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John Sinclair - Folge 0015

John Sinclair – Die Serie

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Über dieses Buch

Grauen in vier Wänden

Alles geschah in schrecklicher Finsternis.
Der Nachtwächter Cedric Culp blieb an der Wand hängen. Er spürte die Kraft, die nicht von ihm locker ließ. Sie zog von vorn, und gleichzeitig schob ihn etwas von hinten, als wollten beide Kräfte dafür sorgen, dass Cedric Culp ein Opfer der Wand wurde.
Kleine Hände pressten sich gegen seinen Rücken und verstärkten den Druck. Er hörte ein hässliches Lachen und bekam plötzlich keine Luft mehr, denn sein Gesicht war in die Tapete und gleichzeitig in die Wand hineingedrückt worden.
Sie fraß ihn.
Und Sekunden später war nichts mehr zu hören …

Über den Autor

Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 25. Januar 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Seinen ersten Roman schrieb er 1966, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei Verlag. Sieben Jahre später trat er als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei Verlages ein und schrieb verschiedene Krimiserien, darunter JERRY COTTON, KOMMISSAR X oder JOHN CAMERON.

Grauen in vier Wänden

Cedric Culp stand vor der Tür und bekam es mit der Angst zu tun. Den Grund dafür kannte er nicht, die verdammte Furcht war auf einmal da, und sein Herzschlag beschleunigte sich.

Er dachte an den Rat seiner Frau, sich um Himmels willen nicht aufzuregen, weil er Probleme mit dem Herzen hatte, aber er wollte sich gern ein wenig nebenbei verdienen, und deshalb hatte er den Job als Nachtwächter angenommen.

Verschiedene Firmen, die Einbrüche fürchteten, wandten sich an seine Agentur, und diese wiederum vermittelte die Männer. Es waren nicht immer leichte Jobs, doch der inzwischen sechzigjährige Culp wurde nur für die ungefährlichen Aufgaben eingeteilt.

Er hätte also keine Angst zu haben brauchen.

Dennoch hatte er sie!

Weshalb, fragte er sich und schaute auf die geschlossene Tür. An ihr war nichts Besonderes zu sehen, ein glattes Holz, wenn auch mit einem exotischen Furnier versehen und dann überlackiert.

Nach diesem plötzlichen Anfall der Furcht hatte er seine Lampe wieder gesenkt. Der helle Kreis tanzte auf dem Boden, der aus dunklen Fliesen bestand. Neben der Tür sah er die Wände des Zimmers, auch sie sahen normal aus und hätten ihm keinen Grund zur Unruhe gegeben. Das gleiche galt für die Umgebung. In diesem alten Haus – jetzt zu einem privaten Museum umfunktioniert - war es still, und das gehörte sich so. Schließlich war es Nacht.

Warum also die Furcht?

Culp wusste es nicht. Er trat einen Schritt zurück, dachte an seine Tabletten und überlegte, ob er zwei von ihnen schlucken sollte. Das ließ er bleiben, da ihm der Arzt geraten hatte, die starken Pillen nicht zu oft zu nehmen. Erst am Morgen, nach Dienstende, wollte er sie wieder mit einem Schluck Wasser hinunterspülen.

Ruhig durchatmen, sagte er sich. Nur keine Panik, es besteht überhaupt kein Grund, vor irgendetwas Angst zu haben. Du bist hier allein, niemand ist eingebrochen, niemand hält sich versteckt.

Seltsam war nur, dass er an seine eigenen Worte nicht so recht glauben wollte, und er drehte sich um, weil er wieder in den dunklen Flur eintauchen wollte. Nicht weit entfernt stand eine schlichte Holzbank, die als Ruhestätte diente. Tagsüber war sie immer gut besetzt. Der Lichtkegel glitt über das blanke Holz und verwandelte Teile von ihm in einen Spiegel.

