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Jerry Cotton - Folge 2918

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Der Blackout-Plan
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Der Blackout-Plan

»Ich habe gehört, dass Sie so etwas unauffällig erledigen«, sagte der Mann mit der roten Seidenkrawatte. Eine schwarze Rose war darauf gestickt. Sein Gesicht war hager, die Augen wirkten falkenhaft und kalt.

Er griff in die Innentasche seines Jacketts und holte ein braunes Kuvert hervor, das er dem Mann gab, der neben ihm auf der Parkbank Platz genommen hatte – irgendwo im Central Park.

Der andere trug einen Jogginganzug und wirkte etwas verschwitzt. Mit einer schnellen Bewegung hatte er das Kuvert geöffnet. Einige Fotos befanden sich darin.

»Betrachten Sie die Sache als erledigt«, sagte der Mann mit dem Jogginganzug. »Diese Leute sind schon so gut wie tot.«

»Genau das wollte ich hören«, sagte der Mann mit der roten Seidenkrawatte. Sein Lächeln wirkte gequält. »Die Sache eilt allerdings.«

»Sobald Ihre Anzahlung auf meinem Schweizer Bankkonto eingegangen ist, werde ich in Aktion treten«, erwiderte der andere.

»Ich verlasse mich auf Sie.«

»Das können Sie.«

»Eine persönliche Frage hätte ich noch. Waren Sie wirklich bei der Fremdenlegion oder nennt man Sie nur so – den Legionär

Der Mann drehte eines der Fotos um. Auf der Rückseite stand ein Name: Chase Morton. Dazu ein paar persönliche Daten, die zur Ausführung des Auftrags unerlässlich waren. Der Legionär steckte das Foto hinter die anderen und nahm sich das nächste vor. »Ich glaube, ich weiß jetzt alles, was ich wissen muss. Und Sie im Übrigen auch.«

»War ja nur eine Frage«, meinte der Mann mit der roten Seidenkrawatte.

Der Legionär stand auf. Das Kuvert stopfte er in die Bauchtasche, die er mit sich führte. Dann steckte er sich die Ohrstöpsel seines iPod wieder in die Ohren.

»Nehmen Sie nach Möglichkeit keinen Kontakt mehr mit mir auf«, sagte der Legionär etwas lauter, als eigentlich nötig gewesen wäre, was wohl an der Musik lag, die in seinen Ohren dröhnte. Der Legionär begann zu laufen – wie jemand, der sich nur für einen Augenblick auf die Bank gesetzt hatte, um tief durchzuatmen und neue Kraft zu schöpfen.

Der Mann mit der roten Seidenkrawatte sah ihm nach. Dabei lockerte sich der Griff um die Automatik in der Tasche seines Kaschmirmantels. Die ganze Zeit über hatte er die Waffe umklammert und sie sogar entsichert. Es war einfach besser, gewissen Leuten nicht zu trauen. Gut möglich, dass der Problemlöser am Ende selbst zum Problem wurde.

Aber der Mann mit der Seidenkrawatte hatte an alles gedacht.

***

Ich lenkte den Jaguar an den Straßenrand, um Phil an der üblichen Ecke abzuholen. Mein Partner unterdrückte ein Gähnen, als er zu mir den Wagen stieg.

Aber mir ging es nicht anders. Wir hatten die halbe Nacht damit zugebracht, an einer Observation teilzunehmen. Auf einer abgelegenen Industriebrache im Norden der Bronx sollte ein Drogendeal über die Bühne gehen, wie wir von einem Informanten erfahren hatten.

Dabei hatte sich für uns die Chance geboten, eine ziemlich wichtige Figur des organisierten Verbrechens an der Ostküste für Jahre aus dem Spiel zu nehmen. Allerdings hatte der uns lange warten lassen.

Unser Kollege Steve Dillaggio, bei dem die Einsatzleitung gelegen hatte, war schon beinahe entschlossen gewesen, den Einsatz abzubrechen. Aber dann war der Mann, auf den wir alle gewartet hatten, doch noch aufgetaucht und wir hatten zuschlagen können.

