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Jerry Cotton - Folge 2926

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Alter Hass rostet nicht
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Alter Hass rostet nicht

Um 11.17 Uhr verließ Colin Banks das Starbucks an der Church Street. Einen Moment überlegte er, den Abgang zur Subway zu nehmen, entschloss sich dann aber, den kurzen Weg bis zur Kanzlei Farnsworth, Smith & Cogan zu Fuß zu gehen. Er überquerte die Murray Street und kaufte sich an einem Kiosk ein Wall Street Journal, dessen Schlagzeilen er kurz im Gehen überflog. Dann klemmte er sich die Zeitung unter den Arm und reckte die Nase genießerisch in die warme Frühlingsluft, die den Big Apple seit einigen Tagen einhüllte wie der Duft einer schönen Blume. In diesem Moment hatte Colin Banks noch genau drei Minuten zu leben.

Eigentlich hätte er Grund gehabt sich zu ärgern. Als er die Kanzlei um kurz nach acht betreten hatte, lag ein Zettel auf seinem Schreibtisch: 11 Uhr Starbucks Church Ecke Murray. Ich habe das entscheidende Puzzleteil, das Ihnen noch fehlt. Er hatte sich bei Susan erkundigt, der blonden und in jeder Hinsicht bemerkenswerten Sekretärin, die ihm den Zettel auf den Tisch gelegt hatte. Aber auch sie konnte ihm nichts Näheres sagen.

»Es war ein Mann, der Stimme nach so um die vierzig. Einen Namen hat er nicht genannt.«

»Aber meinen Namen kannte er?«

»Ja. Er sagte: Ich habe eine Nachricht für Mister Banks. Nachdem er mir Treffpunkt und Uhrzeit durchgegeben hatte, legte er einfach auf.«

So was kam vor. Besonders wenn er gerade an einem spektakulären Fall arbeitete, der in der Presse breitgetreten wurde, gab es immer Leute, die sich wichtigmachen und ihren Namen in der Zeitung lesen wollten. In den meisten Fällen waren die Informationen, die sie lieferten, allerdings völlig unbrauchbar.

Aber Colin Banks war ein gewissenhafter Anwalt und hielt es für seine Pflicht, jeder Spur nachzugehen, sei sie auch noch so zweifelhaft. Das war zwar zeitaufwendig und oft frustrierend. Aber man konnte nie wissen, ob sich zwischen all dem Geschwätz und gehässigen Getratsche nicht doch einmal ein wertvoller Hinweis verbarg, der einem hoffnungslosen Fall eine unerwartete Wende gab und letztendlich zu seiner Lösung beitrug.

Diesmal lag die Sache allerdings anders. Colin Banks kramte ein Pfefferminzbonbon aus der Jackentasche und schob es sich in den Mund. Das tat er immer, wenn er konzentriert nachdachte, er bildete sich ein, der scharfe Geschmack würde seinen Hirnwindungen einen zusätzlichen Kick verschaffen.

Er hatte nämlich keinen spektakulären Fall auf dem Tisch. Zwei Scheidungssachen, eine Körperverletzung, ein Ladendiebstahl. Peanuts. Auch der von den Medien künstlich aufgebauschte Häuserkrieg in Harlem lockte normalerweise keinen Hund hinterm Ofen hervor. Kein Grund, sich mit Colin Banks zu einem konspirativen Treffen zu verabreden. Es sei denn …

Es sei denn, es handelte sich um den Fall, der nicht auf seinem Schreibtisch lag, sondern auf einem USB-Stick gespeichert in einem Schließfach der Grand Central Station lag. Niemand in der Kanzlei wusste davon. Nicht einmal seiner Frau Emmylou hatte er davon erzählt. Dieser Fall war so top secret, dass er manchmal nachts aus einem Alptraum hochfuhr, voller Panik, jemand hätte auf irgendeine Weise doch Wind davon bekommen.

