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Jerry Cotton - Folge 2992

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Söldner-Blues
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Söldner-Blues

Der Killer kniete nieder. Das zehnstöckige Millennium Building war für die Verhältnisse von Manhattan ein kleines Gebäude. Aber für die Zwecke des Killers hatte es genau die richtige Höhe.

Er stellte die Sporttasche ab. Dann baute er das Scharfschützengewehr zusammen, das er darin aufbewahrte.

Zuletzt setzte der Killer das Zielfernrohr auf die Waffe. Auf eine Laserzielerfassung verzichtete er mit Bedacht. Er wollte nicht, dass das Opfer durch den Laserstrahl gewarnt wurde. Der Killer legte ein Kissen auf den Boden, um sich bequem hinknien zu können.

Dann nahm er sein Opfer ins Visier.

»Tut mir leid«, murmelte er. »Aber du bist selbst schuld!« Der Zeigefinger spannte sich um den Abzug.

Das italienische Restaurant La Perla lag im New Yorker Stadtteil Chelsea und war bekannt dafür, einen der schönsten Dachgärten der ganzen Stadt zu haben.

Dorthin lud Cal Jenkins, der Chef von Global Mercenario Inc., mit Vorliebe seine Geschäftspartner ein.

»Na, was sagen Sie? Habe ich Ihnen zu viel versprochen?«, fragte Jenkins und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Dabei nippte er an dem exquisiten Rotwein. »Es gibt keinen Ort wie diesen in ganz New York, abgesehen vielleicht von ein paar Stellen im Central Park. Aber da laufen so viele Leute herum, mit denen irgendetwas nicht stimmen könnte …«

Jenkins atmete tief durch. Dem kahlköpfigen, übergewichtigen, aber trotzdem sehr kräftigen Mann sah man durchaus immer noch an, dass er mal sehr gut trainiert gewesen war. Aber das war mehr als ein Jahrzehnt her, als er noch im Marine Corps gedient hatte.

Auch später, als hochbezahlter Söldner, war er noch in Form gewesen. Erst als er sich mit seiner eigenen Firma selbstständig gemacht hatte, hatte sich das geändert.

Sein Gesprächspartner war ein hagerer, grauhaariger Mann mit eisgrauen Augen. Er trug einen schlichten Anzug, der eine Nummer zu groß war. Vermutlich deshalb, weil man dann besser eine Waffe unter dem Jackett verbergen konnte. Notfalls konnte man dann sogar eine Kevlar-Weste tragen, ohne dass die Jacke allzu sehr spannte.

Jenkins ging nicht davon aus, dass sein Gegenüber zurzeit eine Kevlar-Weste unter dem Hemd trug. Dazu wirkte er einfach zu schmächtig.

Jenkins nahm das als sicheres Zeichen dafür, dass dieser Mann ihm vertraute, denn bei ihrem ersten Treffen hatte er noch ausgesehen, als ob er zehn Kilo mehr auf den Rippen hätte. In der Branche, in der Cal Jenkins tätig war, war Vertrauen wichtiger als alles andere.

»Cal, ich habe mir Ihr Angebot noch mal vorgenommen und …«

»Lassen Sie uns doch erst den kulinarischen Teil bewältigen, bevor wir zum Geschäftlichen kommen«, unterbrach ihn Cal Jenkins und trank das halbe Weinglas leer.

Der Grauhaarige hatte sein Glas noch nicht einmal angerührt.

»Ganz wie Sie wollen«, sagte er höflich.

Seine Lippen waren ein gerader Strich. Cal Jenkins war schon bei ihrer ersten Begegnung aufgefallen, dass er seine Uhr rechts anstatt links trug. Schien eine Gewohnheit zu sein. Die Rolex am rechten Handgelenk des Grauhaarigen rutschte etwas und gab dabei kurz den Blick auf ein Tattoo frei. Jenkins hatte es bisher noch nicht bemerkt. Sieht aus wie eine Rose oder so was Ähnliches, dachte er. Jenkins hatte sich angewöhnt, auf solche Kleinigkeiten zu achten.

Der Kellner kam und brachte das Essen.

Der Hagere nahm nur einen Salat, Jenkins hingegen ein großes Pasta-Gericht.

