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Jerry Cotton - Folge 2997

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Tödlicher Grenzverkehr
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Tödlicher Grenzverkehr

Steine, Sand! Steine, Sand!« Julio wusste nicht mehr, wie lange schon er diese Worte bei jedem Schritt hervorstieß. Seit Stunden schon schleppte er sich unter der gnadenlosen Sonne Mexikos dahin. Seine Stimme war so leise, dass er sie selbst nicht mehr hörte. Sein Mund war ausgetrocknet, und die Schicksalsgenossen, die sich neben und hinter ihm durch die Wüste schleppten, nahm er längst nicht mehr wahr.

Er nahm auch den Steinbrocken vor seinen Füßen nicht wahr, stolperte, stürzte und blieb liegen. Das Einzige, was noch in sein Bewusstsein drang, war das widerliche Geräusch, das da plötzlich dicht vor ihm war – das hässlichste Geräusch seines Lebens.

Er hatte es schon öfter gehört, aber noch nie in so erschreckender Nähe. Eine tödliche Warnung. Die Warnung einer Klapperschlange an jeden Gegner, der ihr zu nahe kam.

Julio sah sich um. Die armdicke Schlange war nicht mehr als einen Yard von seinem Gesicht entfernt. Sie lag zusammengerollt da, nur das Ende ihres Schwanzes mit den Hornklappern war leicht erhoben und verursachte dieses furchteinflößende Geräusch. Und der vordere Teil ihres Körpers mit dem dreieckigen Kopf und den Augen mit den senkrechten Schlitzen, die ihn erbarmungslos anstarrten, war aufgerichtet.

Julio wusste, dass dies die letzten Sekunden seines Lebens waren. Eines kurzen, erbärmlichen Lebens, das jetzt ein erbärmliches Ende nehmen würde.

Das Messer war plötzlich da, von irgendwoher, und es steckte im Hals der Schlange. Die lange Klinge hatte den Hals des Reptils durchbohrt und ragte auf der anderen Seite noch zwei Handbreit weit heraus. Dann fiel die Schlange in sich zusammen und blieb reglos liegen. Die Spitze des Messers bohrte sich tief in den sandigen Boden.

»Du kannst aufstehen«, sagte eine Männerstimme irgendwo hinter Julio. Es war die Stimme von Carlos Garcia, einem seiner ältesten Freunde. »Das verdammte Vieh ist tot. Und wir haben jetzt endlich etwas zum Abendessen.«

»Klapperschlange!«, sagte Julio mit kaum hörbarer Stimme. »Ich habe in meinem Leben schon viel Dreck gefressen, aber ich hätte nie geglaubt, dass ich mich mal über ein Stück Klapperschlangenfleisch freuen würde.«

»Gebraten schmeckt Klapperschlange ganz gut. Und wenn unser Hunger noch größer wird, fressen wir das verdammte Vieh sogar roh. Es wird nur nicht für uns alle reichen.«

Carlos bückte sich, hob die Schlange auf, zog sein Messer aus ihrem Körper und steckte es in seinen Gürtel. Julio sah ihm dabei zu. Er wusste nicht, was größer war: sein Hunger oder der Abscheu vor diesem Abendessen.

»Ich kann nicht mehr«, keuchte er. »Ich bleibe hier liegen.«

»Dann erwischen dich die Yankees. Wie ich höre, haben sie jetzt sogar eine eigene Polizeitruppe aufgestellt für Leute wie uns. Sie erwischen die meisten.«

»Wie lange laufen wir eigentlich schon durch diese verdammte Wüste? Drei oder vier Tage? Bei Tag diese fürchterliche Hitze und bei Nacht Temperaturen unter null Grad. Und nichts zu sehen als Sand und Steine und ein paar trockene Dornsträucher. Warum müssen wir so weit laufen, um diese verdammte Grenze zu erreichen?«

Ein raues Lachen hinter ihm war die Antwort. Das war Pepe Suarez, der älteste in der Gruppe und ihr Anführer. Es hieß von ihm, dass er schon mindestens ein Dutzend solcher Gruppen über die Grenze hinüber nach Kalifornien geschafft hatte. Wie viele Menschen dabei gestorben waren, danach wagte ihn niemand zu fragen.

