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Jerry Cotton - Folge 3013

Keine Frage der Ehre

Gelangweilt schaute Dave Plummer auf den Monitor der Flugüberwachung.

»Gebt dem Piloten der American Airlines-Maschine Bescheid, dass er als Nächster dran ist«, sagte er seinem Mitarbeiter.

Der tippte etwas in seinen Computer ein.

Kurz darauf bemerkte Plummer, wie die Maschine in den Sinkflug überging und plötzlich von seinem Monitor verschwand.

»Verdammt, was ist denn jetzt los?«, fluchte er und schaute sich um.

Was er sah, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren: Alle anderen Monitore im Tower, die er sehen konnte, waren ebenfalls ausgefallen.

»Totalausfall!«, rief einer der Fluglotsen. »Ich kann nichts mehr sehen. Alle Displays sind tot!«

Plummer reagierte sofort und rief: »Alle Maschinen, die sich im Landeanflug befinden, manuell herunterbringen. Informiert sofort die Piloten. Die anderen Vögel bleiben oben, bis wir wissen, was gerade passiert ist.«

Wir waren am nächsten Morgen in meinem geliebten Jaguar auf dem Weg zur FBI-Zentrale. Im J. Edgar Hoover Building angekommen, passierten wir die Sicherheitskontrolle und gingen in unsere Büros. Dort schauten wir nach unseren E-Mails.

Phil kam in mein Büro und schaute gelangweilt drein. »Und, bei dir was Interessantes dabei?«

Ich schüttelte den Kopf. »Nein, nicht wirklich. Nur ein paar interne Memos.«

»Na gut, dann gehen wir gleich zu der morgendlichen Besprechung zu Mr High.«

Wir gingen zum Büro unseres Chefs. Seine Sekretärin, Dorothy Taylor, saß an ihrem Schreibtisch und schaute auf, als sie uns sah. »Wenn das nicht die Lieblingsinspektoren des Chefs sind.«

Sie lächelte auf angenehme Weise – so angenehm, dass wir ihr die lockere Begrüßung nicht übel nahmen. Auch nicht ihre eher unkonventionelle Kleidung, die für das Washingtoner FBI etwas zu ausgefallen war. Mir machte es nichts aus, und Phil schon gar nicht.

»Wenn das nicht die bezaubernde Sekretärin von Mr High ist«, sagte er charmant. »Guten Morgen, Dorothy. Freut mich, Sie zu sehen.«

»Inspektor Decker«, erwiderte sie freundlich und wurde dann wieder ernst. »Ich glaube, es ist was im Busch. Mr High hatte gerade ein paar Anrufe von hohen Tieren.«

»Und?«, fragte ich. »Was ist los?«

Sie zuckte die Schultern. »Das weiß ich leider nicht. Und wie ich vermute, werden Sie das noch vor mir erfahren. Alles, was ich sagen kann, ist, dass die Anrufer nicht gut drauf gewesen sind. Und Mr Highs Stimmung war auch schon mal besser.«

»Dann wollen wir mal herausfinden, was los ist«, sagte Phil und klopfte an die Tür von Mr Highs Büro.

Wir traten ein. Unser Chef war noch am Telefon, winkte uns aber herein und bedeutete uns, Platz zu nehmen. Aus dem, was er sagte, war noch nicht klar abzuleiten, worum es ging. Nur eines war klar: Es hatte mit Flugsicherheit zu tun.

»Jerry, Phil, guten Morgen«, sagte Mr High, nachdem er den Hörer aufgelegt hatte. »Sie kommen gerade richtig. Es gibt Arbeit.«

Phil zeigte kurz sein »Ich hab’s dir doch gesagt«-Lächeln, sagte aber nichts.

»Worum geht es, Sir?«, fragte ich.

