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Jerry Cotton - Folge 2904

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Nur eine Leiche tilgt die Schuld
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Nur eine Leiche tilgt die Schuld

»Die Handschellen sind etwas fest«, beschwerte sich Ben Dukers, der nur noch mit einer Boxershorts bekleidet in seinem Bett lag.

Sein Besuch drehte die Musik lauter und kam dann mit langsamen Schritten auf ihn zu, mit einem Kissen in der Hand.

»Und was versteckst du dahinter?«, fragte Dukers neugierig und konzentrierte seinen Blick auf das Kissen. »Was?«

»Etwas, mit dem du bestimmt nicht rechnest«, sagte sein Besuch.

»Da bin ich aber gespannt«, erwiderte Dukers.

Ohne weitere Worte zu machen, blieb Dukers’ Besuch stehen und gab durch das dicke Kissen zwei gezielte Schüsse auf den Mann im Bett ab. Dukers war sofort tot. Einzig der Blick in seinen Augen zeigte, dass er mit dieser Überraschung wirklich nicht gerechnet hatte.

»Bin gespannt, was heute wieder auf uns wartet«, sagte Phil, als wir auf dem Weg zur Arbeit ins FBI Field Office an der Federal Plaza waren.

»Wir werden sehen«, sagte ich und bremste scharf.

Der Wagen vor mir hatte das ebenfalls getan, ohne ersichtlichen Grund. Dann stieg die Beifahrerin aus, schrie irgendetwas und knallte die Beifahrertür zu, woraufhin sie mit wütendem Gesichtsausdruck wegging.

»Da scheint der Haussegen schiefzuhängen«, meinte Phil. »Worum es dabei wohl ging?«

»Da gibt es viele Möglichkeiten«, sagte ich.

»Stimmt«, meinte Phil. Bevor er weiterreden konnte, klingelte sein Telefon.

Es war Mr High, der uns kurz begrüßte und dann auf das eigentliche Thema seines Anrufs zu sprechen kam. »Mord auf der Upper East Side, 87th Street in Manhattan. Das Opfer ist ein Rechtsanwalt namens Benjamin Dukers. Er wurde tot in seinem Apartment aufgefunden, erschossen. Ein Detective vom NYPD, Sue Cunningham, ist bereits vor Ort. Da es sich aber um eine staatenübergreifende Mordserie zu handeln scheint, sind wir zuständig. Ich schicke Ihnen die bisher vorliegenden Informationen zu.«

»In Ordnung, Sir, wir sind schon unterwegs«, sagte Phil, legte auf und wartete, bis die Daten angekommen waren.

Zusätzlich aktivierte er den Bordcomputer.

»Benjamin Dukers, achtundvierzig, Senior-Partner in der Kanzlei Wolfram & Dukers auf der Seventh Avenue. Hauptwohnsitz ist Washington, aber er hat hier eine Zweitwohnung, in der er ermordet wurde. Zwei Ex-Frauen, vier Kinder, die aber alle an der Westküste leben. Keine strafrechtlich relevanten Informationen, nicht mal ein Strafzettel für zu schnelles Fahren oder Falschparken. Sieht aus, als hätte er eine weiße Weste«, fasste Phil die Informationen, die er bei seiner schnellen Recherche über das Opfer gefunden hatte, zusammen.

»Und was wissen wir über die Tat?«, fragte ich und wechselte die Spur, um abzubiegen.

»Nicht viel mehr als das, was Mister High uns bereits gesagt hat«, antwortete Phil. »Dukers wurde in seinem Bett erschossen und war mit Handschellen gefesselt. In den letzten zwei Wochen gab es zwei ähnliche Morde, weshalb die Möglichkeit besteht, dass es sich um denselben Täter handelt.«

»Mit Handschellen gefesselt«, überlegte ich laut. »Steht da, ob er dazu gezwungen wurde oder ob das freiwillig geschah?«

Phil schüttelte den Kopf. »Nein, nicht direkt. Aber gemäß dem, was hier über die anderen Morde zu lesen ist, scheint es sich um Verbrechen mit sexuellem Hintergrund zu handeln. Das könnte darauf hindeuten, dass sich der Anwalt freiwillig Handschellen anlegen ließ.«

»Gut möglich«, sagte ich. »Die Details werden wir dann vor Ort erfahren.«

Für die restliche Strecke benötigten wir gut zwanzig Minuten. Dann standen wir vor einem stattlichen Apartmenthaus auf der Upper East Side. Es hatte fünf Stockwerke und leider weder einen Doorman noch ein Überwachungssystem.

