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Jerry Cotton - Folge 3003

Die Lücke in der Kette

Gerade als John Cormick die Straße überqueren wollte, klingelte sein Handy.

Er wollte in die Innentasche seiner Jacke greifen, als er neben sich einen Motor aufheulen hörte. Noch ehe er eine Chance hatte sich umzudrehen, wurde er schon von einem schwarzen Wagen erfasst und wie eine Marionette durch die Luft gewirbelt.

Einige Meter weiter schlug er auf den harten Asphalt. In diesem Augenblick war er bereits bewusstlos und merkte nicht mehr, wie sein Körper von den breiten Reifen zerquetscht wurde.

Für John Cormick kam jede Hilfe zu spät. Er starb auf der Straße vor seiner Wohnung in Washington.

»Da haben sich ja eine Menge bekannter Namen angekündigt«, sagte Phil, als er sich die Liste auf meinem Schreibtisch anschaute. »Ich freue mich schon darauf, den einen oder anderen persönlich kennenzulernen und herauszufinden, was an den Gerüchten, die man so hört, wirklich dran ist.«

Ich lächelte. »Das würde ich in einigen Fällen auch gern wissen. Aber ich bezweifle, dass wir viel erfahren werden. Das sind alles Top-Profis, Mitglieder der Crème de la Crème der Terrorbekämpfung. Wenn jemand schweigen kann, dann diese Leute. Und die meisten der Operationen, die uns interessieren, haben ja offiziell nie stattgefunden. Ergo werden sie uns auch nichts darüber erzählen wollen.«

Phil nickte nachdenklich. »Ja, ich befürchte auch, dass wir auf eine Mauer des Schweigens stoßen. Und wenn sie uns etwas erzählen, dann nicht unbedingt die ganze Wahrheit. Na ja, wie dem auch sei, es ist ein Vertrauensbeweis von Director Fuller, dass er uns mit der Aufgabe betraut hat, die Sicherheit der Konferenz zu gewährleisten. Wir sind ja erst ein paar Monate in Washington. Sicher hätte er dafür auch jemand anderen finden können. Ehrlich gesagt wäre mir das auch lieber gewesen. Das ist zwar eine verantwortungsvolle Aufgabe, aber auch eine, die ganz schön nach hinten losgehen kann.«

Ich schaute ihn an. »Übertreibst du nicht ein wenig? Immerhin ist bei den letzten Konferenzen auch nichts passiert, oder? Da verlief alles reibungslos.«

»Offiziell, ja«, meinte Phil. »Aber ich habe Gerüchte gehört, dass es schon den einen oder anderen Zwischenfall gegeben hat, der nicht an die große Glocke gehängt wurde. In dieser Hinsicht schweigen sich die zuständigen Beamten gerne aus.«

»Jetzt machst du mich aber neugierig«, sagte ich. »Ist die Quelle verlässlich?«

»So verlässlich, wie eine Sekretärin sein kann«, antwortete Phil. »In diesem Fall die des Mannes, der für die letzten beiden Konferenzen zuständig war. Sie hat ein paar Andeutungen gemacht, da habe ich ein wenig mit ihr geflirtet und weiter nachgefragt. Genaues wusste sie allerdings auch nicht.«

»Vielleicht wollte sie nur deine Aufmerksamkeit erregen«, sagte ich. »War vielleicht ihre Art, auf deine Annäherungsversuche zu reagieren.«

Phil schmunzelte. »Ja, mag sein. Ist bei einem attraktiven Mann wie mir ja verständlich.«

Ich lächelte. »Einem selbstbewussten Mann wie dir, solltest du vielleicht noch hinzufügen. Aber wie auch immer, es kann nicht schaden, dem nachzugehen und mehr über die Ereignisse der letzten Konferenzen dieser Art herauszufinden. Zum Glück können wir uns als Inspektoren den Luxus leisten, diese Arbeit nicht selbst erledigen zu müssen. An wen sollten wir das delegieren? Was schlägst du vor?«

