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Jerry Cotton - Folge 2951

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Gangster sterben zweimal
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Gangster sterben zweimal

Sie war zu alt. Kathrines Kräfte ließen rapide nach, während Ward zügig aufschloss. Sie erreichte die Treppe und machte den entscheidenden Fehler. Als Kathrine sich ihrem Verfolger zuwandte, glitt ein triumphierendes Lächeln über dessen Gesicht.

»Wir waren doch Kollegen«, flehte sie.

Ward schnaubte nur verächtlich und stieß Kathrine hart gegen die Brust. Sie klammerte sich verzweifelt am rostigen Handlauf fest. Der zweite Stoß reichte aus, um Kathrine die vielen Stufen hinunterstürzen zu lassen.

Der Anruf des Chefs ließ mich hoffen. Phil war auf einem Lehrgang in Quantico und ich kämpfte mich durch Aktenberge. Wenn ich Glück hatte, wurden meine Dienste jetzt an anderer Stelle benötigt. Helen winkte mich gleich durch.

»Hallo, Jerry. Schließen Sie bitte die Tür«, empfing mich Mr High.

Diese ungewöhnliche Maßnahme versprach in der Tat sehr viel. Der Chef besprach sich mit uns in der Regel, ohne die Verbindungstür zum Vorzimmer schließen zu lassen. Gespannt setzte ich mich in den Besucherstuhl vor seinem Schreibtisch. Der Assistant Director schob einen Aktendeckel zu mir herüber.

»Kennen Sie Special Agent Kathrine Mayden?«, fragte er.

Ich schlug die erste Seite auf und überflog die Daten. Das Bild der älteren Frau kam mir vage vertraut vor.

»Gehörte Agent Mayden nicht zu dem Spezialkommando in Mittelamerika?«, wollte ich wissen.

Die Angaben in der Akte waren nur auf das Wesentliche eines jeden Agents beschränkt. Doch mein Gedächtnis lieferte zusätzliche Informationen.

»Stimmt genau. Agent Mayden hatte maßgeblichen Anteil an der Zerschlagung des großen Drogenkartells. Leider wurde sie bei dem Einsatz schwer verletzt und ging daher vorzeitig in Pension«, erklärte Mr High.

Einige Fernsehbilder stiegen in mir auf. Die Zerschlagung war damals eine Sensation gewesen und hatte dem FBI viel Lob eingebracht. Agent Mayden hatte daran großen Anteil gehabt, und gerade deshalb musste ihr der Abschied vom aktiven Dienst sehr schwer gefallen sein.

»Nach ihrem Ausscheiden hat Mayden die USA verlassen«, berichtete der Chef.

Sie war ins Land ihrer Vorfahren ausgewandert und hatte sich ein Haus auf einer der vielen winzigen Inseln vor Stockholm gekauft.

»Gestern erhielt ich einen Anruf von Luther Restcliff, unserem Residenten vor Ort. Wir kennen uns seit vielen Jahren und deswegen hat er sich an mich gewandt«, erklärte Mr High.

Restcliff war von Agent Mayden aufgesucht worden und hatte dem Residenten eine haarsträubende Geschichte erzählt.

»Ward lebt noch?«, fragte ich verblüfft.

Das behauptete die ehemalige Kollegin gegenüber Restcliff, der darauf mit größter Skepsis reagierte. Das konnte ich gut nachempfinden, denn alle gingen vom Tod des sehr erfolgreichen Agent aus. Die Sache klang reichlich verworren. Eine ehemalige Kollegin wollte in Stockholm einen angeblich toten Agent gesehen haben.

»Sie kennen vermutlich die vielen Gerüchte, die es damals in Kolumbien gegeben hat«, sagte der Chef.

Wer kannte nicht die grausamen Details eines der größten Fehlschläge unserer Behörde im Kampf gegen die südamerikanischen Drogenkartelle? Agent Paul Ward war nur einer von acht Kollegen, die bei dem Massaker innerhalb einer Woche das Leben lassen mussten.

»Es wird heute noch gemunkelt, dass die Operationsbasis von einem Insider verraten worden sein soll«, bestätigte ich.

