urne nach links, und im nächsten Augenblick rann das Pulver aus dem Gefäß.

Kleine Funken blitzten auf, als es sich mit dem Sud im Innern des magischen Pentagramms mischte.

Eine Verbindung wurde geboren.

Eine gefährliche Synthese, die das Böse auf die Welt holen sollte. Der Mann wusste nicht, wie der Dämon erscheinen würde. Als Tier, als Monster oder sogar als Mensch.

Er hoffte nur, dass er kam.

Plötzlich wogte Nebel auf. Die blubbernden Blasen bildeten Nebelstreifen, die die Farbe des Blutes annahmen und innerhalb des Fünfecks hin- und herwogten, die Grenzen berührten, sie jedoch nie überschritten.

Gebannt schaute der Mann diesem unerklärlichen Vorgang zu. Als der Nebel wie eine Säule stand, war es an der Zeit, die Beschwörungsformeln zu sprechen.

Abgehackte, guttural klingende Laute drangen aus dem Mund des Mannes. Er streckte beide Arme vor und führte die Hände kreisförmig in die Nebelwand hinein, wirbelte die Schleier durcheinander. Immer wieder rief er den Dämon an.

Seine Stimme steigerte sich, sie wurde schrill und überschlug sich. Schweiß drang dem Mann aus allen Poren, bedeckte sein hageres Gesicht mit einer glänzenden Schicht. Jetzt wiegte er den Oberkörper. Langsam. Einmal nach links, dann wieder nach rechts. Nie unterbrach er seine Beschwörung, der Dämon sollte erscheinen.

Da geschah es. Ein eiskalter Hauch wehte durch den Raum, streifte den vor dem Fünfeck knienden Beschwörer und drang in das Pentagramm ein. Der Hauch wirbelte den roten Nebel durcheinander, verformte ihn zu grotesk tanzenden Figuren.

Eine tiefe Stimme ertönte.

»Warum rufst du mich, Elender!?«

Der Mann erschrak. Die Stimme schien von weit her zu kommen, aus der Unendlichkeit der Dimensionen. Und doch war sie laut und fest, sodass jedes Wort verstanden wurde.

»Baẽl?«

Mit banger Stimme rief der Mann den Namen. Er bekam keine Antwort mehr. Nur die roten Nebelfetzen fegten weiterhin innerhalb des Pentagramms hin und her.

Noch einmal rief der Mann.

Wieder blieb die Antwort aus. Doch Sekunden später klang noch einmal die Stimme des Dämons auf.

»Du Narr hast alles verkehrt gemacht. Du hast durch deine Beschwörung ein Tor geöffnet, das bisher verschlossen war. Du bist ein Anfänger. Doch die Folgen musst du tragen. Du und die anderen. Über euch wird das Grauen kommen …«

Die Stimme hallte noch nach. Besonders die letzten Worte schwangen als schaurige Echos durch die einsame Hütte.

Die Kerzen verlöschten, der Nebel verschwand. Es wurde finster.

Ächzend stand der Mann auf. Mit müden Schritten schlurfte er zu einem Regal. Er wusste, dass er es nicht geschafft hatte. Etwas hatte gefehlt, um die Beschwörung exakt auszuführen.

Aber was?

Auf dem Regal stand eine batteriebetriebene Laterne. Der Mann knipste sie an. Der milchige Schein leuchtete die Hütte kaum aus, so schwach war er.

Der Mann schaute sich um. Nichts hatte sich verändert. Es stand noch alles wie zuvor.

Weshalb hatte der unsichtbare Dämon ihn verhöhnt? Angeblich sollte er etwas falsch gemacht haben. Wahrscheinlich hatte sich der Dämon geirrt.

Das war nicht der Fall. Baẽl irrte nie. Der Mann, der ihn beschwören wollte, hatte durch seinen Fehler in der Tat das Grauen auf die Erde geholt. Ein Dimensionstor war aufgestoßen worden, durch das die schlimmsten Monster aus dem Reich der Finsternis auf die Welt gelangen konnten.

Es waren die Riesenameisen!

*

Mit einem eleganten Hüftschwung zog Peter Egli die Skier herum und kam inmitten einer aufstiebenden Schneewolke zum Stehen.

Er lehnte die Stöcke gegen die Hüttenwand und klappte die Kappe seiner Fellmütze hoch.

Der Blick über die Bergwelt war einmalig.

Peter Egli genoss das Panorama, obwohl er es schon von Jugend auf kannte. Denn er war hier geboren. Er war ein Kind des Berner Oberlandes.

