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Jerry Cotton - Folge 3018

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Eine falsche Entscheidung
  4. Vorschau
  5. Unsere Empfehlungen

Eine falsche Entscheidung

Die Gäste des Mandarin Oriental in New York gehörten zu den Topmanagern diverser Unternehmen, die in der Stadt ihre Büros hatten. Während an vielen Tischen angeregte Gespräche geführt wurden, hatte Lizzy Palmer ihren Mann aufs Tanzparkett gelockt. »Herrlich, wieder einmal ungestört den Abend miteinander verbringen zu können«, sagte sie. Auf einmal packte eine Riesenfaust Jasons Schulter und riss ihm gleichzeitig Lizzy aus den Armen. Die erste Explosion traf vor allem die Gäste auf dem Tanzparkett. Die zweite verwandelte den Saal in ein blutiges Chaos.

June Clark kämpfte die aufsteigende Übelkeit hinunter, während sie neben Blair durch den verwüsteten Ballsaal des Hotels ging. Die meisten Tische waren zerstört. Auf den Sitzflächen der Stühle waren dunkle Flecken zu erkennen, während sich in der Nase der Geruch von Blut und Schwarzpulver vermischte. Steve Dillaggio stand neben dem Direktor des Mandarin Oriental und schien beruhigend auf den Mann im dunklen Anzug einzureden. Der Blick von June veranlasste den Leiter des Field Office zu einem Nicken in Richtung einer Gruppe, die am Rande des Tanzparketts stand.

»Das sind Vertreter des NYPD und Kollegen der Homeland Security«, sagte Blair.

Sie gingen hinüber und stellten sich vor. Der Captain des NYPD informierte June und Blair über die Alarmierung sowie die Evakuierung der Gäste.

»Bislang haben wir definitiv vierzehn Tote und über dreißig Schwerverletzte. Die Ärzte gehen aber davon aus, dass einige von ihnen kaum die Nacht überleben werden«, erklärte er.

Der Agent der Homeland Security warf einen Blick auf das Display seines Mobiltelefons.

»Die erste Auswertung unserer Bombenexperten liegt vor. Es gab zwei Sprengsätze. Einer befand sich im Klavier auf dem Podest neben der Tanzfläche. Die zweite Bombe war in dem Blumenkübel mit der Palme zentral zwischen den Tischen versteckt worden«, sagte er.

Mittlerweile war auch Steve Dillaggio zur Gruppe dazugestoßen.

»Dem Geruch nach tippe ich auf Schwarzpulver. Die Verwüstung deutet darauf hin, dass große Eisennägel oder etwas Ähnliches verwendet wurden«, warf er ein.

Der Kollege der Homeland Security nickte zustimmend.

»Absolut korrekt, Sir. Wer immer diese beiden Sprengsätze hier platziert hat, wollte maximalen Schaden anrichten«, erwiderte er.

Wie auf ein stummes Kommando hin drehten sich alle Köpfe der Gruppe zu der Stelle, an der vor einer Stunde noch eine riesige Palme in einem Kübel gestanden hatte. Von beidem war nichts mehr zu erkennen.

»Es gibt aber weiterhin keine Bekennerschreiben?«, wollte Blair wissen.

»Nein, und die Vorgehensweise lässt alle Spekulationen offen«, erklärte der Captain.

Gedanklich ging June den Status der aktuellen Terrorwarnungen durch.

»Es gab keine Hinweise, und die Art der Bombe hilft uns im Augenblick ebenfalls nicht weiter«, sagte sie.

Das Gespräch wurde von einem eingehenden Anruf auf Steves Mobiltelefon unterbrochen.

»Helen?«

Er lauschte, und als sich seine Miene deutlich verfinsterte, ahnte June Böses. Unter den Opfern befand sich auch der Leiter des Field Office Columbus, Jason Palmer, der seine Ehefrau auf den Ball der Handelsgesellschaft begleitet hatte.

»Danke. Halten Sie mich weiter auf dem Laufenden«, sagte Steve.

