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Jerry Cotton - Folge 2988

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Rendezvous der Mörder
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Rendezvous der Mörder

»Nein, nicht«, stieß der alte Mann aus und blickte flehend in die kalten Augen seines Mörders.

Doch der zeigte keine Gnade. Eine kleine Bewegung seines Fingers reichte, um den Abzug der Waffe zu betätigen. Die Kugel verließ die Mündung der Waffe und durchschlug die Brust des Mannes mit brutaler Gewalt.

Nur wenige Augenblicke, nachdem er getroffen worden war, sackte er zusammen und fiel auf den kalten Boden.

Der Schütze schaute in die glasigen Augen des Toten und machte sich nicht die Mühe, sie zu schließen. Stattdessen drehte er sich um und verschwand in der Dunkelheit.

Das Leben von Barry Wineberg hatte ein jähes Ende gefunden.

Phil und ich saßen in unserem Büro und arbeiteten Papierkram auf, als plötzlich die Tür aufging und Helen hereinkam.

»Ihr scheint euch ja prächtig zu amüsieren«, sagte sie und lächelte.

»Ja, kann man so sagen«, erwiderte ich wenig überzeugend.

»Für euch gibt es jetzt richtige Arbeit«, erklärte Helen. »Mister High möchte euch sehen.«

»Hat er gesagt, worum es geht?«, fragte ich interessiert.

Sie schüttelte den Kopf. »Nein, hat er nicht. Zumindest nicht im Detail. Soweit ich mitbekommen habe, geht es um einen Mordfall.«

Phil und ich folgten Helen zu Mr Highs Büro. Der Assistant Director saß an seinem Schreibtisch und schaute auf, als wir eintraten.

»Nehmen Sie bitte Platz«, sagte er.

»Es geht um einen Mordfall?«, fragte Phil.

Mr High nickte. »Das Opfer ist Barry Wineberg, ein 66 Jahre alter Mann aus New Jersey. Seine Leiche wurde gerade in Manhattan gefunden. Genaue Informationen zum Tathergang habe ich nicht. Auffällig ist, dass Mister Wineberg ein umfangreiches Vorstrafenregister hat.«

»Dann hat ein Gangster einen anderen erwischt?«, fragte Phil.

Mr High nickte. »Gut möglich, dass wir es mit einem aufkeimenden Bandenkrieg zu tun haben. Aber das ist bis jetzt nur eine Vermutung. Ich habe Ihnen den Fall übertragen, damit Sie Licht ins Dunkel bringen und den Täter vor Gericht.«

»Das ist ja unsere Spezialität«, meinte Phil und warf mir einen Blick zu. »Und viel besser als jedwede Ruhephase.«

Mr High reichte mir ein paar Unterlagen. »Das ist alles, was mir bisher vorliegt. Fahren Sie zum Fundort der Leiche und legen Sie los!«

»Wird erledigt, Sir«, sagte ich, nahm die Unterlagen und verließ zusammen mit Phil das Büro.

Vor Mr Highs Büro schaute mich mein Partner besorgt an. »Ein Bandenkrieg? Hältst du das für möglich?«

»Im Moment halte ich fast alles für möglich«, erwiderte ich. »Es ist nur eine von vielen Möglichkeiten, so hat Mister High das auch gemeint. Er vermutet aber offenbar mehr hinter der Sache. Wir sollten uns also nicht zu viel Zeit lassen und auf alles vorbereitet sein.«

»Für einen Kaffee wird aber doch noch Zeit sein, oder?«, fragte Phil.

Helen lächelte. »Das will ich doch sehr hoffen – sonst müsste ich für meinen Kaffee andere Abnehmer finden.«

»Was sicher nicht allzu schwer wäre«, sagte ich.

Helen lächelte. »Nettes Kompliment.«

Sie goss uns Kaffee ein und wir nahmen uns einen kurzen Augenblick, um ihn zu genießen.

»Köstlich, wie immer«, lobte Phil und ich stimmte ihm zu.

Wir verabschiedeten uns von Helen und gingen zur Tiefgarage. Dort stand mein Jaguar, der fabrikneu glänzte.