Vor ihm präsentierte sich die Jungfrauenregion mit all ihrer strahlenden Gletscherpracht. Es war bitterkalt geworden. Peter Egli schaute hinauf zu den Gipfeln von Eiger, Mönch und Jungfrau und sah die Sonne soeben noch hinter den beiden ersten Bergen verschwinden. Ihr letztes Licht ließ die Firne und Eismassen rötlichblau aufleuchten. Ein Abschiednehmen für einen Tag, sogar für ein Jahr.

Denn man schrieb den 31. Dezember.

Silvester!

Jahreswechsel in den Bergen. Ein Höhepunkt. Unten im Tal lag Grindelwald, das Kleinod des Berner Oberlandes. Sämtliche Hotels waren ausgebucht. Entlang der Hauptstraße und auch ringsum an den Hängen gab es in keinem Hotel mehr ein freies Bett.

Peter Egli selbst wohnte zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen. Seine Eltern bewirtschafteten dort eine kleine Pension, in die nur Stammgäste kamen. Peter gehörte zur Bergwacht. Er lebte oft tagelang allein in der Berghütte. Sie lag auf zweitausendfünfhundert Meter Höhe, war mit einer Funkanlage und mit einem Telefon ausgestattet. Schon oft hatten hier Bergsteiger vor einem plötzlich hereinbrechenden Wetterumschwung Schutz gefunden. Auch Touristen, die sich unerfahren und leichtsinnig auf eine Bergwanderung begeben hatten, fanden auf der Egli-Hütte Schutz.

Es war in den letzten Tagen viel Schnee gefallen. Die Kältewelle kam aus dem Norden und hatte die Alpen bis hin nach Italien überrollt. An diesem Nachmittag zeigte das Außenthermometer an der Hüttenwand schon minus 22 Grad.

Peter Egli stieg aus den Skibindungen und schob den Riegel der Hüttentür zurück.

Eine angenehme Wärme schlug ihm entgegen, die die Eiskristalle in seinem Bart sofort zum Schmelzen brachte. Rechts neben der Tür befand sich ein kleiner Raum, in dem Peter die Skier abstellte. Er zog auch die Handschuhe aus und legte den Anorak ab.

Händereibend betrat er den großen Hüttenraum.

Das Feuer brannte in einem alten gemauerten Ofen. Die Wände bestanden aus dicken Holzbohlen. Die Zwischenräume waren gut isoliert, sodass die Wärme im Raum blieb und sich nicht draußen verlor.

Vom Hüttendach hingen dicke Eiszapfen. Zentnerschwer lastete der Schnee auf der Hütte. Sie war mit der Rückseite an einen Hang gebaut worden und dadurch lawinensicher. Es gab mehrere Schlafstellen und eine lange, an der Wand entlanglaufende Bank. Darüber hingen Bilder. Sie zeigten Schneelandschaften oder Häuser aus der näheren Umgebung.

Peter Egli setzte sich an den Tisch. Bedächtig begann er seine alte Pfeife zu stopfen. Er sollte den Jahreswechsel in der Hütte verleben, und das kam nicht von ungefähr. Einige Hotels hatten Silvesterwanderungen organisiert. Die Gäste zogen dann mit Pechfackeln zwei Stunden durch die Einsamkeit der Bergwelt, um eine Stunde vor Mitternacht wieder daheim zu sein. Dann zog man sich um und feierte den Jahreswechsel.

Peter Egli erlebte nicht zum ersten Mal solche Umzüge. Und er wusste auch, dass sich zahlreiche Wanderer mit hochprozentigen Aufwärmgetränken eingedeckt hatten. Manche taten dann des Guten zu viel, betranken sich und fielen einfach um.

Um diese Leute kümmerte sich dann Peter Egli mit seinem Freund Roger Calf. Roger stammte aus der Nähe von Crans-Montana, der Retortenstadt in der französischen Schweiz. Roger war ein Jahr jünger als Peter und ein richtiger Naturbursche.

Geschneit hatte es nicht mehr. Der Luftdruck stieg, die Sicht war klar wie selten. Ein Wetter, von dem die meisten Urlauber nur träumten.

Peter schaute auf seine Uhr.

Roger wollte erst gegen Abend kommen. Er war noch in Grindelwald und wollte anschließend Colette, seine Freundin, besuchen.

Colette arbeitete als Zimmermädchen und Bedienung im Grandhotel Alpina, das oberhalb des Ortes lag und in der Luftlinie gar nicht mal so weit von der Hütte entfernt war.

Das Hotel zählte wohl zu den besten in der Umgebung. Für die Silvesterfeier war es schon immer im Sommer ausgebucht. Es machte aber auch Spaß, in diesem Hotel zu feiern. Zusätzlich zu der prächtigen Landschaft bot es noch allen Komfort. Die Preise waren natürlich dementsprechend.

