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Jerry Cotton - Folge 2989

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Unklare Fronten
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Unklare Fronten

»Langweiliger Job!«, sagte Phil. »Warum schickt man für eine solche Routinesache nicht einen Streifenpolizisten oder eine junge …«

Er kam nicht dazu, seine Frage zu beenden. Der Knall war laut wie ein Düsenjäger beim Durchbrechen der Schallmauer, und das Echo, das sich an den kahlen Ziegelwänden ringsum brach, hätte jedem Gewitter in den Tropen zur Ehre gereicht.

Ich dachte auch gar nicht über eine Antwort nach. Auch nicht darüber, woher der Schuss kam. Ich lag bereits der Länge nach auf dem Boden, griff nach der SIG in meinem Schulterhalfter und blickte mich hastig nach einer besseren Deckung um. Jede Art von Deckung wäre besser gewesen als die, die ich hatte: gar keine. Unter mir war nichts als harter, schmutziger Beton und vor mir nicht einmal das.

Wieder fiel ein Schuss, und diesmal kam er eindeutig von vorn. Die Kugel schlug eine Armlänge vor mir in den Betonboden, prallte ab und pfiff dann so dicht über meinen Kopf hinweg, dass ich den Luftzug in meinen Haaren spürte.

Ich rollte mich zur Seite. Meine Dienstwaffe hatte ich in der Hand, aber ich konnte kein Ziel ausmachen. Das Ziel hier war ich. Und Phil.

Aus den Augenwinkeln heraus sah ich, dass er aufsprang und auf ein uraltes Fahrzeug zurannte, einen Lieferwagen aus den Zeiten meines Großvaters, alt, grau und rostig.

Ich widerstand der Versuchung, Phils Vorbild zu folgen. Wenn ich in die gleiche Richtung rannte, wären die Chancen für den unsichtbaren Schützen, einen von uns beiden zu treffen, größer gewesen. Wenn ich in die andere Richtung floh, musste er seine Aufmerksamkeit zwischen uns teilen. Und seine Kugeln.

Ich sprang also auf und rannte nach rechts. Noch nie zuvor in meinem Leben hatte ich mich so sehr nach einem schmutzigen, alten, rostigen Müllcontainer gesehnt und nach der Deckung, die er mir bieten würde.

Der Kerl, der von irgendwo vor uns auf mich schoss, dachte nicht daran, seine Aufmerksamkeit zwischen mir und Phil zu teilen. Aus irgendeinem Grund hatte er sich in den Kopf gesetzt, seine Kugeln alle mir zu gönnen.

Er schoss so schnell, wie es nur möglich war. Mir war, als seien das drei oder vier Schüsse auf jeden Schritt, den ich machte. Und der verdammte Mülleimer war eine halbe Meile entfernt und schien sich immer weiter zu entfernen.

Irgendetwas traf meinen rechten Schuh, genau in dem Augenblick, in dem ich mich der Länge nach nach vorn warf. Ich wartete auf den Schmerz im Fuß, aber der kam nicht. Es kamen nur weitere Schüsse. Ich hörte, wie die Kugeln in den Container schlugen, drückte mich unwillkürlich noch fester auf den harten Betonboden und hoffte, dass dem Heckenschützen bald die Kugeln ausgehen würden.

Er hatte eine Menge davon. Ich hörte, wie die Kugeln das rostige Blech durchschlugen, hinter dem ich lag, und dann in einer oder zwei Tonnen uraltem Müll stecken blieben.

Dann hörte ich, dass auch links von mir Schüsse krachten. Ich blickte hinüber und sah Phil, der unter dem uralten Lastwagen lag und auf irgendetwas feuerte, das ich nicht sehen konnte.

Offenbar hatte er den Heckenschützen entdeckt, denn ich stellte erleichtert fest, dass die Einschläge um mich herum aufhörten.

Endlich hatte ich Zeit, mich um meinen rechten Fuß zu kümmern. Der Fuß selbst war in Ordnung. Nur der Absatz war von der Kugel des unsichtbaren Gegners etwas in Mitleidenschaft gezogen worden.