»Du würdest wohl am liebsten mit einem Bus bis zur Grenze fahren, wie?«, spottete Pepe. »Und dort schön brav deine Papiere vorzeigen. Und sofort in ein Gefängnis der Yankees wandern. Wir müssen uns an die Grenze heranschleichen, wenn wir eine Chance haben wollen, in das Land unserer Träume zu kommen. In das Land, in dem wir Arbeit finden, eine anständige Wohnung und genug zu essen für uns und unsere Familien. Aber diese Grenze ist nur ein Strich auf der Landkarte, kein Strich durch diese Wüste. Sie ist nicht zu erkennen. Obwohl ich sie schon wiederholt überquert habe, weiß ich nicht, wie weit wir noch von ihr entfernt sind. Vielleicht sind wir sogar schon …«

Der scharfe Knall eines Gewehrschusses schnitt Pepe das Wort ab. Bevor er den zweiten Schuss hörte, lag er schon der Länge nach auf dem Boden. Im Fallen riss er Carlos mit sich. Carlos hielt immer noch die Klapperschlange in der Hand.

»Bleibt liegen und macht keine Dummheiten!«, rief eine Stimme über ein Megafon. »Wenn ihr euch ergebt, passiert euch nichts.«

»Er spricht Spanisch«, sagte eine Frau, die hinter Julio lag. »Es sind also unsere eigenen Leute.«

»Nein, das sind Yankees«, widersprach Pepe. »Auch in Kalifornien gibt es eine Menge Menschen mexikanischer Abstammung. Und etliche von ihnen sind bei der Polizei der USA. Es ist am besten, wenn wir uns ergeben und uns an ihre Anweisungen halten. Diese Burschen verstehen keinen Spaß.«

»Was werden sie jetzt mit uns tun?«, fragte Paco, ein Junge von elf oder zwölf Jahren. Seine Stimme zitterte vor Angst. »Werden sie uns umbringen?«

Wider lachte Pepe sein raues Lachen. »Nein, mein Junge, das tun sie nicht. Das sind nur Gerüchte, die sie vielleicht sogar selbst verbreiten, um Leute wie uns abzuschrecken. Sie stecken uns nur ins Gefängnis, nur ein paar Stunden, um uns nicht zu lange durchfüttern zu müssen, und schaffen uns dann wieder zurück über die Grenze in unsere geliebte Heimat Mexiko.«

»Das ist noch schlimmer, als wenn sie uns gleich umbringen würden«, flüsterte Julio. »Dann beginnt unser altes Leben wieder von vorn. Ein erbärmliches Leben ohne jede Hoffnung.«

»Doch, diese Hoffnung gibt es«, sagte Pepe. »Wenn sie uns heute zurückschicken, versuche ich es morgen wieder. So lange, bis es klappt. Kopf hoch, Junge! Dir geht es besser als dieser Schlange hier. Du lebst noch.«

»Ich hätte nie geglaubt, dass ich mal eine tote Klapperschlange beneiden würde«, sagte Julio.

***

Es waren 25 Menschen, die sich durch die Wüste schleppten. Einige trugen noch billige Taschen mit sich, in denen sie die Reste ihrer Lebensmittel und etwas Wasser aufbewahrten, andere hatten die längst leeren und somit nutzlos gewordenen Taschen schon vor Stunden weggeworfen.

Nur zwei Polizisten bewachten sie. Mehr Bewacher waren nicht nötig, denn die Gefangenen waren zu müde und zu enttäuscht, um einen Fluchtversuch wagen zu können.

Als sie endlich die kleine Polizeistation in der Wüste erreichten, ließen sich die meisten von ihnen kraftlos fallen, nur wenige blieben noch auf den Beinen, mehr getragen von ihrem Stolz als von ihrer Kraft.

Aus der Station kam ein junger Mann mit glattem schwarzem Haar. Seine Uniform war sauber und nicht verschwitzt, das Dienstabzeichen eines Deputy Sheriff auf seiner Brust glänzte in der untergehenden Sonne.