Etwas machte Peter Egli Sorge. Und das war der Zeltplatz. Die Camper wurden immer verrückter. Jedenfalls war das seine Meinung. Sie fuhren mit ihren Wohnwagen sogar im Winter los, um die Feiertage über in den Sardinenbüchsen zu verbringen, anstatt sich zu Hause hinter den warmen Ofen zu setzen.

Aber jeder war schließlich seines Glückes Schmied. Peter Egli hoffte nur, dass bei den Campern alles glattging und es zu keinen Skiunfällen kam.

Der fünfundzwanzigjährige Mann sah, dass das Feuer etwas heruntergebrannt war und legte ein paar Holzscheite nach. Die Rinde fing an zu knistern, sprang explosionsartig ab und prallte gegen die Sichtscheibe.

Auf dem Ofen stand eine Kanne mit heißem Wasser. Peter goss sich einen Tee auf und telefonierte dann hinunter zur Talstation. Er gab seine Meldung durch und berichtete, dass alles in Ordnung war.

»Hier sind auch keine besonderen Vorkommnisse«, hörte er die Stimme seines Kollegen.

»Wollen hoffen, dass es so bleibt«, sagte Peter.

»Das gebe Gott.«

Peter zündete sich seine erloschene Pfeife wieder an und machte anschließend seinen Kontrollgang. Er prüfte nach, ob noch genügend Proviant vorrätig war und checkte auch die Notverbandskästen durch. Wenn etwas fehlte, so schrieb er es auf.

Hin und wieder schaute er aus dem Fenster. Hier oben war es nicht so windstill wie im Tal. Der Wind hatte regelrechte Schneeberge vor den Felsen ausgetürmt. Hin und wieder strich er darüber weg und riss Millionen Schneekristalle in einem weißen Wirbel hoch.

Die Spur seiner Skier konnte Peter Egli verfolgen, bis sie hinter der nächsten Welle verschwand.

Plötzlich vernahm er ein Geräusch.

Peter stutzte.

Der Laut war hinter ihm aufgeklungen und hörte sich schabend und kratzend an.

War etwa Schnee vom Dach gefallen? Und rutschte nun anderer nach?

Peter Egli runzelte die Stirn. Langsam drehte er sich um. Er fühlte, wie sich eine Gänsehaut bildete und seinen Rücken hinunterlief. Irgendetwas war geschehen. Die Luft in der Hütte schien sich verändert zu haben. Peter kam es vor, als würde ein unsichtbares schleichendes Gift in den Raum kriechen, das jeden Winkel der Hütte ausfüllte. Nie hatte es ihm etwas ausgemacht, die Tage und auch Nächte allein hier oben auf dem Berg zu verbringen, nun aber bekam er es doch mit der Angst zu tun.

Obwohl nichts zu sehen war.

Peter wischte sich über die Augen. Behutsam machte er einen Schritt nach vorn. Er starrte auf die Rückwand der Hütte. Dort war das Geräusch aufgeklungen.

Da, jetzt wieder!

Kratzen, Schaben, Schmatzen …

Peter Egli ging zur Seite. Neben dem Schrank stand ein alter eiserner Schürhaken. Ihn riss der junge Mann aus der Halterung. Jetzt fühlte er sich wohler. Wenn sich ein Einbrecher hinter der Hütte befinden sollte, dann hatte er bestimmt nicht lange Spaß.

Aber die Hütte war direkt an den Berg gebaut worden. Es konnte kein Einbrecher sein. Es sei denn, er musste aus dem Berg herauskommen. Und das gab es nur im Märchen.

Plötzlich war ein grünlich-silbernes Flimmern da. Im nächsten Moment existierte ein Teil der Wand überhaupt nicht mehr. Er war einfach verschwunden – als hätte es ihn nie gegeben.

Statt dessen sah Peter Egli etwas anderes.

Zwei glühende Augen.

Sie starrten ihn an, schienen ihn hypnotisieren zu wollen. Peter riss den Mund auf, doch nicht ein Laut drang aus seiner Kehle. Aus weit aufgerissenen Augen starrte er dem Unheimlichen entgegen.

Die Augen wirkten wie blutrote Teller. Die Umgebung darum verschwamm in einer grauen Schwärze. Es war eine undefinierbare Farbe, wie Peter sie noch nie gesehen hatte.

Ein Monster! Aus der Wand musste ein Monster kommen. Etwas anderes konnte Peter sich gar nicht vorstellen.

Und dann löste sich das Untier aus der grauen Schwärze. Es ging vor, Schritt für Schritt.

Peter zweifelte an seinem Verstand. Er wollte einfach nicht glauben, was er mit seinen eigenen Augen sah.

Aus der Wand schob sich eine riesige Ameise.

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