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Jerry Cotton - Folge 2901

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Der Countdown läuft
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Der Countdown läuft

Ihre Mission war bestens vorbereitet gewesen. Dov Bugalla stand in den Flammen des Wohnhauses und musste dennoch hilflos zusehen, wie einer seiner Kameraden starb.

»Dafür jagen wir euch bis ans Ende der Welt«, schwor der Agent des Mossad.

Bevor er selbst ein Opfer der Flammen werden konnte, sprang Bugalla aus dem Fenster. Aus dem Augenwinkel bemerkte er den Amerikaner, der soeben einen Laptop vom Boden aufhob. Im Schein des Feuers erkannte Bugalla den Agent des FBI. Er würde ihn verfolgen, um seine Rachepläne umsetzen zu können.

Ich saß schon wieder in einem Flugzeug, und das auch noch ohne meinen Partner an meiner Seite.

»Ich werde dich möglichst bald vom Büro aus unterstützen«, hatte Phil gesagt.

Seine Verletzungen, die er unter der Folter erlitten hatte, ließen einen aktiven Einsatz zurzeit nicht zu. Gleichzeitig duldeten die Erkenntnisse, die unsere Spezialisten aus den Hinweisen in dem niedergebrannten Haus in Laos gezogen hatten, keinen Aufschub. Hinter der mysteriösen Organisation mit dem Namen Cypher verbarg sich in Wahrheit die Enforcement of Nuisance and Affluence.

Wir hatten diese gefährliche Organisation zwar erfolgreich in den USA zerschlagen können, doch wer sich das »Vorantreiben von Verbrechen und Reichtum« als Ziel gesetzt hatte, durfte weltweit auf viele Gleichgesinnte hoffen. Seit längerer Zeit hatten die Vertreter des FBI in Asien vermehrt Anzeichen festgestellt, die auf einen zunehmenden Einfluss der ENA in dieser Hemisphäre hindeuteten.

Daher befand ich mich auf dem Flug von Bangkok nach Singapur und bereitete mich auf die bevorstehende Auseinandersetzung mit der ENA vor. In Singapur sollte ich einen Agent der NSA treffen, der mich bei den Ermittlungen unterstützen würde. Während ich das Dossier des Kollegen der NSA rekapitulierte, erhob sich ein Passagier und ging zur Toilette.

»Fliegen ist nicht jedermanns Sache«, dachte ich.

Fast beiläufig registrierte ich den prüfenden Blick, den der Mann in meine Richtung warf. Für einen winzigen Moment schaute er mich direkt an, und da stieg eine Woge der Erinnerungen in mir auf. Unvermittelt befand ich mich wieder im Dschungel nahe dem Nam Song und starrte in das Gesicht eines Mannes, der mich und meine Kollegen beobachtete. Gleich darauf kam es zu einem heftigen Feuergefecht und einer kurzen Verfolgungsjagd durch den Dschungel. Genau dieser Mann hatte soeben die Toilette im Flugzeug betreten.

»Verfolgt mich etwa die ENA? Ahnen die, dass ich bereits auf dem Weg nach Singapur bin?«, fragte ich mich.

***

Der Probelauf war hervorragend verlaufen. Andrew Tennison stand am Panoramafenster seines Büros in Singapur und schaute versonnen auf die Skyline der Metropole des Inselstaates.

»Wir haben nur einen Bruchteil der Möglichkeiten des Programms genutzt, und doch führte es zu einem sofortigen Zusammenbruch des Börsenhandels«, meldete er.

Tennison gehörte zu einer kleinen Gruppe von Spezialisten, die von der ENA auf die Umsetzung komplizierter Projekte angesetzt wurden. Sein bisheriges Team hatte sich in Bangkok aufgelöst, da es für die zweite Phase der Operation bessere Kandidaten gab. Nachdem der Testlauf zur vollsten Zufriedenheit des Führungszirkels der ENA abgeschlossen worden war, sollte nunmehr der Sprung in die USA folgen.

»Gibt es konkrete Hinweise, wer sich in das Büro einschleichen wollte?«, fragte Tennison.