Der Austausch von Drogen gegen Geld war sorgfältig per Video dokumentiert worden, sodass am Ende juristisch alles wasserdicht war. Was jetzt noch folgte, war das übliche Tauziehen vor Gericht. Phil und ich würden da auch noch unsere Aussagen machen müssen. Aber ansonsten war unser Job in dieser Sache getan.

Den Rest mussten wir anderen überlassen.

Als wir schließlich im Büro von Mr High, unserem Chef, eintrafen, waren unsere Kollegen Steve Dillaggio und »Zeery« Zeerookah schon dort. Außerdem waren noch die Innendienstler Walter Stone und Malcolm Snyder anwesend. Walter gehört zu unserer Fahndungsabteilung, während Malcolm Snyder einer unserer Verhörspezialisten war.

Für Malcolm war diese Besprechung das Ende seines Arbeitstages, während er für uns erst anfing. Malcolm hatte nämlich Gary Ramón, den in der vergangenen Nacht festgenommenen Drogenboss, mehrere Stunden lang verhört.

Wir nahmen Platz. Helen brachte ein Tablett mit dampfenden Kaffeebechern. Während ich an dem Becher nippte und der Kaffee dafür sorgte, dass ich wieder hellwach wurde, fasste Malcolm zusammen, was das Verhör von Gary Ramón ergeben hatte.

»Ich bin nicht auf den Mund gefallen, aber in diesem Fall hatte ich Mühe, zu Wort zu kommen«, berichtete unser Verhörspezialist. »Ramón hatte eine Batterie von Anwälten dabei, die jede Nuance auf die Goldwaage gelegt haben.«

»Diesmal kann Mister Ramón so gute Anwälte haben, wie er will – das wird ihm auch nichts nützen«, war Mr High zuversichtlich.

»Die Beweislage gegen ihn ist erdrückend«, stimmte Steve zu. »Er wird sich nicht herauswinden können.«

»Ich wette, es läuft in ein paar Tagen auf einen Deal hinaus«, glaubte Zeery.

»Das glaube ich kaum«, widersprach Mr High. »Dafür müsste er der Staatsanwaltschaft schon etwas anbieten können, und ehrlich gesagt, sehe ich da im Moment nichts.«

Malcolm Snyder zuckte mit den Schultern. »Wer weiß, was die Anwälte von Ramón da noch so aus dem Hut zaubern. Daher sollten wir den Tag nicht vor dem Abend loben.«

»Was jetzt kommt, liegt nicht in unserem Zuständigkeitsbereich«, stellte Mr High klar. »Das müssen wir nehmen, wie es kommt. Aber Ihnen und allen anderen Kollegen, die an diesem Einsatz beteiligt waren, möchte ich meine Anerkennung für die gute Arbeit aussprechen. Sie haben getan, was erforderlich war, um diesen Verbrecher endlich dingfest zu machen.« Mr High machte ein ernstes Gesicht. Seine Hände verschwanden in den weiten Taschen seiner Flanellhose. Dann wandte er sich an Malcolm. »Machen Sie Schluss für heute. Schlafen Sie sich gut aus.«

»Das werde ich, Sir«, versprach Malcolm und trank seinen Kaffee aus.

»Das Verhör heute Nacht wird sicherlich nicht das letzte Gespräch sein, bei dem Sie sich mit Ramóns Anwälten herumärgern müssen, Malcolm. Dafür müssen Sie fit und erholt sein.«

»Ja, Sir!«

Bevor Mr High dann fortfuhr, wartete er noch ab, bis Malcolm Snyder das Besprechungszimmer verlassen hatte.

»Sagt einem von Ihnen der Name Datamafia Club etwas?«, erkundigte sich unser Chef anschließend mit hochgezogenen Augenbrauen.

»Waren das nicht diese Witzbolde, die vor einem Dreivierteljahr die Website des FBI und des NYPD gehackt haben?«, vergewisserte ich mich.

