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Jerry Cotton - Folge 2955

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Bonuszahlung für Mörder
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Bonuszahlung für Mörder

Das gesamte Hotel war für die Tagung in New York gebucht worden. Die europäische Gruppe befand sich in ihrer ersten Pause und ließ sich von Angestellten des Hotels mit Erfrischungen versorgen.

»He, passen Sie doch auf!«, rief Karl Meißner.

Der aus Frankfurt am Main stammende Vertriebsmanager von Nangsung ärgerte sich über den Kellner. Der starrte den Deutschen kalt an, zog eine Pistole und schoss Meißner nieder. Weitere Schüsse krachten, während die anderen Manager vor Schreck aufschrien. Karl Meißner starrte blicklos gegen die Decke des Raumes.

Wir trafen keine halbe Stunde nach dem Blutbad im Hotel ein. Mr High hatte Phil und mich sofort in Marsch gesetzt, kaum dass er vom NYPD informiert worden war.

»Es gibt zurzeit einen Toten, der aus Deutschland stammt. Eine Russin und ein Franzose wurden verletzt, die italienische Kollegin entführt. Und alle arbeiten fürs Management von Nangsung«, fasste Phil zusammen.

Ich warf meitnem Partner einen Seitenblick zu. Wir hatten es nicht nur mit einem Angriff auf verschiedene Ausländer zu tun, sondern auch mit leitenden Angestellten eines multinationalen Konzerns.

»Da dürfte diplomatisches Fingerspitzengefühl gefragt sein«, erwiderte ich.

Phil lachte unfroh auf.

»Das ist bekanntermaßen eine deiner Spezialitäten«, sagte er.

Ich verkniff mir eine Erwiderung, da wir die Absperrung des NYPD erreicht hatten. Der baumlange Cop schaute auf meinen Jaguar, verzog die Miene und machte eine eindeutige Handbewegung.

»Er möchte, dass wir von hier verschwinden«, kommentierte Phil.

Es war nicht das erste Mal, dass mein ungewöhnlicher Dienstwagen Anlass zu Missverständnissen gab. Außer mir fuhr eben kein Agent einen Jaguar E-Type – der allerdings nur äußerlich dem englischen Oldtimer entsprach. Dieser Officer reagierte daher wie viele seiner Kollegen in ähnlicher Situation. Ich öffnete die Seitenscheibe und hielt dem Mann meinen Ausweis vor die Nase.

»FBI, Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker«, sagte ich.

Er schaute ungläubig auf meine Marke, salutierte und zerrte dann sofort die Absperrung zur Seite. Ich dankte ihm im Vorbeifahren und durfte die gleiche Prozedur in der Tiefgarage des Hotels wiederholen. Schließlich führte uns ein Cop zu einem Captain des NYPD. Der Revierleiter wirkte sichtlich angespannt und nahm unser Erscheinen mit großer Erleichterung auf.

»Gut, dass Sie so schnell gekommen sind. Der General-Manager von Nangsung hatte seine eigene Truppe von der Leine gelassen. Der Sicherheitsdienst dieser Unternehmensgruppe tritt auf wie der Secret Service und will sich nichts sagen lassen«, sagte er.

Er deutete hinüber zu einer Tür, vor der eine Gruppe Kriminaltechniker wartete. Ich schob mich an dem Captain vorbei und ging direkt auf die beiden Männer an der Tür zum Konferenzraum zu. Beide trugen dunkle Anzüge, hatten Headsets am Ohr und wirkten tatsächlich wie Agents des Secret Service. Ihre Mienen drückten klar aus, dass sie eindeutige Befehle befolgten und niemanden in den Raum lassen würden.

»FBI, Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker. Wir übernehmen ab sofort die Ermittlungen. Sie verlassen bitte die Sperrzone«, sagte ich.

Zunächst gab der linke Mann mit asiatischem Einschlag über Funk etwas in einer Sprache durch, die ich für Koreanisch hielt. Nangsung hatte den Stammsitz in Seoul und daher ging ich davon aus, dass der Sicherheitsdienst vorwiegend in dieser Sprache kommunizierte.