Cedric Culp ging auf die Bank zu und war froh, sich setzen zu können. Er legte seine Taschenlampe eingeschaltet auf die Oberschenkel, so dass der Strahl wie ein langer Arm in den Flur hineinstach und dort einen Streifen in die Dunkelheit schnitt. Für den Mann war es wichtig, sich auszuruhen, seine Runde konnte er später fortsetzen, Kontrollpunkte gab es nicht.

Er streckte die Beine aus. Es war nicht mehr still in dem alten Gebäude mit den mehreren Etagen, denn sein schnaufender Atem durchbrach die nächtliche Ruhe.

Obwohl der Lampenschein zur Seite fiel, war der Nachtwächter noch zu sehen. Seine Gestalt zeichnete sich wie ein Schattenriss an der Wand hinter ihm ab. Wenn Culp seine Augen bewegte, leuchtete das Weiße in ihnen. Das war bei ihm nichts Besonderes, da ihm die Augen immer ein wenig brannten.

Die Angst verflog nur allmählich. Er zwang sich zur Ruhe. Langsam spreizte er seinen Arm ab, weil er die Hand in den Lichtschein bringen wollte, und merkte dabei, dass die Finger noch immer zitterten. Das gefiel ihm gar nicht, denn es war ein Beweis für seine noch nicht überwundene Nervosität.

Das Zimmer war ihm unheimlich.

Er kannte den Grund nicht, denn in der letzten Nacht hatte er die Furcht nicht gespürt. Oder hielt die Angst ihn deshalb in ihren Krallen, weil hinter der Tür ein chinesischer, ein exotischer Raum lag, der auf Europäer so fremd wirkte?

Das war durchaus möglich, aber noch immer kein plausibler Grund dafür, sich derart zu ängstigen. Obwohl, das musste er zugeben, er dieses Zimmer nicht gern betrat, denn in seinem Innern war es ihm einfach zu exotisch. Er konnte mit diesen Dingen nichts anfangen, besonders nicht mit den bemalten Wänden, denn die Figuren darauf stammten allesamt aus der chinesischen oder fernöstlichen Mytologie, und damit kannte er sich nicht aus. Sie war ihm nicht nur fremd, sondern auch unheimlich. Vielleicht deshalb hatte sie für sein Angstgefühl gesorgt, wenn er allein nur daran dachte, was sich hinter der Tür befand.

In seinem Gaumen saß ein unangenehmer Geschmack. Der Herzschlag hatte sich glücklicherweise wieder normalisiert, und über die breiten Lippen des Mannes huschte ein Lächeln, als er daran dachte, was in seiner rechten Jackentasche steckte.

Die kleine Flasche Gin hatte er an einem Kiosk in der Nähe gekauft und sie an seiner Frau vorbeigeschmuggelt. Sie war noch jungfräulich, er wollte erst jetzt einen Schluck nehmen und drehte, nachdem er die Flasche hervorgeholt hatte, langsam den Verschluss auf. Der Geruch des Schnapses stieg in seine Nase, er schnupperte und überlegte, ob er jetzt gleich einen Schluck nehmen sollte oder später.

Culp entschied sich für das Sofort! Mit geübtem Griff setzte er die Flasche an die Lippen, ein kurzes Kippen, dann gluckerte das Zeug in seine Kehle.

Erst als die Taschenflasche zu einem Drittel geleert war, schraubte er sie wieder zu und ließ sie verschwinden. Der Alkohol brannte in seiner Kehle. Er hatte auch den Magen durchgewärmt, und ein sattes Rülpsen löste ein Echo im leeren Flur aus.

Jetzt war die Angst verschwunden. Und der widerliche Geschmack hatte sich ebenfalls aus seinem Mund zurückgezogen.

Alles war okay.

Bis er das Geräusch hörte!

Cedric Culp spannte sich. Über seinen Nacken und dann auch über den Rücken schienen Spinnen zu laufen. Dieses Geräusch war schlimm. Es passte nicht in die Leere und Stille des großen Hauses. Wenn jemand einen Laut von sich geben durfte, dann war er es.

Oder hatte er sich geirrt?