»Richtig«, nickte Mr High. »An die unangenehmen Einzelheiten möchte ich an dieser Stelle nicht erinnert werden.«

Es war beileibe nicht die erste Hacker-Attacke dieser Art gewesen. Im Laufe der Jahre war es immer wieder Unbefugten gelungen, die Websites von Regierung, Behörde und Polizei zu infiltrieren.

Der Angriff des sogenannten Datamafia Club würde für uns alle allerdings wohl unvergesslich bleiben, und für Mr High galt das ganz besonders. Schließlich war es sein Gesicht gewesen, das die Hacker in die Fahndungsdossiers von gesuchten Schwerverbrechern eingearbeitet hatten. Mr High war es bis heute unangenehm, auf diesen Vorfall angesprochen zu werden. Erst nach drei Tagen war es IT-Spezialisten des FBI gelungen, das eigene Computersystem wieder unter Kontrolle zu bekommen und die Bilder auszutauschen.

Es war nicht einmal möglich gewesen, die FBI-Website abzuschalten. Auch dafür hatten die Mitglieder des Datamafia Club gesorgt.

Bis heute war es nicht möglich gewesen, alle Mitglieder dieser Vereinigung aufzuspüren und vor Gericht zu stellen. Und von einigen bekannten Mitgliedern wusste man zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass sie an der Sache beteiligt gewesen waren, aber es mangelte an gerichtsverwertbaren Beweisen. Auch in dieser Hinsicht waren die Hacker nämlich außerordentlich geschickt vorgegangen.

Immerhin waren einige der Täter verurteilt worden. Aber die Tatsache, dass nicht alle der daran beteiligten Angreifer aus dem Cyberspace einwandfrei identifiziert waren, sorgte bei einigen unserer IT-Leute bis heute für Unbehagen.

»Ich hoffe nicht, dass wir es wieder mit einer Attacke dieser Gruppe zu tun bekommen«, meinte Phil.

»Ganz im Gegenteil«, erläuterte Mr High. »Diesmal wendet sich jemand aus dem Umfeld dieser Vereinigung an uns und bittet um unseren Schutz. Es handelt sich um Melanie Morton. Sie ist die Schwester von Chase Morton, der im Datamafia Club eine gewisse Führungsrolle spielt. Sie will ein Treffen unter konspirativen Bedingungen.« Mr High wandte sich an Phil und mich. »Sie beide, Jerry und Phil, werden sich heute Nachmittag zu einem Haus in New Rochelle begeben. Die Adresse gebe ich Ihnen gleich noch. Dort werden Sie sich mit Melanie Morton treffen.«

»Haben Sie irgendeine Ahnung, was sie von uns will?«, fragte ich.

»Nein. Der Informant, über den sie Kontakt mit uns gesucht hat, meinte allerdings, es könnte sich um eine Sache handeln, die die nationale Sicherheit betrifft. Und da Melanie Morton nun einmal die Schwester eines Mitglieds des Datamafia Club ist, glaube ich das sofort.«

»Wir haben Erkenntnisse aus anderen Quellen, dass es in der Vergangenheit bereits Versuche von ausländischen Geheimdiensten und terroristischen Gruppen gegeben hat, die Hacker des Datamafia Club für sich einzuspannen«, ergriff Walter Stone das Wort. »Wir wissen doch alle: Der Krieg der Zukunft wird mit Computern geführt. Man zerstört die Infrastruktur des Gegners, indem man die Computersysteme der Energieversorgung oder wichtiger Industrieanlagen und Behörden einfach lahmlegt, und man schaltet damit unter Umständen ein ganzes Land aus, ohne eine einzige Rakete abgefeuert zu haben.«

»Das Schlimme an solchen Angriffen ist, dass sie leider von nahezu jedem ausgeführt werden können, der über die nötigen Kenntnisse verfügt«, sagte Mr High. »Oder man bezahlt jemanden, der diese Kenntnisse hat, das läuft auf dasselbe hinaus.« Unser Chef wandte sich an Steve und Zeery. »Ich möchte, dass sämtliche Informanten, die wir zurzeit in der Hacker-Szene haben, abgeschöpft und die Informationen zusammengetragen und ausgewertet werden.«

»Bis jetzt gibt es da kaum Konkretes, Sir«, bekannte Steve.