Er schaltete das Gerät aus und schaute einige Sekunden lang betroffen ins Leere. Dann atmete er tief durch und sammelte sich.

»Lizzy Palmer ist ihren Verletzungen erlegen«, verkündete er dann.

June warf Blair einen Seitenblick zu. Ihr farbiger Partner schnaubte wütend.

»Das werden diese Dreckskerle büßen«, stieß er hervor.

Mit dem Tod von Lizzy Palmer wurde der Anschlag zu einem direkten Angriff auf das FBI. Der Captain des NYPD schaute fragend zu Agent Gebhard von der Homeland Security.

»Solange es keine anderen Hinweise gibt, liegen die Ermittlungen in Ihrem Zuständigkeitsbereich«, sagte er.

Mit einem knappen Nicken akzeptierte Steve diese Zuweisung und erteilte dann erste Befehle. Innerhalb der kommenden Stunde würde der gesamte Apparat des Field Office anlaufen. Die Bombenleger standen ab sofort ganz oben auf der Liste des FBI. Sie würden keine ruhige Minute mehr haben.

***

Zurück im Field Office sichteten June und Blair zunächst die Dateien aus Columbus. Steve hatte durch einen Anruf dafür gesorgt, dass seinen Mitarbeitern der Zugang ermöglicht wurde.

»Palmer selbst hat die Ermittlungen geleitet. Insgesamt konnten sechs Fabriken enttarnt und über dreißig Personen verhaftet werden. Der Schlag gegen die Waffenhändler war ein großer Erfolg«, fasste June zusammen.

Ihr Partner lehnte sich zurück, reckte die muskulösen Arme in die Höhe und brummte unbestimmt.

»Was ist los, Großer?«, fragte June.

»Das war natürlich ein toller Schlag, aber es gibt auch ungeklärte Fragen. In den Akten existieren Hinweise, wonach die Kollegen in Ohio nicht alle Verdächtigen überführen konnten«, antwortete Blair.

Er holte die entsprechenden Dateien auf den Monitor seines Computers und las die Stellen laut vor. June musterte ihren Partner nachdenklich.

»Stimmt. Dann hältst du es für möglich, dass dieser Anschlag als Vergeltung gedacht war?«, fragte sie.

Erneut ließ Blair ein Brummen vernehmen. June konnte es nicht ausstehen, wenn er so reagierte.

»Hör auf, den Grizzly zu spielen«, wies sie ihn zurecht.

»Also schön. Palmer hat zwar die meisten der Hintermänner zu fassen bekommen, aber im Grunde bleibt es doch nur die ausführende Garde. Für wen waren diese Waffen bestimmt und wie reagiert derjenige, nachdem sie nicht bei ihm eingetroffen sind? Das geht mir durch den Kopf«, erklärte Blair.

Das waren gute Überlegungen und June räumte ein, dass ihr Partner vermutlich den Finger auf die Wunde gelegt hatte. Verfolgte man seine Gedanken weiter, gelangte man zu einer denkbaren Erklärung für den blutigen Anschlag im Mandarin Oriental.

»Die noch in Freiheit befindlichen Waffenhändler wollten den Auftraggebern ein Zeichen schicken«, sagte June.

»Exakt. So könnten sie beweisen, dass sie weiterhin im Geschäft sind«, stimmte Blair zu.

June und Blair spielten diese Theorie so lange durch, bis es eine ausreichende Grundlage gab. Dann rief June bei Helen an und bat um einen Termin bei Steve. Keine zehn Minuten später eilten sie und Blair ins Büro des Leiters des Field Office. Mittlerweile hatte sich June daran gewöhnt, dass Steve jetzt permanent hinter diesem Schreibtisch saß und nicht mehr Mr High. Sie ließ sich auf einen der Besucherstühle sinken.

»Blair ist da auf eine Idee gekommen«, sagte sie.

Abwechselnd berichteten June und Blair, was ihnen bei der Durchsicht der Akten aufgefallen war.

»Die Kollegen in Columbus müssen hier ansetzen. Außerdem sollten sich die Sprengstoffspezialisten in Quantico die Reste der Bomben ansehen. Möglicherweise kennen sie die Handschrift des Bombenbauers«, schlug June vor.

