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Jerry Cotton - Folge 2930

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Wettlauf mit den Kopfgeldjägern
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Wettlauf mit den Kopfgeldjägern

Der Mann fuchtelte wild mit einer Pistole vor den Gesichtern der beiden geknebelten Männer herum, die auf dem Boden vor ihm knieten. Bald wurden die Bewegungen, die er mit der Waffe vollführte, ruhiger. Erst zielte er auf den einen Mann, dann auf den anderen.

»Ach, was soll’s«, sagte er schließlich, richtete die Waffe auf den links knienden Mann und drückte ab.

Ein ohrenbetäubender Knall ertönte und das Projektil durchschlug den Kopf des ersten Mannes, dessen Körper zusammensackte.

Der zweite versuchte verzweifelt, seinem Schicksal zu entgehen, doch saßen die Fesseln zu eng. Hoffnungslos starrte er aus blutunterlaufenen Augen in die dunkle Mündung der Waffe. Er sah, wie der Mann vor ihm langsam den Zeigefinger krümmte, und schloss die Augen. Dann war es vorbei.

Die beiden Männer lagen tot auf dem Boden der Lagerhalle.

Ich war gerade an der üblichen Ecke angekommen und schaute mich um. Phil war noch nicht da, was ziemlich ungewöhnlich war.

Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich nicht zu früh war. Offenbar verspätete sich Phil diesmal. Doch nur wenige Augenblicke später kam er mit schnellen Schritten um die Ecke und ging auf den Jaguar zu.

»Guten Morgen«, sagte er strahlend, nachdem er eingestiegen war.

»Guten Morgen«, erwiderte ich und schaute ihn neugierig an.

Er bemerkte den Ausdruck in meinen Augen natürlich sofort. »Ja, es gibt einen guten Grund dafür, dass ich heute etwas spät dran bin.«

Ich setzte den Blinker und reihte mich in den Verkehr ein. »Und willst du mir etwas darüber erzählen oder schweigst du dich lieber aus?«

Er lächelte schelmisch. »Ein Gentleman genießt und schweigt.«

»Also eine Frau, Casanova. Soll ich Vermutungen anstellen und dich mit Fragen löchern oder erzählst du mir freiwillig etwas – wobei ich nicht auf Details bestehe.«

»Da du ja eh keine Ruhe lässt, werde ich dir zumindest verraten, wen ich getroffen habe …«

Bevor Phil weitererzählen konnte, klingelte sein Telefon.

Er nahm es aus dem Sakko und schaute aufs Display. »Der Chef – da musst du dich noch ein wenig gedulden.«

Er nahm den Anruf entgegen. »Ja, Sir, guten Morgen. Sind auf dem Weg. Wo genau am East River? Geht klar, wir schauen uns dort um und kommen dann ins Büro, in Ordnung.«

Er schaltete sein Handy aus und schaute mich mit ernstem Blick an. »Doppelmord am East River. Wir sollen uns die Sache ansehen, bevor wir ins Büro fahren.«

Ich nickte. »Und wer sind die Opfer? Haben wir schon genauere Informationen?«

»Mister High schickt sie gleich«, sagte Phil und aktivierte den Bordcomputer. »Er meinte, wir sollten uns beeilen, bevor die Presse auftaucht. Scheint eine ziemlich üble Sache zu sein. Ah ja, da sind die ersten spärlichen Daten, die bisher vorliegen. Bei den Opfern handelt es sich um zwei Männer. Sie wurde beide mit Kopfschuss getötet. Sieht wie eine Hinrichtung aus. Der Täter hat sich wohl auch nicht die Mühe gemacht, die Opfer zu verstecken. Gemäß den Fingerabdrücken handelt es sich um Zach Jones und Harold Gwenty, zwei Männer von Mitte vierzig, die beide aus Washington stammen. Sie waren gefesselt und es sieht aus, als hätte man sie vor ihrem Tod gefoltert.«

»Gefoltert?«, fragte ich. »Hört sich an, als wären sie jemandem auf die Füße getreten. Ist das alles?«

»Ja, abgesehen vom Fundort der Leichen ist das alles, was uns Mister High geschickt hat«, antwortete Phil. »Sie wurden im East River geborgen und am Bootssteg beim New York Vietnam Veterans Memorial an Land gebracht.«