»Dann bohren Sie, wenn nötig, etwas tiefer. Nutzen Sie alle zur Verfügung stehenden Quellen. Die Kollegen der CIA weisen uns seit längerem darauf hin, dass verschiedene terroristische Gruppen und Staaten, die den USA nicht wohlgesonnen sind, Cyber-Attacken vorbereiten. Ob diese Hinweise in irgendeinem Zusammenhang mit dem Datamafia Club stehen, ist nicht gesichert. Aber es besteht Anlass genug für uns, dieser Sache nachzugehen.« Mr High machte eine Pause und ließ den Blick von einem zum anderen schweifen. Es herrschte einige Augenblicke vollkommene Stille im Besprechungszimmer. Jedem der Anwesenden war klar, für wie ernst Mr High die Lage hielt.

***

Später fuhren wir zu der angegebenen Adresse im nördlich von New York City gelegenen New Rochelle. Das Haus, in dem wir uns mit Melanie Morton treffen sollten, lag in der Wilson Street. Es handelte sich um ein unscheinbares Holzhaus, wie es sie zuhauf in den Vorstädten gibt.

Es gehörte dem FBI. Normalerweise verwendeten wir es, um zum Beispiel gefährdete Zeugen für eine Weile unterzubringen. Aber hin und wieder diente es auch als Treffpunkt. Momentan war dort niemand untergebracht.

Es standen allerdings zwei Fahrzeuge in der Einfahrt vor der kleinen Garage, die zum Haus gehörte: ein Ford und ein Chevy. Der Ford gehörte Florence McQuay, einer Immobilienmaklerin, die früher als Informantin für uns tätig gewesen war. In diesem Fall unterstützte sie uns dadurch, dass sie Melanie Morton hierhergebracht hatte – vorgeblich, um ihr das Haus zu verkaufen, das im Übrigen auch ganz normal auf der Homepage von Florence McQuays Maklerbüro zum Verkauf angeboten wurde. Eine perfekte Tarnung für ein Treffen wie dieses.

Ich stellte den Wagen an den Straßenrand der breiten Allee.

»Bin mal gespannt, ob diese Melanie Morton uns wirklich etwas zu bieten hat oder ob sich da nur jemand wichtig machen will«, meinte Phil.

»Ich nehme schon an, dass es sich um etwas Ernstes handeln muss«, glaubte ich. »Diese Leute rund um den Datamafia Club oder vergleichbare Netzwerke sind doch extrem misstrauisch gegenüber allem, was nach Staat oder Behörden aussieht. Dazu zählt auch das FBI. Und wenn so jemand sich aus eigener Initiative an uns wendet, steckt sicher was dahinter.«

»Du vergisst, dass diese Melanie kein offizielles Mitglied dieses Datamafia Club ist. Ich hab mir die Dossiers daraufhin noch mal gründlich angesehen.« Bevor er ausstieg, schaltete Phil noch unseren Bordrechner ab. Die Fahrt hatte er bis zum letzten Moment dazu genutzt, sich mit den Daten besser vertraut zu machen, die über unserer Verbundsystem NYSIS bis jetzt zum Themenkomplex Datamafia Club vorlagen.

Wir gingen zur Haustür und klingelten. Florence McQuay öffnete uns.

»Ich habe Sie schon erwartet. Eine andere Interessentin ist gerade im Haus, ich hoffe, das stört Sie nicht.«

»Nicht im Geringsten«, erklärte ich.

Wir zeigten unsere Ausweise erst, nachdem wir eingetreten waren. Schließlich konnte man nicht ausschließen, dass das Haus beobachtet wurde. Die Wände waren so präpariert, dass das Haus im Inneren vollkommen abhörsicher war.

Selbst das stärkste Richtmikrofon konnte nicht aufzeichnen, was innerhalb dieser Wände gesprochen wurde. Auch dieser Umstand machte es zu einem idealen Treffpunkt.