Colin Banks bog in die Warren Street ein, in der die altehrwürdige Kanzlei Farnsworth, Smith & Cogan lag. Sanft beschien die warme Märzsonne die gepflegten Brownstone-Häuser mit ihren Zick-Zack-Feuerleitern und tauchte sie in goldenes Licht. Er liebte diese Häuser und das gediegene Flair, das sie verbreiteten. Aber heute hatte er keinen Blick dafür.

Ein einziger Gedanke war es, der ihn beschäftigte: Wer war der anonyme Anrufer, der ihn ins Starbucks bestellt hatte und dann doch nicht erschienen war? Fast 20 Minuten hatte er gewartet, dann musste er zu einem Kliententermin zurück in die Kanzlei.

Wusste er etwas über den Fall, an dem er seit Monaten hartnäckig recherchierte, heimlich und fast ausschließlich in seiner Freizeit? Und wenn ja, was?

Tatsächlich stand er kurz vor dem Abschluss, ein einziger Name fehlte ihm noch, um das Puzzle zu vervollständigen. Wollte der Unbekannte ihm diesen verraten? War er am Ende selbst dieser Mister X, dem er so dicht auf den Fersen war? Und warum zum Teufel war er nicht gekommen?

Vielleicht würde er sich ja noch einmal melden. Hoffentlich war er dann selbst am Apparat und konnte ihm sein Geheimnis entlocken. Denn eins war Colin Banks klar, und von diesem Gedanken wurde er seit Monaten geradezu beherrscht: Dieser Fall würde in NYC einschlagen wie eine Bombe. Und ihn selbst würde er endgültig zum Gesellschafter der Sozietät machen, die dann Farnsworth, Smith, Cogan & Banks heißen würde.

Allein dieser Gedanke ließ sein Herz augenblicklich schneller schlagen.

Vielleicht schenkte er deswegen dem kräftigen, untersetzten Schwarzen mit der tief in die Stirn gezogenen Baseballkappe keine Aufmerksamkeit, der in diesem Moment seinen Weg kreuzte. Im Vorübergehen schnellte kurz seine Rechte hoch und traf Colin Banks mit einem gezielten Schlag seitlich am Hals, der wie vom Blitz gefällt auf dem Bürgersteig zusammenbrach.

***

Ich lenkte den Jaguar durch den mittäglichen Verkehr Manhattans gemächlich seinem Ziel entgegen: dem Mezzogiorno, unserem Stammitaliener, wo wir uns ein ausgiebiges Mittagessen gönnen wollten.

»Jetzt ein Glas Moltepulciano und ich würde drei Tage am Stück durchschlafen«, seufzte mein Partner Phil Decker auf dem Beifahrersitz.

»Den Schönheitsschlaf hättest du auch dringend nötig«, erwiderte ich trocken – eine Anspielung auf die schwarzen Ringe unter seinen Augen. Wir waren beide in den vergangenen zwei Wochen kaum zum Schlafen gekommen. Eine Serie besonders brutaler Banküberfälle einer osteuropäischen Bande hatte uns Tag und Nacht auf Trab gehalten. Im Mezzogiorno wollten wir uns für die durchlittenen Strapazen belohnen.

Leider hatten wir die Rechnung ohne unseren Chef gemacht. Sein Anruf erreichte mich, als ich gerade auf der Suche nach einem Parkplatz war.

»Sagt Ihnen der Name Colin Banks etwas?«

Ich überlegte kurz, aber bei dem Namen klingelte nichts.

»Tut mir leid, Chef.«

»Ehemaliger Verteidiger einflussreicher Drogenbarone, führte einige aufsehenerregende Prozesse, wobei er jeweils die Interessen des organisierten Verbrechens vertrat, seit ein paar Jahren offenbar geläutert.«

»Klingt nach einer Geschichte mit Happy End. Was haben wir damit zu tun?«

»Banks ist vor zwanzig Minuten in der Warren Street tot aufgefunden worden. Mitten auf dem Bürgersteig. Die genauen Todesumstände sind noch unklar.«

Ich schluckte. Hätte der Anwalt mit seinem Ableben nicht zwei Stunden warten können?

»Entschuldigung, Sir, ist das nicht eher eine Angelegenheit für das NYPD?« fragte ich vorsichtig.