»Ich bin Hilfssheriff Sergio Ramirez«, stellte er sich in tadellosem Spanisch vor. »Sie haben von uns nichts zu befürchten.«

»Außer wieder zurückgeschickt zu werden«, flüsterte der alte Pepe seinem Nachbarn zu.

»Wir können euch nicht behalten«, sagte der Deputy. »Sonst seid ihr bald so viele, dass Kalifornien ein Bundesstaat von Mexiko wird. Aber ein paar Stunden werden wir euch schon einsperren. Stunden, in denen ihr zu essen und zu trinken bekommt und euch ausruhen könnt. Als Gegenleistung müsst ihr uns nur eure Namen nennen. Also, kommt jetzt mit ins Haus!«

Deputy Ramirez wusste nicht mehr, wie viele solcher illegaler Einwanderer er schon gesehen hatte. Er betrachtete sie immer noch mit den gleichen Gefühlen, einer Mischung aus Hilflosigkeit und Mitgefühl. Es waren keine Verbrecher, die er jetzt einsperren musste, sondern Leute, die nur gekommen waren in der Hoffnung, hier in Kalifornien ein besseres Leben zu finden als zu Hause in ihrer Heimat.

Ein junges Mädchen erregte seine Aufmerksamkeit. Sie war etwa siebzehn, zwar ein bisschen dünn für seinen Geschmack, aber bildhübsch. Langes schwarzes Haar umrahmte ihr engelhaft schönes Gesicht. Die Augen in diesem Gesicht blickten ihn stolz an.

»Wie heißt du?«, fragte er.

»Maria. Maria Vega.«

»Komm mit in mein Büro, Maria!«

Der Deputy drehte sich um und ging voraus.

Der alte Pepe hielt Maria am Arm zurück. »Nimm dich in Acht, Mädchen«, flüsterte er. »Er wird dir schön tun und dir das Blaue vom Himmel versprechen, aber er hat nichts anderes im Sinn als deine Hilflosigkeit auszunutzen. Und wir werden dir nicht helfen können. Wir haben keine Waffen.«

»Aber ich«, flüsterte Maria. Ihre Hand spürte unter ihrem Kleid die lange schmale Klinge eines Messers.

Deputy Ramirez stand am Fenster seines kleinen, bescheiden eingerichteten Office und blickte hinaus auf die Wüste, über der eben die Sonne unterging. Als Maria eintrat, drehte er sich zu ihr um.

»Ihr kommt mit großen Erwartungen in unser Land«, sagte er. »Aber nur für die wenigsten gehen diese Erwartungen in Erfüllung. Als illegale Einwanderer bekommt ihr keine anständige Arbeit und keine Wohnung. Ihr müsst auf den Plantagen für einen Hungerlohn arbeiten und ihr könnt euch nicht beschweren, weil ihr sonst sofort ausgewiesen werdet. Ihr seid vollkommen rechtlos, wie Sklaven. Keiner von euch hat je in diesem Land Karriere gemacht.«

»Zu Hause in Mexiko geht es uns noch schlechter«, sagte Maria. »Mein Bruder hat für Drogenhändler gearbeitet, um die Familie ernähren zu können. Er wurde von Mitgliedern einer feindlichen Bande erschossen.«

»Du glaubst, dass du bessere Chancen hast als deine Freunde? Weil du ein Mädchen bist und hübsch? Du glaubst, hier Karriere machen zu können beim Film oder als Fotomodell? Nicht, solange dir jeden Tag die Ausweisung droht. Vielleicht hoffst du auch, irgendeinen reichen Kerl kennenzulernen, der dich zu seiner Geliebten macht. Bestenfalls landest du in einem billigen Bordell, wo du jeden Tag zehn bis fünfzehn Kunden bedienen musst. Und das Geld, das du dafür bekommst, kassiert dein Zuhälter.«

»Nach dieser Einleitung werden Sie mir jetzt sicher ein anderes Angebot machen, nicht wahr?«, spottete Maria. »Wenn ich Ihre Geliebte werde, können Sie mich vor der Ausweisung bewahren. Als Sheriff kennen Sie ja alle Tricks, noch besser als die Gangster.«

