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John Sinclair - Folge 0024

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Der unheimliche Mönch

„Ein Höllenfluch trifft alle, die die Ruhe des roten Mönchs stören. Niemand darf seinen Namen laut aussprechen, denn er ist verdammt in alle Ewigkeit. Der Mönch hatte Böses getan, Schreckliches geduldet und die Kirchen entehrt. Wehe dem Unglücklichen, der die Abtei der Verdammnis betritt! Er wird sie nie mehr verlassen.“ Der Regisseur Jeff Roberts sprang auf, als er diese Zeilen las. „Über den unheimlichen Mönch mache ich einen Film!“, rief er begeistert und das Unheil nahm seinen Lauf …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Der unheimliche Mönch

»Ein Höllenfluch trifft alle, die die Ruhe des roten Mönchs stören. Niemand darf seinen Namen laut aussprechen, denn er ist verdammt in alle Ewigkeit. Der Mönch hatte Böses getan, Schreckliches geduldet und die Kirchen entehrt. Wehe dem Unglücklichen, der die Abtei der Verdammnis betritt! Er wird sie nie mehr verlassen.« Der Regisseur Jeff Roberts sprang auf, als er diese Zeilen las. »Ober den unheimlichen Mönch mache ich einen Film!«, rief er begeistert und traf auf der Stelle die ersten Vorbereitungen.

So nahm das Unheil seinen Lauf …

Die Gruft lag tief unter der Erde!

Jahrhundertealte Mauern schützten sie vor den Einflüssen der Zeit. Sie hielten aber auch das Grauen und die Ströme des Bösen gefangen, die sich dahinter breitgemacht hatten.

In der Mitte der Gruft stand ein viereckiger steinerner Sarkophag. Spinnweben bedeckten wie feingliedrige Netze das Gestein, schienen den tonnenschweren Deckel für alle Ewigkeiten festhalten zu wollen.

Unheimlich und still war es in der einsamen Gruft. Hatte die Zeit dieses Gewölbe vergessen?

Nein!

Irgendwann änderte sich alles, liefen die Ströme des Bösen zusammen, verdichteten sich und wurden zu Gedanken, die eine bestimmte Form annahmen.

﹥Sie wollen Deine Ruhe stören. Du musst eingreifen. Lass es nicht so weit kommen. Zeig ihnen, dass Du der Herr bist.‹

Die Gedanken drangen in das Innere des Sarkophags. Für sie gab es keine Mauern und auch keine Zeit. Der Stein ließ sie passieren, als wäre er eine transparente Masse.

Sie forderten, flehten und baten.

Und hatten Erfolg!

Sie fielen auf fruchtbaren Boden, erweckten den, der in einem jahrhundertelangen Schlaf gelegen hatte.

Ein ächzendes, saugendes Geräusch drang aus dem Sarkophag. Die tonnenschwere Steinplatte rutschte Zoll für Zoll zur Seite und gab den Blick in den Sarkophag frei. Staub wallte auf, das Spinnwebennetz zerriss, winzige Steine fielen zu Boden. Das stöhnende Geräusch wurde lauter.

Kein Lichtstrahl durchbrach die Finsternis, doch für den Erwachten stellte die Dunkelheit kein Hindernis da. Im Gegenteil. Er war ein Geschöpf der Nacht.

Langsam erhob er sich aus dem Sarkophag. Noch war er nicht zu sehen. Er verschmolz mit der Dunkelheit. Bald sollte man ihn fürchten lernen.

Denn er war der rote Mönch!

*

Die Discothek hieß Rock Palace und lag an einer belebten Straßenkreuzung. Rechts führte der Weg nach Ropley, links verschwand die Fahrbahn zwischen den bewaldeten Hügeln. In Ropley hatte Ned Parker, der Besitzer des Tanzschuppens, auf seinen ersten Antrag hin, keine Konzession bekommen. Aber er hatte sich ein gutes Geschäft versprochen und so lange gebohrt, bis man ihm das Grundstück an der Straßenkreuzung für seine Nahkampfdiele überlassen hatte.