»Sie waren vor ein paar Jahren mal etwas unangenehm in den Schlagzeilen«, sagte der Hagere dann, ohne irgendwelche Anstalten zu machen, seinen Salat anzurühren.

Jenkins hatte bereits den Mund voll. Er machte eine wegwerfende Handbewegung und brauchte ein paar Augenblicke, bis er genug heruntergeschluckt hatte, um antworten zu können.

»Meinen Sie die Sache im Irak? Oder in Afghanistan?«

»Ich weiß nicht …«

»Wir operieren weltweit. Militärische Dienstleistungen für private Bürger, Unternehmen oder Staaten, das ist unser Job. Und was diese beiden Einsätze angeht, da sind wir in die Schlagzeilen gekommen, weil unser Auftraggeber in die Schlagzeilen geriet. Und das war in diesen Fällen die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika!«

»War es nicht vielmehr so, dass die Regierung der Vereinigten Staaten unter anderem Ihretwegen in die Schlagzeilen geriet?«

Jenkins lachte. »Sind Sie ein getarnter Aktivist irgendeiner Gutmenschen-Organisation und ich habe das bisher nicht gemerkt?«

»Nein, aber stelle mir ein paar Fragen. Zum Beispiel, was die diskrete Abwicklung angeht.«

»Wenn Sie irgendwo Söldner einsetzen, dann geht es zur Sache. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und immer dann, wenn Blut fließt, ist hinterher das Geschrei groß. Dabei bedenkt man häufig eins nicht: dass noch viel mehr Blut geflossen wäre, wenn unsere Leute nicht eingegriffen hätten. Wir töten professionell und effektiv. Und wir machen dabei so wenig wie möglich kaputt, und wenn sich unser Auftraggeber geschickt verhält – was nicht immer der Fall ist –,erfährt auch niemand was davon.«

»Wenn Sie das sagen.«

Jenkins redete mit vollem Mund weiter. »Ich könnte Ihnen da Storys erzählen … Aber wie heißt es so schön? Der Rest ist Schweigen.«

»Das wollen wir hoffen.«

In diesem Augenblick ging ein Ruck durch Cal Jenkins’ Körper. Zweimal. Sein Blick erstarrte. Er sackte nach vorne. Das Gesicht fiel in das Pasta-Gericht. Jenkins rührte sich nicht mehr. Aus dem Hinterkopf und aus dem Genickbereich trat Blut aus.

Der Hagere erhob sich unterdessen von seinem Platz. Er hatte weder das Essen noch das Weinglas oder das Besteck angerührt. Sein Blick glitt für einen Moment hoch. Dann verließ er mit schnellen Schritten den Dachgarten des Restaurants La Perla. Als der Kellner ihm begegnete, hatte er bereits eine Sonnenbrille auf.

Und als der Kellner den Mann mit dem Gesicht in der Pasta fand, hatte der Grauhaarige längst das Lokal verlassen und befand sich bereits im Fahrstuhl.

***

»Ich hoffe, du bist keine Gefahr für den Straßenverkehr, Jerry«, meinte mein Partner Phil, als ich ihn am Morgen an der bekannten Ecke abholte.

»Wieso das denn, Phil?«

»Na, weil ich annehme, dass du genau wie ich kaum Zeit zum Schlafen hattest!«

Phil stieg aber trotzdem zu mir in den Jaguar.

Ich unterdrückte ein Gähnen, aber Phil ging es ganz genauso. Unser Chef hatte uns erlaubt, zwei Stunden später zum Dienst zu kommen. Das hatte im Übrigen auch noch den Vorteil, dass wir uns jetzt nicht wie sonst durch die Rushhour von Manhattan zu quälen brauchten, sondern ziemlich gut bis zum Field Office an der Federal Plaza durchkamen.

In der letzten Nacht hatten wir einen großen Drogendeal im New Yorker Hafen hochgehen lassen. Leider richteten sich die Gangster nicht nach den Bürozeiten des FBI New York. In diesem Fall hatten wir sehr lange darauf warten müssen, bis die Verdächtigen endlich auftauchten.