»Vielleicht könnte ich dich beschützen, aber …« Das altmodische Telefon auf dem Schreibtisch klingelte. Ramirez hob es ab. »Wo ist das?«, fragte er schließlich. »Gut, ich komme.«

Er legte den Hörer wieder auf. »Wir werden unser Gespräch nachher fortsetzen«, sagte er. »Es ist ein guter Vorschlag, den ich dir machen werde.«

***

Die riesige orangerote Sonne war bereits zur Hälfte hinter dem Horizont verschwunden. Sheriff John Hoover stand vor der kleinen Polizeistation und sah zu, wie die Mexikaner einer hinter dem anderen zu dem alten Bus gingen, der sie zurück zur Grenze bringen sollte.

»Wie Delinquenten auf dem Weg zum Galgen«, dachte er. »Leute ohne Hoffnung. Trotzdem werden einige von ihnen es schon morgen wieder versuchen. Manche von ihnen versuchen es vier oder fünf Mal. Wir fangen sie ein, schicken sie wieder zurück und ein paar Tage später sind sie wieder da.«

Aus dem Westen, genau aus der untergehenden Sonne, näherte sich ein Jeep. Nur ein Mann saß darin, sein Deputy Sergio Ramirez.

»Wo waren Sie denn?«, fragte Hoover.

Ramirez winkte verärgert ab. »Wieder eine dieser völlig nutzlosen Fahrten! Reine Zeitverschwendung.«

Sein Blick flog über die Mexikaner, die gerade in den Bus stiegen. »Wo ist Maria?«, fragte er.

»Welche Maria?«

»Ein junges Mädchen, mit dem ich sprechen wollte. Wir wurden durch einen Telefonanruf unterbrochen. Vielleicht wartet sie immer noch in meinem Büro.«

»In Ihrem Büro wartet nur die Wüstenmaus, die sich seit drei Tagen dort herumtreibt. Im Bretterboden muss wohl ein Loch sein. Na ja, solange keine Klapperschlangen hereinkommen …«

Der Deputy hörte ihm schon nicht mehr zu. Er hatte sich umgedreht und ging mit langen schnellen Schritten in das Haus. Nach weniger als einer halben Minute war er wieder zurück.

»Sie ist weg«, sagte er.

Sheriff Hoover lachte. »Sie hat sich wohl verdrückt, wie? Scheint ein kluges Mädchen zu sein. Und ein sehr hübsches Mädchen, nehme ich an. Sonst wären Sie nicht so sehr an ihr interessiert.«

»Wir müssen sie finden! Allein hat das Mädchen keine Chance in einem fremden Land, in dem sie niemanden kennt und dessen Sprache sie nur gebrochen spricht.«

»Vielleicht warten irgendwelche Verwandten auf sie«, versuchte Hoover seinen Deputy zu beruhigen. »Dann hat sie wenigstens eine Unterkunft und vielleicht auch Arbeit. Wenn sie Glück hat, kann sie sich zehn Jahre im Land aufhalten, bis sie doch aufgegriffen und zurückgeschickt wird. Na ja, mir kann’s egal sein. Ich laufe jedenfalls nicht los, um sie zu suchen.«

Er sah gelassen zu, wie ein Polizist nach dem letzten Mexikaner die Tür des Busses zuschlug und dann das Zeichen zum Losfahren gab. Eine Weile blickte er noch hinter dem Bus her, dann drehte er sich um.

Sein Deputy folgte ihm nicht. Er umrundete die kleine Polizeistation und blickte dann hinaus in die Wüste.

Es gab hier nicht viel zu sehen. Sand, Steine, Kakteen. Und ein kleiner hölzerner Schuppen etwa fünfzig Schritte entfernt. Ramirez ging darauf zu. Sein Vorgesetzter folgte ihm nach kurzem Zögern.

»Glauben Sie wirklich, dass das Mädchen sich da drin versteckt hat?«, fragte er. »Dann ist sie nicht gerade die klügste. Hier findet man sie doch sofort.«

Deputy Ramirez hatte die morsche Holztür der Hütte bereits aufgestoßen. Die letzten Strahlen der Sonne fielen in das dunkle Innere.