Was dann das Auftauchen eines angeblich getöteten Agent bedeutete, war mir klar.

»Wenn Agent Mayden recht hat, müsste Ward der Verräter sein«, sagte ich.

»Restcliff ist sehr vorsichtig mit der Meldung umgegangen. Andere Beweise als die Beobachtung der ehemaligen Kollegin konnte er nicht finden«, berichtete der Chef weiter.

Der Resident hatte alle Verbindungen genutzt, um mehr über Ward zu erfahren. Schließlich war er davon überzeugt gewesen, dass Mayden sich geirrt haben musste.

»Aber als er mit ihr darüber sprechen wollte, war sie bereits tot«, sagte der Assistant Director.

Meine Nackenhaare stellten sich auf. Das konnte unmöglich ein Zufall sein, und genauso sah es auch Restcliff.

»Er hat einen Freund bei der schwedischen Polizei und durfte an der Obduktion teilnehmen. Es gibt deutliche Spuren für einen Kampf, sodass man von einem Mord ausgehen muss«, schloss Mr High seinen Bericht.

»Dann führt die schwedische Polizei also eine Ermittlung durch?«, hakte ich nach.

Der Chef nickte bestätigend.

»Ja, die läuft bereits. Restcliff hat mich aber gebeten, ihm einen fähigen Ermittler zu schicken. Er möchte in aller Stille den Hinweisen auf Ward nachgehen«, sagte er.

Die eigenen Leute vor Ort hatten alle Hände voll mit anderen Ermittlungen zu tun. Aber es gab einen weiteren Grund, weshalb der Resident seinen Freund in New York um die Abstellung eines seiner Agents bat.

»Ward kann durchaus noch Kontakte haben, die ihm über die Aktivitäten der Agents in Stockholm berichten. Immer vorausgesetzt, dass die Beobachtung von Agent Mayden kein Irrtum ist«, erklärte der Chef.

Damit stand fest, warum er mich zu sich gebeten hatte. Helen bereitete meine Abreise vor, und schon am nächsten Tag würde ich in Stockholm mit dem Residenten zusammentreffen.

»Restcliff wird sich persönlich an Sie wenden. Schauen Sie, was es zu finden gibt«, verabschiedete mich Mr High.

Es war eine seltsame Aufgabe, die er mir übertragen hatte. Im Grunde sollte ich einem Phantom nachjagen, und vermutlich hofften die Eingeweihten, dass ich scheitern würde. Sollte Paul Ward tatsächlich noch leben und sich in Schweden aufhalten, stellte das unsere Behörde in ein schlechtes Licht.

Es war kein Auftrag, um den ich mich gerissen hätte. Fast bedauerte ich es, nicht wieder hinter meinem Schreibtisch Platz nehmen zu können. Ausnahmsweise empfand ich die Büroarbeit durchaus als verlockende Alternative, besonders da ich ohne Phil die Reise antreten musste.

»Für die Jagd auf Gespenster sind wir eigentlich nicht zuständig«, dachte ich.

***

Nach einem ruhigen Flug, auf dem ich zuerst noch einmal die Unterlagen, die mir Mr High zur Verfügung gestellt hatte, durchgearbeitet und dann ein bisschen geschlafen hatte, trat ich nach der Zollkontrolle in die Empfangshalle.

»Special Agent Jerry Cotton?«

Der untersetzte Mann mit den forschenden braunen Augen war unverkennbar ein Landsmann, wie seine Aussprache verriet.

»Ja, das bin ich«, erwiderte ich.

Der Resident reichte mir die Hand.

»Ich bin wirklich froh, dass Sie hier sind. Hat Assistant Director High Ihnen alle Details genannt, Jerry?«, fragte er.

Seine unkomplizierte Art gefiel mir auf Anhieb. Von Britta wusste ich, dass die Schweden ähnlich umgänglich waren wie wir Amerikaner, und das hatte offenbar auch auf Restcliff abgefärbt. Ich gab in wenigen Sätzen meinen Wissensstand weiter.

»Gibt es Neuigkeiten, Sir?«, fragte ich.

Der Resident winkte ab, während er schwungvoll meine Reisetasche in einem Volvo verstaute.