»Sie müssen sich zuerst beim General-Manager melden, Agent Cotton«, sagte der andere Sicherheitsmitarbeiter.

Er war weiß und sein Englisch ließ mich vermuten, dass er aus dem Mutterland dieser Sprache stammte.

»Nein, so läuft es hier nicht. Agent Decker und ich werden zuerst den Tatort ansehen. Danach geben wir ihn für die Kriminaltechniker frei und dann sprechen wir mit Mister Jeung«, widersprach ich.

Phil hatte völlig recht. Diplomatie war eine meiner Stärken, wenn auch nicht die ausgeprägteste. Vermutlich wäre es für die weitere Ermittlung von Vorteil gewesen, wenn ich zuerst mit dem General-Manager gesprochen hätte. Dadurch verloren wir aber zu viel Zeit und mein Hauptaugenmerk lag nun einmal nicht darauf, Mr Jeung zufriedenzustellen. Ich wollte die Männer erwischen, die für dieses Blutbad verantwortlich waren.

»Wir dürfen Sie aber noch nicht in den Konferenzraum lassen«, wiederholte der Asiate stur.

Sein Englisch war ebenfalls lupenrein, sodass es keine Verständigungsprobleme geben konnte. Hier ging es ausschließlich darum, seine Macht unter Beweis zu stellen. Ich wandte mich an den Captain.

»Lassen Sie diese beiden Männer abführen. Sie behindern die Ermittlungen des FBI«, ordnete ich an.

Vermutlich tat ich den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes damit sogar einen Gefallen. So konnten sie ihr Gesicht wahren, und das zählte angeblich im asiatischen Umfeld besonders viel. Vier Cops eilten herbei, und einen kurzen Augenblick lang sah es fast so aus, als wenn die Sicherheitsmänner es auf einen Kampf ankommen lassen wollten.

Dann sprach der Asiate wieder in seiner Sprache mit jemandem über Funk. Gleich darauf ließen sie sich widerstandslos abführen. Als sie außer Reichweite waren, wandte ich mich erneut an den Captain.

»Es reicht völlig, wenn man sie eine halbe Stunde auf der Rückbank eines Streifenwagens schmoren lässt«, sagte ich.

Anschließend überließen wir zunächst den Technikern das Feld. Sie sorgten dafür, dass keiner von uns irgendwelche Spuren vernichten konnte. Nachdem sie einen Weg markiert hatten, auf dem Phil und ich uns durch den Raum bewegen durften, konnten wir den Tatort inspizieren.

»Es gibt Aufzeichnungen einer Überwachungskamera. Die Angreifer haben die Servicemitarbeiter überwältigt und sind an ihrer Stelle in den Raum gegangen«, erklärte der Leiter der Kriminaltechnik.

Einer seiner Mitarbeiter hatte sich bereits alle Aufzeichnungen des Hotels beschafft und spielte uns nun die entsprechende Sequenz vor. Da es auch im Konferenzraum eine elektronische Überwachung gab, konnten wir den Angriff mit eigenen Augen verfolgen.

»Sie wollten eine Duftmarke setzen«, sagte Phil.

Die brutale Vorgehensweise ließ mich zum gleichen Schluss kommen. Der Deutsche wurde aus kurzer Distanz niedergeschossen. Zwei der Angreifer schnappten sich eine der Managerinnen und feuerten auf alle im Raum Anwesenden, während sie sich zurückzogen.

»Schnell, hart und rücksichtslos. Eine Entführung allein war definitiv nicht ihr Ziel«, stimmte ich zu.

Womit sich die Frage stellte, womit wir es eigentlich zu tun hatten. Bevor Phil und ich darüber diskutieren konnten, erschien ein hagerer Mann in einem dunkelgrauen Anzug. Der General-Manager hatte eingesehen, dass er uns nicht zu sich zitieren konnte. Lee Jeung war daher zum Konferenzraum gekommen und wollte mit mir sprechen.

