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Jerry Cotton - Folge 2986

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Blutspur
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Blutspur

Der Mann mit der Samtstimme – so hatte Jane Deacon ihn in Gedanken genannt, als sie ihn in Charley’s Bar kennengelernt hatte. Scheinbar zufällig. »Nenn mich Bob«, hatte diese Samtstimme gesagt.

Jetzt saß Jane auf einem Stuhl – gefesselt und geknebelt. Und die Samtstimme hatte für sie auf einmal einen eiskalten, grausamen Unterton.

»Halt still, sonst tut es nur weh«, sagte Bob. Und während er das sagte, öffnete er die Tasche, die er schon in der Bar bei sich getragen hatte. Er hatte plötzlich eine Spritze in der Hand.

Jane zitterte. Sie fragte sich, was für ein Teufelsgift er ihr wohl verabreichen wollte.

Und dann suchte er die Ader in der Armbeuge und stach hinein. »Es ist bald vorbei«, sagte er. »Und dann bekommst du, was du verdienst. So wie die anderen …«

Im ersten Augenblick war Jane erleichtert, als sie begriff, dass ›Bob‹ ihr keineswegs eine Injektion verpassen, sondern ihr stattdessen Blut abnehmen wollte.

Die Art und Weise, wie er das machte, war laienhaft. Jane Deacon konnte das beurteilen, denn sie war Ärztin am St. Joseph Hospital in Newark, New Jersey. Und das bedeutete: Es gehörte zu ihrem täglichen Job, Spritzen so zu setzen, dass die Patienten hinterher möglichst nicht durch einen riesigen Bluterguss gezeichnet waren.

Bob beherrschte das nicht so gut. Aber der Bluterguss, den sie davontragen würde, war wohl Janes kleinstes Problem.

Sie sah ihm zu, wie er den Inhalt der Kanülen in medizinische Blutbeutel füllte.

Jane Deacon zitterte am ganzen Körper, während sie ihm zusah. Die Knebelung war so fest, dass ihr der Kiefer schmerzte. Ihre Hände und Füße spürte sie schon gar nicht mehr. Drei Mal nahm er ihr Blut ab. Dann packte er die medizinischen Utensilien wieder sehr sorgfältig in seine Tasche.

Was Jane Deacon irritierte, war die Tatsache, dass Bob vor der Blutabnahme einen prall gefüllten Blutbeutel aus der Tasche genommen und auf den Tisch gestellt hatte.

Was sollte das alles? Was machte das für einen Sinn, Blut mitzubringen und ihr welches abzuzapfen?

Die Gedanken rasten nur so in ihrem Kopf. Die dunkle Ahnung, dass sie in die Hände eines perversen Irren gefallen sein musste, wurde nach und nach zur Gewissheit. Nein, das war kein gewöhnlicher Krimineller. Keiner, der es auf ihr Eigentum oder ihren Körper abgesehen hatte. Jedenfalls nicht auf eine Weise, die man irgendwie hätte nachvollziehen können.

»Du fragst dich sicher, was ich hier mache und warum das alles geschieht«, sagte Bob. Und die Samtstimme, die diesen Mann auszeichnete, hatte plötzlich für Jane Deacon einen ganz anderen Klang.

Ein Klang, der sie an klirrendes Eis erinnerte. Oder an Messer, die gegeneinander gewetzt wurden.

Ein kaltes Glitzern schimmerte jetzt in Bobs Augen. Nervöse Unruhe schien seinen gesamten Körper erfasst zu haben. Die Ruhe, die er bisher zur Schau getragen hatte, war nur aufgesetzt gewesen.