Culp blieb sitzen. Er blies die Luft aus, begleitet von einer Alkoholfahne.

Die Gänsehaut war verschwunden, aber dieses gespannte Gefühl war geblieben. Er holte sich das Geräusch in die Erinnerung zurück und ging davon aus, dass dieses Knarren von einer Tür stammte.

War es die Tür gewesen?

Ja, eine andere Möglichkeit gab es nicht, denn in seiner Nähe befand sich eben nur diese eine Tür, hinter der das chinesische Zimmer lag.

War doch jemand da? Und wie ging es weiter? Würde sich das Geräusch wiederholen? Obwohl er sich davor fürchtete, wartete er förmlich darauf, aber es tat sich nichts.

»Lass dich nur nicht verrückt machen«, flüsterte Culp sich selbst zu, drehte dabei seinen Oberkörper nach links und schielte in die Richtung, wo er die Tür wusste.

Sein Blick glitt über den Boden, und da entdeckte er plötzlich etwas.

Im gesamten Bau war es dunkel, doch an der Stelle, wo sich die Tür befand, nicht. Da sah er den sehr schwachen Abdruck eines Lichtscheins, und der konnte nur aus dem chinesischen Zimmer dringen. Doch wer sollte dort eine Lampe eingeschaltet haben? Es befand sich niemand darin, er selbst hatte es in dieser Nacht noch nicht betreten und würde sich auch hüten, dort eine der Lampen einzuschalten.

Culp konnte seinen Blick nicht von diesem geheimnisvollen Lichtschein abwenden, der für ihn in diesem Augenblick wie eine Botschaft war. Er rückte ein Stück auf der Sitzfläche zur Seite und beugte seinen Oberkörper vor, so dass er nur mehr auf der Kante der Bank saß.

Lautlos huschte der Schatten durch die Lichtbahn.

Culp erschrak. Seine Hand legte sich dorthin, wo das Herz schlug. Er hatte den Schatten genau gesehen, doch als er wieder hinschaute, war er verschwunden.

Doch eine Täuschung? Wie auch das Knarren der Tür?

Nein, der Lichtschein blieb. Damit stand für ihn fest, dass die Tür nicht mehr geschlossen war.

Jetzt musste er handeln, aber er wollte nicht. Culp hatte den Job nur angenommen, weil er in Ruhe ein paar Pfund nebenbei verdienen konnte. Bisher jedenfalls war es so gewesen. Dass es sich ändern könnte, damit hätte er nie gerechnet.

Wenn er seinen Job ernst nahm, hätte er jetzt auf stehen und zur Tür hingehen müssen, aber er blieb sitzen und starrte sie einfach nur an.

Wieder bewegte sich die Tür.

Abermals hörte er das widerlich klingende Knarren. Diesmal jedoch deutlicher als beim ersten Mal, vielleicht auch deshalb, weil er sich darauf konzentriert hatte.

Culp stand auf.

Beinahe erschrak er selbst über seine ruckartige Bewegung, mit der er sich in die Höhe drückte. Wie immer spürte er die Verspannungen an seinen Schulterblättern, auch der Rücken schmerzte ihn, und seine Beine schienen viel schwerer zu sein als sonst.

Mit schlotternden Knien und gesenktem Kopf ging er die ersten Schritte. Noch zeigte der Strahl der Lampe nach unten, und Culp schaute zu, wie der helle Kreis auf der Erde zitterte, wieder ein Beweis dafür, wie nervös er war.

Culp hielt sich so nahe an der Wand, dass er mit der Schulter daran entlangstreifte. Das dabei entstehende Geräusch erinnerte ihn an das Atmen und Schnaufen eines schwer Kranken. Die Luft gefiel ihm überhaupt nicht. Sie war nie besonders gut in diesem Haus, jetzt aber schien sie mit einem seltsamen Geruch gefüllt zu sein, der ihn irgendwie an einen Friedhof erinnerte, auf dessen Gräber Pflanzen faulten und den Gestank abgaben.