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Ich fügte mich in mein Schicksal und überließ Phil die Auslösung der Fahndung nach den Angreifern. Das umfangreiche Bildmaterial sollte uns dabei eine große Hilfe sein. Lee Jeung warf einen knappen Blick auf meinen Ausweis, bevor er mir eine Visitenkarte von sich aushändigte. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man sich so unter Geschäftsmännern im asiatischen Raum verhielt. Also zückte ich ebenfalls eine Visitenkarte und streckte sie Jeung hin. Sein eifriger Assistent nahm sie an sich und steckte die Karte achtlos in die Seitentasche seines Sakkos.

»Unsere Techniker sichern zurzeit die Spuren im Konferenzraum. Haben Sie einen Verdacht, wer für diesen Überfall verantwortlich sein könnte?«, fragte ich.

In den dunklen Augen des General-Managers konnte ich lesen, dass er jedes Wort verstanden hatte. Dennoch übersetzte sein Begleiter es auf Koreanisch, wodurch wertvolle Zeit verstrich. Ich kämpfte meine Ungeduld hinunter und spielte den Gelassenen.

»Nein«, erwiderte der Assistent.

Mein Geduldsfaden verlor weiter an Stärke.

»Es gibt doch sicherlich Konkurrenten, die Ihrem Unternehmen Schaden zufügen wollen. Wir benötigen eine Aufstellung, die uns darüber einen Überblick verschafft. Es könnte immerhin sein, dass der Anschlag von einem dieser Unternehmen in Auftrag gegeben wurde«, sprach ich weiter.

Erneut übersetzte der Begleiter, und dieses Mal benutzte Jeung eindeutig mehr Worte für seine Antwort. Der Assistent nickte mehrfach pflichtbewusst, bevor er sich wieder mir zuwandte.

»Nein.«

Mir reichte es.

»Ihr Verhalten ist indiskutabel. Sie behindern die Ermittlungen meiner Behörde, und da stellt sich die Frage, ob Sie überhaupt Interesse an der Aufklärung haben. Ich erwarte, dass uns diese Aufstellung noch im Laufe dieses Tages zugeht«, wiederholte ich.

Der Assistent krauste die Stirn und rang nach Worten.

»Sie verschwenden Ihre Zeit, Agent Cotton. Die Liste geht Ihrem Field Office innerhalb der nächsten Stunde zu. Sie erlauben, dass wir uns entfernen. Ich möchte der Familie von Mister Meißner persönlich mein Mitgefühl aussprechen«, antwortete Lee Jeung.

Damit ließ er mich stehen und verschwand in einem der Fahrstühle, immer seinen eilfertigen Assistenten im Schlepptau.

»Agent Cotton?«

Der Captain tauchte urplötzlich am Ende des Ganges auf. Seinem Verhalten nach musste etwas vorgefallen sein, was meine sofortige Aufmerksamkeit erforderte.

»Was ist passiert?«, fragte ich.

Zu meiner Überraschung erfuhr ich, dass ein Team des Sicherheitsdienstes von Nangsung einen der Angreifer gestellt haben wollte.

»Sie haben pflichtgemäß das NYPD informiert«, erklärte der Captain.

Allerdings erst nachdem sie den Mann eingekreist hatten. Bis zu dem entsprechenden Bürogebäude mussten wir lediglich drei Blocks weit fahren. Phil informierte ich im Laufen, sodass er während der kurzen Fahrt die Daten des Bürogebäudes beschaffen konnte.

»Es befinden sich mindestens dreihundert Personen im Haus«, sagte er.

Das waren wirklich keine optimalen Umstände, unter denen wir einen der Gangster stellen konnten. Im Hotel hatte ich mir ein Headset des Sicherheitsdienstes aushändigen lassen, um mit den Angestellten über die speziell verschlüsselten Kanäle sprechen zu können.

»Agent Cotton vom FBI. Sie behalten die Zielperson nur unter Beobachtung. Kein Zugriff! Bestätigen Sie die Anweisung«, forderte ich.