Sie konnten Steve davon überzeugen, sodass er zum Telefonhörer griff. Während June und ihr Partner zurück in ihr Büro gingen, besprach Steve sich mit Mr High.

***

Wenige Stunden nachdem der Chef uns die Ermittlungen in Ohio übertragen hatte, saßen Phil und ich mit Assistant Special Agent in Charge Neil Rankin in einem Restaurant in Columbus. Der Stellvertreter von Jason Palmer ließ sich nicht anmerken, ob er unsere Anwesenheit als ein Zeichen mangelnden Vertrauens in seine Fähigkeiten interpretierte.

»Wir mussten zuschlagen, Inspektor Cotton. Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass die Einzelteile der Waffen unmittelbar vor der Verschiffung standen«, erklärte Rankin.

Wir hatten ihm angeboten, die dienstlichen Ränge wegzulassen. Doch er ging nicht darauf ein, was für mich ein eindeutiges Zeichen war: Neil Rankin empfand unsere Anwesenheit als Einmischung, und das würde die Zusammenarbeit erschweren.

»Sie kannten die Abläufe ja sehr gut. Wir haben keine Zweifel daran, dass der Zugriff völlig zu Recht erfolgte«, erwiderte ich.

Mit leichtem Bedauern schob ich das letzte Stück des Steaks in den Mund. Das Restaurant war hervorragend. Während ich einen Schluck Wasser trank, verfolgte ich die Mimik in Rankins Gesicht. Der Kollege tupfte sich mit der Serviette die Mundwinkel ab, bevor er weitersprach.

»Schön, das zu hören. Seit dem Anschlag in New York werden Richard Greason und die anderen ständig observiert. Bislang existieren keine Hinweise, dass sie ihren früheren Geschäften nachgehen«, sagte Rankin.

Das durften wir auch kaum erwarten. Doch die Überlegungen unserer Kollegen aus New York ergaben Sinn, weshalb Phil und ich dieser Spur unbedingt nachgehen mussten. Es reichte nicht aus, Greason und seine Komplizen einfach nur zu beschatten.

»Gibt es etwas über ihn, das keinen Eingang in die offiziellen Akten gefunden hat?«, wollte Phil wissen.

Rankins Rechte mit der Kaffeetasse blieb buchstäblich in der Luft stehen. Der Blick seiner dunkelgrauen Augen richtete sich auf Phils Gesicht. Mit einem Ruck stellte Rankin die Tasse wieder ab, ohne getrunken zu haben.

»Was wollen Sie damit andeuten, Inspektor Decker?«, fragte Rankin.

Ein drohender Unterton schwang in seiner Stimme mit.

»Halten Sie uns nicht für unfähige Schreibtischstrategen, Agent Rankin! In jeder Ermittlung tauchen Informationen auf, die keinen unmittelbaren Einfluss zu haben scheinen. Sie und ich wissen doch genau, dass solche Hinweise oft erst in der Nachschau ihre Wichtigkeit offenbaren«, gab Phil zurück.

Die Atmosphäre am Tisch konnte kaum schlechter sein. Mit gegenseitigem Misstrauen behinderten wir nur uns selbst, während wir Männern wie Greason in die Karten spielten.

»Lassen Sie uns eine Sache ein für alle Mal klären, Agent Rankin: Wir spielen im gleichen Team und wollen die Hintermänner des Anschlags aufspüren. Es geht überhaupt nicht darum, Ihnen oder SAC Palmer etwas vorzuwerfen. Dafür sehe ich auch keinen Grund. Ohne Ihre uneingeschränkte Unterstützung und Offenheit kommen Inspektor Decker und ich aber keinen Schritt weiter«, erklärte ich.

Meine Worte brachten Rankin immerhin davon ab, den aufgeflammten Streit mit Phil weiter zu vertiefen. Er griff zu seiner Tasse und trank nachdenklich seinen Kaffee. Schließlich stellte er sie zurück und atmete tief aus. Rankin wandte sich an Phil.