***

Joel Atkinson hasste es, bei der Arbeit unterbrochen zu werden. Es sei denn, die Unterbrechung geschah durch Britta. Britta war seine Vorzimmerdame, und nach seiner Meinung die hübscheste Vorzimmerdame in ganz New York samt Vororten.

Er blickte lächelnd auf, als die Tür sich öffnete und Britta hereintrat – ohne vorher anzuklopfen oder sonst wie ihr Kommen anzukündigen. Eine schöne Frau durfte sich bei Atkinson Dinge leisten, für die er jedem anderen seiner Angestellten den Kopf abgerissen hätte.

Sie schloss die Tür hinter sich und kam mit wiegenden Hüften näher. Es störte sie nicht, dass sein Blick über all ihre Hügel und Täler wanderte. Vor dem mächtigen Schreibtisch blieb sie stehen, gerade so nahe, dass er ihr betörendes Parfüm wahrnehmen konnte.

»Grant möchte Sie sprechen, Sir«, meldete sie.

Das war eine Ankündigung, die sie auch von ihrem Tisch im Vorraum aus hätte machen können, aber es konnte ihrer Meinung nach nicht schaden, ihm ihre körperlichen Vorzüge so oft wie möglich vor Augen zu führen.

»Soll reinkommen«, knurrte Atkinson. Verdammt noch mal, er durfte dem kleinen Biest nicht allzu deutlich zeigen, wie sehr er sie mochte.

Britta drehte sich um und ging mit wiegenden Hüften zur Tür.

Der Mann im Vorraum hatte bereits ungeduldig darauf gewartet, dass die Tür sich öffnete. Er schob sich an der Frau vorbei, ohne ihr Parfüm auch nur wahrzunehmen. Dann schloss er hastig die Tür hinter ihr und ging auf den Schreibtisch zu.

Atkinson überzeugte sich mit einem Blick auf die vielen farbigen Lampen auf seinem Schreibtisch, dass keine der Sprechanlagen eingeschaltet war. Dass es im Raum auch keine Wanzen gab, dafür sorgte er, indem er den Raum jede Woche von Spezialisten gründlich durchsuchen ließ.

Dann deutete er mit einer lässigen Handbewegung auf den Stuhl gegenüber seinem Schreibtisch.

Grant setzte sich. Er war ein Mann mit der Figur eines Zehnkämpfers und kurzgeschnittenen blonden Haaren. Sein ganzes Aussehen verriet den ehemaligen Marinesoldaten. Man hätte ihn auf Anfang dreißig schätzen können, aber Atkinson wusste, dass er bereits 38 war. Atkinson wusste alles über seine wichtigen Mitarbeiter, und sein brillantes Gedächtnis speicherte jedes Detail.

»Unsere Geschäfte laufen gut«, begann Atkinson. »Auch in dem Geschäftsbereich, für den Sie zuständig sind. Weshalb also wollen Sie mich so dringend sprechen?«

»Es ist ein merkwürdiges Gefühl, Sir«, sagte Grant. »Eine Ahnung, dass bald etwas Unangenehmes geschehen wird.«

»Ich habe nie etwas auf Gefühle und Ahnungen gegeben. Was ich brauche, sind Fakten. Also, was ist es, das Ihnen ein solches Bauchgrimmen bereitet?«

»Das FBI ist auf uns aufmerksam geworden. Weiß der Himmel wie, aber …«

»Ein Unternehmen wie wir steht jeden Tag in der Zeitung. Natürlich weiß man auch beim FBI und all unseren Geheimdiensten, dass es uns gibt. Und natürlich nehmen sie uns gelegentlich unter die Lupe. Aber sie haben noch nie etwas Verdächtiges gefunden und sie werden nie etwas finden.«

»Diesmal scheint es anders zu sein. Ich habe Informationen bekommen, dass das FBI sich für Dent interessiert und ihm bald einen Besuch abstatten wird.«

»Charles Dent? Wie kommen die Kerle denn auf den? Es gibt keinen unauffälligeren Menschen auf der Welt als ihn. Ein kleiner Gelehrter, den niemand außer seinen paar Studenten kennt.«