»Im Prinzip schon«, gab mir unser Chef recht. »Ich möchte trotzdem, dass Sie sich ein Bild von der Situation machen. Falls es sich um Mord handelt, ist nicht auszuschließen, dass er etwas mit seinen ehemaligen Verbindungen zur Mafia zu tun hat. Und das organisierte Verbrechen ist nun einmal Sache des FBI.«

Dagegen ließ sich nichts einwenden. Ich ignorierte das Knurren meines Magens und die bleierne Müdigkeit, die mir in den Knochen saß.

»Wir sind sowieso gerade in der Gegend und hatten nichts Besonderes vor.«

Was mir einen vorwurfsvollen Blick meines Partners eintrug.

»Übrigens: Die Ermittlungen des NYPD leitet Sergeant Ed Morris«, beschloss unser Chef das kurze Gespräch. »Viel Glück!«

Ed Morris war ein alter Bekannter. Immer wenn er mit im Boot war, gab es Schwierigkeiten. Er mochte die Feds nicht, gelinde ausgedrückt.

Ich schaltete Sirene und Warnlicht ein, vollführte einen gewagten U-Turn und nahm zügig Kurs auf die Warren Street.

»Keine Tagliatelle verde«, mutmaßte Phil ahnungsvoll.

»Nur ein toter Anwalt«, bestätigte ich.

»Ein verdammt schlechter Tausch.«

***

Als wir eintrafen, war der Tatort bereits weiträumig abgesperrt. Zwei Dienstfahrzeuge des NYPD und der Kastenwagen der Crime Scene Unit blockierten die Fahrbahn in Richtung Broadway. Ein junger Detective hatte alle Hände voll zu tun, die Schaulustigen zurückzuhalten, die während ihrer Mittagspause eins der umliegenden Lokale besucht hatten und eine Sensation für den anschließenden Büroklatsch witterten.

Wir wiesen uns aus, duckten uns unter den Absperrbändern durch und traten auf den Gehweg.

Der Tote lag vor einem kleinen Laden, der sich auf den Vertrieb afrikanischer Musik spezialisiert hatte. Äußerlich waren keine Spuren von Gewalteinwirkung zu erkennen. Kein Blut, kein eingeschlagener Schädel, keine Würgemale am Hals.

Colin Banks lag auf dem Bürgersteig, als hätte er sich für ein kurzes Mittagsschläfchen nur einen ungewöhnlichen Ort ausgesucht. Diesen Eindruck bestätigte uns auch der Medical Examiner, ein Mann in den Fünfzigern, drahtig, mit schütterem Haarkranz und einem gewaltigen, pechschwarzen Schnäuzer.

»Der Mann ist noch keine Stunde tot. Ich habe keine Anzeichen für eine Fremdeinwirkung gefunden.«

Mein Partner und ich wechselten einen irritierten Blick.

»Möglicherweise ein ganz gewöhnliches Herzversagen. Um die genaue Todesursache festzustellen, müssen wir die Obduktion abwarten.«

Er streifte die Latex-Handschuhe ab und warf sie in den dafür vorgesehenen Beutel.

»Sie haben meinen Bericht morgen früh auf dem Schreibtisch. Vielleicht schaffe ich es schon heute Abend.« Er nickte Phil und mir knapp zu. »Agents.« Dann verschwand er mit seinem kleinen Untersuchungskoffer im Wagen der CSU.

Ich ging in die Hocke und besah mir den Toten näher. Auch ohne die Information von Mr High hätte ich auf einen Anwalt getippt. Er trug einen klassischen, dunkelblauen Zweireiher mit feinen grauen Nadelstreifen. Die braunen italienischen Lederschuhe waren neu und hatten mindestens 300 Dollar gekostet. Sein Gesichtsausdruck verriet noch im Tod Entschlossenheit und Siegesgewissheit. Sicher hatte er im Gerichtssaal eine gute Figur abgegeben.

