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Jerry Cotton - Folge 2929

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Rien ne va plus
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Rien ne va plus

Sie hatten ihn eingekreist. In den vergangenen Wochen hatte Hendriks sich extrem vorsichtig verhalten, doch die Triade hatte ihn trotzdem enttarnt.

»So leicht mache ich es euch aber nicht«, dachte er.

Über den Hudson River zogen dichte Nebelschwaden dahin und der klagende Ruf eines Schiffshorns ertönte.

Als die nächste Kugel Hendriks endgültig von den Beinen holte, setzte er sein Vorhaben in die Tat um. Kurz darauf zertrümmerte der Schlag einer Eisenstange seinen Kopf. Aber Hendriks hatte sie am Ende doch noch genarrt.

Der Sommer hatte dieses Jahr ungewöhnlich lange auf sich warten lassen und machte dem Herbst ebenfalls sehr früh Platz. Es war kalt und ungemütlich, als Phil mit mir zu dem Cop von der Wasserschutzpolizei ging.

»FBI, Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker«, stellte ich uns vor.

Der im Dienst ergraute Sergeant schüttelte uns die Hand und setzte sich in Bewegung.

»Der Leichnam trieb im Hudson und wurde vom Besitzer eines Sportbootes entdeckt. Kein schöner Anblick, da Hendriks die Bekanntschaft mit einer Schiffsschraube gemacht hat«, erklärte er.

Auch die Rechtsmediziner hatten viel Arbeit darauf verwenden müssen, die unterschiedlichen Verletzungen auseinanderzuhalten. Dann entdeckten sie den Mah-Jongg-Spielstein und so wurde das FBI alarmiert.

»Auf Grundlage der Strömungsrichtung sowie der Fließgeschwindigkeit des Hudson konnten wir die Stelle gut eingrenzen, an der man Hendriks in den Fluss geworfen hat«, sagte der Sergeant.

Er stoppte mitten auf einem verwahrlosten Kai und deutete auf die dunkle Wasseroberfläche.

»Hier ist es passiert. Die Techniker konnten diverse Spuren sicherstellen, die meine Annahme bestätigen«, erklärte er.

Entweder war es den Mördern egal gewesen oder sie hatten übersehen, dass ihr Opfer einen Schuh am Ufer verloren hatte.

»Er war an der Kante hängen geblieben. Durchaus denkbar, dass die Killer es nicht bemerkt haben«, sagte der Sergeant.

Ich ging in die Hocke, um mir die brüchige Steinkante genauer anzusehen. Wenn der Fuß hier hängen geblieben war, konnte sich der Schuh tatsächlich gelöst haben.

»So wie es hier aussieht, wird an diesem Abschnitt des Hudson nicht mehr gearbeitet«, warf Phil ein.

Ich richtete mich wieder auf und ließ meinen Blick ebenfalls über die Hallen aus rostigen, verwitterten Blechteilen wandern.

»Nein, schon lange nicht mehr. Es gibt auch keinen Wachdienst, der hier nach dem Rechten sieht«, antwortete der Cop.

Die Mörder hatten sich die Stelle gut ausgesucht. Die Kriminaltechniker gingen davon aus, dass Carl Hendriks hier oder in unmittelbarer Nähe erschossen worden war. Seine Verletzungen hätten keine längere Flucht zugelassen, wobei ihm der Schädelbasisbruch vermutlich ganz zum Schluss zugefügt worden war. Irgendjemand wollte ganz sicher sein, dass Carl Hendriks tot war.

»Fragt sich, ob er vor seinem Killer geflohen ist oder sie hierhergelockt hat«, sagte ich.

Der Sergeant hob verwundert die Augenbrauen.

»Warum glauben Sie, dass Hendriks sie hätte hierherlocken wollen?«, fragte er.

Er wusste noch nichts vom Fund des Spielsteins, der unsere Behörde erst in die Ermittlungen gezogen hatte. Assistant Director High hatte uns darüber informiert, und natürlich erkannten Phil und ich sofort den Zusammenhang zu dem sogenannten Kasino-Krieg.

»Unmittelbar vor seinem Tod hat er einen Mah-Jongg-Spielstein verschluckt. Hendriks wollte uns damit auf die Fährte seiner Mörder lenken«, antwortete ich.

