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Jerry Cotton - Folge 3006

Mosaik des Grauens

Rita McGray schlug der Puls bis zum Hals. Ein flaues Gefühl hatte sich in ihrem Magen ausgebreitet – ihr war übel. Sie war mit dem Wagen auf den Parkplatz an der Straße nach Plymouth, Massachusetts gefahren und hatte den Motor ausgestellt. Eine Minute, dachte sie. Eine Minute Ruhe, die brauche ich jetzt nach diesem Tag. Ein kurzer Blick glitt zu der Geldkassette auf dem Beifahrersitz. Dann schloss sie die Augen und versuchte ruhig und regelmäßig zu atmen.

Ein unangenehmes, hartes Geräusch ließ sie zusammenzucken.

Jemand kratzte mit einem Ring über die Scheibe und zog eine Spur. Rita McGray sah in ein verzerrt grinsendes Gesicht.

»Aufmachen!«

Rita McGray war einen Moment lang wie erstarrt. Auf dem Beifahrersitz lag die Geldkassette mit den Tageseinnahmen der Filiale des Seagull Restaurant in Bayside. Rita sollte sie zur Bank nach Plymouth bringen. Gerade jetzt zur Regattasaison an der Massachusetts-Küste kamen viele bar zahlende Kunden in das Schnellrestaurant am Yachthafen.

Mit Erleichterung registrierte Rita, dass die Zentralverriegelung verschlossen war.

Der Kerl mit dem Ring klopfte noch mal gegen die Scheibe. Der Ring verursachte erneut ein sehr hartes Geräusch. »Na los!«

Rita überlegte, den Wagen einfach zu starten und das Gaspedal durchzutreten oder nach der Waffe zu greifen, die sie in ihrem Handschuhfach aufbewahrte.

Als sich ihr Blick zum zweiten Mal dem Kerl zuwandte, blickte sie in die Mündung einer Waffe. Es war, als ob er darauf gewartet hätte, dass sie sich umdrehte. Das Mündungsfeuer blitzte aus einem Schalldämpfer heraus. Die Kugel durchdrang das Glas der Seitenscheibe und traf sie genau in die Stirn. Das Einschussloch war nicht groß – nur fingernagelgroß. Es gab keine Austrittswunde.

Rita McGray sackte nach vorn auf das Lenkrad und löste damit die Hupe aus. Ihre Augen blickten starr ins Nichts. Ein dünner Blutstrom rann aus der Einschusswunde über ihrs Gesicht und verzweigte sich dann wie ein Flussdelta.

Der Mann mit dem Ring steckte die Waffe ein.

Dann zog er ein paar Lederhandschuhe über. Das aufgesprungene Glas löste sich leicht aus der Seitenscheibe. Er öffnete die Tür. Dann fasste er die Tote unter den Armen und zog sie aus dem Wagen. Einer ihrer Füße hatte sich am Gaspedal verhakt. Sie verlor ihren Schuh. Unter der Nylonstrumpfhose zeichnete sich ein Tattoo ab: eine Rose, die sich vom Knöchel über den Widerrist bis zu den Zehen hinabrankte.

***

»Hast du diesen Knoten so idiotisch geknüpft, Jim?«, fragte Gordon O’Dennehy. Er blickte stirnrunzelnd auf eines der vier Tauenden, mit dem die Segelyacht Katie’s Spirit an ihrem Anlegeplatz vertäut war.

»Für wen hältst du mich?«, gab Jim Keller zurück. Er war der jüngere der beiden Männer, Mitte dreißig, sportlich und das Gesicht braungebrannt. Keller zog das Boot etwas heran und kletterte am Bug an Bord.

Gordon O’Dennehy folgte seinem Beispiel, nur dass es bei ihm sehr viel umständlicher aussah. O’Dennehy hatte die sechzig schon überschritten, war sehr kräftig gebaut und etwas übergewichtig. Seine wettergegerbte, braune und von zahllosen Falten zerfurchte Haut kontrastierte stark mit dem schlohweißen, aber noch vollen Haar.

»Hier war jemand auf dem Boot«, meinte Jim Keller und zeigte auf einen deutlich sichtbaren Fußabdruck.