»Kein Sir, Jerry. Einfach Luther«, bat er.

Die Fahrt vom Flughafen hinein nach Stockholm nahm eine gute Stunde in Anspruch. Luther hatte die Klimaanlage im Wagen aufgedreht, denn vom blauen Himmel brannte die Sonne auf uns nieder.

»Ist es im September immer so heiß hier?«, fragte ich.

Er schüttelte den Kopf.

»Nein, normalerweise haben wir im Spätsommer tagsüber fünfzehn bis achtzehn Grad Celsius. Sie erleben einen Jahrhundertsommer«, erklärte Luther.

Ich blickte durch die Frontscheibe nach draußen, wo man die Hitze praktisch erahnen konnte.

»Ich habe ein Gästezimmer in meiner Wohnung für Sie vorbereitet. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, würde ich zuvor aber in die Schären fahren«, erklärte Luther.

Er berichtete von dem kleinen Eiland, auf dem Kathrine Mayden seit ihrer Rückkehr nach Schweden gelebt hatte.

»Fällt es nicht zu sehr auf, wenn Sie länger dem Büro fernbleiben? Wenn Sie mir den Namen der Insel sagen und wo ich die Fähren finden kann, komme ich sicherlich auch allein zurecht«, erwiderte ich.

Als der Resident laut loslachte, schaute ich ihn verwirrt an.

»Sie wären völlig aufgeschmissen, Jerry. Die Schären sind über 30.000 kleine Inseln. Viele davon sind nicht mehr als ein Stück Felsen oberhalb der Wasserlinie«, belehrte er mich.

Luther fuhr zum Hafen, wo er mich mit auf ein Motorboot nahm. Ich schaute neugierig zu den vielen anderen Booten, von denen viele mit Segeln ausgestattet waren.

»Für die Stockholmer ist es völlig normal, mit dem Boot unterwegs zu sein. Die Insel von Mayden liegt wenige Meilen nordöstlich von Möja«, erzählte Luther weiter.

Auf dem spiegelglatten Wasser bewegten sich viele Arten von Booten. Unser Motorboot war eines unter vielen, es gab aber genauso oft kleine Segeljollen zu bewundern. Regelmäßig erwiderten wir das fröhliche Winken anderer Besatzungen.

»Das dort ist Möja, die größte Insel innerhalb der Schären«, deutete er auf ein stattliches Eiland.

Wir hatten uns mittlerweile tief in die Schärenwelt vorgearbeitet. Hier draußen tummelten sich weit weniger Boote.

»Ganz schön einsam«, murmelte ich.

Luther erklärte mir, dass die Saison etwa Mitte August zu Ende ging.

»Danach wird es ruhiger in den Schären. Im Winter können Sie tagelang keiner Menschenseele begegnen. Man muss die Einsamkeit schon mögen, um ganzjährig auf einer der Inseln zu leben«, sagte er.

Als wir unser Ziel erreichten, gab ich Luther insgeheim recht. Die Insel war eine unter vielen, und ohne seine ortskundige Führung hätte ich sie vermutlich kaum gefunden. Wir befestigten das Boot an einem Holzsteg und marschierten den kurzen Weg hinauf zu einem Holzhaus. Im Licht der Nachmittagssonne glühte der rote Anstrich nahezu, sodass die weißen Umrahmungen einen besonders harten Kontrast boten.

»Gibt es Strom auf der Insel?«, fragte ich.

Luther deutete auf einen kleinen Schuppen unweit des Hauses.

»Wenn Mayden einen Generator hat, gibt es elektrisches Licht und Strom für andere Geräte. Es gibt aber auch Bewohner, die auf diesen Luxus verzichten«, antwortete er.

Ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Es sollte Menschen geben, die allein schon die Existenz von Elektrizität als Luxus ansahen? Meine Hoffnung baute darauf, dass eine Amerikanerin wie Kathrine Mayden nicht so veranlagt gewesen war.

»Schauen wir uns zunächst das Haus an«, schlug Luther vor.

