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Jerry Cotton - Folge 2915

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Wer tot ist, kann nicht sterben
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Wer tot ist, kann nicht sterben

Der Wind peitschte durch die Häuserschluchten und kündigte den großen Wirbelsturm an, der in New York erwartet wurde. Die nächtliche Straße war fast menschenleer. Doch das kümmerte Roter Panther vom Stamm der Arikara wenig. Seine Gedanken konzentrierten sich auf den dunklen Schatten, der ihn verfolgte.

Er war gerade am Eingang zu einer U-Bahn-Station angelangt, als er sich wieder umdrehte. Eine dunkle Gestalt trat auf ihn zu und rammte ihm ein Messer in den Bauch. Noch ehe Roter Panther etwas unternehmen konnte, zog die Gestalt das Messer wieder heraus und rammte es ein zweites Mal in seinen Bauch.

Roter Panther taumelte, stolperte die Stufen zur U-Bahn hinunter und versuchte mit seiner linken Hand, die er auf die Wunden presste, die Blutung zu stoppen. Doch ohne Erfolg: Nach wenigen Metern wurde ihm schwindelig und er sackte zusammen, blieb auf den kalten Steinen liegen und verblutete.

»Oh Mann, es sieht aus wie nach einem Bombenangriff«, meinte Phil, als wir durch die Straßen von New York in Richtung Federal Plaza fuhren.

Ich nickte. Phil hatte recht. Der Wirbelsturm hatte furchtbar gewütet. Bäume waren entwurzelt worden, Fenster zersprungen, Autos standen kreuz und quer herum, und noch immer standen einige Bereiche von Lower Manhattan unter Wasser. Und das, was wir hier in Manhattan sahen, war nur ein kleiner Ausschnitt der Verwüstung, die der Jahrhundertsturm an der gesamten Ostküste hinterlassen hatte.

»Da werden eine Menge Versicherungsgesellschaften tief in die Tasche greifen müssen«, sagte ich ernst.

»Oder pleitegehen«, erwiderte Phil mit einem sarkastischen Ton in der Stimme. »Gut, dass wir vorbereitet waren – sonst hätte der Sturm noch viel mehr Schaden verursacht und mehr Opfer gefordert.«

Insgesamt bewegten sich die Menschen heute, einen Tag nach dem Sturm, recht hektisch und unkoordiniert. Das Naturereignis hatte ihre normale Routine ganz schön durcheinandergewirbelt.

Phil schaltete das Radio ein. Die Folgen des Wirbelsturms waren nach wie vor Thema Nummer eins. Immer wieder wurden neue Leichen gefunden. Viele Menschen hatten die Warnungen ignoriert oder die Heftigkeit des Sturms unterschätzt und das mit dem Leben bezahlen müssen.

Als Phils Handy klingelte, drehte er das Radio leiser und ging dran.

»Guten Morgen, Phil«, hörte ich über die Freisprecheinrichtung von Phils Handy.

»Guten Morgen, Sir«, erwiderte mein Partner.

Auch ich begrüßte unseren Chef.

»Uns wurde ein Mordfall gemeldet, der in unseren Zuständigkeitsbereich fällt«, kam Mr High direkt auf den Grund seines Anrufs zu sprechen. »Ein junger Mann aus North Dakota, offenbar indianischer Abstammung, wurde bei Aufräumarbeiten in einem überfluteten U-Bahn-Schacht in Lower Manhattan gefunden. Der Mann scheint schon einige Tage tot zu sein. Was ich sonst noch an Informationen habe, sende ich Ihnen zu.«

»Gut, wir fahren direkt dorthin«, sagte ich.

»In Ordnung. Melden Sie sich anschließend zu einer Besprechung in meinem Büro«, sagte Mr High und beendete das Gespräch.

»Ein Indianer, der in New York umgebracht wird – hört sich eher nach einem Fall für Zeery an«, meinte Phil.

»Mister High wird seine Gründe haben, warum er uns mit der Sache betraut«, sagte ich. »Weißt du schon, wo genau der Mann gefunden wurde?«

Phil schaute im Bordcomputer nach. Es dauerte ein paar Augenblicke, bis er die Daten erhielt, die Mr High uns zugesagt hatte.