»Du glaubst inzwischen wahrscheinlich nicht mehr, dass es purer Zufall war, der uns in dieser Bar zusammengeführt hat«, fuhr er fort. Sein Lächeln wirkte unsicher. »Das war es auch nicht. Ich habe dich beobachtet, und wahrscheinlich weiß ich mehr über dich als alle, die von sich behaupten, dich näher zu kennen. Du glaubst, dass wir uns heute zum ersten Mal begegnet sind. Doch ich versichere dir, dass wir uns schon zuvor über den Weg gelaufen sind.«

Er machte eine Pause. Als zwei quälend lange Sekunden des Schweigens vergangen waren, fuhr er fort: »Nur hast du mich nicht bemerkt. Aber das ist nichts Ungewöhnliches. Weißt du, ich bin eben so ein Typ, den man schnell übersieht. Das nehme ich niemandem übel. Ein paar andere Dinge machen mich allerdings schon richtig sauer …«

Sein Gesicht wurde zu einer starren Maske, während er das sagte. Die Lippen zitterten, so als wollten da ein paar wüste Beschimpfungen und Schreie aus ihm heraus.

Die Sorgfalt, mit der er die Blutprobe in seiner Tasche verstaute, wirkte pedantisch. Er nahm den Blutbeutel, den er mitgebracht hatte, öffnete ihn und schüttete den Inhalt über Jane Deacons gefesselte Hände. Dann trat er zurück und betrachtete sie.

Nie zuvor hatte Jane Deacon so viel Hass und gleichzeitig so viel Furcht in einem einzigen Gesichtsausdruck gesehen. Bob betrachtete sie eine ganze Weile. Die Sekunden rannen dahin, sammelten sich zu einer kleinen Ewigkeit, während Bob vor ihr stand und wie erstarrt wirkte.

Die ganze Zeit über quälte sie der Gedanke, was er wohl noch vorhatte und welcher verborgene, perverse Sinn in dieser ganzen Aktion lag.

Eine vorläufige Antwort sollte sie jedoch wenig später bekommen. Die Erstarrung löste sich bei Bob. Mit einer ruckartigen Bewegung griff er in die Tasche, holte eine Pistole mit aufgeschraubtem Schalldämpfer hervor. Dann trat er von der Seite an sie heran, setzte den Schalldämpfer an ihre Schläfe. Sie konnte fühlen, dass sein Finger zitterte, als er versuchte abzudrücken.

Jane Deacon schloss die Augen.

Es dauerte fünf quälend lange Sekunden, ehe er schließlich die Kraft hatte, den Abzug der Waffe zu betätigen. Jane Deacons Kopf sackte weg. Die Einschusswunde war klein, die Austrittsöffnung des Projektils dafür umso größer. Blut und Hirn hatten die Tapete vollgespritzt.

Aber nicht den Mann, der sich Bob nannte. Und auch nicht Bobs Tasche. Er hatte Jane Deacon extra so hingesetzt, dass das nicht passieren konnte. Schließlich war das nicht sein erstes Opfer, und er hatte inzwischen dazugelernt.

Er stand noch eine ganze Weile einfach da. Die Waffe hatte er gesenkt. Er sah auf die reglos auf dem Stuhl hängende, gefesselte Tote herab und sagte schließlich laut und mit einer Stimme, die wieder sehr nach weichem Samt klang: »Jetzt ist es gut. Jetzt …ist alles …gut.«

Aber das hatte er beim letzten Mal auch gesagt.

Und eigentlich wusste er auch diesmal im tiefsten Inneren seiner Seele, dass es nicht stimmte.

***

New York City, zwei Jahre später …

»Jerry Cotton, FBI. Dies ist mein Kollege Phil Decker«, sagte ich, während ich meine ID-Card vorzeigte.

Phil und ich standen in einem engen Flur in einem Mietshaus in Queens und ein breitschultriger Kollege der City Police hatte wohl die strikte Anweisung, niemanden die Treppe hinauf zu lassen.

An seinem Uniformhemd stand sein Name.

Er hieß Grayson. Als er meine ID-Card betrachtete, runzelte er die Stirn und gab sie mir dann zurück. »Tut mir leid, dass ich so pingelig sein muss«, sagte Grayson.

»Keine Ursache, das ist Ihr Job«, meinte Phil.

»Es soll auch schon Presseleute gegeben haben, die sich mit gefälschten ID-Cards von FBI, City Police oder wem auch immer Zugang zu interessanten Tatorten verschafft haben.«

Ehrlich gesagt kommt so etwas eher selten vor, aber ausschließen kann man das natürlich nicht vollkommen. Aber ich wollte Officer Grayson jetzt nicht widersprechen.