Nach allem, was wir bislang mit diesen Sicherheitsleuten erlebt hatten, wollte ich völlig sicher sein, dass sie keine Dummheiten begingen. Die Bestätigung erfolgte nicht.

»Die ignorieren mich einfach«, beschwerte ich mich.

Wenige Minuten später rannten wir durch die Lobby des Bürogebäudes und befragten die Angestellten hinter dem Tresen. Die Sicherheitsmitarbeiter von Nangsung hatten den Verdächtigen in einem der Büros ausfindig gemacht.

»Wie ist ihnen denn das Kunststück gelungen?«, fragte ich.

Phil teilte meine Verblüffung nur zum Teil. Er hatte einen Blick auf die Tafel mit den im Haus angesiedelten Unternehmen geworfen.

»Diese Handelsagentur ist eine hundertprozentige Firmentochter von Nangsung«, sagte er.

Phil deutete auf das Firmenschild. So langsam dämmerte es mir, dass Jeung uns im Hotel absichtlich aufgehalten hatte. Darüber würde ich später mit Mr High zu sprechen haben. Jetzt galt es, den Verdächtigen aus den Klauen des Sicherheitsdienstes zu befreien. Im elften Stockwerk stürmte ich aus dem Lift über den Gang und riss dann die betreffende Bürotür auf.

»FBI! Wo sind die Sicherheitsmitarbeiter von Nangsung?«, fragte ich.

Phil und ich hatten die Marken am Revers unserer Jacken befestigt. Hinter uns folgte der Captain mit drei Cops. Die junge Frau hinter dem Schreibtisch am Fenster deutete stumm vor Schreck auf eine Tür. Ich stieß sie auf und sah mich mit drei Männern in dunklen Anzügen konfrontiert, die einen eingeschüchtert wirkenden Mann in eine Ecke getrieben hatten.

»FBI! Zurück«, befahl ich.

Die Sicherheitsmitarbeiter tauschten einen schnellen Blick aus, doch ich trat bereits zur Seite. Die Officers drängten die Anzugträger weg von ihrem Opfer.

»Special Agent Cotton, und das ist Special Agent Decker. Wir lautet Ihr Name?«, fragte ich.

Er stellte sich als Hector Pasquale vor.

»Was haben Sie mit dem Überfall im Hotel zu tun?«, bohrte ich weiter.

Der verängstigt wirkende Pasquale schien mir nicht der Typ eines eiskalt mordenden Gangsters zu sein.

»Ich war für den Service verantwortlich«, antwortete er.

Phil schnaubte verärgert. Der Sicherheitsdienst wusste demnach, dass Pasquale ein wichtiger Zeuge des Überfalls gewesen war. Offenbar hatte ihr Boss ihnen befohlen, den Leiter des Serviceteams ausfindig zu machen und zu befragen.

»Sie haben also die Angreifer gesehen?«, fragte ich.

Pasquale warf einen scheuen Blick auf den ältesten Mann von den Sicherheitsmitarbeitern. So kamen wir nicht weiter.

»Nehmen Sie die Männer wegen Behinderung der Ermittlungen in Gewahrsam, Captain«, ordnete ich an.

Der Protest wurde vom energischen Auftreten der Cops im Keim erstickt. Als man die drei Mitarbeiter von Nangsung aus dem Büro geschafft hatte, wandte ich mich wieder an Hector Pasquale.

»Jetzt überlegen Sie sich bitte genau, ob Sie das Schicksal dieser Männer teilen wollen. Es wäre klug von Ihnen, wenn Sie mit dem FBI kooperieren würden«, mahnte ich ihn.

Er war clever genug, seine Chancen abzuwägen. Pasquale erzählte uns genau, wie er den Überfall erlebt hatte. Die Gangster waren wie aus dem Nichts in dem Servicebereich aufgetaucht.

»Sie zwangen uns, in einen der Kühlräume zu gehen. Dort hörten wir kurz darauf die Schüsse und ich löste Alarm aus«, berichtete er.

Es gab einen Notschalter im Kühlraum, den er betätigte. So konnte er sich und seine Kollegen befreien, doch da war der Überfall bereits vorbei.