Die Haustür war nicht verschlossen, was nach seiner Auskunft durchaus normal war. Die Menschen in den Schären waren offen für Besucher und schlossen sich ungern ein. Wir gingen durch die wenigen Räume. Es gab einen großen Wohn- und Essbereich, bei dem die Küche komplett frei zugänglich war. Ein schwarzer Metallofen verströmte Gemütlichkeit. Man konnte sich förmlich vorstellen, wie der Wind am Haus rüttelte und Mayden sich vom Feuer des Ofens wärmen ließ.

»Das ist das Schlafzimmer, und hier ist das Bad«, stellte Luther fest.

Im Schlafraum dominierte ein breites Holzbett. An der Wand gegenüber der Tür stand ein Kleiderschrank aus dem gleichen gelblichen Holz. Mein Blick blieb an der Nachttischlampe hängen.

»Hier muss es Strom geben«, sagte ich.

Luther folgte meinem Blick und nickte verstehend. Nirgends gab es Anzeichen, die auf einen hastigen Aufbruch oder gar Kampf hindeuteten. Allem Anschein nach war Kathrine Mayden in der festen Überzeugung zur Stadt aufgebrochen, kurze Zeit später wieder heimzukehren.

»Kann es sein, dass der Tod von Agent Mayden in keinem Zusammenhang mit ihrer angeblichen Beobachtung steht?«, fragte ich.

Es war mir wichtig, die Meinung des Residenten zu erfahren. Hielt er die Aussage der ehemaligen Kollegin eher für ein Hirngespinst oder glaubte er an einen lebenden Paul Ward?

»Das wäre natürlich denkbar. Mein Instinkt sagt mir jedoch, dass es eine Verbindung gibt«, erklärte er.

Vorerst genügte mir die Auskunft. Das war mein Ausgangspunkt für die Ermittlungen. Mal sehen, wohin es mich führen sollte.

***

Schon auf der Rückfahrt in die Stadt fasste ich einen Entschluss.

»Mayden hat gesagt, sie hätte Ward auf einem Boot gesehen?«, fragte ich Luther.

»Ja, richtig. Warum fragen Sie?«

Ich erklärte ihm, was ich vorhatte. Zuerst reagierte Luther skeptisch, doch schließlich erkannte er auch die Vorteile meines Planes.

»Gut, dann erkläre ich Ihnen jetzt, wie man das Boot steuert«, stimmte er zu.

Es war einfacher als erwartet, und nachdem mir auch ohne Probleme das Anlegen am Steg im Hafen glückte, überreichte Luther mir die Papiere samt Schlüssel.

»Es ist auf die Botschaft zugelassen. Vermutlich werden Sie nie kontrolliert werden«, erklärte er.

Er fuhr mit mir in sein Büro, um zwei weitere Formalitäten abzuwickeln.

»Wir haben ein Abkommen mit den Schweden getroffen. Alle unsere Agents sind berechtigt, eine Waffe mit sich zu führen. Sie erhalten einen dazu passenden Ausweis. Willkommen in meinem Team«, sagte er.

Mit diesen Worten überreichte er mir eine SIG mit drei Ersatzmagazinen einschließlich Gürtelholster. Außerdem erhielt ich einen Ausweis, der mich als Mitarbeiter des FBI-Residenten auswies.

»Soll ich Ihnen auch einen Wagen der Botschaft überlassen? Wir haben genügend Fahrzeuge zur Verfügung«, bot Luther an.

Seine Umsicht gefiel mir. Zehn Minuten später lenkte ich einen Volvo V60 zurück zum Hafen. Der Wagen war absolut unauffällig. Das kleine Notebook von Luther verband mich mit dem Intranet der Botschaft, sodass ich auch auf diesem Weg bestens erreichbar war.

Es machte Spaß, das Motorboot durch die Schären zu lenken. Auf der kleinen Insel inspizierte ich zuerst den Tank am Generator. Er war voll und würde mir für einige Stunden Strom liefern. Anschließend erkundete ich die Insel sowie das Holzhaus gründlich, ohne auf etwas von Belang zu stoßen.