Der Sergeant ließ einen leisen Pfiff hören.

»Geht es also um die Gerüchte, wonach einige der Triaden in Atlantic City in das Spielgeschäft einsteigen wollen?«, fragte er.

»Davon gehen wir aus«, stimmte Phil zu.

Es gab nicht viel mehr an diesem kalten Ort zu sehen, sodass ich den Rückweg einschlug. Als Nächstes wollten Phil und ich uns um die Auswertung der Aufzeichnungen einiger Verkehrsüberwachungskameras kümmern. Die Kollegen vom NYPD in der Leitstelle hatten bereits die bekannten Autokennzeichen der Triaden durchlaufen lassen. Mit ein wenig Glück tauchte eines der Fahrzeuge in der Nähe des Tatorts auf und lieferte uns einen konkreten Ausgangspunkt. Die Dämmerung ging bereits in die Dunkelheit über, als wir in den Jaguar stiegen.

»Das war bislang leider ein nutzloses Unterfangen«, meldete Phil.

Mein Partner hatte mit den Cops in der Leitstelle gesprochen.

»Sehr schade. Dann klopfen wir einfach einmal auf den Busch«, erwiderte ich.

Zwei der größeren Triaden standen unter dem Verdacht, den Krieg in Atlantic City entfacht zu haben. Unsere Kollegen aus New Jersey hatten alle ihre bisherigen Erkenntnisse mit uns geteilt und dabei fielen die entsprechenden Namen.

»Mit wem willst du anfangen? Das Restaurant von Fred Chang liegt nur vier Meilen von hier entfernt«, fragte Phil.

Es sprach nichts dagegen, bei Chang zu beginnen. Der Enkel eines der mächtigsten Triadenoberhäupter war bereits in New York durch besonders brutales Vorgehen aufgefallen.

»Die Anschläge auf die Clubs in Atlantic City tragen genau seine Handschrift. Auch der Mord an Hendriks passt in das Schema«, stimmte ich zu.

Das Opfer war kein beliebiger Gangster gewesen, sondern fungierte als die rechte Hand von David Easterman. Dem gehörten vier exklusive Clubs in der Spielerstadt, auf die mehrere Anschläge verübt worden waren. Unter anderem hatten die Killer der Triade die Limousinen mit Stammbesuchern der Clubs attackiert. Einen der wohlhabenden Spieler hatte es fast das Leben gekostet, woraufhin er seine weiteren Besuche in Atlantic City vorerst abgesagt hatte.

»Eines der vielen netten Restaurants mit chinesischer Küche«, sagte Phil.

Ich hatte den roten Flitzer einem Angestellten, der fürs Parken der Fahrzeuge der Restaurantgäste zuständig war, überlassen. Als Phil die Glastür zum Restaurant aufstieß, gab er den spöttischen Kommentar zum Besten.

»Guten Abend. Auf welchen Namen haben Sie reserviert, Sir?«

Die junge Frau mit unverkennbar asiatischen Wurzeln lächelte mich freundlich an.

»Fred Chang«, erwiderte ich.

Als ich ihr den Namen des Besitzers nannte, blinzelte sie verwirrt. Ich klappte daraufhin mein Ausweisetui auf und ließ sie einen Blick auf die Marke werfen.

»FBI, Special Agent Cotton. Wir müssen mit Ihrem Boss sprechen«, sagte ich.

Obwohl sie sich sehr anstrengte, die Überraschung zu verbergen, bemerkte ich das Zusammenzucken der Angestellten. Sie machte eine Geste und führte uns anschließend in einen für Gäste nicht zugänglichen Bereich. Eine Kordel war als Sperre aufgespannt worden. Dahinter saß ein ausgesprochen kräftig gebauter Chinese, der unser Erscheinen mit erkennbarem Misstrauen zur Kenntnis nahm.

»FBI. Sie möchten Mister Chang sprechen«, erklärte die Angestellte.

Der Fleischberg erhob sich und wandte sich stumm ab. Während er den Gang zu einer Tür hinunterwatschelte, behielt uns die junge Frau aufmerksam im Auge.