Florence McQuay führte uns in das Wohnzimmer. Es war sparsam und zweckmäßig möbliert.

Eine Frau von Ende zwanzig stand am Fenster. Sie trug das Haar kinnlang. Sie hatte ihren Mantel nicht ausgezogen und die Hände tief in den Taschen vergraben.

»Ich denke, ich lasse Sie allein«, sagte Florence und verließ den Raum.

»Jerry Cotton, FBI. Dies ist mein Kollege Phil Decker«, stellte ich uns vor und zeigte meine ID-Card. Phil folgte meinem Beispiel.

Unser Gegenüber nahm die Ausweise nur mit einem Seitenblick zur Kenntnis.

»Melanie Morton. Ich denke, man wird Sie mit allen möglichen Vorurteilen gegen mich versorgt haben.«

»Ich denke, wir setzen uns erst einmal«, schlug ich vor. »Und davon abgesehen wüsste ich nicht, was das für Vorurteile sein sollten.«

Melanie Morton zögerte, aber schließlich nahm sie doch in einem der Sessel Platz. Wir setzten uns ebenfalls.

»Sehe Sie, mein Bruder ist in diesem Datamafia Club aktiv und hat an Kampagnen für die Freiheit des Internets und solchen Dingen teilgenommen – und auch ein paar Dinge gemacht, die eindeutig kriminell waren. Man bringt mich damit immer in Verbindung, obwohl ich nichts damit zu tun habe.«

»Man vermutet, dass Sie gewissermaßen ein informelles Mitglied dieses Datamafia Club sind«, stellte Phil fest.

»Das ist absurd.«

»Nach unseren Daten haben Sie die Arbeit dieses Netzwerks finanziell unterstützt.«

»Ich habe meinen Bruder finanziell unterstützt – aber das ist etwas anderes. Das tue ich seit dem Unfalltod unserer Eltern, weil er leider bisher aus seinen überragenden Talenten nichts gemacht hat, was ihm ein regelmäßiges Einkommen verschafft hätte.«

»Im Gegensatz zu Ihnen«, sagte Phil. »Sie gelten als erfolgreiche Geschäftsfrau in der Versicherungsbranche. Da Ihr Bruder mit einigen Fällen von Datenraub in Verbindung gebracht wird und Sie in der Versicherungsbranche tätig sind, zählen manche eben einfach eins und eins zusammen. Wem könnten beispielsweise die Gesundheitsdaten sämtlicher New Yorker Polizisten etwas nützen – außer einem Versicherungsunternehmen, bei dem besonders viele Polizisten kranken- und unfallversichert sind und für das ausgerechnet Sie als selbstständige Agentin tätig waren.«

»Ist es zum Prozess gekommen, Agent Decker? Es wurde nicht einmal Anklage erhoben.«

»Wir sind auch nicht wegen dieser Dinge hier – sondern weil Sie offenbar ein dringendes Anliegen haben«, mischte ich mich ein.

»Danke, dass Sie darauf zurückkommen, Agent Cotton«, sagte Melanie Morton. »Es geht um meinen Bruder. Um es kurz zu machen: Er steckt in ziemlich großen Schwierigkeiten.«

»Was für Schwierigkeiten?«, hakte ich nach.

Das Gespräch hatte irgendwie nicht ganz glücklich begonnen. Die Tatsache, dass Phil ihr gleich die etwas dubiosen Verbindungen zwischen ihr und dem Datamafia Club unter die Nase gerieben hatte, war sicherlich für das Gesprächsklima nicht gerade förderlich gewesen. Aber wir sind eben auch nur Menschen.

»Jemand ist an meinen Bruder mit einem unglaublichen Angebot herangetreten, Agent Cotton«, erklärte Melanie Morton dann in gedämpftem Tonfall, so als würde sie selbst hier, in diesen geschützten Räumen, fürchten, dass jemand mithörte, für den diese Informationen nicht gedacht waren. »Es ging darum, ein Schadprogramm zu entwickeln und in die Rechnersysteme der Energieversorger einzuschleusen.

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