»Um drei Ereignisse, bei denen wir davon ausgehen, dass sie in Beziehung zueinander stehen«, kam die Antwort. »Gestern sind die Computer im Tower des Harrisburg International Airport ausgefallen. Für eine halbe Stunde. Ohne Vorwarnung. Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass es sich um einen Hackerangriff gehandelt hat. Zwei Tage vorher gab es bei einer Highway-Ausfahrt einen Sprengstoffanschlag, und zwar in Sterling, Virginia. Und vier Tage zuvor hatten wir einen Hackerangriff auf ein Elektrizitätswerk in Westminster, Maryland. In großen Teilen des Stadtgebietes gab es mehr als zehn Minuten keinen Strom. Das hat enorme Kosten und ein paar Unfälle verursacht. Zum Glück kam bei all den Vorfällen niemand ums Leben. Das ist aber nicht das Verdienst derjenigen, die dafür verantwortlich sind, sondern der Männer und Frauen, die das Schlimmste verhindert haben.«

»Das hört sich nicht gut an, Sir«, sagte Phil.

Mr High nickte. »Ja, besonders, da ein Flughafen betroffen ist. Ein paar Leute im Pentagon hat das ziemlich nervös gemacht. Ich bin nicht der Typ, der gleich das Schlimmste vermutet. Allerdings können wir das, was passiert ist, nicht ignorieren und müssen handeln.«

»Die beiden Hackerangriffe könnten auf das Konto von ein paar semikriminellen Nerds gehen«, meinte Phil. »Es gibt ja eine Menge Leute in Protestbewegungen, die in der Hackerszene aktiv sind und alles machen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Welcher Gefahr sie andere Menschen aussetzen, ist ihnen dabei oft nicht bewusst. Manche dieser Nerds leben eben in einer anderen Welt, fernab der Realität.«

»Diese Idee hatte ich auch«, sagte Mr High. »Wobei ein paar unserer Analytiker die These aufgestellt haben, dass alle drei Anschläge von der gleichen Person oder Gruppe von Personen ausgeführt worden sein könnten. Wenn das wirklich der Fall ist, bedeutet das ein enormes Potenzial zur Gewalt. Immerhin wurde beim Anschlag auf die Highway-Ausfahrt Sprengstoff verwendet.«

»Das geht allerdings über das Potenzial üblicher Hacker hinaus«, stimmte Phil Mr High zu.

Mr High schaute ernst drein. »Auf jeden Fall handelt es sich um eine ernste Bedrohung der nationalen Sicherheit. Wir müssen nicht erst warten, bis ein Flugzeug abstürzt oder Menschen sterben. Ich will, dass Sie herausfinden, mit wem wir es zu tun haben, welche Ziele mit den Anschlägen verfolgt werden und dass Sie die Verantwortlichen verhaften.«

»Wird erledigt, Sir«, erwiderte ich. »Können Sie uns weitere Informationen über die drei Anschläge geben?«

»Die sollten Sie in Kürze auf Ihren Computern finden«, antwortete er. »Einer der Analytiker bereitet gerade alles auf und schickt Ihnen als leitenden Ermittlern die Infos.«

Ich nickte. »Dann sollten wir genug Material haben, um mit unseren Ermittlungen zu beginnen.«

»Geben Sie mir Bescheid, wenn Sie etwas Neues erfahren«, sagte Mr High. »Wir sollten die Situation schnellstens aufklären.«

»Dafür werden wir sorgen«, versprach Phil.

Zusammen mit ihm verließ ich Mr Highs Büro.

»Und? Ist es sehr schlimm?«, fragte Dorothy.

»Das wird sich herausstellen«, antwortete Phil. »Auf jeden Fall ist es nichts, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte.«

Sie nickte. »Na dann, viel Erfolg!«

***

Zurück in meinem Büro schauten wir im Posteingang nach.

»Noch nichts«, sagte ich.

»Wir können schon mal die offiziellen Nachrichten sichten«, schlug Phil vor. »Dann haben wir das erledigt und können uns anschließend die internen Berichte vornehmen.«

»Gute Idee«, sagte ich und schaute im Internet nach. »Das Elektrizitätswerk in Westminster, Maryland. Da gab es eine Menge Zeitungsberichte. Ist schon erstaunlich, was ein zehnminütiger Stromausfall bewirken kann.«

»Wenn so etwas passiert, sind gewöhnlich Unwetter daran schuld. Zeig mal, was die schreiben«, meinte Phil.

