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Jerry Cotton - Folge 2933

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Spiel mit gezinkten Karten
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Spiel mit gezinkten Karten

Der Anblick ihrer kreischenden Tochter versetzte Erica Jackson in Panik. Sie vergaß die eigene Angst und ging auf den dunkelhäutigen Mann los.

»Bring die Furie endlich zur Ruhe«, forderte Sid.

Er hatte nicht geahnt, wie anstrengend die Entführung eines sechsjährigen Mädchens werden konnte. Pablo schlug der Mutter mit der Faust ins Gesicht, sodass sie zusammenbrach.

»Mom«, wimmerte Lisa.

Der Schreck sorgte dafür, dass ihr Widerstand erlahmte. Während Pablo die Frau in den Fond des Vans bugsierte, hob Sid ihre Tochter hoch.

Die Aussage von Deputy Marshal Brendan Jackson hatte uns alle erschüttert. Seine Ehefrau und ihre sechsjährige Tochter Lisa waren entführt worden.

»Sie sollen einen bestimmten Auftrag erfüllen?«, fragte ich nach.

Der hagere Mann mit den stechenden blauen Augen nickte düster.

»Die Kidnapper erwarten von mir, dass ich einen Kronzeugen ermorde«, erwiderte er.

Angesichts der Einkommenssituation eines Deputy Marshal hätte mich eine Geldforderung auch eher gewundert. Doch dieser Mordauftrag ließ dem Marshal keine andere Wahl, als sich ans FBI zu wenden.

»Marshal Jacksons Vorgesetzter ist informiert, aber ansonsten verfügen nur die hier am Tisch Anwesenden über diese Kenntnisse«, warf AD High ein.

»Was können wir tun? Gibt es Anhaltspunkte, wer hinter der Entführung steckt?«, fragte Phil.

Ich ging davon aus, dass der zu tötende Kronzeuge unser bester Ansatzpunkt war.

»Adam Osborne ist die Zielperson, und damit deutet alles auf Sebastian Cook als Hintermann dieser Entführungen hin«, antwortete Jackson.

Der Deputy Marshal dachte demnach in die gleiche Richtung wie ich.

»Davon gehe ich ebenfalls aus. Wir können aber schlecht direkte Ermittlungen gegen Cook einleiten, solange Ihre Frau und Ihre Tochter noch in der Gewalt der Kidnapper sind«, warf ich ein.

Die anschließende Diskussion verdeutlichte unsere schwierige Situation. Während Phil und ich mit unserem Chef zusammensaßen, überprüften andere Kollegen bereits Cooks Aktivitäten. Sie suchten nach Hinweisen, dass er in die Entführung verwickelt war und ob er eigene Handlanger dafür eingesetzt hatte.

»Sobald wir konkrete Informationen erhalten, können Sie und Phil zuschlagen. Parallel dazu müssen wir aber die Ermordung des Kronzeugen durch Marshal Jackson inszenieren, da es eine klare Zeitvorgabe gibt«, sagte Mr High.

Das war ein riskanter Plan, den unser Chef vor uns ausbreitete. Phil und ich sollten Jackson dabei unterstützen, den Tod von Osborne vorzutäuschen.

»Offiziell läuft alles so ab, wie es die Kidnapper verlangen. Es gibt keine speziellen Vorgaben, wie Marshal Jackson den Auftrag zu erfüllen hat«, sprach der Chef weiter.

Wir durften jedoch nicht übersehen, dass die Kidnapper Jackson vermutlich überwachten.

»Wenn jemand mit den Möglichkeiten eines Sebastian Cook hinter der Entführung steckt, wird man Sie aber sicherlich in irgendeiner Form beobachten«, sagte ich.

Jackson nickte düster und warf zum wiederholten Mal einen Blick auf seine Armbanduhr. Gleich darauf schaute er auf das dunkle Display seines Mobiltelefons.

»Es ist sehr riskant, aber ich will nicht zum Mörder werden«, antwortete er schließlich.

Ich hätte nicht mit dem armen Kerl tauschen mögen. Viele Menschen in Jacksons Lage hätten eventuell zuerst an ihre Familie gedacht, bevor sie Kontakt zu den Behörden aufnahmen.