Phil nickte und deutete mit seiner Hand nach rechts. »Ja, ist nicht weit von hier. Wir müssen die nächste Straße rechts abbiegen, dann noch knapp vier Blocks.«

Ich setzte den Blinker und bog ab. Es dauerte nicht lange, bis wir unser Ziel erreicht hatten. Der Zugang zur U-Bahn-Station war abgesperrt. Es war aber keine Polizeiabsperrung. Wahrscheinlich war die Station aufgrund der Überflutung ohnehin geschlossen. Ich sah einen Cop, der vor dem Eingang stand, und ein paar Arbeiter mit Schutzhelmen.

»Guten Morgen, wir sind vom FBI. Da unten soll sich ein Tatort befinden«, sagte Phil zu dem Cop, zeigte mit der einen Hand die Treppe nach unten und hielt in der anderen seine Dienstmarke.

Der Cop musterte die Marke kurz und erwiderte dann: »Ja, im unteren Bereich, der teilweise unter Wasser steht. Dort fingen heute Morgen die Aufräumarbeiten an. Der Bereich wurde leergepumpt und dann hat man die Leiche gefunden. Ein Detective ist vor Ort und kann Ihnen sicherlich mehr erzählen.«

Wir bedankten uns bei dem Officer und stiegen die Stufen hinunter. Je tiefer wir kamen, desto unangenehmer roch es. Der Sturm hatte nicht nur Wasser, sondern auch alle möglichen anderen Dinge in den U-Bahn-Schacht befördert, von denen einige bereits vermoderten.

»Wird einige Zeit dauern, das wieder in Ordnung zu bringen«, meinte Phil, als wir den Bahnsteig erreicht hatten.

Hier befanden sich gut ein Dutzend Personen, die meisten arbeiteten daran, das Wasser, das sich immer noch in den tiefer gelegenen Gleisbereichen befand, abzupumpen. Dann waren noch drei Personen von der Crime Scene Unit – inklusive Dr. Janice Drakenhart – anwesend und ein Mann, bei dem es sich wahrscheinlich um den Detective vom NYPD handelte, an den der Officer uns verwiesen hatte.

Als der Detective uns erblickte, kam er direkt auf uns zu und sagte freundlich: »Guten Morgen, Sie müssen die FBI-Agents sein, die mir angekündigt wurden, Cotton und Decker.«

»Genau die sind wir«, erwiderte ich und schüttelte ihm die Hand zur Begrüßung.

Phil tat es mir gleich.

»Ich bin Detective Windman«, stellte er sich vor. »Als ich die Daten des Ermordeten weitergegeben hatte, sagte man mir kurz darauf, dass das FBI übernehmen würde – das Opfer stammt wohl nicht von hier.«

»Nein, er ist aus North Dakota«, sagte Phil. »Aber viel mehr wissen wir auch nicht. Wie ist er gestorben? Ertränkt worden?«

Dr. Drakenhart, die ein paar Meter weiter gestanden hatte, begrüßte uns und antwortete anstelle des Detectives. »Nein, der Körper weist zwei Stichverletzungen im Bauchbereich auf. Und keine Abwehrverletzungen. Entweder kannte er den Täter und hat ihn deshalb nah an sich herangelassen oder er war so schnell, dass das Opfer ihn nicht rechtzeitig bemerkt hat, um sich zu wehren.«

»Stichverletzungen?«, fragte Phil. »Von einem Messer?«

»Wahrscheinlich«, antwortete Dr. Drakenhart. »Aber das muss ich im Labor genau bestimmen.«

Phil nickte, sagte aber nichts weiter. Ich wusste, wie sein kriminalistischer Verstand arbeitete. Ein Messer ist eine für Indianer typische Waffe. Vielleicht war der Täter ebenfalls Indianer.

»Und der Zeitpunkt des Todes? Wie sieht es damit aus?«, war meine Frage.

Sie bewegte den Kopf hin und her. »Der Körper hat einige Zeit im Wasser gelegen und ist völlig ausgekühlt. Aufgrund des Stadiums der Zersetzung würde ich sagen, dass er vor knapp einer Woche ermordet wurde, also etwa, als uns die ersten Ausläufer des Wirbelsturms erreicht haben.«

»Können wir ihn uns ansehen?«, fragte ich.