Phil überlegte kurz. »In den letzten Monaten haben wir einige der Agents hier kennengelernt. Von denen wären sicher ein paar geeignet. Agent Broylls kennt sich gut aus, was Interna angeht. Er ist schon über zehn Jahre hier im J. Edgar Hoover Building tätig und hat bereits mehrfach bewiesen, dass er eine Menge Leute kennt. Dazu verfügt er über das nötige Fingerspitzengefühl. Das wäre ein Job für ihn. Ich rufe ihn gleich an.«

Phil nahm den Hörer in die Hand und wählte Agent Broylls’ Nummer. »Hallo, ja, hier Inspektor Decker. Können Sie kurz ins Büro von Inspektor Cotton kommen? Es geht um eine neue Aufgabe für Sie. Ja, geht klar, bis gleich.«

Phil legte den Hörer wieder auf und schaute mich an. »Er wird gleich hier sein.«

»Dann warten wir«, sagte ich. »Wobei wir uns nicht zu viel Zeit nehmen sollten. Mr High erwartet uns.«

»Er hat sich ganz gut eingelebt, nicht wahr? Ich glaube, der Umgebungswechsel hat ihm irgendwie gut getan«, bemerkte Phil.

»Ja, in gewisser Weise schon«, stimmte ich Phil zu. »Eine neue Aufgabe, ein neues Office, eine neue Stadt. Wobei er New York sicher vermisst.«

»Da ist er nicht der Einzige«, sagte Phil und wollte gerade zum nächsten Satz ansetzen, als es klopfte.

Agent Baldur Broylls trat ein. Er war ein hellblonder Hüne von mehr als sechs Fuß und kräftig gebaut. Den Vornamen hatte er seinem Vater zu verdanken, der ein Fan germanischer Mythologie war.

»Inspektor Decker, Inspektor Cotton, hier bin ich«, begrüßte uns Agent Broylls förmlich.

»Hallo, Baldur«, erwiderte Phil weitaus weniger steif. »Nehmen Sie doch Platz. Wir wollten etwas mit Ihnen besprechen.«

»Gerne«, sagte Agent Broylls und setzte sich, woraufhin er uns aufmerksam musterte.

»Es geht um die bevorstehende Konferenz«, erklärte Phil. »Wie Sie vielleicht schon gehört haben, sind wir für die Sicherheit und einige andere Funktionen zuständig. Ich habe mich ein wenig umgehört und es sind mir einige Gerüchte über Zwischenfälle bei den letzten Konferenzen zu Ohren gekommen.«

Agent Broylls nickte. »Ja, da war etwas. Mit Details kann ich Ihnen allerdings nicht dienen, da muss ich passen. Ich hatte noch nie mit den Vorbereitungen oder der Durchführung dieser Konferenzen zu tun.«

»Aber Sie kennen hier viele Leute«, sagte Phil. »Könnten Sie sich umhören und für uns recherchieren, was an den Gerüchten dran ist? Was wir brauchen, sind Fakten, Details, Namen, all das, keine vagen Vermutungen.«

Agent Broylls lächelte. »Natürlich, Sir, darum kümmere ich mich gerne. Es freut mich, dass Sie bei der Aufgabe an mich gedacht haben.«

Phil lächelte. »Gut, dann zeigen Sie mal, was Sie draufhaben. Aber bitte alles schön diskret.«

»Natürlich, Sir«, bestätigte Agent Broylls und verließ das Büro.

»Bin gespannt, was er herausfindet«, sagte Phil.

»Ich auch«, sagte ich. »Und jetzt gehen wir zu Mr High. Wahrscheinlich will er unsere Zusicherung, dass bei den Vorbereitungen alles glattläuft.«

Phil verzog das Gesicht. »Die würde ich ihm gerne geben – wenn alles in trockenen Tüchern ist. Im Moment gibt es aber noch eine Menge zu organisieren.«

»Dafür hat er sicher Verständnis«, meinte Phil.

***

Wir verließen mein Büro und gingen zu dem unseres Chefs. Davor saß Dorothy Taylor, Mr Highs Sekretärin. Obwohl ihre dunklen Augen, die gut mit ihrem ebenso dunklen Teint harmonierten, auf den Computermonitor vor ihr gerichtet waren, wusste ich, dass sie uns schon aus den Augenwinkeln hatte kommen sehen.

»Inspektor Cotton, Inspektor Decker, der Assistent Director erwartet Sie bereits. Sie können direkt reingehen«, sagte sie, wobei sie uns nur einen kurzen Blick zuwarf und sich dann wieder auf den Monitor konzentrierte.