Bevor ich mich aufrichtete, fiel mir eine kleine, rote Druckstelle an der linken Halsseite auf. Ich wusste, dass es am Hals Bereiche gab, sogenannte »Todespunkte«, die bei bestimmten Nahkampftechniken eine wichtige Rolle spielten. Übte man gezielt und unerwartet starken Druck darauf aus, konnte dies zum Tod führen. Aber darum würden sich unsere Forensiker kümmern.

Im nächsten Moment entdeckte ich ein auffälliges Zeichen auf dem Boden unmittelbar neben der Leiche. Zwei große C und ein B, merkwürdig ineinander verschlungen. Wollte Colin Banks uns damit einen Hinweis auf seinen Mörder geben?

»Wenn Sie eine Mund-zu-Mund-Beatmung beabsichtigen, kann ich nur sagen: Sie kommen zu spät, Agent. Es sei denn, in Quantico werden jetzt auch Techniken vermittelt, Tote wieder lebendig zu machen.«

Ich drehte mich um. Sergeant Ed Morris hatte sich in voller Größe vor uns aufgebaut. Ein vierschrötiger Kerl, gut in Form trotz unübersehbarem Bauchansatz, Glatze und einem vernarbten Gesicht, das an die Oberfläche eines von Kometen verwüsteten Planeten erinnerte. Sein Grinsen war so breit, dass ein Sattelschlepper darin bequem eine Fahrprüfung hätte ablegen können.

Quantico war die Academy auf dem Gelände der US Marine Corps Base in Virginia, in der FBI-Agents ausgebildet wurden. Meine Zeit in Quantico lag zwar schon ein paar Tage zurück, aber ich war sicher, dass derartige Qualifikationen auch heute nicht auf dem Lehrplan standen.

Phil und ich wechselten einen vielsagenden Blick. Typen wie Ed Morris änderten sich nie. Besser man ignorierte seinen Humor. Oder das, was er dafür hielt.

»Was wissen Sie über Colin Banks?« fragte ich ihn ruhig.

»Der Kerl war ein verdammter Mafia-Gangster!«, ereiferte sich Ed Morris.

»Ich dachte, er war Anwalt?«, warf Phil ein. Was bei Sergeant Morris nur ein höhnisches Lachen hervorrief.

»Banks stand auf der Lohnliste der Drogenbosse von Harlem bis runter nach Jersey City. Unsere Jungs haben sich den Arsch aufgerissen, um Beweismaterial gegen diese Leute zu sammeln. Aber jedes Mal, wenn wir einen von ihnen vor Gericht brachten, kam dieser Anwalt und zerpflückte es kalt lächelnd. Die Anklage fiel zusammen wie ein Kartenhaus und die Verbrecher durften das Gerichtsgebäude als freie Menschen verlassen.«

Noch jetzt spürte man, wie sehr ihn diese Kränkungen getroffen haben mussten. Sein Gesicht hatte einen ungesunden roten Farbton angenommen.

Ich warf einen nachdenklichen Blick zu dem toten Anwalt, der gerade von zwei Mitarbeitern der Crime Scene Unit in einen schwarzen Leichensack verfrachtet wurde.

»Nach unseren Informationen liegt die Kooperation zwischen Colin Banks und der Drogen-Mafia einige Jahre zurück. Er soll in den letzten Jahren ins seriöse Fach gewechselt sein.«

Über so viel Naivität konnte Ed Morris nur den Kopf schütteln.

»Der Verein akzeptiert keine Kündigung der Mitgliedschaft. Wer einmal drin ist, bleibt für den Rest seines Lebens dabei. Absetzungsversuche enden in der Regel tödlich.«

Ed Morris nickte uns bedeutungsvoll zu.

»Da ist eine alte Rechnung beglichen worden. Denken Sie an meine Worte.«

Damit wandte er sich grußlos ab und stieg in seinen Dienstwagen, der kurz darauf mit quietschenden Reifen davonfuhr.

»Glaubst du, er liegt mit seiner Vermutung richtig?«, fragte Phil.

»Ich denke, es ist noch zu früh, sich darüber ein Urteil zu erlauben. – Sagtest du nicht, die Kanzlei, für die er arbeitete, liegt ganz in der Nähe?«

Auf der Fahrt hierher hatte Phil ein paar Informationen zu Colin Banks in den diversen Datenbanken gecheckt.