»Dann planen wir jetzt die Umsetzung der angeblichen Ermordung«, sagte ich.

AD High nickte zustimmend und entließ uns, damit Phil und ich den unglücklichen Marshal mit in unser Büro nehmen konnten.

***

»Ich besorge uns die erforderlichen Details über die Unterbringung und Bewachung von Osborne«, sagte Phil.

Während mein Partner sich darin vertiefte, befragte ich Jackson.

»Wir müssen einfach alles wissen, Brendan. Erzählen Sie mir vom üblichen Tagesablauf Ihrer Familie. Wir müssen eingrenzen können, wie die Kidnapper Ihre Beschattung auf die Beine stellen können«, forderte ich.

Ich wollte möglichst keine Operation mit ungebetenen Zuschauern. Während Jackson sehr präzise sein Familienleben vor mir ausbreitete, grübelte ein Teil meines Gehirns bereits über die Umsetzung unserer Inszenierung nach.

»Sie haben sicherlich längst überprüft, ob jemand Unbekanntes in Ihrem Umfeld aufgetaucht ist«, sagte ich dann.

Jackson zuckte hilflos mit den Schultern. »Ja, schon. Ich habe aber keinen Verdächtigen ausmachen können«, stöhnte er.

Er war ein Profi, und umso mehr quälte ihn der Gedanke, dass seine Fähigkeiten nicht ausreichen könnten, um seine Frau und seine Tochter unbeschadet aus den Klauen ihrer Kidnapper zu befreien.

»Wenn Cook dahinterstecken sollte, kann er mehrere Teams in Ihrer Nähe arbeiten lassen. Er weiß doch, dass er es mit einem erfahrenen Marshal zu tun hat«, beruhigte ich ihn.

»Wer sollte sonst Interesse am Tod von Osborne haben?«, fragte er.

Es war jedoch genau diese Tatsache, die meine Zweifel nährte. Zu offensichtlich erschien mir der Zusammenhang, und da Sebastian Cook ein gefährlicher Gangsterboss war, suchte ich nach einem Fallstrick in dem Szenario.

»Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, Brendan. Doch wir konzentrieren uns besser auf unsere Aufgabe. Um Cook kümmern sich die Kollegen«, erwiderte ich.

Zum Glück hatte Phil mittlerweile alle Informationen beisammen, die wir für unser kleines Schauspiel benötigten.

»Im Grunde ist es für einen US-Marshal recht einfach, in die Nähe eines Kronzeugen zu gelangen«, sagte er.

Dieser Umstand sprach dafür, dass ein Gangster wie Cook diese Alternative für seine Zwecke nutzte. Ihm kam es nur darauf an, dass Osborne zum Schweigen gebracht wurde. Wer dabei auf der Strecke blieb, berührte Menschen wie Sebastian Cook überhaupt nicht.

»Vier Personenschützer bewachen die Wohnung rund um die Uhr. Das Essen wird im Foyer abgegeben und vor der Auslieferung überprüft. Nur wenn Osborne eine Aussage bei der Staatsanwaltschaft machen soll, wird er dorthin gebracht«, teilte Phil mit.

Für die Fahrt wählten die Aufpasser des Kronzeugen jedes Mal eine andere Route und wurden von Streifenfahrzeugen abgeschirmt. Es war tatsächlich ausgesprochen schwierig, an Adam Osborne heranzukommen. Vielleicht täuschte ich mich und Cook hatte alle sonstigen Möglichkeiten abgewogen, bevor er zu dem Plan mit Marshal Jackson kam.

»Wenn es also einen Weg gibt, um Osborne quasi mediengerecht zu ermorden, dann im Umfeld einer Zeugenaussage«, sagte mein Partner.

Wir gingen die Phasen durch, die dafür in Betracht kamen. Schließlich entwickelten wir zwei unterschiedliche Pläne, die wir anschließend mit Assistant Director High besprechen konnten. Es war durchaus erschreckend zu verfolgen, wie gut sich Ermittler des FBI oder eben ein US Deputy Marshal in die Gedankenwelt von Kriminellen versetzen konnten.