»Ja, das kommt öfter mal vor«, meinte O’Dennehy. »Wahrscheinlich Jugendliche, die über die Abzäunung des Hafengeländes geklettert sind.« O’Dennehy ächzte und richtete sich auf. Auf seiner Stirn erschien eine tiefe Furche, als er auf den Fußabdruck sah. »Manchmal frage ich mich, wieso ich den teuren Mitgliedsbeitrag für den Yachtclub zahle, wenn sowieso anscheinend niemand darauf achtet, dass so etwas nicht passiert.«

Jim öffnete inzwischen die Kajütentür.

»Es war auch jemand hier drin«, stellte er fest. »Die Tür wurde einfach aufgehebelt.«

»Ein Boot ist kein Tresor, Jim!«

Abgesehen davon war die Katie’s Spirit auch keine Luxusyacht, in der es irgendwelche wertvollen Dinge zu holen gegeben hätte. O’Dennehy nahm mit ihr an den jährlichen Wettfahrten der Bayside-Regatta teil. Das Boot war auf Effektivität getrimmt. Da war für überflüssigen Luxus kein Platz.

»Scheiße!«, rief Jim Keller, der als Erster in der Kajüte verschwunden war.

»Was ist los, Jim?«, wollte O’Dennehy wissen.

»Das musst du dir ansehen!«

O’Dennehy quetschte sich durch die enge Kajütentür. Ihm fielen die Spuren an den Holzleisten auf. Da hatte tatsächlich jemand die Kajütentür mit einem langen Schraubenzieher oder Ähnlichem aufgehebelt. O’Dennehy fluchte innerlich.

Als O’Dennehy dann in der Kajüte stand, konnte er erst nichts sehen, weil es ziemlich eng war und Jim ihm die Sicht verstellte. Jim Keller machte einen Schritt zur Seite. Und da sah auch O’Dennehy, was auf dem kleinen Klapptisch in der Mitte der Kajüte lag.

O’Dennehy fiel der Kinnladen herunter und er wurde leichenblass.

Was da vor ihm lag, war ein menschlicher Fuß, fein säuberlich etwa eine Handbreit oberhalb des Knöchels amputiert. Der Stumpf war blutig. Fliegen summten um ihn herum. Es war unverkennbar, dass es ein Frauenfuß war. Die lackierten Nägel ließen daran keinen Zweifel. Das Tattoo einer dunklen Rose rankte sich vom Knöchel hinab bis zu den Zehen.

»Was machen wir jetzt?«, fragte Jim Keller. Seine Stimme klang heiser, fast krächzend.

»Ich glaube, wir rufen den Sheriff«, murmelte O’Dennehy.

»Scheiße, ausgerechnet zur Regatta.«

»Jim!«

»Ist doch wahr! Die Wettfahrt morgen können wir uns doch sonst wohin schmieren! Die werden erst mal alles gründlich untersuchen, und das dürfte sich eine ganze Weile hinziehen. Und ein Ersatzboot haben wir nicht.«

»Du hast Sorgen, Jim!«

O’Dennehy wollte noch etwas sagen, aber in diesem Augenblick übertönte ein Geräusch das aufdringliche Summen der Fliegen: Sirenen von Polizeiwagen!

»Scheint, als wären der Sheriff und seine Leute schon auf dem Weg hierher«, stellte Jim Keller überrascht fest.

»Hört sich an, als wäre der gesamte Fuhrpark des County Sheriff unterwegs«, stieß O’Dennehy irritiert hervor. Inzwischen waren die Sirenen so laut geworden, dass man kaum noch sein eigenes Wort verstehen konnte. Türen klappten. Schnelle Schritte waren zu hören. O’Dennehy blickte zur Decke, als er auch über sich Schritte hörte. Mehrere Deputys schienen das Boot betreten zu haben.

Und dann stand auch schon ein Mann in der Uniform des County Sheriff vor ihnen. An der Brust glänzte das Deputy-Abzeichen. Er hatte die Hand an der Waffe.

»Nichts anrühren!«, wies der Deputy die beiden völlig konsternierten Männer im Inneren der Kajüte unmissverständlich an. »Lassen Sie Ihre Hände, wo sie sind und wo ich sie sehen kann. Und rühren Sie sich nicht.«

O’Dennehy schluckte. »Wir … Wir waren das nicht«, stammelte er.