Nach einem schlichten Abendessen schlenderte ich hinunter zum Steg und schaute nach dem Boot. Es lag ruhig im Wasser. Das leise Brummen eines Außenbordmotors lenkte meine Aufmerksamkeit hinaus aufs Wasser. Ein Motorboot näherte sich der Insel. Mit der SIG in der Hand zog ich mich ein Stück zurück, bis ein mannshoher Busch mir Deckung gewährte.

Das Boot wurde von einem Mann unmittelbar hinter meinem an den Steg gesteuert. Geschickt sprang der Fahrer auf die Holzplanken und vertäute das Motorboot. Als er sich hinunterbeugte, rutschte sein Shirt in die Höhe und gab den Blick auf ein Pistolenholster frei. Ich wartete ab, bis er an mir vorbei in Richtung Haus gegangen war. Dann trat ich aus dem Schatten und richtete die Mündung der SIG auf den Unbekannten.

»Bleiben Sie stehen und halten Sie die Hände so, dass ich sie sehen kann. Ich richte eine Waffe auf Sie und werde davon Gebrauch machen«, warnte ich ihn.

Der Besucher erstarrte und spreizte sofort die Arme seitlich vom Körper ab.

»Polizei. Mein Name ist Gustaf Pallicka«, erwiderte er auf Englisch.

»FBI. Special Agent Cotton. Wo ist Ihre Legitimation?«, fragte ich.

Er hatte sie in der Gesäßtasche und musste sich ziemlich verrenken, um das kleine Etui herauszuziehen und nach hinten zu werfen. Die leisen Flüche kamen in seiner Landessprache, aber ihr Inhalt war eindeutig. Vorerst blieb ich misstrauisch und nahm den Ausweis an mich. Dann trat ich hinter den Mann und zog die Waffe aus dem Holster.

»Gehen Sie ins Haus«, sagte ich.

Pallicka setzte sich in Bewegung und tat alles, um mein Misstrauen nicht zu verstärken. Mein Instinkt sagte mir, dass er vermutlich wirklich ein Ermittler der schwedischen Polizei war.

»Setzen Sie sich an den Tisch und legen Sie die Hände gut sichtbar auf die Platte«, befahl ich.

Auch diese Anweisung wurde prompt befolgt, sodass ich im Schein der Deckenlampe endlich den Ausweis studieren konnte. Luther hatte mir deren Aussehen in der Botschaft gezeigt.

»Sorry, aber ich musste mich erst vergewissern«, entschuldigte ich mich.

Der Schwede winkte ab und verstaute Waffe sowie Ausweis wieder, um mich dann eingehend zu mustern.

»Special Agent Cotton vom FBI. Sie sind neu in Stockholm. Ihre Kollegen kenne ich alle«, sagte der dann.

Ich nickte knapp.

»Stimmt. Was suchen Sie auf dieser Insel?«, fragte ich.

Pallicka gab sich erstaunlich offen und berichtete von seinen laufenden Ermittlungen gegen eine Drogenbande.

»Wir wissen, dass ein großer Teil der Drogen über Stockholm ins Land kommt. Vermutlich stecken die Litauer dahinter und unterhalten auf Inseln innerhalb der Schären ihre Stützpunkte«, sagte er.

Ich hatte im Kühlschrank Bierflaschen entdeckt und stellte zwei davon auf den Tisch. Pallicka bediente sich und trank in langen Schlucken.

»Was hat diese Insel mit Ihren Ermittlungen zu schaffen?«, bohrte ich weiter.

Der Schwede grinste breit und ein amüsiertes Lächeln erhellte seine blaugrauen Augen.

»Erfahre ich von Ihnen genauso viel oder wird das hier eine Einbahnstraße?«, wollte er wissen.

Ich hatte mich längst entschieden, Pallicka zu trauen, und entsprechend würde ich ihn auch einweihen.

»Sie erfahren ebenfalls alles von mir«, versicherte ich.

Er hob die leergetrunkene Bierflasche an. Ich verstand die Geste und stellte zwei weitere Flaschen auf den Tisch.

»Kathy ist tot, also dürfte sich niemand auf dieser Insel aufhalten. Als ich das Licht und Ihr Boot bemerkte, wollte ich nachsehen«, sagte Pallicka.

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