Bei so einer Operation darf kein Fehler passieren. Alles muss sorgfältig per Video dokumentiert werden, damit die Staatsanwaltschaft nicht am Ende vor Gericht wie ein begossener Pudel dasteht und ein paar skrupellose Großdealer als freie Leute den Gerichtssaal verlassen!

Es ist ein Geduldsspiel. Wir mussten mit dem Zugriff so lange warten, bis wir genug Beweise im Kasten hatten und der Deal tatsächlich über die Bühne gegangen war.

Aber immerhin war uns das ganz gut gelungen.

Jetzt waren alle beteiligten G-men entsprechend geschafft. Fast 50 Agents waren in diese Operation involviert gewesen.

Wir erreichten die Federal Plaza und ich fuhr den Jaguar in die Tiefgarage unserer Fahrbereitschaft.

Ein paar Minuten später fanden wir uns im Büro unseres Chefs ein. Unsere Kollegen Steve Dillaggio, Zeerookah, Fred Nagara und Ruby O’Hara waren schon dort, außerdem unsere Innendienstler Walter Stone und Dwight L. Richards. Walter kam aus der Fahndungsabteilung, während Dwight bei uns für betriebswirtschaftliche Fragen zuständig war. Oft genug muss man im Bereich des organisierten Verbrechens den Geldströmen folgen, wenn man an die großen Gangster herankommen will. Und dafür war Dwight unser Spezialist.

Es wurde eine Art Nachlese zum nächtlichen Einsatz.

Und auch da war Dwights Vorarbeit unerlässlich gewesen. Ohne seine Erkenntnisse hätten wir niemals die richtigen Leute zielsicher abhören können, um sie dann bei einem Riesen-Deal zu überraschen.

»Gestern haben alle, die an dem Einsatz beteiligt waren, sehr gute Arbeit geleistet«, sagte Mr High. Der Chef des FBI Field Office New York hatte seine Hände in den Taschen seiner Flanellhose vergraben. Die Hemdsärmel waren hochgekrempelt.

»Der Staatsanwalt hat mir gerade noch einmal bestätigt, dass die Voraussetzungen sehr gut sind, was die Anklagen gegen die Festgenommenen angeht. Die meisten werden für viele Jahre auf Rikers Island verschwinden, und damit dürften unsere Straßen wieder einmal etwas sicherer sein. In den nächsten Tagen werden außerdem weitere Verhaftungen erfolgen, die sich aus den Erkenntnissen ergeben haben, die bei diesem Einsatz gewonnen wurden.«

Ich kannte diesen Gesichtsausdruck bei Mr High. Wenn er wirklich zufrieden gewesen wäre, hätte sein Gesichtsausdruck anders ausgesehen. Es war nur eine Nuance, aber sie war für mich offensichtlich.

Ich nippte an dem Kaffee, den Helen uns gebraut hatte.

Und dann wartete ich geduldig ab, bis Mr High schließlich auf den Punkt kam, der ihm nicht gefiel. Er projizierte mit dem Beamer ein Foto an die Wand.

»Das ist Boris Rostow. Er lebt seit langem in den USA, ist aber gebürtiger Ukrainer. Er gilt als ein Verbindungsmann der ukrainischen Mafia in Brooklyn, die dort ja, wie allgemein bekannt, sehr aktiv ist.«

Auf dem Bild war ein grauhaariger, hagerer Mann zu sehen. Es stammte von einer Datei, die über unser Datenverbundsystem NYSIS zugänglich war. Offensichtlich war Boris Rostow schon irgendwann einmal erkennungsdienstlich behandelt worden, vermutlich bei einer Festnahme.

Mr High hob die Augenbrauen und ließ den Blick schweifen. »Wir nehmen an, dass dieser Boris Rostow bei dem Deal, der gestern Nacht stattgefunden hat, eine entscheidende Rolle als Vermittler gespielt hat. Dwight ist überzeugt davon, dass er den Deal angebahnt hat. Und das ist auch garantiert nicht das erste Mal, dass er in diesem Business tätig war.«

»Ich nehme an, dass er juristisch sauber aus der Sache herausgehen wird«, vermutete Steve Dillaggio. Der flachsblonde Italoamerikaner schlug die Beine übereinander. »Rostow ist bekannt dafür, dass er sehr vorsichtig ist. Er steckt seine Finger immer nur so tief in unsaubere Sachen hinein, dass nichts an ihm haften bleibt.«

»Ich habe ein Diagramm vorbereitet, auf dem die geschäftlichen Verflechtungen von Boris Rostow veranschaulicht sind«, mischte sich nun unser Kollege Dwight L. Richards ein.