Hoover schob ihn beiseite. Er war der Boss hier, also hatte er auch den Vortritt, auch wenn es hier nichts zu finden gab als staubiges, rostiges Gerümpel.

Dann blieb er abrupt stehen.

»Ach du Scheiße!«, murmelte er.

Der Anblick, der sich ihm bot, war auch für einen hartgesottenen Burschen wie ihn fast mehr, als er ertragen konnte.

»Ist das Maria?«, fragte er schließlich.

Sein Deputy konnte nicht antworten. Entsetzt starrte er auf das Mädchen mit der durchgeschnittenen Kehle, das in seinem eigenen Blut lag. Er nickte nur.

***

Es kommt nicht oft vor, dass Phil und ich uns morgens verspäteten, aber diesmal hatte sich wirklich alles gegen uns verschworen. Und gerade heute hatten wir als Erstes einen Termin bei Mr High.

Mit einer halben Stunde Verspätung hetzten wir an Helen vorbei und hatten noch nicht einmal Zeit, einen Kaffee mit zu der Besprechung zu nehmen.

Mr High war nicht allein in seinem Büro. Zusammen mit ihm hatte Steve Dillaggio, der zweite Mann des Field Office, auf uns gewartet.

»Schön, dass Sie da sind«, begrüßte uns Mr High.

Ich wollte zu einer Erklärung ansetzen, aber unser Chef winkte mit einer Handbewegung ab, die wohl besagen sollte: »Schon gut.«

»Jerry, Phil, Sie begeben sich noch heute nach San Diego, Kalifornien.«

»Worum geht es?«, fragte ich.

»Gestern Abend wurde an der Grenze zwischen Kalifornien und dem mexikanischen Bundesstaat Baja California ein siebzehnjähriges Mädchen ermordet. Sie gehörte einer Gruppe illegaler Einwanderer an, die sich über die Grenze ins Land schleichen wollten und dicht hinter der Grenze erwischt wurden.«

»Heißt das, dass die Leute sich schon im Gewahrsam unserer Polizei befanden, als das Mädchen ermordet wurde?«, fragte ich.

»Ich sehe, Sie haben den Ernst der Lage erfasst, Jerry«, lobte Mr High. »Der Mord geschah in einer Polizeistation. Es ist durchaus denkbar, dass der Mörder ein Polizist ist. Die Sache wird noch peinlicher dadurch, dass in der gleichen Gegend in letzter Zeit auch weitere Straftaten geschehen sind, bei deren Aufklärung die dortige Polizei sich nicht gerade vorbildlich verhalten hat.«

»Deshalb überträgt man also die weiteren Ermittlungen dem FBI«, folgerte Phil. »Aber warum machen das nicht die Kollegen in Kalifornien?«

»Unsere Kollegen in Kalifornien sind schon eifrig dabei, ohne bisher allerdings große Erfolge vorweisen zu können«, antwortete Mr High. »Die Leute werden also nichts dagegen haben, wenn sie Unterstützung durch erfahrene Kollegen aus New York bekommen.«

»Also durch uns«, fragte ich nach.

Mr High lächelte. »Ja, wobei Sie, Jerry, die schwerere Aufgabe zu übernehmen haben. Windermeere wird Sie so herrichten, dass Sie als heruntergekommener Gangster durchgehen. Sie sollen undercover versuchen sich in die Kreise der Menschenschmuggler einzuschleichen. Sie werden jeden Kontakt mit Polizeibehörden oder FBI-Agenten vermeiden, außer mit Phil, der offiziell den Kollegen in Südkalifornien helfen wird. Die weiteren Einzelheiten besprechen Sie mit Steve.«

»Ihr nehmt natürlich nicht das gleiche Flugzeug«, fügte Steve hinzu. »Niemand in Kalifornien darf euch zusammen sehen. Hier sind deine neuen Papiere, Jerry.«

Die Papiere lauteten auf den Namen Alonzo Hernandez und behaupteten, dass ich in Florida geboren sei.

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