Ich steckte meine ID-Card wieder ein.

»Gibt es hier eigentlich keinen Aufzug?«, fragte ich.

»Ist seit einem halben Jahr defekt, wie mir einige andere Mieter erzählt haben«, sagte Grayson. Er machte eine ausholende Geste. »Sie können raufgehen. Doktor Cooper erwartet sie bereits.«

»Doktor Cooper?«, fragte ich.

»Sie hat schon angekündigt, dass sie für ihren Fall noch Verstärkung bekommt. Und das sind dann ja wohl Sie.«

»Ihren Fall?«, echote ich ziemlich perplex.

Ich wechselte einen kurzen Blick mit Phil. Die Informationen, die Phil und ich bisher zu dem Fall hatten, waren äußerst knapp. Mr High hatte uns hier hingeschickt. Kurz nachdem Phil am Morgen an der üblichen Stelle in meinen Jaguar gestiegen war, hatte sich unser Chef gemeldet und uns an diesen Tatort beordert.

Denn dieser Fall fiel in die Zuständigkeit des FBI. Es gab vermutlich einen engen Zusammenhang mit einer Reihe von ähnlichen Taten in Newark, New Jersey. Ein Serienkiller, der Frauen auf eine ganz spezielle Weise tötete. Zumindest war das bis jetzt die Hypothese.

Mr High hatte zwar erwähnt, dass wir Unterstützung durch Fachleute bekommen würden, aber dass jetzt jemand diesen Fall als seinen bezeichnete und in uns so etwas wie herbeigerufenes Hilfspersonal sah, überraschte mich doch ziemlich.

Wir gingen die Treppe hinauf. Wenig später erreichten wir die offen stehende Wohnungstür. Es stand kein Name auf dem Schild an der Klingel. Kollegen der Scientific Research Division, des zentralen New Yorker Erkennungsdienstes, waren bereits bei der Arbeit. Außerdem sah ich Lieutenant Mortenson von der zuständigen Homicide Squad der City Police. Er nickte Phil und mir zu.

Ich kannte ihn ganz gut, auch wenn wir selten zusammengearbeitet hatten.

»Hier soll eine Doktor Cooper sein«, sagte ich.

»Doktor Cooper ist hier«, sagte eine Stimme, die ziemlich resolut klang. Wir drehten uns um und sahen eine sehr zierliche, grazile Frau. Sie war schätzungsweise Mitte dreißig, hatte dunkles, gelocktes und bis über die Schultern fallendes Haar und war nicht größer als ein Meter sechzig.

»Guten Tag«, sagte ich.

»Sie sind die Leute vom FBI, auf die ich gewartet habe?«

»Jedenfalls sind wir vom FBI. Dies ist mein Kollege Agent Phil Decker, mein Name ist Jerry Cotton.«

»Doktor Melanie Cooper, Profilerin. Ich unterrichte normalerweise an der Akademie in Quantico.«

»Und was führt Sie dann nach New York?«

»Dieser Fall, Agent Cotton.«

»Das verstehe ich nicht.«

»Hat Sie Ihr Vorgesetzter darüber nicht informiert?«

»Ehrlich gesagt hatte der Assistant Director noch kaum Gelegenheit, uns über Einzelheiten in Kenntnis zu setzen.«

»Dann hat er Ihnen nichts darüber gesagt, dass dieser Fall mit einer Serie von Verbrechen in Zusammenhang steht, die in Newark stattfanden?«

»Doch, aber wir sind bis jetzt nur grob informiert.«

Dr. Melanie Cooper atmete tief durch und verschränkte die Arme vor der Brust. »Es war der letzte Fall, den ich bearbeitet habe, bevor ich den Lehrauftrag in Quantico annahm.«

»Lassen Sie mich raten: Sie haben damals die Sache nicht aufklären können.«

»Das ist leider wahr, Agent Cotton. Glauben Sie mir, es hat mir nächtelang keine Ruhe gelassen, dass da so ein Irrer durch die Gegend läuft, Frauen anspricht, sie in eine Wohnung wie diese lockt und ihnen eins über den Schädel zieht. Wenn sie dann erwachen, finden sie sich gefesselt auf einem Stuhl wieder. Der Täter besudelt die Hände des Opfers mit Blut und erschießt es mit einer Waffe, die einen Schalldämpfer trägt.«

»Und bei der Reihenfolge sind Sie sich sicher?«, fragte ich.