»Weil niemand von der kleinen Nebenbeschäftigung weiß, die er für uns erledigt. Aber irgendwie haben die G-men offenbar Wind davon bekommen. Dent ist ein außerordentlich tüchtiger, intelligenter Mann. Literaturwissenschaftler. Hat seine Doktorarbeit über einen Zeitgenossen Shakespeares geschrieben, hab vergessen, wie der Kerl hieß. Aber bei all seinen Fähigkeiten unterscheidet sich Dent in einem wichtigen Punkt von etlichen anderen unserer Mitarbeiter: Er ist kein hartgesottener Bursche. Er ist nicht in einem Elendsviertel aufgewachsen, musste sich nicht von Jugend auf in Straßenschlachten gegen andere Gangs bewähren, wurde nie von der Polizei verhaftet und verhört …«

»Mit anderen Worten: Sie glauben, dass er zusammenbrechen wird, wenn er verhört wird?«

»Die Gefahr besteht. Er weiß natürlich, was ihm droht, wenn er auspackt, aber er ist nun mal kein harter Bursche. Wahrscheinlich hat das FBI nur einen vagen Verdacht gegen ihn. Aber wenn er sich in seiner Angst verplappert …«

»Nun, in solchen Fällen gibt es eine einfache Lösung: Er muss verschwinden. Schnell und gründlich und für immer.«

»Das ist kein Problem, Sir. Die Leute für einen solchen Job haben wir. Aber um Dent wäre es wirklich schade. Er leistet ausgezeichnete Arbeit. Und er könnte uns noch viel nützen.«

»Dann greifen wir eben zu Plan B. Schicken Sie ihn für ein paar Wochen in Urlaub oder auf eine Geschäftsreise. Irgendwohin ins Ausland, möglichst weit weg von hier. Viel kann das FBI noch nicht über den Mann wissen, also werden sie bald das Interesse an ihm verlieren. Wie heißt doch das Sprichwort: Aus den Augen, aus dem Sinn.«

Grant stand auf.

»Rufen Sie ihn nicht an«, sagte Atkinson. »Vielleicht werden seine Telefone schon abgehört. Gehen Sie selbst zu ihm oder schicken Sie ihm einen zuverlässigen Mann. Aber machen Sie ihm klar, dass er noch heute verschwinden soll. Noch in dieser Stunde!«

***

Der Mann, der auf mich geschossen hatte, hatte inzwischen das Feuer eingestellt. Vielleicht wechselte er gerade das Magazin seiner Pistole.

Ich blickte hinüber zu Phil. Phil lag immer noch unter dem uralten Lastwagen und feuerte auf einen Gegner, von dem ich noch nicht einmal die Nasenspitze gesehen hatte. Dann plötzlich ließ er die Waffe sinken.

»Er haut ab!«, rief er mir zu. Er kroch unter dem Fahrzeug hervor und rannte auf das längst verlassene Fabrikgebäude aus rotem Ziegelstein zu, das etwa dreißig Schritte vor uns in den dunstigen Himmel Manhattans aufragte.

Ich folgte seinem Beispiel, sprang auf die Beine und rannte hinter ihm her. Ich blieb allerdings an irgendetwas hängen und geriet ins Straucheln. Ich stürzte und krachte mit der Stirn gegen den stinkenden Müllcontainer, hinter dem ich mich bisher verborgen hatte.

Wieder lag ich der Länge nach auf dem dreckigen Betonboden des Fabrikhofs, aber diesmal krachten keine Schüsse. Die Gefahr schien wirklich vorbei zu sei. Ich stand auf und hinkte hinter Phil her.

Phil hatte inzwischen die rechteckige Maueröffnung erreicht, in der sich einmal eine Tür befunden hatte. Kein Schuss krachte, als er eintrat. In dem Halbdunkel, das dahinter herrschte, konnte er nicht viel mehr wahrnehmen als die Betontreppe, die ohne Geländer in die oberen Stockwerke führte.

Der Kerl, der auf uns geschossen hatte, war irgendwo dort oben gewesen, aber es war unwahrscheinlich, dass er sich noch dort befand. Um zu fliehen, musste er wieder herunterkommen, und das hatte er wohl längst getan.