Dr. Drakenhart nickte. »Klar, wir haben unsere Untersuchungen abgeschlossen – viel hat der Tatort ohnehin nicht hergegeben. Ist aber kein schöner Anblick.«

»Das sind Wasserleichen niemals«, sagte ich und folgte ihr mit den anderen zum Opfer.

Die Leiche des Mannes war blass und aufgedunsen, das Gesicht entsprechend entstellt. Man sah sofort, dass er mehrere Tage im Wasser gelegen haben musste.

»Wir konnten ihn anhand seines Führerscheins identifizieren«, bemerkte Detective Windman.

»Hatte er sonst etwas dabei, was von Interesse sein könnte?«, wollte Phil wissen.

»Eine Rechnung von einem Hotel hier in Manhattan und seine Brieftasche mit rund zweihundert Dollar Bargeld und seiner Kreditkarte. Ein Messer hatte er auch dabei – sieht aber sauber aus, ist also wahrscheinlich nicht die Tatwaffe«, antwortete der Detective.

»Das Messer wird untersucht, aber so wie es aussieht, hat der Detective recht«, fügte Dr. Drakenhart hinzu. »Wahrscheinlich ist es sein eigenes Messer. Wir werden auch die Blutspuren untersuchen, um herauszufinden, ob es nur sein Blut ist oder auch welches vom Täter. Aber wie schon gesagt – es ist unwahrscheinlich, dass der Mörder verletzt wurde.«

»Wie sieht es mit den Überwachungskameras aus?«, fragte ich. »Hier unten befinden sich ja einige.«

»Meine Leute werden die Aufzeichnungen wenn möglich sichern, aber soweit mir bisher bekannt ist, sieht es nicht gut aus«, antwortete Dr. Drakenhart. »Es gab mehrere Stromausfälle, und es sieht so aus, als hätten die Notstromaggregate nicht funktioniert.«

»Gebt uns bitte so schnell wie möglich Bescheid«, sagte Phil. »Wenn der Mord hier unten stattfand, haben wir vielleicht Glück und bekommen eine Aufnahme des Täters. Das würde unsere Ermittlungen erleichtern.«

Dr. Drakenhart lächelte. »Natürlich, Phil, wir geben uns Mühe. Allerdings hat der Sturm eine Menge Leichen hinterlassen. Bei den meisten handelt es sich zwar nicht um Mordopfer, aber das bedeutet nicht zwangsweise, dass wir keine Untersuchungen anstellen müssen. Doch ich werde den Fall hier vorziehen, sofern ich keine anderen Anordnungen von oben erhalte.«

»Das wissen wir zu schätzen«, sagte Phil und lächelte charmant.

»Dann übernehmen Sie jetzt?«, fragte Detective Windman.

»Ja, danke für Ihre Kooperation«, sagte ich.

***

Der Detective verabschiedete sich. Phil und ich schauten uns noch ein wenig in der Gegend um, fanden aber nichts, das für unsere Ermittlungen von Interesse war. Dann gingen wir zum Wagen zurück. Dort angekommen stiegen wir ein und fuhren los, in Richtung Field Office.

Phil aktivierte den Bordcomputer und nutzte die Fahrzeit, um weitere Recherchen anzustellen. »Roter Panther, Indianer vom Stamm der Arikara. Er lebte im Reservat Fort Berthold in North Dakota. Fünfundzwanzig Jahre alt, nicht verheiratet. Es sind keine kriminellen Delikte eingetragen.«

»Arikara?«, fragte ich. »Scheint kein großer Stamm zu sein, zumindest habe ich noch nie davon gehört.«

»Einen Augenblick«, meinte Phil und tippte auf der Tastatur. »Ja, ist nur ein kleiner Stamm. Die drei Stämme im Reservat, aus dem Roter Panther stammt, kommen zusammen nur auf etwa neuntausend Personen. Ist also kein Wunder, dass du nie von denen gehört hast – ich übrigens auch nicht.«

Phil holte sich weitere Informationen über das Reservat und die dort lebenden Indianer, während ich mich aufs Fahren konzentrierte. Es dauerte nicht lange, bis wir unser Ziel erreicht hatten. Ich parkte den Jaguar in der Tiefgarage, dann gingen wir auf direktem Weg zum Büro von Mr High, um ihm Bericht zu erstatten.