***

Die wertvolle Karaffe zerschellte an der Wand und verging in einem Splitterregen. Die gefährlichen Geschosse flogen Monica um die Ohren, die erschrocken aufschrie.

»David, bitte«, flehte sie.

Ihr älterer Bruder fletschte vor Wut die Zähne und schleuderte auch noch das Glas gegen die bereits beschädigten Spiegelfliesen. Der zwanzig Jahre alte Whisky ergoss sich zuerst über Monica und bildete dann einen leichten Film auf den Fliesen. Noch immer war der Wutanfall des Kasinobetreibers nicht vorbei. Seine Schwester stöhnte leise auf, als David Easterman mit einem Wutschrei das gerahmte Bild von ihnen mit einer Sichelbewegung vom Beistelltisch fegte.

»Diese verdammten Schlitzaugen haben Carl kaltgemacht! Diese Hurensöhne jage ich alle persönlich zurück nach China«, stieß er hervor.

Seine Anfälle waren wie Vulkanausbrüche, nur weit heftiger und immer mit extremen Gewaltschüben verbunden. Monica wusste ein Lied davon zu singen. Obwohl David sie liebte, wie ein Bruder seine Schwester nur lieben konnte, hatte sie im Laufe ihres Lebens bereits eine Unmenge an Schlägen und Tritten einstecken müssen.

Besonders schlimm waren Davids Reaktionen auf Männer, die sich um sie bemühten. Er konnte sehr besitzergreifend sein und jagte jedem anderen Mann eine Höllenangst ein, wenn er Monica zu intensiv mit Beschlag belegte.

Nein, nicht alle. Carl hat dir widerstanden, ging es ihr durch den Kopf.

Während Davids Wut allmählich verrauchte, stiegen ganz andere Gedanken in Monica auf. Ihr wurde bewusst, dass nicht nur die Triaden aus New York ein besonderes Interesse an Carl Hendriks Tod gehabt hatten.

»Dafür werdet ihr büßen. Mehr, als ihr euch vorstellen könnt. Ihr bekommt hier keinen Fuß auf den Boden, und gleichzeitig bereite ich euch in eurem eigenen Revier die Hölle auf Erden«, schwor David.

Als er die Worte voller Inbrunst hervorstieß, flogen Speichelfäden aus seinem Mund. Monica starrte in sein verzerrtes Gesicht und spürte eine tief sitzende Angst in sich aufwallen. Was, wenn er es doch getan hatte? Wie sah dann ihre eigene Zukunft aus?

»Du kannst bei mir leben, Liebes. Ich verdiene genug Geld, um dir ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen«, hatte David ihr gesagt.

Als sie ihm nach Atlantic City gefolgt war, hatte Monica gerade erst die Highschool abgeschlossen. In der Hoffnung, mit Davids Hilfe ein gutes College besuchen zu können, hatten ihr die Eltern gut zugeredet. Also folgte Monica ihrem Bruder in die Spielerstadt und musste mit den Jahren lernen, dass er sie in einen goldenen Käfig einsperren wollte. Zweimal hatte sie einen Ausbruch versucht. Beim ersten Mal meldete Monica sich auf dem Hunter College an, um dort Kunst zu studieren. Doch David fand sie innerhalb weniger Tage und holte sie persönlich aus der Vorlesung.

»Da laufen lauter drogensüchtige Typen herum, die dich nur zerstören wollen. Das werde ich nicht zulassen«, hatte er gesagt.

Den zweiten Versuch hatte sie erst vor wenigen Wochen unternommen, und auch diese Hoffnung hatte sich jäh mit dem Tod von Carl erledigt. War er wirklich von den Triaden ermordet worden? Ein anderer Gedanke nistete sich in Monicas Kopf ein, der ihr große Angst einjagte.

»Lass uns bitte allein«, bat David.

Ihre Gedanken wurden durch den eintretenden Desmond Salomon unterbrochen. Als ihr Bruder sie aus dem Raum schickte, verließ Monica ihn fast fluchtartig.

***

Zwei Minuten später erschien der massige Aufpasser Changs wieder im Gang und winkte uns zu sich. Phil und ich kamen seiner stummen Aufforderung nach, um gleich darauf in das weiträumige Büro seines Bosses einzutreten. Ich hatte erwartet, dass der Muskelmann uns folgen würde, doch zu meiner Überraschung blieb er draußen. Nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, wandte ich mich zu Fred Chang um.