So weit war ich mit meinen Gedanken gekommen, als ich hinter dem Gebäude einen Motor hörte: das satte, tiefe Geräusch eines schweren Motorrads, das eben gestartet wurde.

Auch ich war inzwischen an der Tür und hetzte hinter Phil her, der durch einen schmalen Flur zur Rückseite rannte. Ich folgte ihm, immer noch humpelnd. Wir kamen gerade noch zurecht, um durch die zersplitterten Scheiben eines Fensters einen Mann zu sehen, der auf einem Motorrad davonjagte und eine Sekunde später hinter der Ecke des Gebäudes verschwand.

»Hast du ihn erkannt?«, fragte ich.

»Ein Mann«, antwortete Phil. »Lederne Motorradfahrerbekleidung, Sturzhelm. Befriedigt das deine Neugier?«

Er hatte also auch nicht mehr gesehen als ich.

»Vielleicht finden wir seine Patronenhülsen und die Projektile«, sagte ich. »Dann erfahren wir wenigstens, womit er auf uns geschossen hat.«

»Immerhin glaube ich, sein Motorrad erkannt zu haben. Scheint eine BMW gewesen zu sein.«

»Dann kann es ja nicht schwer sein, den Kerl zu finden. Bei den paar tausend BMWs, die in dieser Stadt herumfahren …«

»Es hat auch keinen Zweck, eine Suchmeldung nach dem Kerl herauszugeben, über den wir nicht mehr wissen, als dass er Motorrad fährt und glücklicherweise nicht besonders gut schießt. Wir können uns also dem eigentlichen Zweck unseres Kommens zuwenden: Francisco Montoya.«

»Montoya muss die Schüsse gehört haben«, sagte ich. »Wenn das Rauschgift sein Gehirn noch nicht völlig benebelt hat, ist er längst abgehauen. Falls er nicht selbst der Schütze war.«

»Wo denkst du hin! Woher sollte er das Geld für ein solches Bike haben? Der setzt jeden Dollar, den er zusammenbetteln oder stehlen kann, in Rauschgift um. Es kann uns einige Zeit kosten, den Burschen in dieser riesigen leeren Fabrik zu finden.«

»Die oberen Stockwerke können wir uns wohl sparen«, sagte ich mit einem Blick auf die wacklige Treppe ohne Geländer. »Sogar ein Junkie vertraut sein Leben nicht einer solchen Treppe an. Außerdem: Wenn ein Junkie mit etwas Stoff nach Hause kommt, steigt er nicht bis in den fünften Stock, um sich eine Spritze zu setzen. Der Kerl verkriecht sich in das nächste finstere Loch … Hier ist es eigentlich überall finster. Ob wir hier noch einen funktionierenden Lichtschalter finden?«

»Glaubst du wirklich, dass es in einer seit zwanzig Jahren leerstehenden Fabrik noch einen Anschluss an das öffentliche Stromnetz gibt? Ich schlage vor, wir teilen uns für die Suche auf. Ich nehme den Gang links, du den Gang rechts.«

Dagegen war nichts einzuwenden, beide Gänge waren gleich finster. Ich hatte meine Pistole längst weggesteckt und tastete mich vorsichtig, immer noch humpelnd, durch den finsteren Gang voran. Mit jedem Schritt wurde die Dunkelheit um mich herum noch undurchdringlicher. Der Boden unter mir war nass und rutschig, vielleicht hatte es durch irgendein Fenster hereingeregnet.

Ich hatte es kaum gedacht, als ich mit dem defekten rechten Schuh ausrutschte. Eine Sekunde lang versuchte ich noch, das Gleichgewicht zu halten, dann war die Erdanziehung stärker als meine Willenskraft. Ich stürzte zu Boden.

Die Flüssigkeit, in die ich mit der rechten Hand griff, fühlte sich zu dick an für Regenwasser. Sie fühlte sich an wie … wie Blut. Ein scheußlicher Gedanke, dass ich in einer Blutlache lag, aber es war nun mal nicht das erste Mal, dass mir das passierte.