Überraschenderweise war Helen nicht an ihrem Platz.

»Na so was«, bemerkte Phil besorgt. »Sie wird doch nicht etwa krank sein?«

»Keine Bange, ich bin kerngesund«, ertönte Helens Stimme.

Sie kam gerade an und hatte zwei große braune Einkaufstüten aus Papier dabei.

»Sollen wir dir zur Hand gehen?«, fragte Phil.

»Vielen Dank, aber es geht schon«, sagte sie. »Die Einkäufe haben heute länger gedauert, das Lebensmittelgeschäft, in dem ich eingekauft habe, war überfüllt. Offenbar holen die Menschen jetzt die Einkäufe der letzten Tage nach.«

»Ja, während des Sturms hatten sie nicht viel Gelegenheit, sich darum zu kümmern«, bemerkte Phil. »Zum Glück haben die meisten die Sicherheitshinweise befolgt und sind zu Hause geblieben.«

»Mister High ist gleich hier«, sagte Helen. »Er hat mich darüber informiert, dass er eine kurze Konferenz hat. Geht offenbar um die Unterstützung des FBI bei den Aufräumarbeiten. Vor allem um Schutz gegen Plünderer und andere, die die aktuellen Turbulenzen ausnutzen wollen.«

Phil schaute Helen zu, wie sie Kaffee aufsetzte. »Kein Problem, dann warten wir hier.«

Sie lächelte ihn an, sagte aber kein Wort.

Gerade als der Kaffee fertig war, erschien Mr High mit einem Aktenkoffer in der Hand. Er begrüßte uns und bat uns dann in sein Büro.

»Ziemlich viel los im Moment«, sagte er. »Der Wirbelsturm hat auch uns eine Menge Arbeit hinterlassen. Wie sieht es in dem Mordfall aus, den ich Ihnen übertragen habe?«

»Wir waren am Tatort und haben erste Recherchen angestellt. Wie es aussieht, war es kein Raubmord. Zumindest hatte das Opfer sein Geld noch bei sich«, antwortete ich. »Aber eine Frage, Sir: Warum übernimmt nicht Zeery den Fall? Wäre er nicht dafür prädestiniert?«

»Grundsätzlich schon«, antwortete Mr High. »Aber er ist gerade in einem Undercover-Einsatz und hat bereits viel Arbeit in die Sache gesteckt, weshalb ich ihn nur ungern abziehen würde. Falls sein Fall kurzfristig abgeschlossen wird, können Sie natürlich auf seine Unterstützung zählen.«

»Die können wir vielleicht brauchen – je nachdem, wie sich die Sache entwickelt«, meinte Phil.

»Wo wollen Sie ansetzen?«, fragte Mr High als Nächstes.

»Bei dem Hotel, in dem Roter Panther abgestiegen ist«, antwortete ich. »Vielleicht finden wir dort eine Spur. Dann werden wir seine Familie in North Dakota kontaktieren. Sie können uns vielleicht sagen, was er in der Stadt wollte und mit wem er sich getroffen hat.«

Mr High nickte zustimmend. »Gut, aber gehen Sie besonnen vor. Ein Fall, in dem es um den Tod eines Native American geht, kann sich leicht zu einer brisanten Angelegenheit entwickeln.«

Wir besprachen noch ein paar Details und verabschiedeten uns dann von Mr High.

»Dann auf zum Hotel«, sagte Phil mit einer guten Portion Enthusiasmus. Draußen zu ermitteln war ihm immer lieber als irgendwelche Recherchen im Büro.

Wir gingen zur Tiefgarage, stiegen in den Jaguar und fuhren los.