***

Als ich an diesem Morgen zum FBI-Hauptquartier im J. Edgar Hoover Building in Washington fuhr, holte ich unterwegs Phil ab. Das Apartment, das er sich genommen hatte, seit wir beide zu FBI-Inspektoren befördert worden und nach Washington D.C. übergesiedelt waren, lag auf dem Weg.

Phil gähnte, nachdem er auf dem Beifahrersitz meines Jaguar-Hybriden Platz genommen hatte. Und das war kein Wunder. Phil hatte an einer Konferenz in Miami teilgenommen, bei der es um die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den lokalen Polizeikräften, dem FBI und der Homeland Security bei der Bekämpfung terroristischer Bedrohungen gegangen war. Und da mein Kollege erst sehr spät mit dem Flieger auf dem Reagan National Airport gelandet war, konnte ich gut verstehen, dass er jetzt Schwierigkeiten hatte, seine Müdigkeit zu unterdrücken.

»War’s wenigstens interessant?«, fragte ich.

»Auf jeden Fall ist das Wetter in Miami besser als hier in Washington«, stellte Phil fest und gähnte erneut.

»Und sonst?«

»Du weißt doch, wie solche Konferenzen meistens ausgehen, Jerry. Es wird von jedem der Beteiligten mindestens dreimal gesagt, was alles notwendig wäre, und am Ende geschieht – nichts!«

»Bis dann der nächste Anschlag passiert und sich jeder fragt, wie es nur dazu kommen konnte.«

»Du sagst es!«

Ich hielt den Jaguar an einer roten Ampel. Bis zum J. Edgar Hoover Building war es jetzt nur noch ein Katzensprung. In der Mitte fehlte ein vertrauter Anblick: der große TFT-Bildschirm samt Bordrechner, der während meiner New Yorker Zeit ein wichtiges Arbeitsmittel für Phil und mich gewesen war.

Aber jetzt war der Jaguar nur noch ein Privatfahrzeug und es war äußerst unwahrscheinlich, dass er noch mal dienstlich zum Einsatz kam. Daher war die ganze FBI-Elektronik daraus entfernt worden.

Inzwischen begann ich mich daran zu gewöhnen, dass unser Arbeitsfeld nicht länger nur das Zuständigkeitsgebiet des FBI Field Office New York war, sondern unsere Einsätze sich im gesamten Bereich der Field Operation Section East abspielten, wozu quasi der gesamte Osten der Vereinigten Staaten zählte.

Und das brachte es eben auch mit sich, dass unser wichtigstes Reisevehikel nicht mehr der Jaguar oder irgendein Einsatzfahrzeug der FBI-Fahrbereitschaft war, sondern das Flugzeug.

Mein Handy klingelte.

Die Freisprechanlage war eingeschaltet, sodass auch Phil mithören konnte.

»Hier spricht Assistant Director High«, meldete sich die vertraute Stimme unseres Vorgesetzten. »Jerry? Wo sind Sie?«

»In ein paar Minuten bei Ihnen, Sir«, sagte ich. »Vorausgesetzt, es gibt keinen Stau, von dem mein Navigationsgerät nichts weiß!«

»Wenn Sie hier im Hauptquartier ankommen, dann halten Sie sich bitte nicht damit auf, erst Ihre eigenen Büros aufzusuchen, sondern kommen Sie bitte gleich zu mir.«

»In Ordnung.«

»Alles Weitere erfahren Sie dann – falls Sie nicht bereits die Nachrichten im Radio oder im Frühstücksfernsehen verfolgt haben sollten.«

Mr High beendete das Gespräch und ließ mich etwas ratlos zurück. »Hast du die Nachrichten verfolgt?«

Phil unterdrückte erneut ein Gähnen. »Sehe ich so aus, als wäre ich heute Morgen schon frisch genug gewesen?«

Ich stellte das Radio an. Aber da kam im Moment nur Musik. Es schien, als hätten Phil und ich tatsächlich kürzlich etwas Wichtiges verpasst, aber Mr High würde uns sicher darüber aufklären.