»Also an der südlichen Spitze von Manhattan«, sagte ich. »Und die Opfer? Was wissen wir über die?«

»Ich schau eben in der Datenbank nach«, sagte Phil und tippte etwas in den Computer. »Da haben wir ja was. Zach Jones ist für die Justiz kein Unbekannter. Hat ein langes Vorstrafenregister. Seine Karriere reicht rund zwei Jahrzehnte zurück. Hat als kleiner Ladendieb angefangen und sich dann hochgearbeitet – wenn man das so ausdrücken will. Er ist ein paar Mal im Gefängnis gewesen, aber immer nur für mittelschwere Delikte. Ah, hier ist was Interessantes: Er arbeitet für den Washingtoner Drogenboss Tommy Heatherty, war wohl einer seiner Leute fürs Grobe.«

»Dann lass mich raten: Der andere war auch einer von Heathertys Leuten«, sagte ich.

»Wahrscheinlich«, meinte Phil und schaute nach. »Da ist er ja, Harold Gwenty, zweiundvierzig, hat eine ähnliche Karriere wie Jones hinter sich und – ja, du hast recht, auch er arbeitet für Tommy Heatherty.«

»Also haben wir es mit zwei hingerichteten Schlägertypen eines Gangsterbosses aus Washington zu tun«, sagte ich. »Fragt sich, was sie hier, so weit entfernt von ihrem Revier, wollten.«

»Das herauszufinden wird uns sicher zum Täter führen«, meinte Phil und recherchierte weiter. »Dieser Heatherty ist ein ziemlich schlimmer Finger – wobei ihm bisher so gut wie nichts nachgewiesen werden konnte. Sein Hauptgeschäft ist Drogenhandel. Daneben verdient er an Prostitution und illegalen Wettgeschäften. Das sind aber wohl nur Nebeneinkünfte. Das große Geld macht er mit Straßendrogen wie Koks, Dope und Heroin. Aber auch medizinische Drogen sollen zu seinem Repertoire gehören. Er ist seit etwa zehn Jahren auf dem Schirm der Washingtoner Behörden, die ihm aber bisher nie etwas nachweisen konnten. Aalglatter Typ. Um sein Image aufzupolieren, hat er mehrere Stiftungen ins Leben gerufen, eine für Waisenkinder und eine weitere für Frauen in Not.«

Ich verzog das Gesicht. »So ist das, die großen Gangster zerstören die Leben von Tausenden und beauftragen dann ein paar Marketing-Leute, damit die ihnen einen guten Ruf verschaffen. Etwa wie die typische Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Story, die den amerikanischen Traum thematisiert, aber oft frei erfunden ist. Aber so gerne ich Heatherty das Handwerk legen würde – es ist kaum anzunehmen, dass er für den Tod von zwei seiner Leute verantwortlich ist.«

»Aber vielleicht kommen wir über den Fall an ihn heran«, meinte Phil.

»Ja, vielleicht«, bestätigte ich.

Während Phil zusätzliche Informationen besorgte, fuhr ich weiter zum Tatort. Dort bot sich uns ein Bild des Schreckens.

***

Wir stiegen aus dem Wagen und gingen auf die Absperrung zu, wo gerade ein paar Journalisten heftig mit einem Cop diskutierten. Offenbar wollte er sie nicht durchlassen, was verständlich war. Aber die Journalisten ließen nicht locker. Wahrscheinlich witterten sie eine heiße Story. Natürlich blieb der Cop hart. Schimpfend zogen sie endlich ab.

»Ganz schön was los«, sagte Phil zu ihm und zeigte seinen Dienstausweis.

Der Cop nickte. »Ja, unglaublich, was die alles für eine Story tun würden.«

»Wo finden wir den zuständigen Detective?«

Der Cop deutete in Richtung eines der Schiffe, die hier vor Anker lagen. »Immer geradeaus, dann können Sie ihn nicht verfehlen. Es ist der kleine Kerl mit dem Brad-Pitt-Bart.«

Wir bedankten uns und gingen weiter. Es waren etwa ein halbes Dutzend Cops vor Ort und einige Leute von der Crime Scene Unit. Ich konnte Dr. Janice Drakenhart sehen, die sich auf dem Deck des Schiffes befand, auf das wir gerade zugingen.