Und die Leute kamen.

Aus dem zwei Meilen entfernt gelegenen Ropley ebenso wie aus Orten, die weiter weg lagen. Wer im Rock Palace verkehrte, war ›in‹.

Hier wurde der härteste Punk Rock gespielt. Insider aus London hätten sicherlich große Augen bekommen, aber wer kannte schon ein verlassenes Nest wie Ropley?

Am Wochenende war die Discothek gerammelt voll, die Kasse klingelte. Wenn Umsatz und Gewinn in die Höhe schnellten, rieb sich Ned Parker die Hände.

Gegen achtzehn Uhr lief der Betrieb an. So war es auch an diesem Freitagabend.

Auf dem kleinen Parkplatz vor der Discothek standen Dutzende Motorräder. Die Fans kamen früh, um die besten Plätze zu ergattern. Kaum hatte Ned Parker das schwere Scherengitter und die Tür geöffnet, stürmten die jugendlichen Gäste herein. Jeder wollte der Erste sein, denn wer als Erster seinen Fuß über die Schwelle setzte, bekam für diesen Abend alle Getränke umsonst.

Diesmal war es Peter Tough. Der hochgewachsene siebzehnjährige junge Mann nahm die Ellenbogen zu Hilfe und taumelte über die Schwelle, da er einen Stoß in den Rücken bekam. Auf der Tanzfläche blieb er stehen und riss beide Arme hoch.

Sofort schnappte sich der Discjokkey sein Mikro und rief: »Sieger des heutigen Abends ist Peter Touth!«

Ein Tusch folgte, und dann wurde Peter gefeiert.

Seine Kumpane ließen ihn hochleben und trugen ihn auf den Schultern zum Ehrentisch.

Ned Parker grinste herablassend, hatte aber sofort wieder sein freundliches Lächeln aufgesetzt, als er sich umwandte und eine Sektflasche entkorkte.

Der Edeltrunk zischte aus der Öffnung.

»Die erste Flasche für unseren Sieger!«

Peter nahm sie ihm aus der Hand und trank direkt aus der Flasche. Sekt soll man langsam trinken, daran erinnerte sich Peter, als ihm das Zeug bereits aus der Nase herausfloss.

Unter dem Gelächter der anderen stellte er die Flasche zur Seite.

Ned Parker hatte sich hinter die Bar zurückgezogen. Er war ein hagerer Typ, hatte die Vierzig schon überschritten und trug einen Bürstenschnitt. Dafür reichten die breiten Koteletten fast bis zu den Mundwinkeln. Niemand hatte Parker je ohne seine karierten Hosen gesehen. Er zog sie mit einer wahren Leidenschaft an, ebenso die taillierten Hemden und die breiten Texasgürtel.

Parker hatte seine Angestellten im Griff. Drei Girls arbeiteten hinter der Bar. Drei Kolleginnen und zwei Kellner bedienten. Dazu kam noch der Discjockey.

Der Betrieb florierte.

Dabei war der Schuppen einfach eingerichtet. Eine alte Scheune war durch mehrere Holzbalken in zahlreiche Nischen unterteilt worden. Im Dachgebälk der Discothek waren Scheinwerfer installiert, die ihre zukkenden Lichtstrahlen wie Pfeile auf die Tanzfläche schossen und die herumhüpfenden Pärchen mit farbigen Blitzen übergossen.

Mit einfachen Effekten hatte Ned Parker viel erreicht.

Er war normalerweise ein umgänglicher Mensch, doch an diesem Abend hatte ihn die Nervosität aggressiv gemacht.

Er erwartete Besuch.

Keine Freunde oder irgendwelche Verwandten, nein, Leute aus der Filmbranche. Ein Regisseur namens Jeff Roberts hatte sich angesagt. Er wollte einen Film drehen und in den nächsten Tagen mit den Probeaufnahmen beginnen. Roberts hatte der Discothek einmal einen kurzen Besuch abgestattet, war von dem Schuppen und der Umgebung begeistert und hatte Parker mit seiner Euphorie angesteckt.