***

»Guten Morgen. Setzen Sie sich!«, begrüßte uns Mr High, nachdem wir sein Büro im J. Edgar Hoover Building betreten hatten. Dorothy Taylor, die Sekretärin unseres Chefs, betrat mit uns den Raum, legte eine Mappe auf Mr Highs Schreibtisch und sagte dann: »Sir, ich habe bereits die Flüge nach Boston gebucht.«

»Danke, Dorothy.«

»Ich habe Dr. Willson bislang nicht erreichen können, werde es aber weiter versuchen.«

»Tun Sie das, Dorothy.«

Dorothy Taylor warf Phil und mir einen kurzen Blick zu und verließ dann wieder das Büro.

Ich nahm an, dass die Flüge nach Boston etwas mit unserem nächsten Fall zu tun hatten. Also betraf es irgendeine Sache, die sich in Massachusetts, New Hampshire oder einem der angrenzenden Staaten ereignet hatte.

Und die Tatsache, dass der Gerichtsmediziner unseres Scientific-Research-Teams im Zusammenhang damit erwähnt worden war, ließ darauf schließen, dass Dr. Gerold M. Willsons Hilfe in diesem Fall dringend gebraucht wurde.

»Der Name Bayside wird Ihnen nicht allzu viel sagen«, begann der Assistant Director. »Das ist ein kleines Nest südlich von Boston an der Cape Cody Bay. Wahrscheinlich hätte auch niemand sonst von Bayside, Massachussetts gehört, wenn dort nicht alljährlich eine Segelregatta durchgeführt würde, die dazu führt, dass sich die Einwohnerzahl in der Regattawoche ungefähr verdoppeln dürfte. Außerdem scheint diese Veranstaltung in Seglerkreisen einen gewissen Ruf zu genießen. Die Wettfahrten hätten eigentlich heute beginnen sollen, sind aber erst einmal ausgesetzt worden. Und das hat mit dem Fall zu tun, mit dem Sie sich in nächster Zeit beschäftigen werden.«

Mr High machte eine kurze Pause und ließ die Hände in den Taschen seiner Flanellhose verschwinden. Das Jackett hing über der Stuhllehne. Die Hemdsärmel waren aufgekrempelt. Mr High hatte sich bislang – im Gegensatz zu Phil und mir – noch nicht gesetzt. Unser Chef wirkte ungewohnt unruhig.

»Gestern am frühen Morgen ging eine Warnung im Büro des zuständigen County-Sheriffs ein, die besagte, dass man in dreizehn an der Regatta teilnehmenden Yachten jeweils ein menschliches Körperteil finden würde. Der Sheriff ist sofort mit großem Aufgebot ausgerückt, um das zu überprüfen.«

»Er hat das sofort geglaubt?«, wunderte ich mich. Phil runzelte die Stirn und schien ebenfalls darüber erstaunt zu sein.

Mr High atmete tief durch und fuhr fort: »Drücken wir es so aus: In der Zeit der Regatta sind die Behörden dort übervorsichtig. Die Regatta mit all ihren touristischen Begleiterscheinungen stellt für den Ort die mit Abstand größte Einnahmequelle dar. Das Ereignis ist landesweit bekannt, und wenn der Ort jetzt in Zusammenhang mit einer abscheulichen Mordserie in die Medien kommt, ist das Kassengift für die Tourismusbranche am Ort. Und genau das ist passiert. Die örtlichen Behörden haben versucht, die Sache zunächst einmal unter dem Deckel zu halten, und das mit fahndungstaktischen Erwägungen begründet. Das hat genau einen Tag lang funktioniert, wie man an den heutigen Morgennachrichten sehen konnte.«

»Hat man von den Opfern wenigstens schon jemanden identifiziert?«, fragte Phil.