Es wäre ihm ein Leichtes gewesen, die Lampe einfach anzuheben und den Strahl auf die Tür zu richten. Seltsamerweise traute er sich nicht. Noch immer wanderte der Kreis neben ihm her wie ein gehorsamer Hund, dicht an seinem rechten Fuß.

Aber die Tür war offen, der Lichtschein blieb, und nach wenigen Schritten sah er auf den Spalt und konnte die Breite mit seinen Blicken abmessen. Ein Erwachsener hätte nicht hindurchgepasst. Hier war nichts mehr in Ordnung, seine Ruhe war dahin, das Haus war plötzlich von einem unheimlichen Leben erfüllt. Es schien, als sei es von unheimlichen Kräften kurzerhand besetzt worden.

Vor dem Türspalt blieb er stehen und traute sich endlich, die Lampe anzuheben, um in den dahinter liegenden Raum hineinzuleuchten.

Der Strahl fand seinen Weg durch den Spalt, aber er »reagierte« nach Culps Meinung nicht so, wie er hätte reagieren müssen.

Sein Schein verlor sich im Zimmer. Es konnte auch sein, dass er von dem anderen Licht aufgesaugt wurde, nur wollte sich Culp darauf nicht festlegen. Was hier passiert war, dafür wusste er keine Erklärung. Jemand musste von innen her die Tür aufgestoßen haben, das war alles. Von außen war sie nicht aufgezogen worden, das hätte er gesehen.

Wie, zum Teufel, war diese Person in das Zimmer hineingelangt? Darüber zerbrach sich der Nachtwächter den Kopf. Er musste grinsen, als er über den Begriff Teufel nachdachte. An ihn hatte er nie geglaubt, der Teufel war für ihn etwas, das einfach nicht existierte, ausgenommen in den Fantasien irgendwelcher Spinner.

Wieder hörte er ein Geräusch!

Diesmal anders. Die Tür bewegte sich nicht. Kein Knarren oder Knarzen. Es war etwas völlig Anderes, aber genauso furchtbar. Es drang aus dem Zimmer, und Cedric Culp wollte es zunächst nicht wahrhaben.

Irgendjemand befand sich im Raum und schabte an den Wänden entlang. Er wusste, dass diese mit Seidentapeten bespannt waren, einem sehr wertvollen Stoff, und wenn er sich genau konzentrierte, hörte sich das Geräusch an, als würden Hände mit spitzen Fingernägeln über diesen Stoff kratzen.

Ein Tier?

Das war die Idee, die ihm durch den Kopf schoss. Er nahm es als wahrscheinlich hin, denn wie oft schlichen sich irgendwelche Tiere unbemerkt in verlassene Räume und wurden eingesperrt. Das galt für Hunde ebenso wie für Katzen. Darüber hatte er genug gelesen, nur stellte er sich die Frage, warum das Tier, wenn es denn eingeschlossen gewesen war, das Zimmer nicht verlassen hatte, nachdem die Tür offen stand?

Nein, das konnte nicht stimmen, da war Culp ehrlich gegen sich selbst. Nur hatten sich seine Gedanken einmal daran festgehakt. Im Zimmer lauerte ein Tier, ein Hund oder eine Katze. Vielleicht auch ein anderes vierbeiniges Wesen, wer konnte das schon wissen?

Culp war noch zu weit von der Tür entfernt. Es kostete ihn eine gewisse Überwindung, nah an sie heranzugehen, und das Zittern seiner Hände hörte nicht auf.

Mit dem ersten Schritt, den er zurückgelegt hatte, war auch das Geräusch verstummt. Das unbekannte Wesen schien gespürt zu haben, dass sich jemand näherte, und wartete nur lauernd ab, was noch alles geschehen würde.

Da er den Atem angehalten hatte, war es in seiner Umgebung sehr still geworden. Auch aus dem Zimmer drang kein Laut mehr, was ihn wiederum wunderte. Eigentlich hätte er etwas hören müssen, auch ein Tier atmete und gab Geräusche ab.