Wir schauten uns verschiedene Artikel an. Die Fakten stellten fast alle identisch dar. Nur bei den möglichen Ursachen gab es teilweise abweichende Vermutungen.

»Die meinen allen Ernstes, dass Nordkorea für den Stromausfall verantwortlich ist«, sagte Phil und schüttelte den Kopf. »Manchmal frage ich mich, wie die auf solche Ideen kommen.«

»Egal. Was ist mit dem zweiten Anschlag, in Sterling? Was gibt es dazu?«, fragte Phil.

Ich googelte nach den entsprechenden Sites, die wir ebenfalls sichteten.

»Und was ist mit dem Zwischenfall auf dem Harrisburg International Airport?«, fragte Phil.

Ich suchte auch hierzu Artikel, fand aber nichts.

»Davon hat die Presse wohl noch keinen Wind bekommen«, sagte ich. »Ist auch besser so. Das verhindert, dass in der Bevölkerung eine Panik ausbricht.«

»Dann schau mal, ob inzwischen die Mail angekommen ist, auf die wir warten«, meinte Phil. »Wenn nicht, sollten wir dem zuständigen Analytiker etwas Dampf unterm Hintern machen.«

»Nicht nötig«, erwiderte ich. »Da ist der Bericht.«

Obwohl es sich um ein verschlüsseltes Dokument handelte, wurde es fast ohne Verzögerung geöffnet.

Wir gingen den Bericht durch, von Anfang bis Ende.

Phil machte sich ein paar Notizen. »Wie Mr High gesagt hat: Es besteht der Verdacht, dass alle drei Anschläge vom selben Täter ausgeführt wurden. Der ist wahrscheinlich männlich, Anfang dreißig, sehr intelligent und verfügt über außergewöhnliches Computerwissen und Fertigkeiten im Umgang mit Sprengstoff. Darüber hinaus ist er aller Wahrscheinlichkeit nach ein Einzelgänger, der oberflächlich an die Gesellschaft angepasst, aber gefühlskalt ist. Möglicherweise ein ehemaliges Mitglied des CIA, FBI, eines anderen Nachrichtendienstes oder der Streitkräfte. Jemand, der es gewohnt und darin geübt ist, allein zu agieren. Zum Motiv steht im Bericht nichts.«

»Was bedeutet, dass unsere Herren Analytiker keine Ahnung haben, warum der Täter das macht, was er macht«, sagte ich. »Das herauszufinden ist also unsere Aufgabe.«

»Wo setzen wir an? Sollen wir den Computer mit den Informationen füttern und nach Verdächtigen suchen lassen?«, bemerkte Phil.

»Auf jeden Fall«, sagte ich. »Und wir werden ein Einsatzteam zusammenstellen. Wenn du dich um den Computer kümmerst, werde ich ein paar gute Leute auftreiben. Falls möglich, sollte Agent Broylls mit von der Partie sein. Der kennt sich hier im Raum Washington gut aus. Dann noch ein weiterer Agent. Und Mai-Lin vom Scientific Research Team, da wir es mit Hackerangriffen zu tun haben.«

Phil stimmte mir zu und machte sich an die Arbeit. Ich nahm mein Handy und rief Agent Broylls an.

»Inspektor Cotton, schön von Ihnen zu hören. Alles in Ordnung?«, begrüßte er mich.

»Leider nicht«, erwiderte ich. »Genau deshalb brauche ich Sie. Können Sie in mein Büro kommen? Oder sind Sie gerade im Einsatz?«

Er zögerte kurz. »Nein, geht schon, ich arbeite gerade an einem Bericht, nichts Weltbewegendes. Kann in ein paar Minuten bei Ihnen sein.«

»Gut, dann bis gleich«, sagte ich und beendete das Gespräch.

Agent Broylls brauchte wirklich nicht lange. Kurz nach unserem Gespräch klopfte es an meiner Bürotür und er trat ein.

Er sah etwas mitgenommen aus. Wahrscheinlich hatte er in der letzten Zeit nicht viel geschlafen – kein ungewöhnlicher Zustand für einen Agent im Außeneinsatz.

»Hallo, Baldur«, begrüßte Phil ihn freundlich.