»Die Wagenwäsche hat sich wirklich gelohnt«, meinte Phil. »Der Flitzer sieht aus wie neu.«

»Das war die Absicht«, sagte ich. »Bleibt zu hoffen, dass wir keine Verfolgungsjagd über schlammbedeckte Landstraßen vor uns haben.«

»Auf jeden Fall nicht mit Barry Wineberg«, meinte Phil. »Der wird nie wieder vor der Polizei fliehen.«

»Nein, das nicht«, sagte ich.

Wir stiegen ein und fuhren los, um die Hintergründe von Winebergs Tod aufzuklären.

***

Die Leiche war auf der West Side von Manhattan, in der Nähe des Hudson, gefunden worden, im Chelsea Waterside Park. Genau dorthin fuhren wir, um mit unseren Ermittlungen zu beginnen.

»Dieser Typ, Barry Wineberg, ist für die Justizbehörden wirklich kein Unbekannter«, meinte Phil während der Fahrt. »Von Diebstahl bis hin zu Körperverletzung hat er nichts ausgelassen. Allerdings liegen die meisten Delikte weit zurück. Zuletzt war er wegen Totschlags in Sing Sing – zwanzig Jahre lang. Das ist jetzt gut fünfzehn Jahre her. Seitdem ist er nicht mehr auffällig geworden.«

»Was bedeutet, dass er sich entweder gebessert und ein ehrliches Leben geführt hat oder schlau genug war, sich nicht erwischen zu lassen«, sagte ich. »Irgendwelche Hinweise darauf, welche der beiden Alternativen wahrscheinlich ist?«

Phil schüttelte den Kopf. »Nein, nicht wirklich. Die Informationen, die ich hier vorliegen habe, sind eher dürftig. Da müssen wir wohl selbst recherchieren.«

»Wir sind gleich da«, sagte ich, setzte den Blinker und bog ab. Wenige Yards weiter parkte ich den Wagen und stieg aus.

Wir befanden uns direkt am Wasser und konnten den Hudson River sehen.

»Da ist Janice«, hörte ich Phil sagen und ich wandte meinen Blick vom Fluss ab.

Dr. Janice Drakenhart, eine Pathologin der Scientific Research Division, war mit ihrer Crime Scene Unit bereits vor Ort. Und wie es schien, hatte sie sich wieder einmal ihre Haare färben lassen – eine Marotte von ihr. Diesmal waren sie tiefschwarz, was sie ein wenig älter erscheinen ließ.

Phil hatte die Veränderung ebenfalls bemerkt und scherzte, als sie in Hörweite war. »Wer ist denn die attraktive Frau mit der rabenschwarzen Haarpracht?«

Ich musste grinsen. »Ich glaube, attraktiv und rabenschwarz kommen im gleichen Satz nicht unbedingt gut. Oder was meinst du, Janice?«

Sie klopfte Phil auf die Schulter. »Ich habe damit kein Problem, schließlich kenne ich Phil und seinen Humor inzwischen ganz gut. Früher hat er mich schon mal aus der Fassung gebracht, inzwischen ist das aber nicht mehr der Fall. Aber lassen wir das, ihr wollt sicher etwas über das Opfer beziehungsweise die Umstände seines Todes erfahren, nicht wahr?«

»Deshalb sind wir hier«, bestätigte ich.

Sie nickte. »Die Todesursache war ein Schuss aus nächster Nähe in den Brustbereich, nahe beim Herzen. Zu der Waffe kann ich noch nicht viel sagen. Die Kugel müssen wir noch genau untersuchen. Eine Handfeuerwaffe, das ist sicher, kein Gewehr, da wäre auch die Austrittswunde größer gewesen. Daher könnte man darauf schließen, dass der Täter vor ihm gestanden hat. Entsprechende Untersuchungen, nach Schmauchspuren und so weiter, werden wir im Labor durchführen. Vielleicht haben wir Glück und es gibt verwertbare DNA. Einen Kampf hat es nicht gegeben, zumindest haben wir keine Abwehrverletzungen gefunden.«