Außer ihm war aus der ersten Phase nur noch der Südafrikaner Rick Steenburg weiterhin mit von der Partie. Der Söldner aus Pretoria hatte auch in Laos wieder hervorragende Arbeit geleistet und sollte daher weiterhin für die Sicherheit der Operation verantwortlich bleiben.

»Es waren keine Amateure, Sir. Wir kamen nur wenige Augenblicke zu spät, sonst hätten wir die Burschen auf frischer Tat erwischt«, antwortete Steenburg.

»Könnten es Agents des FBI gewesen sein?«, fragte Tennison.

Diese Möglichkeit wollte Steenburg nicht ausschließen.

»Nach den Vorfällen in Laos müssen wir damit rechnen. Meine Leute halten die Augen auf, Sir. Wir überwachen auch den Flughafen«, sagte er.

Damit war Tennison einverstanden und entließ den Söldner. Bis zu seinem Aufbruch in die USA waren es nur noch vierundzwanzig Stunden, und bis dahin musste Tennison die passenden Associatees an seiner Seite wissen. Trotz des herben Rückschlags, den die ENA in den USA erlitten hatte, unterhielt die Organisation dort immer noch ein schlagkräftiges Netzwerk. Jetzt war es an der Zeit, die Schläfer rechtzeitig zu aktivieren und gleichzeitig durch flankierende Maßnahmen die bevorstehende Operation abzusichern.

»So ein Debakel darf sich nicht wiederholen«, dachte Tennison.

Dieses Mal sollte das Vorhaben klappen und damit der ENA eine Vormachtstellung in den USA einräumen. Mit dem dafür entwickelten Computerprogramm sollte es bestens funktionieren.

***

Ich ließ mir beim Verlassen des Flugzeugs besonders viel Zeit, um aus der Rolle des Gejagten in die des Jägers schlüpfen zu können. Meine stille Hoffnung, dass Agent Banks mich zügig durch die Einreisekontrollen schleusen würde, erfüllte sich zum Glück.

»Agent Cotton? Willkommen in Singapur. Mein Name ist Nolan Banks«, begrüßte er mich.

Die hellblauen Augen unter den rotblonden Augenbrauen lächelten freundlich, während der Kollege der NSA mir die Hand schüttelte. Banks war ein durchtrainierter Mann, der seine Herkunft aus Kentucky nicht ganz verbergen konnte. Er dehnte die Worte leicht beim Sprechen, als er mich über die aktuelle Situation in Singapur informierte. Nach nur wenigen Sätzen stoppte ich seinen Redefluss.

»Sehen Sie den dunkelhaarigen Mann dort drüben?«, fragte ich.

Banks wandte den Kopf und fand meinen ominösen Beschatter ohne Schwierigkeiten.

»Ja, was ist mit ihm?«, fragte er.

Ich erklärte es dem Agent der NSA, woraufhin Banks zu seinem Mobiltelefon griff.

»Ich sorge dafür, dass die Aufnahmen der Videoüberwachung aus dem Terminal in Fort Meade ausgewertet werden. Vermutlich wissen wir in wenigen Minuten, wer dieser Mann ist«, erklärte er.

Ich nickte verstehend und musste gestehen, dass mir Banks’ schnelle Reaktion sehr imponierte.

Während der Kollege der NSA mit den Experten in Fort Meade telefonierte, holte ich meine Reisetasche und warf immer wieder prüfende Blicke zu dem Unbekannten. Da er noch vor mir durch die Kontrollen gelangt war, konnte er auch ohne Probleme das Flughafengebäude verlassen. Banks und ich mussten zusehen, dass wir nicht den Anschluss verloren.

»Haben Sie Ihren Wagen in der Nähe geparkt?«, fragte ich.

Agent Banks eilte mir voraus und stieg kurze Zeit später in einen silberfarbenen BMW der Fünferreihe ein.

»Gute Wahl«, lobte ich Banks.

Er nickte knapp und konzentrierte sich darauf, den Anschluss an den Lexus mit unserer Zielperson nicht zu verlieren.