Wenig später sahen wir das Diagramm an der Wand. Das Ausmaß seiner geschäftlichen Verbindungen war wirklich beeindruckend.

»Rostow stellt Kontakte zwischen verschiedenen Zweigen des organisierten Verbrechens her«, erläuterte Dwight. »Er hat gute Verbindungen zu Waffenhändlern und zu Oligarchen in der Ukraine und in anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Außerdem unterhält er beste Kontakte zu Leuten, die dafür sorgen, dass Rauschgift aus Afghanistan und Tadschikistan in rauen Mengen den amerikanischen Markt erreicht. Natürlich ist er selbst an all diesen Geschäften nicht beteiligt und wir haben nichts Konkretes gegen ihn in der Hand. Aber wenn wir uns etwas Mühe geben, dann ist es vielleicht diesmal möglich, ihn aus dem Verkehr zu ziehen.«

»Hängt vermutlich davon ab, wie aussagebereit die anderen Festgenommenen sind«, vermutete ich.

»Ich fürchte, darauf werden wir uns allein nicht verlassen können«, sagte Mr High. »Es werden einige personalintensive Observationen vor uns liegen.«

»Ich nehme an, die nötigen Genehmigungen zur Überwachung von Rostows Telekommunikation liegen bereits vor«, sagte Steve.

»Wenn das so einfach wäre«, ergriff Mr High wieder das Wort. »Rostow wohnt offiziell in einem Apartment in Brooklyn. Da hält er sich aber so gut wie nie auf. Wir denken, dass es verschiedene Immobilien in New York City und Umgebung gibt, die Strohmänner von ihm erworben haben und über die er verfügen kann. Allerdings wird es nicht ganz einfach sein, all die Adressen überhaupt zu ermitteln.«

»Er scheint ein sehr vorsichtiger Mann zu sein«, lautete Zeerys Kommentar.

»Jedenfalls werden wir uns einige Mühe geben müssen, um ihm seine Beteiligung an diesen Geschäften nachzuweisen.«

Meine Aufmerksamkeit war in diesem Augenblick bei den auf dem Foto angegebenen besonderen Kennzeichen. Danach hatte Rostow eine Tätowierung am rechten Handgelenk: eine Rose, die meistens von seiner Armbanduhr verdeckt wurde, die er ebenfalls rechts trug.

Seltsam, dachte ich.

***

Bis zum Mittag waren Phil und ich in unserem Büro damit beschäftigt, uns mit allen Einzelheiten vertraut zu machen, die mit Rostow zu tun hatten.

Aus irgendeinem Grund kehrte ich immer wieder zu einem bestimmten Punkt zurück.

»Wieso trägt jemand ein Tattoo, das er mit seiner Uhr verdeckt?«, fragte ich.

Phil zuckte die Schultern. »Was weiß ich! Vielleicht mag er es nicht mehr. Mit Tattoos ist das doch so eine Sache. Zuerst findest du es vielleicht cool, mit einer Rose am Handgelenk herumzulaufen, und ein paar Jahre später ist es dir peinlich.«

»Dieser Mann hat doch Geld genug, um das Tattoo entfernen zu lassen. Und zwar so, dass er hinterher nicht irgendwie vernarbt und entstellt aussieht, Phil.« Ich schüttelte den Kopf. »Nein, das kann nicht der Grund sein.«

»Und was ist dann deiner Meinung nach die Erklärung?«

»Jedenfalls scheint es mir, dass er die Uhr trägt, um das Tattoo zu verdecken.«

»Was du sagst, ist irgendwie voller Widersprüche. Oder besser gesagt: Mister Rostow scheint ein recht widersprüchlicher Charakter zu sein. Außerdem, was ist so wichtig an diesem Tattoo? Er trägt es, und wenn es mal darum geht, ihn zu identifizieren, ist es vielleicht nützlich. Ansonsten interessieren mich ehrlich gesagt sehr viel mehr seine Verbindungen zu diversen Gangsterbossen.«

Ich wusste nicht, worin die Bedeutung dieses Tattoos lag oder weshalb es die kostbare Zeit eines FBI-Agent wert sein sollte, sich damit zu beschäftigen, wieso dieser Mittelsmann des organisierten Verbrechens es vorzog, dieses Tattoo mit einer Uhr zu verdecken, anstatt es sich fachmännisch weglasern zu lassen.