»Warum sind Sie nicht im Hotel geblieben, um uns sofort bei den Ermittlungen zu helfen?«, fragte ich.

Da klappte Pasquale auf einmal den Mund zu und weigerte sich, weitere Fragen zu beantworten. Er bestand darauf, dass der Firmenanwalt von Nangsung verständigt wurde.

»Das ist doch alles oberfaul, wenn du mich fragst«, schimpfte Phil.

»Allerdings. Der Sicherheitsdienst bei Nangsung ist erstklassig ausgebildet und nimmt seine Aufgaben ernst. Wie es angehen konnte, dass trotzdem eine Gruppe schwer bewaffneter Gangster in den Konferenzraum gelangen konnte, sollten wir dringend klären«, stimmte ich zu.

»Bei der Gelegenheit müssen wir uns gleich auch darum kümmern, warum Jeung seine Angestellten davon abhält, mit uns zu kooperieren«, warf Phil ein.

Das Verhalten von Hector Pasquale deutete in diese Richtung. Ein Mann wie er war niemals ohne die Zustimmung eines der leitenden Angestellten aus dem Hotel verschwunden. Vermutlich war es Pasquale sogar direkt befohlen worden. Von wem und warum, wollte ich ebenfalls in Erfahrung bringen.

»Die Ermittlungen werden ausgesprochen kompliziert werden«, sagte ich.

Mein Partner widersprach nicht, sondern organisierte bereits den Abtransport von Pasquale.

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Unser Weg führte uns nicht wie geplant ins Field Office, sondern zurück ins Hotel. Schuld daran war eine Meldung, die mit der Entführung zu tun hatte. Als wir am Konferenzraum eintrafen, erwartete uns dort der Leiter der Kriminaltechnik.

»Wir haben weitere Aufnahmen der Überwachungskamera ausgewertet. Dabei stießen wir auf diese Sequenzen«, erklärte er.

An einem Laptop zeigte er uns die betreffenden Filmausschnitte. Wir sahen darauf, wie die Gangster sich auf der Fahrt im Lift einige Fotografien anschauten. Der Techniker hatte sie bereits bearbeitet, sodass er uns das Ergebnis präsentieren konnte.

»Es sind Aufnahmen von Ornella Barachi. Sie leitet das Marketingbüro in Mailand«, sagte er.

Damit stand fest, dass es in erster Linie doch eine Entführung gewesen war. Das brutale Auftreten der Kidnapper hatte uns glauben lassen, dass die Entführung nur ein Nebeneffekt des Überfalls sein konnte.

»Diese Aufnahmen müssen doch auch die Sicherheitsleute von Nangsung entdeckt haben«, stieß Phil hervor.

Das war wahrscheinlich, und aus diesem Grund suchten wir den Leiter auf. Cameron Smythe war in Hongkong aufgewachsen und hatte seine Laufbahn bei der dortigen Polizei begonnen. Sehr viel mehr konnte Phil in der Kürze der Zeit nicht über ihn herausbekommen. Wir fanden Smythe in einem Büro ein Stockwerk tiefer.

»FBI, Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker«, sagte ich.

Smythe winkte ab.

»Ich weiß. Womit kann ich Ihnen helfen?«, erwiderte er.

Ich berichtete von den Aufnahmen aus dem Fahrstuhl und wollte wissen, wieso man uns davon nicht früher berichtet hatte.

»Die Entführer haben dadurch einen größeren Vorsprung, als es erforderlich wäre«, beschwerte ich mich.

Smythe zuckte die Schultern.

»Sorry, Agent Cotton. Ich erhalte meine Anweisungen von Mister Jeung. Er vertraut Ihrer Behörde leider nicht, daher führe ich eigene Ermittlungen durch«, gab er zu.

Es verschlug mir für einen Moment glatt die Sprache. Die Arroganz des Südkoreaners war beispiellos und es wurde Zeit, diesem Unfug ein schnelles Ende zu bereiten.

»Hören Sie jetzt gut zu, Mister Smythe.

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