»Das Beste an diesem Wagen ist seine technische Ausstattung, Agent Cotton. Er verfügt über ein hypermodernes System, mit Zugang ins Internet«, antwortete er.

Mir war das Display im Armaturenbrett bereits aufgefallen, da Banks dort eine Straßenkarte von Singapur aufgerufen hatte. Der Kollege der NSA nahm den eingehenden Anruf mittels der Freisprecheinrichtung an, die er von dem Multifunktionslenkrad aus bedienen konnte. Banks aktivierte den Lautsprecher, damit ich das Gespräch unmittelbar mithören konnte.

»Sein Name lautet Dov Bugalla und er ist ein Agent des Mossad«, tönte es aus dem Lautsprecher.

Mir verschlug es einen Augenblick lang die Sprache. Wie passten denn Agenten des israelischen Geheimdienstes in die Ermittlungen? War es der ENA gelungen, sich mit den Israelis zu verbünden?

»Das ausführliche Dossier zu Bugalla können wir gleich lesen«, sagte Banks.

Tatsächlich vergingen keine drei Minuten, in denen wir weiterhin dem Lexus in die Innenstadt von Singapur folgten, bis wir die Daten des israelischen Agenten im Display studieren konnten.

»Haben Sie andere Erkenntnisse als meine Kollegen in Fort Meade?«, fragte Banks.

»Nein, mir ist es völlig neu, dass der Mossad mitmischt. Ich wüsste zu gerne, was die eigentlich vorhaben, und werde es umgehend meinem Vorgesetzten melden«, antwortete ich.

Das moderne Kommunikationssystem des BMW erlaubte es mir, eine Verbindung ins Field Office in New York City herzustellen. Ich informierte Mr High, der über das Auftauchen der israelischen Geheimdienstleute ebenfalls irritiert war.

»Ich kläre diese Angelegenheit mit Washington, Jerry. Sie hören von mir«, versprach der Chef.

Kurze Zeit später verschwand der Lexus urplötzlich von der breiten Stadtautobahn und raste in das Gewirr kleinerer Gassen.

»Damned! Er muss uns bemerkt haben«, fluchte Banks.

Der Kollege der NSA bewies aber sein fahrerisches Können und jagte den BMW in halsbrecherischer Manier ebenfalls die Abfahrt hinunter.

»Die Deutschen bauen zum Glück sportliche Limousinen«, rief er.

Diesen Umstand wusste ich in diesen Augenblicken ebenfalls sehr zu schätzen, denn der Wagen war trotz des waghalsigen Fahrmanövers auf der Straße geblieben. Jetzt mussten wir aber auf unser Glück setzen, um den Agenten des Mossad wiederzufinden.

»Der Lexus ist vorhin an dem Restaurant auf der linken Seite abgebogen«, sagte Banks.

Er bog an der Kreuzung ebenfalls nach links ab und da entdeckte ich sofort den schwarzen Lexus, der soeben das Parkdeck eines großen Einkaufszentrums ansteuerte.

»Vielleicht trifft sich Bugalla hier mit seinen Kontaktleuten«, spekulierte ich.

»Das könnte sehr interessant für uns werden. Behalten wir ihn einfach im Auge«, erwiderte er.

Obwohl wir uns erst kurze Zeit kannten, fasste ich bereits Vertrauen in den Kollegen der NSA. Nolan Banks wirkte ausgesprochen kompetent und kam auch in kritischen Situationen offenbar schnell zu einem Entschluss.

»Dann werden wir Bugalla bei seiner Shoppingtour begleiten. Vielleicht führt er uns zu einem Mitglied der ENA«, sagte ich.

***

Für Rick Steenburg wurde es kritisch. Es war ihm gelungen, die nächtlichen Einbrecher zu identifizieren. Zwei Männer waren in das Büro eingedrungen. Obwohl sie sich sehr professionell verhalten hatten, wurden sie dennoch von einer Überwachungskamera erfasst. Steenburg hatte den Befehl erhalten, diese Einbrecher aufzuspüren. Solche Pannen konnte er in seinem Zuständigkeitsbereich nicht hinnehmen, da seine Auftraggeber extrem empfindlich darauf reagierten. Ein korrupter Beamter des Innenministeriums von Singapur half ihm dabei.