»Wie meinen Sie das?«

»Was das Blut und den Schuss angeht. Sie wissen genau, dass er nicht erst den Schuss abgibt und anschließend der Toten das Blut über die Hände gießt?«

Melanie Cooper sah mich etwas überrascht an. »Nein, sicher ist das nicht, Agent Cotton.«

»Und wie kommen Sie dann darauf?«

»Es ist einfach nur … Intuition. Ich glaube, dass es so gewesen ist. Aber vielleicht sollten Sie sich mal mit eigenen Augen ansehen, worum es hier geht.«

»In Ordnung.«

Dr. Melanie Cooper führte uns in das Wohnzimmer. Dort saß das Opfer noch immer gefesselt auf dem Stuhl, so wie der Täter die junge Frau drapiert hatte.

»Sie heißt Elizabeth Mitchell und war als Krankenschwester im nahe gelegenen St. Mary Hospital beschäftigt«, erläuterte Melanie Cooper. »Alle Opfer dieses Täters waren irgendwo im medizinischen Bereich beschäftigt. Es waren Ärztinnen darunter, Krankenschwestern, eine Altenpflegerin, eine Sprechstundenhilfe, eine Angestellte in einer Blutbank …«

»Sagen Sie jetzt nicht, dass der Täter aus Hass gegen das Gesundheitssystem diese Morde begangen hat«, mischte sich Phil ein.

Melanie Cooper hob die Augenbrauen. »Wieso nicht? Das wäre noch nicht einmal das absurdeste Mordmotiv, auf das ich während meiner Arbeit gestoßen bin. Auf jeden Fall müssen wir diesen Aspekt im Auge behalten.«

Ich sah die Einschusswunde am Kopf und die Austrittswunde des Projektils. Es sah grässlich aus.

»Der Täter hat den Schalldämpfer immer aufgesetzt«, erläuterte Melanie Cooper.

»Eine Art Hinrichtung«, sagte ich.

»Eine Hinrichtung, eine Bestrafung, irgendetwas in der Art wird es sein«, stimmte mir die Profilerin zu. »Unser Täter nimmt die Dinge außerdem sehr genau und will sich selbst auf gar keinen Fall beschmutzen. Er hat vielleicht sogar eine gewisse Phobie vor Blut und meidet den Kontakt damit, obwohl er es braucht, um seine Opfer so herzurichten, wie wir es hier sehen.«

»Das müssen Sie mir erklären«, sagte ich, denn ich verstand wirklich nicht, worauf Melanie Cooper hinauswollte. Dass die Hände mit Blut besudelt waren, war mir auch schon aufgefallen. Blut, das nicht zur Austrittswunde des Projektils passte, denn das war in die andere Richtung gespritzt und hatte die Wand mit rotbraunen Flecken versehen.

»Er hat das Opfer so positioniert, dass er möglichst nichts abbekommt«, stellte Melanie Cooper fest. »Das meinte ich eben.« Sie schien meinen etwas ratlosen Blick bemerkt zu haben. »Und das Blut, das Sie da an den Händen sehen, war bei den anderen Opfern Tierblut, das der Täter mitgebracht haben muss.«

»Wissen Sie, was für ein Tier?«

»Schweineblut. Aber bei seiner letzten Tat gab es eine Besonderheit.«

»Und die wäre?«

Melanie Cooper sah mich an. »Die letzte Tat liegt zwei Jahre zurück. Damals hat der Täter dem Opfer Blut abgenommen. Das steht auch so im Bericht der Gerichtsmedizin. Sie haben alle Unterlagen gemailt bekommen.«

»Wir werden das alles auch sicher noch lesen, Doktor Cooper«, versprach ich.