»FBI, Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker«, sagte ich.

Changs Blick auf unsere Ausweise war nur oberflächlicher Natur, bevor er mit einer Geste auf die mit rotem Leder bezogenen Stühle an einem Besprechungstisch deutete. Ich zog mir einen davon zurück und beobachtete Chang weiter. Er war gut einen Kopf kleiner als ich, verbarg seine durchtrainierte Figur unter maßgeschneiderter Kleidung und bewegte sich mit lässiger Eleganz. Aus den Akten wusste ich, dass er ein exzellenter Kickboxer war und täglich trainierte.

»Was führt Sie zu mir, Agent Cotton?«, fragte er.

Sein Englisch war lupenrein und wies sogar einen schwachen Ostküstenakzent auf. Chang war in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen und hatte die besten Schulen besucht. Nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters nahm ihn sein Großvater unter seine Fittiche. Fred Chang wurde in die Triade eingeführt und stieg schnell in der Hierarchie auf. Seit drei Jahren stand er an der Spitze der New Yorker Niederlassung der ursprünglich aus Macao stammenden Triade.

»Der Mord an Carl Hendriks«, erwiderte ich.

Ich konnte in seinen dunklen Augen nicht die kleinste Regung erkennen. Chang strich sich über das markante Kinn, dessen Einkerbung für einen Chinesen sehr auffällig war.

»Verzeihen Sie mir, aber der Name sagt mir im Augenblick leider gar nichts. Mister Hendriks wurde das Opfer eines Verbrechens, sagten Sie?«, fragte er.

Er verhielt sich so clever, wie wir es erwartet hatten. Chang war nicht so dumm, die Bekanntschaft zu Hendriks rundweg zu leugnen. Er wusste sehr wohl, dass wir ihm unter Umständen das Gegenteil nachweisen konnten.

»Allerdings. Ich helfe Ihrem Gedächtnis gerne auf die Sprünge. Hendriks kommt aus Atlantic City und war so etwas wie die rechte Hand von Kasinobesitzer Easterman«, fuhr ich fort.

Erneut grübelte Chang scheinbar angestrengt nach, doch erst die von Phil auf den Tisch gelegte Fotografie des Toten beendete das Schauspiel.

»Oh, ja. Diesen Mann habe ich in der Tat schon ein- oder zweimal gesehen. Ich glaube fast, es war sogar in Atlantic City«, rief er aus.

Seine aufgesetzte Freundlichkeit in Verbindung mit dem Versuch, uns an der Nase herumzuführen, machte mich wütend. Äußerlich blieb ich gelassen, um Chang nicht den Triumph zu gönnen.

»Dann können Sie uns sicherlich auch erklären, wie dieser Spielstein in seinen Rachen gelangen konnte?«, fragte ich.

Ich streckte ihm einen Ausdruck hin, der eine Vergrößerung des Mah-Jongg-Spielsteins zeigte. Zunächst blieb Chang der überlegene Mann, der nur einen kurzen Blick auf die Fotografie werfen musste, um sein Nichtwissen glaubwürdig vermitteln zu können. Ich legte mir bereits die nächste Frage zurecht, als mir die veränderte Mimik Changs aufging.

»Sie wissen mehr darüber?«, drängte ich.

Fred Chang schluckte erkennbar schwer, bevor er langsam den Kopf schüttelte.

»Nein, aber ich finde es schockierend«, erwiderte er.

»Schockierend? Was genau, Chang? Den Mord an Hendriks oder der Umstand, dass dieser Spielstein in seinem Rachen steckte?«, fragte Phil.

Der eisige Blick aus Changs dunklen Augen wirkte wenig glaubwürdig. Er sollte die zwischenzeitliche Irritation überspielen, nicht mehr.

»Diese Spielsteine sind ein Kulturgut, das bei diesem Mord geschändet wurde«, antwortete Chang.

Kulturgut? Das war so lächerlich, dass ich überhaupt nicht darauf eingehen wollte. Ich behielt jedoch im Hinterkopf, dass der Mah-Jongg-Stein offenbar eine besondere Bedeutung für Chang hatte.