»Vielleicht hat der Täter ihn überrascht, wollte ihn nur ausrauben und hat dann aus irgendeinem Grund geschossen«, überlegte Phil laut. »Hatte er seine Brieftasche und Wertgegenstände noch bei sich?«

Dr. Drakenhart schüttelte den Kopf. »Nein, nichts. Wir haben ihn über seine Fingerabdrücke identifiziert. Er hatte nicht mal einen Führerschein dabei.«

»Da stellt sich die Frage, wie er hierhergekommen ist und warum er ermordet wurde«, sagte ich. »Vielleicht finden wir seinen Wagen.«

Phil nickte. »Gute Idee, ich checke gleich bei der Zulassungsstelle, was für einen er fährt.«

»Und der Todeszeitpunkt?«, fragte ich. »Wie sieht es damit aus?«

»Gestern Abend, etwa gegen zehn, plus minus eine halbe Stunde.«

»Damit können wir arbeiten«, sagte Phil. »Ist die Leiche schon freigegeben?«

»Ja, kommt mit«, sagte Dr. Drakenhart und ging los in Richtung einer kleinen Grünfläche, wobei sie auf einen jungen Mann zeigte, der ein paar Yards von uns entfernt saß und ziemlich blass wirkte. »Er hat die Leiche gefunden. Hat ihn ziemlich mitgenommen. Ist wohl irgend so ein Nerd, der leblose Körper nur aus Computerspielen kennt.«

Zusammen mit Dr. Drakenhart gingen wir zu der Leiche, die bereit war, in einem Plastiksack abtransportiert zu werden. Man hatte nur noch auf uns gewartet.

Sie lag in einem begrünten Bereich, in direkter Nähe des Wassers, hinter ein paar niedrigen Büschen. Man musste schon in der Nähe sein, um sie zu finden. Wahrscheinlich hatte es deshalb so lange gedauert, bis jemand die Polizei informiert hatte.

»Ja, wie du gesagt hast, Schuss in die Brust«, kommentierte Phil. »Und wer das getan hat, wird uns Mister Wineberg sicher nicht mehr verraten.«

»Dann können wir die Leiche jetzt abtransportieren?«, fragte Dr. Drakenhart.

Ich nickte. »Ja, keine Frage. Wir reden eben noch mit dem jungen Mann und hören uns dann in der Gegend um. Vielleicht hat jemand etwas gesehen.«

Phil und ich gingen auf ihn zu und stellten uns vor. »Agents Decker und Cotton vom FBI New York. Sie haben Mister Wineberg gefunden?«

Der junge Mann schaute auf und wirkte verängstigt. »Ja, aber Sie müssen mir glauben, ich habe nichts damit zu tun. Eigentlich wollte ich gerade essen gehen und vorher noch einen kleinen Spaziergang machen. Und dann so was, Mann, das hat mir gehörig den Appetit verdorben. Ich werde doch keine Probleme bekommen, oder?«

»Wenn Sie nicht geschossen haben, dann nicht«, sagte Phil ruhig. »Ist Ihnen irgendetwas aufgefallen, als Sie die Leiche gefunden haben?«

Der Mann schüttelte den Kopf. »Nein, nichts. Erst hatte ich gedacht, da liegt jemand und ruht sich aus. Ist dafür schon etwas kühl, ich weiß, aber Stadtstreicher machen manchmal die merkwürdigsten Sachen. Irgendwie war ich skeptisch, ich ging näher ran, und als ich den Körper des Mannes sah, da hat es mich echt geekelt, Mann, war das ein Anblick, mir ist schlecht geworden, ich musste mich übergeben, zum Glück nicht auf die Leiche, sonst hätte ich bestimmt Spuren zerstört, nicht wahr?«

»Möglich«, sagte ich. »Und sonst war nichts zu sehen? Niemand in der Nähe?«

»Mir ist nichts aufgefallen«, kam die Antwort. »Als ich gesehen habe, was ich da habe, war mein erster Impuls loszurennen. Aber dann fasste ich wieder einen klaren Gedanken und meldete das bei der Polizei.«

»Das war die richtige Entscheidung«, sagte ich. »Sie haben uns damit sehr geholfen, vielen Dank.«

Er beruhigte sich ein wenig. Phil notierte seine Personalien, dann ließen wir ihn gehen.