»Wir wissen nicht, für wen diese Männer arbeiten. Daher müssen wir mit dem Risiko leben, dass wir es gleich mit einer Überzahl an Gegnern zu tun bekommen«, warnte er sein Team.

Der Mann aus Pretoria hatte sechs Männer um sich geschart, die in wenigen Augenblicken den Überfall im Einkaufszentrum durchführen sollten. Mit der Unterstützung eines korrupten Beamten war es Rick gelungen, einen der Einbrecher mitten im Zentrum der Stadt ausfindig zu machen. Die umfassenden Überwachungsmaßnahmen der Polizei von Singapur halfen ihnen dabei erheblich.

»Er ist auf jeden Fall in Begleitung eines zweiten Mannes, der aber nicht bei dem Einbruch dabei war«, sagte Rick.

Im günstigsten Falle hätte sein Team damit drei Gegner ausschalten können. Es konnte aber durchaus eine erheblich größere Anzahl sein, weshalb Rick seine Männer vorsichtshalber darauf einstellte.

»Wir werden ihnen eine Falle stellen, die unmittelbar nach dem Verlassen des Geschäftes zuschnappt. Fragen?«

Die Söldner waren durch die Bank erfahrene Männer, die schon einige gefährliche Einsätze überstanden hatten. Es gab keine Fragen, daher schwärmte das Team aus. Steenburg hatte seine Männer so verteilt, dass er mit einem Mann an seiner Seite genau gegenüber der Filiale für Männerbekleidung in Position ging. Die beiden anderen Zweierteams versperrten die Fluchtwege auf dem Gang.

»Achtung! Sie verlassen das Geschäft«, meldete ihr Beobachter.

Steenburg hatte einen seiner Leute ebenfalls ins Geschäft geschickt, damit der Einbrecher und dessen Begleiter die gesamte Zeit unter Beobachtung standen. Alle Söldner standen über Headsets miteinander in Verbindung. Als die beiden Zielpersonen bereits an der Tür der Filiale waren, fiel der erste Schuss.

Steenburg stieß einen Fluch aus und befahl den Zugriff, obwohl das Überraschungsmoment verloren gegangen war. Als er in Combatstellung ging und seine Glock abfeuerte, entdeckte er aus dem Augenwinkel seinen Irrtum.

Ein kleines Mädchen weinte bitterlich, weil sein Luftballon geplatzt war. Niemand hatte vorzeitig das Feuer eröffnet, doch der Knall machte die sorgsam aufgebaute Falle zunichte. Während die Söldner ein heftiges Angriffsfeuer eröffneten, bei dem mehrere Schaufenster zerbarsten, zogen sich der Einbrecher und sein Begleiter in die Filiale zurück.

»Los! Nachsetzen. Sie dürfen uns nicht entkommen«, rief Steenburg.

Seine Anweisung wurde prompt umgesetzt. Während harmlose Besucher des Einkaufszentrums schreiend flohen oder sich schutzsuchend hinter Ständer mit Waren zu Boden warfen, rückten die Männer von Steenburg erbarmungslos vor. Solange ein Team vorging, gaben ihm die anderen Söldner Feuerschutz. Der Einbrecher und dessen Komplize sollten keine Chance zur Gegenwehr erhalten.

»Vorsicht! Kreuzfeuer!«, warnte einer der Söldner.

Bevor Steenburg die Gefahr erkannt hatte, ging sein Kamerad bereits getroffen zu Boden. Der Südafrikaner reagierte blitzschnell und tauchte hinter einigen Steinbänken ab. Sein Blick huschte umher, da er die Angreifer bislang nicht ausmachen konnte. Doch dann entdeckte er einen der Männer und schüttelte ungläubig den Kopf.

»Schon wieder dieser Agent des FBI. Woher zum Teufel weiß er, dass wir hier sind?«, fragte er sich.