***

Für die kommenden sechsunddreißig Stunden war keine Aussage von Adam Osborne vorgesehen, wie Phil ermitteln konnte. Doch das von den Entführern genannte Zeitfenster forderte die Ermordung des Kronzeugen genau in diesem Zeitraum.

»Wir müssen dafür sorgen, dass die Staatsanwaltschaft ihn zu einem Gespräch anfordert«, sagte ich.

Wir hatten uns erneut um den Besprechungstisch des Chefs versammelt, wobei jetzt auch Steve Dillaggio an der Besprechung teilnahm. Der Stellvertreter von AD High organisierte die Überwachung von Sebastian Cook und seinen Leuten.

»Es muss aber so ablaufen, dass mögliche Beobachter an einen Trick von Marshal Jackson glauben können«, mahnte Steve.

»Ich könnte vielleicht einen Bericht über neue Erkenntnisse anfertigen, sodass die bisherigen Aussagen von Osborne in Frage gestellt werden«, schlug Jackson vor.

Assistant Director High schüttelte gleichzeitig mit mir den Kopf.

»Da Sie mit den laufenden Ermittlungen nichts zu tun hatten, würde kein Staatsanwalt diesen Bericht so einfach akzeptieren«, widersprach der Chef.

Es war die erste Hürde, und schon wurde deutlich, dass der Plan nicht so leicht in die Tat umzusetzen sein würde. Wir konnten nicht ausschließen, dass Cook einen Spion innerhalb der Staatsanwaltschaft sitzen hatte, und deswegen konnten wir dort niemanden einweihen.

»Das FBI entdeckt im Rahmen einer anderen Ermittlung, dass Osborne nicht sein komplettes Wissen aufgedeckt hat«, sagte Steve.

Er schaute Mr High an, der dieses Täuschungsmanöver autorisieren musste. Natürlich würde man unser Vorgehen im Nachhinein überprüfen und höchstwahrscheinlich billigen. Trotzdem war es ein sehr ungewöhnlicher Vorgang, wenn das FBI der Staatsanwaltschaft bewusst eine Lüge auftischen würde. Unser Chef durfte sich auf einige unschöne Momente einrichten, sobald die Wahrheit ans Licht kam.

»Man wird uns vorwerfen, dass wir mehr Vertrauen in die Arbeit der Staatsanwaltschaft hätten haben müssen«, erwiderte der Assistant Director.

Wir fanden aber keinen geeigneteren Weg, um eine kurzfristige Zeugenaussage von Adam Osborne zu erzwingen.

»Jetzt müssen wir alles noch so arrangieren, dass Marshal Jackson als Auslöser für diese Aktion erkennbar wird«, sagte ich.

In den folgenden Stunden bauten wir ein Konstrukt, in dem Marshal Jackson erkennbar das FBI auf bisher von Osborne verschwiegene Informationen hinwies. Nachdem es mehrfach überprüft und für sicher empfunden wurde, gab Mr High das Startsignal. Er rief persönlich den zuständigen Staatsanwalt an, um das Täuschungsmanöver in Gang zu setzen.

***

»Wir beziehen jetzt unsere Positionen«, meldete ich.

Phil saß wie immer auf dem Beifahrersitz, während Jackson auf dem Rücksitz Platz genommen hatte. Er sollte anfänglich nicht unmittelbar bei der angeblichen Tötung anwesend sein, doch er lehnte das Risiko mit einem Double ab. Daher musste mein geliebter Jaguar ausnahmsweise in der Tiefgarage des Field Office stehen bleiben, während ich einen Escalade steuerte.

»Verstanden, Jerry. In drei Minuten erreicht der Transporter mit Adam Osborne den Parkplatz«, bestätigte Steve.

Ich wandte mich an Jackson. »Halten Sie sich streng an das Drehbuch, Brendan. Wir müssen davon ausgehen, dass die Entführer Beobachter haben, die jedes Detail weitermelden«, mahnte ich.