»Keine Kameras«, meinte Phil. »Schade, sonst hätten wir den Täter vielleicht auf Video.«

»Das hat er wahrscheinlich einkalkuliert«, sagte ich. »Wenn er die Tat geplant hat, was bei einem Serientäter gut möglich ist, hat er die Umgebung sicherlich vorher gecheckt.«

Am Hauseingang stand ein Cop und sorgte dafür, dass keine unbefugten Personen das Haus betreten konnten.

Phil zeigte ohne Aufforderung seinen Dienstausweis vor und fragte: »Guten Morgen, wo finden wir Detective Cunningham?«

»Wahrscheinlich oben, im Apartment des Opfers, zweiter Stock«, antwortete der Cop emotionslos.

»Dann wollen wir die Dame nicht warten lassen«, meinte Phil.

Der Cop konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. »Eine Dame ist Cunningham eigentlich nicht.«

Ich nickte nur und war gespannt auf den Detective. Bisher hatten wir noch nie mit ihr zusammengearbeitet.

***

Wir durchschritten den unteren Flur und gingen über die alte, hölzerne Treppe nach oben. In der zweiten Etage angekommen, stießen wir auf eine Menge Personen, die dort emsig ihrer Tätigkeit nachgingen. Einige waren vom NYPD, andere von der Crime Scene Unit.

Dabei sahen wir sofort ein bekanntes Gesicht: Dr. Janice Drakenhart, eine der Pathologinnen der Scientific Research Division in der Bronx. Wir kannten uns gut und hatten bereits in vielen Fällen erfolgreich zusammengearbeitet.

»Hallo, Janice«, grüßte ich sie.

»Jerry, Phil«, sagte sie und lächelte. »Gut, dass ihr da seid. Übernehmt ihr den Fall?«

»Sieht so aus«, erwiderte ich. »Es gibt Hinweise darauf, dass es sich um einen Serientäter handelt. Außerdem stammt das Opfer aus einem anderen Bundesstaat.«

»Na prima«, sagte Dr. Drakenhart erleichtert. »Dann kann ich euch ja Bericht erstatten. Diese Cunningham ist nicht gerade mein Typ.«

»Ist sie denn so schlimm?«, fragte Phil nach.

Dr. Drakenhart verdrehte die Augen. »Nein, nicht direkt schlimm. Sagen wir, sie hat ihre eigene Art, mit Dingen umzugehen.«

»Da bin ich aber gespannt«, meinte Phil.

»Ich ebenso«, stimmte ich ihm zu und wandte mich dann an Dr. Drakenhart. »Schon irgendwelche Ergebnisse?«

»Mit der Spurensicherung sind wir vor ein paar Minuten fertig geworden«, antwortete sie. »Wir haben eine Menge Material gefunden, das wir erst noch sichten müssen. Die Todesursache und der Zeitpunkt des Todes sind aber schon recht klar. Folgt mir, dann könnt ihr selbst einen Blick auf den Tatort werfen!«

Ohne eine Reaktion von uns abzuwarten ging sie los. Wir folgten ihr durch den breiten Türrahmen in Dukers’ Wohnung.

Schon beim Eintreten sah man, dass jemand viel Geld investiert hatte. Der Boden war mit weißem Marmor ausgelegt, die beiden Sideboards in dem langen Flur sahen auch nicht gerade billig aus. Als wir auf dem Weg zum Schlafzimmer das Wohnzimmer durchschritten, bestätigte es den ersten Eindruck. Teure Designermöbel, hochmoderne und kostspielige Fernseh- und HiFi-Geräte und ein paar Bilder auf Leinwand, die sicher auch nicht günstig waren.

»Sogar einen Beamer hat die Wohnung«, bemerkte Phil und zeigte auf das Gerät, das relativ unauffällig an der Decke angebracht war.