»Na, dann wollen wir mal«, sagte Phil und schaute sich suchend um.

Dorothy hatte seinen Blick bemerkt. »Ihren heißgeliebten Kaffee bringe ich Ihnen gleich vorbei, die Maschine braucht noch einen Augenblick.«

»Danke«, sagte Phil knapp und lächelte zufrieden.

Wir klopften und betraten das Büro unseres Chefs. Es war etwas größer als das in New York oder kam mir zumindest so vor. Die Einrichtung war jedoch ähnlich. Mr High hatte viele Bilder und Auszeichnungen aus seinem alten Büro mit hierhergebracht.

Er saß hinter seinem Schreibtisch und bedeutete uns Platz zu nehmen.

Er tippte noch etwas auf der vor ihm liegenden Tastatur, dann widmete er uns seine volle Aufmerksamkeit und fragte: »Nun, wie laufen die Vorbereitungen für die Konferenz?«

»Es ist noch einiges zu erledigen«, antwortete ich. »Wir haben mehrere Teams an der Arbeit, an all den verschiedenen Projekten. Die Räumlichkeiten sind bereits auf Wanzen überprüft worden, die Computer für die Teilnehmer werden gerade vorbereitet, es gibt einen Plan für das Sicherheitspersonal, und wir arbeiten weiter an der für uns aufgestellten Checkliste. Allerdings sind wir noch nicht so weit, dass wir für die Sicherheit der Teilnehmer garantieren können.«

»Aber genau das ist Ihre Aufgabe«, sagte Mr High. »Da Sie noch ein paar Tage Zeit haben, gehe ich davon aus, dass Sie alles zu meiner Zufriedenheit und zu der von Director Fuller erledigen werden.«

»Davon gehen wir auch aus«, meinte Phil. »Bis jetzt spricht auf jeden Fall nichts dagegen.«

Genau in diesem Augenblick klingelte sein Smartphone.

»Decker«, meldete er sich.

Kurz darauf verfinsterte sich seine Miene. »Habe verstanden. Schicken Sie mir detaillierte Informationen über die Angelegenheit zu. Ich möchte, dass das mit oberster Priorität behandelt wird, und erwarte, über jede neue Erkenntnis informiert zu werden. Danke.«

Phil beendete das Gespräch und steckte sein Smartphone wieder ein.

»Und?«, fragte ich neugierig.

»Es gab einen Zwischenfall«, antwortete Phil. »Ein Analytiker, der in die Vorbereitungen der Konferenz involviert war, ist gerade gestorben. Er wurde überfahren, in der Nähe seiner Wohnung. Sein Name ist John Cormick.«

»Verdammt!«, fluchte ich verhalten. »Liegen schon weitere Erkenntnisse vor? War es ein Unfall?«

Phil schüttelte den Kopf. »Nein, im Moment gibt es noch nichts Konkretes. Das MPDC untersucht den Fall. Unsere Leute sind darauf aufmerksam geworden, weil Cormicks Name im Computer aufgetaucht ist.«

Das Metropolitan Police Department Columbia war das Washingtoner Äquivalent zum NYPD.

»Dieses Ereignis gibt auf jeden Fall Anlass zur Sorge«, sagte Mr High ruhig. »Sie sollten die Hintergründe klären und sicherstellen, dass sein Tod nichts mit der Konferenz zu tun hat. Oder, falls doch, entsprechend ermitteln.«

»Vielleicht handelt es sich nur um einen Unfall«, meinte Phil.

»Vielleicht«, wiederholte ich. »Aber wenn es um eine Konferenz zur Bekämpfung von Terrorismus geht, müssen wir mit allem rechnen.«

Wir besprachen noch ein paar Details über die Konferenzvorbereitungen mit Mr High und verließen dann sein Büro.

»Was meinst du, sollen wir Willson auf den Fall Cormick ansetzen?«, fragte mich Phil, als wir uns wieder in meinem Büro befanden. »Dann hätten wir einen unserer Leute vor Ort. Ich weiß nur nicht, wie das MPDC damit umgehen wird. Keine Ahnung, wie empfindlich die auf so was reagieren.«

»Gute Frage«, sagte ich und überlegte.