Der Deputy Marshal nickte mit angespannter Miene. Sein Blick klebte förmlich an der Zufahrt des Parkplatzes, so als wenn er den Wagen mit Osborne heranzwingen könnte. Ich mochte mir nicht vorstellen, wie es in ihm aussehen musste. Die Angst um seine Familie zerrte sicherlich unerbittlich an Jackson, der sich trotzdem auf die bevorstehende Operation konzentrieren musste.

»Es geht los«, sagte Phil.

Der nicht weiter gekennzeichnete Wagen mit dem Kronzeugen rollte in einer Kurzparkzone unmittelbar an der Hintertür des Gebäudes aus. Aus einem schwarzen Cadillac SUV sprangen vier Männer, die aufmerksam jede Bewegung auf dem Parkplatz verfolgten. Das waren die Leibwächter, die wir ablenken mussten. Ich tauschte einen letzten Blick mit Phil aus, bevor ich die Fahrertür aufstieß und ausstieg.

»FBI. Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker«, sagte ich.

Die Kollegen aus dem Zeugenschutzprogramm entspannten sich, als sie unsere Dienstmarken erkannten.

***

Auch Adam Osborne versteifte sich, als die beiden Männer im Anzug aus einem schwarzen Escalade stiegen und zügig auf den Wagen mit ihm zugingen. Durch die geschlossenen Scheiben konnte er nicht verstehen, was die Neuankömmlinge zu sagen hatten. Osborne registrierte jedoch, wie sich seine Leibwächter entspannten, und dann sah er die Marken am Revers der Jacken.

»Das sind Kollegen vom FBI«, sagte der Fahrer.

»Noch mehr Bodyguards oder gibt es Probleme?«, fragte Osborne.

Das konnte sein Fahrer auch noch nicht beantworten. Er befolgte seine Anweisungen und verließ das Fahrzeug erst dann, wenn er die erforderliche Freigabe dazu erhielt. Das Kommando kam keine dreißig Sekunden, nachdem die neuen Agents auf der Bildfläche aufgetaucht waren. Der persönliche Leibwächter von Osborne stieß die Seitentür auf und bezog seine Stellung seitlich neben dem Wagen. Sein Schützling folgte ihm und warf einen fragenden Blick auf die beiden Agents, die er nicht kannte.

»Es gibt neue Erkenntnisse, Mister Osborne. Wir werden Sie und den Staatsanwalt darüber informieren«, sagte der Dunkelhaarige.

Neue Erkenntnisse? Osborne fand diese Formulierung beunruhigend. Was hatte das FBI entdeckt? Er wollte gerade nachfragen, als ihn eine Schockwelle gegen den Wagen schleuderte. Der Aufschlag presste ihm die Luft aus den Lungen, und als sein Kopf gegen den Seitenholm stieß, tanzten bunte Sterne vor seinen Augen. Osborne spürte, wie eine Welle von Panik in ihm aufstieg.

Auf dem Parkplatz herrschte ein unbeschreibliches Chaos. Ein Fahrzeug war in die Luft geflogen und brannte jetzt lichterloh. Die Explosion hatte die Leibwächter sowie die unbekannten Agents des FBI von den Beinen geholt, während Osborne sich mühsam wieder aufrappelte.

»Wer ist das?«

Ein einzelner Mann hetzte auf ihn zu und hob noch im Laufen seine Hand hoch. Als Osborne die Waffe darin erblickte, waren die letzten Zweifel beseitigt.

Seine Bodyguards kamen taumelnd auf die Beine und von irgendwo drangen Rufe an Osbornes Ohr. Sein Gehör musste bei dem Zusammenprall mit dem Wagen ebenfalls gelitten haben, denn den Sinn der Worte konnte er nicht erfassen. Er stieß sich ab und suchte sein Heil in der Flucht.

***

Unser Plan hatte besser als erwartet funktioniert. Die Explosion zerstörte lediglich das präparierte Fahrzeug und bildete den Hintergrund, vor dem die angebliche Tötung Osbornes geschehen sollte.

»Was ist hier los?«

Einer der Leibwächter kam schwankend auf die Beine und wirkte desorientiert. Ich hielt die SIG in der Hand und warf suchende Blicke in die Runde.