Wir betraten das Schlafzimmer und hatten gerade einen Augenblick Gelegenheit, einen Blick auf den Tatort zu werfen, als eine Frau von etwa dreißig mit kurzem Haarschnitt und eher männlich anmutender Kleidung auf uns zukam.

»Halt, das ist ein Tatort!«, sagte sie mit rauchiger Stimme.

»Wir sind mit unserer Arbeit bereits fertig«, erklärte Dr. Drakenhart ihr und schaute pikiert drein.

»Dann sind Sie bestimmt Detective Cunningham«, sagte Phil und reichte der Frau die Hand.

Sie nahm sich einen Augenblick Zeit, uns zu mustern. »Und Sie sind die beiden Agents vom FBI?«

»Das sind wir«, sagte ich.

Erst jetzt gab sie Phil die Hand. Anschließend begrüßte sie auch mich.

»Lassen Sie uns gleich Klartext reden«, sagte Detective Cunningham mit ernster Stimme. »Ich habe das als meinen Fall betrachtet, bevor mir mein Chef mitgeteilt hat, dass das FBI die Angelegenheit weiterverfolgt. Das mag ja von der Zuständigkeit her korrekt sein, aber mir schmeckt das überhaupt nicht. Ich habe mit den Ermittlungen angefangen und bin jemand, der Dinge, die er begonnen hat, auch gern zu Ende bringt.«

»Wie ich höre, sind diesem Mord bereits zwei ähnliche vorausgegangen«, sagte ich. »Und in beiden Fällen haben Sie ermittelt, ist das richtig?«

Sie nickte. »Ja, das stimmt. Zwei Morde, bei beiden wurden die Opfer genau wie hier mit zwei Schüssen ins Herz ermordet.«

»Dann wird Ihr Wissen für die weiteren Ermittlungen von unschätzbarem Wert sein«, sagte ich. »Entsprechend scheint es nur logisch, dass wir im weiteren Verlauf der Ermittlungen zusammenarbeiten – auch wenn die ganze Angelegenheit offiziell ein FBI-Fall ist.«

Ihre Gesichtszüge hellten sich auf. »Das hört sich vernünftig an.«

Dr. Drakenhart schaute mich überrascht an. Offenbar hatte sie von Detective Cunningham mehr Widerstand erwartet.

»Dr. Drakenhart, was genau wollten Sie uns zeigen?«, wandte ich mich ihr zu, wobei ich es vorzog, sie im Beisein von Detective Cunningham nicht zu duzen.

»Ja, richtig«, sagte Dr. Drakenhart. »Die Todesursache sind höchstwahrscheinlich die beiden Einschüsse in der Herzgegend, auf die Detective Cunningham bereits hingewiesen hat. Wir werden das im Labor noch genauer untersuchen, aber ich bin recht zuversichtlich, dass wir andere Ursachen ausschließen können. Der Tod trat gestern Abend gegen zehn ein, plus/minus eine halbe Stunde.«

»Gibt es schon Hinweise, die etwas darüber aussagen, ob der Täter ein Mann oder eine Frau war?«, fragte ich.

Dr. Drakenhart schüttelte den Kopf. »Nein, wie es aussieht, hatte noch kein Verkehr stattgefunden. Wir werden die DNA-Spuren analysieren, dann wissen wir mehr.«

»Und die Waffe?«, fragte Phil und richtete seinen Blick auf Detective Cunningham. »Das gleiche Kaliber wie bei den beiden anderen Mordfällen?«

Sue Cunningham nickte. »Ja, das gleiche Kaliber. Wir haben die Patronenhülsen gefunden. Ob es sich dabei allerdings um dieselbe Waffe handelt, ist noch nicht klar, das muss erst untersucht werden.«

»Darum kümmern wir uns noch im Laufe des Tages«, sagte Dr. Drakenhart. »Im Moment haben wir nicht allzu viel Druck. Je nachdem, was im Laufe des Tages noch reinkommt, können wir uns mit Priorität um diesen Fall kümmern.«

»Das wäre wünschenswert«, sagte ich und lächelte sie an.