Als Inspektoren waren wir auch gehalten, diplomatisch vorzugehen. Viele Polizeibehörden waren nicht erbaut davon, wenn sich das FBI in ihre Ermittlungen einmischte. Allerdings ging es hier möglicherweise um die nationale Sicherheit.

»Wir sollten ihn zum Tatort schicken«, sagte ich. »Er wird mit den Kollegen von der lokalen Polizei schon klarkommen.«

Phil nickte und holte sein Handy heraus. Er rief Dr. Willson direkt an und aktivierte die Freisprecheinrichtung, damit ich das Gespräch verfolgen konnte.

»Howdy, Phil«, meldete sich Dr. Willson mit leichtem texanischem Akzent. »Was verschafft mir die Ehre?«

»Wir haben eine Leiche«, antwortete Phil und verzichtete auf Höflichkeiten. »John Cormick, ein Analytiker und Computertechniker, der mit der Vorbereitung der Konferenz zu tun hatte. Er ist überfahren worden. Wir wollen wissen, ob es ein Unfall oder Mord war, und herausfinden, ob es etwas mit der Konferenz zu tun haben könnte. Ich schicke Ihnen alles, was wir haben. Begeben Sie sich bitte zum Tatort und übernehmen Sie die Leitung der Forensik. Ich möchte kurzfristig einen Bericht haben. Und sehen Sie zu, dass Sie diplomatisch vorgehen. Wir wollen das MPDC nicht vor den Kopf stoßen.«

»Geht klar, Phil«, antwortete Willson. »Ich mache mich gleich auf den Weg. Melde mich, sobald ich etwas weiß.«

Er beendete das Gespräch.

Phil lächelte. »Irgendwie habe ich mich immer noch nicht an den Akzent von Gerold gewöhnt.«

»Ja, ich weiß, was du meinst«, sagte ich. »Manche Texaner tun alles, um nicht verstanden zu werden. Aber er hat sich inzwischen schon ganz schön an die Sprache der Ostküste angepasst – zumindest für einen Texaner. Aber egal, schauen wir, wie die anderen Projekte zur Vorbereitung der Konferenz laufen. Wir haben nur noch eine knappe Woche und die Zeit sollten wir gut nutzen.«

Phil nickte, nahm neben mir Platz und wir legten los, unsere Checkliste abzuarbeiten. Zuvor allerdings fügte ich noch einen Punkt hinzu – die Untersuchung des Todes von John Cormick.

***

Als Dr. Willson am Tatort erschien, erwartete ihn der Pathologe des MPDC bereits, und der hatte keine gute Laune.

»Sie sind Dr. Willson vom FBI, nicht wahr?«, fragte der Pathologe gereizt.

»Genau der bin ich«, bestätigte Dr. Willson und deutete kurz auf die Dienstmarke, die er sich um den Hals gehängt hatte. »Das können Sie hier nachlesen.«

»Na prima, dann können Sie sich ja jetzt um den armen Kerl kümmern und ich kann zum nächsten Tatort fahren. Die Kollegen dort warten schon seit fast über einer Stunde auf mich«, sagte der Pathologe gereizt. »Aber Sie hatten ja darauf bestanden, dass ich hierbleibe, bis Sie eingetroffen sind.«

»So ist es«, bestätigte Dr. Willson. »Es gibt keinen Ersatz für die Beobachtungen des Pathologen, der zuerst am Tatort eintrifft. Daher wollte ich mit Ihnen reden.«

»Na gut, reden wir«, sagte der Pathologe des MPDC und deutete auf den leblosen Körper, der unweit von ihm unter einer Plane auf dem Boden lag. »Das ist das Opfer, John Cormick. Er wurde überfahren. Die Verletzungen stimmen mit den Schilderungen der Zeugen über das, was geschehen ist, überein. Er hat diverse Frakturen. Der Wagen hat ihn voll erfasst. Zusätzlich zum Aufprall ist er überfahren worden, wodurch sein Brustkorb und viele innere Organe zerquetscht wurden. Es war auf jeden Fall ein schneller Tod. Hier vorne gibt es Bremsspuren. Sieht aus, als hätte der Fahrer den Mann erst im letzten Augenblick gesehen und noch versucht, das Schlimmste zu verhindern. Ohne Erfolg, wie man sehen kann.«

Dr. Willson musterte die Bremsspuren kurz. »Haben die Zeugen gesagt, wie schnell das Tatfahrzeug war, als es Mister Cormick erfasst hat?«

»Die Angaben schwanken, wird aber so etwa um die dreißig Meilen pro Stunde gewesen sein«, antwortete sein Gesprächspartner.