***

Mr High, der Chef des Field Office New York, saß hinter seinem Schreibtisch, als meine beiden Kollegen Steve Dillaggio und Zeerookah eintraten. Er blickte von seinen Papieren auf und deutete einladend auf die Besucherstühle.

»Es ist eine heikle Angelegenheit, deretwegen ich Sie zu mir bitte«, begann er. »Sehr heikel. Deswegen weihe ich auch nur Sie ein: Leute, die mein volles Vertrauen haben.«

»Es gibt viele Kollegen, die mein volles Vertrauen haben«, sagte Steve. »Eigentlich alle.«

»Auch ich habe keinen Grund, einem meiner Mitarbeiter zu misstrauen«, sagte Mr High. »Aber es scheint, dass vertrauliche Informationen nach außen dringen. Vielleicht haben Kollegen nach Feierabend und einigen Gläsern Bier in einer Kneipe geredet, ohne zu bemerken, dass ihnen jemand zuhörte. Oder einer hat im Bett seiner Freundin … Nun, es kann ziemlich harmlos sein, aber es ist eben auch möglich, dass wir einen Verräter in unseren Reihen haben.«

»Was veranlasst Sie zu dieser Vermutung, Sir?«, fragte unser indianischer Kollege Zeerookah.

»Sagt Ihnen der Name Charles Dent etwas?«

Zeery schüttelte den Kopf.

»Ich glaube, ich habe den Namen schon mal gehört«, antwortete Steve. »Allerdings nicht im Dienst. Einer meiner Cousins hat mal an der Columbia University englische Literatur studiert. Bei einem blutjungen Professor. Der war damals kaum älter als 25. Manche seiner Studenten waren älter als er. Deshalb haben sie ihn nicht ganz ernst genommen. Was ist mit diesem Dent?«

»Vermutlich gar nichts. Einer seiner Studenten wurde auf dem Flughafen in Boston festgenommen, mit gestohlenen Diamanten aus Südamerika im Gepäck. Der Professor hat wahrscheinlich nicht das Geringste mit der Sache zu tun. Trotzdem gibt es in der Unterwelt Gerüchte, dass wir ihn gründlich unter die Lupe nehmen.«

»Tun wir das?«, fragte Steve.

Mr High lächelte.

»Nein. Ich habe mit einem Kollegen aus Boston in unserer Kantine über den Fall gesprochen. Er schlug mir dabei nicht ganz ernsthaft vor, uns näher mit dem Professor zu beschäftigen. Unschuldig aussehende Leute sind nun mal besonders verdächtig. Irgendwer hat wohl unser Gespräch mitgehört und diese scheinbare Information nach außen weitergegeben.«

»Mit einer solch unwichtigen Information kann er keinen Schaden anrichten«, meinte Zeery.

»Nein, aber was mich beunruhigt, ist, dass Informationen von hier nach draußen dringen. Dabei könnte es sich auch mal um sehr viel wichtigere Dinge handeln. Also, behalten Sie die Sache für sich, aber halten Sie Augen und Ohren auf!«

»Sollen wir auch diesen Professor Dent unter die Lupe nehmen?«, fragte Steve.

»Dazu sehe ich keinen Anlass. Der ist wahrscheinlich wirklich so harmlos, wie er wirkt.«

***

Es gibt kaum etwas Scheußlicheres, als in einer Blutlache zu liegen. Aber ich verschwendete keinen Gedanken an meinen ruinierten Anzug. Das Blut war noch nicht getrocknet, es fühlte sich sogar noch warm an. Der Mensch, von dem es stammte, musste sich also noch in der Nähe befinden. Aber wo steckte er?«

Meine Augen hatten sich inzwischen an das Halbdunkel des unbeleuchteten Gangs gewöhnt, aber ich konnte keinen Menschen entdecken außer Phil, der auf mich aufmerksam geworden war und herankam.

Ich stand auf.

Phil sah den großen Blutfleck auf dem Boden, das Blut auf meinem Anzug und das Blut an meiner Hand. Er stellte keine Fragen, sondern zog wieder seine Waffe und blickte sich um.

»Wer so heftig blutet, kann noch nicht weit gekommen ein«, sagte er. »Er verkriecht sich wohl hinter einer der Türen.«

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