»Farnsworth, Smith & Cogan. 249, Warren Street.«

»Worauf warten wir dann noch?«

Erst jetzt bemerkte ich den sehnsüchtigen Blick meines Partners. Er galt einem kleinen Thai-Imbiss auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

»Wie kannst du in diesem Moment bloß ans Essen denken«, tadelte ich ihn gespielt vorwurfsvoll.

Im selben Moment knurrte mein Magen.

***

Ich hatte schon einige Anwaltskanzleien gesehen, aber diese hier war anders. Der Empfangs- und Wartebereich war riesig. Mit grellbunten Stoffen bezogene Stühle, die eher an abstrakte Kunstwerke gemahnten, gruppierten sich um mehrere runde, cremefarbene Couchtische, auf denen Zeitschriften zwischen Glasschalen mit Süßigkeiten auslagen. An den Wänden zogen sich Bücherregale entlang, nach oben war der Raum offen und gab den Blick in die erste Etage frei, wo breite Flure in alle möglichen Richtungen abzweigten.

»Haben Sie einen Termin?«

Die Blondine hinter dem übergroßen Empfangstresen lächelte uns unverbindlich an. Wir zückten unsere Ausweise.

»FBI, ich bin Agent Cotton, das ist mein Kollege Agent Decker. Wir würde gerne mit dem Leiter der Kanzlei sprechen.«

Dass sie es mit zwei FBI-Agents zu tun hatte, schien keinerlei Eindruck auf sie zu machen. Ihr Ton blieb höflich distanziert.

»In welcher Angelegenheit?«

»Das würden wir Ihrem Chef lieber persönlich sagen …«

Ich warf einen Blick auf ihr Namensschild.

»… Mistress Cohen.«

Ohne die Miene zu verziehen, deutete sie Richtung Wartebereich.

»Nehmen Sie Platz. Ich sage Mister Farnsworth Bescheid.«

Ich verwünschte den Menschen, der diese skurrilen Sitzmöbel entworfen hatte, und war froh, dass Mr Farnsworth uns nicht lange warten ließ.

»Agents, wenn Sie mir bitte folgen würden.«

Er führte uns in sein Büro in der ersten Etage, das erfreulicherweise mit klassischen Chrom-Leder-Sesseln ausgestattet war. Er selbst nahm hinter einem überdimensionierten Schreibtisch Platz, auf dessen riesiger Glasplatte lediglich ein winziges Notebook stand, faltete die Hände und sah uns erwartungsvoll an.

»Was kann ich für Sie tun?«

»Leider muss ich Ihnen eine traurige Nachricht überbringen. Ihr Mitarbeiter, Mister Colin Banks, ist tot.«

Gordon Farnsworth starrte mich an, als hätte ich ihm gerade erklärt, ab morgen würden in seiner Kanzlei Experimente mit weißen Mäusen durchgeführt.

»Colin … ist tot …«, stammelte er, »… aber das ist … unmöglich … ich hab ihn doch gerade noch im Meeting gesehen …«

»Es ist nicht weit von hier passiert, unten auf der Straße. Die genaue Todesursache wird noch ermittelt.«

Gordon Farnsworth’ schockierte Reaktion war nicht gespielt.

»Ich verstehe nicht. Was hat das FBI damit zu tun? Ist Colin keines natürlichen Todes gestorben?«

Ich wechselte einen kurzen Blick mit Phil.

»Um diese Frage zu beantworten, müssen wir den Bericht der Gerichtsmedizin abwarten«, antwortete mein Partner. »Im Moment interessiert uns vor allem, mit welchem Fall er gerade beschäftigt war.«

Farnsworth runzelte verwirrt die Stirn.

»Wollen Sie damit sagen, dass sein Tod in irgendeinem Zusammenhang mit seiner Arbeit steht?«

»Wäre das so ungewöhnlich?« fragte ich zurück.

Gordon Farnsworth schwieg. Er wusste, dass ich recht hatte.

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