»Ich suche meine Leute zusammen und dann machen wir uns an die Arbeit«, sagte sie und verließ das Zimmer.

***

Phil und ich waren mit Detective Cunningham allein.

»Und jetzt?«, fragte sie. »Wie gedenken Sie weiter vorzugehen?«

»Am besten zeigen Sie uns hier alles, was von Interesse ist«, antwortete ich. »Dann sollten wir uns beim FBI zusammensetzen, um den vorliegenden Fall und die beiden vorangegangenen zu besprechen.«

Sie nickte. »Gut, ich bringe dann Kopien der Berichte mit.«

»Ja, das ist gut«, erwiderte ich. »Wobei mir Ihre persönliche Einschätzung mindestens ebenso wichtig ist wie schriftliche Unterlagen. Haben Sie hier schon alles durchsucht?«

»Teilweise«, erwiderte sie. »Nur die Bereiche, die schon von der Crime Scene Unit untersucht worden waren. Das Schlafzimmer beispielsweise.«

»Dann fangen wir doch einfach hier an«, sagte ich.

»Kein Problem«, erwiderte sie, wobei sich ihre Stimme eine Idee weniger rau anhörte als zu Beginn unseres Gesprächs. »Ein Nachbar hat heute früh die Polizei gerufen, weil Mister Dukers’ Wecker unaufhörlich gepiepst hat, der Anwalt aber weder auf Klopfen noch auf Klingeln reagiert hat, sein Auto jedoch vor dem Haus geparkt war. Die Kollegen haben sich vom Hausmeister die Tür zur Wohnung öffnen lassen und den Mann so, wie er hier liegt, vorgefunden.«

Sie deutete auf den leblosen Körper des Anwalts, der in seinem eigenen Blut auf dem Bett lag. »Die zwei Einschüsse in der Herzgegend sind für unseren Täter typisch. Etwas weit außen, dort, wo viele Leute, die von Anatomie nicht viel Ahnung haben, das Herz vermuten. Aber noch nah genug am Herzen, um es zu treffen und tödlich zu sein.«

Ich nickte und sie fuhr fort: »Die Handschellen passen vom Typ her zu denen der anderen Morde. Echte Exemplare, keine Plastik-Versionen, wie sie oft für Sexspiele verwendet werden. Schlüssel haben wir bei diesem Mord wie auch bei den vorangegangenen keine gefunden. Typisch ist weiterhin, dass der Mann schon ausgezogen war, hier hat er noch seine Boxershorts an, beim letzten war es die Unterhose und der erste war komplett unbekleidet. Dieses Merkmal ist also nicht durchgehend identisch.«

»Vielleicht ist dem Täter die sexuelle Komponente nicht so wichtig, sondern nur Mittel zum Zweck«, bemerkte Phil.

»Das denke ich auch«, stimmte Sue Cunningham ihm zu. »Es geht ihr darum, den Mann zu töten.«

»Ihr?«, fragte ich.

Sie nickte. »Ich bin mir sicher, dass es sich um eine Frau handelt. Bei den vorangegangenen Morden haben wir übereinstimmende weibliche DNA gefunden, über die in den Datenbanken allerdings nichts verzeichnet ist. Darüber hinaus gab es bei den ersten beiden Opfern keinen Hinweis darauf, dass sie homosexuell oder bi waren. Ganz im Gegenteil, sie waren ziemliche Frauenhelden oder besser gesagt Männer, die mit Frauen wie Wegwerfware umgegangen sind.«

»Wenn wir die gleiche DNA auch hier finden, wird das Ihre These bestätigen«, sagte ich. »Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass es sich um einen Trittbrettfahrer handelt – außer natürlich wenn es sich herausstellt, dass dieselbe Waffe verwendet wurde.«

»Einen Trittbrettfahrer schließe ich aus«, sagte Detective Cunningham. »Zwar haben wir einige Details der Morde veröffentlicht, aber nicht alles. Zum Beispiel nicht das Kaliber der Waffe. Wenn es wirklich ein Nachahmungstäter wäre, dann höchstens jemand, der Zugriff auf die Berichte hat, und das sind nur wenige Personen.«

»Gut, das ist also weniger wahrscheinlich«, sagte ich.