»Sorry, Inspektor Decker. Sie haben mich auf dem falschen Fuß erwischt und ich habe zu emotional reagiert. Das wird sich nicht wiederholen«, entschuldigte er sich.

»Akzeptiert, Agent. Kommen wir zurück zu meiner Frage: Gibt es Informationen über Greason oder einen seiner Komplizen, die wir nicht in den Akten finden?«, erwiderte Phil.

Rankin warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keiner der Kellner hielt sich in der Nähe unseres Tisches auf, und die Gäste an den Nebentischen waren mit sich selbst beschäftigt.

»Greason hat Probleme damit, bei Frauen zu landen. Er bezahlt regelmäßig Hostessen dafür, dass sie ihn zu irgendwelchen Anlässen begleiten. Bisher konnten wir aber mit dieser Information nichts anfangen«, sagte Rankin.

Für sich allein genommen, war es auch keine Besonderheit. Viele Geschäftsmänner nutzten den Service guter Agenturen, um von Fall zu Fall mit attraktiven Frauen am Arm bei Veranstaltungen aufzukreuzen. Bei Richard Greason steckte aber offenbar mehr dahinter. Ich tauschte mit Phil einen Blick aus.

»Möglicherweise bringt es uns weiter, wenn wir mehr über Greasons Begleiterinnen herausfinden. Wählt er ständig andere Frauen aus oder bevorzugt er eine bestimmte Hostess? Wenn ja, könnte ihr Wissen für uns hilfreich sein«, sagte ich.

Phil und Neil nickten zustimmend. Wir beendeten den Lunch und fuhren in die Front Street. Im Field Office führte Rankin uns in ein Büro unweit seines eigenen.

»Hier haben Sie alles, was Sie benötigen. In der Tiefgarage steht ein Ford Interceptor zu Ihrer Verfügung. Hier sind die Schlüssel dazu«, erklärte er.

Damit überließ er uns das Büro und ging an seinen Schreibtisch. Als kommissarischer Leiter des Field Office wartete jede Menge Arbeit auf ihn. Rankin hatte sein Verhalten so verändert, wie wir es uns gewünscht hatten. Ab sofort durften wir auf seine uneingeschränkte Kooperation setzen. Als wir die Computer starteten, suchte ich sofort nach der Datei mit allen Informationen zu Richard Greason.

***

Er sah die spiegelnde Wasseroberfläche des Eastwood Lake nicht wirklich. Richard Greason war mit seinen Gedanken weit weg. Er bekam einfach die raue Stimme des Mannes nicht aus dem Kopf, mit dem er am gestrigen Abend telefoniert hatte.

»Sie bringen die Lieferung auf den Weg, Greason. Wir akzeptieren keine Ausreden«, drohte er.

Zunächst hatte Richard noch geglaubt, vom Glück begünstigt zu sein. Während alle seine Komplizen vom FBI verhaftet worden waren, konnte er weiterhin seine Fabriken leiten und seine Freiheit genießen. Doch der Anruf hatte ihn in schwere Gewissenskonflikte gebracht.

Richard Greason war von Natur aus ein Geschäftemacher und kein Gangster. Mittlerweile fragte er sich, ob es nicht eher die üble Laune des Teufels gewesen war, die ihn in diese hinterhältige Situation gebracht hatte. Da alle anderen Ansprechpartner für den Auftraggeber im Gefängnis saßen, hielt er sich an Greason.

Die Tür zu seinem Büro ging auf, und auch ohne sich umzudrehen, wusste Greason, wer ihn aufsuchte: Außer Ken Janney wagte keiner seiner Angestellten, ohne anzuklopfen einzutreten.

»Sie wollten mich sehen, Boss?«, fragte der Rothaarige.

Wer Janney zum ersten Mal traf, musste unwillkürlich an einen Jockey denken. Er war von kleiner Statur und hatte krumme Beine, die auf ein Leben im Sattel hinzudeuten schienen. Doch Greason wusste genau, dass Janney noch nie auf einem Pferd gesessen hatte. Seine feuerroten Haare hatten Ken vollends zur Zielscheibe seiner Schulkameraden werden lassen.