»Hm«, bemerkte Dr. Willson. »Das ist nicht unbedingt mein Spezialgebiet, aber mir erscheinen die Bremsspuren recht kurz. Ist es nicht so gewesen, dass Mister Cormick aufgrund des ersten Kontakts mit dem Fahrzeug durch die Luft geschleudert wurde?«

Sein Gegenüber nickte. »Ja, so wurde der Tathergang geschildert.«

Dr. Willson lächelte wissend. »Wenn ich jemanden mit meinem Wagen erfasst und durch die Luft geschleudert hätte, würde ich das Bremspedal voll durchdrücken. Aber dieser Fahrer hier hat das nicht getan. Wenn meine Einschätzung richtig ist, hat er gebremst, gewartet, bis Cormicks Körper wieder auf dem Boden lag, und ihn dann überfahren, um ihm den Rest zu geben. Ich muss das noch im Detail untersuchen, aber wenn Sie mich fragen, war das kein Unfall, sondern kaltblütiger Mord.«

»Etwas voreilig, diese Schlussfolgerung, meinen Sie nicht?«, meinte der Pathologe ablehnend.

»Diese Möglichkeit habe ich auch einkalkuliert«, sagte Dr. Willson. »Aber ich denke, dass ich recht habe. Lassen Sie mich ein paar Messungen anstellen, dann nehme ich mir das Opfer im Labor vor und suche nach Anhaltspunkten, die meine These bestätigen oder widerlegen.«

Der Pathologe vom MPDC verabschiedete sich und fuhr zum nächsten Tatort.

Dr. Willson schloss seine ersten Untersuchungen ab und nahm sein Handy aus der Tasche. Es war Zeit, Inspektor Decker anzurufen.

***

Phils Gesichtsausdruck wurde im Verlauf des Telefongesprächs mit George Willson immer ernster.

»Es war kein Unfall, nicht wahr?«, fragte ich, nachdem er aufgelegt hatte.

Er schüttelte den Kopf. »Nein, sieht nicht so aus. George muss noch ein paar Untersuchungen durchführen, meinte aber, wir sollten uns darauf einstellen, dass Cormick ermordet wurde.«

»Und zum Täter hatte er sicherlich nichts zu sagen«, bemerkte ich.

»Nein, außer dass es sich um einen kaltblütigen Mörder handelt«, antwortete Phil. »Wir sollten ein paar Agents auf die Sache ansetzen«, sagte Phil und verzog das Gesicht. »Ach was, ich denke, wir fahren einfach zum Tatort und sehen uns die Sache vor Ort an. Ich war heute schon lange genug im Büro. Es ist Zeit, mal wieder auf die Straße zu kommen.«

»Nichts dagegen«, sagte ich, obwohl es noch nicht mal Mittagszeit war, und schnappte mir mein Sakko. »Fahren wir los.«

Wir verließen das Büro und gingen zur Fahrbereitschaft, wo wir uns einen Ford Interceptor bereitstellen ließen. Phil nahm wie üblich auf dem Beifahrersitz Platz, wo er sich wohler fühlte. Ich übernahm das Fahren.

»Auch wenn es mir genauso wie dir gefallen würde, mal wieder die Ermittlungen in einem Fall zu übernehmen, sollten wir uns nach wie vor auf die Konferenz konzentrieren und möglichst viele Aufgaben delegieren«, sagte ich zu Phil.

Er winkte ab. »Ja, schon klar, ich hatte auch nicht vor, wieder Special Agent zu spielen. Aber manchmal muss ich einfach aus dem Büro raus auf die Straße und ein bisschen frische Luft schnappen. Ich habe irgendwie die Befürchtung, dass ich den Kontakt zur Realität unseres Jobs verliere, wenn ich nur als Führungskraft tätig bin.

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