»War ja auch nicht zu erwarten, dass er viel weiß«, sagte er. »Aber gut, schauen wir mal, ob wir den Wagen finden.«

Phil informierte sich bei der Zulassungsstelle. Mister Wineberg hatte einen dunkelgrünen Pick-up besessen. Der war nicht schwer zu finden. Wir informierten Dr. Drakenhart, damit sie sich auch des Wagens annahm. Dort gab es allerdings keine unmittelbaren Hinweise. Anschließend hörten wir uns in der Umgebung um, was leider auch nicht viel weiter führte. Nur eine der befragten Personen hatte einen Schuss gehört, aber nichts gesehen.

»Man sollte meinen, dass die Leute aufmerksamer sind«, sagte ich.

Phil verzog das Gesicht. »So ist das eben manchmal, da wird jemand auf offener Straße erschossen, ein paar Dutzend Menschen stehen um die Leiche herum, und niemand hat was gesehen.«

»Wobei der Tatort eher abgelegen ist«, sagte ich. »Sieht aus, als ob wir hier nichts mehr erreichen würden.«

»Dann sollten wir als Nächstes mit seiner Frau reden«, sagte Phil. »Sie weiß vielleicht, was er in New York wollte.«

Wir gingen zurück zum Jaguar und fuhren nach Jersey City.

***

Auf der Fahrt nach Jersey City recherchierte Phil noch ein paar Daten zu Wineberg.

»Er und seine Frau Larissa sind seit gut zehn Jahren verheiratet, also einige Jahre nachdem er aus Sing Sing entlassen wurde«, sagte er. »Haben keine Kinder, zumindest keine gemeinsamen. Sie hat zwei Söhne aus einer früheren Ehe, er ist kinderlos. Die Winebergs haben einen Laden auf der Bergen Avenue. Und sie wohnen im selben Gebäude. Sonst gibt es nichts Auffälliges, keine erkennbaren finanziellen Probleme, aber auch keine großen Geldbeträge oder kostspieligen Ausgaben über die Kreditkarten.«

»Was für ein Geschäft betreiben sie?«, fragte ich.

»Einen Moment, ich überprüfe das«, erwiderte Phil und antwortete kurz darauf: »Einen Gemüseladen. Hört sich nicht sehr spannend an.«

»Vielleicht war es für ihn nach seinem turbulenten Leben eine willkommene Abwechslung«, sagte ich.

»Oder aber er hat sich so sehr gelangweilt, dass er wieder auf die schiefe Bahn geraten ist«, war Phils Kommentar.

Der Laden befand sich auf einer gemütlich wirkenden Straße mit vielen kleineren Geschäften.

»Idyllisch«, meinte Phil. »Und sicher nicht turbulent.«

Ich stellte den Wagen ab, wir stiegen aus und betraten den Gemüseladen. Er war größer, als ich es vermutet hatte, wahrscheinlich durch einen Anbau auf der Rückseite des Hauses, um die Erdgeschossfläche zu vergrößern. Während er nur etwa 12 Yards breit war, schätzte ich seine Tiefe auf mehr als 20 Yards.

Gut ein halbes Dutzend Kunden bewegten sich schweigend durch die Gänge zwischen den Auslagen. Es gab neben Gemüse auch Obst und Teigwaren.

Eine Frau von Mitte fünfzig kam auf uns zu und begrüßte uns herzlich. »Guten Tag, willkommen bei Wineberg’s Grocery. Suchen Sie etwas Bestimmtes?«

»Larissa Wineberg?«, fragte ich sie.

Sie nickte und wirkte überrascht.

»Wir sind vom FBI New York, Agents Decker und Cotton«, sagte ich. »Können wir uns irgendwo in Ruhe unterhalten?«

»Worum geht es denn?«, fragte sie nervös.

»Das sagen wir Ihnen gerne, es muss aber nicht hier sein«, sagte ich ruhig.

Sie drehte sich um und rief einer jungen Frau zu: »Olivia, ich bin kurz hinten.«

»Okay«, kam die Erwiderung.