»In einer der Yachten wurde ein Fuß einer Frau gefunden. Aufgrund einer auffälligen Tätowierung ist er ziemlich eindeutig einer gewissen Rita McGray zuzuordnen, die kurz zuvor unter ungeklärten Umständen verschwand. Natürlich liegt noch kein Ergebnis eines DNA-Tests vor, der das mit Sicherheit bestätigen könnte, aber die Identifizierung dürfte trotzdem recht sicher sein. In einer anderen Yacht wurde der Kopf von Rosalynn Hallway gefunden. Sie stammt aus Ohio und wurde vor zehn Jahren vermutlich auf einem Parkplatz erschossen. Die Leiche tauchte allerdings nie auf. Man fand damals lediglich den Wagen, Blutspuren, Gewebereste und zwei Projektile, die durch den Körper gedrungen sein müssen und dann in der Innenverkleidung stecken blieben. In dem jetzt gefundenen Kopf steckte ein drittes Projektil.«

»Der ballistische Bericht dürfte schon vorliegen«, meinte ich.

Mr High nickte. »Das Projektil stammt unzweifelhaft aus derselben Waffe.«

»Zehn Jahre?«, fragte Phil. »Da hat jemand eine Leiche zehn Jahre aufbewahrt und präsentiert uns heute den abgetrennten Kopf?«

»Sie können sich jetzt vielleicht denken, was in Bayside los ist«, gab Mr High zurück. »An eine Segelregatta denkt da jetzt niemand mehr. Und das ist ja noch nicht alles! Es wurden Arme, Hände, Beine, Ohren …« Mr High machte eine wegwerfende Handbewegung. »Die Einzelheiten finden Sie in den Datenpaketen, die ich Ihnen überspielt habe. Wir wissen, dass die Körperteile größtenteils von unterschiedlichen Personen stammen müssen. Zumindest der Kopf von Rosalynn Hallway war tiefgefroren, und wahrscheinlich trifft das auch auf viele der anderen Körperteile zu, bei denen bisher noch nicht festgestellt werden konnte, zu wem sie ursprünglich gehörten. Natürlich arbeitet man an einem Abgleich von Leichenteil-Funden, die Parallelen zu diesem Fall aufweisen, und ist bereits in Ohio, New York State, New Hampshire und Massachusetts fündig geworden. Und wie Sie sich denken können, graben die Medien zurzeit auch an der Sache.«

Jetzt war auch klar, weshalb dieser Fall in unseren Zuständigkeitsbereich fiel. Wenn die Vermutungen auch nur teilweise zutrafen, handelte es sich um eine Mordserie von wahrhaft monströsen Ausmaßen. Jemand hatte vielleicht eine jahrzehntelange Blutspur über mehrere Bundesstaaten gelegt.

»Wie lange liegt der erste dieser Fälle zurück?«, fragte ich.

»Dreißig Jahre«, erklärte Mr High. »Ein Fall aus Ohio. Ein menschliches Bein lag auf einer Parkbank in einer Kleinstadt, über die man wahrscheinlich niemals zuvor und nie wieder danach irgendetwas gehört hat. Das Opfer war ein Mann, der nicht identifiziert werden konnte. Möglicherweise ist er identisch mit einem gewissen Charles Royce, der zur selben Zeit verschwand. Aber erstens waren damals die Möglichkeiten der DNA-Analyse noch nicht so weit entwickelt wie heute und zweitens gab es an dem Bein selbst offenbar keine physischen Merkmale, die eine eindeutige Identifizierung ermöglicht hätten.«

»Ich nehme an, dass die DNA-Tests jetzt nachgeholt werden«, meinte ich.

»Damit sind bereits Labore in mehreren Bundestaaten beschäftigt«, erklärte Mr High. »Für Sie und Phil habe ich Flüge für heute Nachmittag nach Boston buchen lassen. Hotelzimmer sind auch bereits reserviert. Dr. Willson und Dr. Fortesque werden Sie begleiten. In Boston werden die beiden die Laborkapazitäten des Boston Police Department uneingeschränkt nutzen können. Der Rest unseres Scientific-Research-Teams wird Ihnen natürlich wie üblich jederzeit telefonisch und per Datenleitung zur Verfügung stehen und sich gegebenenfalls auch zum Einsatzort begeben, falls das erforderlich sein sollte und Sie zusätzliche Unterstützung benötigen.«

Ich wechselte einen kurzen Blick mit Phil.

Er schien denselben Gedanken zu haben wie ich. Dies war ein Fall von einem ganz besonderen Kaliber.

Mr High blickte auf die Uhr. »Sie haben noch etwas Zeit, um sich mit den ...

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