»Inspektor Decker«, erwiderte Agent Broylls förmlich.

Hier in Washington ging es nicht ganz so locker zu wie in New York.

»Was gibt es?«, fragte er mich.

»Nehmen Sie Platz«, sagte ich, deutete auf einen freien Stuhl und erzählte ihm dann alles, was ich wusste.

»Interessanter Fall«, sagte Agent Broylls, als ich fertig war. »Und eine potenzielle Gefahr. Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können.«

»So ist es«, sagte ich. »Also lassen Sie uns keine Zeit verlieren. Ich brauche erfahrene Agents für ein Einsatzteam. Sie stehen ganz oben auf unserer Liste. Ein weiterer Agent wäre sinnvoll, da wir eine Menge Arbeit haben werden.«

Bevor Agent Broylls etwas entgegnen konnte, meldete sich Phil. »Wir haben vier Namen. Immerhin ein Anfang.«

»Lass hören«, sagte ich.

Phil schaute auf den Computermonitor. »Ganz oben steht Jeff Bulmer, ehemaliger FBI-Agent aus Washington. Er bringt all die Fähigkeiten mit, um die Anschläge durchzuführen. Und er hat ein Motiv: Rache am FBI. Er ist wiederholt wegen ungebührlichen Verhaltens aufgefallen und entlassen worden. Er hat mehrmals verlauten lassen, dass wir noch von ihm hören würden. Das hat aber niemand wirklich ernst genommen.«

»Bis jetzt«, sagte ich. »Wohnt er noch in Washington?«

Phil nickte. »Ja, er ist noch hier gemeldet. Wir sollten ihm einen Besuch abstatten. Wobei … mal sehen, was die anderen für Typen sind. Da ist William Turner, der in Quantico als Ausbilder gearbeitet hat. Keine einfache Persönlichkeit. Er hat eine Menge Verweise erhalten. Letztlich ist er ziemlich genau vor einem Jahr wegen Schikane von Schutzbefohlenen entlassen worden. Der kommt auch in Frage. Nummer drei ist Jason Perk, ein ehemaliger Agent der Homeland Security. Er wurde wegen Verdacht auf Verrat entlassen. Die Beweise waren allerdings nicht wasserdicht. Er hat daraufhin seinem ehemaligen Vorgesetzten einen gepfefferten Brief geschrieben, dessen Inhalt darauf hinauslief, dass so etwas nicht ohne Konsequenzen bleiben würde. Der Brief war aber so geschickt formuliert, dass man Perk nicht strafrechtlich belangen konnte. Last but not least haben wir noch Shoyu Minapolis, einen ehemaligen Seal, der wegen seiner gewalttätigen Ausbrüche entlassen worden ist. Alle vier kennen sich mit Sprengstoffen aus und sind Spezialisten für die Infiltration von Computernetzen.«

»Lebt außer Bulmer noch jemand von denen in D.C.?«, wollte ich wissen.

Phil schaute nach. »Nur Jason Perk. Die anderen wohnen weiter entfernt.«

»Dann nehmen wir uns Bulmer zuerst vor, anschließend Perk«, sagte ich. »Und zwar persönlich. Dann können wir sofort etwas unternehmen, Agent Broylls.«

»Geht klar, Sir«, bestätigte der Agent. »Ich habe schon einen Agent hier vom Field Office Washington im Auge, der mit Terrorismus Erfahrung hat. Wenn Mr High zustimmt, könnte ich ihn anfordern.«

»Gut, sprechen Sie mit Mr High, ich denke, da wird es keine Probleme geben. Und weisen Sie ihn so schnell wie möglich ein, am besten zusammen mit Dr. Cha, die Sie bitte auch kontaktieren und hierherbitten«, entschied ich.

Er nickte und verließ das Büro.

»Wir machen uns dann auch auf den Weg«, sagte Phil.

***

Es war nicht schwer herauszufinden, dass sich Jeff Bulmer auf der Arbeit befand, bei einer Softwarefirma im Norden von Washington. Das Unternehmen hatte seinen Sitz in einem modernen Bürokomplex und sah richtig schick aus. Neben Stahl war als Baustoff vor allem Glas zum Einsatz gekommen.