»Eine Bombe«, erwiderte ich.

Aus dem fast völlig zerstörten Autowrack schlugen Flammen in die Höhe und dichte Rauchwolken behinderten unsere Sicht. Zwei weitere, kleinere Explosionen ließen uns zusammenzucken.

»Wo ist Osborne?«, fragte Phil.

Wir spielten die Ahnungslosen und trugen nichts dazu bei, die Situation übersichtlicher werden zu lassen. Der Anführer des Bewachungsteams deutete wutentbrannt auf einen Mann, der für einen Sekundenbruchteil durch den Rauch erkennbar wurde. Jackson richtete seine Waffe auf den fliehenden Osborne.

»Stop! Nicht schießen«, brüllte ich.

»Das ist Marshal Jackson. Er will Osborne an der Flucht hindern«, rief Phil.

Selbst in meinen Augen wirkte das Szenario überzeugend, und als die Pistole des Marshals krachte, zweifelte niemand daran, dass die Kugeln den fliehenden Osborne treffen mussten. Am anderen Ende des Parkplatzes warteten zwei Kollegen auf den Kronzeugen, um ihn schleunigst wieder in Sicherheit zu bringen.

»Was tut er nur?«

Dem Anführer des Bewachungsteams war anzusehen, wie fassungslos ihn die Handlungsweise von Jackson machte. Für ihn und die anderen musste es tatsächlich wie eine brutale Hinrichtung erscheinen. Noch konnten wir die Kollegen nicht einweihen, daher blieb ich meiner Rolle treu.

»Wir kümmern uns um den Marshal. Sorgen Sie dafür, dass Osbornes Leichnam von hier weggeschafft wird«, befahl ich.

Einen Moment lang schien es mir so, als wenn der Kollege vom Zeugenschutz gegen meine Anordnungen protestieren wollte. Doch sie stimmten mit seiner eigentlichen Aufgabe überein, daher winkte er seine Leute heran und verschwand im Rauch. Von der Straße her rasten Einsatzfahrzeuge des NYPD sowie der Feuerwehr auf den Parkplatz. Die unmittelbare Nähe der Feuerwache war ein wichtiger Aspekt für unseren Plan gewesen. Es sollten keine unnötigen Schäden verursacht werden und das schnelle Eingreifen der Feuerwehrleute sorgte auch dafür.

»Scheint bestens funktioniert zu haben«, raunte Phil.

Ich wollte es gerade bestätigen, als ich den sichtlich aufgebrachten Kollegen des Zeugenschutzprogramms auf uns zurennen sah.

»Oder auch nicht«, erwiderte ich.

Eine Minute später wussten wir, dass unser Plan nur zum Teil aufgegangen war und ich rief sofort Mr High an. »Wir haben Adam Osborne verloren, Sir«, meldete ich.

Unser Chef blieb einige bedrückende Sekunden lang still, dann sagte er: »Finden Sie ihn. Steve koordiniert die Fahndung. Was ist mit Marshal Jackson?«

Diese Frage stellten wir uns auch. Brendan Jackson war ebenfalls wie vom Erdboden verschluckt und meldete sich auch auf seinem Mobiltelefon nicht mehr.

»Wir haben zurzeit keine Verbindung zu Jackson«, antwortete ich.

Ab sofort hatten wir es nicht mehr nur mit der Entführung von Erica und Lisa Jackson zu tun. Jetzt mussten wir auch noch den flüchtigen Kronzeugen wiederfinden sowie klären, was mit Deputy Marshal Jackson geschehen war.

***

Assistant Director High reagierte umgehend auf die veränderte Situation. Er beauftragte Steve mit der Einrichtung einer Sonderkommission.

»Jerry und Phil konzentrieren sich auf Sebastian Cook. Wenn er hinter dem Kidnapping steckt, muss es Hinweise darauf geben«, ordnete er an.

Wir saßen zusammen mit den anderen Kollegen der Sonderkommission in dem Lagerraum, in dem ab sofort alle Ergebnisse der verschiedenen Ermittlungsgruppen zusammengeführt wurden.

»June und Blair übernehmen die Suche nach Adam Osborne.

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