Was für einen Film Roberts drehen wollte, war Parker unbekannt. Das sollte er am heutigen Abend erfahren.

Am besten eignet sich ein Gruselfilm, dachte Parker. Dabei erinnerte er sich an die alte, mitten im Wald liegende Abtei. Woodlawn Abbey war ein Flecken Erde, der als verflucht galt. Das sagten wenigstens die Einheimischen. Viele trauten sich nicht einmal in die Nähe des Gemäuers, aber ein aufgeklärter Mann wie Parker hatte dafür nur ein müdes Grinsen übrig.

Aberglaube …

Seine Blicke wanderten durch das Lokal. Der Discjockey war in seinem Element. Er heizte die Stimmung mit losen Reden an. Er hatte ein Mundwerk, dass er aus jeder Dorfschönen noch einen Nachtklub-Star machte. Vor etwa zwei Wochen hatte er eine dralle Achtzehnjährige überredet, einen Solotanz auf das Parkett zu legen. Die Kleine war so in Form, dass sie fast ihre Kleidung weggeschleudert hätte. Parker konnte dies im letzten Moment verhindern.

Dann betraten die beiden Männer den Schuppen.

Parker sah sie sofort, da er die Tür im Auge behielt. Er verließ seinen Platz am Tresen, drängte sich über die Tanzfläche und winkte den Männern zu.

Auf dem Gesicht des Regisseurs erschien ein Lächeln. »Ah, da sind Sie ja, Ned. Irre, dieser Betrieb.« Er machte eine weitausholende Handbewegung. »Darf ich Ihnen meinen Assistenten Melvin Waynright vorstellen?« Er deutete auf einen schmalbrüstigen jungen Mann mit langen braunen Haaren und einer dicken Hornbrille vor den Augen. Waynright trug einen Pullover und Röhrenjeans.

Er nickte fahrig.

»Am besten, wir gehen in mein Büro«, schlug Parker vor, »dort ist es ruhiger.«

Der Regisseur schlug ihm auf die Schultern. »Abgemacht, Ned. Sie sind hier der Boss.«

*

Immer weiter rutschte der schwere Deckel, erreichte die Kante, bekam das Übergewicht und fiel.

Mit einem berstenden Knall prallte er zu Boden und platzte auseinander. Das schwere Gestein zersprang in tausend Stücke, bildete ein Scherbenmeer auf dem Grund der unheimlichen Gruft.

Minutenlang war es still. Langsam sank der aufgewirbelte Staub zu Boden. Kein Sauerstoff gelangte in dieses finstere Verlies. Die Luft roch nach Moder und Grab.

Das Grauen lag über dem Raum.

Ein schauriges Ächzen drang aus dem Sarkophag. Etwas kratzte über die Innenwand. Harte, lange Nägel, die im Laufe der Jahrhunderte zu spitzen Dolchen gewachsen waren.

Ein rötliches Leuchten entstand im Innern des Sarkophags. Zuerst nur schwach, dann wurde es immer stärker. Wie eine zweite Haut umgab es die schreckliche Gestalt, die sich ruckartig in dem Sarg aufrichtete und ihn verließ.

Es war der rote Mönch!

Die Kutte reichte bis zum Boden, fiel über die Füße und war am Hals hochgeschlossen. Die Kapuze hatte sich der Unheimliche über den Kopf gestülpt. Von seinem Gesicht war kaum etwas zu erkennen. Es war ein zerfließender Schatten, der jedoch von Sekunde zu Sekunde deutlichere Konturen annahm und zu einer mumifizierten Höllenfratze wurde, in der die Augen rötlich schillerten.

Grünschwarze Hände ragten aus den weiten Ärmelausschnitten. Der Mönch verschränkte die Arme auf der Brust und schob die Krallenhände in die Ärmel.

Jemand wollte seine Ruhe stören. Er erfuhr es durch die Gedanken, die ihm sein Herr und Gebieter, der Schwarze Tod, mitteilte. Und er hatte ihn auch geweckt. Um die Frevler zu bestrafen. Der rote Mönch war bereit.