»Schöne Hütte«, bemerkte Phil. »Da hat sich der Architekt ganz schön was einfallen lassen.«

»Ja, wirklich schön«, bestätigte ich.

Wir betraten das Gebäude durch den Haupteingang und gelangten in eine lichtdurchflutete Halle. Sie war nahezu menschenleer. Nur hinter einer Rezeption, die mich irgendwie an die Einrichtung im Raumschiff Enterprise erinnerte, saßen zwei junge Damen, die eine weißblond, die andere pechschwarz.

»Ganz schöner Kontrast – die Haare der beiden, meine ich«, flüsterte Phil mir zu. »Ob das Absicht ist?«

»Wahrscheinlich«, sagte ich und wandte mich an die junge Frau mit den leuchtend hellen Haaren.

»Wir sind vom FBI Washington, Decker und Cotton, und sind auf der Suche nach Jeff Bulmer, der hier arbeiten soll. Können Sie uns sagen, wo wir ihn finden?«

»Haben Sie einen Termin?«, fragte sie freundlich.

Ich schüttelte den Kopf. »Nein, haben wir nicht. Brauchen wir auch nicht. Mr Bulmer kann uns bei einem Fall behilflich sein und wird sich sicher freuen, dass wir ihn diesbezüglich aufsuchen. Da bin ich mir sicher.«

Sie nickte. »Er arbeitet in der zweiten Etage, Zimmer 212. Soll ich ihn informieren, dass Sie auf dem Weg sind?«

Ich winkte ab. »Nicht nötig. Wir sind ja gleich oben.«

Wir setzten uns in Bewegung in Richtung Fahrstuhl und fuhren nach oben.

Es war nicht schwer, Zimmer 212 zu finden. Die Tür war zu, Phil klopfte an. Als niemand antwortete, öffnete er die Tür. Das Büro war leer.

»Hier ist er also doch nicht«, sagte Phil. »Wir sollten …«

In diesem Augenblick kam ein stabiler Mann aus einer der Türen und trat auf den Flur. Wir schauten ihn an. Es war Jeff Bulmer, kein Zweifel. Er hatte uns ebenfalls gesehen und blieb stehen, musterte uns genau und sah aus, als überlegte er, was zu tun sei.

»Mr Bulmer, Decker und Cotton vom FBI«, sagte ich laut. »Wir würden uns gern mit Ihnen unterhalten.«

Er verharrte immer noch bewegungslos. Ich rechnete damit, dass er jeden Moment die Flucht ergreifen würde, und bereitete mich auf einen schnellen Sprint vor. Aber er entschied sich anders und setzte sich langsam in Bewegung, auf uns zu.

»Kann ich Ihre Dienstausweise sehen?«, fragte er skeptisch, wobei er gut zwei Meter Abstand zu uns hielt.

»Kein Problem«, sagte ich und zeigte ihm meinen Dienstausweis.

»Inspektor Cotton«, las er laut vor. »Sie sind keine einfachen Agents? Scheint ja superwichtig zu sein, wenn Sie persönlich kommen.«

»Ist es auch«, bestätigte ich. »Können wir uns hier irgendwo in Ruhe unterhalten?«

Er schaute sich um. Der Flur war menschenleer. »Wir können in mein Büro gehen. Bitte, gleich hier.«

Wir betraten sein Büro. Er ging um seinen Schreibtisch herum und nahm auf dem dahinter stehenden Bürostuhl Platz.

»Setzen Sie sich doch«, sagte er. »Etwas zu trinken kann ich Ihnen leider nicht anbieten, habe keine Sekretärin. Und der Kaffeeautomat streikt. Aber deshalb sind Sie sicher nicht hier. Was gibt es denn? Habe ich was ausgefressen? Muss ich mir Sorgen machen?«

»Gute Frage«, konterte Phil. »Müssen Sie sich Sorgen machen?«

Bulmer lachte laut. »Oh Mann, lassen Sie doch die psychologischen Tricks und all das. Ich war selbst sieben Jahre beim FBI. Ich weiß, wie der Hase läuft und wie Agents … Entschuldigung, Inspektoren ticken.

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