»Ganz schön viel los«, meinte Phil.

»Stimmt«, sagte ich.

Wir erreichten das Schiff und gingen an Bord. Dr. Drakenhart bemerkte uns und kam sofort auf uns zu. »Jerry, Phil, schön, euch zu sehen.«

Wir erwiderten die Begrüßung.

»Da ist jemand nicht zimperlich gewesen«, sagte Dr. Drakenhart und warf mit einer schnellen Kopfbewegung ihr Haar nach hinten.

Es war hellblond. Offenbar hatte sie es wachsen lassen und diesmal anders gefärbt als sonst.

»Was genau ist denn mit den beiden passiert?«, fragte Phil.

»Soweit ich bisher sagen kann, sind die beiden gefoltert worden«, antwortete sie. »Und zwar auf ziemlich brutale Art und Weise. Alles in allem ziemlich brutal und blutig. Folter mit anschließender Hinrichtung. Dann wurden die beiden an eine Schwimmboje gebunden und in den East River geworfen. Der Täter wollte, dass man sie findet.«

»Also wollte er ein Zeichen setzen«, meinte Phil.

»Definitiv«, bestätigte Dr. Drakenhart.

»Irgendwelche Hinweise darauf, wo die beiden gefoltert und getötet worden sind?«, fragte ich.

Sie schüttelte den Kopf. »Nein, bisher noch nicht. Die Laboruntersuchungen könnten uns mehr Aufschluss darüber geben. Wir sind hier fertig. Ich habe die Leichen nur noch nicht abtransportieren lassen, weil ich auf euch gewartet habe.«

»Wir schauen uns kurz um, dann könnt ihr weitermachen«, sagte ich. »Wie sieht es mit dem Todeszeitpunkt aus? Konntest du den bestimmen?«

»Eher schätzen, würde ich sagten«, antwortete sie. »So, wie die Haut aussieht, würde ich sagen, dass sie etwa vier Stunden im Wasser gewesen sind. Genauere Angaben kann ich machen, wenn ich sie im Labor untersucht habe.«

»Wenn wir die Geschwindigkeit des Wassers zugrunde legen, können wir die Stelle, wo sie ins Wasser gebracht wurden, in etwa bestimmen«, meinte Phil. »Fragt sich nur, ob uns das dabei hilft, den Tatort zu finden.«

»Wäre einen Versuch wert«, sagte ich.

Zusammen mit Phil ging ich zu den beiden Leichen. Sie sahen ziemlich schlimm aus. Ihre weißen Körper waren völlig entblößt und zeigten Dutzende von Wunden. Hätte das Wasser nicht einen großen Teil des Blutes abgewaschen, hätten sie noch schlimmer ausgesehen. So konnte man aber die vielen Schnitt- und Stichverletzungen erkennen, die ihnen zugefügt worden waren. Die Gesichter waren nur noch Fratzen, mit Einschusslöchern in der Stirn. Besonders schlimm sahen die Austrittswunden aus.

»Sieht aus, als wenn jemand ziemlich sauer auf die beiden war«, sagte ein Mann, der auf uns zukam und sich als Detective Hogwar vorstellte. »Wenn das keine Rache war, dann weiß ich auch nicht.«

»Gut möglich«, sagte ich nur. »Wer hat die beiden denn gefunden?«

»Der Besitzer des Bootes«, antwortete der Detective. »Wollte einen schönen Tag draußen auf dem Meer verbringen und fuhr gerade den East River herunter, als er etwas im Wasser schwimmen sah. Ist näher herangefahren und hat dann erst einmal einen Schock bekommen. Als er sich davon erholt und festgestellt hat, dass die beiden tot sind, hat er sie ins Schlepptau genommen und hierhergebracht. Das wird er wohl so schnell nicht vergessen.«

»Ist auch kein schöner Anblick«, meinte Phil. »Auch wenn die beiden keine netten Menschen waren – so sollte niemand sterben müssen.«

»Wollen Sie noch mit Mister Fendworth, dem Schiffseigentümer, reden?«, fragte der Detective.