Doch der schmächtige Mann verfügte über ein hitziges Temperament sowie eine sadistische Ader. Nicht nur während seiner Schulzeit bereuten viele, Ken Janney schlecht behandelt zu haben. Für Greason war er der beste Mann für heikle Aufgaben.

»Wir bringen den Auftrag zu Ende«, erklärte er.

Im Fenster spiegelte sich das überraschte Gesicht von Ken. Mit einem kalten Lächeln wandte Greason sich um.

»Die Auftraggeber verstehen keinen Spaß, und solange das FBI uns in Ruhe arbeiten lässt, besteht kein Anlass, den schönen Deal nicht zum Abschluss zu bringen«, sagt Greason.

Janney dachte einige Sekunden lang nach. »Allright, Boss. Wir müssen die Herstellung der einzelnen Teile auf die drei Produktionsanlagen verteilen und doppelte Schichten fahren. Dann können wir den Zeitplan halten«, sagte er.

Das war der Part, den Greason seinem Stellvertreter überlassen wollte. Er selbst musste den Frachter für den Abtransport über See chartern. Bislang war er davon ausgegangen, dass dies nicht mehr erforderlich sei. Doch jetzt musste Greason zum ursprünglichen Plan zurückkehren. Der Transport war vorher kein Teil seiner Aufgaben gewesen, doch nun fiel er eben in seine Zuständigkeit.

»Richtig. Du kümmerst dich darum. Wir legen außerdem Nachtschichten ein. Dafür teilst du nur besonders zuverlässige Leute ein. Es darf nichts mehr schiefgehen«, sagte Greason.

Ein hinterhältiges Grinsen spaltete Janneys Lippen.

»Verlass dich ganz auf mich, Boss. Wer nicht spurt, geht im Mad River oder Wolf Creek schwimmen«, versicherte er.

Damit war alles in die Wege geleitet, und nachdem Janney das Büro verlassen hatte, spürte Greason einen Teil der alten Zuversicht in sich aufsteigen. Die neue Herausforderung barg natürlich auch ausgesprochen schöne Seiten.

»Die gesamte Summe gehört jetzt mir. Die Anzahlung können die Erbsenzähler des FBI gerne behalten«, murmelte er.

Er warf einen abschließenden Blick hinüber zum Eastwood Lake. Dabei fiel ihm ein, dass er schon länger keine Entspannung in Kims Gesellschaft mehr genossen hatte. Angesichts der Aufgabenverteilung gab es keinen Grund, sich am Abend nicht einige schöne Stunden zu gönnen. Greasons Augen leuchteten zufrieden, während er telefonisch das erforderliche Arrangement traf. Die Aussicht auf den geschmeidigen Frauenkörper mit der beachtlichen Oberweite ließ Greasons Puls schneller schlagen.

***

Da Dr. Fortesque bereits seit geraumer Zeit auf den Monitor über dem Arbeitstisch vor sich starrte, schlenderte Dr. Willson zu seinem Kollegen hinüber. Sein Blick wanderte über die Ansammlung zum Teil stark deformierter Metallteile auf dem von unten beleuchteten Arbeitstisch.

»Puzzeln ist nicht jedermanns Sache, FGF«, stellte Willson fest.

»Das ist ein besonders ekliges Exemplar einer Rohrbombe, und jemand hat gleich zwei dieser grauenhaften Sprengsätze im Ballsaal des Hotels explodieren lassen. Was geht in solchen Typen nur vor, Gerold?«, fragte der Sprengstoffexperte.

Der übliche Akzent des gebürtigen Briten kam noch deutlicher durch, was Willson zu einem überraschten Seitenblick veranlasste. Diese Untersuchung ging Fortesque stärker als erwartet an die Nieren.

»Das können Jerry und Phil ihn fragen, sobald sie ihn festgenommen haben. Damit es ihnen gelingt, benötigen sie aber Ihr Fachwissen«, erwiderte Gerold.

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