***

Banks und ich hatten kaum die Ebene erreicht, wo sich das Geschäft für Outdoorbekleidung befand, in das Bugalla und sein Kollege gegangen waren, als es chaotisch wurde. Zunächst fiel ein einzelner Schuss, bevor dann die Hölle ausbrach.

»Die greifen die Agenten des Mossad an«, stieß Banks hervor.

Zu meiner unendlichen Erleichterung hatte der Agent der NSA mich unmittelbar nach Ankunft am Flughafen mit einer SIG und dem nötigen Zubehör ausgestattet. Einer der Angreifer bewegte sich in diesem Augenblick aus seiner Deckung, sodass ich den Südafrikaner erkennen konnte.

»Steenburg«, schoss es mir durch den Kopf.

Es waren von der ENA angeheuerte Söldner, die offenbar die Agenten des Mossad eliminieren sollten.

»Es sind Söldner der ENA«, warnte ich Banks.

Der Agent der NSA hockte keine fünf Yards von mir entfernt und deckte die Angreifer mit konzentriertem Feuer ein. Bislang waren nur Handfeuerwaffen zum Einsatz gekommen.

Möglicherweise hatten wir Steenburg und seine Männer überrascht, die nicht mit so viel Gegenwehr gerechnet hatten. Sollten sie jedoch auch automatische Waffen zur Verfügung haben, würde die Lage schnell eskalieren.

»Die Polizei ist vor Ort. Wir sollten uns zurückziehen«, rief Banks.

Ich hätte zwar zu gerne gewusst, ob die Agenten des Mossad den Angriff heil überstanden hatten, doch der Kollege der NSA hatte recht. Die Polizei musste zunächst die Söldner überwältigen und sich dann einen Überblick über die konfuse Situation verschaffen.

Wenn Banks und ich uns der Polizei als Agents amerikanischer Behörden zu erkennen geben würden, durften wir mit einer sehr langwierigen Überprüfung unserer Angaben rechnen. Ich vermochte auch nicht abzuschätzen, wie die Polizei in Singapur auf unsere Waffen reagieren würde. So viele Unwägbarkeiten konnten wir uns schlicht nicht leisten.

Wir saßen wieder im BMW und verfolgten vom Parkplatz aus, wie die Sicherheitskräfte energisch gegen die Söldner vorgingen. In kürzester Zeit rückten Sondereinheiten an, die mit ihrer Ausrüstung und Ausbildung den Söldnern bestens gewachsen sein durften. Wir hatten nichts dagegen einzuwenden, wenn Steenburg und seine Männer von der Polizei außer Gefecht gesetzt wurden.

»Das waren also Söldner der ENA?«, fragte er.

»Ja, Rick Steenburg war bereits in Laos dabei«, erwiderte ich.

Während wir das Geschehen beobachteten, informierte ich Nolan Banks über den Südafrikaner und seine blutige Rolle bei den Ermittlungen.

»Sie müssen gewusst haben, dass Bugalla und sein Begleiter zum Mossad gehören. Steenburg hatte offenbar den Auftrag, die Agenten auszuschalten«, sagte Banks.

Mir war klar, in welche Richtung sich seine Überlegungen bewegten. Wenn die Israelis sich gegen die ENA stellten, wären sie automatisch Verbündete für uns.

»Vermutlich, aber wir wissen trotzdem zu wenig über die Absichten des Mossad«, antwortete ich.

Solange wir nicht ausreichend über die Pläne der Israelis informiert waren, blieb ich skeptisch. Bei Geheimdiensten durfte man allzu viel Offenheit nicht erwarten und mir schmeckte es nicht, mit Halbwahrheiten abgespeist zu werden.

»Warten wir ab, was unsere Vorgesetzten dazu sagen«, schlug ich daher vor.

Banks akzeptierte meine Haltung, und als wir erkannten, dass die Polizei die Lage offenbar immer besser in den Griff bekam, verließen wir den Parkplatz. Bisher hatten die Sicherheitskräfte es versäumt, das Gelände abzuriegeln. Vermutlich ließ diese Maßnahme aber nicht mehr lange auf sich warten, denn die Polizei würde hier sicherlich die Fluchtfahrzeuge der Söldner vermuten.

»M

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