Ich nickte. »Ja, kann nicht schaden.«

Der Detective führte uns zu einem Mann von schätzungsweise sechzig Jahren, der etwas weiter entfernt auf dem Schiff saß und mit leerem Blick auf das Wasser blickte. Er hatte mittelgraues, relativ volles Haar, das in starkem Kontrast zu seinem blassen Gesicht stand.

»Mister Fendworth, wir sind die Special Agents Decker und Cotton vom FBI New York«, stellte ich uns kurz vor.

Er nickte geistesabwesend. Ich war mir nicht sicher, ob er mich richtig verstanden hatte. Offenbar hatte ihn das, was er gerade erlebt hatte, ziemlich mitgenommen.

»Sie haben die beiden Männer gefunden?«, fragte ich.

Wieder nickte er nur.

»Können Sie mir kurz erzählen, was geschehen ist?«, fragte ich und kniete mich nieder, um ihm besser in die Augen schauen zu können.

Er erzählte das, was der Detective uns bereits gesagt hatte, wobei seine Ausführung weitaus detaillierter und emotionaler war.

»Ist Ihnen sonst noch etwas aufgefallen? Vielleicht ein Boot, das von der Boje weggefahren ist?«, fragte ich nach.

Fendworth schüttelte den Kopf. »Nein, sonst war da nichts, gar nichts. Ich glaube, die waren schon eine ganze Weile im Wasser, so wie die aussahen.«

»Vielen Dank, Mister Fendworth«, sagte ich.

Der Detective, Phil und ich verließen das Boot.

»Den hat es ganz schön erwischt«, meinte Phil.

»Tja, posttraumatischer Stress«, bemerkte Detective Hogwar. »Mit etwas Glück ist er in ein paar Tagen darüber hinweg. Bis dahin wird er allerdings eine heftige Zeit durchleben. Ich lasse ihn besser nach Hause bringen, sonst passiert ihm unterwegs noch was.«

»Ja, machen Sie das«, stimmte ich ihm zu.

»Und was machen wir?«, fragte Phil. »Wir sollten das NYPD informieren. Die Kollegen können uns dabei helfen, den Tatort ausfindig zu machen. Bei der Folter haben die beiden sicher eine Menge Blut verloren. Sofern der Täter keine Plane oder etwas in der Art verwendet hat, wird der Tatort entsprechend schlimm aussehen.«

Ich nickte. »Ja, guter Vorschlag. Fahren wir zum Büro. Dort können wir Mister High Bericht erstatten und das in die Wege leiten.«

Wir wollten den abgesperrten Bereich gerade verlassen, als hinter uns einige Leute aufschrien. Sofort drehten wir uns um und sahen ein kleines, schnelles Motorboot herankommen. Auf ihm befanden sich drei Personen. Ich erkannte einen der Journalisten, der vorher versucht hatte, zum Tatort durchzukommen, wieder. Er hatte eine Kamera in der Hand. Und während der Mann am Steuer des Bootes so nah wie möglich an die Stelle, wo die beiden Leichen lagen, heranfuhr, hielt er die Kamera hoch und machte Aufnahmen.

»Verdammt, die können es einfach nicht lassen!«, fluchte Phil.

Dr. Drakenhart hatte das Boot offenbar auch bemerkt und deckte die beiden Leichen mit einer Plane zu. Ich war mir nicht sicher, ob sie schnell genug gewesen war.

»Überlassen wir sie den Kollegen vom NYPD«, sagte ich.

Wir gingen zum Jaguar und fuhren zum FBI Field Office an der Federal Plaza.

***

»Guten Morgen«, begrüßte uns Helen mit gedämpfter Stimmung. »Schlimme Sache, ich habe schon davon gehört.«

»Ja, schlimm und menschenunwürdig«, erwiderte Phil.

»In all den Jahren, die ich hier arbeite, habe ich schon viel erlebt«, sagte Helen. »Es gibt aber immer wieder abscheuliche Sachen wie diese, die mich aufs Neue schockieren. Gewöhnt man sich denn nie daran?«

»Nein, ich glaube, daran kann man sich nicht gewöhnen, solange man noch etwas Menschlichkeit besitzt«, sagte ich.