Langsam setzte er sich in Bewegung. Er durchschritt die Mauern, als wären sie gar nicht vorhanden.

Ziel des Unheimlichen war die Straße nach Ropley!

*

Suko verabschiedete sich mit einem süffisanten Grinsen gegen zwanzig Uhr.

»Mir ist eingefallen, dass ich noch etwas zu erledigen habe. Weiterhin viel Vergnügen.«

Ich bemerkte den Spott in seiner Stimme und hätte ihm am liebsten ein Glas Sekt über den Kopf geschüttet, aber mit Rücksicht auf meinen Besuch ließ ich es bleiben.

Der Besuch hieß Jane Collins.

Ein Traum in Blond, eine Figur zum Anbeißen, die hübscheste Privatdetektivin der Welt.

Die Wohnungstür fiel hinter Suko ins Schloss. Ich stand auf und wechselte die Platte.

»Was möchtest du hören, Jane?«

Die Detektivin nippte an ihrem Campari Orange. »James Last war in London. Spiel was von ihm.«

»Dein Wunsch ist mir Befehl.«

Wenig später dröhnten Broadway-Melodien im Last-Sound durch den Raum. Jane erhob sich aus dem Sessel und swingte in Richtung Fenster. Sie bewegte sich im Rhythmus der Musik.

»Eigentlich habe ich mir den Freitagabend anders vorgestellt«, sagte sie.

Ich trat hinter sie und legte meine Hände auf ihre nackten Schultern. Jane trug einen weit ausgeschnittenen Pullover, der nur an den Schulterkugeln gehalten wurde. Der weiße Rock war modisch eng geschnitten und betonte Janes Kurven. Ich kraulte mit dem Zeigefinger ihre blonden Haarlocken und fragte: »Wieso hast du dir den Abend anders vorgestellt?«

»Ich dachte, wir fahren raus.«

Ich deutete nach draußen. »Bei dem Wetter?« Es regnete in Strömen. Und das im Juli. Außerdem war die Temperatur gefallen. Über London hing ein bleigrauer Himmel.

»Ich gebe dir auch nicht die Schuld«, sagte Jane. »Sondern dem Wettergott. Wir hatten wirklich keinen Sommer in diesem Jahr.« Sie lächelte plötzlich und drehte sich um. Dabei schlang sie die Hände um meinen Nacken. »Egal, wir wollen uns die Stimmung nicht vermiesen lassen.«

Der Meinung war ich auch. Schließlich lag ein freies Wochenende vor mir. Vor zwei Tagen noch hatte ich mich auf den Sonnenschein gefreut. Regenwolken aber ließen die Sonne nicht zum Zug kommen.

Mist, verfluchter.

Aber ich wollte mir die Laune nicht verderben, hauchte Jane einen Kuss auf die blass geschminkten Lippen und machte den Vorschlag, etwas zu essen.

Jane krauste die hübsche Stirn. Sie fuhr mit den Händen an ihren Hüften entlang. »Eigentlich müsste ich etwas vorsichtiger sein«, sagte sie.

Ich winkte ab. »Unsinn. Bei dir sitzt alles an den richtigen Stellen.«

»Wenn du das sagst.«

»Ich bin Fachmann!«

»Und nicht nur bei mir – wie?«

»Aber Jane, ich bitte dich.«

Die Privatdetektivin hob den rechten Zeigefinger. »Spiele nicht den Entrüsteten. Denk lieber an die kleine Glenda, dieses schwarzhaarige Teufelchen mit dem gutgefüllten Pullover. Die Kleine frisst dich ja mit ihren Blicken regelrecht auf.«

»Bis jetzt ist noch alles dran.«

»Tu nicht so scheinheilig. Du kannst mir doch nicht erzählen, dass du und diese Glenda …«

»Nein, Jane!«

Sie baute sich vor mir auf und stemmte beide Arme in die Hüften. »Und wie war das damals in Schottland? Ist erst einige Monate her, als du den schwarzen Henker erledigt hast.«1

»Da habe ich mit Glenda nicht angebändelt.«

»Ha, ha.«

Jane war heute in Form. Wahrscheinlich drückte das miese Wetter auf ihr Gemüt. Verständlich.