»Zu beachten ist noch, dass die Täterin sauber gemacht und keine Fingerabdrücke hinterlassen hat«, sagte Detective Cunningham. »Sie hat den Boden mit Dukers’ Staubsauger gereinigt und dann den Staubsaugerbeutel mitgenommen. Was die Fingerabdrücke betrifft: Entweder hat sie von vornherein Handschuhe getragen oder sie hat sich genau gemerkt, was sie angefasst hat, und dort sauber gemacht. Somit ist klar, dass es sich um einen geplanten Mord handelt, keine Reaktion im Affekt.«

»Da kann ich nicht widersprechen«, meinte Phil. »Zu den Handschuhen hätte ich noch eine Idee – vielleicht gehörten sie zur Berufskleidung der Täterin.«

»Sie meinen eine Prostituierte?«, fragte Detective Cunningham. »Daran habe ich auch gedacht. Wäre natürlich möglich. Entsprechende Ermittlungen im Milieu haben bisher aber nichts ergeben. Was nicht bedeuten soll, dass es sich nicht um eine Dame des horizontalen Gewerbes handelt. Wir haben bisher nur einen kleinen Teil des Milieus abklappern können. In einer Millionenstadt wie New York haben wir es mit Tausenden von Prostituierten zu tun.«

»Bei wie vielen Frauen haben Sie bisher DNA-Proben genommen und sie mit den Tatorten verglichen?«, fragte Phil.

»Siebenunddreißig«, antwortete Detective Cunningham. »Alle negativ. Unsere Täterin war nicht dabei.«

»Haben Sie schon die Nachbarn verhört? Vielleicht hat jemand etwas gehört. Immerhin gab es zwei Schüsse«, sagte Phil.

»Ich habe mit zwei Nachbarn gesprochen, die anderen sind im Moment nicht anwesend. Schüsse hat niemand gehört«, antwortete sie. »Wohl aber relativ laute Musik, etwa zur Tatzeit. Und dann haben wir noch das hier«, antwortete Detective Cunningham und deutete auf ein durchlöchertes Kissen. »Das hat die Täterin als Schalldämpfer benutzt – genau wie bei den anderen beiden Fällen. Ist nicht so gut wie ein echter Schalldämpfer, aber besser als nichts.«

»Eine weitere Übereinstimmung mit den beiden anderen Morden«, bemerkte Phil.

»Gut, wir schauen uns noch ein wenig hier um und treffen uns dann im FBI Field Office«, sagte ich. »Könnten Sie bei Ihrer Dienststelle vorbeifahren und die Fallakten abholen?«, fragte ich.

Sie nickte. »Ja, kein Problem. Ich fahre sofort los.«

Detective Cunningham verabschiedete sich, während Phil und ich uns noch eine Weile in der Wohnung umschauten. Anschließend fuhren wir ins FBI Field Office, um Mr High Bericht zu erstatten und uns anschließend mit Detective Cunningham dort zu treffen.

***

»Ich habe nichts dagegen, dass Sie bei diesem Fall mit Detective Cunningham zusammenarbeiten«, sagte Mr High nach unserem Briefing. »Da sie bereits die anderen beiden Mordfälle bearbeitet hat, kann sie sicher einen wertvollen Beitrag zu den Ermittlungen liefern. Wie Sie die Aufgaben verteilen, überlasse ich Ihnen. Dabei sollte klar sein, dass es sich offiziell um einen FBI-Fall handelt und Sie die leitenden Ermittler sind.«

»Ja, Sir, das haben wir ihr auch klargemacht«, bestätigte ich. »Sie schien damit einverstanden zu sein. Falls das Thema der Zuständigkeit wider Erwarten noch einmal aufkommen sollte, werden wir das entsprechend handhaben.«

»Und wo wollen Sie mit den Ermittlungen ansetzen?«, fragte Mr High.

»Wir werden uns zuerst mit Detective Cunningham zusammensetzen und die Details der ersten beiden Morde durchgehen und anschließend im Umfeld von Ben Dukers ermitteln, um herauszufinden, ob es zwischen den dreien Verbindungen gab.«

»Gut, machen Sie es so«,

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