»Ja, das stimmt wohl«, sagte sie und kündigte uns bei Mr High an. »Ihr könnt reingehen.«

Wir betraten das Büro unseres Chefs. Er saß an seinem Schreibtisch und schaute konzentriert auf den Monitor, der auf seinem Schreibtisch stand. Dann wandte er sich uns zu.

»Ich fürchte, das war erst der Anfang«, sagte er nach einer kurzen Begrüßung. »Schlägertypen wie Jones und Gwenty lassen sich nicht einfach so überrumpeln und töten. Und die Tatsache, dass sie so leicht gefunden wurden, weist darauf hin, dass der Täter eine Botschaft schicken wollte.«

»Ja, wahrscheinlich an Tommy Heatherty, den Boss der beiden«, bemerkte Phil.

»Davon ist auszugehen«, sagte Mr High. »Fragt sich nur, wem Heathertys Männer in die Quere gekommen sind.«

»Das sollte nicht allzu schwer herauszufinden sein«, sagte ich. »Wir können unsere Kollegen in Washington kontaktieren, die wissen sicherlich einiges über Heatherty und seine Geschäfte, sicherlich auch, mit wem er aktuell Probleme hat. Das könnte uns direkt zum Täter führen. Was wir dann allerdings noch benötigen, sind klare Beweise, um den Schuldigen vor Gericht zu bringen. Das kann in diesem Fall recht schwierig sein, da davon auszugehen ist, dass wir es mit einem Profi zu tun haben.«

»Könnte auch sein, dass es sich um einen Auftragsmord handelt, also einer von Heathertys Konkurrenten die Männer hat töten lassen«, meinte Phil. »Wenn wir den Tatort kennen würden, wären wir bereits einen Schritt weiter. Da könnten wir die Unterstützung des NYPD brauchen.«

Mr High nickte. »Das werde ich mit den entsprechenden Stellen koordinieren. Weitere Hinweise von der Forensik würden dabei helfen.«

»Dr. Drakenhart leitet die Untersuchungen«, sagte ich. »Sie arbeitet ziemlich schnell. Sollte also nicht allzu lange dauern, bis wir mehr über den Tatort wissen – wobei ich hoffe, dass das Wasser nicht allzu viele Spuren beseitigt hat.«

»Und wir kontaktieren einen unserer Kollegen von der Abteilung für das organisierte Verbrechen in Washington, um mehr über Heatherty und dessen Konkurrenz zu erfahren«, sagte Phil.

Mr High stellte uns noch ein paar Fragen und entließ uns dann. Vor seinem Büro wartete Helen mit frisch aufgebrühtem Kaffee auf uns.

»Bei all der Gewalt in der Welt sollte man die guten Manieren nicht vergessen«, sagte sie freundlich.

»Ganz meine Meinung«, pflichtete Phil ihr bei und schnupperte an der Tasse. »Duftet hervorragend – wie immer.«

Wir nahmen uns kurz Zeit, Helens Kaffee zu genießen, bedankten uns bei ihr und gingen dann zu unserem Büro.

»Wen sollen wir in Washington anrufen?«, fragte Phil und überlegte. »Wie wäre es mit Ben Jenkins, arbeitet der nicht in der Abteilung für organisierte Kriminalität?«

»Glaube schon«, sagte ich. »Fragt sich nur, ob er auch mit den Geschäften unseres Freundes Heatherty vertraut ist. Aber das kann er uns ja sagen. Hast du seine Nummer?«

»In wenigen Augenblicken«, sagte Phil und suchte sie heraus. »Da ist sie ja.«

Er wählte und aktivierte die Freisprecheinrichtung des Bürotelefons.

»Special Agent Jenkins«, meldete sich der Angerufene.

»Hallo, Ben, hier sind Jerry und Phil aus New York«, sagte Phil.

»Jerry, Phil, Mensch, von euch habe ich ja schon eine kleine Ewigkeit nichts mehr gehört. Wie geht es euch? Und wie läuft’s in New York?«

»Uns geht’s gut, Unkraut vergeht nicht«, antwortete Phil. »Und was New York angeht – seit heute früh haben wir zwei Leichen mehr. Und zwar zwei, die aus Washington stammen: Zach Jones und Harold Gwenty. Die sollen für einen gewissen Tommy Heatherty gearbeitet haben.

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