Das passierte hier nicht.

Lauerte das Wesen ebenso auf ihn wie er auf dieses andere seltsame Ding? Seine Kehle war trocken geworden. Er stieß auf. Der Geschmack von Gin drängte sich wieder in seinen Mund. Er schluckte abermals und streckte die Hand aus, um die Türkante zu umfassen.

Dabei wunderte sich Culp über seinen eigenen Mut. Doch er hatte es tun müssen, es war einfach aus einem Reflex heraus geboren worden. Er wusste ja, was ihn in diesem Raum erwartete, er kannte ihn genau, jede Einzelheit hatte sich in seinem Gedächtnis festgesetzt, und trotzdem fühlte er sich wie ein Fremder, als er den Fuß über die Schwelle setzte und den Raum betrat.

Ja, das Licht leuchtete, er hatte sich nicht getäuscht. Es war eine der Wandleuchten, die brannten. Ihr Licht wurde durch einen Schirm gemildert, so dass es weich einen Teil des Zimmers erhellte und seine Bahn an der Tür endete.

Das also war es gewesen. Ein normales Licht. Vielleicht von allein angegangen, durch irgendeinen technischen Defekt doch daran wollte er seltsamerweise nicht glauben.

Culp trat noch einen weiteren Schritt in das Zimmer hinein und drehte sich dann um, um die Tür nicht mehr in seinem Rücken zu haben.

Er schaute jetzt ihre Innenseite an – und erschrak.

Natürlich kannte er die Tür. Die Intarsienarbeiten im Holz und die gemalten Fratzen und Wesen waren ihm nicht neu. Hier in der bedrückenden Dämmerung nahmen sie für Culp eine andere Dimension an. Da sahen sie wesentlich Furcht erregender aus als bei Tageslicht, vor allen Dingen dieser runde Kopf mit seinen bösen Augen, dem breiten Maul und den blanken Zähnen. Über dem Kopf wanden sich mehrere Schlangen mit breiten, schrecklichen Mäulern, die weit aufgerissen waren. Oben an der Tür sah er das Profil eines großen Raubvogel. Wahrscheinlich war es ein Adler, der auf den Betrachter niederschaute.

Für einen Moment hatte der Nachtwächter den Eindruck, als hätte er nicht eine tote Zone betreten, sondern ein Zimmer, das lebte.

Hier tat sich etwas – trotz der gespenstischen und bedrückenden Stille. Er spürte genau das Grauen zwischen den vier Wänden, und zum ersten Mal dachte er an Flucht. Es war nichts passiert, er hatte nur die Geräusche gehört, zudem wurde er für diesen Job bezahlt. Culp gehörte zum alten Schlag. Hätte er seinen Arbeitsplatz jetzt verlassen, wäre ihm ein schlechtes Gewissen sicher gewesen.

Dann passierte etwas, was er nicht begriff. Entsetzt sah er, wie die Tür wieder zuschwang.

Culp hätte noch hinlaufen und sie festhalten können, doch er traute sich nicht. Er blieb auf der Stelle stehen und starrte auf den Spalt, der immer schmaler wurde.

Mit einem leisen Plopp fiel sie ins Schloss.

Aus – er war allein!

Tief saugte er die Luft ein. Auf seinem Rücken spürte er die Kälte wie dünnes Eis. Sein Herz fing an, schneller zu schlagen.

Niemand hatte die Tür zugezogen, das hatte er genau gesehen. Nicht von innen zumindest. Hielt sich doch jemand im Flur auf, den er nicht gesehen hatte?

Das kalte Gefühl blieb. Es lähmte seine Bewegungen. Dann setzte sich der Spuk fort.

Schlagartig erlosch das Licht!

Das war genau in dem Augenblick passiert, als er sich entschlossen hatte, auf die Tür zuzugehen. Er stoppte mitten in der Bewegung und stand nun in der absoluten Finsternis.

Nichts war zu hören.

Keine fremden Geräusche, nur sein eigener Atem.

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