Dr. Cooper streifte die Latexhandschuhe über. Dann schob sie nacheinander vorsichtig die Ärmel der Toten hoch. Auf der rechten Seite fand sie, was sie suchte. »Einstichstellen und ein typischer Bluterguss, der entsteht, wenn jemand nicht so sehr darin geübt ist, eine Spritze zu benutzen.«

»Das bedeutet, der Täter kam vermutlich nicht aus der Gesundheitsbranche«, sagte Phil.

»Jedenfalls hätte ich mir von ihm nicht so gerne Blut abnehmen lassen«, meinte Dr. Cooper. »Ich will es mal so ausdrücken: Der Täter wusste genau, was er tun musste. Er hatte also medizinisches Wissen und hat sich offenkundig gut informiert. Aber er besaß keine Übung.«

»Was will er mit dem Blut, das er dem Opfer abgenommen hat?«, fragte ich.

»Er gießt es dem nächsten Opfer über die Hände, wenn Sie mich fragen«, antwortete Melanie Cooper. »Auf die Gefahr hin, dass ich mich zu weit aus dem Fenster lehne, aber ich denke, dass das Blut, mit dem die Hände von Elizabeth Mitchell besudelt wurden, von Jane Deacon aus Newark stammt. Der DNA-Test wird es beweisen. Da wette ich hundert Dollar drauf.«

»War Jane Deacon das letzte Opfer dieser Serie – vor zwei Jahren?«

»Ja«, murmelte Melanie Cooper. Ihre Stimme klang jetzt auf einmal tonlos. Es war ihr anzusehen, dass ihr der Fall sehr naheging. Auch zwei Jahre später noch. Ich konnte gut verstehen, warum das so war. Mir selbst ist das auch schon so gegangen. Man weiß, dass ein Täter weitere Morde begehen wird, aber man kann ihn einfach nicht fassen.

So etwas kommt vor und es gehört zu unserem Job, damit irgendwie klarzukommen. Aber es nagt an einem – und in diesem Fall nagte es wohl seit zwei Jahren an der Seele von Melanie Cooper.

»Aber eine Aufbewahrungszeit von zwei Jahren für Blut?«, hakte ich nach. »Soweit ich weiß, zersetzen sich Blutproben schon nach kurzer Zeit.«

Melanie Cooper nickte, während sie den Blick dem Opfer zuwandte. »Das ist korrekt. Aber erstens ist Plasma durchaus nach zwei Jahren noch verwendbar, wenn es fachgerecht gelagert wird, und zweitens …« Sie sprach nicht weiter. Irgendetwas schien ihr an der Toten aufzufallen. Allerdings war sie offenbar nicht gewillt, ihre Beobachtung mit uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu teilen. »Wir warten den DNA-Test ab, Agent Cotton. Und sollte ich recht behalten und diese Blutprobe tatsächlich DNA von Jane Deacon enthalten, dann erkläre ich Ihnen, wie er das gemacht hat, einverstanden?«

»Nun …«

»Im Moment habe ich keine Zeit dafür.«

»Aber das ist ein Punkt, der …«

»Später, Agent Cotton. Bislang ist es ja auch nur eine Vermutung. Oder sagen wir besser: eine begründete Hypothese.«

»Auf die Sie ein paar Dollar wetten wollten.«

»Ja, allerdings …« Einige Augenblicke schwieg sie nachdenklich. Sie gab einem das Gefühl, lästig und schwer von Begriff zu sein. Ich ahnte schon, dass die Zusammenarbeit mit ihr wohl nicht ganz einfach werden würde.

Vermutlich war es tatsächlich das Beste, erst einmal den DNA-Test für das Blut abzuwarten, mit dem der Täter die Hände der Toten übergossen hatte. Und streng genommen war ja auch das zunächst einmal nichts weiter als eine begründete Hypothese.

»Erzählen Sie uns mehr über den Fall vor zwei Jahren«, verlangte jetzt Phil, der wohl erkannt hatte, dass wir, was die Blut-Sache anging, bei Dr. Cooper erst einmal nicht weiterkamen. Aber ich nahm mir vor, darauf zurückzukommen.

»Jane Deacon war eine Ärztin«, fuhr Melanie Cooper dann in gedämpftem Tonfall fort. »Sie hat den Täter in einer Bar kennengelernt. Wir konnten sogar ermitteln, in welcher.

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