Vielleicht war die Erklärung ganz einfach und banal und hatte nichts zu bedeuten.

»Was hältst du von der Möglichkeit, dass Rostow einfach nur Linkshänder ist und ihn die Uhr am Handgelenk seiner starken Hand behindern würde?«

»Ach, Phil!«

»Also, ich bin Rechtshänder und mich würde die Uhr behindern, wenn ich sie rechts tragen sollte.«

Vielleicht hatte Phil recht und es war wirklich so einfach. Und vielleicht hatte das auch überhaupt keine weitergehende Bedeutung. Möglicherweise hatte ich mich nur in ein Detail verbissen, das gar nicht weiter wichtig war.

Eine halbe Stunde später bekamen wir die Nachricht, dass in Chelsea ein gewisser Cal Jenkins im Dachgarten des Restaurants La Perla erschossen worden war und wir den Fall übernehmen sollten.

Kurz darauf saßen wir im Jaguar und waren auf dem Weg zum Tatort.

***

Unser Job erfordert es manchmal, sich sehr schnell auf etwas Neues einzustellen. Man wird aus einer Aufgabe herausgerissen und ist gezwungen, sich um eine andere, meistens sehr dringende Sache zu kümmern.

Das kann mitunter ziemlich ärgerlich sein. In diesem Fall war das nicht so. Phil und ich bedauerten es keineswegs, dass wir an der vermutlich langwierigen Fahndung und Observation von Boris Rostow wohl erst mal nicht teilnehmen konnten.

Phil hatte den TFT-Bildschirm des Bordrechners aktiviert.

Cal Jenkins war Chef von Global Mercenario Inc., einer international tätigen Firma, die ›militärische Dienstleistungen für Regierungsbehörden, Justiz und Bürger‹ anbot, so stand es unter dem Firmenlogo auf der Homepage.

»Die Bürger möchte ich lieber nicht kennenlernen, die diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen«, sagte Phil.

»Jedenfalls waren wir bislang noch nicht auf die Unterstützung solch einer Söldnerfirma angewiesen«, stellte ich fest. Als Regierungsbehörde würden wir dort ja als potenzieller Kunde gesehen.

»Die Firma war des Öfteren im Auftrag der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika im Irak und in Afghanistan tätig«, sagte Phil, nachdem er das vorliegende Datenmaterial überflogen hatte.

»Allein deswegen ist das schon ein Fall, der die nationale Sicherheit berührt«, sagte ich.

»Es gibt sicher eine Reihe von Taliban-Führern, die den Besitzer von Global Mercenario die Pest an den Hals wünschen und ein Motiv für diesen Mord hätten, Jerry.«

»Wir werden wohl nicht umhin können, auch in diese Richtung zu ermitteln, Phil.«

In dem Gebäude, in dem sich das La Perla befand, war auch eine Tiefgarage, was uns die Suche nach einem Parkplatz erheblich erleichterte.

Wir fuhren mit dem Lift ganz nach oben. Am Eingang des La Perla kontrollierten uniformierte Kollegen der City Police, wer rein- und rausging.

Wir zeigten unsere Ausweise.

»Sie werden schon erwartet«, sagte ein weiblicher Officer, auf dessen Uniform der Name McCarthy aufgestickt war. »Es ist bereits jemand vom FBI hier. Er heißt Chesnut.«

»Dave Chesnut? Das ist unser Chefballistiker«, stellte ich fest. »Und es werden gleich auch noch ein paar weitere Agents eintreffen.«

»Es müsste sich jemand um den Besitzer des La Perla kümmern«, sagte McCarthy.

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