»Wie läuft denn Ihr Versuch, in Atlantic City Fuß zu fassen?«, fragte ich.

Mit einer abrupten Bewegung erhob Chang sich und ging hinüber zur Tür. Er öffnete sie und sprach einige Worte zu seinem Aufpasser. Der Fleischberg erschien in der Tür und machte eine eindeutige Geste.

»Wir behalten Sie im Auge, Chang. Hier und in Atlantic City«, warnte ich.

Anschließend verließen Phil und ich das Restaurant. Der Besuch war nicht so ergiebig gewesen, wie ich mir erhofft hatte. Der Angestellte vor dem Restaurant händigte mir schweigend den Autoschlüssel aus, damit ich mir den Wagen selbst vom Parkplatz holen konnte. Chang hatte ihn sicherlich angewiesen, dass er uns keinen Service bieten musste. Der rote Flitzer stand unversehrt auf dem Parkplatz, wie ein schneller Blick zeigte. Ich schloss auf und stieg ein.

»Ist dir aufgefallen, wie Chang auf das Bild reagiert hat?«, fragte ich.

Phil saß bereits auf dem Beifahrersitz und aktivierte den Computer in der Mittelkonsole. Ich schloss die Fahrertür und griff zum Sicherheitsgurt. Dabei ging mein Blick unbewusst zum Außenspiegel und so bemerkte ich die beiden Männer, die es sehr eilig hatten. Sie hasteten über den Parkplatz zu einem Toyota RAV.

»Allerdings. Mal sehen, was unser System über diesen speziellen Spielstein zu erzählen hat«, antwortete Phil.

Während ich den Jaguar langsam vom Parkplatz auf die Straße lenkte, warf ich immer wieder prüfende Blicke in den Seiten- und Rückspiegel. Der Toyota folgte uns mit ausgeschalteten Scheinwerfern.

***

Für Han Tsu gab es nur eine Aufgabe: Er sollte Fred Chang beschützen, und wenn es sein eigenes Leben kostete. Tsu flößte allein mit seiner massigen Erscheinung den meisten Menschen Angst ein. Darüber hinaus war er aber ein hervorragender Kämpfer, der mit seiner Körperkraft ohne Weiteres Menschen töten konnte. Zusätzlich trainierte Tsu täglich mit verschiedenen Waffen, um jedwede Form von Angriff abwehren zu können.

»Die Feds sind weg«, meldete er.

Chang hatte seinem Leibwächter befohlen, die Abfahrt der Agents vom FBI zu überwachen. Er verließ sich nicht nur auf die beiden Beschatter, die er Agent Cotton und Agent Decker hinterhergeschickt hatte. Jetzt wurde es Zeit, sich persönlich in den illegalen Clubs blicken zu lassen. Dieses Verhalten hatte Chang von seinem Großvater gelernt.

»Sie müssen immer die Angst haben, dass du ihnen jederzeit über die Schulter schaust. Wenn sie glauben, du achtest nicht auf ihre Arbeit, bestiehlt man dich«, lautete seine Devise.

Nachdem Chang nicht mehr befürchten musste, vom FBI verfolgt zu werden, konnte er beruhigt seine Rundtour antreten. Fünf Minuten später rollte seine gepanzerte Limousine durch Chinatown, um weiter in den Finanzdistrikt zu fahren. Hier, in der Nähe der Wall Street, unterhielt Chang gleich drei exklusive Clubs. Die erste Inspektion verlief ohne Zwischenfälle, so wie Chang es gewohnt war. Auf der Fahrt zum zweiten Spielclub dachte er über die Fotografie mit dem Spielstein nach. Normalerweise hätte es ihn überhaupt nicht aus dem Tritt gebracht, wenn jemand seinem Opfer einen Mah-Jongg-Spielstein in den Rachen rammte. Doch dieser Stein war etwas Besonderes und daher fragte Chang sich, was es zu bedeuten hatte.

»Will mir jemand eine Botschaft schicken?«, grübelte er.

Seine Überlegungen waren noch nicht beendet, als der Mercedes vor der Seitentür seines zweiten Clubs ...

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