***

Das Mirage Hotel, in dem Roter Panther abgestiegen war, befand sich in der Bronx, in der Eastchester Road. Auch wenn der Name ein schönes Gebäude vermuten ließ, handelte es sich eher um eine kostengünstige Absteige, die die drei Sterne, die in der Nähe des Eingangs zu sehen waren, wohl nur knapp verdient hatte. Die Teppiche waren abgelaufen und die Möbel nicht mehr zeitgemäß. Immerhin war es sauber und wahrscheinlich auch preiswert.

»Entweder war Roter Panther ein sparsamer Typ oder er hatte nicht viel Geld«, bemerkte Phil. »Sonst hätte er sich bestimmt eine bessere Bleibe gesucht.«

»Ja, besonders ansprechend sind die Räumlichkeiten nicht«, stimmte ich ihm zu. »Bin gespannt, ob man uns hier weiterhelfen kann.«

Als wir uns der kleinen Rezeption näherten, kam ein Mann von Ende vierzig, mit wenigen, ungekämmten Haaren auf dem Kopf, auf uns zu und begrüßte uns freundlich. »Guten Tag, meine Herren, was kann ich für Sie tun? Möchten Sie ein Zimmer? Oder zwei?«

»Weder noch«, entgegnete Phil und zeigte seine Dienstmarke vor. »Wir wollen nur ein paar Antworten.«

Der Mann zeigte sich eingeschüchtert und machte einen Schritt zurück. »Wenn hier etwas passiert ist, habe ich nichts damit zu tun. Ich bin sauber, garantiert!«

»Dann zeigen Sie sich kooperativ und wir sind bald wieder weg«, sagte Phil und legte ein Foto von Roter Panther auf die Rezeption. »Kennen Sie diesen Mann?«

»Hat er was ausgefressen?«, fragte der Rezeptionist. »Ich hatte gleich ein komisches Gefühl bei ihm. Solche wie er sehen wir hier nicht allzu oft.«

»Solche wie er? Was meinen Sie damit?«, fragte ich.

»Na ja, Rothäute. Die bleiben meist unter sich. Leben wohl auch lieber in Zelten, denke ich. Also kommen sie auch nicht so oft in Hotels«, antwortete der Rezeptionist.

Irgendwie wurde mir der Mann immer unsympathischer. Aber ich entschied mich, vorerst nicht auf seine rassistische Äußerung einzugehen.

»Zurück zu meiner Frage«, sagte ich kühl. »Sie kennen ihn also?«

Der Rezeptionist nickte. »Ja, der hat hier ein paar Tage gewohnt. Ist dann plötzlich, ohne sich abzumelden, nicht mehr aufgetaucht. Hat noch zwei Tage zu bezahlen, glaube ich. Wahrscheinlich wollte er die Zeche prellen und hat sich aus dem Staub gemacht. Sind Sie deshalb hier? Ist das seine Masche?«

»Nein«, sagte ich ernst und schaute unseren Gesprächspartner ernst an. »Wir sind hier, weil ihn jemand getötet hat.«

Der Rezeptionist zuckte zusammen und machte wieder einen Schritt zurück, wobei er gegen den hinter ihm befindlichen Schrank stieß. »Hey, Mann, damit habe ich nichts zu tun. Und das, was ich gerade gesagt habe, das habe ich echt nicht so gemeint.«

»Das hoffe ich – in Ihrem Interesse«, sagte ich. »Von wann bis wann hat er hier gewohnt?«

Wenige Augenblicke später hatte ich ein Gästebuch vor mir liegen.

»Hier können Sie sehen, wann er eingecheckt hat«, erklärte der Rezeptionist und deutete auf den entsprechenden Eintrag. »Das letzte Mal habe ich ihn gesehen – mal überlegen – das war vor sechs Tagen, ja genau.«

»Wir müssen sein Zimmer sehen – können Sie uns den Schlüssel geben?«, fragte Phil.

»Klar«, kam die Antwort. »Aber das ist inzwischen gereinigt und wieder vermietet worden.«

»Na toll«, sagte Phil und verzog das Gesicht. »Das freut mich ungemein. Wir wollen es trotzdem sehen.«

»Na klar, wie Sie wollen«, sagte der Rezeptionist und rief: »Julia, kannst du mal kommen?«

Eine Frau von ...

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