Mistress Wineberg führte uns zu einem kleinen Lagerraum hinter dem Kassenbereich und schaute uns an. »Geht es um meinen Mann? Ist etwas passiert?«

»Wie kommen Sie darauf?«, fragte Phil.

Sie schaute ihn an. »Ich weiß von seiner Vergangenheit, er hat mir alles erzählt. Früher haben wir oft Besuch von der Polizei bekommen. Wir können also offen darüber reden. Ich mache mir nur Sorgen, weil er letzte Nacht nicht nach Hause gekommen ist. Geht es ihm gut? Oder steckt er in Schwierigkeiten?«

»Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Mann letzte Nacht verstorben ist«, sagte ich mitfühlend.

Sie schluckte und versuchte die Beherrschung nicht zu verlieren, schaffte es aber nicht, die aufsteigende Trauer zu unterdrücken.

»Dieser verdammte Hundesohn!«, fluchte sie und fing an zu weinen. »Er hatte mir doch versprochen, dass wir zusammen alt werden.«

Sie holte tief Luft, atmete ein paar Mal durch, suchte sich ein Taschentuch, putzte sich das Gesicht ab und nahm dann auf einem Stuhl Platz. Ihre Hände zitterten und die Augen bewegten sich hektisch hin und her. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie sich einigermaßen gefangen hatte.

»Was ist ihm zugestoßen?«, fragte sie schließlich.

»Er wurde erschossen«, antwortete Phil wahrheitsgemäß.

Ich gab ihr einen Augenblick Zeit und sagte dann: »Ihr Verlust tut uns leid. Wir ermitteln in der Sache und würden gern wissen, was Ihr Mann gestern in New York wollte. Können Sie uns etwas dazu sagen?«

Sie schüttelte den Kopf. »New York? Ich wusste nicht einmal, dass er nach New York wollte. Er hat mir nichts davon gesagt. Aber ich habe gefühlt, dass etwas nicht in Ordnung war, dass etwas nicht stimmte. Oh Gott, hätte ich ihn doch gefragt, vielleicht wäre ich dann in der Lage gewesen, seinen Tod zu verhindern.«

»Machen Sie sich bitte keine Vorwürfe«, sagte ich. »Sie sagten, dass etwas nicht in Ordnung gewesen war, was meinen Sie damit?«

»Barry war ein guter Mann«, erwiderte sie, ohne die Frage zu beantworten. »Ich weiß von seiner Vergangenheit und wer er früher gewesen ist. Der Barry, den ich kennen und lieben gelernt habe, war ein ehrlicher und aufrichtiger Mann, stark, aber nicht gewalttätig. Und er hat sich auch nicht mit irgendwelchen zwielichtigen Leuten abgegeben. Ich verstehe nicht, wie ihm so etwas zustoßen konnte. Wissen Sie, wer das getan hat?«

»Nein, noch nicht«, antwortete ich und wiederholte meine Frage. »Sie sagten, etwas wäre nicht in Ordnung gewesen?«

Sie schaute mich an. »Ja, das sagte ich. Keine Ahnung, was los war, aber die letzten Tage wirkte er irgendwie abwesend, war oft nicht bei der Sache und machte einen nervösen Eindruck.«

»Ist irgendetwas vorgefallen?«, fragte Phil. »Bekam er Besuch, einen Anruf, hat er einen alten Kollegen wiedergetroffen? Irgendetwas in dieser Art?«

Sie schüttelte den Kopf und wirkte verzweifelt. »Ich weiß es nicht, wirklich nicht. Oh Gott, hätte ich doch besser aufgepasst.«

»Können wir uns in Ihrer Wohnung umsehen?«, fragte ich. »Vielleicht finden wir etwas, das uns weiterhilft.«

»Ja, ja, natürlich«, antwortete sie. »Wir wohnen direkt über dem Laden. Ich bringe Sie nach oben.«

Sie stand auf und ging vor. Ihre Bewegungen wirkten kraftlos, ganz anders als zuvor. Die Nachricht vom Tod ihres Mannes hatte ihr stark zugesetzt.

Der Weg nach oben führte über eine breite Holztreppe. In der ersten Etage gab es zwei Wohnungen.

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