»Essen wir etwas oder nicht?«

Jane musste ihre Antwort verschieben, denn im gleichen Moment läutete das Telefon.

Ich wollte hingehen, doch Jane hielt mich fest. »Du hast Feierabend, John.«

»Aber ich …«

»Kein aber.« Jane verschloss mir den Mund mit einem langen Kuss. Da hatte ich nichts entgegenzusetzen. Der Apparat beruhigte sich auch bald. Erst jetzt ließ Jane mich wieder frei.

»Puh.« Ich schnappte nach Luft. »Wenn das keine Vorspeise war. Mein lieber Mann, was hast du vor?«

Janes Blick wurde verhangen. »Lass dich mal überraschen, großer Geisterjäger.«

Zuerst einmal überraschte uns das Telefon.

»Nein!«, rief Jane und stampfte mit dem Fuß auf. »Hat man denn vor dieser Kiste niemals Ruhe?«

Diesmal war ich nahe genug am Apparat. »Sinclair«, meldete ich mich nicht gerade freundlich.

»Hallo, John.« Eine weibliche Stimme antwortete. Sehr weiblich sogar und auch sehr sinnlich. Ausgerechnet jetzt stand Jane dicht neben mir. Ich sah es in ihren Augen gefährlich aufblitzen. Wenn das nur gut ging …

»John! Erinnerst du dich denn nicht an mich? Ich bin es. Nadine …«

Ich überlegte. Nadine? Ja, gehört hatte ich den Namen schon einmal. Aber wo?

»Nadine Berger, John.«

»Der Filmstar!«, rief ich.

Sie lachte silberhell. »Filmstar ist gut. So weit habe ich es noch nicht gebracht. Ich will dir was sagen, John …«

Die weiteren Worte hörte ich gar nicht mehr. Die Erinnerung hatte mich gepackt. Ich sah vor meinem geistigen Auge einen Turm, einen Park, in dem ein Fest gefeiert wurde. Tanzende und lachende Menschen. Ein Regisseur hatte zur Premiere eines Horror-Films eingeladen. Und inmitten der Festlichkeit schlug das Grauen zu.

Doktor Tod kehrte zurück. Ja, ich hatte damals meinen letzten Kampf gegen diesen grausamen Gegner geführt. Er selbst hatte sich mit dem silbernen geweihten Nagel getötet, nachdem er vom Turm gefallen war. Damals hatte ich Nadine Berger aus den Klauen dieses Monsters befreien können. 2 Danach war ich mit ihr ausgegangen.

»John, hörst du mir überhaupt zu?«

»Natürlich, Nadine. Wie geht es dir denn?«

»Prächtig. Du weißt ja, ich wollte nie mehr in Horrorfilmen spielen. Aber jetzt habe ich ein tolles Angebot bekommen. Jeff Roberts, ein Newcomer, will einen Film drehen. In Hampshire. Der Streifen soll ›Der rote Abt< heißen. Morgen beginnen schon die Probeaufnahmen. Und da wollte ich dich fragen, ob du mich begleiten willst? Wie gesagt, es ist ein Horrorfilm, und ich denke noch mit Schrecken an die damalige Premiere. Hast du Zeit, John?«

Ich blickte Jane an.

»Untersteh dich!«, zischte sie mir ins Ohr.

»Tja, Nadine«, sagte ich. »Eigentlich …«

»Und wenn ich dich sehr, sehr bitte«, flüsterte sie mit einer Stimme, die alles versprach.

Mir wurde ganz anders. Heiß und kalt zur gleichen Zeit. Lieber auf dem Nordpol sitzen und frieren, als mich zwischen diesen beiden Frauen entscheiden zu müssen.

Was sollte ich nur machen?

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